B E S C H R E I B U N G
LEUCHTENABDECKUNG EINER LEUCHTE MIT BEWEGUNGSMELDER UND SEINER GUSSFORM
Die Erfindung betrifft eine Leuchtenabdeckung einer Leuchte mit Bewe¬ gungsmelder, eine Leuchte mit Bewegungsmelder und eine Gußform für eine Leuchtenabdeckung einer Leuchte mit Bewegungsmelder.
Aus DE 4027347 C2 ist eine Leuchte bekannt, bei der ein Bewegungs¬ melder innerhalb eines Leuchtengehäuses angeordnet ist. Das Gehäuse der Leuchte ist gegenüber einer Halterung, mit der die Kombination aus Leuchte und Bewegungsmelder an einer Gebäudewand befestigbar ist, drehbar, um durch die Drehung der Leuchte gegenüber der Halterung eine Einstellung der Richtcharakteristik des Bewegungsmelders vornehmen zu können. Dazu sind ferner eine besondere Anordnung der Verkabelung und einer Schaltungsplatine des Bewegungsmelders und eine in das Gehäuse integrierte Einstellvorrichtung, mit der das Sensorelement des Bewe¬ gungsmelders innerhalb des Gehäuses gekippt werden kann, um eine Reichweitenanpassung des Bewegungsmelders vornehmen zu können, vorge¬ sehen.
Ferner ist aus der EP 0331 508 A2 eine Leuchte mit Bewegungsmelder bekannt, bei der eine Leuchtenabdeckung vorgesehen ist, die einen Trä¬ gerkörper und Anschlußelemente der Leuchte teilweise kapselt. Bei die¬ ser Leuchte ist in der Leuchtenabdeckung ein vollständig transparentes Fenster vorgesehen, hinter welchem der Bewegungsmelder angeordnet ist. Eine Beeinflussung des räumlichen Empfindlichkeitsbereichs des Senso¬ relements ist bei der Leuchte gemäß EP 0331 508 A2 nicht vorgesehen.
Die bekannten Leuchtenabdeckungen und Leuchten haben den Nachteil, daß das Vorhandensein eines Bewegungsmelders optisch erkennbar ist, so daß ein Umgehen der mit dem Bewegungsmelder ausgerüsteten Leuchte möglich ist. Daher sind solche Leuchten nur bedingt zur Objektsicherung ver¬ wendbar. Darüber hinaus beeinträchtigt die Erkennbarkeit des Bewe¬ gungsmelders das optische Erscheinungsbild der Leuchte. Ferner ist nachteilig, daß die Beeinflussung des räumlichen Empfindlichkeitsbe¬ reichs des Sensorelements des Bewegungselements gar nicht oder mit hohem Fertigungs- und Einstellaufwand möglich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Fertigungsaufwand einer Leuchte mit richtungsselektivem Bewegungsmelder zu reduzieren und die Freiheit bei der Gestaltung des optischen Erscheinungsbildes der Leuchte zu vergrößern.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen der Ansprüche 1, 2, 9 bzw. 11.
Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, daß die Leuchtenabdeckung und das optische Element einstückig ausgebildet und in einer gemeinsamen Form in einem Arbeitsgang hergestellt sind. Das optische Element dient da¬ bei der Beeinflussung des räumlichen Empfindlichkeitsbereichs eines Sensorelements des Bewegungsmelders, so daß Leuchtenabdeckung und Sen- sorelement gemeinsam eine Richtcharakteristik im Sinne einer Rich¬ tungsselektion aufweisen.
Die Richtcharakteristik wird bei der erfindungsgemäßen Leuchtenabdec¬ kung ohne relativ zueinander bewegbare Teile erreicht, so daß die An- Ordnung insgesamt unempfindlich und verschleißarm ist. Im Gegensatz zum Stand der Technik werden die Leuchtenabdeckung und das optische
Element als ein einziges Bauteil hergestellt, so daß der mit der Mon¬ tage einzelner Elemente verbundene Herstellungsaufwand entfällt.
Durch die einstückige Ausbildung von Leuchtenabdeckung und optischem Element und die gemeinsame Formung in einem Arbeitsgang wird aber nicht nur der Herstellungsaufwand reduziert sondern auch ein ästhe¬ tisch ansprechendes, homogenes Äußeres der Leuchtenabdeckung erreicht. Das optische Element weist vorzugsweise ein System von Einzellinsen auf oder ist als Fresnel-Linse ausgebildet.
Die Möglichkeit, das Äußere der Leuchtenabdeckung homogen zu gestal¬ ten, hat neben dem ästhetischen Vorteil auch einen technischen Vor¬ teil, da das Vorhandensein des Bewegungsmelders an der Leuchte nicht mehr erkennbar ist. Ein Umgehen der Leuchte, um eine Einschaltung der Leuchte zu verhindern, wird damit praktisch unmöglich gemacht. Die
Tarnung eines Bewegungsmelders und die damit verbundene Überraschungs¬ wirkung, wenn mit den Gegebenheiten nicht vertraute Personen eine Be¬ tätigung der Leuchte auslösen, trägt bei Einsatz einer solchen Leuchte zur Objektsicherung zur Sicherheit gegen unbefugtes Betreten bei.
Neben der Tarnwirkung hat die äußerlich nicht wahrnehmbare Integration des optischen Elements in die Leuchtenabdeckung den Vorteil, daß das Design von bestehenden Leuchten auch bei Hinzufügung eines Bewegungs¬ melders unverändert beibehalten werden kann. Die mit der Anordnung ei- nes Bewegungsmelders verbundenen technischen Vorteile lassen sich so¬ mit erzielen, ohne ein bewährtes Designkonzept verlassen zu müssen.
Gemäß eines weiteren Aspekt der Erfindung, für den auch unabhängig von Anspruch 1 ein Schutz begehrt wird, sind bei einer Leuchtenabdeckung mindestens zwei optische Elemente zur Beeinflussung des räumlichen Empfindlichkeitsbereich von Sensorelementen eines Bewegungsmelders, die Aufnahmen zur wahlweisen Anbringung von Sensorelementen aufweisen,
vorgesehen. Dadurch ist es möglich, eine Leuchte zur Verfügung zu stellen, bei der das Sensorelement des Bewegungsmelders verschieden anordenbar, insbesondere umsteckbar ist, so daß je nach Einsteckposi¬ tion des Sensorelements relativ zu der Leuchte unterschiedliche Rich- tungen durch den Bewegungsmelder erfaßbar sind. Vorzugsweise sind die mindestens zwei optischen Elemente mit der Leuchtenabdeckung ein¬ stückig ausgebildet und in einer gemeinsamen Form in einem Arbeitsgang hergestellt.
Um den Herstellungsaufwand gering zu halten und die Tarnwirkung zu er¬ höhen, sind die Leuchtenabdeckung und das optische Element vorzugs¬ weise aus einem gemeinsamen Material hergestellt. Polyethylen ist als gemeinsames Material besonders geeignet, da es für von einem Infrarot- Bewegungsmelder zu erfassende Infrarotstrahlung im Bereich von 6 bis 14 μm eine ausreichende Transmission aufweist. Zwar hat das Polyethy¬ len für Leuchten ungünstige mechanische und thermische Eigenschaften, diese können jedoch durch entsprechende Gestaltung der Leuchtenab¬ deckung und eines mit der Leuchtenabdeckung zu verwendenden Träger¬ körpers kompensiert werden.
Wenn die Leuchtenabdeckung aus Polyethylen besteht, muß sichergestellt werden, daß die Temperatur der Leuchtenabdeckung bei Dauerbetrieb 80° C nicht erreicht. Dazu ist bei Verwendung ohmscher Leuchtmittel, z. B. bei 35 W Linienlampen vorgesehen, das ohmsche Leuchtmittel min- destens teilweise freizulassen, so daß die von den Leuchtmitteln aus¬ gehende Wärme frei abgestrahlt werden kann.
Bei vollständig geschlossenen Leuchten, bei denen das Leuchtmittel ge¬ kapselt ist, wird ein übermäßiges Erwärmen der Leuchtenabdeckung durch die Verwendung von Energiesparlampen, z.B. von Kaltkathodenleucht- stofflampen, insbesondere in Verbindung mit elektronischen Vorschalt- geräten, verhindert. Eine thermische Überbeansprachung wird dabei ins-
besondere durch leistungsselektive Fassungen, zu denen nur bestimmte genormte Leuchtmittel bestimmter Leistung passen, oder durch Lei¬ stungsbegrenzer wie z.B. Sicherungen oder durch Temperaturfühler mit Abschaltelektronik erreicht.
Der Trägerkörper besteht vorzugsweise aus ABS (Acrylnitril-Butadien- Styrol), PC (Polycarbonat) oder aus Mischungen unter Verwendung dieser Kunststoffe.
Eine besonders gute Tarnwirkung ergibt sich, wenn die Leuchtenab¬ deckung und das optische Element nicht nur aus einem gemeinsamen Ma¬ terial hergestellt sind, sondern auch einheitlich eingefärbt und/oder oberflächenstrukturiert sind.
Die Leuchte ist vorzugsweise mit einem Bedienelement zur Steuerung der Betriebsweise der Leuchte versehen. Dieses Bedienelement umfaßt vor¬ zugsweise einen Infrarotreflexnäherungsschalter oder einen kapazitiven Näherungsschalter. Durch die Näherungsschalter und das Bedienelement läßt sich die Betriebsweise besonders einfach und ohne zusätzlichen Installationsbedarf beeinflussen. Bei einer entsprechenden Auslegung des Bedienelements ist es dann z.B. möglich, die Leuchte von einem Be¬ wegungsmelder gesteuerten Modus auf einen Dauerlichtmodus zu schalten oder andere Betriebsarten vorzuwählen.
Um die Richtcharakteristik des Bewegungsmelders der Leuchte mit indi¬ vidueller Akzentuierung einsetzen zu können, ist es besonders vorteil¬ haft, zur Befestigung der Leuchtenabdeckung an einem Trägerkörper ei¬ nen Befestigungsflansch vorzusehen, der rotationssymmetrisch ausgebil¬ det und um seine Rotationsachse beweglich ist. Dadurch wird eine 360° Einstellbarkeit des Bewegungsmelders um die Rotationsachse des Befe¬ stigungsflansches der Leuchtenabdeckung erreicht.
Vorteilhaft hinsichtlich einer flexiblen Montage an verschiedenen Or¬ ten ist es auch, wenn mindestens ein optisches Element an einer Längs¬ seite der Leuchtenabdeckung und mindestens ein weiteres optisches Ele¬ ment an einer Stirnseite der Leuchtenabdeckung angeordnet sind.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung im Zu¬ sammenhang mit den Zeichnungen. Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 die Leuchte in Fig. 1 in einem Schnitt gemäß der Linie II-II in
Fig. 1,
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte in einer Seitenansicht,
Fig. 4 die Leuchte in Fig. 3 in einer Ansicht von oben,
Fig. 5 eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte in einer Ansicht von oben,
Fig. 6 eine vierte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte in einer Ansicht von oben,
Fig. 7 die Leuchte in Fig. 6 in teilweise aufgebrochener Seitenan¬ sicht,
Fig. 8 ein stirnseitiges Ende einer fünften Ausführungsform einer er¬ findungsgemäßen Leuchte, welche im wesentlichen der Leuchte in Fig. 3 entspricht, in vergrößerter Darstellung,
Fig. 9 einen Schnitt durch eine Gußform für eine Leuchte gemäß Fig. 8,
Fig. 9a einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 9,
Fig. 10 eine Ansicht eines ersten Formeinsatzes der Gußform bei geöff¬ neter Gußform gemäß den Pfeilen X-X in Fig. 9 und
Fig. 11 eine Ansicht eines zweiten Formeinsatzes der Gußform bei ge- öffneter Gußform gemäß den Pfeilen XI-XI in Fig. 9.
Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Leuchte 100 ist eine sogenannte Stab¬ leuchte, bei der an einem länglichen flachen Trägerkörper 102 Klemm¬ fassungen 104 zur Halterung eines linienförmigen ohmschen Leuchtmit- tels 106 (in Fig. 1 nicht gezeigt) vorgesehen sind. Neben den Klemm¬ fassungen 104 sind an dem Trägerkörper als Anschlußelemente Lüster¬ klemmen (nicht gezeigt) vorgesehen, an welchen Zuleitungen zur Versor¬ gung der Leuchte 100 mit Strom anklemmbar sind.
Der Trägerkörper 102 wird teilweise von einer Leuchtenabdeckung gekap¬ selt, so daß bei eingesetztem Leuchtmittel 106 eine Berührbarkeit des Trägerkörpers 102 ausgeschlossen ist. Die Leuchtenabdeckung weist zwei stirnseitige Kappen 110, 112, welche durch zwei längliche Stege 114, 116 miteinander verbunden sind. Endkappen 110, 112 und Stege 114, 116 sind jeweils spiegelsymmetrisch zueinander ausgebildet und bilden ge¬ meinsam die Leuchtenabdeckung 108. In jede der Endkappen 110, 112 ist ein beim Spritzgießen der Leuchtenabdeckung 108 erzeugtes optisches Element 118, 120 integriert, welches als System von Einzellinsen aus¬ gebildet ist, wobei die Konturen jeweils an der Innenseite der Endkap- pen 110, 112 angeordnet sind.
Die optischen Elemente 118, 120 weisen jeweils an ihrer der Innenseite der Endkappen 110, 112 zugewandten Seite zwei Haltenasen oder Schienenabschnitte (nicht gezeigt) auf, die es erlauben, ein Sensor¬ element an ihnen zu befestigen. Bei der in Fig. 1 gezeigten Leuchte 100 ist nur ein Sensorelement 122 vorgesehen, welches über eine Me߬ leitung mit einer an dem Trägerkörper angeordneten Steuerelektronik 124 verbunden ist. Die Steuerelektronik schaltet die Stromversorgung des ohmschen Leuchtmittels 106 ein, wenn von dem Sensorelement 122 eine Bewegung nachgewiesen wird.
Die beiden optischen Elemente 118, 120 sind als Fresnel-Linsen ausge¬ bildet, weisen jedoch einen unterschiedlichen Erfassungsbereich auf, so daß durch Umstecken des Sensorelements 122 von dem optischen Ele¬ ment 118 zu dem optischen Element 120 ein anderer Winkelbereich über- wachbar wird. Vorzugsweise weist das optische Element 118 einen Erfas¬ sungsbereich von 60° zur Senkrechten seiner Hauptachse auf, wohingegen das optische Element 120 einen Erfassungsbereich von 30° zu seiner senkrechten aufweist.
Bei der Leuchte 100 sind das Sensorelement 122 und die Steuerelektro¬ nik 124 voneinander unabhängige Baugruppen, die lediglich durch eine Meßleitung verbunden sind. Dadurch ist es möglich, die Steuerelektro¬ nik unterhalb des Trägerkörpers 102 anzubringen, so daß eine Abschir¬ mung der zu der Steuerelektronik führenden und von der Steuerelektro- nik zu den ohmschen Leuchten führenden Leitungen sowohl durch die Leuchtenabdeckung als auch durch den Trägerkörper erfolgt.
Die in den Fig. 3 und 4 gezeigte erfindungsgemäße Leuchte 200 gemäß einer zweiten Ausführungsform, unterscheidet sich von der Leuchte 100 gemäß der ersten Ausführungsform in den Fig. 1 und 2 lediglich hin¬ sichtlich ihres Designs und hinsichtlich der zur Steuerung der be- triebsweise vorgesehenen Bedienelemente. Teile der Leuchte 200, die
Teile der Leuchte 100 entsprechen, sind daher mit Bezugszeichen verse¬ hen, die gegenüber den Bezugszeichen der entsprechenden Leuchte gemäß der ersten Ausführungsform um einhundert erhöht sind. Auf die Be¬ schreibung im Zusammenhang mit den Fig. 1 und 2 wird verwiesen.
Die Leuchte 200 weist einen Trägerkörper 202 auf, in welchem zur Be¬ festigung an einer Wand Befestigungslöcher 230 zur Aufnahme von Befe¬ stigungsschrauben (nicht gezeigt) vorgesehen sind. Die Befestigungs¬ löcher 230 werden wie auch die Klemmfassungen 204 im Betriebszustand der Leuchte 200 von dem Leuchtmittel 206, welches in Fig. 4 nicht ge¬ zeigt ist, abgedeckt.
Im Gegensatz zu der Leuchte 100 gemäß der ersten Ausführungsform sind bei der Leuchte 200 gemäß der zweiten Ausführungsform die beiden End- kappen 210, 212 nicht mittels Stegen miteinander verbunden sondern je¬ weils als separates Teil mit dem Trägerkörper 202 separat abnehmbar verbunden.
Zur Auswertung der Sensorsignale des unterhalb des optischen Elements 218 angeordneten Sensorelements 222 ist eine Steuerelektronik 224 vor¬ gesehen, welche neben der Verarbeitung der Sensorsignale des Sensor¬ elements 222 auch einen Modusschalter enthält, der über einen Nähe¬ rungsschalter 232 betätigbar ist. Mit diesen läßt sich die Leuchte auf Dauerlicht schalten. Der Betriebszustand der Steuerelektronik 224 wird über eine LED-Diode 234 angezeigt. Zur Ein- und Ausschaltung der
Leuchte 200 ist ein die Stromzufuhr unterbrechender Kippschalter 236 vorgesehen.
Die in Fig. 5 gezeigte dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte 300 unterscheidet sich von den Leuchten 100, 200 gemäß der er¬ sten und zweiten Ausführungsform hinsichtlich des Designs. Entspre¬ chende Teile sind daher mit Bezugszeichen versehen, die gegenüber ent-
sprechenden Teilen der ersten und zweiten Ausführungsform um zweihun¬ dert bzw. einhundert erhöht sind.
Bei der in Fig. 5 gezeigten Leuchte 300 handelt es sich dem Design nach um eine sogenannte runde Schiffsarmatur, die einen im wesentli¬ chen runden Trägerkörper 302 aufweist, der ganzflächig von einer aus durchsichtigem Polyethylen gefertigten Leuchtenabdeckung 308 abgedeckt wird. Zur Halterung der Leuchtenabdeckung an dem Trägerkörper und als Berührungsschutz ist ein Gitterkorb 340 vorgesehen, der an zwei radial vom Trägerkörper 302 abstehenden Vorsprüngen 342 eingehängt und an ei¬ nem dritten Vorsprung 344 festgeschraubt ist. Der Trägerkörper 302 und die Leuchtenabdeckung 308 bilden eine vollständig geschlossene Zelle, die wasserdicht ausgebildet ist, wobei ein unter einem Rand des Git¬ terkorbes 340 greifender Ringflansch 348 der Leuchtenabdeckung 308 eine Drehung der Leuchtenabdeckung 308 relativ zu dem Trägerkörper 302 und dem Gitterkorb 340 erlaubt.
Die Leuchtenabdeckung 308 ist wannenförmig mit einem Bodenbereich 350 und einem im wesentlichen rechtwinklig zu dem Bodenbereich 350 verlau- fenden Randbereich 352 ausgebildet. Zur Beeinflussung der Richtcha¬ rakteristik des Bewegungsmelders ist dem Bodenbereich 350 ein erstes optisches Element 318 vorgesehen, welches als Fresnel-Linse ausgebil¬ det ist. Ferner ist im Randbereich ein zweites optisches Element 320 ausgebildet, mit welchem ebenfalls die Richtcharakteristik eines Sen- sorelements eines Bewegungsmelders beeinflußbar ist. Die Hauptachsen der optischen Elemente 318, 320 stehen dabei im wesentlichen senkrecht zueinander, wobei beide optischen Elemente 318, 320 einen Sek¬ torbereich von etwa 30° abdecken.
Bei der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform ist zur Auswertung von Sensorsignalen eines Sensorelements, das unterhalb des optischen Ele¬ ments 318 unsichtbar angeordnet ist, eine Steuerelektronik 324 vorge-
sehen. Über diese Steuerelektronik wird das Leuchtmittel 306 mit Strom versorgt, welches als Energiesparleuchte ausgebildet ist, um die ther¬ mische Belastung der Leuchtenabdeckung auf ein Minimum zu reduzieren. Das nicht gezeigte Sensorelement der Leuchte 300 gemäß der dritten Ausführungsform ist an dem optischen Element 318 lösbar befestigt, so daß je nach Wahl des Benutzers auch eine lösbare Befestigung an dem optischen Element 320 herstellbar ist.
Wenn die Leuchtenabdeckung im wesentlichen aus Glas gefertigt wird, müssen die beiden optischen Elemente als separate Bauteile hergestellt und in die Leuchtenabdeckung aus Glas durch Einpressen oder Einklipsen eingebracht werden.
Die in den Fig. 6 und 7 gezeigte vierte Ausführungsform einer erfin- dungsgemäßen Leuchte 400 unterscheidet sich von der Leuchte 300 gemäß der dritten Ausführungsform in Fig. 5 in erster Linie durch die äußere Form. Teile der Leuchte 400 gemäß der vierten Ausführungsform, die Teilen der Leuchte 300 der dritten Ausführungsform entsprechen, sind daher mit Bezugszeichen versehen, die gegenüber den entsprechenden Teilen der Leuchte 300 gemäß der dritten Ausführungsform um einhundert erhöht sind. Auf die Beschreibung dieser Teile anhand der Leuchte 300 gemäß der dritten Ausführungsform wird insoweit verwiesen.
Bei der Leuchte 400 gemäß der vierten Ausführungsform sind Trägerkör- per 402 und Leuchtenabdeckung 408 in Draufsicht langgestreckt mit zwei in Draufsicht halbkreisförmigen stirnseitigen Enden ausgeführt. Die Leuchtenabdeckung 408, die wie die Leuchtenabdeckung 308 aus Poly¬ ethylen bzw. Glas wannenförmig hergestellt ist, um das Leuchtmittel 406, das Sensorelement 422 und die Steuerelektronik 424 wasserdicht zu kapseln weist dabei einen Flansch 448 auf, der plan auf einen entspre¬ chend geformten Flansch 464 des Trägerkörpers 402 aufgesetzt ist. Zu in Draufsicht Längs- und Querachsen der Leuchte 400 sind der Flansch
448 der Leuchtenabdeckung 408 und der Flansch 464 des Trägerkörpers 402 spiegelsymmetrisch ausgebildet, so daß die Leuchtenabdeckung 408 und der Trägerkörper 402 in zwei unterschiedlichen Positionen zueinan¬ der montierbar sind. Da die Leuchtenabdeckung 408 wie die Leuchtenab- deckung 308 lediglich zwei optische Elemente 418, 420 aufweist, die am Bodenbereich 450 bzw. am Randbereich 452 der Leuchtenabdeckung an¬ geordnet sind, kann durch Verdrehen der Leuchtenabdeckung 408 relativ zum Trägerkörper 402 die Richtcharakteristik des Bewegungsmelders der Leuchte 400 auch dann noch verändert werden, wenn der Trägerkörper 402 der Leuchte 400 bereits montiert ist.
In Fig. 8 ist eine Leuchte 500 gemäß einer fünften Ausführungsform ge¬ zeigt, wobei die Leuchte hinsichtlich der äußeren Formgestaltung, der verwendeten Leuchtmittel, des optischen Elements 518, des Sensorele- ments 522, der Steuerelektronik und der Bedienelemente der Leuchte in den Fig. 3 und 4 entspricht. Hinsichtlich dieser Teile wird auf die Beschreibung der Leuchte 200 gemäß der zweiten Ausführungsform verwie¬ sen. Hinsichtlich der Gestaltung der Leuchtenabdeckung 508 entspricht die Leuchte 500 gemäß der fünften Ausführungsform der Leuchte 100 ge- maß der ersten Ausführungsform, insbesondere da die Endkappen 510
(rechte Endkappe nicht gezeigt) über einstückig beim Gießen der Leuch¬ tenabdeckung 508 angeformte Stege miteinander verbunden sind.
Aus Fig. 8 ist ersichtlich, daß das optische Element 518 aus einem Sy- stem einzelner optischer Linsen 570 besteht, die sich jeweils erhaben an der Innenseite 572 der Endkappe 510 wölben. Durch diese Linsen 570 kann das Infrarot-Sensorelement 522 des Bewegungsmelders Infrarotquel¬ len in einem Winkelbereich α von 60° zur normalen (Hauptachse) des Sen¬ sorelements 522 erfassen.
Die Fig. 9 bis 11 dienen der Beschreibung einer Gußform 600 einer Leuchte 500 gemäß Fig. 8. Die Gußform 600 weist als wesentliche Form-
Werkzeuge einen oberen, hohl geformten ersten Formeinsatz 602 auf, der eine der Form der zu fertigenden Leuchtenabdeckung 508 entsprechende Vertiefung 604 aufweist. Als zweites Formwerkzeug weist die Gußform 600 einen zweiten Formeinsatz 606 auf, welcher einen zu der Vertiefung 604 komplementär ausgebildeten erhabenen Vorsprung 608 aufweist. Die beiden Formeinsätze 602, 606 sind an Aufspannplatten 610, 612 befe¬ stigt und lassen sich relativ zueinander so verfahren, daß der Vor¬ sprung 608 in die Vertiefung 604 eintaucht. Im zusammengefahrenen Zu¬ stand liegen die beiden Formeinsätze 602, 606 entlang einer Trennlinie 614 aneinander an, wobei im Bereich des Vorsprungs 608 zwischen Vor¬ sprung 608 und Vertiefung 604 ein Spalt verbleibt, der beim Gießen über einen Anguß 616 mit Polyethylen ausgespritzt wird. Die Gußform 600 weist nur einen Anguß auf, so daß an der fertigen Leuchtenab¬ deckung auch nur ein Anspritzpunkt verbleibt. Die Entlüftung der Guß- form beim Gießen erfolgt über nicht gezeigte Entlüftungskanäle.
In den Fig. 9 und 10 ist erkennbar, daß zur Erzeugung der Linsen des optischen Elements in dem Vorsprung 608 des zweiten Formeinsatzes 606 im Bereich der zu formenden Endkappen Vertiefungen 618 vorgesehen sind, die gemeinsam einen Linsenformabschnitt 619 bilden. Um an der zu fertigenden Leuchtenabdeckung Durchbrüche für Schalter oder ähnliches anbringen zu können, weist die Gußform 600 Kernzüge 618 und Schieber 620 auf, mit welchen Kerne 622 (als unsichtbare gezeigt), derart im Bereich des ersten Formeinsatzes 602 quer zu der Vertiefung 604 zustellbar sind, so daß beim Abspritzen der Gußform Ausnehmungen herstellbar sind.
Zur Erleichterung des Entformens einer in der Gußform 600 hergestell¬ ten Leuchtenabdeckung sind an der Gußform Auswerfer 624 vorgesehen, welche über einen Auswerferbolzen 626, eine Auswerferdruckplatte 628 und eine Auswerferhalteplatte 630 relativ zu dem zweiten Formeinsatz 606 verfahrbar sind.