Multifun tionaler Arbeitsbock
Die vorliegende Erfindung betrifft einen multifunktionalen Arbeitsbock mit Trägern und einem Auflageholm.
Arbeitsböcke werden in den verschiedensten handwerklichen Betrieben eingesetzt. Sie dienen stets der Auflage von Platten, die entweder selber bearbeitet werden oder als Arbeitsfläche dienen. Dazu werden zwei Arbeitsböcke beab¬ standet voneinander aufgestellt und die Platte wird auf die zwei Böcke aufgelegt. Die wesentlichen Vorteile dieser Arbeitsböcke ist ihre Mobilität und ihre Handlichkeit. Sie sind platzsparend, einfach zu transportieren und deshalb vorallem für Arbeiten, die ausserhalb des Betriebes durch¬ geführt werden, sehr geschätzt.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Arbeitsbock zu schaffen, der die oben genannten Vorteile aufweist, der aber weitere Einsatzbereiche ermöglicht.
Diese Aufgabe löst ein multifunktionaler Arbeitsbock mit Trägern und einem Auflageholm, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Arbeitsbock mindestens ein Spannelement umfasst, das
einen einseitig frei endenden Haltearm und einen am anderen Ende befestigten Spannarm aufweist, wobei an letzterem eine Schraubspindel angeordnet ist, und dass das freie Ende des Haltearms gleitbar und durch Verkanten fixierbar in mindestens einer Haltearmdurchführung im Auflageholm angeordnet ist.
Der erfindungsge ässe Arbeitsbock kann somit nicht nur gemein¬ sam mit einem anderen Bock als Auflagebock eingesetzt werden, sondern er kann auch anstelle einer Werkbank zum Einspannen von zu bearbeitenden Werkstücken verwendet werden. Arbeiten, wie Feilen, Hobeln, Bohren oder Sägen, lassen sich mit Hilfe des multifunktionalen Arbeitsbockes leicht ausführen. Mit diesem Arbeitsbock wurde also ein vielfältig einsetzbares Arbeitsgerät geschaffen, das trotzdem klein ist und leicht transportiert werden kann. Einsatzbereiche liegen vorallem bei Arbeiten ausserhalb des Betriebes und in Hobbywerkstätten.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsformen gehen aus den abhän¬ gigen Patentansprüchen hervor und deren Bedeutung wird nach¬ folgend beschrieben.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des Erfindungs¬ gegenstandes dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung erläutert. Es zeigt:
Figur 1 eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Arbeits¬ bockes;
Figur 2 eine Ausführungsform eines Spannelementes;
Figur 3 eine weitere Ausführungsform eines Spannelementes;
Figur 4 bis Figur 7 verschiedene Ausführungsformen von Halte- armdurchführungsschienen.
In Figur 1 ist ein multifunktionaler Arbeitsbock gemäss der Erfindung dargestellt. Er weist zwei vertikale Träger 2 auf, die an ihrem unteren Ende je einen Fuss 3 in Form eines Quer¬ balkens besitzen, der senkrecht zu der durch die zwei Träger 2 definierten Ebene steht. Die Füsse 3 können je nach Ausfüh¬ rungsform entfernbar oder umklappbar sein, um einen möglichst platzsparenden und einfachen Transport zu ermöglichen. Auf den oberen Enden der zwei Träger 2 befindet sich als feste Quer¬ verbindung ein horizontaler Auflageholm 1. Anstelle der verti¬ kalen Träger können als Stützen auch die sonst üblichen, in Grätschstellung aufgestellten Schenkel verwendet werden, oder die Träger können durch eine Platte ersetzt werden.
Der multifunktionale Arbeitsbock umfasst mindestens ein Spann¬ element 4. Verschiedene Ausführungsbeispiele derartiger Spann¬ elemente im montierten Zustand sind in Figur 1 ersichtlich. Bevorzugterweise sind sie schraubzwingenartig. Eine einfache Form eines schraubzwingenartigen Spannelementes 4 ist in Figur 2 detaillierter dargestellt. Es besteht aus einem Haltearm 40, einem Spannarm 41 und einer Schraubspindel 42. Der Haltearm kann einen beliebigen Querschnitt aufweisen, jedoch ist ein
Ende des Haltearmes 40 frei. Am anderen Ende, annähernd senk¬ recht zum Haltearm 40, ist der Spannarm 41 befestigt. An diesem Spannarm 41 ist annähernd parallel zum Haltearm 40 die Drehspindel 42 angeordnet, die am unteren, haltearmseitigen Ende eine Druckplatte 42' aufweist. Dieses Spannelement 4, wie auch alle anderen Ausführungsformen, weist also im Gegen¬ satz zu den bekannten Schraubzwingen keine weitere Gegendruck¬ platte am Ende der Haltestange auf, die zum Anpressen an eine Arbeitsfläche dienen würde.
Das Festspannen eines Werkstückes am erfindungsgemässen Arbeitsbock mit dem dazugehörenden Spannelement erfolgt folgendermassen: das freie Ende der Haltestange 40 wird in eine Haltearmdurchführung 5' im Auflageholm 1 gesteckt. Die Haltestange 40 kann in dieser Haltearmdurchführung 5' gleiten. Wird nun ein zu bearbeitendes Werkstück mittels der Schraub¬ spindel 42 auf den Auflageholm 1 gespannt, so verkantet die Haltestange 40 in der Haltearmdurchführung; das Spannelement und das Werkstück sind fixiert.
Der Auflageholm 1 weist demzufolge mindestens eine derartige Haltearmdurchführung 5' zur Aufnahme des Haltearmes 40 des Spannelementes 4 auf. Diese Haltearmdurchführung 5' besteht in der einfachsten Form aus einer Durchgangsöffnung im Auflage¬ holm 1. Sie kann vertikal oder horizontal angeordnet sein, so dass das zu bearbeitende Werkstück auf beliebige Art an den Auflageholmen des Arbeitsbockes gespannt werden kann.
Auflageholme sind bevorzugterweise aus Holz gefertigt. Um bei öfterem Gebrauch ein Ausreissen der Haltearmdurchführung 5' zu verhindern, wird diese mit einem metallenen oder aus einem harten Kunststoff gefertigten Verstärkungselement 6 verstärkt. Dieses Verstärkungselement 6 besteht aus einem Vierkantrohr¬ abschnitt mit einem angeschweissten, senkrecht abstehenden Kragen. Auch Gussteile mit angegossenem Kragen sind möglich. Der Vierkantrohrabschnitt befindet sich in der Durchgangs¬ öffnung der Haltarmdurchführung 5', wobei der Kragen an der Aussenseite des Auflageholmens 1 ansteht und an diesem an¬ geschraubt ist.
Weist der Auflageholmen eine Vielzahl derartiger Haltearm¬ durchführungen 5' auf, so ist die Montage dieser Verstärkungs¬ elemente 6 zeitaufwendig und entsprechend kostenintensiv. Deshalb werden in diesem Fall mehrere Haltearmdurchführungen 5' zu mindestens einer verstärkten, aus Metall oder einem harten Kunststoff gefertigten Haltearmdurchführungsschiene 5 zusammengefasst. Diese kann einfach und schneller am Holm befestigt werden. Die Befestigung erfolgt mit hierzu üblichen Mitteln 52.
In den Figuren 4 bis 7 sind verschiedene Ausführungsformen dieser Haltearmdurchführungsschiene 5 dargestellt.
Figur 4 zeigt eine Haltearmdurchführungsschiene 5, die aus einem Flacheisenstab 50 gefertigt ist, auf dem mehrere Paare von Distanzstücken 51 angeordnet sind. Die Haltearmdurch¬ führungsschiene 5 wird so an einer Seite des Auflageholms 1
befestigt, dass die Distanzstücke 51 auf der dem Flacheisen¬ stab 50 abgewandten Seite direkt am Auflageholm 1 anliegen. Die Distanz zwischen den Distanzstücken 51 eines Paares entspricht der Breite des einzuführenden Haltearmes 40 des Spannelementes 4. Die Oeffnungen, die jeweils auf einer Seite durch den Flacheisenstab, auf zwei Seiten durch die Distanz¬ stücke und auf der vierten Seite durch den Auflageholmen selber definiert sind, stellen die Haltearmdurchführungen dar. Die Grosse der Distanzstücke 51 kann beliebig gewählt werden. Beispielsweise kann sich zwischen den einzelnen Paaren eben¬ falls ein Abstand befinden, wie in der Figur 4 dargestellt ist. Die Distanzstücke 51 können auch so aneinandergereiht werden, dass sie zu jedem Nachbarn die erforderliche Distanz für die Einführung des Haltearmes 40 aufweisen.
Figur 5 zeigt eine weitere Ausführungsform der Haltearmdurch¬ führungsschiene 5. Sie ist aus zwei Flacheisenstäben 50 gefer¬ tigt, zwischen denen mehrere Paare von Distanzstücken 51 angeordnet sind. Die Distanz und die Anordnung der Distanz¬ stücke 51 ist analog zu dem in Figur 4 dargestelltem Beispiel. In Figur 5 ist die Variante aufgezeigt, in der die Distanz¬ stücke 51 mit jedem ihrer Nachbarn eine Haltearmdurchführung bilden. An den Enden der Haltearmdurchführungsschiene 5 kann je eine weitere Haltearmdurchführung 5'' angeordnet sein, die eine andere Einführrichtung als die übrigen, in der Schiene befindlichen Führungen aufweisen. Diese zusätzlichen Führungen 5'' sind aus einem Vierkantrohrabschnitt gebildet und sind auf die Enden der Haltearmdurchführungsschiene 5 aufgesetzt.
In Figur 6 ist eine Haltearmdurchführungsschiene 5 dar¬ gestellt, die aus einem Kastenprofil 53 gefertigt ist, in dem Haltearmdurchführungen angeordnet sind. Das Kastenprofil 53 weist an diesen Stellen Ausnehmungen auf. Die Haltearmdurch¬ führungen können sich horizontal und vertikal zur Längs¬ richtung der Schiene befinden. An der Schiene können sich, wie im vorherigen Beispiel, zusätzliche Führungen in der Form von getrennt angebrachten Vierkantrohrabschnitten befinden.
In Figur 7 ist eine Haltearmdurchführungschiene 5 dargestellt, die aus zwei parallelen Flacheisenstäben 50 mit dazwischen gehaltenen Vierkantrohrabschnitten 54 gefertigt ist. Die lichten Weiten der Vierkantrohrabschnitte bilden die Haltearm- durchführungsöffnungen 5' .
Die in den Figuren 5 bis 7 dargestellten Haltearmdurch- führungsschienen sind in einer Ausführungsform des Arbeits¬ bockes seitlich am Auflageholm angebracht.
In einer anderen Ausführungsform weist der Auflageholm eine Nut auf, in der die Haltearmdurchführungsschiene angeordnet ist. In diesem Fall weist der Auflageholm 1 Durchgangs¬ öffnungen auf, die mit den Haltearmdurchführungen der Schiene fluchten. Die Durchgangsöffnungen des Auflageholmens sind jedoch etwas grösser als diejenigen der Haltearmdurchführun¬ gen. Dadurch verkantet der Haltearm 40 nicht im weicheren Bereich des Auflageholmens. Sind horizontale und vertikale Haltearmdurchführungen erforderlich, so kann sich eine zweite
Nut mit Haltearmdurchführungsschiene so im Auflageholm 1 befinden, dass ihre Führungen senkrecht zu denjenigen der ersten Schiene liegen.
In Figur 1 ist noch eine weitere Ausgestaltungsform des multi¬ funktionalen Arbeitsbockes ersichtlich. Der Träger 2 weist, wie der Auflageholm 1, ebenfalls eine oder mehrere Haltearm¬ durchführungen 5'' auf. Die zugehörigen Spannelemente sind dieselben wie die des Auflageholmes. Zudem ist in Figur 1 ersichtlich, dass nicht nur erfindungsgemässe Spannelemente 4 eingesetzt werden können, sondern auch andere sich verkantende Elemente, beispielsweise Bankhaken 7.
Es wurde bereits eine einfache Ausführungsform eines schraub¬ zwingenartigen Spannelementes beschrieben. In Figur 3 ist ein weiteres Beispiel gezeigt. Bei diesem Spannelement ist der Spannarm 41 längenverstellbar. Hierfür ist er in einer Spannarmführung 43 verschiebbar, die am oberen Ende des Halte¬ armes 40 befestigt ist. Der Spannarm 41 weist auf zwei entge¬ gengesetzten Längsseiten Kerben auf, die senkrecht zur Längs¬ richtung des Spannarmes liegen. In oder ausserhalb der Spannarmführung 43 ist eine Feder angeordnet, die zusammen mit den Kerben eine die Gleitbewegung des Spannarmes 41 hemmende Wirkung erzielt, der Spannarm 41 verkantet sich in der Spannarmführung. Somit lässt er sich in vordefinierte Posi¬ tionen verschieben, in denen er verbleibt.
In weiteren, hier nicht dargestellten Ausführungsformen des Spannelementes ist die zum Festspannen notwendige Schraub¬ spindel durch einen Exzenter oder einen Zylinder mit Druckluft oder Hydraulik ersetzt.