Filter zum Filtern von gasförmigen und flüssigen Medien
Die Erfindung bezieht sich auf einen Filter zum Filtern von gasförmigen und flüssigen Medien, insbesondere auf einen Ölfilter für Verbrennungsmotoren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Aus der DE-PS 1 051 062 ist ein derartiger Filter bekannt, bei dem die Filterpackung eine Rolle aus Saugpapier ist, die auf einem zentralen Kern aufgesteckt ist. Der bekannte Filter kann z.B. als Ölfilter für Verbrennungsmotoren verwendet werden. Derartige Ölfilter arbeiten als Feinfilter und können z.B. in einem Nebenstrom des Ölflusses angeordnet, d.h. zusätzlich zu einem vorhandenen Ölfilter eingesetzt werden. Durch diese Feinfilterung braucht das Öl praktisch nicht ausgewechselt, sondern nur der tatsächlich verbrauchte Anteil aufgefüllt zu werden. In jedem Falle lassen sich die Betriebszeiten wesentlich steigern.
Bei dem bekannten Filter durchströmt die Flüssigkeit die Papierfilterpackung zwischen Zu- und Ablauf im Gegenstrom. Auch andere Funktionsprinzipien sind bekannt, z.B. eine radiale Durchströmung gemäß der DE-PS 24 60 073 oder eine im Gleichstrombetrieb, so z.B. für einen Benzinfilter gemäß der DE-OS 36 17 420, wo der Kraftstoff die gewickelte Filterpackung axial durchströmt.
Aus der DE-OS 38 42 017 ist ferner ein Ölfilter bekannt, der baukastenartig aufzubauen ist, so daß ein Ölfilter auch mit mehreren Filterpackungen zusammengebaut werden kann und sich das Volumen der Filterpackung auf die Gesamtmenge des umzuwälzenden Öles leicht anpassen läßt.
Ein Problem bei derartigen Filtern, bei denen die Filterpackungen aus einem Saugpapier entweder als Wickel oder in einzelnen Schichten bzw. aus einem anderen porösen schwammartigen, jedoch verformbaren Material aufgebaut sind, besteht darin, daß die Filterpackung dem Druck der diese durchströmenden Flüssigkeit standhalten muß. Insbesondere dann, wenn mit viskoseren Flüssigkeiten, so z.B. Schmieröl, gearbeitet wird, und bereits ein Teil der Filterpackung durch ausgefilterten Schmutz zugesetzt ist, wird der Durchflußwiderstand so groß, daß sich die Poren des Filtermateriales bis hin zur Undurchlässigkeit verpressen. Bei Filterpackungen aus Saugpapierwickeln können die Filterpackungen bis zu 30 % und mehr zusammengedrückt werden. Durch die Verformung sind die Standzeiten derartiger Filterpackungen beschränkt. Für herkömmliche Ölfilter von Verbrennungsmotoren von Kraftfahrzeugen wird z.B. ein Wechsel der Filterpackungen alle 5000 bis 10 000 Fahrkilometer empfohlen.
Derartige Filterpackungen könnten im Prinzip auch zur Filterung von gasförmigen Medien, so z.B. zur Luftfilterung verwendet werden. Auch hier würden jedoch die gleichen Probleme wie oben geschildert auftreten, so daß ein vorzeitiges Zusetzen der Luftfilter die Folge wäre.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, derartige Filter so zu modifizieren, daß der Durchflußwiderstand über die Standzeit stets so gehalten wird, daß eine glatte Durchströmung des Mediums bei hoher Filterwirkung gewährleistet und damit die Standzeit verlängert wird.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Demgemäß besteht der Gedanke der Erfindung darin, die poröse un verformbare Filterpackung während des Betriebes formstabil zu halten und zum anderen in ihrer Lage in dem Filtergehäuse durch
Stabilisierungselemente zu fixieren. Durch derartige Stabilisierungselemente wird der Preßdruck der Flüssigkeit auf die Filterpackung weitgehend aufgehoben, da hierdurch die Filterpackung im wesentlichen nur auf Zug belastet wird und nicht auf Druck, wie dieses bei herkömmlichen Filtern der in Rede stehenden Art passiert. Die Stabilisierungselemente sind jeweils zumindest im Bereich der Eintrittsfläche der Flüssigkei gelegen und z.B. quer zur Strömungsrichtung angeordnete Stäbe. Diese Stäbe durchdringen, sofern die Filterpackung ein Papierwickel oder eine Anordnung aus einer Vielzahl von Papierschichten ist, sämtliche Papierschichten. Diese Papierschichten werden durch die Fixierung der Filterpackung in dem Filtergehäuse nicht nochmals verpreßt.
Um Filterpackungen, z.B. die erwähnten Papierwickel, optimal zu nutzen, ist es von Vorteil, die Flüssigkeit radial und axial zu filtern. Dabei kann das Gleichstromprinzip oder das Gegenstromprinzip angewendet werden.
Mit einem Filter gemäß der Erfindung, der als Ölfilter für Verbrennungsmotoren von Kraftfahrzeugen eingesetzt wird, werden normale Standzeiten um 20 000 Fahrkilometer erreicht. Die Filterpackungen brauchen im Vergleich zu herkömmlichen Ölfilter nur halb so oft ausgewechselt zu werden. Unabhängig von dem zu filternden Medium werden somit die Standzeiten gegenüber herkömmlichen Konstruktionen wesentlich verlängert.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Die Erfindung ist in mehreren Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung stellen dar:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Filter gemäß der
Erfindung mit einem Filtergehäuse und einer darin angeordneten in Form und Lage stabilisierten Fi1terpackung;
Fig.2 eine Aufsicht auf das geöffnete Filtergehäuse des
Filters gemäß Fig. 1 mit herausgenommener Filterpackung
Fig.3 bis 7 schematische Darstellungen von unterschiedlichen
Ausführungsformen jeweils einer zylindrischen
Filterpackung gemäß der Erfindung;
Fig. 8 eine schematische Darstellung eines Stützkorbs für eine aus Kunststoffschäum herzustellende Filterpackung;
Fig. 9 eine schematische Darstellung einer zylinderförmigen Filterpackung;
Fig.10 eine schematische Darstellung eines quaderförmigen Schichtenfilters;
Fig.11 eine schematische Darstellung eines weiteren
Ausführungsbeispieles einer Filterpackung gemäß der Erfindung und
Fig. 12 eine schematische Darstellung einer Papierbahn zum
Wickeln einer Filterpackung mit quer zur Bahnrichtung angeordneten Stabilisierungsstäben.
In Fig. 1 ist ein Ölfilter 1 dargestellt, das ein rohrförmiges Filtergehäuse 2 und zu beiden Seiten dieses Filtergehäuses jeweils einen Deckel 3 aufweist. Filtergehäuse 2 und Deckel 3 sind über Flansche 4 am Gehäuse und Schrauben 5 miteinander verbunden. Im in Fig. 1 oberen Deckel 3 ist mittig ein Zulauf 6 im unteren Deckel mittig ein Ablauf 7 vorgesehen. In das Filtergehäuse ist eine Filterpackung 8 eingesetzt, die aus eine Saugpapier gewickelt ist. Zur Halterung der Filterpackung 8 ist ziemlich am Rand des Deckels jeweils eine umlaufende Schneide 9 vorgesehen, die mit ihrer Spitze zwischen die Lagen des Saugpapieres der Filterpackung greift. Zusätzlich ist der Boden des Deckels innerhalb der umlaufenden Schneide 9 mit einem rech
stabilen Drahtnetz 10 ausgefüllt, auf dem sich die Filterpackung zusätzlich abstützt.
Zum Filtern von Öl strömt das verschmutzte Öl über den Zulauf 6 in den Filter, wird durch das Drahtnetz 10 verteilt, tritt an der Oberseite, d.h. der Eintrittsfläche 11 in die Filterpackung 8, strömt längs durch die Filterpackung 8 und fließt aus dem Ablauf 7 aus dem Ölfilter hinaus, wie dieses durch die Pfeile in Fig. 1 angedeutet ist.
Um zu verhindern, daß die Filterpackung 8 durch das mit relativ hohem Druck in den Filter strömende Öl zusammengepreßt wird, ist im oberen, dem Zulauf 6 zugewandten Bereich der Filterpackung ein Stabilisierungsstab 12 vorgesehen, der durch eine Querbohrung durch sämtliche Lagen der Filterpackung hindurchgreift und an beiden Außenrändern der Filterpackung über diese hinausragt. Die hinausragenden Enden des
Stabilisierungsstabes 12 stützen sich an einem Anschlag bzw. dem Boden einer Nut 13 an dem Filtergehäuse 2 ab. Wenn nun Öl in den Ölfilter einströmt, so wird die Filterpackung durch den Stabilisierungsstab in ihrer Lage in dem Filtergehäuse fixiert, so daß das durch die Filterpackung strömende Öl die Filterpackung im wesentlichen nur noch auf Zug belastet. Ein Zusetzen der Poren der Filterpackung und damit ein Verpressen der gesamten Filterpackung wird auf diese Weise verhindert.
In Fig. 2 sind die Anschläge 13 bzw. Nuten deutlicher gezeigt. In dieser Figur sieht man auch, daß das Filtergehäuse Kühlrippen 14 aufweist.
In Fig. 3 ist ebenfalls eine aus einem Papierstreifen gewickelte Filterpackung 8 gezeigt, wobei diese Filterpackung jedoch einen mittigen Kern 21 aufweist, der die Filterpackung in deren gesamter Länge durchsetzt. Der Kern 21 ist ein Rohr, welches innerhalb der Filterpackung über deren größte Länge mehrere
Öffnungen 22 aufweist. Der Kern 21 ist an der Oberseite, hier wiederum der Eintrittsfläche 11 für das zu filternde Öl abgesperrt, am Boden der Filterpackung jedoch offen. Wiederum quer zur Strömungsrichtung an der Eintrittsfläche 11 ist mit dem Kern 21 ein die Filterpackung durchdringender Stabilisierungsstab 12 verbunden, ein weiterer Stabilisierungsstab ist ebenso an dem unteren Ende des Kernes vorgesehen. Bei dieser Ausführungsform ist es nicht notwendig, daß die Stabilisierungsstäbe über die Filterpackung hinausragen und sich an korrespondierende Anschläge in dem Filtergehäuse anlegen, da hier der Kern 21 die Fixierung der Stabilisierungsstäbe 12 übernimmt.
Ist die in Fig. 3 gezeigte Filterpackung 8 in einem Filter entsprechend Fig. 1 eingesetzt, so strömt das zu filternde Öl über die Eintrittsfläche 11 längs durch den Filter, wobei jedoch auch ein gewisser Anteil radial in Richtung auf den Kern 21 strömt, durch die Öffnungen 22 in diesen eintritt und am unteren Ende des Kernes wieder austritt. Die Strömung kann somit als axial/radial bezeichnet werden.
Die in Fig. 4 gezeigte zylindrische Filterpackung 8 aus einem Saugpapierwickel hat wiederum einen mittigen hohlen Kern 21, der auf der in diesem Falle unteren Eintrittsfläche 11 verschlossen ist. Der hohle Kern weist wiederum innerhalb der Filterpackung über einen Teil seiner Länge Öffnungen 22 auf; ferner ist durch den Hohlkern noch ein Standrohr 23 des Filtergehäuses geführt. Dieses Standrohr dient u.a. dazu, die Filterpackung in dem Filtergehäuse zentrisch zu halten. Außerdem ist es möglich, über dieses Standrohr noch Öl der Filterpackung zuzuführen, das dann aus dem hohlen Kern in die Filterpackung 8 radial strömt. Außerdem tritt das verschmutzte Öl am Boden der Filterpackung aus dem Standrohr 23 aus, wird dort, z.B. über ein Drahtnetz entsprechend Fig. 1, verteilt, tritt an der Unterseite der Filterpackung, die die Eintrittsfläche 11 ist, in die Filterpackung ein, durchströmt diese in Längsrichtung von unten nach oben und verläßt das Filtergehäuse an der Oberseite der Filterpackung. Bei einer solchen Ausführung sind demnach im
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oberen Deckel des Filters sowohl der Zu- als auch der Ablauf vorgesehen. Ebenfalls im Bereich der Eintrittsfläche ist mit dem Kern ein Stabilisierungsstab 12 verbunden, der diesmal über den äußeren Rand der Filterpackung hinausragt und, wie zu den Figuren 1 und 2 gezeigt, an entsprechenden Anschlägen 13 im Filtergehäuse fixiert wird.
In Fig. 5 ist wiederum eine zylindrische Filterpackung mit einem Kern 21 dargestellt. Am in diesem Falle oberen Ende dieses Kernes ist ein sternförmiges Muster aus mehreren dünnen flachen Stabilisierungsstäben 12 vorgesehen, wobei diese Stabilisierungsstäbe 12 mit der Oberseite der Filterpackung, d.h. der Eintrittsfläche 11 für das zu filternde Öl verbunden sind, z.B. geklebt oder geklammert sind. Mit diesen Stabilisierungsstäben kann noch koaxial zu dem Kern 21 eine Steckbefestigung 24 bzw. ein Gewinde vorgesehen sein, um die Filterpackung am Gehäuseboden bzw. einem Deckel des Olfilters zu befestigen. Wie in Fig. 5 gezeigt, kann auch zumindest ein Stabilisierungsstab über den äußeren Rand der Filterpackung hinausragen, um die Filterpackung zusätzlich in ihrer Lage im Filtergehäuse zu fixieren.
In Fig. 6 ist wiederum eine zylindrische Filterpackung 8 gezeigt, wobei jedoch die Ober- und Unterseite durch entsprechende Behandlung undurchlässig für die zu filternde Flüssigkeit gemacht ist, z.B. durch Auftragen eines Klebers o.dgl., was in der Figur durch die Schraffierung angedeutet ist. Eintrittsfläche 11 für die zu filternde Flüssigkeit ist demnach die gesamte Umfangsflache der Filterpackung 8. Diese Filterpackung 8 weist wiederum einen hohlen Kern 21 mit Öffnungen 22 auf. Der Hohlkern ist an einem, in diesem Falle am oberen Ende, offen, am anderen Ende verschlossen. An beiden Enden des Hohlkernes sind mit diesem wiederum quer verlaufende Stabilisierungsstäbe 12 vorgesehen, die durch den Kern 21 in ihrer Lage fixiert sind; eine zusätzliche Fixierung im Filtergehäuse ist nicht notwendig.
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Wie in Fig. 6 angedeutet, strömt die zu filternde Flüssigkeit von außen nach innen in den Kern und aus diesem hinaus. Diese Filterpackung ist somit ein reiner Radialfiltereinsatz. Diese Konstruktion garantiert den vorgesehenen Filterweg, da das hier nicht gezeigte Filtergehäuse keine Flächenabdichtungen übernehmen muß. Der Filtereinsatz wird einfach auf das Gehäuse gesteckt oder geschraubt.
In Fig. 7 ist eine zylindrische Filterpackung 8 mit einem hohlen Kern 21 dargestellt, der wiederum Öffnungen 22 aufweist und an seiner Oberseite offen ist. An beiden Enden des hohlen Kernes sind wiederum quer verlaufende Stabilisierungsstäbe 12 vorgesehen, die in diesem Falle über die Filterpackung hinausragen und somit zusätzlich noch an Anschlägen in dem Filtergehäuse gehalten werden können. Diese Konstruktion bietet bei einem massiven Wickel die größte nutzbare Filteroberfläche.
In Fig. 8 ist ein Stützkorb 31 für eine aus Kunststoff zu schäumende Filterpackung gezeigt. Der Stützkorb ist z.B. aus Metall, wobei zusätzlich quer verlaufende StabilisierungsStäbe 12 vorgesehen sind. Der Stützkorb wird mit einem offenporigen Kunststoffschäum, z.B. Polyurethan- oder Polystyrolschaum ausgefüllt. Eine Verformung der Filterpackung 8 während der Filterung wird durch den Stützkorb 31 mit den Stabilisierungsstäben 12 verhindert. Außerdem können die Stabilisierungsstäbe 12, wie zu dem oberen Stab gezeigt, noch über die Filterpackung hinausragen und an entsprechende Anschläge im Filtergehäuse anschlagen.
In Fig. 9 ist eine zylindrische Filterpackung 8 mit einem hohlen Kern 21 dargestellt. Die Ober- und Unterseite dieser Filterpackung sind für das zu filternde Medium wiederum nicht durchlässig, z.B. mit einer hier durch eine Schraffur angedeuteten Beschichtung 32 versehen. Der hohle Kern 21 hat über annähernd die gesamte Länge innerhalb der Filterpackung mehrere Öffnungen 22, so daß das von der Umfangsfläche, demnach der Eintrittsfläche 11, in die Filterpackung strömende Öl in den Kern 21 eintritt und aus der oberen Öffnung des Kernes
ausströmt, wie durch die Pfeile angedeutet. Diese Filterpackung ist somit wiederum ein Radialfiltereinsatz, an dem die zu filternde Flüssigkeit an den Lagen entlang zur Mitte fließt.
Um auch bei hohen Drücken die Form und Lage der Filterpackung 8 zu fixieren, sind in Längsrichtung längs des Umfanges der Filterpackung 8 diese durchdringende StabilisierungsStäbe 12 vorgesehen, wobei zumindest einige der Stabilisierungsstäbe auch aus der Ober- oder Unterseite der Filterpackung hinausragen können und an entsprechenden Anschlägen im Filtergehäuse fixiert werden.
In Fig. 10 ist ein Schichtenfilter 1' dargestellt. Dieser Schichtenfilter hat ein rechteckiges Filtergehäuse 2' , das mit einem hier nicht gezeigten und den Zulauf aufnehmenden Deckel verschließbar ist. In dem Filtergehäuse 2' ist eine quaderförmige Filterpackung 8' gelegen, die aus einer Vielzahl von Saugpapierlagen besteht. Sämtliche Lagen werden zumindest an der hier oberen Eintrittsseite 11 durch quer verlaufende Stabilisierungsstäbe 12 durchdrungen, die an hier nicht gezeigten Anschlägen innerhalb des Filtergehäuses anliegen. Die Stabilisierungsstäbe sind hier längs der gesamten Peripherie der Filterpackung 8' angeordnet. Denkbar ist es, lediglich die Stabilisierungsstäbe 12 an der Oberseite der Filterpackung 8' vorzusehen, wenn Öl praktisch nicht von den Außenseiten in die Filterpackung hereinströmt. Ist dieses der Fall, wie in Fig. 10 durch die Pfeile angedeutet, dann sollten auch dort Stabilisierungsstäbe 12 vorgesehen werden.
In Fig. 11 ist eine Filterpackung 8 dargestellt, die im wesentlichen als Radialfiltereinsatz verwendet werden kann. Diese Filterpackung weist einen mittigen Kern 21 mit Öffnungen 22 innerhalb der Filterpackung auf. Der Kern 21 ist ein Hohlrohr, das an einer Seite, in diesem Falle an der Oberseite offen verbleibt. Die Oberseite der Filterpackung 8 ist, wie durch die Schraffur angedeutet, abgedichtet, z.B. durch eine aufgebrachte Beschichtung 32. Längs der Mantelflächen sind Stabilisierungsstäbe 12 vorgesehen. Diese Stabilisierungsstäbe
können in ihrer Lage in dem Filtergehäuse fixiert sein; ebenso ist es möglich, die Stabilisierungsstäbe 12 über zusätzliche Verstrebungen 33 mit dem Kern 21 zu verbinden. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist hier lediglich eine Verstrebung dargestellt. Diese Verstrebungen 33 können z.B. auf die Ober¬ bzw. Unterseite der Filterpackung 8 aufgeklebte oder angeklammerte Stege sein.
In Fig. 12 ist eine Materialbahn 34 aus einem porösen Material, z.B. einem Saugpapier dargestellt, aus dem Filterpackungen 8 hergestellt, z.B. geschichtet oder gewickelt werden können. Diese Materialbahn 34 weist in Abständen Stabilisierungsstäbe 12 auf. Diese Stabilisierungsstäbe sind z.B. Materialverdickungen oder aus einem zusätzlichen, z.B. dünnen stegförmigen Material wie Kunststoff etc., hergestellt, und mit der Materialbahn 34 verbunden. Die Stabilisierungsstäbe 12 sind quer zur Bahnlängsrichtung ausgerichtet. Wenn aus dieser Materialbahn 34 eine Filterpackung gewickelt wird, so wird diese derart versteift, daß auch bei hohen Durchflußdrücken mit niedrigen Durchflußwiderständen die Filterpackung formstabilisiert bleibt.
Alle vorbeschriebenen Filterpackungen können sowohl zur Filterung von flüssigen als auch gasförmigen Medien verwendet werden.