Rotationsbandabstreicher
Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Rotationsbandabstreicher der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art.
Rotationsbandabstreicher werden zu Reinigung der Tragseite der Förderbänder von Forderanlagen, beispielsweise des Forderbandes eines Endlosgurtbandforderers für Schuttgu¬ ter, eingesetzt. Mit den an der Untertrumseite der Forder¬ anlage angeordneten Rotationsbandabstreichern ist vielfach eine bessere Reinigungswirkung erzielbar, als es mit als feststehenden Gurtbandschabern der Fall ist. Daruberhmaus sind Rotationsbandabstreicher vorteilhaft, weil mit den unterschiedlichen Gurtteilen stets wechselnde Kantenberei¬ che in Kontakt kommen. Damit wird das Ausschleifen von Kantenbereichen und eine dadurch verringerte lokale Reini¬ gungswirkung unterbunden.
Aus der US-PS 4 155 442 ist ein radformiger Rotations¬ bandabstreicher vorbekannt, welcher einen aus einem band¬ förmigen Material gefertigten Ring aufweist, der durch mehrere, sich von der Ringinnenseite radial nach innen er¬ streckende Speichen mit einer zentrischen, als Drehpunkt ausgebildeten Lagerung verbunden ist. Der Ring steht mit seiner Schmalseite in Wirkkontakt mit der zu reinigenden Bandseite. Die Lagerung des Rotationsbandabstreichers ist auf einer Traverse unterhalb des zurücklaufenden Forder¬ bandes vorgesehen. Der Rotationsbandabstreicher befindet sich zwecks Antrieb durch das Forderband mit einer Ring¬ kante seitlich der Bandmitte in Wirkungseingriff mit der Tragseite des Forderbandes. Dieser Eingriff wird durch ei¬ ne geringfügige Neigung der durch die Speichen des Rotati- onsbandabstreichers aufgespannten Ebene gegenüber der durch die Tragseite des Forderbandes bestimmten Ebene un¬ terstutzt.
Die vorstehend beschriebene Losung für eine Rotations- bandabstreicher weist den Nachteil auf, daß die Reini- gungsleistung bei konstanter Laufgeschwindigkeit des For¬ derbandes und bei größtmöglichen Durchmesser des Speichen- rades eingeschränkt ist.
Darüber hinaus weisen Rotationsbandabstreicher des vorge¬ hend beschriebenen Typs insbesondere im Mittenbereich des Bandes eine verminderte Remungsleistung auf, insbesonde¬ re, wenn das Fordergut klebende Eigenschaften aufweist und sich damit nur schwer vom Forderband losen laßt.
Ausgehend von den Mangeln des Standes der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Rotationsbandab¬ streicher anzugeben, welcher eine einfache Konstruktion mit hoher Funktionalität aufweist und sich gleichzeitig durch eine erhöhte Remigungsleistung auszeichnet.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelost.
Die Erfindung schließt die Erkenntnis ein, daß die Remi¬ gungsleistung eines Rotationsbandabstreichers im wesentli- chen dadurch bestimmt wird, in welchem Maße das mindestens eine Reinigungselement des Rotationsbandabstreichers mit dem Band m Wechselwirkung tritt.
Wenn nicht der Radreifen, sondern radial gerichtete Kompo¬ nenten aufweisende Elemente - also praktisch die "Speichen" - eines rotierenden Rades mit dem zu reinigen¬ den Band in Wechselwirkung treten, vergrößert sich einer¬ seits die Zahl der wirksamen Elemente und andererseits die relative Positionionierung des jeweiligen Elements wahrend des Eingriffs, so daß sich eine verbesserte Reinigungswir- kung insbesondere schon deshalb ergibt, weil der
"Anstellwinkel" der Elemente bei aufeinanderfolgenden Banddurchlaufen unterschiedlich ist. Insbesondere schaben die Abstreicher mit Teilen ihrer Breitseite auch minde¬ stens mit einer Bewegungskomponente quer zur Bandrichtung, so daß auch anhaftende Teile beseitigt werden, welche m Langsrillierungen des Bandes haften, die durch den Betrieb entstanden sind und durch übliche Abstreifer nicht besei¬ tigt werden. Auch laßt sich durch eine radiale Bewegungs¬ komponente zusätzlich die Relativgeschwindigkeit zwischen Abstreicher und Band erhohen.
Außerdem ist der relative Abstand von aufeinanderfolgenden Abstreichelementen zur Mitte des Rotationsabstreichers hin verkleinert, so daß auch insoweit eine erhöhte Reinigungs¬ wirkung erzielbar ist. Dies alles laßt sich unter der Pra- misse erreichen, daß durch den stets wechselnden Kontakt mit dem Band ein Ausschleifen einzelner Bereiche der Ab- streichelemente auch bei der erfmdungsgemaßen Losung ver¬ mieden ist. Insbesondere durch "Radspeicher" mit unter¬ schiedlich angeordneten Eingriffsbereichen verschiedener Form und Lange laßt sich die Intensität der Abstreichwir¬ kung "programmieren" .
Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform der Erfin¬ dung weist der auf einer Traverse an dem Untertrum eines Endlosforderers angeordneten Rotationsbandabstreichers mehrere Abstreichelemente auf, welche als quader-, stab- oder bandförmige Arme ausgebildet sind. Die Abstreichele¬ mente sind erfindungsgemaß im wesentlichen speichenartig oder in anderer Weise radialsymmetrisch m einer Ebene an¬ geordnet, welche sich im wesentlichen parallel zur Trans- portflache des Forderbandes erstreckt.
Die Abstreichelemente sind mit einem in der Rotationsachse des positionierten Drehkopf derart verbunden, daß jeweils eine Schmalseite der Abstreichelemente mit der zu reini¬ genden Tragseite des Forderbandes m Kontakt tritt. Da- durch ist eine besonders gute Abstreichwirkung erreichbar.
An der Verbindungsstelle zwischen Drehkopf und Abstreich- element ist jeweils ein Federmittel vorgesehen, durch des¬ sen Federkraft das Abstreichelement mit im wesentlichen gleichbleibendem Druck gegen die zu reinigende Tragseite des Forderbandes gepreßt wird. Anstelle der Federmittel sind auch solche Einrichtungen gunstig verwendbar, welche den Anpreßdruck für die Abstreichelemente hydraulisch oder durch Gewichtskrafte erzeugen.
Die Abstreichelemente sind an den rotationssymmetrisch ausgebildeten Drehkopf sich radial erstreckend angelenkt, wobei vorzugsweise mindestens drei Abstreichelemente vor¬ gesehen sind.
Entsprechend einer gunstigen Weiterbildung der Erfindung ist eine tangentiale Anlenkung der Abstreichelemente an den Drehkopf vorgesehen.
Der Rotationsspeichenabstreicher wird bei einer asymmetri¬ schen Anordnung des Rotationsbandabstreichers (Abstand a zwischen Forderbandmitte und Drehkopfachse) durch die un¬ terschiedlich großen Reibungskräfte der auf das Forderband über die Flachenpressung wirkenden Normalkrafte der rechts und links von der Forderbandmitte befindlichen Abschnitte der Abstreichelemente und durch die Bewegung des Forder¬ bandes mit der Geschwindigkeit vB in eine Drehbewegung mit der Winkelgeschwindigkeit coR versetzt. Die Große des Ab-
Standes a wird m Abhängigkeit von der Forderbandbreite und dem Verschmutzungsgrad des Forderbandes gewählt.
Bei symmetrischer Anordnung des Rotationsbandabstreichers (Abstand zwischen der Foderbandmitte und der Drehkopfachse a = Null) wird die für den Reinigungseffekt erforderliche Drehbewegung durch einseitige Erhöhung der Reibungskräfte zwischen Forderband und dem freien bzw. peripheren Ende der Abstreichelemente erreicht, indem der Drehkopf des Ro- tationsbandabstreichers unter einem lateralen Neigungswm- kel α geringer Große an der vorgesehenen Traverse des For- derbandgerustes befestigt wird.
Zwecks Anpassung an die Art des Fordergutes und den Grad der Verschmutzung der Tragseite des Forderbandes weisen die Abstreichelemente des Rotationsbandabsteichers ent- sprechend einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Krüm¬ mung auf. Hierbei ist eine bogen- oder S-formige Ausge¬ staltung der Abstreichelemente von besonderem Vorteil.
Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung der Erfm- düng sind die freien Enden der benachbart angeordneten Ab¬ streichelemente durch sich vorzugsweise geradlinig er¬ streckende Abstandhalter miteinander verbunden. Dadurch kann in vorteilhafter Weise eine mechanische Uberbelastung der Verbindungsstelle zwischen Abstreichelement und Dreh- köpf vermieden werden. Diese Form der Erfindung ist vor¬ zugsweise bei größeren Forderbandbreiten einzusetzen.
Entsprechend einer anderen vorteilhaften Ausfuhrungsform der Erfindung weist der Rotationsbandabstreicher einen die
Abstreichelemente umgreifenden, in einem an einer Traverse des Endlosforderers befestigten Gegenlager geführten, La-
gerrmg auf. Die Abstreichelemente erstrecken sich von dem inneren Rand dieses Lagerringes radial nach innen und überragen den Lagerring m axialer Richtung, um den erfor¬ derlichen Wirkkontakt mit dem zu reinigenden Forderband herstellen zu können. Die Erzeugung des erforderlichen An¬ preßdruckes für die Abstreichelemente erfolgt - wie vor¬ stehend bereits beschrieben - beispielsweise durch Feder¬ mittel, welche an der Verbindungsstelle zwischen Lagerring und Abstreichelement vorgesehen sind. Gleichermaßen sind geradlinig speichenformige oder gekrümmt ausgebildete Ab¬ streichelemente einsetzbar.
Die Abstreichelemente des Rotationsbandabstreichers sind in vorteilhafter Weise zweiteilig ausgebildet. Sie weisen jeweils einen Tragarm und einen mit diesem verbundenen Ab- streichkorper auf, über welchen der Wirkkontakt mit dem zu reinigenden Forderband hergestellt wird. Entsprechend ei¬ ner gunstigen Weiterbildung der Erfindung sind die aus Me¬ tall oder aus Gummi gefertigten Abstreichkorper zusätzlich in einzelne Segmente untergliedert, welche unabhängig von- einander durch mehrere Verschraubungen mit dem Tragarm verbunden sind. Dadurch ist em bequemes Austauschen von unterschiedlich verschlissenen Abstreichkorpern möglich, ohne daß das gesamte Abstreichelement ausgewechselt werden muß.
Wenn der Abstreichkorper aus Gummi, Kunststoff oder Metall besteht, ist im Falle der Verwendung von Kunststoff Polyu¬ rethan vorgesehen ist, wahrend im Falle der Verwendung ei¬ nes Metalls em Hartmetallwerkstoff, insbesondere em Werkzeugstahl mit einem oder mehreren Legierungsbestand- teιl(en) von Cr, Mo oder Va mit Gewichtsanteil (en) im Be¬ reich von 0,5 bis 5% vorgesehen ist.
Entsprechend einer anderen Weiterbildung der Erfindung sind die vorstehend beschriebenen Rotationsbandabstreicher in Kombination mit anderen Forderbandreinigern, beispiels¬ weise mit einem Balkenfordergurtreiniger oder in doppelter Anordnung eingesetzt. Die einzelenen Forderbandreiniger sind in Reihe seitlich zur Langsachse des Forderbandes versetzt angeordnet.
Die Kombination Rotationsspeicherabstreicher/Balkenrei- mger ist besonders platzsparend und ermöglicht einen Einbau an relativ engen Stellen. Mit der Doppelanordnung der Rotationsbandabstreicher, welche ich gegenläufig dre¬ hen, wird in gunstiger Weise em besonders wirksamer Rei¬ nigungseffekt bei einem Forderband mit hartnackigen Anbak- kungen erreicht.
Rotationsbandabstreicher gemäß der Erfindung ermöglichen eine nahezu vollständige Reinigung der Förderbänder von Verschmutzungen und am Band anhaftenden Resten des Forder¬ gutes. Besonders in Fallen, in denen das Fordergut klebri¬ ge Eigenschaften hat und sich nur zögernd vom Forderband lost, zeigt der Rotationsspeichenabstreicher eine vorzüg¬ liche Reinigungswirkung.
Oft muß bei hartnackigen Verschmutzungen mit Nachreinigern gearbeitet werden. Der Rotationsbandabstreicher der vor¬ stehend beschriebenen Ausfuhrungen ermöglicht Haupt- und Nachreinigung mit einer Vorrichtung. Das ist besonders in der Problemzone (etwa 15o der Bandbreite rechts und links von der Bandmitte in Forderrichtung) , in der sich ver¬ stärkt Anbackungen bilden, für eine gute Reinigungswirkung des Rotationsbandabstreichers von Bedeutung. Durch die Drehbewegung der Abstreicherelemente und die Laufbewegung des Bandes werden sich evtl. zwischen Abstreichelement und
Forderband festsetzende Mineralteilchen, die eine Beschä¬ digung des Bandes hervorrufen können, durch die bei einer Speichenumdrehung einen Angriffswinkel von 360 durchlau¬ fenden Reibungskräfte so beansprucht, daß sie nicht ver- klemmen können. Die gleichen Bewegungen sowie die gleich¬ mäßige Anpressung auf der gesamten Lange der Abstreichele¬ mente an das Band verhindern einen unterschiedlichen Ver¬ schleiß über die Abstreicherlange, wie er bei Balkenreini- gern m der Mitte zu verzeichnen ist. Dadurch wird em häufiges, wartungsunfreundliches und besonders kostenin¬ tensives Nachstellen oder Nachschleifen der Abstreichele¬ mente vermieden.
Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind m den Unteranspruchen gekennzeichnet bzw. werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausfuhrung der Erfindung anhand der Figuren naher dargestellt. Es zeigen:
Figur 1 eine erste bevorzugte Ausführungsform der Erfin¬ dung Draufsicht,
Figur 2 eine weitere gunstige Ausführungsform der m Fi¬ gur 1 dargestellten Erfindung in Draufsicht,
Figur 3a bis 3c vorteilhafte Varianten von Abstreichele- menten gemäß der Erfindung als Teildarstellungen m Draufsicht,
Figur 4a das Ausfuhrungsbeispiel gemäß Figur 2 in der Dar¬ stellung als Teilschnitt längs der Linie A...A ge¬ mäß Figur 2,
Figur 4b eine Variante zu dem m Figur 4a dargestellten Ausfuhrungsbeispiel die m Figur 2 gezeigte Wei-
terbildung der Erfindung m anderer Positionierung und in Darstellung entsprechend der Figur 4a,
Figur 4c eine Einzelheit E gemäß Figur 4a,
Figur 5 eine andere gunstige Ausfuhrungsform der Erfindung in Draufsicht,
Figur 6 eine Variante der in Figur 5 dargestellten Ausfuh¬ rungsform,
Figur 7 eine andere vorteilhafte Ausfuhrungsform der Er¬ findung in Draufsicht,
Figur 8a einen Teilschnitt längs der Linie B...B der Aus¬ fuhrungsform gemäß Figur 7 sowie
Figur 8b eine Variante der Ausfuhrungsform gemäß Figur 8a in entsprechender Darstellung.
In Figur 1 ist em unterhalb des zu reinigenden Forderban- des 1 angebrachter Rotationsbandabstreicher 10 in Drauf¬ sicht dargestellt. Die Bandgeschwindigkeit des Forderban¬ des ist mit vB bezeichenet. Der Rotationsbandabstreicher 10 dreht sich mit einer Winkelgeschwindigkeit CU«, deren Große von der Bandgeschwindigkeit vB und dem Abstand a zwischen der Mittellinie 15 des rucklaufenden Bandes 1 und der Mittellinie 16 bzw. der Rotationsachse 17 des Bandab¬ streichers 10 abhangt. Der seitliche Versatz a, wodurch der Rotationsbandabstreicher 10 das Forderband 1 einseitig überragt, fuhrt zu unterschiedlich großen Reibkraften zwi- sehen der Tragseite des Forderbandes 1 und den radialsym¬ metrisch angeordneten vier Abstreichelementen 2. Die Reib- kraftdifferenz ist unabhängig von der jeweiligen Stellung der Abstreichelemente, so daß der Rotationsbandabstreicher 10 in eine gleichmäßige Drehbewegung versetzt wird.
Die Abstreichelemente 2 sind gleichartig ausgebildet und weisen eine Speichenform auf. Sie sind an einem Drehkopf 3 jeweils über em Federmittel 4 angelenkt und erstrecken sich bezogen auf den Mantel des Drehkopfes m tangentialer Richtung. Die Federmittel 4 sichern em gleichmaßiges An¬ drucken der Schmalseite der Abstreichelemente 2 an die zu reinigende Tragseite des Forderbandes 1 und ermöglichen so eine nahezu 100o-ιge Reinigung der Tragseite des For¬ derbandes . Wenn die Abstreichkorper der Abstreichelemente bestehen - je nach den durch das Transportgut des Bandes vorgegebenen Anforderungen - aus Gummi, Kunststoff oder Metall. Im Fal¬ le der Verwendung von Kunststoff ist dabei Polyurethan vorgesehen, wahrend im Falle der Verwendung eines Metalls em Hartmetallwerkstoff, insbesondere ein Werkzeugstahl mit einem oder mehreren Legierungsbestandteil (en) von Cr, Mo oder Va mit Gewichtsanteil (en) im Bereich von 0,5 bis 5% besonders geeignet ist.
Um eine übermäßige mechanische Belastung des Befestigungs- punktes der - bedingt durch die gewählte Breite des For¬ derbandes - relativ langgestreckten Abstreichelemente 2 am Drehkopf 3 zu vermeiden, sind die freien Enden der jeweils benachbart angeordneten Abstreichelemente durch einen ge¬ radlinigen Steg 5 verbunden.
Die m Figur 2 dargestellte Form eines Rotationsbandab¬ streichers 20 weist sich radial von dem Drehkopf 3' nach außen erstreckenede, speichenformig ausgebildete Ab¬ streichelemente 2' auf. Die drei Abstreichelemente 2' sind ebenfalls über Federmittel 4' mit einem Drehkopf 3' ver- bunden und weisen aus Gründen der mechanischen Stabilität an ihren freien Enden jeweils eine Stegverbindung 5' zu dem benachbart angeordneten Abstreichelement auf. Für die
Bewegungsabläufe gelten die bereits in den Ausfuhrungen zu Figur 1 erläuterten Bedingungen.
Die m den Figuren 3a, 3b und 3c gezeigten Ausfuhrungsfor¬ men für Abstreichelemente 6, 7 und 8 sind bogenförmig aus- gebildet oder weisen em S-formiges Langsschnittprofll auf. Die Abstreichelemente sind radial (Figuren 3a und 3b) oder tangential (Figur 3c) unter Verwendung eines Feder¬ mittels 4 an den Drehkopf 3 angelenkt.
Die in den Figuren 4a und 4b dargestellten Ansichten von Schnitten längs der Linie A...A entsprechend Figur 2 bei verschiedenen Formen der Anordnung des Rotationsbandab¬ streichers 20 zeigen den Aufbau der Abstreichelemente 2' sowie deren Position m Bezug auf das zu reinigende For¬ derband 1.
Der in Figur 4a gezeigte Rotationsbandabstreicher 20 ist auf einer sich zwischen zwei Stutzholmen des Endlosforde- rers erstreckenden Traverse 11 unter dem zurücklaufenden Forderband 1 positioniert. Die Verbindungsstelle 12 zwi¬ schen Holm 9 und Traverse 11 ist als Sollbruchstelle aus- gebildet, so daß bei einem Verklemmen oder einer anderen Form der Überbelastung des Rotationsbandabstreichers 20 dessen Tragkonsruktion von dem Endlosforderer getrennt wird und eine Beschädigung des Forderbandes vermieden wer¬ den kann.
Der Rotationsbandabstreicher 20 m Bezug auf die Mitte¬ lachse des Bandes 1 um den Betrag a seitlich versetzt an¬ geordnet, so daß ein durch Reibschluß zwischen den Ab- streichelementen 2' und dem Band 1 bewirkter Antrieb des Rotationsbandabstreichers durch unterschiedlich große, über die Abstreichelemente auf die Achse 17 des Drehkopfes 3' übertragene Drehmomente gesichert ist. Die Federmittel 4' erzeugen eine gleich große Anpreßkraft an die zu reim-
gende Tragseite des Forderbandes 1 über die gesamte Lange der Abstreichelemente 2' .
Die Abstreichelemente 2' sind zweiteilig ausgebildet und in einen Abstreichkorper 2.1' sowie einen Tragarm 2.2' un- tergliedert. Dadurch ist em bequemer Austausch der mecha¬ nisch stark beanspruchten Abstreichkorper 2.1' möglich, wenn ein fortgeschrittener Verschleiß dies erfordert.
Der m Figur 4b gezeigte Rotationsbandabstreicher 20 weist die gleiche Breite auf wie das zu reinigende Forderband 1. Um das für den Antrieb durch das Forderband erfoderliche Drehmoment erzeugen zu können, ist eine geringfügige Nei¬ gung der Rotationsachse 17 gegenüber der Senkrechten vor¬ gesehen. Der laterale Neigungswinkel α bewirkt bei gleich¬ artig ausgebildeten Federmitteln 4' einen unterschiedli- chen Anpreßdruck an den beiden Forderbandseiten und da¬ durch verschieden große Drehmomente bezüglich der Achse 17' .
Figur 4c zeigt als Einzelheit E entsprechend Figur 4a den Aufbau eines Abstreichelements 2' . Die Abstreichelemente sind in einen Abstreichkorper 2.1' und einen Tragarm 2.2' untergliedert. Um dem unterschiedlichen Grad des Ver¬ schleißes entsprechend einen Austausch vornehmen zu kön¬ nen, sind die aus Metall oder Gummi gefertigten Abstreich¬ korper (2.1') in Segmente 18 geteilt. Jedes Segment 18 ist einzeln durch mehrere Verschraubungen 19 an dem Tragarm 2.2' befestigt.
Durch die in den Figuren 5 und 6 - in Draufsicht auf die an der Unterseite des Forderbandes vorgesehenen Rotations¬ bandabstreicher - dargestellten Möglichkeiten der Kombma- tion mehrerer der erfindungsgemaß gestalteten Rotations¬ bandabstreicher oder eines Rotatnonsbandabstreichers mit
herkömmlichen Reinigungsvorrichtungen sind verbesserte Reinigungsleistungen erzielbar.
Gemäß Figur 5 sind zwei gleichartig ausgebildete Rotati- onsbandabstreicher 50, 50' in Längsrichtung des Forderban- des 1 versetzt und rechts bzw. links der Langsachse 15 des Bandes 1 angeordnet. Die Rotationsbandabstreicher 50, 50' weisen eine entgegengesetzte Drehrichtung auf. Die Ab¬ streichelemente 6' sind bogenförmig ausgebildet und tan- gential an den jeweiligen Drehkopf 3 angelenkt. Die die Abstreichelemente 6' an die Tragseite des Forderbandes 1 pressenden Federmittel sind mit 4 bezeichnet.
Die in Figur 6 dargestellte Anordnung weist einen erfm¬ dungsgemaßen, im wesentlichen der Ausführungsform gemäß Figur 1 entsprechenden Rotationsbandabstreicher 30 auf, dessen Drehachse 17 die Langsachse 15 des Forderbandes 1 senkrecht schneidet. In Laufrichtung des Forderbandes 1 versetzt sind zwei herkömmliche Balkenfordergurtremiger 40 angeordnet, welche von der Bandaußenseite her jeweils etwa ein Drittel der Breite des Forderbandes erfassen. Das zentrale, am stärksten verschmutzte Drittel des Forderban¬ des wird durch den erfmdungsgemaßen, tangential über Fe¬ dermittel 4 an einen Drehkopf 3 angelenkte Abstreichele¬ mente 2 aufweisenden Rotationsbandabstreicher 30 gerei¬
Der in Figur 7 in Draufsicht an der Bandunterseite und in den Figuren 8a und 8b in Ansicht eines Schnittes längs der Linie B...B gemäß Figur 7 m unterschiedlichen Positionen dargestellte Rotationsbandabstreicher 60 weist einen einen die Abstreichelemente 2" umgreifenden Lagerring 13 auf, der in einem an einer Traverse 11 zwischen den Stutzholmen 9 des Endlosforderers befestigten Gegenlager 14 geführ¬ ten, . Die geradlinig ausgebildeten Abstreichelemente 2" erstrecken sich von dem inneren Rand dieses Lagerringes 13
radial nach innen und überragen den Lagerring 13 m axia¬ ler Richtung, um den erforderlichen Wirkkontakt mit dem zu reinigenden Forderband 1 herstellen zu können. Die Erzeu¬ gung des erforderlichen Anpreßdruckes für die Abstreiche- lemente 2" erfolgt durch Federmittel 4", welche an der Verbindungsstelle zwischen Lagerring 13 und Abstreichele¬ ment 2" vorgesehen sind. Der Antrieb des Rotationsbandab¬ streichers 60 erfolgt durch das zu reinigende Forderband 1, wobei das dazu notwendige Drehmoment durch Mittenver- satz oder geringfügige laterale Neigung gegenüber dem For¬ derband - wie bereits in den Erläuterungen zu den Figuren 4a und 4b beschrieben - erzeugt wird.
Die erfmdungsgemaßen Rotationsbandabstreicher werden di¬ rekt hinter der Abwurftrommel, jedoch noch vor der An- drucktrommel des Endlosforderers dergestalt angeordnet, daß sie mit lherer Peripherie nicht m die Abwurfparabel des Fordergutes hineinragen. Die abgestrichenen Verschmut¬ zungen werden über Schuttguttrichter m gesonderte Aufga¬ betroge überfuhrt.
Die Erfindung beschrankt sich m ihrer Ausfuhrung nicht auf die vorstehend angegebenen bevorzugten Ausfuhrungsbei- spiele. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche von der dargestellten Losung auch bei grundsatzlich anders gearteten Ausfuhrungen Gebrauch macht