BESCHREIBUNG
Mehrteiliger Ring
GEBIET DER ERFINDUNG
Die Erfindung betrifft einen mehrteiligen Ring nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
STAND DER TECHNIK
Bei einem derartigen Ring nach der US-A 5,161,392 werden auf eine bedarfsweise gestaffelte Oberfläche eines Tragelements Ringteile konzentrisch zum Tragelement aufgeschoben. Die Ringteile stehen mit der Hautoberfläche des Ringbenutzers nicht in Verbindung. Die außen liegenden Ringteile besitzen innen liegende Nuten, in die bei der Montage eine Lötpaste eingefügt wird. Nach der Montage wird der Ring erwärmt, so daß die Lötpaste zu einer festen Verbindung zwischen den außen liegenden Ringteilen und dem Tragelement führt. Somit ist zwar das mittlere Teil, sofern es nicht zu Verschmutzungen bei der Mon¬ tage gekommen ist, relativ zum Tragelement drehbar, jedoch ist ein Austausch der einzelnen Teile gegen Teile mit einer anderen Verzie¬ rung nicht möglich.
Aus der US-A 2,812,604 ist ein Kalenderring bekannt, bei dem meh¬ rere, dem Datum entsprechend gekennzeichnete Ringe auf einem am Fin¬ ger des Benutzers anliegenden Tragelement drehbar angeordnet sind. Das Tragelement umgreift seitlich die Ringelemente, so daß eine De¬ montage nur unter Verformung des Tragelements möglich ist.
Aus FR-A 842 140, DE-U 90 16842 und EP-A 589078 sind ferner mehr¬ teilige Schmuckringe bekannt, bei denen außen liegende Teile unter elastischer Verformung an einem innen liegenden Teil verrasten. Die Verrastung geschieht dabei grundsätzlich durch Hinterschnitte in den
einzelnen Ringen. Diese Ringe neigen dazu, infolge von Schmutzanla¬ gerungen im Verbindungsbereich zwischen den einzelnen Elementen ihre ursprünglich vorhandene Drehfähigkeit zu verlieren. Andererseits ist stets auch zumindest ein Teil des Ringes außer einem eventuell vor¬ handenen Tragelement in Anlage am Finger des Benutzers, so daß eine freie Beweglichkeit des Ringteils auf dem Tragelement nicht möglich ist.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu¬ grunde, einen mehrteiligen Ring der eingangs genannten Gattung der¬ art weiterzubilden, daß ein problemloser Austausch radial außen liegender Ringteile bedarfsweise möglich ist und dennoch die freie Beweglichkeit der Ringteile gegenüber dem Tragelement gesichert ist.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Durch das federelastische Sicherungselement ist es nun möglich, jederzeit die Ringteile unter elastischer Verformung des Sicherungs¬ elements zu entfernen und gegen neue auszutauschen. Andererseits trägt die Lagerung über das Sicherungselement dazu bei, daß sich das Ringteil gegenüber dem Tragelement äußerst leicht drehen läßt, so daß bereits die Bewegung der Finger gegeneinander zu einem Verdrehen der Ringteile führen kann.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteran¬ sprüchen.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Fig. 1 eine dreidimensionale Ansicht des Tragelements,
Fig. 2 eine Vorderansicht des Tragelements,
Fig. 3 einen Schnitt durch den erfindungsgemäßen Ring nach einem ersten Ausführungsbeispiel, Fig. 4 einen Schnitt durch eine Hälfte eines Rings gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
Fig. 5 eine Ansicht des Sicherungselements.
BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG
Die Erfindung wird beispielhaft unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Allerdings handelt es sich bei den Aus¬ führungsbeispielen lediglich um Beispiele, die nicht das erfinderi¬ sche Konzept auf eine bestimmte physikalische Anordnung beschränken sollen.
Ein mehrteiliger Ring, der grundsätzlich als Fingerring, jedoch auch z.B. als Ohrring eingesetzt werden kann, besitzt wenigstens ein Tragelement 10 (Fig. 1, 2), 10'. Gemäß Fig. 3, 4 ist wenigstens ein Ringteil 11, 12 bzw. 13, 14, 15 konzentrisch zum Tragelement 10, 10' angeordnet. Wenn auch in den Fign. 2 bzw. 3 Ringteile dargestellt sind, so kann selbstverständlich auch nur ein Ringteil vorgesehen sein, das bedarfsweise durch mehrere Ringteile ausgetauscht werden kann. Das Ringteil übergreift mit seiner Innenseite 11a, 12a, 13a zumindest teilweise die Außenseite 10a des Tragelements 10. An die¬ ser Innenseite des Ringteils ist wenigstens eine radiale Nut 11b, 12b, 13b vorgesehen. Mit dieser Nut des Ringteils wirkt eine an der Außenseite 10a, 10a' des Tragelements 10, 10' vorgesehene, ebenfalls radiale Nut 10b, 10b' zusammen. In die Nuten greift ein Sicherungs¬ element 16, 17 aus federelastischem Material ein. Unter elastischer Verformung des Sicherungselements kann so das Ringteil vom Tragele¬ ment abgezogen werden, andererseits gewährleistet die Lagerung über das Sicherungselement eine Relativbewegung von Ringteil gegenüber dem Tragelement.
Die Nuten 10b, 10b', 11b, 12b, 13b sind in Fig. 1, 2 radial, umlaufend dargestellt, was zu einer sicheren Befestigung des Sicherungselements beiträgt. Wesentlich ist jedoch lediglich, daß ein sicherer Halt für das Sicherungselement zumindest stellenweise vorgesehen ist, um eine dauerhafte Verbindung zwischen Ringteil 11, 12, 13, 14, 15 und Tragelement 10, 10' zu gewährleisten. Gemäß Fig. 3 und 4 bildet die Außenseite 10a1 des Tragelements 10" eine im
Schnitt ebene Oberfläche. Auf diese Oberfläche können Ringteile von beiden Seiten oder wie in Fig. 4 dargestellt von wenigstens einer Seite aufgeschoben werden. In diesem Fall muß ggf. das Tragelement so ausgebildet werden, daß eine Sicherung 10c' des Tragelements 10' auf der anderen Seite die Ringteile in ihrer Position hält. Gege¬ benenfalls können selbstverständlich insbesondere zur Erleichterung der Drehbarkeit sämtliche Ringteile über Nuten und Sicherungs¬ elemente in ihrer jeweiligen Lage gehalten werden.
Zumindest die außen liegenden Ringteile 11, 12, 13 werden durch das Sicherungselement 16, 17 in ihrer Stellung gehalten. Diese Ringteile können dabei entweder bündig mit dem Tragelement abschließen, sie können jedoch auch mit einem Überstand 13c, wie im Ringteil 13, über das Tragelement übergreifen. Wird dieser Überstand 13c dabei nicht bis zum Finger herabgeführt, ist eine freie Drehbarkeit des Ring¬ teils 13 dennoch gesichert.
Das Sicherungselement selbst ist ein Federring. Wesentlich sind hier jedoch lediglich die federelastischen Eigenschaften dieses Siche¬ rungselements. Um die Reibung zwischen den über das Sicherungsele¬ ment 16, 17 miteinander verbundenen Teilen, also zwischen Ringteil 11, 12, 13, 14, 15 und Tragelement 10, 10' zu verringern, wird das Sicherungselement so verformt, daß es unter Verringerung der Anlage¬ fläche die miteinander verbundenen Teile nur stellenweise berührt. Gemäß Fig. 5 wird hierzu vorzugsweise das Sicherungselement an seinen offenen Enden 16a, 16b und wenigstens einmal in einem Verformungsbereich 16c zwischen den Enden verformt. Diese Verformung gewährleistet auch auf längere Sicht eine Relativbewegung zwischen den über das Sicherungselement verbundenen Teilen auch bei zuneh¬ mender Verschmutzung, wobei bei zu starker Verschmutzung zudem die Möglichkeit besteht, durch die leichte Demontage die Teile ausein¬ anderzunehmen und zu reinigen. Um Reibungsprobleme weiter zu ver¬ ringern, können auch die Innenseiten des Ringteils abgerundet sein, wie es für die Ringteile 11 und 12 in Fig. 3 dargestellt ist.
Es versteht sich von. selbst, daß der hier beschriebene mehrteilige Ring verschiedenen Modifikationen, Änderungen und Anpassungen unter¬ worfen werden kann, die sich im Bereich von Äquivalenten zu den an¬ hängenden Ansprüchen bewegen.