Beschreibung
Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer m-pulsigen Wechselrichteranordnung, bestehend aus einem Master-Wechsel- richter und wenigstens einem Slave-Wechselrichter
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß dem Ober¬ begriff des Anspruchs 1. Ein solches Verfahren ist durch die EP 0 489 971 AI bekannt.
Durch die verschiedenen Schaltzeiten der steuerbaren Halblei¬ terventile entstehen bei der Parallelschaltung von Wechsel- richterzweigpaaren zusätzliche Belastungen durch Ausgleichs¬ ströme, die die speisende Gleichspannungsquelle durch die gleichsinnig gesteuerten Wechselrichterzweige treibt. Diese Ausgleichsströme müssen durch Zusatzmaßnahmen begrenzt bzw. vermieden werden.
Die unsymmetrische Aufteilung der Ströme kann folgende Gründe haben:
Unterschiedliche Durchlaßspannungen der Leistungs¬ halbleiterschalter, unterschiedliche Schalt- und/oder Verzögerungszei- ten der Leistungshalbleiterschalter, der Impuls¬ bildung und der Impulsverstärker, unterschiedliche Sperrschichttemperaturen der Lei¬ stungshalbleiterschalter infolge der unsymmetri¬ schen Belastung bzw. Kühlung.
Zur Symmetrierung der Aufteilung der Ströme können folgende Maßnahmen getroffen werden:
Vorselektierung der Leistungshalbleiterschalter, so daß nur Halbleiter mit ähnlichem Durchlaß- und
Schaltverhalten verwendet werden. Die Vorselektie¬ rung ist mit zusätzlichem Aufwand verbunden und ist
deshalb in der Praxis für die Fertigung und Lager¬ haltung nachteilig.
Die Entkopplungsdrosseln werden genutzt, um die Unterschiede in den Strömen zu reduzieren. Eine gleichmäßige Stromaufteilung durch Vorberechnung der erforderlichen Spannungszeitfläche der Quer- drosseln erfordert aber eine genaue Kenntnis der Streuungsgrenzen der Schaltverzugszeiten, der Durchlaßspannungen der Leistungshalbleiterschalter und ihrer Last- und Temperaturabhängigkeit.
Bei dem in der eingangs genannten EP 0 489 971 AI beschriebe¬ nen Verfahren wird zunächst die Stromdifferenz ermittelt, wobei die Phasenströme eines Master-Wechselrichters und die Phasenströme eines Slave-Wechselrichters verwendet werden. Diese ermittelten Phasenstrom-Istwertdifferenzen dienen zur Erzeugung von Steuersignalen für den Slave-Wechselrichter. Dabei werden in Abhängigkeit der Polarität und der Amplitude dieser Phasenstrom-Istwertdifferenzen die Steuersignale des Wechselricht.ersteuersatzes derart zeitlich verzögert, daß sich die Phasenstrom-Istwertdifferenzen verringern. Diese erzeugten Steuersignale steuern den Slave-Wechselrichter an, während Steuerimpulse des Wechselrichtersteuersatzes den Master-Wechselrichter ansteuern.
Da die vom Wechselrichtersteuersatz bestimmten Schaltzeit¬ punkte nicht im voraus bekannt sind, ist ein Regeleingriff in der Form eines verfrühten Schaltens nicht möglich. Daher besteht nur die Möglichkeit einer Verzögerung der Schaltbefehle. Diese Zeitverzögerung, die in Abhängigkeit der Polarität und der Amplitude von ermittelten Phasenstrom- Istwertdifferenzen bestimmt wird, wird beim Ausschalten und beim Einschalten bewerkstelligt.
In dem DE-Patent 40 23 207 wird ein Verfahren zum Betrieb von an eine gemeinsame Gleichspannungsquelle angeschlossenen, mit ihren aus Halbleiterschaltern gebildeten Zweigen im Parallel-
betrieb arbeitenden Wechselrichtern, die jeweils über eine Drosselspule eine gemeinsame Last speisen, bei dem die auf¬ grund ungleicher Schaltzeiten der Halbleiterschalter auftre¬ tenden Ausgleichsströme begrenzt werden können, angegeben. Dabei werden die Ströme durch die jeweils parallel geschalte¬ ten Wechselrichterzweige erfaßt, und es wird aus den Strom¬ werten ein Mittelwert gebildet. Dieser Mittelwert der Ströme wird jeweils mit den Stromwerten der einzelnen Wechselrich¬ terzweige verglichen. Entsprechend der Abweichung des jewei- ligen Stromwertes vom Mittelwert über eine vorgebbare Band¬ breite hinaus werden die Einsatzpunkte und/oder die Endzeit¬ punkte der Zündimpulse für die Halbleiterschalter der einzel¬ nen Wechselrichterzweige derart vorverlegt oder verzögert, daß eine Symmetrierung der durch die Wechselrichterzweige fließenden Ströme erfolgt. Grundsätzlich wird für alle Halb¬ leiterschalter in den Wechselrichterzweigen, deren Stromwerte innerhalb der um den Mittelwert vorgegebenen Bandbreite liegen, auch der Einsatzpunkt der Zündimpulse um eine vorge¬ gebene Zeit verzögert und/oder es wird auch der Endzeitpunkt der Zündimpulse um eine vorgegebene Zeit vorverlegt.
Bei diesen beschriebenen Verfahren werden je nach Polarität des Differenzstromes und nachdem, um welchen Leistungsschal¬ ter es sich handelt, wird die steigende oder die fallende Flanke des Steuersignals entsprechend verschoben. Während der Verzögerungszeit liegt die ZwischenkreisSpannung mit positi¬ vem oder negativem Vorzeichen zwischen Master und dem jewei¬ ligen Slave und baut den Differenzstrom ab. Um Brückenkurz¬ schlüsse zu vermeiden, müssen die oberen und unteren Ventile anschließend noch gegeneinander verriegelt werden.
Da die Verriegelung im Einzelgerät bereits vorhanden ist, wäre es von Vorteil, diese auch für die Parallelschaltung nutzen zu können. Läßt man die sogenannte Δ-I-Regelung auf die bereits verriegelten Steuersignale einwirken, wird bei den fallenden Flanken des Steuersignals die Verriegelungszeit verkürzt. Sie muß deshalb für einen sicheren Betrieb des
Leistungsteils um die maximale Verzögerung der Δ-I-Regelung verlängert werden. Dadurch entstehen allerdings hohe nicht zu tolerierende Verzerrungen des Ausgangsstromes.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß sich Regelein¬ griffe auf die steigenden Flanken nur auf die Mindestimpuls- zeit auswirken, nicht aber auf die Verriegelungszeit. Ver¬ zichtet man auf die Regelung der fallenden Flanke, würde ohne weitere Maßnahmen der Differenzstrom nur noch in einer Rich- tung beeinflußbar sein.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung der eingangs genannten Wechselrichteranordnung anzugeben, wodurch entstehende Strom- differenzen zwischen einem Master-Wechselrichter und einem Slave-Wechselrichter auf einfache Weise ausgeregelt werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. 2 gelöst.
Das heißt, man hat mit der Verzögerung entweder des Master- Wechselrichters oder des Slave-Wechselrichters erreicht, daß nur durch Verschiebung der steigenden Flanken des Ansteuersi- gnals der Differenzstrom in beiden Richtungen beeinflußt werden kann. Die fallenden Flanken werden jeweils direkt übernommen. Es ist damit möglich, die verriegelten Steuersi¬ gnale des Wechselrichtersteuersatzes zu verwenden, ohne die Verriegelungszeit wegen der sogenannten Δ-I-Regelung verlän- gern zu müssen. Das Prinzip ist auch auf die Parallelschal¬ tung mehrerer Wechselrichter anwendbar.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung sind den Ansprü¬ chen 3 bis 6 zu entnehmen.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnung Bezug genommen, in der ein Ausführungsbeispiel einer Vorrich-
tung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens sche¬ matisch veranschaulicht ist.
Figur 1 zeigt eine Ausführungsform einer Vorrichtung zur Steuerung einer Wechselrichteranordnung,
Figur 2 zeigt ein Blockschaltbild einer Parallelschalt-
Baugruppe nach Figur 1, und in Figur 3 ist ein Impulsdiagramm dargestellt.
Die Figur 1 zeigt eine Wechselrichteranordnung 2, die ein- gangsseitig mit einer Gleichspannung Uz gespeist wird. Diese Wechselrichteranordnung 2 besteht aus einer Parallelschaltung eines Master-Wechselrichters 4 und eines Slave-Wechselrich- ters 6. Die Ausgänge jedes Teilwechselrichters 4 und 6 sind jeweils mit einer Drosselspule
'^ M' -^-'SM' ^'TM.' ^-'RS ' ^'SS
unc^
LTS versehen. Als Drosselspule L^,LgM'
LTM bzw. LRg,Lss
L s kön- nen jeweils Drehstromdrosseln verwendet werden. Außerdem kön¬ nen die Drosselspulen
Saugdrossel ausgebildet sein. Die Phasenleiter des Master- Wechselrichters 4 und die Phasenleiter des Slave-Wechselrich- ters 6 sind phasenmäßig elektrisch parallel geschaltet. An den phasenmäßig parallel geschalteten Leitern ist eine Induk¬ tionsmaschine 8 angeschlossen. Als Induktionsmaschine ist eine dreiphasige Asynchronmaschine vorgesehen, und die Teil- Wechselrichter 4 und 6 sind als sechspulsige Brückenschaltun¬ gen ausgeführt.
Diese Wechselrichteranordnung 2 hat einen Wechselrichtersteu- ersatz 10, der eingangsseitig mit einem Steuervektor ugj- beaufschlagt wird. Dieser Steuervektor ug wird in einer nicht näher dargestellten Regelungseinrichtung in Abhängig¬ keit von Prozeßdaten erzeugt. Der Wechselrichtersteuersatz 10 erzeugt mit bekannten Steuerverfahren sechs Steuersignale Sχ,...,S , die mit einer nachgeschalteten Parallelschalt- Baugruppe 12 verknüpft sind. Ein Blockschaltbild der Paral¬ lelschalt-Baugruppe 12 ist in der Figur 2 näher dargestellt. An jeweils sechs Ausgängen dieser Parallelschalt-Baugruppe 12
stehen Steuersignale SlM' - - - > s6K un<^ slS'-*-'S6S an- D:Le Ausgänge mit den Steuersignalen S^^, ... ,Sς^ sind mit den Steuereingängen des Master-Wechselrichters 4 und die Ausgänge mit den Steuersignalen Sis» • • • 'S6S sind mit den Steuereingän- gen des Slave-Wechselrichters 6 verbunden.
Die Parallelschalt-Baugruppe 12 ist eingangsseitig auch noch mit Stromwandlem 14,16,18,20,22 und 24 elektrisch leitend verbunden. Die Stromwandler 14,16 und 18 sind jeweils in den Phasenleitern des Master-Wechselrichters 4 angeordnet und erfassen jeweils einen Phasenstrom-Istwert IRM^SM^TM- °ie Stromwandler 22 und 24 sind jeweils in den Phasenleitern des Slave-Wechselrichters 6 angeordnet und erfassen jeweils einen Phasenstrom-Istwert IRS» ISS' ITS*
Die Figur 2 zeigt ein Blockschaltbild der Parallelschalt- Baugruppe 12 nach Figur 1. Dieses Blockschaltbild zeigt den inneren Aufbau der Parallelschalt-Baugruppe 12. Diese Pa¬ rallelschalt-Baugruppe 12 enthält bei einer dreiphasigen Wechselrichteranordnung 2 mit zwei Teilwechselrichtern 4 und 6 drei Auswerteschaltungen 26, 28 und 30. Von diesen drei identischen, den einzelnen Phasen R, S und T zugeordneten Auswerteschaltungen 26, 28 und 30 ist nur die Schaltung 26 im einzelnen dargestellt. Sie wird auch hier alleine näher erläutert:
Der Auswerteschaltung 26 wird eingangsseitig der Phasenstrom- Istwert IRM des Master-Wechselrichters 4, der Phasenstrom- Istwert IRS des Slave-Wechselrichters 6 und die Steuersignale S und S4 einer Phase R des Wechεelrichtersteuersatzes 10 zugeführt. An den Ausgängen dieser Auswerteschaltung 26 stehen die Steuersignale Sη^ und S^ einer Phase R für den Master-Wechselrichter 4 und die Steuersignale Sι_s und S42 einer Phase R für den Slave-Wechselrichter 6 an. Aus den Phasenstrom-Istwerten IRM und IRS wird mittels eines Diffe¬ renzbildners 32 eine Phasenstrom-Istwertdifferenz ΔlR ermit¬ telt. Diese Phasenstrom-Istwertdifferenz ΔIR wird einer
Einrichtung 34 zugeführt, an deren Ausgängen ein Betragssi¬ gnal VZRB und ein Vorzeichensignal VZRV anstehen. Das Be¬ tragssignal VZRB wird einer ersten und einer zweiten Ver¬ schiebeeinrichtung 36 und 38 zugeführt. Ausgangsseitig ist jede Verschiebeeinrichtung 36 und 38 mit einer Umschaltein¬ richtung 40 und 42 verbunden. Ausgangsseit'ig sind diese Umschalteinrichtungen 40 und 42 mit den Ausgängen der Auswer¬ teschaltung 26 verknüpft.
Die Einrichtung 34 zur Generierung des Betragssignals VZRB und des Vorzeichensignals VZRV weist eingangsseitig einen Vergleicher 44 und ausgangsseitig einen Analog-Digital-Wand¬ ler 46 auf. Der Ausgang des Vergleichers 44 ist über einen Regler 48 mit dem Eingang des Analog-Digital-Wandlers 46 verknüpft. Dieser Regler 48 ist im einfachsten Fall ein Proportionalregler. Am nicht-invertierenden Eingang des Vergleichers 44 steht eine Phasenstrom-Sollwertdifferenz ΔIR* an, die im allgemeinen zu Null gewählt wird. Am invertieren¬ den Eingang des Vergleichers 44 steht die ermittelte Phasen- strom-lstwertdifferenz ΔIR an. Das Reglerausgangssignal VZR entspricht der zu realisierenden Verschiebung der Einschalt- flanken der Steuersignale S^ und S4. Dieses Reglerausgangssi¬ gnal VZR wird mittels des Analog-Digital-Wandlers 46 digita¬ lisiert und in ein Betragssignal VZRB und ein Vorzeichensi- gnal VZRV getrennt. Ebenso wäre es möglich, die AD-Wandlung vorzuverlegen und bereits den Regler 48 und/oder den Diffe¬ renzbildner 44 digital auszuführen.
Als Verschiebeeinrichtung 36 und 38 ist jeweils ein Rück- wärtszähler vorgesehen. Jeweils der Setzeingang 50 der Rück¬ wärtszähler 36 und 38 ist mit dem Betragsausgang 52 der Einrichtung 34 verknüpft. Der Starteingang 54 des Rückwärts¬ zählers 36 ist mit dem Eingang 56 der Auswerteschaltung 26 verbunden, an dem das Steuersignal S]_ des Wechselrichtersteu- ersatzes 10 ansteht. Der Starteingang 54 des Rückwärtszählers 38 ist mit dem Eingang 58 der Auswerteschaltung 26 verbunden, an dem das Steuersignal S4 des Wechselrichtersteuersatzes 10
ansteht. Jedem Rückwärtszähler 36 und 38 wird ein Clock- Signal CLK zugeführt. Ausgangsseitig ist der Rückwärtszähler 36 bzw. 38 mit der Umschalteinrichtung 40 bzw. 42 verknüpft. Die Umschalteinrichtung 40 bzw. 42 ist außerdem mit dem Eingang 56 bzw. 58 der Auswerteschaltung 26 verbunden. Der Steuereingang 60 der Umschalteinrichtung 40 bzw. 42 • ist mit einem Vorzeichenausgang 62 der Einrichtung 34 verbunden. In Abhängigkeit des Vorzeichensignals VZRV wird das verzögerte Steuersignal Sη_v bzw. S4V dem Master-Wechselrichter _4 bzw. dem Slave-Wechselrichter 6 zugeführt, wobei jeweils dem anderen Wechselrichter 6 bzw. 4 das Steuersignal Si bzw. S4 des Wechselrichtersteuersatzes 10 zugeführt wird. Die Verscheibeeinrichtungen 36 und 38 und die Umschalteinrich¬ tungen 40 und 42 können durch wenigstens einen programmier- baren Logikbaustein realisiert werden.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform kann die Parallelschalt-Baugruppe 12 ein Mikrorechner sein, wobei dieser Mikrorechner die drei Auswerteschaltungen 26, 28 und 30 verwirklicht oder für jede Auswerteschaltung 26, 28 und 30 ist jeweils ein Mikrorechner vorgesehen.
Anhand des Impulsdiagramms gemäß Figur 3 wird die Funktions¬ weise der Auswerteschaltung 26 näher erläutert:
Die Auswerteschaltung 26 berechnet aus den Phasenstrom-Ist¬ werten Ijφj und IRS der Wechselrichter 4 und 6 zunächst eine Phasenstrom-Istwertdifferenz ΔIR, die dem Regler 48 zugeführt wird. Das Reglerausgangssignal VZR entspricht der zu reali- sierenden Verschiebung des Steuersignals S^ und S4 der Phase R des Wechselrichtersteuersatzes 10. Dieses Reglerausgangssi¬ gnal VZR wird anschließend digitalisiert und in ein Betrags¬ signal VZRB und ein Vorzeichensignal VZRV aufgetrennt. Die beiden Rückwärtszähler 36 und 38 werden jeweils in der Ausphase des zugehörigen Stromrichterventils der Wechselrich¬ ter 4 und 6, hier gekennzeichnet durch den Low-Zustand des Steuersignals Sl (Figur 3b) bzw. S4, auf den Wert des Be-
tragssignals VZRB (Figur 3c) gesetzt. Sobald das -Steuersignal Sι_ (Figur 3b) bzw. S4 vom Low-Zustand in den High-Zustand wechselt, beginnt der Rückwärtszähler 36 (Figur 3c) bzw. der RückwärtsZähler 38 rückwärtszuzählen. Hat der Zähler 36 bzw. 38 den Wert Null erreicht, so wechselt das verzögerte Steuer¬ signal S]_v (Figur 3d) bzw. S4V vom Low-Zustand in den High- Zustand. Die Ausschaltflanke des Steuersignals S^ (Figur 3b) bzw. S4 wird vom verzögerten Steuersignal S^y (Figur 3d) bzw. S4V unverzögert übernommen. In dem dargestellten Fall wird das verzögerte Steuersignal S]_y als Master-Steuersignal S]^ (Figur 3f) und das Steuersignal S]_ des Wechselrichtersteuer¬ satzes 10 als Slave-Steuersignal S^g (Figur 3g) ausgegeben. Diese Verteilung des verzögerten Steuersignals S^y bzw. S4y auf den Master-Wechselrichter 4 bzw. Slave-Wechselrichter 6 geschieht in Abhängigkeit des Vorzeichensignals VZRV.
Durch die Verschiebung nur der Einschaltflanke entweder der Steuersignale
des Master-Wechselrichters 4 oder der Steuersignale Sιs- ---'
S6S des Slave-Wechselrichters 6 erreicht man, daß der Differenzstrom ΔlR,Δlg,Δlrp in beiden Richtungen beeinflußt werden kann. Somit ist es möglich, die verriegelten Steuersignale Sι,...,Sg des Wechselrichtersteu¬ ersatzes 10 zu verwenden, ohne die Verriegelungszeit wegen der sogenannten Δ-I-Regelung verlängern zu müssen. Dieses Prinzip ist auch auf die Parallelschaltung mehrerer Wechsel¬ richter anwendbar.
Bezugszeichenliste
2 Wechselrichteranordnung 4 Master-Wechselrichter, Teilwechselrich¬ ter
Slave-Wechselrichter, Teilwechselrich¬ ter
8 Induktionsmaschine, Asynchronmaschine
10 Wechselrichtersteuersatz
12 Parallelschalt-Baugruppe
14, ... .,24 Stromwandler
26,28, .30 Auswerteschaltung
32 Differenzbildner
34 Einrichtung
36,38 Verschiebeeinrichtung, Rückwärtszähler
40,42 Umschalteinrichtung
44 Vergleicher
46 Analog-Digital-Wandler
48 Regler
50 Setzeingang
52 Betragsausgang
54 Starteingang
56,58 Eingang
60 Steuereingang
62 Vorzeichenausgang uz Gleichspannung
Sη_, ... • - S6 Steuersignal
S1M' • ■ • • SöM Master-Steuersignal, Steuersignal des Master-Wechselrichters
S1S' • ■ "S6S Slave-Steuersignal, Steuersignal des Slave-Wechselrichters
IRM'ISM'ITM Phasenstrom-Istwert des Master- Wechselrichters
^S^SS^ S Phasenstrom-Istwert des Slave- Wechselrichters ust Steuervektor