ZAHNRADGETRIEBE
Die Erfindung betrifft ein Zahnradgetriebe gemäss dem Ober- begriff des Patentanspruchs 1.
Solche Getriebe werden häufig bei Antrieben einer Kippvor¬ richtung in Gelenkarπunarkisen eingesetzt.
Bekanntlich sind solche Kippvorrichtungen für Gelenkarmmar¬ kisen hohen Beanspruchungen durch Wind und Wetter, Regen und Sonnenschein, Schnee und Eis ausgesetzt. Diese Beanspruchun¬ gen wirken sich dabei auf den eigentlichen Antrieb als unge¬ wöhnlich hohe Zug- oder Druckkräfte aus. Derartige Antriebe, die normalerweise als Kegelradgetriebe, insbesondere
Kegelzahnradgetriebe ausgeführt sind, sollen einerseits stabil, andererseits aber möglichst raumsparend aufgebaut sein.
Eine raumsparende Anordnung für eine Kippvorrichtung für Ge¬ lenkarπunarkisen mit einer das Montagerohr durchsetzenden An¬ triebswelle und einer in einer offenen Wanne gelagerten Stellvorrichtung für eine Stellspindel zeigt beispielsweise die DE 38 06 504 A 1 des Anmelders.
Hier tritt jedoch das Problem auf, dass die aus der Ver¬ stellspindel auf den Verstellmechanismus selbst einwirkenden starken Zug- oder Druckkräfte normalerweise nicht so leicht abgefangen werden und zu Störungen z.B. durch übergrosse Biegemomente und Verklemmen der Kegelzahnräder führen kön¬ nen. Ausserdem werden hierbei die an der Stellspindel auf¬ tretenden Zug- oder Druckkräfte auch auf die Lager einwirken und die Lagerreibung erhöhen.
Aufgabe der Erfindung ist es, derartige Stellantriebe oder Verstellgetriebe grundlegend zu vereinfachen und gleichzei¬ tig bei ebenso geringen Abmessungen so zu gestalten, dass
der Verstellmechanismus bei übergrossen, von Verstellspindel ausgehenden Zug- oder Druckkräften nicht mehr blockiert wer¬ den kann.
Dies wird erfindungsgemäss mit den Merkmalen des Pa¬ tentanspruchs 1 erreicht.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprü¬ chen zu entnehmen.
Die Erfindung wird nunmehr anhand eines Ausführungsbeispie- les in Verbindung mit den beigefügten Figuren näher erläu¬ tert.
Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht, teilweise im Schnitt, des neuen Getriebes; Fig. 2 eine Ansicht von rückwärts und Fig. 3 eine Seitenansicht.
In Fig. 1 ist ein KegelZahnradgetriebe gezeigt, das in einem Montagerohr 2 angeordnet ist. Eine Antriebswelle 3 durch¬ setzt diese Montagerohr, vorzugsweise nach beiden Seiten. Diese Antriebswelle kann entweder einteilig oder zweiteilig sein.
Auf dieser Antriebswelle 3 ist ein Kegelzahnrad 4 angeord¬ net. Dieses Kegelzahnrad kämmt mit einem weiteren Kegelzahn- rad 6, das dazu orthogonal angeordnet und mit einer Ab¬ triebswelle 5 als Stellspindel für eine Kippvorrichtung ver¬ bunden ist.
Der Lagerbock 7 bildet einerseits das Lager für die An- triebsspindel 3, zum anderen die Lagerung für die Abtriebs¬ welle 5.
Dieses Kegelzahnradgetriebe könnte übergrosse Zug- oder Druckspannungen, die von der Verstellspindel oder Abtriebs¬ welle 5 übertragen werden, so nicht aufnehmen, d.h. der U- förmige Lagerbock könnte sich verbiegen. Daher ist auf der Antriebswelle zwischen dem Kegelzahnrad 4, dem treibenden Zahnrad und dem Lagerbock 7 ein Abschnitt mit grösserem Durchmesser vorgesehen, der beispielsweise als eine die An¬ triebswelle 3 entweder einstückig sein oder aus zwei Teilen bestehen. In jedem Fall ist eine kraftschlüssige Verbindung des treibenden Kegelzahnrades 4 mit der Antriebswelle 3 er¬ forderlich.
Für den Fall, dass die Antriebswelle aus zwei Teilen herge¬ stellt ist, ist es von Vorteil, wenn das treibende Kegel- zahnrad 4 als Kupplung für die beiden Teile der Antriebs¬ welle ausgebildet ist. Insbesondere könnte dabei dieses Ke¬ gelzahnrad einen Teil des Abschnittes mit vergrössertem Durchmesser bilden, an den sich dann eine entsprechende schmalere Hülse 8 anschliessen könnte.
Ferner ist es durchaus im Rahmen der Erfindung vorteilhaft, wenn das antreibende Kegelzahnrad 4 und die Hülse 8 aus ei¬ nem Stück bestehen. Dabei besteht dann die Möglichkeit, die¬ ses Teil als Kupplungsmuffe für eine aus zwei Teilen beste- hende Antriebswelle 3 einzusetzen.
Andererseits könnte aber auch an dem Kegelzahnrad ein- schliesslich der Hülse eine Befestigungsvorrichtung, z.B. eine Madenschraube oder drgl. vorgesehen sein, mit der die- ses Teil auf einer durchgehenden Antriebswelle 3 befestigbar ist.
Andererseits kann es auch von Vorteil sein, das Kegelzahnrad 4 mit einem als Kupplungsabschnitt dienenden Ansatz mit oder ohne den vergrosserten Durchmesser zu versehen. Dann wird man eine entsprechende kürzere Hülse 8 auf die Antriebswelle
aufschieben. Wichtig ist dabei, dass der Zwischenraum zwi¬ schen Kegelzahnrad 4 und dem Lagerbock ausgefüllt ist.
Andererseits ist es auch möglich, dass das Kegelzahnrad 4 auf der Antriebswelle 3 derart befestigt ist, dass ein der Kupplung dienender Abschnitt in den Innenraum hineinragt, und dass die Hülse 8 als Kupplungsmuffe für die aus zwei Teilen bestehende Antriebswelle dient.
Schliesslich kann es günstig sein, wenn die Antriebswelle 3 im Bereich des Kegelzahnrades 4 einen quadratischen oder ähnlich unrunden Querschnitt und das Kegelzahnrad 4 eine entsprechende Bohrung aufweist, wodurch das antreibende Ke¬ gelzahnrad 4 kraft- und formschlüssig mit der Antriebswelle verbunden ist.
Selbstverständlich ist es dann auch günstig und zweckmässig, der gesamten aus einem Teil oder aus zwei Teilen bestehenden Antriebswelle 3 einen unrunden, z.B. quadratischen Quer- schnitt zu geben. Die Hülse 8 oder die Kupplungshülse würde dann eine entsprechende Bohrung besitzen.
Wichtig ist dabei, dass der gesamte Raum zwischen dem Kegel¬ zahnrad 4 und dem Lagerbock 7 in achsialer Richtung der An- triebswelle 3 so weit ausgefüllt ist, dass sich die An¬ triebswelle noch leicht drehen lässt, jedoch einer durch Zug- oder Druckkräfte verursachten Verbiegung Widerstand zu leisten vermag. Damit wird ein Verklemmen der beiden Kegel¬ zahnräder des Kegelzahnradgetriebes in jedem Fall vermieden.
Man sieht ausserdem, dass bei dieser Konstruktion die Bau¬ höhe sehr gering gehalten ist und nur in Richtung der Ab¬ triebswelle 5, d.h. der Verstellspindel, der Lagerbock 7 vorspringt.
Die Figuren 2 und 3 zeigen entsprechende Ansichten und sind, soweit erforderlich, mit den gleichen Bezugszeichen versehen und bedürfen keiner weiteren Erläuterung.
Aus Fig. 3 erkennt man schliesslich, dass die Antriebswelle zumindest am äusseren Ende einen Vierkantquerschnitt auf¬ weist.
Insgesamt ist durch die neue Konstruktion eines Kegelzahn- radgetriebes für den Verstellmechanismus von Kippvorrichtun¬ gen in Gelenkarmmarkisen das bisher auftretende Problem ei¬ nes Verkantens oder Verklemmens des Antriebes ausgeschaltet.
Die folgenden Bezugszeichen bezeichnen folgende Teile:
2. Montagerohr; 3. durchsetzende Welle oder Teile (3a,b); 4. treibendes Zahnrad; 5. abgestützte Welle; 6. Zahnrad; 7. Lagerbock (a,b Schenkel; c VerbindungsSchenkel, d Deckel oder Joch); 8. Hülse; 9. Muffenring für die Verbindung der Welle; 10. Abstützabschnitt.