Stapel mit auf einer Verpackung aufgereihten ring- oder ringscheibenförmigen Te len mit Radialschlitz
Die Erfindung betri ft einen Stapel mit ring- oder ringscheibenförmigen und mit einem Radialschlitz versehenen Tei len, wie Sicherungsringe oder dg l . , die auf einer in die Innenaufnahme der Tei le eingeführten Verpackung mit gleich ausgerichteten Radialschlitzen aufgereiht sind, wobei die Verpackung ein über die Länge des Stapels reichendes Ausrichtelement aufweist, das mittels eines damit fest verbundenes Stützelement in den ausgerichteten Radialschlitzen gehalten ist und wobei sich das Stützelement an der Innenaufnahme der Tei le abstützt und die Verpackung an einem st i rnsei t i gen Ende mit Anlageelementen versehen ist, an denen sich das zugekehrte Tei l des Stapels flächig anlegt.
Stapel dieser Art sind durch die GB-PS 821 955 und das DE-GM 72 34 344 bekannt.
Bei diesem bekannten Stapel ist die Verpackung unverstellbar und unverdrehbar in der Innenaufnahme der aufgereihten Tei le gehalten. Hat die Innenaufnahme der Tei le ein kreisförmige Kontur ohne Absätze, dann wird ein Stützele t .t verwendet, das sich bündig an die Kontur der Innenaufnahme anlegt. Dies bedingt ein massives Stützelement und damit auch eine massive Verpackung, die in der Regel als entsprechender Profi labschnitt
ausgebildet und entsprechend hergestellt wird. Diese Ausgestaltung der Verpackung mag für Teile mit kleinen Abmessungen noch wirtschaftlich sein, für große, schwere Teile ist eine derartige Ausgestaltung der Verpackung nicht mehr wirtschaftlich, da sie zum einen sehr teuer ist und zum anderen das Gewicht des Stapels um ein Vielfaches erhöht. Der letzt genannte Nachteil kann dadurch vermieden werden, daß der Profilabschnitt hohl ausgebildet wird, wie die GB-PS 821 955 zusätzlich offenbart.
Die US-PS 2,985,295 zeigt einen Stapel, bei dem die Teile in eine Folie eingebettet oder eingeschrumpft sind, wobei vor dem Schrumpf- bzw. Einbettvorgang die Ausrichtung der Teile auf einer Hilfsschiene vorgenommen werden muß. Der so ausgebildete Stapel wird auf eine Führungsschiene eines Entnahmegerätes eingesetzt und nach Abnahme der Folie kann die Vereinzelung der Te le beginnen. Die Ausrichtung der Teile im Stapel übernimmt edoch die Folie. Gerade diese Folie führt heute aus Umweltgründen zu Problemen. Das Abnehmen der Folie und ihre Beseitigung verteuert die Entstapelung der Teile. Außerdem nehmen diese Probleme bei Stapeln mit großen Teilen erhebl ch zu.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Stapel der eingangs erwähnten Art zu schaffen, der eine leicht und bi llig herstellbare Verpackung verwendet, die als Mehrwegverpackung verwendet werden kann und so die Umweltprobleme vermeidet. Darüber hinaus sollen die Te le wohl ausgerichtet, jedoch aus Herste l lungs- und Weiterverarbeitungsgründen begrenzt verstellbar gehalten sein.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß das Ausrichtelement und das Stützelement als abgekantetes Blechteil
ausgebildet ist, wobei sich das Stützelement mit zwei Stützkanten symmetrisch zu den Radialschlitzen an der Innenkontur der Teile mit Spiel abstützt, so daß das Ausrichtelement in den Radi a lsch l i tzen begrenzt verstellbar festgehalten ist.
Ein abgekantetes Blechteil bringt ausreichende Festigkeit, um auch schwere Teile tragen zu können und im Herstellungsverfahren der Teile schon als Träger verwendet werden zu können, wobei er insbesondere nach dem Stanz- oder Rollvorgang bei der Oberflächenbehandlung die Tei le lose trägt. Von Vorteil ist dabei, daß sich die Verpackung trotz kreisförmiger Innenaufnahme nur über Stützkanten abstützt und daher den überwiegenden Teil der Innenkontur der Teile freiläßt. Bei der Entstapelung sind die Teile leicht von der Verpackung abzunehmen. Die Verpackung kann zum Hersteller der Teile zurückgegeben werden. Dies ist heute leicht auszuführen, da die Anlieferung bereits in vorgegebenen Behältnissen erfolgt, die den Weg vom Hersteller zum Anwender und wieder zurück nehmen .
Die Teile lassen sich dadurch in einfacher Weise auf der Verpackung unverlierbar festlegen, daß das andere stirnseitige Ende der Verpackung mit Aufnahmen für ein Sicherungselement versehen ist, das die auf der Verpackung aufgereihten Teile unverlierbar festlegt. Dabei ist im einfachsten Fall vorgesehen, daß die Aufnahmen als aufeinander ausgerichtete Bohrungen für einen als Sicherungselement dienenden Verschlußbolzen ausgebildet sind.
Für die Entnahme der Teile ist eine Ausgestaltung von Vorteil, die dadurch gekennzeichnet ist, daß das Ende der Verpackung mit dem Sicherungselement mit Steckelementen versehen ist,
die auf Steckaufnahmen einer Weiterverarbeitungsvorrichtung abgestimmt sind. Die Teile werden dann ausgerichtet von der Verpackung auf die Weiterverarbeitungsvorrichtung übertragen.
Eine Ausgestaltung des Stapels s eht vor, daß für als Innens cherungsringe ausgebildete Teile die Verpackung als V-förmig abgekantetes Blechteil gestaltet ist, das mit seiner Biegekante in die Radialschlitze der Teile eingeführt ist, daß die Seitenschenkel mit den an die Biegekante anschließenden Abschnitten das Ausrichtelement bilden, das mit einem Paar von Stützkanten die Verstellung der Verpackung in Richtung aus den Radialschlitzen begrenzt, daß die freien Kanten der Seitenschenkel ein weiteres Paar von Stützkanten bilden, die die Verstellung der Verpackung in Richtung in den Innenraum der Teile hinein begrenzen, und daß an einem stirnseit gen Ende der Verpackung die Anlageelemente abgekantet sind. Die Verpackung ist robust und einfach und kann im Betrieb bei der Herstellung und Behandlung auch in heißen Flüss gke ten, z.B. beim Phosphatieren, verwendet werden.
Die begrenzt verstellbare Halterung der Verpackung in dem Innenraum der aufgereihten Innensicherungsringe wird dabei dadurch erhalten, daß die Stützkanten des Ausrichtelementes an den Kanten der Radialschenkel der Teile anliegen und daß sich die Se tenschenkel mit ihren Stützkanten im Bereich des senkrecht zu den Radialschlitzen stehenden Durchmessern an der Innenkontur der Teile abstützen.
Eine Ausgestaltung s eht vor, daß die Anlageelemente sich mit gleicher Breite über die gesamte Breite der Seitenschenkel der Verpackung erstrecken, um eine eindeutige Ausrichtung der Innensicherungsringe senkrecht zur Längsrichtung der Verpackung zu erha Iten.
Nach einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, daß für aLs Außensicherungsringe ausgebi ldete Tei le die Verpackung ein V-förmig gebogenes Blechtei l ist, bei dem im Bereich der Spitze durch tei lweises Aufeinanderfalten seiner Seitenschenkel ein streifenförmiges, doppellag iges und durchgehendes Ausrichtelement gebildet ist. Durch das tei lweise Aufei nanderfa Iten paßt das Blechtei l in die schmalen Radialschlitze der Außensicherungsringe.
Die Erfindung wird anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbe spi elen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Tei lansicht mit einem Innensicherungsring, der auf einem V-förmig gebogenen Blechtei l als Verpackung aufgereiht ist,
Fig. 2 die Verpackung nach Fig. 1 in perspektivischer Ansicht und
Fig. 3 ein Aufnahmetei l für die Verpackung nach Fig. 2 einer Weiterverarbeitungsvorri chtung.
Die Tei lansicht nach Fig. 1 zeigt ein als Innensicherungsring ausgebi ldetes Tei l 10 mit einem Radialschlitz 11 und einer nahezu vollständigen kreisförmigen Innenkontur. Die in den Innenraum eingeführte Verpackung 20 ist ein V-förmig abgekantetes Blechtei l mit Seitenschenkeln 21 und 22. Die freien Kanten der Seitenschenkel 21 und 22 bi lden Stützkanten 24 und 26, die sich an der Innenkontur der Teile 10 so abstützt, daß die an die Biegekante anschließenden Abschnitte der Seitenschenkel 21 und 22 ein Ausrichteteinent 21a, 22a bi lden, das mit Stützkanten 23 und 25 an ό c; -'- den Radialschlitz 11
begrenzenden Kanten anliegt, wenn das Verstellspiel der Verpackung 20 in Richtung aus dem Radia Lsch litz 11 heraus ausgenützt ist. In der Gegenrichtung bilden die Stützkanten 24 und 26 eine Begrenzung der Verstellbewegung, so daß sichergestellt ist, daß das Ausrichtelement 21a, 22a stets im Radialschlitz 11 verbleibt. Werden die Stützkanten 24 und 26 in den Bereich des senkrecht zum Radialschlitz 11 stehenden Durchmessers der Innenkontur gelegt, dann können diese Stützkanten 24 und 26 auch die Begrenzung des Verstellweges in beiden Richtungen übernehmen. An einem Ende der Verpackung 20 sind an den Sei tenschenkeIn 21 und 22 Anlageelemente 21b und 22b abgekantet, die eine flächige Anlage für das zugekehrte Te l 10 des Stapels bieten. Diese Anlageelemente 21b und 22b sind einheitlich breit und erstrecken sich über die gesamte Breite der Seitenschenkel 21 und 22 der Verpackung 20.
Für die Ausgestaltung der Verpackung gibt es viele Möglichkeiten, wobei der Aufbau aber auch von der Größe der aufzureihenden Te le und deren Gewicht abhängt. Wesentlich ist stets, daß ein in die Rad alschlitze der Teile eingeführtes Ausrichtelement darin nur mit Spiel verstellbar ist, was durch das im Innenraum der Teile angeordnete und mit dem Ausrichtelement fest verbundene StützeLement mit seinen Stützkanten erreicht wird.
In Fig. 2 ist die Verpackung 20 der Fig. 1 in perspektiv scher Ansicht gezeigt. Die Seitenschenkel 21 und 22 stehen im spitzen Winkel zueinander. Dabei ist der Winkel zwischen den Se tenschenkeln 21 und 22 und die Breite der Seitenschenkel 21 und 22 durch den Radius der Innenkontur der Teile 10 und die Breite des Radialschlitzes 11 gegeben. Die Verpackung 20 wird als Stanz-Biegetei L hergestellt, wobei die Anlageelemente 21b und 22b abgekantet werden. An dem anderen sti rnseiti gen
Ende können sich die Seitenschenkel 21 und 22 als Steckelemente 28 fortsetzen. Auch die als Bohrungen ausgebildeten Aufnahmen 27 werden beim Stanzen hergestellt. Diese Aufnahmen 27 können einen Sicherungsbolzen aufnehmen, der die Teile 10 unverlierbar auf der Verpackung 20 festhält.
Werden die Steckelemente 28 in entsprechende Steckaufnahmen 41 und 42 einer in Fig. 3 angedeuteten Weiterverarbeitungsvorrichtung 40 eingesteckt und der Sicherungsbolzen aus den Aufnahmen 27 entfernt, dann gleiten die Teile 10 von der Verpackung 20 unter Beibehaltung ihrer Ausrichtung auf die Weiterverarbeitungsvorrichtung 40, wodurch eine erneute Ausrichtung der Teile vermieden ist, was die Handhabung der Teile mit dem Stapel auch beim Kunden vereinfacht. Nach der Entnahme der Teile 10 kann die Verpackung 20 zum Hersteller zurückgeleitet und schon während der Herstellung mit Teilen 10 neu bestückt werden.
Auch bei Außensicherungsringen kann ein V-förmig gebogenes Blechteil als Verpackung verwendet werden. Im Bereich der Spitze sind die Seitenschenkel teilweise aufei nandergefa ltet , so daß ein für den schmalen Radialschlitz geeignetes streifenförmiges Ausrichtelement entsteht. Die freien Enden der Seitenschenkel bilden wieder die durchgehenden Stützkanten und halten die aufgereihten Außensicherungsringe begrenzt verstellbar, jedoch unverlierbar auf der Verpackung fest.