Faltbare mehrstöckige Raumfachwerkanordnung
Die Erfindung betrifft eine faltbare mehrstöckige Raum¬ fachwerkanordnung gemäß dem Oberbegriff des Patentan¬ spruchs 1.
Eine derartige Raumfachwerkanordnung dient zur zeitweisen Errichtung von Regallagern oder zur Aufstellung technolo¬ gischer Anlagen, wie z. B. einer mobilen Stapelgarage für Personenkraftfahrzeuge. Die Faltbarkeit ermöglicht den Transport der Raumfachwerkanordnung in einem weitgehend montierten Zustand sowie die schnelle Montage oder Demon¬ tage am Nutzungsort.
Im Vergleich mit modularen Raumfachwerken, die aus vorge¬ fertigten Einheiten bestehen, welche durch Schrauben oder Spezialschlösser miteinander verbunden sind, weisen die
faltbaren Raumfachwerkanordnungen wesentliche Vorteile auf. Der Transport von modularen Raumfachwerken erfordert eine höhere Anzahl von Transportmitteln und die Montage derartiger Raumfachwerke erfordert einen wesentlich höhe¬ ren Arbeitsaufwand.
Eine der bisher bekannten Konstruktionen ist die eines faltbaren Baugerüsts, wie es in der SU-PS 894 149 be¬ schrieben ist. Diese Konstruktion stellt ein mehrstöcki¬ ges Gerüst dar, das aus Vertikalstäben, Horizontalstäben, Querrahmen mit Rahmenriegeln, Abdecktafeln und Verklei¬ dungstafeln besteht. Die räumliche Steifigkeit des Ge- rüsts wird durch ein Seilzugsystem gewährleistet, das die einzelnen Elemente miteinander verbindet.
Ein derartiges Gerüst läßt sich schnell und bequem mon¬ tieren und demontieren, weist aber eine Reihe von Nach¬ teilen auf. Im gefalteten Zustand ergibt das Gerüst ein Paket, dessen Länge die Gerüsthöhe im Arbeitszustand um ein Mehrfaches überschreitet. Folglich ist die Gerüsthöhe begrenzt durch die maximale Länge des Transportmittels. Außerdem gewährleistet das Seilzugsystem nur unzureichend die räumliche Steifigkeit bei den für die Industriebauten charakteristischen Schwingbeanspruchungen durch Windla¬ sten und technologische Lasten.
Eine weitere der bisher bekannten Konstruktionen ist die eines ortsveränderlichen faltbaren mehrstöckigen Gebäu¬ des, dessen Zwischenböden, Faltelemente und Verkleidungen im Transportzustand unterschiedlich orientierte Paral- lelepipede bilden, wie es die SU-PS 702 135 zeigt. Das Gebäude wird mit Hilfe eines Krans, der es am obersten Stockwerk anhebt, in den Arbeitszustand überführt. Dabei nehmen die Faltelemente eine vertikale Lage ein, in der sie mittels spezieller Arretierungen fixiert werden. Auf diese Art und Weise lassen sich Gebäude mit einer großen Anzahl von Stockwerken und begrenzten horizontalen Abma¬ ßen errichten.
Das bei der bekannten Konstruktion benutzte Schema der Verbindung der Faltelemente mittels eines Gelenkes er¬ laubt es allerdings nicht, das Gebäude so zu falten, daß es im Transportzustand ein Paket mit geringer Höhe bil¬ det. Außerdem kommt es bei einer größeren Anzahl von Stockwerken zu einer wesentlichen Vergrößerung der Abmaße des zu transportierenden Pakets durch die nach außen ab¬ klappbaren Seitenwände des Gebäudes.
Weiterhin ist das dort benutzte Schema nicht geeignet zur Schaffung mehrstöckiger Tragwerkskonstruktionen, die in
der Lage sind, die Schwingbeanspruchung durch hinreichend große horizontale und vertikale Lasten zu ertragen, da erstens die Tragwerkskonstruktion des Gebäudes im Ar¬ beitszustand ein Raumfachwerk ohne Streben darstellt, dessen räumliche Steifigkeit wesentlich geringer ist, als bei gewöhnlichen Raumfachwerken mit Streben, und zweitens das Spiel in den zahlreichen Gelenken spürbare. Schwingun¬ gen des Gebäudes hervorruft.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine faltbare mehrstöckige Raumfachwerkanordnung zu schaffen, die sich durch eine hohe räumliche Steifigkeit und Tragfähigkeit bei Beanspruchung sowohl durch vertikale als auch durch horizontale Lasten auszeichnet und im Transportzustand ein geringes Volumen beansprucht.
Diese Aufgabe wird bei einer faltbaren mehrstöckigen Raumfachwerkanordnung gemäß dem Oberbegriff des Patent¬ anspruchs 1 durch die im Kennzeichen angegebenen Merkmale gelöst.
Die faltbare mehrstöckige Raumfachwerkanordnung besteht aus Stockwerkbühnen, die durch angelenkte Vertikalstäbe miteinander verbunden sind, wobei die Drehgelenke der Vertikalstäbe des oberen Stockwerks über Tragarme ober-
halb der Stockwerkbühne und die Drehgelenke der Vertikal¬ stäbe des unteren Stockwerks über Tragarme unterhalb der Stockwerkbühne derart angebracht sind, daß die Drehge¬ lenkachsen zueinander parallel verlaufen, wodurch dann die Kompaktheit des Raumfachwerks im Transportzustand er¬ reicht wird.
Dabei wird der Abstand zwischen den Drehgelenken oberhalb und unterhalb einer Stockwerkbühne so gewählt, daß er¬ stens sich das Raumfachwerk beim Übergang in den Trans¬ portzustand falten läßt, zweitens das Raumfachwerk im Transportzustand unterschiedlich orientierte Parallelo¬ gramme bildet und drittens sich alle Elemente des Raum¬ fachwerks im Transportzustand in horizontaler Lage befin¬ den.
Zur Gewährleistung einer hohen räumlichen Steifigkeit und Tragfähigkeit der Raumfachwerkanordnung sind Vertikal¬ stäbe an den Stockwerkbühnen derart angelenkt, daß im Ar¬ beitszustand die Vertikalstäbe des oberen Stockwerks mit den Vertikalstäben des unteren Stockwerks gleichachsig sind.
Außerdem sind die Drehgelenke, die die Vertikalstäbe mit den Stockwerkbühnen verbinden, unter Einhaltung eines ge-
wissen Abstandes von den Vertikalstabenden derart an den Vertikalstäben angebracht, daß die Drehgelenkachsen die Vertikalstabachsen schneiden und der Vertikalstab am An- lenkpunkt zur Stockwerkbühne einen zweiarmigen Hebel bil¬ det, an dessen Ende eine Kupplungsvorrichtung zur starren Kupplung zweier jeweils angrenzender Vertikalstabenden angebracht ist.
Wenn das Raumfachwerk im Arbeitszustand in Längsrichtung überwiegend druckbeansprucht ist, dann wird als Kupp¬ lungsVorrichtung der Vertikalstabenden zweckmäßigerweise eine Schraubspreizkupplung gewählt, nach deren Anziehen in den Drehgelenken jegliches Spiel verschwindet und eine der äußeren Beanspruchung entgegen wirkende Vorspannung entsteht.
Andernfalls, wenn im Arbeitszustand die Vertikalstäbe überwiegend zugbeansprucht sind, ist die Verwendung eines Schraubspannschlosses erforderlich, welches den äquiva¬ lenten Effekt hervorruft.
Außerdem können zur Gewährleistung der räumlichen Stei¬ figkeit in jedem Stockwerk Versteifungen angebracht wer¬ den, die erstens diejenigen Vertikalstäbe miteinander verbinden, deren Drehgelenkachsen in einer Ebene liegen,
und zweitens die Stockwerkbühnen miteinander verbinden.
Das beschriebene Schema einer faltbaren Raumfachwerkan¬ ordnung läßt sich sowohl für Tragwerke mehrstöckiger Hochbauten mit unterschiedlichen horizontalen Grundflä¬ chen als auch für horizontale Brückentragwerke anwenden.
Gemäß einer Weiterbildung umfaßt die Raumfachwerkanord¬ nung ein neben einem Raumfachwerkturm oder zwischen zwei Raumfachwerktürmen angeordnetes Aufzughubwerk. Das Auf- zughubwerk seinerseits umfaßt eine Fahrplattform, wenig¬ stens ein Gegengewicht, zwei die Fahrplattform jeweils an seinen Schmalseiten und das Gegengewicht bzw. die Gegen¬ gewichte tragende Kettenanordnungen, die über obere Ket¬ tenräder geführt sind, zwei die Fahrplattform und das Ge¬ gengewicht bzw. die Gegengewichte über untere Seilrollen und Seiltrommeln heb- und senkbare Seile sowie eine Wind¬ vorrichtung.
Während bei einem konventionellen Aufzughubwerk Draht¬ seile zur Aufhängung der Fahrplattform und des Gegenge¬ wichts benutzt und die Treibscheiben oberhalb des Aufzug- schachtes angebracht sind, geht die erfindungsgemäße Aus¬ gestaltung einen anderen Weg. Dadurch wird die Aufstel¬ lung des Treibscheibenantriebs im obersten Stockwerk und
damit eine Vergrößerung der Gebäudehöhe bei gegebener An¬ zahl von Stockwerken vermieden. Diese Maßnahme verringert zudem das Kippmoment aus der Windlast.
Weiterhin ist jede Kettenanordnung als eine Hauptkette und eine dazu parallele Sicherheitskette ausgebildet, de¬ ren Enden an einem Schwinghebel angreifen, wobei der Drehpunkt des Schwinghebels außermittig zwischen den Be¬ festigungspunkten mit den Kettenenden liegt. Der Schwing¬ hebel ist mit einem Lagesensor eines Steuer- und Alarmge¬ rätes verbunden.
Die unterschiedlichen Hebelarme bei der Befestigung der Ketten am Schwinghebel gewährleisten eine derartige Ver¬ teilung der Beanspruchung zwischen den Ketten, daß die Hauptketten den größeren Teil der Beanspruchung aufzuneh¬ men haben, während die Sicherheitsketten den kleineren Teil der Beanspruchung aufnehmen, aber wenigstens so be¬ lastet sind, daß sie nicht schwingen. Die Sicherheitsket¬ ten weisen deswegen eine größere Lebensdauer auf.
Bei übermäßiger Streckung oder Abriß der Hauptketten tritt keine Havariesituation ein. Vielmehr verdreht sich der Schwinghebel und über den Lagesensor wird ein Signal über das Versagen der Hauptketten an das Steuer- und
Alarmgerät abgesendet.
Diese Sicherheitsmaßnahme ersetzt eine konventionelle Fangvorrichtung, die dazu dient, die Fahrplattform bei Seilabriß oder Hubwerkausfall im Aufzugschacht abbremsen und festzusetzen. Fangvorrichtungen würden im Ansprech¬ fall große Beanspruchungen in den Fahrkorbführungen her¬ vorrufen und eine dementsprechende Dimensions- und damit Massevergrößerung der Führungen erfordern. Die erfin¬ dungsgemäße Ausgestaltung macht derartige Maßnahmen über¬ flüssig.
Indem ferner die eine gemeinsame Drehachse bildenden obe¬ ren Kettenräder über eine Synchronisationswelle gekoppelt sind, wird auch bei einer Aufhängung einer Fahrplattform mit großen horizontalen Abmaßen eine gleichmäßige hori¬ zontale Lage der Fahrplattform gewährleistet. Dies wäre mit Drahtseilen bei ungleichmäßiger Beanspruchung oder Seildehnung nicht erreichbar.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, daß die seiltrommelseitigen Enden der zur Fahrplattform ei¬ nerseits und zu dem Gegengewicht bzw. den Gegengewichten andererseits führenden Seilpaare jeweils mit der zugeord¬ neten Seiltrommel fest verbunden sind und daß die Seile
gegensinnig um die jeweilige Seiltrommel gewickelt sind. So werden bei Drehen der Seiltrommeln die zu der Fahr¬ plattform führenden Seile abgewickelt, während die zu dem Gegengewicht bzw. den Gegengewichten führenden Seile auf¬ gewickelt werden und umgekehrt.
Diese Art der Seilführung verhindert das Durchrutschen der Seile auf der Seiltrommel.
Zur Verringerung des Ablenkungswinkels der Seile beim Aufwickeln auf die Seiltrommeln und beim Abwickeln von den Seiltrommeln werden die Seiltrommeln axialverschieb¬ bar auf den Trommelwellen angeordnet. Die Lage der Seile in unmittelbarer Nähe zur Seiltrommel wird durch Füh¬ rungsrollen fixiert.
Bei einer praktischen Ausgestaltung der Erfindung können Paletten vorgesehen sein, auf denen das Lagergut von der Fahrplattform zu den Stockwerkbühnen und umgekehrt waage¬ recht verfahrbar ist. Die Paletten oder die Stockwerkbüh¬ nen und die Fahrplattform weisen Transportrollen auf.
Mit Hilfe der Paletten läßt sich auch schweres Lagergut schnell und schonend ein- und auslagern.
Bei einer Weiterbildung sind Paletten zur Aufnahme von Personenkraftfahrzeugen mit einer Vorrichtung zum Auffan¬ gen und Entsorgen abtropfender Flüssigkeit versehen. Die Vorrichtung umfaßt eine Siebplatte und wenigstens eine unter der Siebplatte angeordnete Auffangwanne. Die Auf¬ fangwanne weist einen zu einer Entsorgungsöffnung geneig¬ ten Boden auf und in der Entsorgungsöffnung ist ein gegen Federdruck nach innen öffnendes Ventil angeordnet, das mit einem nach außen vorspringenden Betätigungsstift ver¬ sehen ist.
Alternativ können auch mehrere Auffangwannen oder eine Auffangwanne mit mehreren Kammern vorgesehen sein.
Durch diese Vorrichtung wird verhindert, daß die einge¬ stellten Fahrzeuge von den jeweils darüber eingestellten Fahrzeugen von oben verschmutzt oder werden. Ferner ge¬ lingt es die von Fahrzeugen abtropfende Flüssigkeit, die meist eine Wasser-Öl-Emulsion darstellt gezielt aufzufan¬ gen und kontrolliert zu entsorgen. Dabei entfällt eine manuelle Reinigung der Paletten, wodurch die Betriebsko¬ sten verringert werden.
Auf der unteren Stockwerkbühne kann ein Palettenmagazin zur Zwischenlagerung von Paletten angeordnet sein. Da-
durch wird die Zugriffszeit auf Paletten erheblich ver¬ mindert und zusätzliche Leerfahrten der Fahrplattform werden vermieden.
Das Palettenmagazin zur Zwischenlagerung von Paletten, welche zur Aufnahme von Personenkraftfahrzeugen dienen kann auch ein Rahmenteil aufweisen, das den vorspringen¬ den Betätigungsstift des Ventils in der Zwischenlage¬ rungsposition der Palette nach innen drückt und das Ven¬ til öffnet. Unterhalb jeder Entsorgungsöffnung der Auf¬ fangwanne ist ein Trichter mit einer Rohrleitung angeord¬ net, die über einen Olabscheider zu einem Sammelbehälter führt.
Hierbei laßt sich die immer wieder notwendige Zwischenla¬ gerung von Paletten zur automatischen Entsorgung der Auf¬ fangwanne ausnutzen. Da das Palettenmagazin auf der unte¬ ren Stockwerkbühne angeordnet ist, können die Rohrleitun¬ gen zum Sammelbehälter sehr kurz ausgeführt sein.
Eine Weiterbildung sieht vor, daß die Fahrplattform eine Palettenverschiebevorrichtung mit Schlepprollen umfaßt, die in Kupplungstaschen der Paletten eingreifen. Die Schlepprollen sind an den Enden von Mitnehmergestängen angeordnet, die über zwei mit einem Antrieb versehene
Kettengetriebe bewegbar sind. Die Mitnehmergestänge sind als Hebel ausgeführt, die einerseits verschiebbar in an der Fahrplattform an vertikalen Achsen angelenkten Schub- und Drehgelenken gelagert sind und andererseits jeweils an einer Kette des Kettengetriebes angelenkt sind. Dabei weist die Führungsbahn jeder Kette einen krummlinigen Ab¬ schnitt auf, auf dem das Einkuppeln und Auskuppeln der Schlepprollen in die bzw. aus den Kupplungstaschen der Paletten erfolgt, und einen geradlinigen, parallel zur Verschieberichtung der Paletten verlaufenden Abschnitt, auf dem die eingekuppelte Palette verschoben wird.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Palettenverschie¬ bevorrichtung weist eine einfache Kinematik der Bewegun¬ gen auf. Da die Schlepprollen an Hebeln angebracht sind, die an einer Antriebskette angelenkt sind und sich auf einer Bahnkurve bewegen, läßt sich die Führungsbahn na¬ hezu kopieren. Infolgedessen verschieben sich die Schlepprollen innerhalb der Kupplungstaschen der Palette beim Verschieben der Palette nur sehr geringfügig, was den Verschleiß der Kupplungstaschen bedeutend senkt und die Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Vorrichtung er¬ höht.
Bei einer einfachen Variante der Palettenverschiebevor-
richtung ist auf jeder Stirnseite der Fahrplattform ein Mitnehmergestänge mit einem Hebel vorhanden, der ver¬ schiebbar in einem an der Fahrplattform an einer vertika¬ len Achse angelenkten Schub- und Drehgelenk gelagert ist.
Alternativ können aber auch auf jeder Stirnseite der Fahrplattform zwei Mitnehmergestänge mit zwei Hebeln vor¬ handen sein. Diese sind verschiebbar in zwei an der Fahr¬ plattform an vertikalen Achsen angelenkten Schub- und Drehgelenken gelagert, wobei die beiden Hebel und die beiden Schub- und Drehgelenke in unterschiedlicher Höhe gelagert sind.
Während die erstgenannte Ausgestaltung die Palette nur in die Richtung verschieben kann, aus welcher die Palette auf die Fahrplattform gelangt ist, kann die letztgenannte die Palette auch wahlweise in die Gegenrichtung verschie¬ ben.
Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der Er¬ findung ergeben sich aus den Patentansprüchen, der weite¬ ren Beschreibung und der Zeichnung, anhand der die Erfin¬ dung erläutert wird.
In der Zeichnung zeigenr
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer faltbaren mehrstöckigen Raumfach¬ werkanordnung mit rechteckigen Stock¬ werkbühnen im Arbeitszustand,
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer faltbaren mehrstöckigen Raumfach¬ werkanordnung mit rechteckigen Stock¬ werkbühnen im Transportzustand,
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer faltbaren mehrstöckigen Raumfach¬ werkanordnung mit sechseckigen Stock¬ werkbühnen in perspektivischer An¬ sicht,
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer faltbaren mehrstöckigen Raumfach¬ werkanordnung mit sechseckigen Stock¬ werkbühnen in Draufsicht,
Fig. 5 eine konstruktive Ausgestaltung einer Kupplungsvorrichtung für zwei Verti¬ kalstäbe im Ärbeitszustand in Seiten-
ansieht ,
Fig. 6 die Kupplungsvorrichtung gemäß Fig. 5 im Längsschnitt,
Fig. 7 die Kupplungsvorrichtung gemäß Fig. 5 im Querschnitt,
Fig. 8 die Kupplungsvorrichtung gemäß Fig. 5 bei der Überführung in den Transport¬ zustand,
Fig. 9 eine schematische Darstellung einer als Garage für Personenkraftwagen ausgebildeten faltbaren mehrstöckigen Raumfachwerkanordnung in einer Fron¬ talansicht,
Fig. 10 die Garage gemäß Fig. 9 in einer Sei¬ tenansicht,
Fig. 11 eine schematische Darstellung eines Aufzughubwerks,
Fig. 12 als Detail aus Fig. 11 eine schemati-
sehe Darstellung der Verbindung der Kettenenden mit einem Schwinghebel,
Fig. 13 eine schematische Darstellung einer Seiltrommel auf einer Trommelwelle,
Fig. 14 die Seiltrommel auf der Trommelwelle gemäß Fig. 13 im Längsschnitt,
Fig. 15 eine schematische Darstellung einer Palette mit einer Auffangvorrichtung für Flüssigkeiten im Querschnitt,
Fig. 16 eine schematische Darstellung einer Palettenverschiebevorrichtung gemäß einer ersten Ausgestaltung mit der Palette außerhalb der Fahrplattform,
Fig. 17 die Palettenverschiebevorrichtung ge¬ mäß Fig. 16 mit der Palette auf der Fahrplattform,
Fig. 18 eine schematische Darstellung einer Palettenverschiebevorrichtung gemäß einer zweiten Ausgestaltung mit der
Palette außerhalb der Fahrplattform und
Fig. 19 die Palettenverschiebevorrichtung ge¬ mäß Fig. 18 mit der Palette auf der Fahrplattform.
Die in Fig. 1, 2, 3, 4 dargestellte Raumfachwerkanordnung umfaßt Stockwerkbühnen 1, die z.B. als Rahmenkonstruktion oder als Fachwerkkonstruktion ausgeführt sein können. Über Drehgelenke 2 und 3 mit zueinander parallelen Dreh¬ gelenkachsen sind Vertikalstäbe 4 an die Stockwerkbühnen 1 angelenkt. Die Drehgelenke 2 und 3 sind über zwei Trag¬ arme 5 und 6 an den Stockwerkbühnen 1 befestigt, der Ver¬ tikalstab 4 oberhalb der Stockwerkbühne 1 ist über Dreh¬ gelenk 2 angelenkt, der Vertikalstab 4 unterhalb der Stockwerkbühne ist über Drehgelenk 3 angelenkt. Die Trag¬ arme 5 und 6 sind so ausgelegt, daß sie eine Verdrehung der Vertikalstäbe 4 aus dem Arbeitszustand nach beiden Seiten um einen Winkel von 90 Grad zulassen.
Die Längsachsen jeweils zweier Vertikalstäbe 4, die über ein Drehgelenkpaar 2, 3 oberhalb und unterhalb einer Stockwerkbühne 1 angelenkt sind, fallen im Arbeitszustand zusammen und werden von den Achsen der Drehgelenke 2, 3
geschnitten. Die Drehgelenke 2, 3 sind an den Vertikal¬ stäben 4 unter einem gewissen Abstand von den Vertikal¬ stabenden befestigt, so daß ein Vertikalstab 4 einen zweiarmigen Hebel bildet, an dessen freien Ende eine Kupplungsvorrichtung 7 mit dem jeweils angrenzenden Ver¬ tikalstab 4 angebracht ist.
In Fig. 1 ist eine aufgerichtete, also im Arbeitszustand befindliche Raumfachwerkanordnung mit rechteckigen Stock¬ werkbühnen 1 dargestellt. Demgegenüber zeigt Fig. 2 die gleiche Raumfachwerkanordnung gefaltet im Transportzu¬ stand. Wie die Darstellung erkennen läßt, ist die Raum¬ fachwerkanordnung im Transportzustand sehr kompakt und nimmt nur eine geringfügig größere Transportfläche. als die Grundfläche in Anspruch.
Bei den Darstellungen in Fig. 3 und 4 handelt es sich ebenfalls um Raumfachwerkanordnungen nach dem gleichen Aufbauschema wie in den Fig. 1 und 2, jedoch werden hier sechseckige Stockwerkbühnen 1 verwendet.
Die gesamte Raumfachwerkanordnung stützt sich über ein Fundament 13 ab, an dem zu diesem Zweck unifizierte An¬ schlußgelenke vorgesehen sind.
Zur Gewährleistung der räumlichen Steifigkeit der Raum¬ fachwerkanordnung sind zwei Typen von Versteifungen vor¬ gesehen.
Versteifungen 8 eines ersten Typs sind z.B. Rahmenkon¬ struktionen oder Fachwerkkonstruktionen, die jeweils zwei Vertikalstäbe 4 eines Stockwerks starr miteinander ver¬ binden, deren Drehgelenke 2, 3 gleichachsig sind.
Versteifungen 9 eines zweiten Typs sind z.B. Rahmenkon¬ struktionen oder Fachwerkkonstruktionen, die über Drehge¬ lenke 10 an jeder Stockwerkbühne 1 angelenkt sind. Außer¬ dem weisen die letzteren Versteifungen 9 Verbindungs¬ stücke 11 auf, die die starre Verbindung zur jeweils an¬ grenzenden Stockwerkbühne 1 gewährleisten.
In einer Raumfachwerkanordnung kann es Versteifungen er¬ sten und zweiten Typs oder nur zweiten Typs geben. In Fig. 3 sind wegen der besseren Übersichtlichkeit im obe¬ ren Stockwerk die Versteifungen weggelassen.
Wenn die Raumfachwerkanordnung im Arbeitszustand in Längsrichtung überwiegend druckbeansprucht ist, dann wird als Kupplungsvorrichtung 7 angrenzender Vertikalstabenden eine Schraubspreizkupplung verwendet, wie sie in den Fig.
5, 6, 7 und 8 dargestellt ist. Die Spreizkupplung besteht aus dem Kupplungsbolzen 12, der über ein Gewinde mit dem Ende des einen Vertikalstabes 4, z.B. des oberen, verbun¬ den ist und sich über eine Auflagefläche A im Ende des angrenzenden anderen Vertikalstabes 4 abstützt.
Dabei erfolgt die Aufnahme von Biegemomenten oder Schub¬ kräften nicht nur über die Auflagefläche A des Kupplungs¬ bolzens 12, sondern auch über die formschlüssige Verbin¬ dung des Zapfens B mit der Passungsbohrung C.
Die Überführung der Raumfachwerkanordnung in den Trans¬ portzustand geht folgendermaßen vor sich. Die oberste Stockwerkbühne 1 wird am Haken eines Krans befestigt, welcher das Gewicht der gesamten Raumfachwerkanordnung trägt. Die Versteifungen 9 werden im Verbindungsstück 11 von der einen Stockwerkbühne 1, z.B. der oberen, gelöst und durch Drehung um die Drehgelenke 10 auf der anderen Stockwerkbühne 1 abgelegt wie es die Fig. 2 und 4 veran¬ schaulichen.
Danach werden die Spreizkupplungen 7 geöffnet, indem der Kupplungsbolzen 12 in das mit ihm über ein Gewinde ver¬ bundene Ende des Vertikalstabes 4 hineingedreht wird, wie es Fig. 8 zeigt. Danach wird mit dem Kran die
Raumfachwerkanordnung abgesenkt. Die Vertikalstäbe 4 wer¬ den, beginnend mit dem untersten Stockwerk um die Drehge¬ lenke 2 und 3 derart verdreht, daß sie mit den Stockwerk¬ bühnen 1 unterschiedlich orientierte Parallelogramme bil¬ den. Die verdrehten Vertikalstäbe 4 nehmen im Transport¬ zustand eine horizontale Lage ein und bilden mit den Stockwerkbühnen 1 ein bequem zu transportierendes Paket.
Die Montage der Raumfachwerkanordnung aus dem Transport¬ zustand heraus erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, begin¬ nend mit dem obersten Stockwerk, das durch den Kran ange¬ hoben wird.
Fig. 9 zeigt eine schematische Darstellung einer als Ga¬ rage für Personenkraftwagen ausgebildeten faltbaren mehr¬ stöckigen Raumfachwerkanordnung in einer Frontansicht und Fig. 10 die gleiche Garage in Seitenansicht.
Die mehrstöckige Raumfachwerkanordnung umfaßt zwei Raum¬ fachwerktürme 14, 15 mit Stockwerkbühnen 1 zum Unterstel¬ len von Personenkraftwagen. Die Personenkraftwagen werden auf Paletten 16 in den Stockwerkbühnen 1 eingestellt. Zur Zwischenlagerung nicht benötigter Paletten 16 dient ein Palettenmagazin 17, das auf der unteren rechten Stock¬ werkbühne 1 angeordnet ist. Die linke untere
Stockwerkbühne 1 bietet Platz zum Aussteigen sowie einen Betriebsraum mit Aggregaten und Steuerungs- sowie Alarm¬ geräten.
Zwischen den beiden Raumfachwerktürmen 14, 15 ist ein Aufzugschacht 18 mit einem Aufzughubwerk 19 angeordnet. Mittels einer Fahrplattform 21 des Aufzughubwerks 19 kön¬ nen Personenkraftwagen, die über eine Einfahrrampe 20 auf die Fahrplattform 21 gefahren werden, zu einer freien Stockwerkbühne 1 angehoben und dort auf einer Palette 16 seitwärts hineingeschoben werden.
Das bei dieser Raumfachwerkanordnung integrierte Aufzug¬ hubwerk ist schematisch in Fig. 11 dargestellt. Das Auf- zughubwerk umfaßt eine Fahrplattform 21, die an Ketten 22, 23, 24, 25 aufgehangen ist. Die Ketten 22, 23, 24, 25 verbinden die Fahrplattform 21 über Kettenräder 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35 mit Gegengewichten 26 und 27. Da¬ bei stellen die Ketten 22 und 24 das Hauptzugmittel und die Ketten 23 und 25 das Sicherheitszugmittel dar.
Die Aufhängung der Fahrplattform 21 und der Gegengewichte 26 und 27 ist mit Hilfe eines an einem Drehgelenk 37 an¬ gelenkten Schwinghebels 36 realisiert, wie es Fig. 12 als Detaildarstellung zeigt. Der Schwinghebel 36 ist mit
einem Anschlaghebel 38 versehen, der auf einen Lagegeber 39 einwirken kann.
Die Kettenräder 18, 19, 22, 23 sind starr mit einer Syn¬ chronisationswelle 40 verbunden.
An der Unterseite der Fahrplattform 21 sind Seile 41 und 42 an jeweils einem Seilende befestigt. Das jeweils an¬ dere Ende der Seile ist auf mit Rillenprofil versehenen Seiltrommeln 43 und 44 befestigt. Das Rillenprofil der Seiltrommeln ist In den Fig. 13 und 14 erkennbar. Auf analoge Art sind die Gegengewichte 26 und 27 an ihrer Un¬ terseite mit Seilen 45 und 46 verbunden, die ihrerseits auf den Seiltrommeln 43 und 44 befestigt sind.
Zur Verringerung des Ablenkungswinkels der Seile 41 und 42 beim Aufwickeln auf die Seiltrommeln 43, 44 und beim Abwickeln von den Seiltrommeln 43, 44 sind die Seiltrom¬ meln 43, 44 axialverschiebbar auf Trommelwellen 47 ange¬ ordnet. Die Lage der Seile in unmittelbarer Nähe zur Seiltrommel wird durch Führungsrollen 49 für Seil 41 und 50 für Seil 45 fixiert. Wie Fig. 14 am Beispiel der Seil¬ trommel 43 zeigt, ist die Seiltrommel 43 entlang der Trommelwelle 47 frei verschiebbar auf einer gleitend ge¬ lagerten Paßfeder 48 angeordnet.
Bei Betrieb des Hubwerks wird die Position der Seiltrom¬ mel 43, 44 auf der Trommelwelle 47 durch die Seile 41 und 45, die durch die Seilrollen 49 und 50 geführt werden, bestimmt.
Die unterschiedlichen Hebelarme bei der Befestigung der Ketten 22, 23, 24, 25 am Schwinghebel gewährleisten eine derartige Verteilung der Beanspruchung zwischen den Ket¬ ten, daß die Hauptketten 22 und 24 den größeren Teil der Beanspruchung aufzunehmen haben, während die Sicherheits¬ ketten 23 und 25 den kleineren Teil der Beanspruchung aufnehmen, aber wenigstens so belastet sind, daß sie nicht schwingen. Die Sicherheitsketten 23 und 25 weisen deswegen eine größere Lebensdauer auf.
Bei übermäßiger Streckung oder Abriß der Hauptketten 22 und 24 tritt keine Havariesituation ein. In diesem Fall verdreht sich der Schwinghebel 36 um seine Drehpunkt 37 und über den Anschlaghebel 38 wird der Lagesensor 39 in¬ itiiert, welcher wiederum ein Signal über das Versagen der Hauptketten 22 und 24 an ein Steuer- und Alarmgerät absendet.
Fig. 15 zeigt einen Querschnitt durch eine Palette 16 zur
Aufnahme von Personenkraftfahrzeugen. Unterhalb einer Siebplatte 51 befindet sich eine Auffangwanne 52 zum Auf¬ fangen und Entsorgen abtropfender Flüssigkeit. Ein Boden 53 der Auffangwanne 52 ist zu einer Entsorgungsöffnung 54 geneigt. In der Entsorgungsöffnung 54 befindet sich ein gegen Federdruck nach innen öffnendes Ventil 55, das mit einem nach außen vorspringenden Betätigungsstift 56 ver¬ sehen ist.
Wenn die Palette in das in Fig. 9 dargestellte Paletten¬ magazin 17 geschoben wird, drückt ein Rahmenteil des Pa¬ lettenmagazins 17 den vorspringenden Betätigungsstift 56 des Ventils 55 nach innen, so daß das Ventil 55 öffnet und die in der Auffangwanne 52 befindliche Flüssigkeit auslaufen kann. Sie gelangt dann über einen Trichter mit einer Rohrleitung. Die Rohrleitung führt über einen Olab¬ scheider zu einem Sammelbehälter.
Fig. 16 und 17 zeigen eine schematische Darstellung einer Palettenverschiebevorrichtung gemäß einer ersten Ausge¬ staltung. Die Palettenverschiebevorrichtung besteht aus einem auf der Fahrplattform 21 aufgestellten Motor 62, der über Zwischenwellen 63 mit Getrieben 64 verbunden ist, an deren Abtriebswellen treibende Kettenräder 65 be¬ festigt sind. Nahe der einen Stirnseite der Fahrplattform
21 sind die getriebenen Kettenräder 66, 67 angebracht, nahe der gegenüberliegenden Seite sind die getriebenen Kettenräder 67 angebracht.
Jeweils ein Paar Kettenräder 66 und 67 liegen auf einer Linie, die parallel zur Verschieberichtung der Palette 16 verläuft. Die Kettenräder 65, 66, 67 werden von endlosen Ketten 68 umschlungen. Mitnahmegestänge bestehen aus He¬ beln 69 mit Schlepprollen 70. Die Hebel 69 sind ver¬ schiebbar in an der Fahrplattform 21 abgelenkten, Schub- und Drehgelenken 71 mit vertikalen Achsen 72 gelagert.
An den Ketten 68 sind Drehgelenke 73 befestigt, die die Ketten 68 mit den Hebeln 69 verbinden. Die Ketten 68 wer¬ den durch die Kettenräder 65, 66, 67 auf dreieckförmigen Führungsbahnen geführt, entlang deren sich beim Betrieb der Vorrichtung die Drehgelenke 73 bewegen. Auf der Füh¬ rungsbahn der Ketten 68 gibt es erstens krummlinige Ab¬ schnitte, auf denen das Einkuppeln der Schlepprollen 70 erfolgt und die sich im Bereich des Umschlingbogens der Ketten 68 an den Kettenrädern 66 und 67 befinden, und zweitens geradlinige Abschnitte auf denen die eingekup¬ pelte Palette 16 verschoben wird und die sich im Bereich zwischen den Kettenrädern 66 und 67 befinden.
An der Palette 16 sind Kupplungstasehen 75 angebracht. Auf der Fahrplattform 21 und den Stockwerkbühnen 1 sind Transportrollen 76 bzw. 78 angebracht, die die Palette 16 beim Verschieben abstützen.
Die Vorrichtung enthält weiterhin Endabschalter und eine nicht gezeigte Bremse am Motor 62, die den Betrieb der Vorrichtung unterbrechen, sobald die Palette 16 aus der Stockwerkbühne 1 herausbewegt wurde und in der Endlage auf der Fahrplattform 21 steht.
In der Lage der Palette 16 in der Stockwerkbühne 1 befin¬ den sich die Hebel 69 mit den Schlepprollen 70 in der Leerlaufzone, das heißt, sie sind nicht in die Kupplungs- taschen 75 der Palette 16 eingekuppelt. Dabei befinden sich die Hebel 69 innerhalb der horizontalen Grundfläche der Fahrplattform 21 und die Drehgelenke 73 sind im Be¬ reich der Führungsbahn der Ketten 68 zwischen den Ketten¬ rädern 65 und 66.
In der Lage der Palette 16 auf der Fahrplattform 21 sind die Drehgelenke 73 im Bereich der Führungsbahn der Ketten 68 zwischen den Kettenrädern 66 und 67 und die Schlepp¬ rollen 70 der Hebel 69 sind in den Kupplungstaschen 75 der Palette 16 eingekuppelt.
Beim Einschalten des Motors 62 drehen sich die Kettenrä¬ der 65 gegenläufig. Die Ketten 68 bewegen sich entlang der dreieckförmigen Führungsbahnen und ziehen die Hebel 69 und die darauf angebrachten Schlepprollen 70 mit sich. Dabei verdrehen sich die Hebel 69 um die Drehgelenke 73 und verschieben sich in den Dreh- und Schubgelenken 71, wodurch sich die Schlepprollen 70 auf Bahnkurven bewegen, die die Führungsbahnen der Ketten 68 nahezu kopieren.
Zum Verschieben der Palette 16 aus der Stockwerkbühne 1 auf die Fahrplattform 21 bewegen sich die Ketten 68 in Richtung von den Kettenrädern 65 weg zu den Kettenrädern 66 und weiter zu den Kettenrädern 67. Befinden sich die Drehgelenke 73 auf dem Umschlingbogen der Kettenräder 66, werden die Schlepprollen 70 in die Kupplungstaschen 75 der Palette 16 eingekuppelt. Bei weiterer Bewegung der Ketten 68 wird die Palette 16 aus der Stockwerkbühne 1 auf die Fahrplattform 21 verschoben.
Sobald die Palette 16 aus der Stockwerkbühne 1 herausbe¬ wegt wurde und in der Endlage auf der Fahrplattform 21 steht, schalten die Endlagenschalter die Bremse des Mo¬ tors 62 ein. Dabei verbleiben die Schlepprollen 70 der Hebel 69 in den Kupplungstaschen 75 der Paletten 16 und
arretieren somit gleichzeitig die Palette 16 auf der Fahrplattform 21 bei der anschließenden Beförderung.
Zum Verschieben der Palette 16 von der Fahrplattform 21 in die Stockwerkbühne 1 wird der Motor 62 in der entge¬ gengesetzten Drehrichtung eingeschaltet. Die Ketten 68 bewegen sich in Richtung von den Kettenrädern 65 weg zu den Kettenrädern 67 und weiter zu den Kettenrädern 66. Dabei wird die Palette 16 von der Fahrplattform 21 in die Stockwerkbühne 1 verschoben.
Befinden sich die Drehgelenke 73 auf dem Umschlingbogen der Kettenräder 66, werden die Schlepprollen 70 aus den Kupplungstaschen 75 der Palette 16 ausgekuppelt. Danach ist die Fahrplattform 21 frei und bereit zur weiteren Nutzung.
Wenn mit der Palettenverschiebevorrichtung in der vorbe¬ schriebenen Ausführung eine Palette 16 von einer Stock¬ werkbühne 1 in dem einen Raumfachwerktürme 14 zu einer Stockwerkbühne 1 in dem anderen Raumfachwerktürm 15 ver¬ schoben werden soll, müßten die Schlepprollen 70 zuerst aus den Kupplungstaschen 75 auf der einen Seite in die Kupplungstaschen 75 auf der anderen Seite der Palette 16 überführt werden, wodurch der Verschiebevorgang
vorübergehend unterbrochen wird. Mit der in den Fig. 18 und 19 gezeigten Palettenverschiebevorrichtung ist eine Verschiebung der Paletten 16 ohne Unterbrechung möglich.
Auf der Fahrplattform 21 werden an den vertikalen Achsen 72 nicht nur je ein, sondern je zwei Dreh- und Schubge¬ lenke 71 und 81 angelenkt, in denen jeweils Hebel 69 und 89 verschiebbar gelagert sind. Die Dreh- und Schubgelenke 71 und 81 sind auf unterschiedliche Höhe an der vertika¬ len Achse 72 angelenkt, damit sich die Hebel 69 und 89 bei ihrer Verdrehung nicht gegenseitig behindern.
Ebenso wie in der ersten Ausgestaltung sind die Hebel 69 und 89 an den Antriebsketten 68 in Drehgelenken 73 und 83 angelenkt. An den Hebelenden sind die Schlepprollen 70 und 80 angebracht, die dann in die Kupplungstaschen 75 und 85 der Palette 16 eingekuppelt werden können.
Die Ketten 68 umschlingen die Kettenräder 65, 66, 67 und werden so auf dreieckförmigen Führungsbahnen geführt, wo¬ bei der Abschnitt der Führungsbahnen zwischen den Ketten¬ rädern 65 und 66 die Arbeitszone bildet, während die Ab¬ schnitte der Führungsbahn zwischen den Kettenrädern 65 und 67; 67 und 66 die Leerlaufzone bilden.
Die modifizierte Vorrichtung arbeitet folgendermaßen. Im Ausgangszustand befinden sich die Hebel 69 und 89 mit dem Schlepprollen 70, 80 in der Leerlaufzone. Bei Einschalten des Antriebs bewegen sich die Hebel 69 und 89 in Pfeil¬ richtung und die Schlepprollen 70 werden in die Kupp¬ lungstaschen 75 auf der Stirnseite der Palette 16 einge¬ kuppelt. Bei weitere Bewegung der Ketten verschieben die Schlepprollen 70 die Palette 16 auf die Fahrplattform 21.
Bei Annäherung der Schlepprollen 70 an die Kettenräder 66 werden zusätzlich die Schlepprollen 80 in die Kupplungs¬ taschen 85 auf der entgegengesetzten Seite der Palette 16 eingekuppelt. Folglich sind in der zentralen Lage der Pa¬ lette 16 auf der Fahrplattform sowohl die Schlepprollen 70 als auch die Schlepprollen 80 in die Kupplungstaschen 75, 85 eingekuppelt.
Aus dieser Lage heraus ist eine Verschiebung der Palette 16 in Richtung beider Seiten der Plattform möglich. Dazu werden die in Bewegungsrichtung vorderen Schlepprollen aus den Kupplungstaschen ausgekuppelt und in die Leer¬ laufzone bewegt, während die in Bewegungsrichtung hinte¬ ren Schlepprollen die Verschiebung der Palette bis in die Endlage in der Stockwerkbühne fortsetzen, danach eben¬ falls aus den Kupplungstaschen ausgekuppelt und in die
Leerlaufzone bewegt.