Steckschlüssel
Die Erfindung betrifft einen Steckschlüssel für mehrkantige Schrauben, mit einem durch Federkraft gegen eine seitliche Antriebsfläche oder eine Mehrkantkante des Schraubenkopfes anliegenden Druckstück, das in einer Wandungsdurchbrechung des Steckschlüssels angeordnet ist, wobei das Druckstück als in einer Wandungsbohrung mit innenliegenden Tragschultern liegen- de Kugel ausgebildet und zur Aufbringung der Federkraft ein über eine in der äußeren, kreisförmigen Umfangs fläche des Schlüssels eingearbeiteten Nut liegender, geschlitzter, bzgl. seiner umfänglichen Lage fixierter Spannring vorgesehen ist.
Die bekannten Steckschlüssel sind beispielsweise aus dem deutschen Gebrauchsmuster G 84 28 029.8 oder dem deutschen Gebrauchsmuster 295 19 325.5 bekannt.
Derartige Steckschlüssel werden vorzugsweise zum Festhalten und Drehen von nicht ferromagnetischen Schrauben verwendet, bei denen die sonst üblichen, mit einem inneren Magneten ausgestatteten Steckschlüssel bzgl. der Festhaltewirkung des Magneten auf den Schraubenkopf wirkungslos sind.
Bei den gattungsgemäßen Steckschlüsseln ist es aus herstellungstechnischen Gründen vorteilhaft, einen geschlitzten Spannring zu verwenden, der relativ dünn ist. Dadurch wird einerseits der Spannring preiswerter, andererseits kann die Nut in der äußeren Umfangsflache des Schlüssels eine ver- gleichsweise geringe Tiefe aufweisen.
Es soll nämlich mögichst verhindert werden, daß der Spannring bei eingesetztem Schraubenkopf durch das Zurückweichen der Kugel so weit nach außen gedrückt wird, daß er über die äußere Umfangsflache des Schlüssels vorsteht. Dadurch würde nämlich die Gefahr bestehen, daß sich eine Bedienungsperson durch die vorstehende Kante des Spannringes verletzen kann.
Gleichzeitig kann jedoch der verwendete Spannring nicht beliebig dünn sein, da sonst die auf die Kugel wirkende Federkraft und damit die auf den Schraubenkopf ausgeübte Haltekraft zu klein werden könnte .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Steckschlüssel dahingehend auszubilden, daß die auf den Schraubenkopf ausgeübte Haltekraft optimiert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Verbindungslinie des Mittelpunktes des Schlüsselumfanges mit dem Kugelmittelpunkt und die Verbindungslinie des Mittelpunktes des Schlüsselumfanges mit der Schlitzmitte des Spannringschlitzes einen Winkel zwischen 40 und 90° einschließen.
Bei den Steckschlüsselausführungen, wie sie aus den zitierten Druckschriften bekannt sind, hat man der umfänglichen Lage des Spannringes bzw. seines Schlitzes in bezug auf die Kugel keinerlei Bedeutung beigemessen.
In beiden Druckschriften ist zwar erwähnt, daß der Spannring bzgl. seiner umfänglichen Lage fixiert sein kann, diese Fixierung erfolgte jedoch nur aus dem Grund, daß der Schlitz des Spannringes sich nicht über die Kugel legen kann. Dadurch soll verhindert werden, daß die Kugel bei zu breitem Schlitz aus ihrer Bohrung nach außen herausfällt.
Wie sich bei dem erfindungsgemäßen Steckschlüssel jedoch herausgestellt hat, kann bei gleich dicken Spannringen die Hal- tekraft auf den Schraubenkopf dadurch erhöht werden, daß der Spannringschlitz bzgl. der Kugel die beanspruchte geometrische Lage einnimmt.
Der sich bei nach außen gedrückter Kugel im Spannring ergeben- de Spannungszustand ist also offensichtlich nicht symmetrisch, obwohl die den Spannungszustand beschreibenden Tensoren streng symmetrisch aufgebaut sind.
Bei der erfindungsgemäßen Lage des Spannringschlitzes, der im übrigen auch gewellt oder gezackt sein kann (bei derartigen Schlitzen soll als Schlitzmitte die Mitte zwischen den am entferntesten gegenüberliegenden Schlitzkanten definiert wer- den), kann ein Spannring verwendet werden, dessen Dicke um etwa 50 % kleiner als die der sonst verwendeten Spannringe ist, wobei die Haltekraft auf dem Schraubenkopf in dem beanspruchten Winkelbereich bei dem dünneren Spannring etwa genau so groß ist, wie die bei dem dickeren Spannring, wenn die Schlitzmitte der Kugel z. B. genau gegenüberliegt.
Infolgedessen kann auch die einzufräsende Nut auf der Umfangs- fläche des Schlüssels vergleichsweise flach ausgebildet sein, so daß es praktisch nicht zu einer spürbaren Verringerung der Wandungsstärke des Steckschlüssels kommt.
Bei einer Lage des Schlitzes, bei der der Winkel zwischen den Verbindungslinien kleiner als 40° ist, besteht die Gefahr, daß sich eine Schlitzkante über die andere nach außen drückt, so daß wiederum ein Vorsprung gebildet wird, der zu Verletzungen des Benutzers führen kann.
Damit der Spannring bzgl. seiner umfänglichen Lage in dem gewünschten Bereich liegt, ist es bei dem erfindungsgemäßen Steckschlüssel unerläßlich, ihn bzgl. seiner umfänglichen Lage zu fixieren.
Dies erfolgt vorzugsweise dadurch, daß die obere Stirnfläche bzw. Stirnkante des Spannringes eine Nase trägt, die in eine Aussparung der Umfangsflache bzw. U fangswandung des Schlüsselkopfes eingreift. Da die Breite des Spannringes nur geringfügig kleiner als die Nutbreite ist, kann der Spannring mit seiner Nase nicht aus der Aussparung gleiten.
Andererseits ist es auch möglich, eine entsprechende Aussparung in der Wandung des Spannringes auszubilden, in die eine entsprechende Nase eingreift, die in der Nut ausgebildet ist.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht und wird im nachfolgenden anhand der Zeichnung im einzelnen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Steckschlüssel und
Fig. 2 eine Seitenansicht des Steckschlüssels gem. Fig. 1.
Wie den Zeichnungsfiguren zu entnehmen ist, besteht der Steckschlüssel 1 aus einem Einspannzapfen 2, der drehfest in ein Bohrfutter, ein Schnellwechselfutter oder dergleichen eines drehantreibbaren Werkzeugs eingesteckt werden kann. Am Einspannzapfen 2 ist der eigentliche Schlüsselkopf 3 angeformt, der eine innere Sechskanthöhlung 4 zum Einsetzen eines nicht dargestellten Schraubenkopfes aufweist. In die äußere Umfangs- flache 5 des Schlüsselkopfes 3 ist eine Nut 6 eingearbeitet, in der ein geschlitzter Spannring 7 drehsicher liegt.
Die drehsichere Lage des Spannringes 7 wird durch eine Nase 8 erreicht, die beim dargestellten Ausführungsbeispiel von der Nutkante 9 getragen wird und in eine entsprechend geformte Aussparung 10 eingreift, die in der Wandung 11 des Spannringes 7 ausgebildet ist.
In der Wandung 12 des Schlüsselkopfes 3 befindet sich eine Bohrung 13 mit innenliegenden Tragschultern 14, 15.
In der Bohrung 13 sitzt eine Kugel 16, die gegen den Spannring 7 und im Bereich der Sechskanthöhlung 4 gegen den nicht dargestellten Schraubenkopf anliegt. Beim Einsetzen eines Schraubenkopfes wird die Kugel radial nach außen unter Aufweitung des Spannringes 7 gedrückt .
Der Schlitz 17 des Spannringes 7 ist gemäß Fig. 1 bzgl. seiner geometrischen Umfangslage derart angeordnet, daß die Verbindungslinie 18 des Mittelpunktes des Schlüsselkopfumfanges mit dem Kugelmittelpunkt und die Verbindungslinie 19 des Mittel-
punktes des Schlüsselkopfumfanges mit der Schlitzmitte des Spannringschlitzes 17 einen Winkel α von 60° einschließt.
Steckschlüssel
Bezugszeichenliste
1 Steckschlüssel
2 Einspannzapfen
3 Schlüsselkopf
4 Sechskanthöhlung
5 äußere Umfangsflache
6 Nut
7 Spannring
8 Nase
9 Nutkante
10 Aussparung
11 Wandung
12 Wandung
13 Bohrung
14 Tragschulter
15 Tragschulter
16 Kugel
17 Schlitz
18 Verbindungslinie
19 Verbindungslinie