Beschreibung
SCHNEIDEINSATZ MIT ENTLANG DER SCHNEIDKANTE SICH ERSTRECKENDEN TRAPEZFÖRMIGEN EINDRÜCKUNGEN
Die Erfindung betrifft einen Schneideinsatz für die spanabhe¬ bende Bearbeitung, insbesondere zur Grobbearbeitung metalli¬ scher Werkstücke bei hohen Vorschüben, mit einer Spanfläche, die mindestens im Bereich einer Schneidkante mit Eindrückun¬ gen versehen ist, die in fortlaufender Reihe entlang der Schneidkante und diese durchbrechend angeordnet sind und die den Span quer zur Abiaufrichtung verformen und die in einem parallel zur Schneidkante und senkrecht zur Spanfläche lie¬ genden Querschnitt im wesentlichen eine Trapezform mit zur Spanfläche hin geöffneten Trapezflanken aufweisen.
Schneideinsätze dieser Art sind nach dem Stand der Technik z.B. aus der EP 0 414 241 A2 bekannt. Dieser Schneideinsatz besitzt Einkerbungen sowohl an der Freifläche als auch an der Spanfläche, die im Bereich der Schneidkante jeweils ineinan¬ der übergehen, wodurch die Schneidkante im Bereich der Ein¬ kerbungen gegenüber den übrigen Schneidkantenbereichen zu¬ rücktritt. Die jeweilige Trapezform ist scharfkantig ausge¬ führt, weshalb die Zielsetzung hoher Standzeiten nur bedingt erreicht werden kann. Darüber hinaus ist nach wie vor die beim Spanablauf auf der Spanfläche auftretende Reibung zu hoch. Nachteiligerweise kann der in der genannten Druck¬ schrift dargestellte Schneideinsatz auch nur für einen be¬ stimmten Fertigungseinsatz verwendet werden.
Weitere Schneideinsätze mit Eindrückungen sind aus der DE 28 40 610 AI bekannt. Durch eine ausreichende Breite der Eindrückungen an der tatsächlichen Schneidkante soll eine er¬ höhte plastische Verformung oder Versteifung des ablaufenden Spanes erreicht werden. In einer Draufsicht sind die Ein¬ drückungen im wesentlichen rund bis rechteckig mit abgerunde-
ten Übergangs- und Kantenbereichen in die Spanfläche. Eine vergleichbare Schneidplatte beschreibt die US-A-4 447 175, bei der entlang der Schneidkante jeweilige Reihen von konka¬ ven Ausnehmungen vorgesehen sind, die jedoch die Schneidkante nicht durchbrechen. Die Ausnehmungen sind in einer Draufsicht gesehen im wesentlichen rechteckig.
Ebenfalls in der Draufsicht rechteckig oder auch dreieckför- mig sind die in der US-A-3 973 308 beschriebenen Ausnehmun¬ gen, die aber ebenfalls nicht bis zur Schneidkante reichen, sondern lediglich im Bereich einer sich an die Schneidkante angrenzenden Fase beginnen und sich in den abfallenden Teil einer Spanmulde hin erstrecken. Auch diese Ausführungsform soll der Reduzierung der sich durch die Metallbearbeitung er¬ gebenden Temperatur und Kräfte an der Spanfläche dienen.
Gleichfalls zur Erniedrigung der beim BearbeitungsVorgang entstehenden thermischen und mechanischen Belastung wird in der DE 37 31426 AI ein Schneideinsatz mit wellenförmiger Schneidkante vorgeschlagen, bei dem die Spanfläche sowohl in Richtung der Schneidkante als auch senkrecht dazu geradlinig bis wellenförmig ist.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Schneidein¬ satz der eingangs genannten Art zu entwickeln, der auch bei hohen Vorschüben eine stabile Spanführung und -umlenkung bei geringstmöglichem Verschleiß der Schneidkante zuläßt. Wei¬ terhin soll der Schneideinsatz konstruktiv einfach, auch im Hinblick auf die Herstellung, aufgebaut sein.
Zur Lösung wird der im Anspruch 1 beschriebene Schneideinsatz vorgeschlagen, dessen Kennzeichen darin besteht, die Ein¬ drückungen mit einem zur Schneidkante hin auslaufenden Span¬ flächengrund auszustatten, der einen negativen Spanwinkel oder einen Spanwinkel von 0° für den Fall einer außerhalb der
Eindrückung mit einem positiven Spanwinkel ausgebildeten Spanfläche aufweist. Die Spanfläche im Bereich zwischen den Eindrückungen an den Schneidkanten besitzt einen positiven Spanwinkel von mindestens 5°. Zur Vermeidung von scharfkanti¬ gen Übergängen zwischen den Eindrückungen und der sie umge¬ benden Spanfläche im Bereich der Schneidkanten sind die Über¬ gänge vorzugsweise abgerundet, wozu sich ein Radius zwischen 0,3 bis 3 mm anbietet.
Dieser Schneideinsatz führt beim ablaufenden Span zu einer plastischen Verformung mit geringstmöglicher Kraft und Rei¬ bung bei der Spanabfuhr. Sowohl die Spanformung als auch die Spanführung werden durch den negativen Spanwinkel der Ein¬ drückungen positiv beeinflußt. Insgesamt wird durch die nega¬ tiven Spanwinkel der Eindrückungen als Unterbrechung der Schneidkante die Schneidkante auch derart stabilisiert, daß große Vorschübe ohne die Gefahr des Ausbrechens von Schneid¬ kantenteilen realisiert werden können. Die Querschnitts-Tra- pezform ist auch bei der Schneideinsatzherstellung nicht nur klar definierbar, sondern auch ohne großen Aufwand zu ver¬ wirklichen, was sich kostengünstig auswirkt. Zudem sind je nach Schneideinsatzgebiet konstruktive Variationen insofern möglich, wie die Trapezflankenwinkel sowie die negativen Spanwinkel und damit die Tiefe der Eindrückungen dem Bedarfs¬ fall, d.h. den Schnittgeschwindigkeiten, Schnittiefen, Vor¬ schübe und dem zu bearbeitenden Werkstück, angepaßt werden können. Die Spanformung und die Spanlenkung setzt auch - im Gegensatz zu häufig nach dem Stand der Technik bekannten Aus¬ führungsformen mit nutenförmigen Ausnehmungen in der Span¬ fläche oder sonstigen erhabenen Spanbrechern - unmittelbar an der Schneidkante ein, wobei die Art der Verformung durch die Tiefe und Breite der Eindrückungen gegenüber der sie um¬ gebenden Spanfläche bestimmt wird.
Durch den positiven Spanwinkel läßt sich insbesondere die Schneidleistung bzw. Vorschubgeschwindigkeit deutlich erhö¬ hen.
Vorzugsweise ist die Trapezform der Eindrückungen zu einer Schneidkantennormalen achsensymmetrisch, d.h., es liegen an beiden Trapezflanken gleiche Neigungswinkel zu der Spanfläche bzw. zu dem Spanflächengrund der Eindrückung vor. Durch diese Maßnahme werden einseitige bzw. punktuelle Überbelastungen der Schneidkante vermieden.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung besitzt die Schneid¬ ecken-nächste Eindrückung jeweils eine Trapezflanke, die zur die Eindrückung umgebenden Spanfläche einen steileren Nei¬ gungswinkel und/oder schmalere Trapezgrundflächen und/oder kleinere Abstände der Eindrückungen voneinander aufweisen. Insbesondere im Schneideckenbereich kann daher von einer gleichmäßigen Ausbildung der Eindrückungen mit dem Ziel ab¬ gewichen werden, den durch den Spanquerschnitt stark bean¬ spruchten Eckenbereich so auszubilden, daß dort eine intensi¬ vere Formung des ablaufenden Spanes gegeben ist, um dem Span die notwendige Steifigkeit für den gewollten Spanbruch zu ge¬ ben.
Vorzugsweise liegt der an der negativen Spanfläche gemessene Trapezflankenwinkel zwischen 110° und 160°. Der negative Spanwinkel des trapezförmigen Grundes der Eindrückung liegt zwischen 0° und 20°, vorzugsweise zwischen 5° und 15°. Der positive Spanwinkel der die Eindrückungen umgebenden Span¬ fläche liegt zwischen 0° und 25°, vorzugsweise zwischen 5° und 20°. Es hat sich ferner als günstig erwiesen, an der Schneidkante die Abstände der Eindrückungen voneinander klei¬ ner zu wählen als die Breite der Eindrückungen.
Die Ausbildung der Eindrückungen in einer Draufsicht gesehen ist prinzipiell freigestellt, jedoch führt eine Verjüngung der Eindrückung zur Spanflächenmitte hin, etwa in Form einer dreieckigen oder trapezförmigen Ausbildung dazu, daß die an¬ grenzenden, mit positiven Spanwinkeln ausgestatteten Berei¬ che, zur Schneidkante hin, ebenfalls verjüngt sind und da¬ durch wie ein Keil in das zu zerspanende Material eindringen.
Fertigungstechnische Vorteile sind ebenfalls vorhanden. Daher wird vorzugsweise die Geometrie der Eindrückungen, in einer Draufsicht auf die Spanfläche gesehen, im wesentlichen trapezförmig gewählt. Die Breite der Eindrückungen beträgt nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung an der Schneidkante 0,5 bis 4 mm, so daß mindestens drei oder vier Eindrückungen pro Schneidkante verwirklicht werden. Das Ver¬ hältnis der Breite zu der Tiefe der Eindrückung beträgt 6 zu 1, vorzugsweise je nach Anforderungsprofil 3 zu 1 oder 4 zu 1.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung grenzt an die Schneidkante eine Fase an, deren Winkel zu dem positiven Spanflächenbereich zwischen den Eindrückungen derselbe sein soll, wie der Winkel zwischen der betreffenden Fase und dem negativen Spanflächengrund der Eindrückung. Mit anderen Wor¬ ten, die Fase folgt dem geometrischen Verlauf der Flächen, die sich hinter der Fase befinden. Hierdurch tritt im An¬ schlußbereich an die Fase eine Entlastung des Spanes ein, der ein übermäßiges Stauchen bzw. vorzeitiges Brechen verhindert. Der genannte Winkel liegt nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung zwischen 160° und 170°. Zur weiteren Entlastung des Spanes kann der Spanflächengrund und/oder die diesen umgebende Spanfläche eine zusätzliche Spanmulde aufweisen.
Eine zusätzliche Spanformung kann auch durch erhabene Span¬ formelemente, vorzugsweise in teilkegeliger oder pyramiden¬ stumpfartiger Form erreicht werden, wenn die die Eindrückung umgebende Spanfläche im Abstand von der Schneidkante mit sol¬ chen Spanformelementen ausgestattet wird.
Weiterhin kann die Spanfläche entlang der Schneidkante von Schneidecke zu Schneidecke eine konvexe oder konkave Hüll¬ kurve besitzen, wobei die Tiefe und/oder die Abstände der Eindrückungen von der Schneidecke zur Schneidkantenmitte hin vorzugsweise zunimmt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:
Fig. la eine Draufsicht auf einen rhombischen Schneid¬ einsatz,
Fig. lb jeweilige Schnitte entlang der Linien A - A bis I - I entsprechend Fig. la,
Fig. lc eine vergrößerte Teilansicht einer Schneidkan¬ te,
Fig. ld eine perspektivische Ansicht der Schneidkante nach Fig. la,
Fig. 2a bis c eine Draufsicht auf einen Schneideinsatz mit positivem Freiwinkel und jeweilige Schnittan¬ sichten entlang der Linien K - K sowie L - L,
Fig. 3 Schnittansichten unterschiedlicher Ausführungs- formen entlang der Linie III - III nach Fig. 2a in Arbeitslage,
Fig. 4a bis h jeweilige Teilschnittansichten unterschiedli¬ cher Schneidkantenausführungen,
Fig. 5, a bis d Variationen des erfindungsgemäßen Schneid¬ einsatzes in einer Draufsicht sowie Teil¬ schnittansichten entlang der Linien A - A und B - B,
Fig. 6a und b unterschiedliche Ausführungsformen der Schneid¬ kante mit konvexem bzw. konkavem Verlauf,
Fig. 7a und b die Darstellung eines Schneideinsatzes in Ar¬ beitslage als Draufsicht,
Fig. 8a bis i jeweils Vorderansichten auf die Freifläche unterschiedlicher Ausführungsformen und
Fig. 9a bis c Draufsichten auf weitere Ausführungsformen der Erfindung.
Wie in Fig. la dargestellt, besitzt der Schneideinsatz eine Spanfläche 10, die zusammen mit den hierzu senkrecht oder un¬ ter einem Freiwinkel angeordneten Freiflächen 11 jeweils eine Schneidkante 12 bildet. Im vorliegenden Fall ist die Platte rhombisch ausgebildet und besitzt somit vier Schneidecken 13. Prinzipiell gilt für die Ausbildung des Schneideinsatzes ent¬ sprechendes, wenn dieser andere Formen, wie z.B. die Drei- ecksform aufweist. Entlang jeder Schneidkante und diese durchbrechend sind Eindrückungen 14 vorgesehen, die sich in fortlaufender Reihe entlang der Schneidkante 12 erstrecken. Diese Eindrückungen besitzen in einer Querschnittsansicht bzw. einer Seitenansicht auf die Freifläche gesehen eine Tra¬ pezform, wobei die schmalere der beiden parallelen Trapezsei¬ ten die Spanfläche der Eindrückung bildet, mithin die Trapez¬ flanken zur Spanfläche 10 des Schneideinsatzes hin geöffnet verlaufen.
Der in Fig. la dargestellte Schneideinsatz besitzt zusätzlich noch eine umlaufende sich an die Schneidkante 12 anschlie¬ ßende Fase 15.
Wie sich aus Fig. lb, Schnitt A - A, C - C, E - E und G - G ergibt, verläuft die Fase unter einem annähernd 90"-Winkel zur Freifläche 11. An die Fase 15 schließt sich ein ab¬ fallender Spanflächenteil 16 unter einem Winkel 17 von 5° bis 20° an. Wie aus Schnittansichten B - B, D - D, F - F und H - H ersichtlich, ist zwischen den vorbeschriebenen Span¬ flächenabschnitten jeweils eine Eindrückung 14 vorgesehen, innerhalb deren Verlauf sich ebenfalls die Fase 15 fortsetzt.
Die Eindrückung besitzt einen Spanflächengrund 18, der unter einem Winkel 19 von etwa 10 bis 15° gegenüber der Horizonta¬ len geneigt ist, also negativ verläuft. Wie unter anderem aus Fig. Id besonders ersichtlich, ist der Winkel der Fase 15 zu dem abfallenden Spanflächenbereich 16 einerseits und zu dem Spanflächengrund 18 andererseits jeweils gleich groß aus¬ gebildet. Hierdurch ist die Fase im Bereich der Eindrückun¬ gen 14 zur Schneidkante hin noch negativer geneigt als der Spanflächengrund 18 der Eindrückung.
Wie aus Fig. la bis c ersichtlich, reihen sich an der Schneidkante 12 Eindrückungen 14 aneinander, deren Abstände gleich groß oder verschieden groß gewählt werden können. Wie aus Fig. lb. Schnitt I - I besonders ersichtlich, wechseln sich die Eindrückungen 14 mit Spanflächenbereichen 16 in ei¬ ner gleichmäßigen Berg-Talform ab. Die Übergänge der Ein¬ drückungen 14 zu den Spanflächenbereichen 16 sind abgerundet ausgestaltet. Im Normalfall sind die Trapezformen der Ein¬ drückungen 14 symmetrisch ausgebildet, d.h., die Trapezflan¬ kenwinkel 20 und 21 sind gleich groß - hier 45°. Bei vorgege¬ benem Neigungswinkel 19 des Spanflächengrundes 18 der Ein¬ drückungen 14 ergibt sich eine Tiefe 22 gegenüber den Fa¬ sen 15 bzw. Spanflächen 16. Der Übergang der Trapezflanken 25 zu dem Spanflächengrund 18 besitzt ebenso Abrundungen 26 wie der Übergang von der Trapezflanke 25 zur Fase 15 bzw. der Spanfläche 16. Bei gleich gewähltem Abstand der Eindrückungen ist hierdurch die Breite 24 der unter einem positiven Spanwinkel verlaufenden Spanfläche 16 sowie die Breite 23 des unter einem negativen Spanwinkel 19 verlaufenden Spanflächengrundes 18 definiert. Wie noch im folgenden be¬ schrieben werden wird, kann jedoch hinsichtlich der Breite 23 bzw. 25, der Höhe 22 und der Trapezflankenwinkel 20 variiert werden, um den Schneideinsatz jeweils anderen gewünschten Schnittbedingungen anzupassen. Wie aus Fig. la an-
deutungsweise ersichtlich, kann die der Schneidecke nächste Trapezflanke 25 unter einem größeren Trapezwinkel 20 (siehe Fig. lc) ausgebildet sein, d.h. die Trapezflanke kann flacher zur Schneidecke hin auslaufen.
Die in Fig. 2a bis c dargestellte Schneidplatte ist im we¬ sentlichen quadratisch ausgebildet und besitzt mit Abschrä¬ gungen versehene Schneidecken 13. Entlang der Schneidkante 12 erstrecken sich vier Ausnehmungen 14, deren Querschnitte ebenfalls positive Spanwinkel 17 bzw. negative Spanwinkel 19 offenbaren. Im Unterschied zu der in Fig. lb dargestellten Ausführungsform wird hier die Schneidkante durch die Span¬ fläche 16 und die negativ gestellte Freifläche 11 bzw. den Spanflächengrund 18 und die Fläche 11 gebildet. Die Schneid¬ kante 12 tritt hierdurch im Bereich der Eindrückungen 14 zwangsläufig "etwas zurück".
In Fig. 3a bis c sind jeweilige Variationen der Tiefen 22 und der Trapezflankenwinkel 20 und 21 angedeutet. Wie aus Fig. 3a ersichtlich, werden die Breiten der die Eindrückungen 14 um¬ gebenden Spanflächenbereiche (hier 241 bis 243) mit wachsen¬ dem Abstand von der Schneidecke 13 größer. Die Breite 23 des Spanflächengrundes 18 bleibt hierbei konstant. Hierdurch wird der Abstand der Eindrückungen 14 voneinander in größerer Entfernung von der Schneidecke 13 größer.
Gleichzeitig wird gegenüber einer durch die Verbindung der Schneidecken 13 definierten Fläche 28 der Abstand der Span¬ flächenbereiche 16 variiert. Im vorliegenden Fall ergibt sich ein konkaver Schneidkantenverlauf von Schneidecke 13 zur nächsten Schneidecke 13, da die Abstände 271 (gleich 0) zu 273 hin größer werden. Hierbei bleibt die durch den Spanflä¬ chengrund 18 definierte Basis 29 der Eindrückungen 14 kon¬ stant.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3b verläuft die gemeinsame Hüllkurve der Spanflächenbereiche 16 im Bereich der oben de¬ finierten Ebene 28. Allerdings wächst die Tiefe der Ein¬ drückungen 14 mit zunehmendem Abstand von der Schneidecke 13, was sich durch kleiner werdende Abstände 291 bis 294 gegenüber einer willkürlich angenommenen Ebene 29 ausdrückt. In gleichem Maße wachsen auch die Abstände 241 bis 243 wie zu Fig. 3a beschrieben.
Eine andere Variationsmöglichkeit bietet sich durch Änderung der Trapezwinkel 201 bzw. 211 zu 202 bzw. 212, die mit wach¬ sendem Abstand von der Schneidecke 13 ebenso größer werden wie die zwangsläufig wachsenden Abstände 301 bis 303 der Ein¬ drückungen 14, jeweils von ihrer Mitte aus gemessen, in ent¬ sprechender Weise wachsen. Selbstverständlich sind auch Kom¬ binationen der in Fig. 3a bis c angegebenen Änderungsmöglich¬ keiten Teil der vorliegenden Erfindung.
Weitere AusführungsVarianten zeigen Fig. 4a bis h, worin je¬ weils Schnitte senkrecht zur Schneidkante 12 im Bereich einer Eindrückung 14 dargestellt sind. Bei der in Fig. 4a darge¬ stellten Ausführungsform verlaufen die Spanfläche 16 sowie der Spanflächengrund 18 zur Schneidkante hin jeweils konvex. Der Spanwinkel, unter dem die Spanfläche 16 an der Schneid¬ kante ausläuft, ist mindestens 0° oder positiv, wohingegen der Spanflächenwinkel des Spanflächengrundes 18 negativ ist.
Nach Fig. 4b besitzt der Schneideinsatz im Anschluß an eine horizontal verlaufende Fase 15 noch ein erhabenes Spanform¬ element 31, das teilkugelig, pyramidenstumpfför ig oder langgestreckt ausgebildet sein kann. Der Spanflächengrund 18 verläuft konvex, allerdings unter einem negativen Spanwinkel. Zusätzlich kann entweder über die gesamte Breite der Ein¬ drückung 14 oder inmitten der Eindrückung 14 ein erhabenes weiteres Spanformelement angeordnet sein, woraus sich ein wellenförmiger Verlauf entsprechend Fig. 4b ergibt.
Ebenso konkav sind die Spanflächenbereiche 16 und der
Grund 18 nach Fig. 4c ausgestaltet, allerdings enden beide
Flächen unter einem positiven Spanwinkel im Schneidkantenbe¬ reich.
Die Ausführungsform nach Fig.. 4d entspricht der in Fig. 4a beschriebenen Ausführungsform mit der Maßgabe, daß im An¬ schluß an den konvexen Verlauf der Spanfläche 16 und damit hinter den Eindrückungen Spanformelemente 32 entlang der Schneidkante angeordnet sind, für die Entsprechendes wie zu den oben beschriebenen Spanformelementen 31 gilt.
Fig. 4e zeigt die Ausführungsvariante einer konvex ausgebil¬ deten Spanfläche 16 bei einem konkav ausgebildeten Spanflä¬ chengrund 18.
Nach Fig. 4f sind die Spanfläche 16 und der Spanflächen¬ grund 18 jeweils konvex ausgebildet, beide Bereiche 16 und 18 besitzen jedoch eine Mulde 33 bzw. 34, die sich in Richt 3 der Spanflächenmitte erstreckt.
Fig. 4g zeigt einen Schneideinsatz mit einer konkav abfallen¬ den Spanfläche 16 und einem konvexen Spanflächengrund 18. Bei der in Fig. 4h dargestellten Ausführungsform schließt sich an die Schneidkante jeweils eine Fase 15 an, die dem Verlauf der Spanfläche 16 und dem der Eindrückungen folgt. Die Fase steht im vorliegenden Fall unter einem negativen Spanwinkel. Auch hinsichtlich der in den Fig. 4a bis h dargestellten Ausfüh¬ rungsbeispiele sind Varianten der einzelnen Merkmale unter¬ einander möglich. In Fig. 5 ist eine quadratische Schneid¬ platte dargestellt, die eine mittlere Spanfläche 10 aufw^ <.t, die entweder gegenüber der höchsten Schneidkantenerhebun. abgesenkt (Fig. 5a und c) oder erhöht (Fig. 5b und d) sein kann. In jedem Falle verläuft jedoch der Spanflächenbe¬ reich 16 unter einem positiven Spanflächenwinkel zur
Schneidkante 12 hin aus. Der Spanflächengrund 18 besitzt je¬ weils einen negativen Spanwinkel. Durch die erhabene Form der Spanfläche 10 gemäß Fig. 5b und 5d ergibt sich ein zusätzli¬ cher Übergangsbereich 35 zwischen dem Spanflächenbereich 16 und dem Bereich 10. Die in Fig. 5b und 5d dargestellten Aus¬ führungsformen unterscheiden sich von denen nach Fig. 5a und c lediglich dadurch, daß die erstgenannten Platten als Wendeschneidplatten, d.h. beidseitig verwendbar, ausgebildet sind.
Wie in Fig. 6a und 6b dargestellt, können die Hüllkurven der Spanflächen Bereiche 16 einerseits bzw. deren Verlauf folgend der Spanflächengrund 18 andererseits auch konvex (Fig. 6a) bzw. konkav (Fig. 6b) verlaufen. Der Verlauf der Hüllkurve 36 bestimmt dann gleichermaßen den Krümmungsverlauf der Verbin¬ dungslinie der einzelnen Eindrückungen 14. Entsprechendes gilt für die Hüllkurve 37 nach Fig. 6b. Je nach Krümmung er¬ gibt sich im Schneideckenbereich ein negativer oder positiver Neigungswinkel.
Fig. 7a und 7b zeigen jeweils Ausführungsformen quadratischer Wendeschneidplatten in Arbeitslage, die sich dadurch unter¬ scheiden, daß im Fall der Ausführungsform nach Fig. 7a die Schneidkante 121 im Bereich des Spanflächengrundes 18 gegen¬ über der Schneidkante 122 im Bereich der Spanfläche 16 um eine Strecke 38 zurücktritt, die von dem Neigungswinkel der Flächen 16 und 18 gegeneinander abhängt. Bei der in Fig. 7b dargestellten Ausführungsform ist hingegen dieser Abstand 38 dadurch kompensiert worden, daß der Spanflächengrund 18, d.h. die Schneidkante 121, bis in die Ebene der Schneidkante 122 vorgezogen worden ist.
Fig. 8a bis i zeigen weitere mögliche Varianten. So kann bei¬ spielsweise zwischen den Eindrückungen 14 der Spanflächenbe¬ reich 39 in Schneidkantenrichtung gesehen abfallend, d.h..
unter einem Winkel 40 oder auch ansteigend (Winkel 41) ver¬ laufen. Zusätzlich kann, wie in Fig. 8c dargestellt, auch der Spanflächengrund 18 der Eindrückungen unter einem Winkel 42 gegenüber der Schneidkante 12 geneigt sein, und zwar zusammen mit abfallenden Spanflächen 39 oder entsprechend ansteigenden Spanflächen, wie in Fig. 8b dargestellt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 8d ist der Spanflächen¬ grund 18 konvex gewölbt. Ebenso ist es gemäß Fig. 8e möglich, die zwischen den Eindrückungen 14 liegenden Spanflächenberei¬ che 16 nicht linear, sondern konvex oder konkav (siehe Fig. 8f) zu gestalten.
Weitere Variationen entsprechend den Fig. 8g und h sind der¬ gestalt möglich, daß gegenüber angenommenen flächigen Tra¬ pezflanken der betreffende Trapezflankenverlauf 43 konkav oder, mit Bezugszeichen 44 kenntlich gemacht, konvex ver¬ läuft. Schließlich ist es entsprechend der Darstellung nach Fig. 8i auch möglich, den Spanflächenbereich 16 zwischen zwei Eindrückungen 14 rund, d.h., ohne ebenflächigen Anteil zu gestalten.
Außerdem ist es im Rahmen der vorliegenden Erfindung möglich, die Trapezflankenflächen 45 jeweils konvex an der Grenze zu den Spanflächen 16 bzw. dem Spanflächengrund 18 auslaufen zu lassen. Wie aus Fig. 9c ersichtlich, können betreffende Tra¬ pezflankenflächen 47 jedoch auch konkav auslaufen. Eine wei¬ tere Variation, die auch bezüglich der in den Fig. la, 2a, 5 oder 7a, b und Fig. 9a, c verwendet werden kann, besteht darin, daß die Längsachsen 46 gegenüber einer Schneidkan¬ tenormalen 48 unter einem Winkel 49 geneigt angeordnet wer¬ den. In entsprechender Weise ist dann der rückwärtige Auslauf des Spanflächengrundes 18 schräggestellt.