SCHUTZKAPPE FÜR EINE KUPPLUNGSKUGEL EINER ANHÄNGERKUPPLUNG
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Schutzkappe für eine Kupplungskugel einer Anhängerkupplung eines Kraft¬ fahrzeugs, bestehend aus einem becherartigen Grund¬ körper, der über die Kupplungskugel zu deren Ab¬ deckung stülpbar und dort festlegbar ist.
Eine Schutz appe der eingangs genannten Art geht aus dem deutschen Gebrauchsmuster 80 06 147 hervor. Diese Schutzkappe weist eine Verriegelungsvorrich¬ tung auf, die aus einem in einer Erweiterung des Grundkörpers quer zu dessen Längsachse drehbar ge¬ lagerten Bolzen besteht, der in seiner Schließlage mit einer vorspringenden und in seiner Öffnungslage mit einer rückspringenden Umfangsfläche der Kupp¬ lungskugel zugeordnet ist. Durch Drehung des Bol¬ zens in eine Öffnungsstellung wird die Kupplungsku- gel freigegeben, so daß die Schutzkappe abgenommen werden kann. Befindet sich der Bolzen in der Schließstellung, so ist die Schutzkappe unverlier¬ bar der Kupplungskugel zugeordnet. Die Verriege¬ lungsvorrichtung verhindert, daß sich die Schutz¬ kappe selbsttätig von der Kupplungskugel löst und damit verloren geht. Der Erfindung liegt grundsätz¬ lich ein anderes Problem zugrunde, das darin be¬ steht, daß für einen Gebrauch der Anhängerkupplung
die Schutzkappe vom Anwender entfernt wird, der sie bis zu einer erneuten Abdeckung der Kupplungskugel verwahren muß. Oftmals erfolgt dieses Verwahren nicht sorgfältig genug, so daß die Schutzkappe ver¬ loren geht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schutzkappe der eingangs genannten Art zu schaffen, die ohne Verlust sicher verwahrt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zumindest ein Abschnitt der Schutzkappe derart magnetisch ausgebildet ist, daß sich die von der Kupplungskugel abgenommene, einem ferromagnetischen Teil des Kraftfahrzeugs zugeführte Schutzkappe dort im Haftsitz hält. Der Anwender nimmt also für einen Gebrauch der Hängerkupplung lediglich die Schutz¬ kappe von der Kupplungskugel ab und ordnet sie dann einem ferromagnetischen Teil des Kraftfahrzeugs, zum Beispiel dem Chassis oder dem Karosserieblech zu, so daß sie sich -aufgrund ihrer magnetischen Wirkungen- dort selbsttätig im Haftsitz hält und bis zur gewünschten erneuten Abdeckung der Kupp¬ lungskugel in der Haftsitzstellung verbleibt. Grundsätzlich ist es dabei möglich, einen beliebi¬ gen Abschnitt der Schutzkappe magnetisch auszubil¬ den, wobei dann die Schutzkappe mit diesem Ab¬ schnitt auf das ferromagnetische Teil des Kraft¬ fahrzeugs aufgesetzt wird. Es ist jedoch auch mög¬ lich, die gesamte Schutzkappe magnetisch auszubil-
den, so daß die Schutzkappe keine bestimmte Stel¬ lung zur Einnahme des Haftsitzes einnehmen muß.
Nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Er¬ findung ist jedoch vorgesehen, daß der Öffnungsrand des becherartigen Grundkörpers magnetisch ausgebil¬ det ist. Insofern ist es ausreichend, wenn der Grundkörper lediglich axial magnetisch ausgebildet wird. Da der Öffnungsrand des Grundkörpers eine ebene Ringfläche ausbildet, läßt sich ein besonders fester Haftsitz am ferromagnetischen Teil des Kraftfahrzeugs erzielen, da die Schutzkappe keine Rollbewegungen ausführen kann. Überdies stellt ein derartiger Haftsitz sicher, daß das ferro agneti- sche Teil die Öffnung der Schutzkappe abdeckt, so daß kein Schmutz oder dergleichen in das Innere des Grundkörpers eindringen kann. Hierdurch wird beim Wiederaufsetzen der Schutzkappe auf die Kupplungs¬ kugel ein Schmirgeleffekt vermieden, der durch ein¬ gedrungene Sand- oder Staubkörner bewirkt werden könnte.
Vorzugsweise ist am Öffnungsrand des Grundkörpers ein radial nach außen ragender Ringflansch angeord¬ net, der magnetisch ausgebildet ist. Dieser Ring¬ flansch vergrößert die Auflagefläche am ferromagne¬ tischen Teil des Kraftfahrzeugs, so daß ein beson¬ ders fester Haftsitz erzielbar ist.
Insbesondere ist an der Unterseite des Ringflan¬ sches mindestens ein Magnet angeordnet. Dieser kann auch in einer Ausnehmung des Ringflansches unterge¬ bracht sein. Dabei ist es mögl ch, den Magneten zu
umspritzen, wenn der Grundkörper im Kunststoff- Spritzgußverfahren hergestellt wird. Alternativ kann jedoch auch vorgesehen sein, daß der Magnet mit dem Ringflansch verklebt oder dort im Schnapp¬ sitz gehalten ist.
Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der Ringflansch aus Kunststoff mit einge¬ bettetem magnetischem Werkstoff steht. Dieser ma¬ gnetische Werkstoff ist fein im Kunststoffmaterial verteilt, so daß keine Befestigung eines separaten Magneten erfolgen muß, so daß die magnetische Wir¬ kung "unverlierbar" ist.
Ferner ist es vorzugsweise möglich, den Grundkörper ebenfalls aus Kunststoff herzustellen. Dieser Kunststoff ist vorzugsweise schlagfest ausgebildet. Ist kein Ringflansch vorgesehen, so kann auch der Kunststoff des Grundkörpers magnetische Eigenschaf¬ ten aufweisen.
Der Ringflansch kann entweder als separates Teil ausgebildet und am Grundkörper befestigt sein oder es ist eine einstückige Ausbildung mit dem Grund¬ körper vorgesehen.
Die Zeichnung veranschaulichen die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele und zwar zeigt:
Figur 1 eine Seitenansicht einer Schutzkappe teilweise in aufgeschnittener Darstel¬ lung,
Figur 2 eine weitere Ausführungsform einer Schutzkappe mit axial nach außen ragendem Ringflansch,
Figur 3 die Ausführungsform gemäß Figur 2 mit se¬ paraten Magneten,
Figur 4 eine Ausführungsform mit integriertem magnetischen Werkstoff und
Figur 5 eine Unteransicht auf der Schutzkappe mit separater Magnetausbildung.
Die Figur 1 zeigt eine Schutzkappe 1, die einen be¬ cherartigen Grundkörper 2 mit Öffnung 3 aufweist. Der Grundkörper 2 besteht aus einem zylindrischen Bereich 4 mit kreisförmigem Querschnitt und einem sich daran anschließenden kegelstumpfförmigen Be¬ reich 5. Für den Schutz einer Kupplungskugel einer (nicht dargestellten) Hängerkupplung eines Kraft¬ fahrzeugs ist die Schutzkappe 1 über die Kupplungs¬ kugel zu deren Abdeckung stülpbar. Die Kupplungsku¬ gel liegt dann im Inneren des becherförmigen Grund¬ körpers 2 und ist so vor Staub usw. geschützt.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß zumindest ein Abschnitt 6 der Schutzkappe 1 derart magnetisch ausgebildet ist, daß die von der Kupplungskugel ab¬ genommene Schutzkappe 1 beim Zuordnen zu einem fer¬ romagnetischen Teil des Kraftfahrzeugs dort einen Haftsitz einnimmt, das heißt, sie hält sich auf¬ grund ihrer magnetischen Wirkungen selbst. Dieser magnetische Abschnitt 6 kann an einer beliebigen
Stelle der Schutzkappe 1 ausgebildet sein. Im Aus¬ führungsbeispiel der Figur 1 befindet sich dieser Abschnitt 6 am Öffnungsrand 7 der Öffnung 3. Entwe¬ der ist dort ein separater Magnet angeordnet oder es ist in das Material des Grundkörpers 2 im Be¬ reich des Öffnungsrandes 7 magnetischer Werkstoff 8 eingebettet beziehungsweise eingelagert. Dies ist in der Figur 1 durch Punkte dargestellt. Vorzugs¬ weise besteht der Grundkörper 2 aus schlagfestem Kunststoff. Die Herstellung erfolgt insbesondere im Spritzgußverfahren.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung hat den Vorteil, daß die von der Kupplungskugel der Hängerkupplung abgenommene Schutzkappe 1 am Kraftfahrzeug unver¬ lierbar verwahrt werden kann, so daß sie nach der Nutzung der Hängerkupplung wieder zur Abdeckung der Kupplungskugel zur Verfügung steht. Sie geht also nicht verloren. Der Anwender sucht sich lediglich ein ferromagnetisches Teil des Kraftfahrzeugs aus und ordnet diesem die Schutzkappe 1 zu. Sie hält sich -aufgrund ihrer magnetischen Wirkung- dort selbst im Haftsitz.
Die Figur 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Schutzkappe 1, die sich vom Ausführungsbei¬ spiel der Figur 1 dadurch unterscheidet, daß am Öffnungsrand 7 ein radial nach außen ragender Ring¬ flansch 9 ausgebildet ist, der magnetische Wirkun¬ gen aufweist.
Gemäß Figur 3 kann an der Unterseite 10 des Ring¬ flansches 9 mindestens ein Magnet 11 angeordnet
sein. Vorzugsweise befindet sich dieser in einer Ausnehmung des Ringflansches (nicht dargestellt) oder er ist im Spritzgußverfahren vom Kunststoff des Grundkörpers 2 umspritzt (siehe Figur 3) .
Das Ausführungsbeispiel der Figur 4 unterscheidet sich von dem der Figur 3 dadurch, daß anstelle des Magneten 11 dort in den Ringflansch 9 fein verteil¬ ter magnetischer Werkstoff 8 eingebettet ist.
Die Figur 5 zeigt nochmals ein Ausfuhrungsbeispiel einer Schutzkappe 1 mit Ringflansch 9, wobei eine Unteransicht mit Blick auf die Öffnung 3 wiederge¬ geben ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind vier, gleichmäßig über den Umfang verteilte Magnete 11 an der Unterseite 10 des Ringflansches 9 befe¬ stigt. Dies kann beispielsweise durch Klebung oder auch durch Einklipsen in Ausnehmungen erfolgen. Be¬ vorzugt schließt die äußere Oberfläche der Magnete 11 mit der Unterseite 10 fluchtend ab. Dies hat den Vorteil, daß beim Deponieren der Schutzkappe 1 am ferromagnetischen Teil des Kraftfahrzeugs eine Ab¬ deckung der Öffnung 3 erfolgt, so daß das Eindrin¬ gen von Schmutz und Feuchtigkeit usw. verhindert ist. Gleiches gilt für die Ausführungsbeispiele der übrigen Figuren in entsprechender Weise.
Denkbar ist auch der Einsatz von Magnetfolie, die an einer beliebigen Stelle des Grundkörpers 2, ins¬ besondere im Bereich des Öffnungsrandes 3, unterge¬ bracht sein kann. Die erfindungsgemäße Ausbildung bietet die Möglichkeit, nach der Benutzung der Hän¬ gerkupplung ("also nach dem Hängerbetrieb) die
Schutzkappe 1 für die Abdeckung der Kupplungskugel sofort für den Wiedergebrauch griffbereit zu haben. Während ihrer Deponierung an den ferromagnetischen Teil (zum Beispiel einem Blech) wird diese ab¬ dichtend dort gehalten, so daß in das Innere kein Schmutz oder Staub eindringen kann, der beim Wie¬ dergebrauch zu einem Schmirgeleffekt führen könnte. Je nach Anordnung des magnetischen Abschnitts 6 an der Schutzkappe 1 wird auch die Befestigung an der Kupplungskugel der Hängerkupplung verbessert, da die Schutzkappe aufgrund ihrer magnetischen Wirkung besonders fest an der ferromagnetischen Hängerkupp¬ lung gehalten wird. Sofern die gesamte Schutzkappe 1 magnetisch ausgebildet ist, ist diese Haltewir¬ kung natürlich besonders groß; jedoch auch ein ma¬ gnetisch ausgebildeter Öffnungsrand 7 kann unter Umständen -je nach Formgebung der Kupplungskugel und der Schutzkappe- eine verbesserte Halterung an der Hängerkupplung bewirken. Insbesondere besteht die Schutzkappe 1 aus einem elastischen, dehnbaren Kunststoff, der wärme- und kälteunempfindlich ist. Die Magnete sind als Dauermagnete ausgebildet und vorzugsweise korrosionsgeschützt untergebracht.
Im täglichen Gebrauch kann die Schutzkappe auch für ganz artfremde Tätigkeiten verwendet werden, so ist es insbesondere bei der Auslieferung von Waren ein gewisses Problem, daß der Auslieferer Frachtbrief, Lieferschein usw. in Händen hält, wenn er sein Kraftfahrzeug öffnet (Hecktüren) , um zum Beispiel die Ware herauszunehmen. Um die genannten Papiere sicher deponieren zu können, kann er die magneti¬ sche Schutzkappe 1 von der Hängerkupplung abnehmen
und an dem genannten ferromagnetischen Teil des Kraftfahrzeugs befestigen, wobei zwischen Schutz¬ kappe 1 und ferromagnetischem Teil die Papiere ge¬ legt werden. Diese werden dann mitgehalten und kön¬ nen nicht verloren gehen, insbesondere nicht vom Wind weggeweht werden.
Die Schutzkappe 1 eignet sich auch zur Werkstoff¬ prüfung von magnetisch und antimagnetischen Werk¬ stoffen; sie kann daher auch als Prüfgerät für Un¬ fallschäden zum Beispiel beim Kraftfahrzeugkauf eingesetzt werden, da hiermit eine Spachtelrepara¬ tur eines Gebrauchtwagens aufgrund deren fehlender ferromagnetischer Wirkung erkannt werden kann.
Insbesondere ist die äußere Mantelfläche der Schutzkappe 1 als idealer Werbeträger zu gebrau¬ chen. Hier lassen sich Aufdrucke usw. anbringen und damit Werbeaussagen treffen.