Verfahren zur Regelung oder Steuerung des Gehaltes an NCL_in
Abgasen, die beim Betrieb von Glasschmelzöfen mit mehreren
Brennern, die im Wechsel betrieben werden, anfallen
Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Regelung oder Steuerung des Gehaltes an N0X in Abgasen, die beim Betrieb von Glasschmelzöfen mit mehreren Brennern, die im Wechsel betrieben werden, anfallen.
Verfahren zur Reduzierung von Stickoxiden in Abgasen sind bekannt. In der DE-OS-3615021 wird ein Verfahren zum selektiven katalytischen Reduzieren der Stickoxide aus
Verbrennungsmotor-Abgasen unter Zugabe von Ammoniak in einem Reaktor beschrieben. Bei diesem Verfahren ist vorgesehen, daß die Ammoniak-Zugabe in Abhängigkeit von der NOx-Konzentration in dem Abgas erfolgt und daß die NOx-Konzentration indirekt ermittelt wird durch Messen von Betriebsparametern des Verbrennungsmotors und nachfolgendem Berechnen unter Berücksichtigung von Kennlinienfeldern der Stickstoffmonoxid- und Stickstoffdioxid-Konzentration in Abhängigkeit von mindestens einem ausgewählten Betriebsparameter am Verbrennungsmotor.
In Römpps Chemie-Lexikon, 8. Auflage, 1981, Seiten 1484 bis 1490 wird der Betrieb von Glasschmelzöfen ausführlich beschrieben. Bei den Glasschmelzöfen handelt es sich meist um Wannenöfen, in denen seitlich mehrere Brenner angeordnet sind, die im Wechsel betrieben werden. Die eigentliche Beheizung der Glasschmelzöfen erfolgt meist mit Ferngas, Heizöl oder Erdgas. Die anfallenden Abgase enthalten Stickoxide, bedingt durch Brennstoffe, hohen Temperaturen oder Zusätze. Bei der Entstickung von Abgasen, muß der NOx-Gehalt im Reingas aus gesetzlichen Gründen immer in Verbindung mit dem Gehalt an 02 im Reingas überwacht werden, was zur Folge hat, daß in der Praxis der Sollwert des Gehalts an NOx, NOxsoll, in einen normierten Sollwert NOxsoll n transformiert wird. Für die Normierung gilt in der Regel der folgende Zusammenhang:
(21 - 0: ist)
NOxsoll π = NO. soii
(21 - 8)
Diese Normierung weist jedoch dann Nachteile auf, wenn in den Glasschmelzöfen mehrere Brenner angeordnet sind, die im Wechsel betrieben werden. Wird ein Brenner während einer Feuerpause abgeschaltet, so sinkt der NOx-Gehalt des Abgases relativ stark ab. Bei der Regelung des Gehalts an N0X in den Abgasen mit Hilfe eines einfachen Regelkreises ist die eingeduste Menge an NH3 , das mit den Stickoxiden in bekannter Weise reagiert, abhängig von der Regelabweichung xd, wobei gilt:
xd = NCλsoll n - NO '
Sinkt der Gehalt an NOx in den Abgasen, so verkleinern sich sowohl der Wert NOxsoll n als auch der Wert NOx' , was zur Folge hat, daß die Regelabweichung xd sich nicht oder nur in unbedeutender Weise ändert. Da sich die Regelabweichung xd bei Erniedrigung des Gehaltes an N0X in den Abgasen nur unwesentlich ändert, bleibt die zuzuführende Menge an NH3 in der Entstickungsanlage ebenfalls fast konstant was dazu führt, daß mehr NH3 eingedüst wird, als mit den Stickoxiden umgesetzt werden kann. Dies wiederum hat zur Folge, daß der Anteil an NH3 im Reingas in der Regel dann die zulässigen Grenzwerte überschreitet. Ein weiterer Nachteil dieser herkömmlichen, bekannten Regelung liegt darin begründet, daß die Entstickungsanlage in der Regel nicht in unmittelbarer Nähe der Glasschmelzöfen angeordnet wird. Das Abgas braucht somit eine Zeit, um vom Glasschmelzofen zum Reingasstutzen der Entstickungsanlage zu gelangen, in welchem in der Regel die Reingaswerte gemessen werden. Wird eine Feuerpause eines Brenners eingelegt, so wird in der Entstickungsanlage ein Gehalt an N0X gemessen, der eine höhere Menge an NH3 erforderlich macht, als dies bei den tatsächlichen Werten im Glasschmelzofen eigentlich erforderlich ist. Es muß somit eine gewisse Zeit verstreichen, bis über die Regelung mit einem einfachen Regelkreis auf die einzelnen Feuerpausen der Brenner in den Glasschmelzöfen reagiert werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Regelung oder Steuerung des Gehaltes an N0X in Abgasen zu schaffen, die beim Betrieb von Glasschmelzöfen mit mehreren Brennern, die im Wechsel betrieben werden, anfallen, wobei nicht auf die bekannte Normierung des Sollwertes NOxsoll verzichtet werden muß. Mit dem Verfahren soll ferner eine relativ schnelle
Reaktion auf schwankende NOx-Gehalte bei Feuerpausen einzelner Brenner im Glasschmelzofen möglich sein.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Regelung oder Steuerung des Gehaltes an N0X in Abgasen, die beim Betrieb von Glasschmelzöfen mit mehreren Brennern, die im Wechsel betrieben werden, anfallen, gelöst, bei dem der Sollwert des Gehalts an N0X, NOxsoll, einem Multiplizierer zugeführt wird, gleichzeitig der Gehalt an 02 im Reingas, 02ist, kontinuierlich gemessen und der in einem ersten Meßumformer erfaßte Gehalt an 02, O-ist' , ebenfalls dem Multiplizierer zugeführt wird und im Multiplizierer eine Normierung des Sollwertes NOxsoll in einen normierten Sollwert NOxsoll n erfolgt, wobei für die Normierung gilt:
(21 - 0, ist) NO.soll n = NOr soll •
(21 - 8)
und bei dem der normierte Sollwert NOxsoll n mit dem von einem zweiten Meßumformer erfaßten Gehalt an N0X im Reingas, N0X' , verglichen wird, die sich aus diesem Vergleich ergebende Regeldifferenz xd einem Regler zugeführt wird, der die der Entstickungsanlage zuzuführende Menge an NH3 als Stellgröße y zur Regelung des Gehalts an N0X als Regelgröße anpaßt und bei dem sowohl der Beginn einer Feuerpause FP* als auch das Ende einer Feuerpause FP" jeweils als Signal einem Binärsignalgeber zugeführt werden, der die Signale zeitverzögert als zeitverzögerter Beginn einer Feuerpause FP/ oder als
zeitverzögertes Ende einer Feuerpause FP." dem Regler zuführt, der die Regelung bei Erhalt des Signals FP/ unterbricht und die Menge an NH3 auf einen niedrigeren konstanten Festwert Fl über eine Steuerung einstellt, der von dem zweiten Meßumformer erfaßte Gehalt an NOx im Reingas, NOx' , einem Speicherglied zugeführt wird, der dort in einen höheren konstanten Festwert F2 als Menge an NH3 transformiert wird, der ebenfalls dem Regler zugeführt wird, und bei dem, sobald der Regler das Signal FP/ erhalten hat, der Festwert Fl auf den Festwert F2 über eine Steuerung eingestellt wird und direkt anschließend die Regelung fortgesetzt wird. Als Glasschmelzöfen werden in der Regel Häfenöfen oder Wannenöfen eingesetzt, die kontinuierlich oder diskontinuierlich arbeiten und die mehrere Brenner aufweisen. Unter die Bezeichnung "Brenner" fallen neben den Beheizungen mit Ferngas, Heizöl oder Erdgas auch Heizelektroden. Mit der Bezeichnung "Feuerpause" ist die Unterbrechung des Betriebs mindestens eines Brenners gemeint. Das Signal des Beginns einer Feuerpause FP* wird unmittelbar dann gegeben, wenn der Brenner abgeschaltet wird. Das Signal Ende einer Feuerpause FP" wird unmittelbar dann gegeben, wenn der Brenner wieder eingeschaltet wird. Das Signal zeitverzögerter Beginn einer Feuerpause FP/ wird nach einer gewissen Zeit nach dem Abschalten des Brenners vom Binärsignalgeber abgegeben. Das Signal des zeitverzögerten Endes einer Feuerpause FP/ wird nach einer gewissen Zeit nach dem erneuten Anfahren des Brenners vom Binärsignalgeber abgegeben. Bei der Definition dieser Zeitverzögerung Δt, die in beiden Fällen gleich groß ist, sind zwei Definitionen aus verfahrenstechnischen Gründen erforderlich. Liegt die Temperatur der Abgase zwischen 750 und 1100°C, so kann die Entstickung durch Zugabe von NH3 ohne Anwesenheit eines Katalysators erfolgen. In diesem Falle handelt es sich bei Δt um diejenige
Zeit, die das Abgas benötigt, um vom Glasschmelzofen zur NH3-Aufgabestelle in der Entstickungsanlage zu gelangen. Liegen die Temperaturen der Abgase im Bereich zwischen 300 und 450°C, so ist für die Entstickung neben dem Kontaktieren mit NH3 auch ein Kontaktieren mit einem geeigneten Katalysator, beispielsweise Titandioxid, erforderlich. In diesem Fall handelt es sich bei Δt um diejenige Zeit, die das Abgas benötigt, um vom Glasschmelzofen zu derjenigen Stelle in der Entstickungsanlage zu gelangen, in der es erstmals sowohl mit NH3 als auch mit dem eingesetzten Katalysator gemeinsam kontaktiert wird. Bei dem niedrigeren konstanten Festwert Fl handelt es sich um 5 bis 20 % der unmittelbar vor der Unterbrechung der Regelung eingebrachten Menge an NH3. Bei der Transformation des Festwerts F2 werden Werte des Gehalts an N0X im Reingas, NOx' , als Ausgangsgröße verwendet, wobei das Speicherglied verschiedenartig arbeiten kann. Bei dem Festwert F2 kann es sich beispielsweise um diejenige Menge an NH3 handeln, die erforderlich war, den zuletzt gemessenen Gehalt an NOx im Reingas einzustellen. Aus den zuletzt gemessenen Gehalten an NOx im Reingas können in vorteilhafter Weise jedoch auch Mittelwerte gebildet werden, aus denen sich dann der Festwert F2 berechnen läßt. Es hat sich in überraschender Weise gezeigt, daß durch das erfindungsgemäße Verfahren die Nachteile der bekannten Normierung vermieden werden können, wobei gleichzeitig relativ schnell auf schwankende NOx-Gehalte in den Glasschmelzöfen, bedingt durch die Feuerpausen der einzelnen Brenner, reagiert werden kann. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kommt es somit nicht zu einem Überschreiten der zulässigen Grenzwerte von NH3 im Reingas.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß der konstante Festwert Fl 6 bis 15% der unmittelbar vor der
Unterbrechung der Regelung eingebrachten Menge an NH3 beträgt. Dies reicht in der Regel aus, um den noch vorhandenen Gehalt an N0X in den Abgasen in ausreichender Menge umzusetzen, wobei gleichzeitig ein Überschreiten der zulässigen Grenzwerte an NH3 im Reingas in vorteilhafter und einfacher Weise vermieden werden kann.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Transformation im Speicherglied durch die Bildung eines Mittelwertes, gebildet aus den über einen Zeitraum von 5 bis 40 min gemessenen Gehalten an NOx im Reingas, NO/ . Dabei ist vorteilhaft, daß die Regelung mit einem Festwert F2 fortgesetzt werden kann, der relativ nahe an der zuzuführenden optimalen Menge an NH3 liegt, wenn das Signal FP/ vom Binärsignalgeber abgegeben wird, also zum Zeitpunkt tFP." .
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung umfaßt der Zeitraum 12 bis 18 min. Dieser Zeitraum reicht in der Regel aus, um in den meisten Fällen einen transformierten Festwert F2 zu erhalten, mit dem sich die Regelung schnell und problemlos fortsetzten läßt. In besonders vorteilhafter Weise umfaßt der Zeitraum 15 min.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung werden die Abgase vor der Entfernung von NOx nach Verlassen der Glasschmelzöfen von S0X, HC1, HF und Staub befreit. Dies wirkt sich vorteilhaft auf die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens aus, da nachteilige Einflüsse, bedingt durch die Schadstoffe SOx, HCl, HF und Staub, vermieden werden. Die Entfernung von SOx, HCl und HF bei 300 bis 500°C kann dabei in vorteilhafter Weise in einer klassischen oder zirkulierenden
,ΛΩJO, PCT/EP97/02919
WO 97/48481
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Wirbelschicht oder in einem Flugstromreaktor erfolgen. Zur Entfernung von S0X, HCl und HF werden die Abgase beispielsweise mit Ca(OH)2 kontaktiert.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die Abgase zunächst von S0X, HCl und HF befreit werden und anschließend durch einen elektrostatischen Staubabscheider geleitet werden. Als elektrostatischer Staubabscheider werden trocken arbeitende Elektrofilter eingesetzt. Dabei ist vorteilhaft, daß der elektrostatische Abscheider nicht mit S0X, HCl und HF kontaktiert wird, was einen relativ geringen Wartungsaufwand ermöglicht.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Entfernung von S0X, HCl und HF in einer Wirbelschicht durch Zugabe von Ca(OH)2. Dies ermöglicht eine relativ vollständige Entfernung der Schadstoffe S0X, HCl und HF mit hohem Wirkungsgrad.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung (Fig.l bis 3) näher und beispielhaft erläutert.
Fig. 1 zeigt den Signalflußplan nach DIN 19226 des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Regelung oder Steuerung des Gehaltes an N0X.
Fig. 2 zeigt den Signalflußplan nach DIN 19226 der bekannten Regelung des Gehaltes an N0X in Abgasen, die beim Betrieb von Glasschmelzöfen mit mehreren Brennern, die im Wechsel betrieben werden, anfallen.
Fig. 3 zeigt beispielhaft den Durchsatz der der Entstickungsanlage zuzuführenden Menge an NH3,VNH3 als Funktion der Zeit t nach dem erfindungsgemäßen Verfahren.
In Fig. 1 ist das erfindungsgemäße Verfahren zur Regelung oder Steuerung des Gehaltes an N0X in Abgasen dargestellt. Der vom Sollwertgeber (1) vorgegebene Sollwert NOxsoll wird dem Multiplizierer (2) zugeführt. Gleichzeitig wird der Gehalt an 02 im Reingas, 02ist, gemessen und der in dem ersten Meßumformer (3) erfaßte Gehalt an 02, 02ist', ebenfalls dem Multiplizierer (2) zugeführt. Im Multiplizierer (2) erfolgt die Normierung des Sollwertes NOxsoll in den normierten Sollwert NOxsoll n unter Berücksichtigung des im ersten Meßumformer (3) erfaßten Gehalts O-ist' . Der normierte Sollwert N0X soll n wird mit dem von einem zweiten Meßumformer (6) erfaßten Gehalt an N0X im Reingas, NO/ , verglichen. Die sich daraus ergebende Regeldifferenz xd wird einem Regler (4) zugeführt, der die der Entstickungsanlage (5) zuzuführende Menge an NH3 als Stellgröße y zur Regelung des Gehalts an N0X als Regelgröße anpaßt. Als Regler (4) ist dabei die Kombination aus Regler, Stellgerät und Leitgerät zu verstehen. Das Signal des Beginns einer Feuerpause FP* als auch das Signal des Endes einer Feuerpause FP" wird jeweils einem Binärsignalgeber (8) zugeführt. Zeitverzögert gibt der Binärsignalgeber (8) die Signale FP/ oder FP/ an den Regler (4) weiter. Bei Erhalt des Signals FP/ wird die Regelung vom Regler (4) unterbrochen und die Menge an NH3 auf einen niedrigeren konstanten Festwert Fl über eine Steuerung eingestellt. Der von dem zweiten Meßumformer (6) erfaßte Gehalt an N0X im Reingas, NO/ , wird einem Speicherglied (7) zugeführt, der dort in einen höheren konstanten Festwert F2 als Menge an NH3 transformiert wird. Das Speicherglied (7) wird dabei in vorteilhafter Weise
zur Bildung des Mittelwertes, gebildet aus dem über einen Zeitraum von 5 bis 30 min gemessenen Gehalten an NOx im Reingas, NO/, eingesetzt, aus dem dann der zugehörige Festwert F2 als Menge an NH3 berechnet und dem Regler (4) zugeführt wird. Sobald der Regler (4) das Signal FP/ erhalten hat, erfolgt eine Umschaltung des Festwertes Fl auf den Festwert F2 über eine Steuerung. Direkt anschließend wird danach die Regelung fortgesetzt. Vor der Entfernung von NOx können die Abgase in vorteilhafter Weise nach Verlassen der Glasschmelzöfen von SOx, HCl, HF und Staub befreit werden (nicht dargestellt) .
In Fig. 2 ist die allgemein bekannte Regelung des Gehalts an NOx in Abgasen, die beim Betrieb von Glasschmelzöfen mit mehreren Brennern, die im Wechsel betrieben werden, anfallen, mit einem einfachen Regelkreis dargestellt. Die bekannte Normierung und die träge Regelung infolge des relativ langen Weges, den die Abgase von der Aufgabestelle des NH3 bis zur Reingasmeßstelle in der Entstickungsanlage (5) zurücklegen müssen, wirken sich bei dieser bekannten Regelung nachteilig aus.
In Fig. 3 ist die Funktion der der Entstickungsanlage zuzuführenden Menge an NH3 VNH3 als Funktion der Zeit t beispielhaft dargestellt. 15 min vor dem Zeitpunkt, an dem das Signal FP* gegeben wird, also 15 min vor tFP*, werden die einzelnen gemessenen Gehalte an NOx im Reingas, NO/, im Speicherglied (7) gespeichert, der Mittelwert gebildet und anschließend daraus ein Festwert F2 als Menge an NH3 definiert. Nach der Zeitverzögerung Δt, zum Zeitpunkt tFP/, an welchem das Signal FP/ vom Binärsignalgeber (8) an den Regler (4) weitergegeben wird, wird die Regelung unterbrochen und der Graph der Funktion fällt schlagartig auf einen Festwert Fl ab und wird
konstant gehalten. Wird das Signal des Endes einer Feuerpause FP" zum Zeitpunkt tFP' gegeben, so erfolgt ein erneutes Ansteigen des Graphs von dem Festwert Fl auf den Festwert F2 erst nach Ablauf der Zeitverzögerung Δt genau zu dem Zeitpunkt tFP/, an welchem das Signal FP/ vom Binärsignalgeber an den Regler (4) weitergegeben wird. Dies hat den Vorteil, daß es zu einer relativ raschen Umschaltung vom Festwert Fl zum Festwert F2 zum
Zeitpunkt tFP/ kommt und diese Umstellung mit keinerlei regelungstechnischem Verzug verbunden ist. Unmittelbar zur Zeit tFP/ wird der Festwert F2 erreicht und die Regelung kann, ausgehend von diesem Festwert F2, der sehr nahe an dem optimalen
Wert der zu diesem Zeitpunkt zuzuführenden Menge an NH3 liegt, in vorteilhafter Weise fortgesetzt werden. Bei der Zeitverzögerung
Δt handelt es sich entweder um die Zeit, die das Abgas benötigt, um von dem Glasschmelzofen zur Aufgabestelle des NH3 zu gelangen oder um die Zeit, die das Abgas benötigt, um von dem
Glasschmelzofen zu derjenigen Stelle zu gelangen, an welcher das
Abgas zum ersten Mal gemeinsam mit NH3 und einem Katalysator, beispielsweise Titandioxid, kontaktiert wird. Dies ist abhängig von den Temperaturen des Abgases. In Fig. 3 wurde die 15 minütige Zeitspanne nur beispielhaft angeführt. Sie kann einen
Zeitraum von 5 bis 40 min, in vorteilhafter Weise 12 bis 18 min umfassen.