Beschreibung
BehältnisfürSpeisen, insbesondere zum Servieren, Aufbewahren undTransportieren, und dazugehörigerVerbindungskörper
Die Erfindung bezieht sich auf ein Behältnis für Speisen, insbesondere zum Servieren, Aufbewahren und Transportieren von Speisen oder ähnlichem gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie auf einen Verbindungs- und Dichtungskörper gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 29.
Derartige Behältnisse dienen beispielweise dazu, Speisen in sich aufzunehmen, damit sie vom Herstellungsort, wie z.B. einer Großküche, zum Bestimmungsort transportiert werden können, wobei die in den Behältnissen aufgenommenen Speisen lange in dem Herstellungszustand gehalten werden sollen. A Bestim¬ mungsort angekoinmmen, werden die Speisen der Einfach¬ heit halber dann in den Behältnissen serviert.
Wegen der einfachen Handhabung werden solche Behältnisse heutzutage bei der Versorgung von Altenheimen, Krankenhäusern, Kantinen oder dergleichen eingesetzt. Darüberhinaus sind derartige Behältnisse als Verpackungsmaterial von sogenannten "fast food"- Essen bekannt. Das Behältnis ist hierbei als Einwegware ausgelegt.
Diese Behältnisse werden bislang in der Regel einstückig aus Kunstoff mit zumindest einer Falzlinie als Klappachse hergestellt, wodurch zwei Klappteile
geschaffen werden, die als Boden - bzw. Deckelteil des Behältnisses fungieren. Zur Aufnahme der Speisen sind diese Klappteile mit Aufbewahrungsabschnitten in Form von Vertiefungen versehen, die durch Stege voneinander getrennt sind. Eines der beiden Teile, häufig das Bodenteil, ist mit einem Einfassungsabschnitt ausgestattet, über den durch Aufnahme des entspre¬ chenden anderen Teils ein Abschluß des Behältnissess nach außen erfolgt.
Im zusammengeklappten Zustand werden das Boden- und das Deckelteil dann durch eine Schließvorrichtung gesichert gehalten. Eine einfache oft verwendete Schließvorrichtung besteht z.B. aus sich jeweils vom Rand des Deckels - bzw. des Bodenteils wegerstreckenden Vorεprüngen, wobei einer der Vorsprünge zur Ausbildung einer Art Lasche mit einem Schlitz versehen ist, um den anderen Vorsprung darin aufnehmen zu können.
Solche Behältnisse sind nur einmal verwendbar, so daß enorme Abfallmengen anfallen. Da derartige Behältnisse ferner in der Regel aus leicht zerbrechlichem Material, wie z.B. geschäumtem Polystorol, hergestellt werden, und einer der Vorspünge von einer im wesentlichen horizontalen Ebene in eine im wesentlichen vertikale Ebene gedrückt werden muß, ist die Lasche an der Knickstelle oft zu hoch beansprucht. Teilweise bricht dann die Lasche beim Öffnen vollständig ab.
Nachteilig an diesen herkömmlichen Behältnissen für Speisen ist demnach, daß die über die eben dargestellte Schließvorrichtung zusammengehaltenen Klappteile keine optimale Dichteigenschaften aufweisen, und daß die Schließvorrichtung und das Behältnis insgesamt in der
Regel nur einmal verwendbar ist und als Einwegschale eingesetzt wird.
Man könnte zwar solche Behältnisse auch aus mehrfach verwendbarem Material, wie z.B. Keramik, herstellen. Dies erfordert jedoch einen hohen Herstellungs-Aufwand in Form von separaten Formen für das Deckel- und das Bodenteil.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Behältnis für Speisen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 zu schaffen, das als Mehrwegschale verwendbar ist, dabei jedoch einfach und wirtschaftlich herstellbar ist und nach wie vor einen guten Abschluß der Speisen nach außen gewährleistet. Eine weitere Aufgabe besteht darin, einen wirtschaftlich herstell¬ baren und dauerhaft einsetzbaren Verbindungskörper zu schaffen, mit dem Speisenbehältnisse einfach und sicher zusammengestellt werden können.
Diese Aufgabe hinsichtlich des Behältnisses wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und hinsichtlich des Verbindungskörpers mit den Merkmalen des Anspruchs 29 gelöst.
Zum Verschließen und zum Abdichten des Behältnisses dient erfindungsgemäß ein zwischen Boden- und Deckelteil angeordneter Verbindungskörper, der um die zumindest eine als Aufbewahrungsabschnitt ausgebildete Vertiefung (in den Figs . 1 sind drei Vertiefungen in einer Schale dargestellt), läuft. Die feste Verbindung und auch die Abdichtung der einzelnen Vertiefungen gegeneinander erfolgt dadurch, daß der Querschnitt des Verbindungskörpers zumindest bereichsweise elastisch verformt wird. Durch diesen Verbindungskörper ist ein
luftdichter Abschluß der Speisen nach außen und auch untereinander gewährleistet, wodurch eine zusätzliche Schließvorrichtung nicht mehr benötigt wird. Darüberhinaus sind diese Einzelteile des Behältnisses leicht handhabbar und einfach voneinander zu trennen, so daß jedes Einzelteil seperat gereinigt werden kann und danach erneut einsatzbereit ist. Dadurch ist das erfindungsgemäße Behältnis für Speisen als Mehrweg¬ schale unproblematisch und wirtschaftlich verwendbar. Weil erfindungsgemäß keine Unterscheidung mehr zwischen Bodenteil und Deckelteil des Behätnisses getroffen wird, erhöht sich die Lebensdauer der Behältnisteile zusätzlich. Denn die Speisen können gleichermaßen im Deckel- und im Bodenteil geschnitten werden. Es gibt somit erfindungsgemäß kein Behältnisteil, das einer erhöhten Kratz- und/oder Schnittbeanspruchung durch Besteck ausgesetzt wäre.
Ferner wird z. B. der Verbindungskörper vorzugsweise in Form eines Dichtungsrings ausgebildet, wodurch das Behältnis im zusammengefügten Zustand nach außen hin vollständig abgedichtet werden kann. Darüberhinaus bildet das Behältnis mit einem vollständig abdichtenden Dichtungsring eine besonders stabile Einheit, so daß das Behältnis gut handhabbar und einfach zu transportieren ist.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Auf vorteilhafte Weise kann das Boden- und Deckelteil gemäß Anspruch 2 identisch geformt sein, wobei beim Zusammenfügen das Deckelteil in Überkopflage gebracht wird. Die identische Ausbildung des Boden- und des Deckelteils hat den Vorteil, daß nur eine Form für die
Herstellung benötigt wird. Das geformte Teil kann doppelfunktionell entweder als Boden- oder Deckelteil verwendet werden. Somit können die Herstellungskosten extrem niedrig gehalten werden, auch wenn teurere, mehrfach verwendbare Materialien zum Einsatz kommen. Dabei weist die identische Ausbildung des Boden- und Deckelteils den zusätzlichen Vorteil auf, daß im Falle eines Verlustes oder Zerstörung, insbesondere von mehreren Deckelteilen, die verbleibenden Bodenteile erneut zu einem einsatzfähigen Behältnis zusammen- gestellt werden können. Ebenso muß bei der Rückführung nicht auf zahlenmäßige Gleichheit von Boden- bzw. Deckelteilen geachtet werden. Darüber hinaus wird durch die identische Ausbildung eine einfache Stappelbarkeit erzielt, so daß die Boden- bzw. Deckelteile bei Nichtbenutzung raumsparend gelagert werden können.
Die Ausbildung des Querschnittsprofils des Dichtrings ist auf verschiedene Arten denkbar. Es erweist sich aber als besonders vorteilhaft, den Dichtungsring mit einem H-Querschnittsprofil gemäß Anspruch 3 zu versehen, weil damit auf einfacher Weise die Möglichkeit geschaffen wird, den Einfassungsrand des Boden-Deckelteils zwischen den Schenkelabschnitten des H-Querschnittprofil des Dichtungsrings einzubringen und gemäß Anspruch 4 formschlüssig aufzunehmen. Das H- Querschnittsprofil schafft somit eine exakte gegenseitige Lagepositionierun.g der zusammengehaltenen Teile, und zwar ohne zusätzliche Führungseinheiten, wie z.B. Führungsstifte.
Werden die Wandabschnitte der zumindest einen Vertiefung gemäß dem Anspruch 5 so ausgelegt, daß sie sich zum Boden des Boden- oder Deckelteils verjüngen, so dient diese Formgebung zum einen zur einfachen
Entnahme der Speisen aus den Vertiefungen und zu einer besseren Entformung bei der Herstellung. Gleichzeitig wird jedoch durch diese Randgestaltung der Vertiefung ein radial nach innen gerichteter Zug auf den Steg des H-Querschnitts ausgeübt, woduch die Teile des • Behältnisses sicher aneinander gehalten und fixiert werden.
Die radiale Einspannung der Behältnisteile wird somit gemäß Anspruch 6 damit erzielt, daß die Schenkelabschnitte des H-Querschnittsprofils durch die Schrägung der einfassenden Wandabschnitte elastisch verformt werden, wodurch sich der Abstand der unteren bzw. oberen Schenkelabschnitte vergrößert. Die Schenkelabschnitte versuchen aber wegen ihrer elastischen Verformung der zwangsweise auferlegten Aufweitung entgegenzuwirken, wodurch die Schenkelabschnitte den Steg des H-Querschnitts unter Zug setzen. Der Einfassungsrand stützt sich dabei zwischen den Schenkelabschnitten des H-Querschnitts auf der einen Seite mit seiner seitlichen Stirnfläche an dem äußeren Schenkelabschnitt ab und auf der anderen Seite mit seinem abgeschrägtem Wandabschnitt an dem elastisch verformten Schenkelabschnitt ab. Darüberhinaus wird durch die Schrägung der Wandabschnitte hervorgerufene Spannung gewährleistet, daß der Einfassungsrand mit dem Dichtungsring in einen vollständig dichtenden Anlagekontakt kommt, womit das Behältnis hermetisch und luftdicht verschließbar ist.
Wird der Dichtungsring einer zusätzlichen Weiterbildung gemäß Anspruch 7 mit besonderen Verriegelungsabschnitten im Bereich der außenliegenden Dichtungsschenkel versehen, so kann auf einfache Weise die Haltefunktion zum Zusammehalten des Boden- und des
Deckelteils verbessert werden. Hierzu wird der außen¬ liegende Dichtungsring gemäß Anspruch 8 derart ausgestaltet, daß die Außenumfangsoberflachen der Dichtungsschenkel V-förmig, vorzugsweise mit einem Neigungswinkel von 10° zur Vertikalen, aufeinander zulaufen. Darüber hinaus wird der außenliegende Dichtungsschenkel der Verriegelungsabschnitte des Dichtungsrings gemäß Anspruch 9 innenseitig mit Vorsprüngen versehen, die jeweils mit dem Steg des H- Profils Mulden ausbilden, in die der Einfassungsrand des Boden- bzw. Deckelteils zur Verriegelung aufgenommen werden kann. Mit dieser weiteren Ausgestaltung des Dichtungsrings wird ein ungewolltes Öffnen des Behältnisses insbesondere dann verhindert, wenn der Dichtungsring so ausgestaltet wird, daß die außenliegenden Dichtungsschenkel vorzugsweise im Verriegelungsabschnitt härter ausgebildet sind als der übrige Teil des Dichtungsrings . Dadurch kann eine Art Schnappverbindung bzw. Schnappverschluß hergestellt werden.
Die Weiterbildung eines gemäß der Ansprüche 7 bis 9 beschriebenen Dichtungsrings kann auch so ausgebildet sein, daß zusätzlich zu dem Schnappverschluß gemäß Anspruch 10 die der Vertiefung zugewandten Schenkelabschnitte zur Vertiefung hin ausgelenkt werden, so daß erneut die inneren Schenkelabschnitte des Dichtungsrings elastisch verformt und unter Zug gesetzt werden, wodurch die gesamte Haltewirkung des Dichtungsrings erneut verbessert und gesteigert wird.
Vorzugsweise sind entsprechend der Weiterbildung nach Anspruch 9 an diesen Verriegelungsabschnitten innenseitig Vorsprünge ausgebildet, die zum Einrasten des Einfassungsrandes des Bodenteils mit dem äußeren
Schenkel des H hinter den Einfassungsrand schnappen. Hierdurch wird das Deckelteil nach unten gezogen und dabei formschlüssig mit dem Bodenteil verriegelt, wobei der Einfassungsrand des Bodenteils zur Verriegelung in die Mulde eingreift. Die Mulde kann zusätzlich auch in Längsrichtung des Einfasungsrandes ausgeformt werden, um die Voraussetzung dafür zu schaffen, daß der Einfassungsrand des Bodenteils am entsprechenden Verriegelungsbereich etwas breiter gestaltet werden kann, wodurch auch bei herstellungsbedingten Maßabweichungen eine zuverlässige Schnappverbindung bereitgestellt wird.
Ist der Verriegelungsabschnitt gemäß Anspruch 12 lediglich an den Teilabschnitten vorgesehen, an denen das Behältnis zum Öffnen angefaßt wird, wird das Öffnen des Behältnisses erleichtert. Es hat sich gezeigt, daß diese Art der Verriegelung insbesondere dann eine ausreichend hohe Dichtkraft über den ganzen Umfang sicherstellt, wenn der Werkstoff für das Deckelteil fester gewählt wird, beispielsweise aus der Gruppe der Polypropylene. Insbesondere wird gemäß Anspruch 12 durch Vorliegen der Verriegelungsabschnitte lediglich an Teilabschnitten der Seitenränder erreicht, daß bei gegebenenfalls auftretenden Zwängungen insbesondere in den Eckenbereichen das Öffnen des Behälters nicht beeinträchtigt wird. Ebenfalls wird durch diese Maßnahme gewährleistet, daß der Benutzer des erfin¬ dungsgemäßen Behälters beim Öffnen nicht zusätzlich umgreifen muß, um die noch in der Schnappverbindung verbleibenden Teilabschnitte des Einfassungsrandes ebenfalls zu lösen.
Mit der Weiterbildung des Anspruchs 13 ergibt sich eine sehr effektive und einfache Methode des Öffnens des
Behältnisses selbst für den Fall, daß sich bei Abkühlung des Innenraums bzw. der Abteilungen im Behältnis ein Unterdruck entwickeln sollte. Durch die Ausnehmung bzw. das Loch im Deckelteil und im Dichtungsring kann sehr einfach beim Ansetzen der Hand ein Daumen eingeführt werden, der sich dann am Bodenteil abstützt, woraufhin die beiden Teile des Behältnisses quasi auseinander gehebelt werden können. Es hat sich gezeigt, daß für eine solche Vertiefung regelmäßig genügend Platz insbesondere dann verbleibt, wenn Behältnisse mit mehreren Vertiefungen vorgesehen sind. In diesem Fall wird dann bevorzugterweise der randseitige Zwickelraum zwischen benachbarten Vertiefungen für die Ausbildung des Lochs genutzt.
Das vorstehend beschriebene Öffnen des Behältnisses wird mit der Weiterbildung gemäß Anspruch 14 noch weiter erleichtert. Die Noppe ragt in das Loch hinein, wenn das Behältnis geschlossen ist. Dadurch wird nicht nur eine fluchtende Positionierung der Behälterteile sichergestellt, sondern eine Stützfläche für den Daumen, die einen verringerten Abstand vom oberen Rand des gegenüberligenden Lochs hat. Mit dieser vorteilhaften Weiterbildung ist gewährleistet, daß auch Anwender des Behältnisses, die beispielsweise längere Fingernägel oder einen größeren Daumen haben, keine Schwierigkeiten bekommen, das Behältnis zu öffnen. Darüberhinaus kann mit diesem zum Öffnen des Behältnisses vorteilhaften Zusammenwirken der Noppe und des Lochs, der Zwickelbereich kleiner gestaltet werden, da auch das Loch und dementsprechend die Noppe kleiner gehalten werden können, ohne daß dabei die Bedienungsfreundlichkeit hinsichtlich des Öffnens des Behältnisses darunter leidet.
Ist der außenliegende Dichtungsschenkel gemäß Anspruch 15 mit einer Lasche versehen, so können die Finger des Anwenders diese Laschen hintergreifen, was das Öffnen des Behältnisses zusätzlich unterstützt und vereinfacht. Die Lasche bildet eine ausreichend große Stützfläche für den Zeigefinger, so daß auch von schwächeren Personen, wie z.B. Senioren eine ausreichend große Kraft aufgebracht werden kann, um die Verriegelung zu lösen.
Mit der Weiterbildung des Anspruchs 16 wird das Öffnen zusätzlich unterstützt, indem symmetrische Öffnungskräfte auf die Behältnisteile aufgebracht werden können. Die Laschen können von den Fingern des Anwenders mit Leichtigkeit hintergriffen werden.
Werden die Laschen am Dichtungsring gemäß Anspruch 17 seitlich zu den Löchern gegensinnig versetzt angeordnet, so ist das Deckelteil mit Dichtungsring beim Öffnen durch Hintergreifen der Laschen auf einfache Weise waagrecht abnehmbar, ohne Gefahr zu laufen, daß das Deckelteil nach dem schlagartigen Entriegeln des Hintergriffs zu schnell vom Bodenteil wegkippt. Denn die betreffenden, beim Öffnungsvorgang an den Verriegelungsabschnitten angreifenden Kräftepaare erzeugen entgegengerichtete Momente, die sich beim Abheben des Deckelteils kompensieren.
Das Lösen der Veriegelungsabschnitte vom Einfassungsrand des Bodenteils kann mit der Weiterbildung gemäß Anspruch 18 weiter begünstigt werden. Denn der Dichtungsschenkel kann im Bereich des Verriegelungsabschnitts leichter durch Anpacken an der Lasche nach außen gezogen bzw. gebogen werden.
Mit der Weiterbildung gemäß Anspruch 19 wird erreicht, daß das Boden- bzw. Deckelteil mehrfach eingesetzt werden können, ohne dabei bei dem zur Wiederaufbereitung benötigten Rückführungs- und Reinigungsschritten geschädigt zu werden.
Wenn das Boden- bzw. Deckelteil aus Melamin-Harz herge¬ stellt wird, ergeben sich relativ niedrige Produktionskosten und der weitere Vorteil, daß bei einer Mehrmuldenschale die zwischen zwei Vertiefungen ausgebildeten Stege mit der gleichen Höhe wie der Einfassungsrand ausgebildet werden können, was der Abdichtung der Vertiefungen untereinander zugute kommt, ohne den Verbindungskörper komplexer ausbilden zu müssen.
Die Weiterbildung nach Anspruch 21 hat den Vorteil, daß wenn der Steg im wesentlichen die gleiche Höhe wie der Einfassungsrand hat, der Dichtungsring nicht mit unterschiedlichen Ausgleichsabschnitten versehen werden muß, um eine vollständige Abdichtung zu gewährleisten.
Vorteilhafterweise besteht der Verbindungs- und Dichtungsring gemäß 22 aus Siliconkautschuk, da Siliconkautschuk einen "Memor "-Effekt aufweist, einfach zu reinigen ist, gegenüber Gummi z.B. länger lagerbar ist und den Lebensmittelaufbewahrungsvor¬ schriften für Speisen für längere Verweildauer genügt. Darüberhinaus ist Siliconkautschuk bis zu 180°C temperaturbeständig, so daß eine Reinigung mit herkömmlichen Spülmaschinen bewerkstelligt werden kann, ohne daß eine Formveränderung des Dichtungsrings eintritt.
Wird der Dichtungsring vorteilhafterweise einstückig und ringförmig geschlossen ausgebildet, so ist eine einfache Handhabung gewährleistet. Insbesondere ist damit gewährleistet, daß, wenn ein Teil des Behältnisses zusammengefügt ist, der übrige Teil gleichzeitig damit ausgerichtet ist.
Eine weitere Öffnungsvariante des Behälters kann darin gesehen werden, daß der Dichtungsring gemäß den Ansprüchen 24 und 25 an ausgewählten Stellen des Außenumfangs mit Grifflaschen versehen ist, die zu beiden Seiten des Behältnisses seitlich vorstehen und vorzugsweise symmetrisch zu einer Mittelebene der Behältniskontur liegen. Zum Öffnen des Behältnisses sind die Grifflaschen verbindbar ausgelegt. Damit wird für bestimmte Personengruppen ein Hintergreifen der äußeren Dichtungsschenkel zum Öffnen des Behälters nicht mehr benötigt, so daß damit auf die einzelnen Bedürfnisse des Benutzers eingegangen werden kann.
Sollten mit dem erfindungsgemäßen Behälter Speisen über einen längeren Zeitraum warm gehalten werden, so ist es gemäß Anspruch 26 von Vorteil, die Boden- bzw. Deckelteile jeweils mit zumindest einem Isolierkörper zu versehen. Diese Isolierkörper sind von dem Boden- bzw. Deckelteil abnehmbar, um beispielsweise wirtschaftlich gegenüber herkömmlichen Systemen sein zu können. Die Möglichkeit, die Isolierkörper von den Boden- bzw. Deckelteilen abzutrennen, stellt dem Benutzer anheim, ob er beispielsweise bei kurzen Distanzen die Isolierkörper verwenden soll. Die Isolierkörper sind derart gestaltet, daß sie gemäß Anspruch 27 jeweils das Boden- bzw. Deckelteil umfassen bzw. vollständig umfassen und mit ihren inneren Oberflächen der Kontur des Boden- bzw. Deckelteils
folgen. Auch hier kann eine vorteilhafte identische Ausbildung des Boden- bzw. Deckelteils voll zum tragen kommen, da sowohl für das Boden- bzw. Deckelteil jeweils nur ein Isolierkörper hergestellt werden muß. Alle Vorteile, die im Zusammenhang mit der Identität des Boden- bzw. Deckelteils in Zusammenhang gebracht wurden, sind somit vollständig auf die Isolierkörper übertragbar. Besonders hervorzuheben ist, daß die Schräge der Vertiefungen den Nebeneffekt einbringt, daß die einzelnen Speisen mittels der Isolierkörper voneinander isoliert werden können. Vorzugsweise werden die Isolierkörper mittels einer Schäumtechnik beispielsweise aus Polystyrol hergestellt, die außen ummantelt und somit zum Transport geeignet sind. Weiter soll noch hervorgehoben sein, daß durch Anlagekontakt des Randbereichs der Isolierkörper an die abgeschrägte Außenumfangsoberflache des Dichtungsrings ein selbthemmender Haltemechanismus zum tragen kommt.
Eine weitere Erleichterung zum Öffnen des Behältnisses kann gemäß Anspruch 28 dadurch erreicht werden, daß, wenn insbesondere nur eine Vertiefung im Behältnis vorgesehen und somit kein Zwickelbereich zwischen mehreren Vertiefungen vorhanden ist, der Steg des Querschnittprofils verbreitert wird und ein Loch im verbreiterten Steg als auch im entsprechend verbreiterten Einfassungsrand des Deckelteils ausgebildet wird. Der entsprechende Einfassungsrand des Bodenteils kann dann ebenfalls verbreitert ausgebildet und gegebenenfalls mit einer Noppe versehen sein.
Im folgenden werden anhand der Zeichnungen bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Explosionsdarstellung eines Behältnisses für Speisen gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 im vergrößerten Maßstab eine Querschnittsansicht des Dichtungsrings im ent¬ spannten Zustand;
Fig. 3 eine Querschnittsansicht des Dichtungsrings im zusammengesetzten Zustand des Behältnisses für Speisen;
Fig. 4 eine Schnittansicht des Behältnisses im zusam¬ mengesetzten Zustand bei einer Schnittführung entlang der Schnittlinie I-I;
Fig. 5 eine Explosionsdarstellung des Behältnisses entsprechend einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 6 einen Teilabschnitt des Dichtungsrings gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 7 in vergrößertem Maßstab eine Querschnittsansicht des Dichtungsrings gemäß einer weiteren Ausführungsform im entspannten Zustand;
Fig. 8 einen Teilabschnitt des -Dichtungsrings gemäß der weiteren Ausführungsform;
Fig. 9 eine Schnittansicht des Behältnisses im zusammengesetzten Zustand bei einer
Schnittführung entlang der Schnittlinie I-I mit von beiden Seiten aufgesetzten Isolierkörpern;
Fig. 10 eine Querschnittsansicht des Dichtungsrings einer weiteren Ausführungsform im zusammengesetzten Zustand des Behältnisses für
Speisen.
Fig. 11 eine Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform des Behältnisses im zusammenge- setzten Zustand im Bereich des randseitigen
Zwickels eines Behältnisses mit mehreren Vertiefungen, bei einer Schnittführung entlang der Linie XI-XI in Figur 12 ;
Fig. 12 eine Ansicht des Dichtungsrings gemäß Fig. 11 von oben;
Fig. 13 die Einzelheit "X" gemäß Fig. 11 ; und
Fig. 14 eine perspektivische Ansicht des
Verriegelungsabschnitts der Ausführungsform gemäß Fig. 11 in Überkopflage des Dichtungsrings .
Fig. 15 eine Draufsicht des Dichtungsrings einer weiteren Ausführungsform, die einen verbreiterten Steg des H-Querschnittprofils aufweist.
Fig. 16 eine perspektivische Ansicht des Verriegelungsabschnitts mit einer weiteren Lasche, die am Einfassungsrand des Bodenteils angebracht ist.
Fig.17 ein Querschnittprofil eines Dichtungsrings einer weiteren Ausführungsform.
Fig. 18 den Dichtungsring gemäß Fig. 17 im eingebauten Zustand.
Wie in Fig. 1 gezeigt, weist das erfindungsgemäße Behältnis 1 ein Deckelteil 1A, ein identisch ausgebildetes Bodenteil IB und einen Verbindungskörper bzw. ein Verbindungselement 3 auf. Die identischen Boden- bzw. Deckelteile 1A, IB weisen in dieser Ausführungsform drei als Aufbewahrungsabschnitte fun¬ gierende Vertiefungen 5a, 5b und 5c auf. Es ist einsichtig, daß die Anzahl der Vertiefungen den Erfor¬ dernissen entsprechend angepaßt werden kann. Deshalb kann das Boden- bzw. Deckelteil 1A, IB ebenso nur mit einer Vertiefung 5 versehen werden.
Durch Ausbildung von mindestens zwei Vertiefungen bilden sich neben dem Einfassungsrand 7 der Grundplatte Stege 9 innerhalb des Behältnisses aus. Wie in Fig. 1 ersichtlich, wird die Kontur des Dichtungsrings 3 entsprechend dem Einfassungsrand 7 bzw. randseitigem Abschluß und dem Verlauf der Stege 9 angepaßt.
Zur Erläuterung des zu einer stabilen Einheit zusammenfügenden Zusammenstellens und des hermetisch bzw. luftdichten Verschließens des Boden- bzw. Deckenteils 1A, IB durch den dazwischen eingebrachten Verbindungskörper 3, z.B. in Form eines Dichtungsrings 3A, sollen die Figs. 2 und 3 herangezogen werden.
In Fig. 2 ist das Querschnittsprofil 11 des in H-Form ausgebildeten Dichtungsrings 3A mit den ebenfalls im Querschnitt dargestellten, den Einfassungsrand 7 und
den Wandabschnitt 24 einschließenden Randabschnitt des Boden- bzw. des Deckelteils 1A, IB kurz vor dem Zusammenfügen dargestellt.
Die unteren Schenkelabschnitte des H-Profils sind mit 20a bzw. 20b und die oberen Schenkelabschnitte des H- Profils sind mit 22a bzw. 22b gekennzeichnet. Wie in Fig. 2 erkennbar, weisen die die Vertiefungen einfassenden Wandabschnitte 24 eine Schrägung auf, die sich von dem nahezu horizontalen, den Behältnis 7 umlaufenden Einfassungsrand 7 mit im wesentlichen horizontaler Oberfläche weg erstreckt. Der Einfassungsrand kann aber auch, wie in Fig. 2 gezeigt, eine leicht konkav gewölbte, im wesentlichen horizontal angeordnete Oberfläche 26 aufweisen.
Die Breite des Einfassungsrandes 7 entspricht in seiner Ausdehnung nahezu dem Verbindungssteg 24 des H-Profils 11, wobei er geringfügig kleiner als der Verbindungssteg 24 ist.
Beim Zusammendrücken des Boden- bzw. Deckenteils 1A, IB, wobei das Deckelteil in Überkopflage gebracht ist, und dem dazwischenliegenden Dichtungsring 3A wird jeweils der Einfassungsrand des Boden- bzw. Deckenteils 1A, IB in Pfeilrichtung A bzw. B in das H-Profil des Dichtrings eingeschoben. Dabei wird auf den Dichtring 3 wegen der Abschrägung der Wandabschnitte 24 Kraft, insbesondere auf die entsprechenden Schenkelabschnitte 20B bzw. 22B ausgeübt, wodurch sich der Dichtungsring elastisch verformt. Der Schenkelabschnitt 20B bzw. 22B setzt den Steg 25 unter Zugkraft (σz), so daß die äußeren Schenkel 20A, 22A nach innen durch die induzierte Spannkraft FSPANN gegen die Ränder 7 gedrückt werden und sich daran anschmiegen.
In Fig. 3 ist eine Querschnittsansicht des nunmehr ge¬ schlossenen Behältnisses 1 gezeigt. Hierbei sind die Randabschnitte des Boden- bzw. Deckenteils 1A, IB nahezu vollständig in dem H-Profil 11 des Dichtungsring aufgenommen.
Je nach Elastizitätsmodul des Dichtungskörpers bzw. - rings, dem Grad der Abschrägung der Wandabschnitte 24, der auf das Boden- bzw. Deckenteil ausgeübte Schließkraft und der zwischen den Schenkelabschnitten 20A, 20B bzw. 22A, 22B und dem Randabschnitt auftretende Haftreibung können die Einfassungsränder in das H-Profil entprechend weit eingedrückt werden.
Wie in Fig. 3 zu sehen ist, befinden sich die Schenkelabschnitte 20b bzw. 22b einerseits im Anlage¬ kontakt mit der Innenoberfläche der die Vertiefungen einfassenden Wandabschnitte 24, wobei die Schenkelabschnitte 20B bzw. 22B entsprechend der Schrägung der Wandabschnitte elastisch verformt und ge¬ neigt wurden. Andererseits stützt sich die seitliche Stirnfläche des Einfassungsrandes 30 an den anderen Schenkelabschnitten 20A bzw. 22A ab. Da wie oben er¬ wähnt das H-Profil elastisch verformt wird, versucht es ständig seine ursprüngliche Form wieder einnehmen zu können, so daß fortlaufend eine Art Rückstellkraft der verformten Schenkelabschnitte auf die sich im Anlagekontakt befindlichen Bereiche des Boden- bzw. Deckenteil ausgeübt werden. Durch diese beidseitig auf die Randabschnitte einwirkende Rückstellkraft wird der Einfassungsrand 7 bzw. somit das Boden- bzw. Deckenteil selbst in dem H-Profil 11 des Dichtrings 3A eingespannt.
Es ist nun leicht verständlich, daß darauf zu achten ist, daß die Haftreibung zwischen den Schenkelabschnitten und den sich in Anlagekontakt befindlichen Bereichen des Boden- bzw. Deckenteils 1A, IB entsprechend groß ist, um das Boden- bzw. Deckenteil 1A, IB einspannen und halten zu können. Je größer aber die Haftreibung, die durch die verwendeten Materialen, durch den Grad der Schrägung der Wandschnitte 24 und dem Elastizitätsmodul des Dichtungsrings 3A beein¬ flußbar ist, umso fester werden die Einzelteile mit- einander verbunden und das Behältnis 1 gewinnt an Stabilität. Auf der anderen Seite bedeutet eine zu große Haftreibung, daß die Einzelteile schwer wieder voneinander zu trennen sind.
Ein für den täglichen Gebrauch geeigneten Kompromiß kann beispielsweise mit Boden- bzw. Deckenteilen 1A, IB, die aus kratzfestem, wiederverwendbarem und den hohen hygienetechnischen Standard entsprechendem Melamin bzw. Melamin-Harze bestehen, und mit einem Dichtungs 3A, der aus einem einen "memory"-Effekt aufweisenden .Silikon-Kautschuk hergestellt wurde, erzielt werden. Dabei müssen die Schenkelabschnitte 20a, 20b bzw. 22a, 22b lediglich eine Höhe H von einigen Millimetern aufweisen, und die Schrägung der Wandabschnitte 24 einen eingeschlossenen Winkel in dem Bereich um die 30° aufweisen.
Zum Öffnen des Behältnisses muß lediglich (siehe hierzu Fig. 3) mit den Fingern die Schenkelabschnitte (20a und/oder 22a) nach außen in Pfeilrichtung C gezogen werden, wodurch sich die Vorspannung kurzfristig verstärkt. Nach weiterem Auseinderziehen der Schenkelabschnitte und leichtem Abwärtsdrücken des Bodenteils IB gleiten die Schenkelabschnitte 20B; 22B
von den Schrägen ab und durch leichtes Verwinden des Dichtungsprofils löst sich dieses zusammen mit dem Deckelteil vom Bodenteil ab. Darüber hinaus können beispielweise, wie in Figur 1 dargestellt, zwischen den Vertiefungen Bereiche 40 geschaffen werden, die als Anlage- bzw. Angriffsbereiche zum Öffnen und Schließen des Behälters dienen und so ausgebildet sind, daß eine bequeme Handhabung des Behältnisses für jedermann gewährleistet ist.
Eine weitere Technik zum Öffnen des Behältnisses besteht darin, die äußeren Schenkelabschnitte 20A des Dichtungsrings 3A seitwärts unter Zugbelastung zu setzen, so daß das Bodenteil den Anlagekontakt verliert, und sich das Deckelteil mit dem sich mit dem Deckelteil in Anlagekontakt befindlichen Dichtungsring einfach und bequem abnehmen läßt.
Sind zumindest zwei Vertiefungen in dem Boden- bzw. Deckenteil 1A, IB vorgesehen, so bildet sich dazwischen ein Steg 9 aus. Bei der Verwendung von Materialen, wie z.B Glas oder Porzellan, ist es nur schwer möglich, die Stege 9 in gleicher Höhe wie den Einfassungsrand 7 auszubilden. Um dennoch ein optimales Dichtverhalten zu erreichen, kann die fehlende Höhe und damit zusammenhängende Unregelmäßigkeit der Stege 9 mit dem in nahezu jeglicher Form herstellbaren Silikon- Kautschuk ausgeglichen werden.
Da die Stege 9 zu beiden Seiten abgeschrägte Wandabschnitte 24 aufweisen, werden in diesem Fall alle Schenkelabschnitte des H-Profils elastisch verformt. Die durch die elastische Verformung hervorgerufene Spannkraft der Schenkelabschnitte kann erneut durch die Haftreibung - wie oben beschrieben - beeinflußt werden.
In Fig. 4 ist eine Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie I-I dargestellt, wie der Dichtungsring 3A zwischen den Steg 9 des Boden- bzw. Deckelteils 1A, IB eingebracht ist. Im geschlossenen Zustand des Behältnisses 1 für Speisen liegt somit der Dichtungsring 3A vollständig an, wodurch ein hermetisch eingeschlossener bzw. luftdichter Verschluß geschaffen ist, der die einzelnen Vertiefungen voneinander trennt. Dadurch können z.B. warme Speisen gleichzeitig mit Kühlkost transportiert werden. Ebenso wird durch diese vollständige Abdichtung ein Geruchsaustausch zwischen den einzelnen Aufbewahrungsabschnitten verhindert.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 5 dargestellt. Hierin ist erkennbar, daß zusätzlich zu den identischen ausgebildeten Boden- bzw. Deckenteilen 101A, 101B weitere, separate Aufbewahrungsteile 150 je nach Bedarf dazugefügt werden können, die lediglich über einen dafür gebildeten, einstückig ausgebildeten Dichtungsring 103A zusammengehalten werden können. Vor¬ teilhaft an dieser Ausführungsform ist, daß die Größe und Anzahl der zusammengefügten Einzelteile über die Kontur des Dichtungsrings 103A bestimmt werden kann, ohne daß weitere Steckverbindungen oder dergleichen für das Boden- bzw. Deckenteil 101A benötigt werden. Dennoch weist das so gebildete Behältnis eine für den Transport und Aufbewahrung ausreichende Stabilität auf.
In Fig. 6 ist ein Teilbereich des Dichtungsrings darge- stellt, an dem deutlich das H-Profil 11 erkennbar ist und an dem ebenso deutlich der Übergangsbereich 60 zwischen dem Außenrand und einer davon abgezweigten Innenverbindung 62 veranschaulicht ist.
In Fig. 7 ist eine Querschnittsansicht des Dichtungsrings gemäß einer weiteren Ausführungsform dargestellt, an dem deutlich die abgeschrägte Außenumfangsoberfläche der Dichtungsschenkel 220A, 222A in einer möglichen geeigneten Geometrie dargestellt ist. Auf der Innenseite dieser Schenkelabschnitte 220A, 222A sind Vorsprünge 221, 223 vorgesehen, deren Abstand vom Steg 225 des Dichtungsrings auf die Dicke des Einfassungsrandes des Boden- bzw. Deckelteils abgestimmt sind. Ebenso ist die Länge des Steges 225 auf die horizontale Breite des Einfassungsrandes angepaßt. Zwischen den Vorsprüngen 221, 223 und dem Steg 225 bilden sich Mulden 227 bzw. 229 aus, in die der Einfassungsrand des Boden- bzw. Deckelteils aufnehmbar ist, was zur Verriegelung des Behälters bei- trägt. Zur besseren Handhabung ist es von Vorteil, daß lediglich bestimmte Abschnitte des Dichtungsrings, sog. Verriegelungsabschnitte mit den Vorsprüngen 221, 223 versehen sind und der Rest des Dichtungsrings ohne (wie strichpunktiert dargestellt) Vorsprünge ausgestattet ist. Damit ist gewährleistet, daß nur an den Stellen, wo der Behälter zum Öffnen angefaßt wird, die Verriegelung aufgehoben wird, wodurch ein Umgreifen des Benutzers zum Öffnen des Behälters vermieden wird. Wie ebenso in Fig. 7 dargestellt, sollte die Schrägung der Außenσberflache der außenliegenden Dichtungsschenkel vorzugsweise 10° sein. Im allgemeinen sollte dieser Winkel auf einen eventuell aufsetzbaren Isolierkörper abgestimmt sein, so daß durch Aufweitung des mit dem außenliegenden Dichtungsschenkel in Anlagekontakt tretenden Isolierkörpers eine Selbsthemmung gegen ungewolltes Abheben vorliegt.
In Fig. 8 ist ein Teilabschnitt des Dichtungsrings 203A dargestellt, an dem deutlich die unterschiedliche
Ausgestaltung des Dichtungsrings hinsichtlich der Verriegelungsabschnitte erkennbar ist. Hierbei ist hervorzuheben, daß lediglich in dem Übergangsbereich 260 zwischen dem Außenrand und einer davon abgezweigten Innenverbindung 262 die außenliegenden Dich- tungsschenkel mit den oben beschriebenen Vorsprüngen versehen sind.
Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters besteht darin, daß sowohl der Boden- bzw. Deckelteil mit einem Isolierkörper 202A bzw. 202B versehen sind, die die Isolierkörper 202A, 202B vorzugsweise vollständig umfassen und mit ihren inneren Oberflächen der Kontur des Boden- bzw. Deckelteils 1A bzw. IB folgen. Die Isolierkörper sind mittels einer Schäumtechnik vorzugsweise aus Polystyrol hergestellt und mit einer Ummantelung für einen geeigneten Transport versehen. Dadurch, daß die Vertiefungen des Behälters zum einen abgeschrägte Wandungen aufweisen und zum anderen somit einen gewissen Abstand zueinander haben, kann der Isolierkörper unter Beibehaltung einer ausreichend großen Formstabilität zwischen die Vertiefungen eingebracht werden. Der Wärmeübergang von einer Vertiefung zur anderen wird somit auf einfache Weise vermindert, wodurch zum einen die warmzuhaltenden Speisen länger erwärmt bleiben und zum anderen die daneben liegenden kalten Speisen nicht erwärmt werden.
In Fig. 10 ist im Querschnitt im Bereich eines Verriegelungsabschnittes der Behälter im zusammengebauten Zustand dargestellt. Wie deutlich hervorgehoben, werden die inneren DichtungsSchenkel (220B, 222B) elastisch in Richtung der Vertiefung verformt, so daß eine Zugspannung in Richtung der äuße¬ ren Dichtungsschenke! (220A, 222B) aufgebaut wird und
sowohl das Boden- als auch das Deckelteil (1A, IB) in die durch die Vorsprünge 221 bzw. 223 hervorgerufenen Mulden 227 bzw. 229 verstärkt eingedrückt werden.
In Fig. 11 ist ein Schnitt des Zwickelbereichs einer weiteren Ausführungsform des Behältnisses gezeigt.
In dieser Ausführungsform ist im Deckelteil 301A eine durchgehende Ausnehmung, insbesondere ein Kreisloch 240, und im Dichtungsring 203A eine Ausnehmung, insbesondere ein Kreisloch 244 vorgesehen, wobei nun aber eine am Bodenteil angebrachte oder angeformte Noppe 250, vorzugsweise in Form eines Kugelabschnitts bzw. einer Halbkugel in die Ausnehmungen 240, 244 eingreift.
Der untere Schenkel bzw. Dichtungsschenkel 220A ist in einem Bereich nahe des Lochs 240, d.h. im Bereich eines Verriegelungsabschnitts 223, mit einer Lasche 252, die seitlich vorzugsweise waagrecht wegsteht, und mit einem innenseitigen Vorsprung 221 versehen, der mit dem Steg 225 ein Mulde 227 bildet. Ferner ist in den Figuren 11, 13 und 14 erkennbar, daß der Dichtungsschenkel 220A in diesem Bereich mit einer reduzierten Wandstärke WR ausgebildet ist. Dies ist besonders deutlich in den Figuren 13 und 14 erkennbar, die eine Ausnehmung 280 zeigen, deren Lage so gewählt ist, daß der Bereich seitlich des Lochs 240 und seitlich der Lasche 252 erfaßt ist. Dies führt zu einer reduzierten Wandstärke des um den Einfassungsrand 7 herumlaufenden Schenkels, wodurch dieser beim Hochziehen der Lasche 252 nach außen ausweicht, und der Vorsprung 221 den Einfassungsrand 7 freigibt.
Figur 12 zeigt die Ansicht des Dichtungsrings von oben. Man erkennt, daß an dem DichtungsSchenkel 220A zwei Laschen 254L und 254R angebracht sind, die gegensinnig versetzt hinsichtlich der Löcher 240 in den Zwickelbereichen 242 angeordnet sind.
10
In Figur 13 ist deutlich zu erkennen, wie der Dichtungschenkel 220A im Bereich des Verriegelungsabschnitts 223 mit Lasche 252 verdünnt mit der reduzierten Wandstärke WR gegenüber der übrigen 15 Wandstärke W ausgebildet ist. Die Wandstärke kann beispielsweise von 3 mm auf 1 mm verringert sein.
In der perspektivischen Darstellung der Figur 14, die den Dichtungsring in Überkopflage wiedergibt, ist der 20 Verriegelungsabschnitt 223 mit dem bereichsweise hakenförmig ausgebildeten Vorsprung 221 und der daran nach außen wegstehenden Lasche 252 deutlicher hervorgehoben.
25 In Fig. 15 ist eine Draufsicht des Dichtungsrings einer weiteren Ausführungsform gezeigt. Der Dichtungsring ist lediglich mit einer Vertiefung 405A ausgebildet und weist somit keinen Zwickelbereich auf. Um dennoch ein einfaches Öffnen des Behältnisses zu erreichen, wird
30 der Steg 425 des H-Querschnittsprofils verbreitert ausgebildet, so daß eine Ausnehmung 444 bzw. ein Loch in der Nähe des Verriegelungsabschnitts 423 ausgebildet werden kann. Wird - wie in Figur 15 gezeigt - der Steg 425 lediglich entlang einer Seite. verbreitert, so kann
35. das Behältnis durch eine Kippbewegung geöffnet werden.
Sollte beispielsweise kein Loch im Deckelteil 301A vorgesehen werden, so kann am Einfassungsrand 7 des Bodenteils 301B -wie in Figur 16 gezeigt- eine weitere
Lasche 456 angebracht sein. Damit der Verriegelungsab¬ schnitt 223 des Dichtungsrings 203A 301A (im Schnitt dargestellt) nicht eingeschränkt werden muß, kann die weitere Lasche 456 mit Abstand zum Einfassungsrand 7 angebracht sein, so daß der Vorsprung 221 des Verrie- gelungsabschnitts 223 weiterhin hinter den Einfassungsrand 7 des Bodenteils 301B greifen kann. Um das Deckelteil 301A verstärkt niederzuhalten, kann die weitere Lasche 454 vorzugsweise auch zwischen zwei Laschen 254 des Verriegelungsabschnitts 223 angeordnet sein. Durch verstärktes Niederhalten des Deckelteils wird auch die Abdichteigenschaft des Behältnisses verbessert.
Man erkennt aus der Darstellung gemäß Figur 11, daß die Kuppe 250 das Maß A zwischen der Oberkante 282 des Deckelteils und der Abstütz-Gegenflache am Bodenteil reduziert, so daß der Daumen nur noch mit einem verkleinerten Oberflächenabschnitt in das Loch 240 eingeführt werden muß. Die Noppe verhindert so ein unbeabsichtigtes Einklemmen von Fingernagel im Spalt zwischen Deckel- und Bodenteil. Gleichzeitig kann sie zur Grobpositionierung von Deckel- und Bodenteil herangezogen werden.
Die verringerte Wandstärke WR erlaubt ferner, den Einfassungsrand 7 des Bodenteils im Bereich des Verriegelungsabschnitts etwas breiter, d.h. etwas weiter vorstehend auszubilden, wodurch zuverlässig sichergestellt ist, daß die Vorsprünge 221 hinter den Einfassungsrand schnappen. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn Materialien verwendet werden, bei deren Verarbeitung mit Formabweichungen wie z. B. Schwindung gerechnet werden muß.
Ebenso ist es möglich, daß die außenliegenden Schenkelabschnitte elastisch ausgebildet sind, und der innenliegende Schenkelabschnitt 222A dagegen härter bzw. unelastischer ausgebildet ist.
Fig. 17 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Querschnittprofil eines Dichtungsrings 503A. Die äußeren Schenkelabschnitte 222A, 220 A sind unverändert, wohingegen der Steg 523 eine gewellte Form aufzeigt, die in einem inneren Schenkelabschnitt 520B mündet. Wie in Fig. 18 gezeigt, wird beim Zusammenfügen des Boden- und des Deckelteils der gewellte Steg 523 zusammengedrückt, der innere Dichtungsschenkel an der Wandung des Bodenteils abgestützt und ein Teilabschnitt des Dichtungring bei X an das Deckelteil gedrückt, wodurch unter Zwängung des Dichtungsrings das Boden- und Deckelteil zusammengehalten und abgedichtet werden. Im Mittelstegbereich des Boden- bzw. Deckelteils 301A, 301B ist der Dichtungsring mit U-Profil ausgestaltet, wobei die Basis des U-Profils ebenfalls gewellt ist. Figur 18 zeigt die Lage des Dichtungsrings im zusammengefügten Zustand des Behältnisse wieder. Auch in diesem Fall wird durch Anlagekontakt der Schenkelbereiche des Dichtungsrings eine Halte- bzw. Dichtfunktion erreicht.
In Fig. 1 sind mit strichpunktierten Linien Grifflaschen 82, 84 angedeutet, die einstückig an den Umfangsrand 86 des Dichtungsrings 3 (bzw. 3A) angeformt sind. Bei der gezeigten Ausführungsform erstrecken sich die Grifflaschen 82, 84 über die gesamte Höhe H des Profils, d.h. über die gesamte Höhe der Profilschenkel 20A und 22A. Die Stellen, an denen die Grifflaschen 82, 84 angeformt sind, liegen symmetrisch zu einer mit strichpunktierter Linie angedeuteten Mittel- oder
Symmetrieebene Eg der Behältnis-Kontur, die mit der Kontur des Dichtungsrings 3 zusammenfällt. Vorzugsweise liegen die Grifflaschen dort, wo der Umfang 86 des Dichtungsrings 3 in den Dichtungssteg 88 übergeht. An dieser Stelle hat der Dichtungsring 3 eine erhöhte Stabilität, so daß beim Anfassen der Grifflaschen 82, 84 zum Öffnen des Behältnisses eine Verwindung des elastischen Materials des Dichtungsrings bewirkt werden kann. Dadurch läßt sich der Reibungskontakt zwischen den Schenkeln des Dichtungsrings und den Behältnisteilen mit verhältnismäßig geringem Kraftaufwand zuverlässig aufheben, so daß es auch älteren und schwächlichen Personen mit Leichtigkeit möglich ist, das Deckelteil mit Dichtungsring vom Bo¬ denteil abzuheben. Es hat sich gezeigt, daß es für die Handhabung des Behältnisses bei dessen Öffnen von Vorteil ist, die Grifflaschen 82, 84 geringfügig aus der Mitte der Seitenwände 90, 92 heraus zu versetzen, so etwa an das Ende des in Fig. 1 linken Drittels der Seitenwand 90, 92.
Ansonsten ändert sich mit den Grifflaschen 82, 84 an der vorstehend beschriebenen Handhabung zum Öffnen des Behältnisses nichts. Durch die Grifflaschen 82, 84 wird jedoch eine günstige Hebelwirkung erzeugbar, die durch die Formgebung der Grifflaschen 82, 84 zusätzlich gesteuert werden kann. Es hat sich gezeigt, daß bereits Grifflaschen 82, 84 mit einer Querschnittsfläche von 2 bis 3 cm2 ausreichen, um die Hebelwirkung so weit zu verstärken, daß ein leichtes Lösen selbst fest verspannter Dichtungsringe ermöglicht ist.
Abweichend von der dargestellten Ausführungsform ist es auch möglich, die Grifflaschen 82, 84 nicht über die gesamte Höhe HG an die Schenkel 20A, 22A anzuformen.
Um die Stapelbarkeit der Isolierkörper an sich zu verbessern, ist es möglich, die nicht mit den Ausnehmungen für die Aufnahme der Behältnisse versehene Oberfläche der Isolierkörper an ihren Randbereichen derart auszugestalten, daß diese bei gleichgerichteten, übereinander gestapelten Isolierkörpern eine komplementäre Kontur zu den den Verbindungskörpern aufnehmenden Ausnehmungen aufweisen. Mit dieser Randausgestaltung ist es möglich, mehrere Isolierkörper stabil übereinander zu stapeln, so daß sie eine stabile Einheit bilden.
Zur Eigenstabilität des Verbindungskörpers ist es möglich seinen Kern härter auszubilden und mit einem weicheren Material zu überziehen.
Als Alternative an der dargestellten Ausführungsform ist es möglich, den Verbindungskörper mit Löchern zu versehen, so daß sich nach dem Spülen kein Spülwasser in dem H-Querschnittsprofil des Verbindungskörpers ansammeln kann. Diese Löcher können vorzugsweise die äußeren Schenkelabschnitte direkt ober- und unterhalb des Querstegs durchqueren und sind insbesondere in den Eckbereichen des Verbindungskörpers vorgesehen.
Damit der Benutzer beim Öffnen des Behälters auf einfache Weise einen Gegenhe.lt am Verbindungskörper gegenüber dem das Loch durchgreifenden und auf das Bodenteil drückenden Daumen findet, ist es möglich, eine Langlochnut am Außenbereich des Verbindungskörpers vorzusehen, an die sich die zum Öffnen beteiligten restlichen Finger abstützen können.
Die Erfindung schafft somit ein Behältnis von Speisen, insbesondere zum Servieren, Aufbewahren und Transportieren von Speisen, mit zumindest einem Boden- und einem Deckelteil, in denen in fluchtender Gegenüberlage zumindest eine schalenförmige Vertiefung ausgebildet ist. Die Boden- und Deckelteile sind zweckmäßigerweise identisch geformt und werden durch einen zwischen ihnen angeordneten, um die zumindest eine Vertiefung herumlaufenden Verbindungskörper, in Form eines Dichtungsringes, unter dessen zumindest bereichsweise elastischer Verformung zusammengehalten. Mit diesem Aufbau wird eine stabile Einheit geschaffen, die einfach zusammensetzbar ist und die die Speisen hermetisch und luftdicht verschließt. Da der Dichtungsring ein H-Querschnittsprofil aufweist, können die Einfassungsränder des Boden- bzw. Deckelteils zwischen den Schenkelabschnitten des H- Querschnittprofils formschlüssig aufgenommen werden, ohne eine zusätzliche Schließvorrichtung zu benötigen. Dieser Verschlußmechanismus kann dann durch einfache Handgriffe gelöst werden, so daß die Einzelteile voneinander getrennt werden können, um separat gereinigt zu werden. Da ferner das Boden- bzw. Deckelteil aus wiederverwertbarem, kratzfestem und verschleißfreiem Material, wie z. B. Melamin-Harz besteht, können die Boden- bzw. Deckelteile mehrfach verwendet werden, so daß das Behältnis als Mehrweg¬ schale eingesetzt werden kann. Die identische Ausbildung des Boden- bzw. Deckelteils hat ferner den Vorteil, daß die Herstellungskosten extrem niedrig gehalten werden können und eine einfache Stapelbarkeit erzielt werden kann, so daß die Boden- bzw. Deckelteile bei Nichtbenutzung raumsparend gelagert werden können. Darüberhinaus ist das Boden- bzw. Deckelteil mit einem
Isolierkörper versehen, um dem Wärmeverlust entge¬ genzuwirken.