Heizunσs- oder Klimaanlage für ein Kraf f-*-hrτ:p*ιg
Die Erfindung bezieht sich auf eine Heizungs- oder Klimaanlage für ein Kraftfahrzeug, die einen Lufteintrittsteil, einen Luftaustrittsteil und einen zwischen dem Lufteintrittsteil und dem Luftaustrittsteil angeordneten, mindestens ein Bauteil mit Lufttemperierfunktion enthaltenden Mittelteil beinhaltet. Der¬ artige Anlagen sind bekannt, wobei unter Heizungsanlagen sol¬ che verstanden werden, bei denen der Mittelteil zur Lufttempe¬ rierung lediglich ein Heizelement, z.B. einen von heißem Was¬ ser durchströmbaren Wärmeübertrager, beinhaltet. Bei Klimaan¬ lagen befindet sich in dem Mittelteil zusätzlich ein Verdamp¬ fer im Luftströmungsweg stromaufwärts vom Heizelement.
Eine Klimaanlage dieser Art ist in der Offenlegungsschrift DE 30 39 148 AI offenbart. Bei dieser Klimaanlage sind der ein Luftansauggebläse enthaltende Lufteintrittsteil, der einen Verdampfer und ein strömungsabwärts davon angeordnetes Heiz¬ element aufweisende Mittelteil und der mit verschiedenen Luft¬ austrittsöffnungen samt zugeordneten Luftklappen ausgestattete Luftaustrittsteil axial hintereinanderliegend angeordnet. Die Klimaanlage besteht aus drei fest aneinander fixierten, luft- führenden Gehäuseabschnitten, wobei der vordere Gehäuseab¬ schnitt dem Lufteintrittsteil mit dem Luftansauggebläse zuge¬ ordnet ist, der mittlere Gehäuseabschnitt den Verdaπrofer be-
herbergt und der hintere Gehäuseabschnitt dem hinteren, das Heizelement enthaltenden Abschnitt des Mittelteils und dem Luftaustrittsteil gemeinsam ist.
Heizungs- oder Klimaanlagen von Kraftfahrzeugen sind meist im Cockpitbereich angeordnet, wo der zur Verfügung stehende Ein¬ bauraum meist sehr begrenzt ist, so daß Bedarf an Anlagen be¬ steht, die auch in vergleichsweise kleine Einbauräume unter Aufrechterhaltung einer ausreichenden Zugänglichkeit für De¬ montagezwecke, z.B. im Reparaturfall, montierbar sind. Eine weitere, sich häufig an Heizungs- oder Klimaanlagen für Kraft¬ fahrzeuge stellende Anforderung besteht darin, auf möglichst einfache Weise verschiedene, konstruktiv ähnlich gebaute Fahr¬ zeugtypen mit unterschiedlichen Heizungs- oder Klimaanlagenva¬ rianten ausrüsten zu können.
Der Erfindung liegt daher als technisches Problem die Bereit¬ stellung einer Heizungs- oder Klimaanlage für ein Kraftfahr¬ zeug zugrunde, die mit vergleichsweise geringem Aufwand mon¬ tierbar und zwecks Reparatur oder recyclinggerechter Entsor¬ gung demontierbar ist und relativ einfach in unterschiedlichen Varianten in entsprechende Fahrzeuge eingebaut werden kann.
Dieses Problem wird durch eine Heizungs- oder Klimaanlage mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die Anlage besitzt einen modularen Aufbau, bei dem von den drei Teilen, nämlich Lufteintrittsteil, Luftaustrittsteil und zwischenliegender Mittelteil, wenigstens ein Teil über eine Trennstelle abnehm¬ bar an einem angrenzenden Teil angeordnet ist. Die Zusammen¬ fassung der drei Teile zu wenigstens zwei Moduleinheiten der Anlage erlaubt sowohl eine rationelle Vormontage der einzelnen Moduleinheiten bei einem entsprechenden Fahrzeugteilezulie¬ ferer als auch eine einfache Endmontage der Heizungs- oder Klimaanlage in das Kraftfahrzeug. Die Möglichkeit, einzelne Moduleinheiten der Anlage getrennt zuliefern zu können, ver¬ einfacht außerdem die Logistik. Als weiteren Vorteil ermög¬ licht der odulare Aufbau mit geringem Aufwand die Realisie-
rung unterschiedlicher Varianten der Heizungs- bzw. Klimaan¬ lage sowie eine einfache Demontage, die sowohl im Reparatur¬ fall als auch nach Stillsetzen des Fahrzeugs im Hinblick auf eine mögliche Recyclingfähigkeit der verschiedenen Bauteile von Bedeutung ist.
In einer Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 2 liegen die an der einen oder den mehreren Trennstellen voneinander abnehmbaren Moduleinheiten der Heizungs- und Klimaanlage im wesentlichen in einer Axiallinie hintereinander, und die sol¬ chermaßen aufgebaute Heizungs- und Klimaanlage kann mit dieser Axiallinie im wesentlichen parallel zur Fahrzeuglängsrichtung eingebaut werden. Zur Unterbringung dieser Heizungs- oder Kli¬ maanlage genügt folglich bereits ein verhältnismäßig kleinflä¬ chiger Stirnwanddurchbruch am Fahrzeug.
Bei einer nach Anspruch 3 weitergebildeten Klimaanlage bein¬ haltet der Mittelteil sowohl einen Verdampfer als auch ein strömungsabwärts von diesem angeordnetes Heizelement, wobei der Mittelteil aus zwei über eine weitere Trennstelle lösbar miteinander verbundenen Moduleinheiten besteht, von denen die eine den Verdampfer und die andere das Heizelement enthält. Auf diese Weise können mit wenig Aufwand durch Verwenden ver¬ schiedener Verdampfer-Moduleinheiten und/oder Heizelement- Moduleinheiten ja nach Bedarf unterschiedliche Klimaanlagen¬ varianten realisiert werden, wobei der Lufteintrittsteil und der Luftaustrittsteil ebenfalls anwendungsabhängig unverändert bleiben oder in verschiedenen Varianten zum Einsatz kommen können.
Eine nach Anspruch 4 weitergebildete Klimaanlage ist in hohem Maße dadurch modular aufgebaut, daß zusätzlich zu den beiden Mittelteil-Moduleinheiten, die den Verdampfer bzw. das Heiz¬ element enthalten, der Lufteintrittsteil und der Luftaustritt¬ steil als Moduleinheiten gestaltet sind, die über entsprechen¬ de Trennstellen lösbar mit der den Verdampfer enthaltenden bzw. mit der das Heizelement enthaltenden Moduleinheit des
Mittelteiles verbunden sind. Jede Moduleinheit kann separat demontiert und ausgetauscht bzw. entsorgt werden.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeich¬ nungen dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine schematische, perspektivische Explosionsansicht eines ersten Beispiels einer modular aufgebauten Kli¬ maanlage für ein Kraftfahrzeug,
Fig. 2 eine perspektivische Explosionsansicht einer modular aufgebauten, wasserseitig geregelten Klimaanlage für ein Kraftfahrzeug,
Fig. 3 eine Längsschnittansicht der Klimaanlage von Fig. 2 und
Fig. 4 eine Längsschnittansicht einer modular aufgebauten, luftseitig geregelten Klimaanlage für ein Kraftfahr¬ zeug.
Die Fig. 1 zeigt schematisch eine erste modular aufgebaute Kraftfahrzeug-Klimaanlage mit einem Lufteintrittsteil (11) , einem Luftaustrittsteil (13) und einem zwischenliegenden Mit¬ telteil (12) , wobei die drei Teile längs einer Axiallinie (10) hintereinander angeordnet sind, die bei in das Fahrzeug einge¬ bauter Klimaanlage parallel zur Fahrzeuglängsrichtung ver¬ läuft. Die Fahrzeuglängsrichtung ist durch einen Pfeil (P) symbolisiert, dessen Richtung bezüglich des Fahrzeugs nach vorne weist. Der Lufteintrittsteil (11) ist als eine separate Moduleinheit gestaltet, die über eine zugehörige Trennstelle (1) lösbar mit dem strömungsaufwärts gelegenen Stirnende des Mittelteiles (12) verbunden ist. Ebenso bildet das Luft¬ austrittsteil (13) eine eigenständige Moduleinheit, die über eine zugehörige Trennstelle (17) mit dem strömungsabwärts ge-
legenen Stirnende des Mittelteiles (12) lösbar verbunden ist. An den Luftaustrittsteil (13) sind luftaustrittsseitig ein Ausströmkanal (15) sowie eine sich quer hinter der Unterkante einer Windschutzscheibe des Fahrzeugs erstreckende, langge¬ streckte Scheibenbelüftung (14) angeschlossen.
Der Mittelteil (12) selbst ist aus zwei hintereinander liegen¬ den Moduleinheiten (12a, 12b) aufgebaut, die über eine weitere Trennstelle (2) lösbar aneinandergefügt sind. In nicht näher gezeigter Weise ist in der strömungsaufwärts gelegenen Mittel¬ teil-Moduleinheit (12a) ein Verdampfer und in der strömungsab¬ wärts gelegenen Mittelteil-Moduleinheit (12b) ein Heizelement der Klimaanlage untergebracht. Die einzelnen Moduleinheiten (11, 12a, 12b, 13) besitzen ein kastenförmiges Gehäuse aus Kunststoff und sind an den Trennstellen (1, 2, 17) durch Clips- oder Klammerverbindungen aneinandergefügt. Zur Stabili¬ sierung der Verbindungen können zusätzliche Verbindungsele¬ mente vorgesehen sein, beispielsweise in Form von Paßstiften. Die Gehäuse des Lufteintrittsteils (11) und der Mittelteil- Moduleinheiten (12a, 12b) bestehen jeweils zweckmäßigerweise aus zwei Hälften mit waagrecht verlaufender Teilungsebene. Die Verbindung der jeweiligen beiden Gehäusehälften dieser Modul- einheiten (11, 12a, 12b) kann dabei ebenfalls mittels Clips¬ oder Klammerverbindungen erfolgen. Der Lufteintrittsteil (11) beinhaltet eine frontseitige Abdeckung (18) , die eine schräg angeschnittene Öffnung (19) bis auf einen Lufteinlaß (20) ab¬ deckt. Im Lufteintrittsteil (11) sind in nicht näher gezeigter Weise wenigstens ein Filterelement und ein Luftansauggebläse untergebracht, wobei die Abdeckung (18) zwecks Filterwechsel oder Gebläsereparatur abgenommen werden kann.
Der Luftaustrittsteil (13) besitzt eine erste Auslaßöffnung (21) , auf welcher die langgestreckte Scheibenbelüftung (14) mit ihrer schlitzförmigen Scheibendüse (14') aufsitzt, sowie eine zweite Auslaßöffnung (22) , auf welcher der Ausströmkanal (15) aufsitzt. Cockpitseitig schließt der Ausströmkanal (15) mit Ausströmdüsen (23) ab. Den beiden Auslaßöffnungen (21, 22)
gegenüberliegend ist eine weitere Auslaßöffnung (24) vorgese¬ hen, welche die Luft in den Fußraum des Cockpits leitet. In¬ nerhalb des Luftaustrittsteils (13) sind nicht dargestellte Umlenkklappen bzw. Ventile angeordnet, die von außen über an sich bekannte Stelleinrichtungen einstellbar sind. Mit Hilfe dieser Umlenkklappen wird die in den Luftaustrittsteil (13) einströmende Luft an die gewünschte Stelle geleitet.
Insgesamt besteht die Klimaanlage von Fig. 1 folglich aus vier in Fahrzeuglängsrichtung hintereinander liegenden Moduleinhei¬ ten, die zwecks Austausch oder Entsorgung getrennt voneinander demontierbar sind. Je nach verwendetem Typ einer jeweiligen Moduleinheit lassen sich auf diese Weise eine Vielzahl von Klimaanlagenvarianten mit im wesentlichen gleicher Bauform realisieren. Dabei können nicht nur verschiedene Typen von Lufteintrittsteilen (11) und Luftaustrittsteilen (13) Verwen¬ dung finden, sondern auch unterschiedliche Mittelteil- Moduleinheiten (12a, 12b) mit unterschiedlichen Verdampfer¬ oder Heizelementtypen. Es versteht sich, daß bei Bedarf auch nur eine oder zwei der gezeigten Trennstellen (1, 2, 17) vor¬ gesehen sein können, so daß beispielsweise der Mittelteil (12) eine zusammenhängende Moduleinheit bildet, ggf. auch zusammen mit entweder dem Lufteintrittsteil (11) oder dem Luftaus¬ trittsteil (13), oder es kann die vordere Mittelteil-Modul¬ einheit (12a) gemeinsam mit dem Lufteintrittsteil (11) oder die hintere Mittelteil-Moduleinheit (12b) gemeinsam mit dem Luftaustrittsteil (13) eine einzige Moduleinheit bilden. Um- fangsseitig umlaufend ist am Gehäuse des Lufteintrittsteils (11) ein Flansch (16) vorgesehen, der beim Einbau der Klimaan¬ lage gegen den Rand der zur Durchführung der Klimaanlage durch eine Stirnwand des Kraftfahrzeugs vorgesehene Stirnwandöffnung anliegt.
In den Fig. 2 und 3 ist ein weiteres Beispiel einer Kraftfahr¬ zeug-Klimaanlage genauer dargestellt, die in ihrem Aufbau dem¬ jenigen der Klimaanlage von Fig. 1 ähnelt und nach dem Prinzip der wasserseitigen Regelung arbeitet, d.h. die Temperatur der
ausströmenden Luft wird über den Heißwasserdurchsatz geregelt. Auch diese Klimaanlage beinhaltet in einer im eingebauten Zu¬ stand parallel zur Fahrzeuglängsachse liegenden Axiallinie hintereinanderliegend einen Lufteintrittsteil (3) , einen Luft¬ austrittsteil (8) und einen dazwischen liegenden Mittelteil (5) . Der Mittelteil (5) besteht wiederum aus zwei Moduleinhei¬ ten (5a, 5b) , die über eine Trennstelle (6) lösbar aneinander befestigt sind und von denen die strömungsaufwärts gelegene (5a) einen Verdampfer (33) und die strömungsabwärts gelegene (5b) einen als Heizelement fungierenden Wärmeübertrager (34) beinhalten. Der Wärmeübertrager (34) wird in üblicher Weise über ein Rohrleitungssystem, das eine Vorlaufleitung (35) und eine Rücklaufleitung (36) beinhaltet, von heißem Wasser durch¬ strömt, dessen Durchsatz zur Regelung der Heizleistung mittels nicht dargestellter Ventile geregelt werden kann. An der Ver¬ dampferrückseite ist ebenfalls in üblicher Weise ein Konden¬ satwasserablauf (32) angeordnet.
Der Lufteintrittsteil (3) bildet eine Moduleinheit, die über eine Trennstelle (4) lösbar am vorderen Stirnende der den Ver¬ dampfer (33) enthaltenden Mittelteil-Moduleinheit (5a) ange¬ bracht ist. Er enthält ein Luftansauggebläse (25), das in ei¬ nem schräg verlaufenden Abschnitt des Lufteintrittsteils (3) mit schräg verlaufender Lüfterachse angeordnet ist. Zu seiner Befestigung sind an der Gehäuseinnenseite des Lufteintritts¬ teils (3) geeignete Befestigungsflächen vorgesehen. Das Geblä¬ se (25) umfaßt einen Elektromotor und ein Lüfterrad, über das Luft wahlweise über einen Umlufteinlaß oder einen Frisch- lufteinlaß angesaugt und zur Temperierung bzw. Klimatisierung über den Verdampfer (33) , den Wärmeübertrager (34) und den Luftaustrittsteil (8) in das Cockpit geleitet werden kann. Da¬ bei sind die Frischluftmenge über eine hinter einem Frisch¬ lufteinlaß angeordnete Frischluftklappe (26) und die Umluft¬ menge über eine hinter einem Umlufteinlaß angeordnete Umluft- klappe (29) regulierbar. Die Frischluft (30) wird durch ein Partikelfilter (27) und ein dahinter liegendes Aktivkohlefil¬ ter (28) hindurchgeleitet, wobei jedes der beiden Filter (27,
28) in der durch die Demontagepfeile (Dl) angedeuteten Rich¬ tung schräg nach oben aus dem Lufteintrittsteil (3) herausge¬ nommen werden kann. Vor den Filtern (27, 28) kann eine Feuch- tigkeitsfalle vorgesehen sein, um die Feuchtigkeit der von au¬ ßen einströmenden Frischluft (30) abzuscheiden. Ein das Gehäu¬ se des Lufteintrittsteils (3) umgebender, geneigt verlaufender Ringflansch (37) liegt bei eingebauter Klimaanlage gegen den Rand der in der Stirnwand des Fahrzeuges zur Unterbringung der längs eingebauten Klimaanlage vorgesehenen Stirnwanddurch¬ bruchöffnung an.
Der Luftaustrittsteil (8) ist über eine weitere Trennstelle (7), die eine umlaufende Schaumdichtung (9) beinhaltet, lösbar an dem hinteren Stirnende der strömungsabwärts gelegenen Mit¬ telteil-Moduleinheit (5b) angebracht. Wie für diese Trennstel¬ le (7) in Fig. 2 exemplarisch dargestellt, kann die jeweilige Trennstellenverbindung am einen Trennstellenteil befindliche Paßstifte (38) beinhalten, die mit zugehörigen Zentrieröffnun¬ gen (39) am anderen Trennstellenverbindungsteil zusammenwir¬ ken. Der Luftaustrittsteil (8) enthält einen nach unten ge¬ richteten Luftauslaß (40) mit zugeordneter Luftklappe (41) zur geregelten Ausströmung temperierter Luft (42) in den Fußraum des Fahrzeugs, zwei an der Oberseite seitlich angeordnete Ent- frostungs-Auslaßöffnungen (43a, 43b) mit jeweils zugeordneter Luftklappe (43c), über die eine entfrostende Luftströmung (44) für die Fahrzeugscheiben ausströmbar ist, sowie einen an der Oberseite mittig angeordneten Belüftungs- und Schichtungsaus¬ laß (45) mit zugehöriger Luftklappe (46) zur Erzeugung einer Luftströmung (47) für den oberen Fahrzeuginnenraumbereich.
Die strömungsaufwärts gelegene Mittelteil-Moduleinheit (5a) hält den Verdampfer (33) derart, daß letzterer zu Aus¬ tauschzwecken nach oben herausgenommen werden kann, wie durch den Demontagepfeil (D2) symbolisiert. Analog hält die strö¬ mungsabwär s gelegene Mittelteil-Moduleinheit (5b) den Wärme¬ übertrager (34) derart, daß letzterer in Fig. 2 nach vorne rechts herausgenommen werden kann, wie durch den Demontage-
pfeil (D3) angedeutet. Für den Austausch des Verdampfers (33) oder des Wärmeübertrages (34) brauchen daher weder die Klima¬ anlage insgesamt ausgebaut, noch eine oder mehrere der einzel¬ nen Moduleinheiten (3, 5a, 5b, 8) abgenommen zu werden. Im Mittelteil (5) können außerdem ein Stellventil für den Wärme¬ übertrager (34) , ein Temperaturfühler für den Betrieb des Ver¬ dampfers (33) und ein Schadstoffsensor zur Detektierung der Schadstoffanteile der Außenluft vorgesehen sein. Dadurch kann die Umstellung von Frischluft auf Umluft manuell oder selbst¬ tätig dann erfolgen, wenn vom Schadstoffsensor in der Frisch¬ luft eine erhöhte Schadstoffkonzentration detektiert wird. In der Umluftstellung zirkuliert die Luft im Cockpit, wobei sie vom Luftansauggebläse (25) über den Umlufteinlaß eingesaugt wird.
Zur Halterung der eingebauten Klimaanlage ist fahrzeugkarosse- rieseitig eine nicht gezeigte Führung in Form zweier seitli¬ cher, im wesentlichen in Fahrzeuglängsrichtung verlaufender Schienen vorgesehen, die in eine Mehrzahl von dazu korrespon¬ dierender Ausnehmungen (48) eingreifen, welche an den Seiten des Klimaanlagengehäuses, insbesondere an dem der Stirnwand zugeordneten Ringflansch (37) und an den zusammenwirkenden Flanschen der Trennstelle (7) zwischen Mittelteil (5) und Luftaustrittsteil (8) eingebracht sind. Zusätzlich können die verschiedenen Moduleinheiten (3, 5a, 5b, 8) an zugehörigen Be¬ festigungspunkten lösbar mit dem Cockpit, der Stirnwand oder einem anderen Fahrzeugkarosseriebereich verbunden sein.
Fig. 4 zeigt eine Klimaanlage, die weitgegend ähnlich wie die Klimaanlage der Fig. 2 und 3 aufgebaut ist, jedoch nach dem Prinzip der luftseitigen Regelung arbeitet, d.h. die Tempera¬ tur der dem Fahrzeuginnenraum zugeführten Luft wird durch Steuerung des Verhältnisses eines über ein Heizelement hinweg¬ geführten LuftStromanteils zu einem an dem Heizelement vorbei- geführten Luftstromanteils geregelt. Die Klimaanlage besteht wiederum aus einem Lufteintrittsteil (50) , einem Luftaus¬ trittsteil (51) und einem zwischenliegenden Mittelteil (52) ,
der seinerseits aus einer vorderen, einen Verdampfer (53) mit rückseitigem Kondenswasserablauf (54) beinhaltenden Modulein¬ heit (52a) und einer hinteren, einen als Heizelement fungie¬ renden Wärmeübertrager (55) enthaltenden Moduleinheit (52b) besteht. Die beiden Mittelteil-Moduleinheiten (52a, 52b) sind über eine Trennstelle (56) lösbar aneinander befestigt. An das vordere Stirnende der den Verdampfer (53) enthaltenden Mittel¬ teil-Moduleinheit (52a) ist über eine dortige Trennstelle (57) das Lufteintrittsteil (50) lösbar angebracht. Das Luftein¬ trittsteil (50) beinhaltet wiederum einen schräg verlaufenden, gehäuseaußenseitigen Ringflansch (58) , der sich bei eingebau¬ ter Klimaanlage gegen den Rand eines zugehörigen Stirnwand¬ durchbruchs anlegt, ein Luftansauggebläse (59) zur Ansaugung wahlweise von Umluft (60) über eine Umluftklappe (61) oder von Frischluft (62) über eine Frischluftklappe (63) und Weiterlei¬ tung zu dem luftklimatisierenden und lufttemperierenden Mit¬ telteil (52) . Zwischen Frischluftklappe (63) und Luftansaugge¬ bläse (59) sind wiederum hintereinanderliegend ein Partikel- filter (64) und ein Aktivkohlefilter (65) vorgesehen.
An das hintere Stirnende der das Heizelement (55) enthaltenden Mittelteil-Moduleinheit (52b) ist über eine dortige Trennstel¬ le (66) der Luftaustrittsteil (51) angeschlossen, der einen nach unten gerichteten Fußraumauslaß (67) sowie nach oben ge¬ richtet einen Belüftungsauslaß (68) und einen Entfrostungsaus- laß (69) aufweist, wobei jedem Auslaß eine luftströmungsre- gelnde Klappe zugeordnet ist. Der Fußraumauslaßquerschnitt (70) ist in Fig. 4 mit einer gestrichelten Umrahmung verdeut¬ licht.
Zur luftseitigen Regelung dieser Klimaanlage ist das Heizele¬ ment (55) in der hinteren Mittelteil-Moduleinheit (52b) so an¬ geordnet, daß es lediglich einen oberen Strömungsbereich des Mittelteils (52) einnimmt, der strömungsabwärts von einer zu¬ gehörigen Warmluftklappe (71) zum Luftaustrittsteil (51) hin zwecks Regelung der Warmluftströmungsmenge (72) steuerbar ge¬ öffnet oder geschlossen werden kann. Der unterhalb des Heiz-
elementes (55) freibleibende Bereich bildet einen Bypass für die aus dem Verdampfer austretende Luft (73), wobei eine zuge¬ ordnete Bypassklappe (74) zur Regulierung der entsprechenden, in den Luftaustrittsteil (51) gelangenden Kaltluftströmungs- menge (75) dient. Die Warmluftklappe (71) und die Bypassklappe (74) sind dabei am Gehäuse der hinteren Mittelteil-Modul¬ einheit (52b) drehbeweglich gelagert. Im Luftaustrittsteil (51) ist ein zusätzlicher Schichtungskanal (76) vorgesehen, dessen Einlaß unterhalb der Bypassklappe (74) liegt, so daß unabhängig von der Stellung der Warmluftklappe (71) und der Bypassklappe (74) stets ein gewisser Anteil der aus dem Ver¬ dampfer austretenden Luftströmung (73) in den Schichtungskanal (76) eintritt, dessen Austrittsöffnung in den Belüf ungsauslaß (68) mündet, dem der Schichtungsluftstromanteil (77) zugeführt wird.
Die vorstehende Beschreibung bevorzugter erfindungsgemäßer Klimaanlagen veranschaulicht, daß durch die Erfindung sowohl luftseitig als auch wasserseitig regelnde Klimaanlagen mit mo- dularem Aufbau bereitgestellt werden, bei denen von einem Lufteintrittsteil, einem Luftaustrittsteil und einem dazwi¬ schenliegenden Mittelteil, der Bauteile mit Lufttemperierungs- funktion beinhaltet, wenigstens einer als Moduleinheit lösbar an wenigstens einem der beiden anderen Teile, die ihrerseits eine gemeinsame oder jeweils wiederum eine oder mehrere eigen¬ ständige Moduleinheiten bilden, lösbar befestigt ist. Somit lassen sich in einfacher Weise eine Vielzahl ähnlich aufgebau¬ ter Klimaanlagen von im wesentlichen gleicher Bauform durch Verwendung jeweils unterschiedlicher Moduleinheiten realisie¬ ren, z.B. Anlagen mit unterschiedlichen Verdampfer- oder Heiz¬ elementtypen, insbesondere solchen mit unterschiedlicher Kühl- oder Heizleistung. Die Klimaanlagen können, wie gezeigt, für einen Einbau in Fahrzeuglängsrichtung, alternativ jedoch auch für jedenfalls teilweise querliegenden Einbau ausgelegt sein. Die gezeigte Hintereinanderanordnung der Moduleinheiten der Klimaanlage in Fahrzeuglängsrichtung ist unter dem Gesichts¬ punkt des benötigten Einbauraums besonders günstig. Der erfin-
dungsgemäße modulare Aufbau der Klimaanlage vereinfacht des weiteren den Austausch einzelner Moduleinheiten oder in diesen enthaltener Komponenten sowie eine recyclinggerechte Zerlegung der Klimaanlage.