Verfahren zum Betreiben eines Netzes
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Netzes von Sekundärnutzem, das Kanäle aus einem von Primärnutzern genutzten FrequenzSpektrum im Frequenzsprungverfah¬ ren zur Datenübertragung verwendet, wobei ein von dem Netz von Sekundärnutzern jeweils ausgewählter Kanal vor einer möglichen Datenübertragung abgehört und daraufhin überprüft wird, ob Primärnutzer diesen Kanal zur Zeit belegen, und das Netz von Sekundärnutzern in Abhängigkeit von dem Ergebnis dieser Über¬ prüfung entweder Daten über den ausgewählten Kanal überträgt oder diesen von der Datenübertragung ausschließt und einen neuen Kanal zur Überprüfung und möglichen Datenübertragung auswählt.
Ein derartiges Verfahren ist aus der DE 44 07 544 AI bekannt.
Das bekannte Verfahren dient zur Übertragung von Datenpaketsätzen in einem Zusatznetz, das über Frequenzkanäle sendet, die zumindest zum Teil bereits in einem bestehenden Basisnetz zur digitalen Daten- und/oder Sprachübertragung verwendet werden. Bei diesem Verfahren wird in einem ersten Schritt ein von dem Basisnetz gerade nicht belegter Frequenzkanal ermittelt, woraufhin in einem zweiten Schritt ein Datenpaketsatz über den ermittelten Frequenzkanal übertragen wird. Diese Schritte werden nach Art einer Frequenzsprungtechnik zyklisch so lange wieder¬ holt, bis alle Datenpaketsätze einer Sendung übertragen wurden.
Mit dem bekannten Verfahren ist es möglich, durch die Verwendung der FrequenzSprungtechnik bestehende Kanäle besser auszunutzen, ohne daß das jeweilige Baεisnetz gestört wird.
Wie in der Frequenzsprungtechnik üblich, werden die einzelnen Paketdatensätze zeitlich gestaffelt über verschiedene Fre¬ quenzkanäle übertragen, wobei die Last gleichmäßig auf die zur Verfügung stehenden Kanäle verteilt wird, die gerade nicht von dem Basisnetz verwendet werden.
Wegen weiterer Einzelheiten des bekannten Verfahrens wird auf die eingangs genannte DE 44 07 544 verwiesen.
Die Auswahl eines gerade nicht von dem Basisnetz belegten Frequenzkanales erfolgt bei diesem Verfahren so, daß zunächst einer der mehreren Frequenzkanäle ausgewählt wird, woraufhin dann dieser ausgewählte Kanal abgehört wird, um zu überprüfen, ob das Basisnetz gerade auf diesem Frequenzkanal sendet. Wenn bei dieser Abhörung kein Signal empfangen wird, so wird davon
ausgegangen, daß dieser Kanal von dem Zusatznetz verwendet werden kann.
Bei ersten Testeinsätzen des bekannten Verfahrens hat sich herausgestellt, daß es ohne Beeinträchtigung des Basisnetzes so lange einwandfrei arbeitet, wie die Bandbreiten der Empfänger des Zusatznetzes nicht wesentlich schmaler sind als die der Empfänger des Basisnetzes. Der Betrieb eines Zusatznetzes auf dem Dl- oder D2-Netz bereitet somit keine Probleme.
Schwierigkeiten kann es jedoch bei der Verwendung des ISM- Frequenzbereiches geben, der bei 2,4 GHz angesiedelt ist. Bei dem ISM-Bereich (Industrial Scientific Medical Application) handelt es sich um einen nicht geschützten Bereich, in dem u.a. Mikrowellenherde abstrahlen, aber z. B. auch drahtlose Fernseh¬ kameras sowie andere Primärnutzer arbeiten. Die Sender und Empfänger dieser Primärnutzer sind oft sehr breitbandig, während die Empfänger des Zusatznetzes sehr schmalbandig sind, z. B. nur 1 MHz breit sind, um in dem Basisnetz eine große Anzahl von Kanälen für das Zusatznetz zur Verfügung zu haben.
In dem ISM-Bereich von 2,40 - 2,4835 GHz werden z.B. 80 der eigentlich 83 zur Verfügung stehenden Kanäle verwendet.
Ein sehr breitbandiger Primärnutzer überdeckt nun eine ganze Anzahl dieser Kanäle, wobei in den Randbereichen der Glockenkurve des Spektrums des Primärnutzers die Energie des Primärsenders so gering ist, daß ein Sekundärnutzer in den dort liegenden Kanälen den Primärnutzer nicht mehr erkennen kann. Das Netz der Sekundärnutzer wird folglich auch auf Kanälen senden, die in den Randbereichen der Glockenkurven der Primärnutzer liegen, so daß der Empfänger des Primärnutzers dieses Signal wegen der größeren Bandbreite dennoch auffangen kann, wodurch eine
empfindliche Störung des Primärnutzers möglich ist. Ferner decken modulierte HochfrequenzSignale nicht zu jedem Zeitpunkt der Sendeaktivität die gesamte eigene Bandbreite ab, so daß ein sehr kurzes, schmalbandiges Abhören in einem eigentlich benutzten Bereich ebenfalls zu einer fälschlichen Annahme der freien Verfügbarkeit führen kann. Bei den erwähnten drahtlosen Fernseh¬ kameras führt dies zu einer Störung, bei der z.B. in dem übertragenen Bild schwarze Balken auftauchen.
Prinzipiell tritt dieses Problem in jedem Netz auf, wo Primär¬ nutzer mit einer größeren Bandbreite senden und empfangen als Sekundärnutzer. Da eine derartige Störung der Primärnutzer vermieden werden muß, beschäftigt sich die vorliegende Erfindung mit genau diesem Problem.
Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das eingangs genannte Verfahren auf möglichst einfache Weise so weiterzubilden, daß eine Störung von Primärnutzern zuverlässig vermieden wird, die breitbandiger arbeiten als die Sekundär¬ nutzer.
Bei dem eingangs genannten Verfahren wird diese Aufgabe erfin¬ dungsgemäß dadurch gelöst, daß zusätzlich zu dem ausgewählten Kanal weitere Kanäle zumindest einmal von der Datenübertragung ausgeschlossen werden, wenn das Abhören des ausgewählten Kanales ergibt, daß Primärnutzer auf diesem Kanal gerade senden.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird auf diese Weise vollkommen gelöst. Die Erfinder der vorliegenden Anmeldung haben nämlich erkannt, daß es bereits auf diese einfache Weise möglich ist, eine Störung breitbandiger Primärnutzer zu vermeiden. Wenn ein Sekundärnutzer einen Primämutzer auf einem ausgewählten
Kanal erkennt, so sperrt er z. B. weitere Kanäle im Bereich dieses ausgewählten Kanales, so daß diese bei einem der nächsten FrequenzSprünge nicht verwendet werden, auch wenn das Abhören dieser Kanäle keine Signale von Primärnutzern ergeben sollte. Mit anderen Worten, wenn einmal ein ausgewählter Kanal im mittleren Breich der Glockenkurve eines Primärnutzers liegt, so werden auch die in den mit schwächerer Sendeenergie versehenen Randbereichen der Glockenkurve liegenden Kanäle zunächst einmal von dem Sekundärnutzer nicht mehr verwendet. Da sämtliche Kanäle des zur Verfügung stehenden FrequenzSpektrums statistisch gleichverteilt von dem Sekundärnutzer verwendet werden, wird damit eine mögliche Interferenz mit dem Primärnutzer für eine gewisse Zeitspanne verhindert. Solange der Primärnutzer auf Sendung ist, werden aber immer wieder ausgewählte Kanäle im mittleren Bereich seiner Glockenkurve liegen, so daß immer wieder Kanalbereiche für die Sekundärnutzer gesperrt werden.
Es hat sich herausgestellt, daß dieses sehr einfache Verfahren ausreicht, um Störungen von Primärnutzern in großem Maße zu vermeiden.
In einer Weiterbildung ist es bevorzugt, wenn die weiteren Kanäle in Abhängigkeit von der Lage des ausgewählten Kanales in dem Frequenzspektrum bestimmt werden, wobei die weiteren Kanäle vorzugsweise eine erste Zahl von Kanälen unmittelbar oberhalb und eine zweite Zahl von Kanälen unmittelbar unterhalb des ausgewählten Kanales umfassen und die erste und die zweite Zahl vorzugsweise in Abhängigkeit von der Lage des ausgewählten Kanales in dem Frequenzspektrum bestimmt werden.
Hier ist von Vorteil, daß bei der Bestimmung der weiteren Kanäle Kenntnisse über die Lage der Primärnutzer in dem Frequenzspektrum berücksichtigt werden können. Wenn es z. B. bekannt ist, daß
in einem bestimmten Frequenzbereich des Spektrums immer bestimmte Primärnutzer auftauchen, die bestimmte Kanäle belegen, so kann bei einem Belegt-Zustand eines dieser bestimmten Kanäle dafür gesorgt werden, daß der Sekundärnutzer sämtliche Kanäle sperrt, auf denen der so erkannte Primärnutzer sendet.
Im einfachsten Fall wird man hier eine bestimmte Zahl von Kanälen oberhalb und unterhalb des ausgewählten Kanales sperren, wobei insbesondere in den Randbereichen des zur Verfügung stehenden FrequenzSpektrums die Zahl der oberhalb sowie unterhalb deε ausgewählten Kanales liegenden, zu sperrenden Kanäle unterschied¬ lich sein kann.
Insbesondere ist es bevorzugt, wenn aus den Abhδrergebnissen der von der Datenübertragung ausgeschlossenen Kanäle das Frequenzspektrum des diese Kanäle belegenden Primärnutzers interpoliert und sämtliche in diesem Frequenzspektrum liegenden Kanäle zumindest einmal von der Datenübertragung ausgeschlossen werden.
Hier ist von Vorteil, daß auch solche Primärnutzer erkannt werden können, deren absolute Lage im Frequenzspektrum veränderbar ist, deren Bandbreite jedoch bekannt ist. Andererseits ist es auch möglich, Primärnutzer zu schützen, deren Frequenzspektrum dem Sekundärnutzer vorab nicht bekannt war. Aus der Lage der gesperrten Kanäle im Frequenzspektrum sowie ggf. aus deren Signalstärke wird eine Glockenkurve interpoliert, woraufhin dann sämtliche in den Bereich der Glockenkurve fallenden Kanäle für eine gewisse Zeit oder nach einem noch zu beschreibenden Verfahren von der Übertragung der Paketdatensätze ausgeschlossen werden.
Hierbei ist es bevorzugt, wenn jedem Kanal zumindest eine Zustandsvariable zugeordnet ist, deren Wert zyklisch aktualisiert wird und angibt, ob und in welcher Form der ihr zugeordnete Kanal durch Primärnutzer belegt ist, wobei vorzugsweise die zumindest eine Zustandsvariable des ausgewählten Kanales sowie die der weiteren Kanäle auf einen Sperrwert gesetzt werden, wenn das Abhören des ausgewählten Kanales ergibt, daß ein Primärnutzer auf diesem Kanal gerade sendet.
Hier ist von Vorteil, daß eine Matrix oder auch eine einfache Liste angelegt werden kann, die die Zustandsvariablen sämtlicher zur Verfügung stehender Kanäle beinhaltet. Anhand dieser Liste oder Matrix sowie anhand der Werte der einzelnen Zustands¬ variablen kann dann auf einfache Weise der Belegungsgrad des gesamten Frequenzspektrums ermittelt werden. Es handelt sich hier sozusagen um einen Spektrumanalysator, der angibt, welche Kanäle gerade belegt sind. Diese Liste oder Matrix der Zustands¬ variablen kann dann für die obenerwähnte Interpolation des FrequenzSpektrums des Primärnutzers verwendet werden. Eine Spalte dieser Matrix kann Werte beinhalten, die einen Wartezeitraum definieren, währenddessen ein Kanal selbst bei negativem Abhörergebnis nicht genutzt werden darf.
Weiter ist es bevorzugt, wenn zumindest einigen Kanälen weitere Zustandsvariablen zugeordnet sind, deren Werte aus Abhörergeb¬ nissen gebildet und dazu verwendet werden, den Wert der zumindest einen Zustandsvariablen zu aktualisieren.
Hier ist von Vorteil, daß die Zustandsvariablen nicht nur den reinen Belegtzustand in Form einer Ja/Nein-Entscheidung sondern weitere Informationen über den jeweils ausgewählten Kanal liefern können. Eine der weiteren Zustandsvariablen kann bspw. die mittlere Signalstärke des auf dem ausgewählten Kanal sendenden
Primärsenders enthalten, während eine weitere Zustandsvariable z.B. die durchschnittliche "Trefferquote" bei der Abhörung des ausgewählten Kanales wiedergeben kann. Aus diesen weiteren Informationen über den Zustand des ausgewählten Kanales kann dann abgeleitet werden, ob die zumindest eine Zustandsvariable inkrementiert oder dekrementiert werden muß oder aber ihren ursprünglichen Wert beibehält. Femer können die Werte dieser weiteren Zustandsvariablen dazu verwendet werden, die Zahl und Lage der zu sperrenden Kanäle zu bestimmen, wie dies weiter unten noch ausführlicher beschrieben wird.
Es ist besonders bevorzugt, wenn bei jeder Aktualisierung die zumindest eine Zustandsvariable dekrementiert/inkrementiert wird, sofern sie nicht bereits einen Freigabewert aufweist, der angibt, daß der Kanal nicht durch Primärnutzer belegt ist.
Auf diese einfache Weise wird bei Verwendung einer Wartezeit¬ variablen eine reine Zeitverzögerung erreicht, wobei hier insbesondere auf den Unterschied zwischen Belegung durch Primärnutzer sowie Senden durch Primärnutzer hingewiesen werden soll. Wie oben bereits ausführlich erwähnt, ist es durchaus möglich, daß wegen des breitbandigen Senders eines Primärnutzers Kanäle belegt sind, obwohl die Sekundärnutzer mit ihren schmal- bandigen Empfängern auf diesen Kanälen zumindest zeitweise keine Sendungen von Primärnutzern "abhören" können. Wenn jetzt ein Primärnutzer erkannt und eine entsprechende Anzahl von Kanälen gesperrt wurde, so kann durch die Größe des Sperrwertes eine bestimmte Zeitverzögerung eingestellt werden, während der Sekundärnutzer auf den gesperrten Kanälen nicht senden, obwohl diese Kanäle als frei abgehört werden.
Wenn der Sperrwert z. B. gleich 5 und der Freigabewert gleich 0 gesetzt wird, so kann ein gesperrter Kanal frühestens dann wieder
verwendet werden, wenn er in fünf aufeinanderfolgenden Zeit- schlitzen nicht erneut mit einem Sperrwert belegt wurde. Es ist nämlich durchaus möglich, daß ein gesperrter Kanal, dessen Zustandsvariable bereits teilweise dekrementiert wurde, deshalb erneut ganz gesperrt wird, weil er zu den weiteren Kanälen eines ausgewählten Kanales gehört, auf dem Primärnutzer gerade senden.
Es ist jedoch weiter bevorzugt, wenn nur die zumindest eine Zustandsvariable des ausgewählten Kanales dekrementiert/inkremen- tiert wird, wenn das Abhören dieses Kanales ergibt, daß Primär¬ nutzer auf ihm gerade nicht senden.
Hier ist von Vorteil, daß eine Störung der Primämutzer mit noch größerer Zuverlässigkeit verhindert wird. Hier muß nämlich jetzt jeder Kanal einzeln wieder freigegeben werden, wozu es erforderlich ist, daß er so oft als ausgewählter Kanal nicht erneut gesperrt wurde, wie dies durch den Sperrwert bzw. die Differenz zwischen Sperrwert und Freigabewert vorgegeben ist.
Bei dem obigen Zahlenbeispiel bedeutet dies, daß ein Kanal erst wieder freigegeben wird, wenn er fünfmal ausgewählt wurde und jedesmal keine Sendung von Primärnutzern abgehört werden konnte. Da sämtliche zur Verfügung stehenden Kanäle statistisch gleich¬ verteilt ausgewählt werden, bedeutet dies, daß ein belegter Kanal erst wieder freigegeben wird, wenn sämtliche zur Verfügung stehenden Kanäle fünfmal ausgewählt wurden. Wenn die Zahl der zur Verfügung stehenden Kanäle bspw. gleich 80 ist und jeder Zeitschlitz für die Übertragung eines Paketdatensatzes nach einem Frequenzsprung 7 ms beträgt, so bleibt ein einmal gesperr¬ ter Kanal für ca. drei Sekunden von der Datenübertragung ausgeschlossen.
Allgemein ist es dabei bevorzugt, wenn nach der Aktualisierung zumindest der Wert der zumindest einen Zustandsvariablen deε ausgewählten Kanals auf einen Freigabewert abgefragt wird, um zu entscheiden, ob dieser Kanal zur Datenübertragung zur Verfügung steht.
Hier ist von Vorteil, daß sich insgesamt ein sehr einfaches Verfahren ergibt. Der ausgewählte Kanal wird zunächst abgehört, woraufhin dann die Zustandsvariable dieses Kanales und ggf. die weiterer Kanäle aktualisiert wird, bevor dann die Zu¬ standsvariable des ausgewählten Kanales daraufhin abgefragt wird, ob dieser Kanal zur Datenübertragung zur Verfügung steht.
Ferner ist es bevorzugt, wenn beim Abhören eines ausgewählten Kanales dessen Signalpegel in zeitlichen Abständen N mal auf das Überschreiten einer Signalschwelle abgetastet wird, wobei der Signalpegel des abgetasteten Kanales die Signalschwelle vorzugsweise M mal überschreiten muß, damit ein Senden von Primärnutzern auf diesem Kanal erkannt wird. M ist dabei vor¬ zugsweise größer oder gleich N/2. Allgemein gilt jedoch 0 < M ≤ N.
Hier ist von Vorteil, daß durch die größere Anzahl von Abtastun¬ gen sichergestellt wird, daß der ausgewählte Kanal nicht gerade während einer "Sendepause" oder Übertragungslücke abgefragt wurde. Weiter ist von Vorteil, daß die Signalschwelle sehr niedrig bereits im Bereich des Rauschens angesetzt werden kann, weil nicht bereits eine beliebige Überschreitung der Sig¬ nalschwelle, sondern erst M Überschreitungen ausreichen, damit eine Sendung eines Primärnutzeres auf diesem Kanal angenommen wird. Ein besonders sicheres Erkennen einer derartigen Sendung auf einem ausgewählten Kanal ergibt sich, wenn mehr als die Hälfte der Abtastungen zu einem Signal oberhalb der Sig¬ nalschwelle führen muß.
Weiter ist es bevorzugt, wenn M dynamisch in Abhängigkeit von einer Auswertung des Abhörens des ausgewählten Kanales bestimmt wird.
Hier ist von Vorteil, daß das neue Verfahren nicht auf die Nutzung einer reinen Wartezeitvariablen beschränkt ist, vielmehr können auch weitere Zustandsvariablen verwendet werden, zu denen etwa die durchschnittliche Trefferquote M beim Abhören eines ausgewählten Kanales oder aber der durchschnittliche Signalpegel des abgehörten Kanales zählen können. Diese Variablen können z.B. so ausgewertet werden, daß in Abhängigkeit des gemessenen Signalpegels die Anzahl der weiteren Kanäle variiert wird. Bei der Bewertung der einzelnen Abhörergebnisse muß die Trefferquote M ferner nicht zwingend größer oder gleich N/2 sein, auch bei einer geringeren Trefferquote, die jedoch mit aufeinanderfolgen¬ den starken Meßpegeln einhergeht, kann eine Kanalbelegung angenommen werden. Die Zustandsvariable kann ferner dazu verwendet werden, die zusätzlich als belegt zu kennzeichnenden Kanäle oberhalb und unterhalb des ausgewählten Kanales unabhängig voneinander festzulegen, so daß die weiteren Kanäle nicht zwangsläufig symmetrisch zu dem ausgewählten Kanal liegen.
Zusammengefaßt liegt der Vorteil des neuen Verfahrens darin, daß nicht ein einfaches "Listen before Talking"-Verfahren durchgeführt wird, sondern daß zusätzlich zu dem ausgewählten Kanal noch weitere Kanäle gesperrt werden, wenn eine Sendung eines Primärnutzers auf dem ausgewählten Kanal erkannt wird. Durch das Sperren weiterer Kanäle wird zuverlässig dafür gesorgt, daß auch die Randbereiche der spektralen Glockenkurve eines Primärnutzers im Frequenzband geschützt werden können. Zwar läßt sich auch durch dieses Verfahren nicht vermeiden, daß in ganz bestimmten Ausnahmefällen der neu ans Netz gehende Sekundär¬ nutzer zumindest einmal im Randbereich einer derartigen Glocken-
kurve sendet. Dies geschieht dann, wenn einer der ersten ausgewählten Kanäle des Sekundärnutzers genau am Rand einer derartigen Glockenkurve liegt, wo zwar der Empfänger des Primärnutzers noch Signale aufnehmen kann, die Sendeleistung des Primärnutzers jedoch bereits so gering ist, daß der Sekundär¬ nutzer sie nicht mehr empfangen kann. Die Zeitschlitze sind bei einen Sekundärnutzer jedoch so kurz, liegen z. B. bei 7 Millisekunden, so daß die dadurch bewirkte einmalige Störung von dem Primärnutzer nicht bemerkt wird. Im Laufe der Zeit werden dann jedoch zunächst sämtliche anderen Kanäle des Fre¬ quenzSpektrums einmal ausgewählt, bevor der Kanal am Rande der Glockenkurve wieder an die Reihe kommt. Zuvor wurden jedoch bereits Kanäle im Inneren der Glockenkurve des Primärnutzers ausgewählt und von der Übertragung ausgeschlossen, da auf ihnen eine Sendung von Primärnutzern erkannt wurde. Im Zusammenhang mit dem Ausschluß dieser ausgewählten Kanäle wurden weitere Kanäle von der Übertragung ausgeschlossen, zu denen aufgrund der Interpolation auch die Kanäle im Randbereich der Glockenkurve zählen.
Bei diesem Ausschluß wurden die Zustandsvariablen der Kanäle im Randbereich der Glockenkurve mit einem Sperrwert versehen, so daß sie entsprechend der Größe des Sperrwertes mehrmals ausgewählt werden müssen, bevor auf ihnen wieder gesendet wird.
Dieses neue Verfahren ermöglicht somit eine Optimierung bei der Ausnutzung von zur Verfügung stehenden Kanalkapazitäten auch in solchen Netzen, in denen eine Störung der Primärnutzer durch die Sekundärnutzer mit sehr großer Sicherheit vermieden werden muß.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der beigefügten Zeichnung.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachste¬ hend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in den jeweils angegebenen Kombinationen, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein schematisches Beispiel eines FrequenzSpektrums eines Basisnetzes, dem ein Zusatznetz überlagert wird;
Fig. 2 die Aufteilung eines Zeitschlitzes des Zusatznetzes auf die verschiedenen Operationen,-
Fig. 3 in einem anderen Maßstab den Beginn des Zeitschlitzes aus Fig. 2;
Fig. 4 eine schematische Darstellung der Änderung der Inhalte von Zustandsvariablen für einen Bereich des Fre¬ quenzspektrums aus Fig. 1; und
Fig. 5 ein schematisches Flußdiagramm des neuen Verfahrens.
Fig. 1 zeigt in schematischer Weise ein von Primärnutzern genutztes Frequenzspektrum 10, das auch von Sekundärnutzern in einem Zusatznetz genutzt wird. Das Frequenzspektrum umfaßt beispielhaft f(k) Kanäle f, bis fgo, wobei bei f10 und fJ0 jeweils ein Primärnutzer 11, 12 sendet, während bei fω ein Sekundärnutzer 13 des Zusatznetzes zu finden ist.
Neben den sehr schmalbandigen Primärnutzern 11, 12 sowie dem Sekundärnutzer 13 ist noch ein weiterer Primärnutzer 15 vorhan¬ den, dessen Mittenfrequenz bei f2J liegt. Dieser Primärnutzer 15 ist jedoch sehr breitbandig und weist eine spektrale Glocken¬ kurve 16 auf, die sich von f20 bis zu f3ü erstreckt. In den Randbereichen dieser Glockenkurve, also oberhalb von f20 und unterhalb von f30 ist die Sendeenergie S des Primärnutzers 15 jedoch so gering, daß sie unterhalb einer detektierbaren Schwelle W liegt, so daß ein Sekundärnutzer z. B. auf den Kanälen f21 sowie f29 kein Signal empfangen könnte und diesen Kanal daher als frei ansehen würde.
Die Sekundärnutzer verwenden die Kanäle fi bis fω zur Datenüber¬ tragung nach Art der FrequenzSprungtechnik, wobei zur Vermeidung von Störungen der Primärnutzer zu Beginn einer jeden möglichen Datenübertragung überprüft wird, ob der jeweils gerade aus¬ gewählte Frequenzkanal von Primärnutzern belegt ist. Das grundlegende Verfahren wird ausführlich in der eingangs erwähnten DE 44 07 544 AI beschrieben, so daß auf weitere Erläuterungen hier verzichtet werden kann. Es sei lediglich bemerkt, daß das Zusatznetz mit einer bestimmten Systemzeit arbeitet, die allen Endgeräten in dem Zusatznetz gemeinsam ist. Anhand dieser Systemzeit bestimmt jedes Endgerät, auf welchem Kanal gerade gesendet werden darf und somit empfangen werden kann. Der so ausgewählte Kanal wird durch die Systemzeit und ggf. durch die Adresse des empfangenden Endgerätes bestimmt.
Mit anderen Worten, zu jedem Zeitpunkt wissen ein sendendes sowie ein empfangendes Endgerät, über welchen Kanal diese Sendung zu erfolgen hat. Damit diese mögliche Sendung nicht einen Primärnutzer stört, wird vor der Aussendung eines Datenpaketes in dem jeweiligen Zeitschlitz überprüft, ob der ausgewählte Kanal gerade von einem Primämutzer belegt wird. Die erfindungs-
gemäß hierzu erforderlichen einzelnen Operationen werden jetzt anhand der schematischen Darstellung der Fig. 2 erörtert.
Fig. 2 zeigt auf der Zeitachse einen schematisch angedeuteten Zeitschlitz 18 von T = 7 ms. Zu Beginn dieses Zeitschlitzes 18 wird zunächst der Sender des sendenden Endgerätes auf den ausgewählten Kanal eingestellt, was während der Zeit T, = 50 ns erfolgt.
Daraufhin wird während der Zeit T2 = 500 μs dieser Kanal auf Belegung abgefragt. Wenn der Kanal frei ist, so wird während der Zeit T3, die sich an T2 anschließt, wenn auch nicht unmittel¬ bar, ein Datenpaket übertragen, wozu 4 ms zur Verfügung stehen. Dieses Datenpaket besteht in bekannter Weise aus einem Header, einem Datenpaket von 256 Bit sowie einem Trailer.
Nach der Übertragung des Datenpaketes wird bei T4 noch eine gewisse Zeit gewartet, ob der Empfänger den Empfang des Daten¬ paketes bestätigt. Sofern diese Bestätigung eingeht, wird in dem nächsten Zeitschlitz das nächste Datenpaket übertragen, bleibt die Bestätigung aus, wird dasselbe Datenpaket in dem nächsten Zeitschlitz noch einmal übertragen.
Wenn bei der Überprüfung in T2 erkannt wird, daß der ausgewählte Kanal bereits durch Primämutzer belegt ist, verstreicht der Rest der Zeit des Zeitschlitzes ungenutzt, und zu Beginn des nächsten Zeitschlitzes beginnen die soeben beschriebenen Operationen von vorne.
Es ist nicht möglich, aus dem Raster der Zeitschlitze heraus¬ zuspringen, da diese Zeitschlitze der Synchronisation zwischen dem Sender und dem Empfänger dienen, die nicht gestört werden darf.
In Fig. 3 ist schematisch der Beginn der Überprüfung während der Zeit T2 dargestellt. Fig. 3 zeigt die Signalamplitude S des ausgewählten Kanales über der Zeit, die in zeitlichen Abständen T insgesamt N mal abgetastet wird. Bei dieser Abtastung wird abgefragt, ob der Signalpegel oberhalb oder unterhalb eines Schwellwertes S0 liegt. Liegt der Signalpegel M mal oberhalb der Signalschwelle S0, so wird davon ausgegangen, daß ein Primärnutzer den ausgewählten Kanal gerade verwendet. Die Signalschwelle S0 liegt in der Nähe des Rauschens, so daß eine gewisse Zahl N von Abtastungen erforderlich ist, um mit einer gewissen Sicherheit eine Sendung des Basisnetzes erkennen bzw. ausschließen zu können. N ist hierbei vorzugsweise = 10, wobei M z.B. 5 betragen kann. Wenn mehr als die Hälfte der Abtastungen oberhalb der Signalschwelle S0 liegt, kann mit einer gewissen Sicherheit davon ausgegangen werden, daß tatsächlich eine Sendung eines Primärnutzers vorliegt, so daß der ausgewählte Kanal nicht zur Datenübertragung im Zusatznetz zur Verfügung steht. Diese Information wird jetzt weiterverarbeitet, um den Primämutzer sicher vor Störungen durch das Zusatznetz zu schützen. Wie dies geschieht, wird jetzt anhand der schematischen Darstellung der Fig. 4 gezeigt.
Jedem Kanal f, bis f^, des FrequenzSpektrums 10 wird eine Zustandsvariable Z (k) zugeordnet, wobei k der Ordnungsnummer des jeweiligen Frequenzkanals entspricht. Fig. 4 zeigt jetzt eine Tabelle, bei der in Spalten nebeneinander die Werte der Zustandsvariablen für die Frequenzen f20 bis f30 der spektralen Glockenkurve 16 des Primärnutzers 15 dargestellt sind.
In der ersten Spalte der Tabelle aus Fig. 4 ist die Ordnungszahl des jeweils ausgewählten Kanals angegeben.
In der zweiten Reihe beträgt k = 60, die Werte der Zu¬ standsvariablen Z(20) bis ZOO) sind jeweils = 0. In der nächsten Reihe ist k = 29, der ausgewählte Kanal liegt also am Rand der Glockenkurve 16. Die Sendeenergie des Primärnutzers 15 ist hier so gering, daß das Zusatznetz keine Sendung des Basisnetzes erkennt, die Zustandsvariablen werden nicht verändert, und das Zusatznetz sendet auf dem Kanal 29 ein Datenpaket aus. Diese Übertragung dauert 4 ms, so daß das Basisnetz nicht merklich gestört wird.
In der nächsten Reihe wird der Kanal 23 ausgewählt, auf dem das Zusatznetz eine Sendung des Primärnutzers 15 erkennt. Die Zustandsvariable Z(23) wird mit einem Sperrwert 40 besetzt. Darüber hinaus werden auch noch weitere Kanäle mit diesem Sperrwert von 40 besetzt, nämlich der unmittelbar oberhalb sowie der unmittelbar oberhalb deε Kanales 23 liegende Kanal 24 bzw. 22.
In der nächsten Reihe wird der Kanal 27 ausgewählt, auf dem ebenfalls eine Sendung erkannt wird, so daß auch die Kanäle 26, 27, 28 mit einer Zustandsvariablen vom Wert 40 belegt werden. Anhand der Belegung der Kanäle 22, 23, 24, 26, 27, 28 mit einem Sperrwert erkennt das Zusatznetz jetzt den Primärnutzer 15 und interpoliert seine Glockenkurve 16, so daß in der nächsten Spalte in Fig. 4 sämtliche Kanäle Z(20) bis Z(30) mit dem Sperrwert 40 besetzt sind.
In den nächsten beiden Reihen sei angenommen, daß die Kanäle 30 bzw. 20 ausgewählt werden, auf denen das Zusatznetz keine Sendungen von Primärnutzern erkennen kann, obwohl der Primär¬ nutzer 15 noch auf Sendung ist. Die Zustandsvariablen Z(20) sowie ZOO) werden jeweils um 1 dekrementiert, die ausgewählten Kanäle 30 bzw. 20 werden jedoch nicht zur Datenübertragung
verwendet, da die Zustandsvariablen Z(20) sowie ZOO) noch größer als 0 sind.
In der letzten Reihe der Tabelle aus Fig. 4 sei angenommen, daß eine Zeit vergangen ist, während der der Primämutzer 15 im wesentlichen auf Sendung war. In den Randbereichen der Glockenkurve 16 sind die Zustandsvariablen Z(20), Z(21), Z(29) sowie ZOO) inzwischen sehr weit dekrementiert worden, haben den Wert 0 jedoch noch nicht erreicht. Wenn jetzt der Primär¬ nutzer 15 abgeschaltet wird, werden die Kanäle im Randbereich der Glockenkurve sehr schnell wieder zur Datenübertragung herangezogen werden, während dies bei den Kanälen im mittleren Bereich der Glockenkurve noch eine gewisse Weile dauert.
Sofern auf die Interpolation des Spektrums verzichtet wird, wie dies in der sechsten Reihe der Tabelle aus Fig. 4 angedeutet wird, so nehmen die Werte der Zustandsvariablen Z(20) bis ZOO) im Laufe der Zeit eine Verteilung an, wie sie der Glockenkurve 16 entspricht, sofern der Primärnutzer 15 lange genug auf Sendung bleibt. Wenn der Primämutzer 15 abgeschaltet wird, können dann von den Randbereichen her die Kanäle, die von der Glockenkurve 16 bedeckt werden, wieder von dem Zusatznetz verwendet werden.
Selbstverständlich ist es alternativ möglich, bei Erkennen einer Sendung von Primärnutzern auf einem ausgewählten Kanal k nicht nur die beiden Nachbarkanäle, sondern weitere Kanäle mit dem Sperrwert zu besetzen und auf eine Interpolation des Spektrums ganz zu verzichten. Andererseits kann das Zusatznetz auch mit Vorkenntnissen über die am häufigsten auftretenden Primärnutzer versehen werden, so daß bei Erkennen einer Sendung auf einem bestimmten Kanal relativ schnell der Primärnutzer erkannt und die von seiner Glockenkurve abgedeckten Kanäle gesperrt werden können.
In Fig. 5 schließlich ist noch ein Flußdiagramm 21 dargestellt, mit dessen Hilfe jetzt noch einmal das neue Verfahren umfassend beschrieben werden soll.
Im Schritt 21 wird zunächst ein Kanal k eingestellt, der dann im Schritt 22 abgetastet wird, wie dies anhand der Fig. 3 beschrieben wurde. Im Schritt 23 wird abgefragt, ob die Zahl M der Abtastungen, die oberhalb der Signalschwelle S0 lagen, den erforderlichen Wert aufweisen. Ist dies nicht der Fall, wird davon ausgegangen, daß Primärnutzer auf dem ausgewählten Kanal k zur Zeit nicht senden.
In diesem Fall wird im Schritt 24 die Zustandsvariable Z(k) des ausgewählten Kanals um 1 inkrementiert. Im Schritt 25 wird dann abgefragt, ob die Zustandsvariable Z(k) noch größer als der Freigabewert F ist. Ist dies der Fall, kehrt das Verfahren zum Schritt 21 zurück, wo zu Beginn des nächsten Zeitschlitzes ein neuer Kanal ausgewählt wird.
Ist Z(k) dagegen kleiner oder gleich groß F, so gilt der ausgewählte Kanal als nicht von einem Primämutzer belegt. Im Schritt 26 wird dann ein Datenpaket ausgesendet, woraufhin dann im Schritt 27 noch eine bestimmte Zeit auf eine Bestätigung des Empfängers gewartet wird. Daraufhin kehrt das Verfahren zum Schritt 21 zurück.
Wenn dagegen im Schritt 23 erkannt wurde, daß ein Primärnutzer gerade auf dem ausgewählten Kanal k sendet, so werden die Zustandsvariablen Z(x) von einigen Kanälen auf einen Sperrwert A gesetzt. Neben dem ausgewählten Kanal k werden noch q-Kanäle oberhalb sowie p unterhalb des Kanals k mit einer Zu¬ standsvariablen Z = A versehen. In Fig. 5 wird jedoch p = q angenommen. Dies erfolgt im Schritt 28.
In dem sich optional anschließenden Schritt 29 kann wahlweise noch eine Interpolation des Spektrums erfolgen, wie dies anhand der Tabelle aus Fig. 4 im Zusammenhang mit der sechsten Reihe bereits erörtert wurde. Daraufhin kehrt das Verfahren zum Schritt 21 zurück, der zu Beginn des nächsten ZeitSchlitzes erneut aus¬ geführt wird.
Das Flußdiagramm 21 aus Fig. 5 stellt einen sehr einfachen Fall für die Implementierung des neuen Verfahrens dar, bei dem eine Art Wartezeitvariable verwendet wird. Die Bestimmung der weiteren Kanäle, die von der Übertragung zunächst ausgeschlossen werden, kann jedoch von weiteren Variablen abhängen, etwa der durch¬ schnittlichen Trefferquote M beim Abhören oder des durchschnitt¬ lichen Signalpegels. In Abhängigkeit vom gemessenen Signalpegel kann die Anzahl der weiteren Kanäle z.B. ebenfalls variiert werden, wobei diese weiteren Kanäle darüber hinaus nicht zwangsläufig symmetrisch zu dem ausgewählten Kanal liegen müssen.