Zur Erfassung durch eine menschliche Hand ausgebildeter Griffkörper
Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen zur Erfassung durch eine menschliche Hand ausgebildeten Griffkörper mit einer Oberflächengestaltung, welche der um eine Handinnenflächen-Krümmungsachse konkav gekrümmten Hand- innenfläche, den um eine Fingerkrümmungsachse konkav gekrümmten Fingerinnenflächen und gewunschtenfalls auch der Daumeninnenfläche eine Anlagemöglichkeit bietet, wobei der Griffkörper eine annähernd zu der Handinnenflächen-Krümmungsachse und der Fingerkrümmungsachse parallele Griffkörperachse besitzt.
Solche Griffkörper kommen überall dort zur Anwendung, wo die menschliche Hand ein Gerät oder Hilfsmittel ergreifen und sicher halten muß, beispielsweise bei Krücken (Unterarm-Gehhilfen), Berg- und Wanderstöcken, Zweiradlenkern, Spazierstöcken, Schistöcken und Bergstöcken, aber auch bei Arbeitsgeräten, die von Hand geführt werden müssen, beispielsweise Schubkarren, Motorsensen, Rasenmähern, Fischgerten und dgl.
Es sind verschiedene Formen von Griffkörpern entwickelt worden, alle mit dem Anspruch, eine ergonomisch verbesserte Erfassung durch die menschliche Hand zu ermöglichen. Jedoch hat keiner der bisher bekannten Griffkörper allen Anforderungen voll genügt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Griffkörper anzugeben, welcher optimal in der Hand liegt, optimale Kräfteeinleitung in das jeweils mit dem Griffkörper verbundene Gerät erlaubt und bei Dauererfassung
keine wesentlichen Ermüdungserscheinungen oder Schmerzerscheinungen entstehen läßt.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der Griffkörper eine Flosse aufweist, welche mit einer aktiven Flossenseitenfläche der Daumenballeninnenfläche und/oder der Daumeninnenfläche eine Anlagemöglichkeit bietet und mit ihrer Flossenrückfläche mindestens einem Teil der Fingerspitzen annähernd in Umlaufrichtung um die Griffkörperachse gegenübersteht.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Gestaltung liegt darin, daß eine Auflage des Daumens oder/und der Daumeninnenfläche geschaffen wird, ohne daß - wie bei herkömmlichen Griffkörpern - durch die Bereitstellung der Auflage für die Daumenballeninnenfläche bzw. die Daumeninnenfläche eine solche Vergrößerung des Griffkörperquerschnitts eintritt, daß eine für das Erfassen des Griffkörpers optimale Krümmung von Handinnenfläche und Fingern behindert wird.
Da der Flächenbedarf für die Anlage an der aktiven Flossenseitenfläche vom Daumenballen zur Daumenspitze hin abnimmt, ist es möglich, daß man die Flossenausladung in einer Fortschreitrichtung entsprechend dem Daumenverlauf vom Daumenballen zur Daumenspitze hin abnehmen läßt, wodurch der Griffkörper insgesamt eine relativ schlanke und formschöne Struktur erhält, ohne an Griffergonomie einzubüßen. Außerdem wird der Materialverbrauch dadurch herabgesetzt.
Als grobe Dimensionierungsregel bei der Flossengestaltung kann gelten, daß die Flossenausladung gegenüber der angrenzenden Oberfläche des Griffkörpers im Bereich der Gegenüberstellung von Fingerspitzen und Flossenrückseite mindestens der Fingerdicke im Spitzenbereich der Finger entspricht. Je nach der Handgröße und insbesondere der Fingerlänge kommen die Fingerspitzen an der Flossenrückfläche zur Anlage oder
haben Abstand von der Flossenrückfläche. Durch die Flosse ist auch ein Schutz für die Fingerspitzen gewährleistet, insbesondere wenn die Flossenausladung gleich oder größer ist als die Fingerdicke im Spitzenbereich der Finger.
Um eine formschöne und berührungsfreundliche Gestaltung zu erhalten, wird empfohlen, daß die Flossenkante zur Daumenspitze hin annähernd spitzwinkelig oder/und annähernd stetig in den Griffkörper einläuft. Dies wird auch für das daumenwurzelnahe Ende der Flosse empfohlen, und zwar aus den gleichen Gründen.
Entsprechend dem größten Anlageflächenbedarf im Daumenballenbereich wird empfohlen, daß die Flossenausladung im rückwärtigen ballennäheren Bereich ein Maximum besitzt.
Wiederum im Hinblick auf einen berührungsfreundlichen und formschönen Aufbau des Griffkörpers wird vorgeschlagen, daß die Flossenkante einen annähernd stetigen Verlauf mit Abschnitten unterschiedlicher Krümmungsradien besitzt, wobei der Krümmungsradius im Bereich maximaler Ausladung, d.h. in dem für die Anlage des Daumenballens bestimmten Bereich am kleinsten ist.
Um eine auch bei kräftigem und lange währendem Andruck geringe und deshalb schmerzlose Flächenpressung im Übergangsbereich von der Handinnenfläche zum Daumen, also insbesondere im Daumenballenbereich, sicherzustellen, wird vorgeschlagen, daß die aktive Flossenseitenfläche - in einem Schnitt orthogonal zur Griffkörperachse betrachtet - in ihrem rückwärtigen, insbesondere für die Anlage des Daumenballens bestimmten Oberflächenbereich annähernd stetig und vorzugsweise annähernd geradlinig in die Oberfläche des Griffkörpers übergeht.
Um weiterhin die Lage des Daumens selbst an dem Griffkörper in einer orthopädisch möglichst spannungsfreien Lage festzulegen und damit - bei Bedarf - auch Kraftübertragung durch den Daumen zu gewährleisten, wird vorgeschlagen, daß die aktive Flossenseitenfläche - jeweils in einem Schnitt orthogonal zur Griffkörperachse betrachtet - in ihrem vorderen, insbesondere für die Anlage der Daumeninnenfläche bestimmten Bereich, mit in Richtung zur Daumenspitze hin abnehmendem stumpfen Winkel in die dort bogenförmig, vorzugsweise kreisbogenförmig, um die Griffkörperachse gekrümmte Oberfläche des Griffkörpers übergeht.
Weiterhin kann eine bequeme Anlage des Daumens dadurch begünstigt werden, daß die aktive Flossenseitenfläche - in einem zur Griffkörperachse im wesentlichen parallelen und auf ihr im wesentlichen orthogonal stehenden Schnitt betrachtet - eine leicht konvexe Krümmung besitzt.
Es wird weiter empfohlen, daß der Griffkörper - jeweils in zur Griffkörperachse orthogonalen Schnitten betrachtet - einen maximalen Querschnitt in einem - bezogen auf die Längserstreckung der Griffkörperachse - mittleren Fingeranlagebereich für die Fingerinnenflächen aufweist und jeweils kleineren Querschnitt in Anschlußbereichen beidseits dieses mittleren Fingeranlagebereichs.
Diese Gestaltung hat sich als physiologisch günstig im Hinblick auf die Krümmungsmöglichkeiten der menschlichen Hand und der Finger erwie- sen, auch im Hinblick auf langwährende Erfassung des Griffs. Darüber hinaus liegt ein Vorteil dieser Gestaltung darin, daß durch axiale Verlagerung der den Griffkörper umfassenden Hand längs der Griffkörperachse je nach individuellem Handformat eine Anpassung vorgenommen werden kann: Bei großformatiger Hand kann der Benutzer des Griff- körpers diesen so erfassen, daß der Mittelpunkt der Handinnenfläche und der Trennspalt zwischen großem Finger und kleinem Finger annähernd in der Schnittebene maximalen Griffkörperquerschnitts liegen. Hat ein
Benutzer eine kleinere Hand, so kann er den Griff weiter vorne, d.h. näher dem daumenspitzennahen Endbereich erfassen, wo der Querschnitt kleiner ist.
Für eine ungezwungene Erfassung des Griffkörpers ist es weiterhin von Vorteil, wenn - in zur Griffkörperachse orthogonalen Schnitten betrachtet - die Krümmung der Griffkörperoberfläche im Anlagebereich von Daumenballen oder/und Daumenwurzel einen relativ kleinen Krümmungsradius - daran anschließend im Anlagebereich der Handinnenfläche einen relativ großen Krümmungsradius und daran anschließend im Anlagebereich der Fingerinnenfläche wieder einen kleineren Krümmungsradius besitzt. Dies gilt insbesondere im Bereich des maximalen Querschnitts.
Die Möglichkeit multidirektioneller Krafteintragung in den Griffkörper kann weiterhin dadurch verbessert werden, daß die Griff körperoberf lache im Anlagenbereich des Zeigefingers einen Anschlag für die äußere Seitenfläche des Zeigefingers besitzt oder/und daß die Oberfläche des Griffkörpers einen Anschlag für die vom Daumen fern gelegene Randfläche der Hand besitzt.
Bevorzugt wird der Abstand des Anlagebereichs des Zeigefingers und des Anschlags für die daumenfern gelegene Randfläche der Hand an die mittlere Größe der Hand einer erwachsenen Person angepaßt, so daß bei ordnungsgemäßer Erfassung die Hand quasi formschlüssig zwischen den beiden Anschlägen festgelegt ist und unabhängig von der Oberflächenreibung der Hand an der Griffkörperoberfläche nicht verrutschen kann. Hinzu kommt, daß bei kleineren Händen infolge des zum Anschlag für den Zeigefinger hin abnehmenden Querschnitts die Tendenz besteht, bevorzugt immer den Kontakt zwischen der äußeren Seitenfläche des Zeigefingers und des zugehörigen Anschlags aufrecht zu erhalten. Dabei geht aber auch bei kleineren Händen der Kontakt der daumenfern gelegenen Randfläche der Hand mit dem zugehörigen Anschlag nicht verloren,
sondern wird durch eine noch im Bereich natürlicher Handhaltung liegende Handdeformierung und/oder Handanlagevariation am Griffkörper aufrecht erhalten. Im Falle von Krücken mit erfindungsgemäßem Griffkörper kann die Tendenz zur Anlage der äußeren Seitenfläche des Zeige- fingers an dem zugehörigen Anschlag auch noch durch die Neigung der Griffkörperachse gegenüber dem Verlauf des Unterarmabschnitts der Krücke begünstigt werden.
Die erfindungsgemäße Oberflächengestaltung des Griffkörpers ist grund- sätzlich in Verbindung mit allen Werkstoffen möglich, die bisher zur Herstellung von Griffkörpern für die menschliche Hand angewandt worden sind, nämlich: Holz, Metall, Hartkunststoff, Weichkunststoff, Gummi. Bevorzugt wird der Griffkörper zumindest an seiner Oberfläche aus gummielastischem Werkstoff hergestellt, z.B. Naturkautschuk, Synthesekautschuk, weich hergestelltem Polyurethan, Elastomerkunststoffen. "An der Oberfläche" soll besagen, daß es auch denkbar ist, einen aus hartem Werkstoff, beispielsweise Holz, Hartkunststoff oder Metall hergestellten Grundkörper mit einer Gummischicht zu überziehen, wobei die Gummischicht wahlweise annähernd konstante Wandstärke haben kann, wobei es aber auch denkbar ist, zur Profilgestaltung der
Oberfläche durch unterschiedliche Wandstärke der Gummischicht beizutragen. Die Gummischicht kann dabei aus einem zugelastischen Überzug gebildet sein, welcher über den Grundkörper gezogen und dabei gespannt wird, so daß er auf dem Grundkörper Halt bekommt. Es ist aber auch denkbar, daß der Überzug als räumliches Gebilde vorgeformt ist, beispielsweise durch Spritzguß von Kunststoff oder durch Vulkanisieren. Weiterhin ist es möglich, daß der Griffkörper aus Vollgummi besteht. Vollgummi bedeutet dabei, daß der gesamte Griffkörper aus Gummi besteht, wobei natürlich Aussparungen im Griffkörper zur Aufnahme eines stabförmigen Trägerelements zugelassen sind. Insbesondere bei kompliziert geformten Trägern ist auch daran gedacht, den Griffkörper auf den jeweiligen Träger aufzuspritzen oder aufzuvulkanisieren.
Für die Herstellung einer ergonomisch bequemen und rutschsicheren Oberfläche wird vorgeschlagen, eine Shore-A-Härte im Bereich von 25 - 70 zu wählen. Bei einer solchen Einstellung der Härte ist auch eine elastische Anpassung an den Händedruck möglich.
Der Griffkörper kann mindestens in einem Teilbereich seiner Oberfläche mit einer Oberflächenprofilierung versehen sein. Wenn hier von Ober- flächenprofilierung gesprochen wird, so kann diese in ihrer Strukturierung primär darauf abgestellt werden, daß möglichst große Rutschsicherheit gewährleistet ist. Es sind aber auch Oberflächenprofilierungen solcher
Struktur denkbar, daß durch die Profilierung die elastische Verformbarkeit des Griffkörpers beeinflußt wird. Materialelastizität und Formelastizität aufgrund der Oberflächenstruktur bedürfen einer gegenseitigen Abstimmung. Wenn die materialbedingte Härte relativ groß ist, so kann man eine geeignete elastische Verformbarkeit durch entsprechend ausgeprägte Oberflächenprofilierung erhalten und umgekehrt.
Die Oberflächenprofilierung kann z.B. von Einschnitten gebildet sein, welche annähernd in Umlaufrichtung um die Griffkörperachse verlaufen. Mit solchen Einschnitten kann ein erheblicher Einfluß auf die elastische Verformbarkeit des Griffkörpers ermöglicht werden.
Es ist aber auch denkbar, eine feinstrukturierte Oberflächenprofilierung vorzusehen, nur um sozusagen die Rauhigkeit zu verändern und damit die Rutschsicherheit zu verbessern.
Oberflächenprofilierungen wird man insbesondere in dem für die Anlage der Fingerinnenflächen bestimmten Bereich und gewunschtenfalls auch in wenigstens einem Teil des für die Anlage der Handinnenfläche bestimm- ten Oberflächenbereich vorsehen.
Die Verbindung des Griffkörpers mit der jeweiligen Struktur, auf welche der Benutzer einwirken oder an der er sich abstützen will, kann in beliebiger Weise hergestellt werden. Beispielsweise kann der Griffkörper an dem einen oder dem anderen oder an beiden Enden mit einem Schaft versehen sein, der in die jeweils zu ergreifende Struktur eingesteckt wird, oder mit einem Flansch, der an dieser Struktur angeschraubt oder angeklebt wird. Insbesondere ist aber daran gedacht, daß der Griffkörper als ein Hohlkörper mit einem zur Griffkörperachse im wesentlichen parallel verlaufenden Hohlraum für die Aufnahme eines Trägers des Griffkörpers ausgebildet ist oder daß der Griffkörper auf den Träger aufgespritzt oder aufvulkanisiert ist.
Ein Anwendungsfall für die erfindungsgemäßen Griffkörper wurde bereits erwähnt: Krücke oder Unterarm-Gehhilfe. Krücken und insbesondere Unterarm-Gehhilfen erfordern eine ergonomisch besonders günstige
Ausgestaltung, da beim Gehen über längere Strecken auf Dauer große Kräfte übertragen werden müssen. Die erfindungsgemäßen Griffkörper sind besonders geeignet auch für gekröpfte Unterarm-Gehhilfen, bei denen im Kröpfungsbereich der Griffkörper angebracht wird. Kröpfungs- bereich ist dabei ein kröpfungsartiger Mittelabschnitt der Gehhilfe, an welchem sich nach unten ein Standabschnitt und nach oben ein Unterarmabschnitt der Gehhilfe anschließen. Bei Anbringung des erfindungsgemäßen Griffkörpers an einer solchen gekröpften Unterarm-Gehhilfe kann sich der Griffkörper in den Standabschnitt oder/und in den Unter- armabschnitt hinein über jeweils eine Endkrümmung fortsetzen, so daß auch bei einer nicht idealen Erfassung des Griffkörpers die Hand nicht gegen den Standabschnitt bzw. den Unterarmabschnitt anstoßen kann. Demgemäß kann mindestens eine der Endkrümmungen als Anschlag für den Zeigefinger bzw. für die daumenferne Randfläche der Hand dienen oder besonders ausgeformt sein.
Wenn der erfindungsgemäße Griffkörper bei einer Unterarm-Gehhilfe zum Einsatz kommt, etwa nach der DE 1 95 03 565 A1 oder insbesondere bei Unterarm-Gehhilfen der aus der DE 1 95 47 484 A1 bekannten Bauart, so besteht eine bevorzugte Ausgestaltung darin, daß er an der Unterarm- Gehhilfe, insbesondere einer in einer Gehhilfenebene gekröpften Unterarm-Gehhilfe, derart angeordnet ist, daß bei annäherndem Parallelverlauf des Unterarms zum Unterarmabschnitt der Gehhilfe und bei annähernder Parallelstellung der langen Querschnittachse des Unterarmquerschnitts (kurz vor dem Einlauf in das Handgelenk betrachtet) die gegenüber dem Unterarm in annähernder Ruhestellung befindliche Hand den Griffkörper ordnungsgemäß erfassen kann, wobei die Daumenballen-Innenfläche und die Daumeninnenfläche in annähernder Ruhelage gegenüber dem Unterarm an den für ihre Anlage bestimmten Bereichen der aktiven Flossenseitenfläche anliegen. Der Krafteintrag in den Griffkörper kann dann in der geradlinigen Verlängerung des Unterarms erfolgen. Das Handgelenk wird relativ wenig beansprucht, was insbesondere bei Rheumatikern und älteren Patienten von erheblichem Vorteil ist. Die Notwendigkeit eines kraftaufwendigen, aktiven Umfassens des Griffkörpers ist im allgmeinen nicht erforderlich und auf Sondersituationen reduzierbar. Wie schon weiter oben ausgeführt, ist eine Anpassung an unterschiedliche Handformen und -großen möglich, insbesondere wegen des variierenden Querschnitts des Griffkörpers.
In Weiterbildung der vorstehenden Anwendung des erfindungsgemäßen Griffkörpers an einer Unterarm-Gehhilfe ist vorgesehen, daß der in
Gebrauchslage der Unterarm-Gehhilfe höchstliegende Oberflächenbereich des dem Standabschnitt nahen, als Endkrümmung ausgebildeten Griffkörperfortsatzes als Stützschwelle für den Zeigefingerwurzel-/Daumen- wurzel-Übergangsbogenbereich der Hand ausgebildet ist, oder eine entsprechende Schwelle in anderer Weise angebracht ist.
Die Neigung der Griffkörperachse gegenüber der Achse des Unterarmabschnitts der Gehhilfe wird bevorzugt derart eingestellt, daß bei Krafteinleitung in die Hand durch Druckbelastung des Unterarms die Annäherung der äußeren Seitenfläche des Zeigefingers an den zugehörigen Anschlag und/oder ZeigefingerwurzeN/Daumenwurzel-Übergangsbogen- bereich an die Stützschwelle begünstigt wird.
Sind ein Anschlag und eine Stützschwelle vorhanden, so wird empfohlen, daß der Anschlag und die Stützschwelle derart aufeinander abgestimmt sind, daß bei der Krafteinleitung in die Hand durch Druckbelastung des Unterarms ein wesentlicher, vorzugsweise überwiegender Teil der das Verschieben der Hand längs der Griffachse in Richtung auf den Standabschnitt hemmenden Kräfte an der Eingriffsstelle zwischen der Stützschwelle und dem Zeigefingerwurzel-/Daumenwurzel-Übergangsbogenbe- reich aufgebracht wird. Es hat sich gezeigt, daß durch diese Abstimmung der Schmerzempfindlichkeit und der Dauerbelastbarkeit der Hand optimal Rechnung getragen werden kann.
Bei bisher bekannten Unterarmstützen wurde regelmäßig der Dorn bzw. der Kröpfungsabschnitt aus einem hartelastischem Material mit sehr glatter Oberfläche ausgebildet. Demgegenüber ist ein weiterer Aspekt der Erfindung, daß der an der Unterarm-Gehhilfe angebrachte, von der Hand zu erfassende Griffkörper, d.h. der am Dorn oder an einem für die Handerfassung bestimmten kröpfungsartigen Mittelabschnitt angebrachte Griffkörper, zumindest in Teilen seiner von der ordnungsgemäß angelegten Hand erfaßbaren Bereiche aus gummielastischem Werkstoff besteht, wobei dieser gummielastische Werkstoff bevorzugt eine Shore-A-Härte im Bereich von 25 - 70 besitzt.
Es hat sich gezeigt, daß die Herstellung des Griffkörpers aus solchem gummielastischen Werkstoff den Halt der Hand am Griffkörper verbessert und der Hand ein angenehmes Griffgefühl vermittelt. Auch bei Dauerbela-
stung ist die Gefahr eines Schmerzes oder einer Handverwundung reduziert.
Weiterhin ist der erfindungsgemäße Griffkörper hervorragend geeignet, um am oberen Ende eines Schistocks oder Bergwanderstocks angebracht zu werden bzw. zur Anbringung an einem solchen ausgebildet zu werden. Die Handgriffachse kann dabei annähernd mit der Schistock- bzw. Bergwanderstock-Achse zusammenfallen.
Auch in diesem Anwendungsfall wird der Griffkörper mit seiner Flosse so dimensioniert, daß die Fingerspitzen an der Flossenrückfläche Anlage nehmen oder von der Flossenrückfläche Abstand haben. Dies ist von Vorteil gegenüber bekannten Grifformen an Schistöcken und Bergwanderstöcken, bei denen der meist zu dünne Griff ein starkes Übergreifen des Daumens über die umfassenden Finger erfordert und der Zugriff dadurch geschwächt ist.
Auch bei Bergwanderstöcken ist die Verwendung elastischen Materials innerhalb der oben angegebenen Spezifikationen von Vorteil, da es sich der Hand anpaßt, so daß der erforderliche Druck zum Festhalten des
Griffs keinen unnötigen Kraftaufwand erfordert. Wiederum wird der Griff oberflächenrauh gestaltet, so daß ein Abrutschen unterbunden ist oder jedenfalls nicht allein von der Schlinge verhindert wird. Das Ergreifen des elastischen und oberflächenrauhen Materials erlaubt es im Extremfall, das gesamte Körpergewicht durch die den Griffkörper erfassende Hand zu übertragen. Auch das Problem des Abrutschens bei Grifferfassung mittels Handschuhen, z.B. Wollhandschuhen, ist gelöst.
Der Griffkörper kann auch bei Schistöcken und Bergwanderstöcken angespritzt werden.
Eine Ausführungsform, bei der für den Zeigefinger eine Kehle im oberen Bereich des Griffkörpers eingearbeitet ist, führt zu zusätzlicher Kraftübertragungsfähigkeit in Achsrichtung des jeweiligen Stockes.
Die Flosse sorgt für ein sicheres und komfortables Anliegen des Griffs an der Hand.
Eine Schlaufe kann zusätzlich verwendet werden. Sie dient beispielsweise dem Schütze gegen Verlieren. Grundsätzlich kann auf die Schlaufe aber auch verzichtet werden, wenn ein erfindungsgemäßer Griffkörper zur Anwendung kommt.
Der erfindungsgemäße Griffkörper ist auch bei Zweirädern am Zweiradlenker zur Verwendung geeignet. Dies gilt insbesondere an betriebsmäßig unverdrehbaren oder nur geringfügig zu verdrehenden Endabschnitten eines Zweiradlenkers. Dabei kann der Handgriff auch einem Funktionsgriff zugeordnet werden, wie er beispielsweise zur Bremsbetätigung oder Gangschaltungsbetätigung benutzt wird. Wenn ein erfindungsgemäßer Handgriff in Verbindung mit beispielsweise einem Bremshebel zur Anwen- düng kommt, so empfiehlt es sich, die relativen Winkellagen des Handgriffkörpers und des Bremshebels zwangsläufig beispielsweise durch einen gemeinsamen Träger festzulegen, so daß die relative Winkellage vorbestimmt ist und nicht verändert werden kann.
Die Anwendung des erfindungsgemäßen Griffkörpers an Zweiradlenkern bietet Vorteile gegenüber den dort handelsüblichen Griffen aus Kunststoff oder Hartgummi. Damit insbesondere löst sich das sowohl bei Fahrrädern als auch bei Motorrädern bestehende Problem, das aus der Notwendigkeit beträchtlicher Krafteinwirkung auf die Hände resultiert. Die Hände werden grundsätzlich durch Erschütterungen in Abhängigkeit von Tempo und Straßenbeschaffenheit beansprucht. Auch bei Steig- und Gefällstrecken ist eine besondere Erfassungskraft notwendig, die bei erfin-
dungsgemäßer Griffgestaltung leicht erzielt werden kann. Die Gefahr eines Abrutschens, insbesondere auch beim Tragen von Wollhandschuhen, ist vermindert, ebenso die Gefahr eines Abrutschens bei Schweißauftrag zwischen Handfläche und Griffkörper. Bei erfindungs- gemäßer Gestaltung des Griffkörpers werden die Erschütterungen nicht mehr so hart auf die Handgelenke übertragen wie bisher. Das Entstehen von Krämpfen an der die Lenkstange erfassenden Hand ist reduziert.
Die Handgelenke werden auch in diesem Anwendungsfall deutlich entlastet. Die aktive und passive Sicherheit nimmt zu. Ein Verrutschen selbst mit Wollhandschuhen ist ausgeschlossen.
Weiterhin ist der erfindungsgemäße Handgriff auch zur Verwendung bei Spazierstöcken geeignet, wobei die Handgriffachse dann im wesentlichen orthogonal zur Längsachse des Spazierstocks verläuft.
Auch im Anwendungsfall Spazierstock wird ein rutschfreies Halten ermöglicht und die sichere Führung des Stocks stark verbessert. Auch in diesem Anwendungsfall ist eine Kehle für den Zeigefinger vorteilhaft. Besonders hilfreich ist auch die Abhängigkeit von der Handgröße, die dadurch erreicht wird, daß der Griff an verschiedenen Stellen seiner Länge erfaßt werden kann.
Die vorstehenden Angaben zu den wesentlichen Merkmalen der Erfin- düng gelten gleichermaßen für Handgriffe zur Erfassung durch die rechte Hand und für Handgriffe zur Erfassung durch die linke Hand. In der Regel wird man zur optimalen Anpassung für die linke Hand und für die rechte Hand gesonderte Gestaltungen wählen, die durch Spiegelung auseinander hervorgehen. Es sind aber auch Kompromißlösungen denkbar, insbeson- dere dann, wenn die Enden des Handgriffs vertauschbar sind.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die beiliegenden Figuren erläutern die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen. Es stellen dar:
Fig. 1 eine Unterarm-Gehhilfe als Anwendungsbeispiel für einen erfindungsgemäßen Griffkörper;
Fig. 1 a die Ansicht einer rechten Hand zur Sichtbarmachung, daß der Griffkörper nach Fig. 1 ein Griffkörper für eine rechte Hand ist und zur späteren Darstellung der Zusammengehö- rigkeit von einzelnen Flächenbereichen der rechten Hand einerseits und einzelnen Oberflächenbereichen des Griffkörpers andererseits;
Fig. 2 eine vergrößerte Ansicht des Griffkörpers nach Fig. 1 in der gleichen Betrachtungsrichtung wie dort, und zwar an der
Stelle II der Fig. 1 ;
Fig. 2a die zugehörige rechte Hand;
Fig. 3 eine Draufsicht in Pfeilrichtung III der Fig. 2;
Fig. 3a die zugehörige rechte Hand;
Fig. 3b eine Draufsicht entsprechend Fig. 3 in einer Netzkonstruk- tion, wie sie sich aus einer computermäßigen 3D-Darstellung ergibt;
Fig. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV der Fig. 3;
Fig. 4a die zugehörige rechte Hand;
Fig. 5 eine Ansicht in Pfeilrichtung V der Fig. 3;
Fig. 5a die zugehörige rechte Hand;
Fig. 6 eine Seitenansicht des Handgriffs einer Unterarm-Gehhilfe für den linken Arm;
Fig. 6a die zugehörige linke Hand;
Fig. 7 eine Draufsicht in Pfeilrichtung VII der Fig. 6;
Fig. 7a die zugehörige linke Hand;
Fig. 7b eine Draufsicht entsprechend Fig. 7, wieder in SD-Compu¬ ter-Manier;
Fig. 8 eine Ansicht in Pfeilrichtung VIII der Fig. 7;
Fig. 8a die zugehörige linke Hand;
Fig. 9 einen Griffkörper am Schistock oder Bergwanderstock;
Fig. 9a die zugehörige linke Hand;
Fig. 1 0 einen Griffkörper am Lenker eines Fahrrads;
Fig. 1 0a die zugehörige linke Hand;
Fig. 1 1 die Ansicht eines erfindungsgemäßen Griffkörpers am oberen Ende eines Spazierstocks;
Fig. 1 1 a die zugehörige rechte Hand;
Fig. 1 2 eine abgewandelte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Griffkörpers am Spazierstock;
Fig. 1 2a die zugehörige linke Hand.
In Fig. 1 ist eine Unterarm-Gehhilfe dargestellt, welche allgemein mit 1 0 bezeichnet ist. Diese Unterarm-Gehhilfe umfaßt einen Standteil 1 2 mit einem Fußteil 14 und einer Verlängerungsmöglichkeit bei 1 6; sie umfaßt weiter einen Unterarmteil 1 8 mit einer nach rechts offenen Unterarm- Umfassungsspange 20 und eine den Standteil 1 2 sowie den Unterarmteil 1 8 miteinander verbindenden Kröpfungsabschnitt 22, der mit einem Griffteil 24 versehen ist.
Der Griffkörper 24 ist vergrößert in Fig. 2 dargestellt. Der Griffkörper 24 ist als ein rohrähnlicher Griffkörper ausgebildet, welcher von dem zusammenhängenden, den Standteil 1 2 und den Unterarmteil 1 8 bildenden Gestänge der Unterarm-Gehhilfe durchsetzt ist. Die Unterarm-Gehhilfe gemäß Fig. 1 ist in einer Ebene gekröpft, die mit der zweiten Ebene gemäß Fig. 1 zusammenfällt. In Fig. 3 ist die der Zeichenebene von Fig. 1 entsprechende Ebene strichpunktiert eingezeichnet und mit GHE bezeich¬ net. Der Träger der Gehhilfe 10 erfaßt mit seiner gemäß Fig. 1 und 1 a rechten Hand den Griffkörper 24, während der Unterarm U von der Unterarm-Umfassungsspange 20 aufgenommen ist. Dabei liegt die Gelenkachse HG des Handgelenks annähernd so wie in Fig. 1 strichpunk- tiert dargestellt. Der Querschnitt des Unterarms, der eine längere Achse I aufweist, ist mit UQ bezeichnet. Die längere Querschnittachse I liegt dabei annähernd parallel zu der Zeichenebene, d.h. zu der Ebene GHE nach Fig. 3. Die Längsrichtung des Unterarms U verläuft parallel zur Längsachse des Unterarmteils 1 8 der Gehhilfe.
Man betrachte nunmehr die Fig. 2, 3, 4 und 5 gleichzeitig. Der Griffkörper 24 weist eine Flosse 25 auf. An dieser Flosse 25 ist eine An-
lagefläche 26 für die Anlage der Daumenballeninnenfläche 1 26 angebracht. Weiterhin weist die Flosse 25 eine Anlagefläche 28 für die Daumeninnenfläche 1 28 auf. Die Anlageflächen 26 und 28 bilden zusammen eine aktive Flossenseitenfläche 26,28.
Beim Erfassen des Griffkörpers 24 durch die Hand ist die Handinnenfläche 1 30 konkav gekrümmt mit einer Krümmungsachse 1 32. Die Finger 1 34, 1 36, 138 und 140 sind beim Erfassen des Griffkörpers 24 mit ihren Innenflächen ( 1 35, 1 37, 1 39, 141 ) ebenfalls konkav gekrümmt, und zwar um die Fingerkrümmungsachse 142. Es liegt dann die Handinnenfläche 1 30 an dem Anlagebereich 30 an, während die Fingerinnenflächen 1 35 - 141 an dem Anlagebereich 35 - 41 anliegen (Fig. 4) . Die Fingerspitzen 1 44 - 1 50 der Finger 1 34 - 1 40 liegen im Zustand der Griffkörpererfassung an der Anlagefläche 44 - 50 an oder stehen dieser Anlagefläche 44 - 50 in Krümmungsrichtung KR mit kleinem Abstand gegenüber. Man erkennt aus Fig. 2, daß in orthogonal zur Griffkörperachse A gelegten Querschnittsebenen Q1 , Q2 und Q3 der Querschnittsflächeninhalt des Griffkörpers 24 unterschiedlich groß ist. In der Querschnittsebene Q1 ist der Querschnittsflächeninhalt maximal.
Wenn die Hand den Griffkörper 24 erfaßt, so liegt die äußere Seitenfläche 1 52 des Zeigefingers 1 40 an oder nahe bei einer Anschlagfläche 52 eines Griffkörperfortsatzes 54, welcher den Standteil 1 2 umschließt (Fig. 2). Ferner kann die daumenferne Randfläche 1 56 der Hand an einer Anschlagfläche 56 anschlagen, welche durch einen den Unterarmabschnitt 1 8 umschließenden Fortsatz 58 des Griffkörpers 24 gebildet ist. Es sei darauf hingewiesen, daß nur bei sehr großformatigen Händen gleichzeitig ein Anschlag an den Anschlagflächen 52 und 56 eintritt. In der Regel wird die Hand aus ergonomischen Gründen mit der Seitenfläche 1 52 des Zeigefingers 140 an der Anschlagfläche 52 anliegen. Der
Benutzer kann je nach Handgröße seine Hand in Richtung der Griffkörperachse A verlagern, so daß er mit der ihm bequemsten Fingerkrümmung
jeweils den dieser Fingerkrümmung entsprechenden Querschnittsbereich umfassen kann.
Man erkennt, daß die aktive Flossenseitenfläche 26,28 zu dem Anlagebe- reich 28 der Daumeninnenfläche 1 28 in Richtung auf die Daumenspitze 1 29 hin schmäler wird. Dadurch ist eine insgesamt schlanke Konfiguration der Flosse 25 gewährleistet. Die Flossenkante 60 verläuft im wesentlichen stetig; sie läuft bei 62 und 64 jeweils spitzwinkelig in den Griffkörper 24 (Fig. 3) ein und weist unterschiedliche Krümmungsradien auf, nämlich R1 , R2 und R3, wobei der Krümmungsradius R1 im Bereich maximaler Ausladung a der Flosse 25 am kleinsten ist. Im Schnitt gemäß Fig. 4 erkennt man den Verlauf der Querschnittsbegrenzung mit einer Krümmung relativ kleinen Krümmungsradius S1 im Anlagebereich 62 der Daumenwurzel 1 62, mit einem wesentlich größeren Krümmungsradius S2 im Anlagebereich 30 der Handinnenfläche 1 30 und dann wieder mit einem kleineren Krümmungsradius S3 im Anlagebereich 35-41 der Fingerinnenflächen 1 35 - 1 41 .
Aus Fig. 4 und 5 erkennt man, daß die aktive Flossenseitenfläche 26,28 mit leicht konvexer Krümmung in einer Schnittebene T (Fig. 4) verläuft, welche orthogonal auf der aktiven Flossenseitenfläche 26,28 steht und parallel zur Griffkörperachse A liegt. In Fig. 3 sind noch Schnitte IVa und IVb angedeutet. Im Schnitt IVa geht die Anlagefläche 26 im wesentlichen geradlinig in den Griffkörper 24 über, während im Schnitt IVb ein stumpf- winkeliger, in der Ansicht der Fig. 3 konkaver Übergang vorliegt. Der geradlinige Übergang im Schnitt IVa ist durch eine gestrichelte Linie 65 angedeutet, während der stumpfwinkelige Übergang durch eine geknickte Linie 66 mit einem Winkeleinschluß von ca. 1 20° angedeutet ist.
Zu beachten ist, daß die Achse A mit der Horizontalen bei im wesentlichen vertikal gehaltenem Standteil 1 2 einen spitzen Winkel a von beispielsweise 25 ° einschließt (Fig. 2).
Der Griffkörper 24 ist aus einem Gummi mit einer Shore-A-Härte von ca. 40 hergestellt. Im Bereich der Anlagefläche 35 - 41 für die Fingerinnenflächen 1 35 - 1 41 sind Schlitze 68 in das Gummimaterial eingelassen, welche das Abrutschen verhindern und die Verformungsweichheit des Gummimaterials beeinflussen. Die Schlitzbreite beträgt ca. 4 mm, die Lamellendicke ca. 5 mm, die maximale Schlitztiefe ca. 6 mm (Fig. 5) .
Die maximale Ausladung der Flosse 25 ist sowohl in Fig. 3 als auch in Fig. 5 eingezeichnet. In Fig. 3 ist die maximale Ausladung auf der Aktiv- seite 26,28 mit a bezeichnet; in Fig. 5 ist die maximale Ausladung auf der Flossenrückfläche 44-50 mit a' bezeichnet.
In den Fig. 6 - 8a, welche eine Unterarm-Gehhilfe für die linke Hand mit einem entsprechend angepaßten Handgriffkörper 24 darstellen, sind analoge Teile mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet wie in den Fig. 1 - 5.
Dabei entspricht der Griffkörper 24 gemäß Fig. 6 - 8a dem Griffkörper 24 gemäß Fig. 1 - 5, ist jedoch gegenüber dem Griffkörper 24 der Fig. 1 - 5 spiegelbildlich aufgebaut und weist ergänzend eine Stütznase 70 zur Bildung der Anschlagfläche 52 auf.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 , 2, 2a und 5 ist noch auf folgendes hinzuweisen: Der gekrümmte Griffkörperfortsatz 54 bildet mit dem Krümmungsbereich 31 , der in der Gebrauchsstellung der Unterarm-Gehhilfe am höchsten liegt, eine Stützschwelle, an der sich bei ordnungsgemäßem Anlegen der Hand an dem Griffkörper 24 der Zeigefingerwurzel-/Daumenwurzel- Übergangsbogenbereich 1 31 anlegt, so daß ein Abrutschen der Hand in Richtung auf den Standabschnitt 1 2 unterbunden ist. Die Schwelle 31 und der Anschlag bei 52 wirken in diesem Sinne zusammen. Bevorzugt wird die Schwelle 31 so ausgebildet, daß sie einen wesentlichen, höchst-
vorzugsweise den überwiegenden Teil der Stützkraft aufnehmen kann. Durch entsprechenden Fingerdruck kann der Benutzer den Anlagedruck zwischen der Zeigefinger-Seitenfläche 1 52 und dem Anschlag 52 vollständig ausschalten oder er kann sich abwechselnd an der Anschlag- fläche 52 und an der Schwelle 31 abstützen, was zu einer besonders schonenden Belastung der Hand führt.
In Fig. 9 bis 1 2 sind weitere Ausführungsformen dargestellt, wobei dort analoge Teile mit den gleichen Bezugszeichen wie in den Fig. 1 - 5 und zusätzlich jeweils mit dem Index "a", "b", "c" bzw. "d" versehen sind.
In Fig. 9 ist ein Griffkörper 24a für die linke Hand in Anpassung an die geradlinigie Form eines Berg- oder Schistocks 72a im wesentlichen geradlinig ausgeführt, wobei die Achse B des Griffkörpers 24a im wesentlichen parallel zur Achse des Schistocks 72a verläuft. Um ein Wegrutschen des Handgriffs 24a aus der Hand zu verhindern, ist der Griffkörper 24a mit einer Kehle 73a für den Zeigefinger 140a versehen und zusätzlich mit einer Sicherungsschlaufe 74a ausgeführt.
In Fig. 10 ist ein erfindungsgemäßer Griffkörper 24b an einem Lenker 76b eines nicht gezeigten Fahrrads angeordnet, wobei der Griffkörper 24b im wesentlichen geradlinig ausgeführt ist und die Achse C des Griffkörpers 24b im wesentlichen parallel zur Achse des Lenkers 76b verläuft. Der Griffkörper 24b ist dabei in den jeweiligen Lenkerendberei- chen derart angebracht, daß die Stützflosse 25b zum Körper des Radfahrers und nach unten gerichtet ist, während die Schlitze 68b annähernd in Fahrtrichtung gerichtet sind. Im Übergangsbereich zwischen Griffkörper 24b und Lenker 76b erkennt man als Teil einer Bremsanlage einen Bremsbetätigungshebel 78b. Zusätzlich kann der Griffkörper 24b ein- stückig mit Lenker-Endstücken 80b bzw. mit entsprechenden Überzügen für bereits an dem Lenker vorgesehen Endstücken ausgebildet sein, um
z.B. an Steigungen ein Umgreifen und Verlagern des Körperschwerpunkts in Richtung auf den Lenker hin zu ermöglichen.
In Fig. 1 1 ist der Griffkörper 24c am oberen Ende eines Spazierstocks 82c vorgesehen. Der Spazierstock 82c weist einen Standteil 1 2c sowie einen zur Achse des Standteils 1 2c orthogonal verlaufenden Griffabschnitt 84c auf, an welchem der Griffkörper 24c vorgesehen ist. In Anpassung an die geradlinigie Form des Griffabschnitts 84c ist der Griffkörper 24c im wesentlichen geradlinig ausgeführt, wobei ein Griff- körperfortsatz 54c den bogenförmigen Übergangsbereich zwischen horizontalem Griffabschnitt 84c und vertikalem Standteil 1 2c einschließt.
Die Ausführungsform des Griffkörpers 24d für einen Spazierstock 82d gemäß Fig. 1 2 unterscheidet sich von dem Griffkörper 24c gemäß Fig. 1 1 nur durch einen mehr wellenförmigen Verlauf des Griffabschnitts 84d.
In allen Ausführungsformen erkennt man einen annähernd schraubenförmigen Verlauf der Flosse gegenüber der Griffkörperachse A bzw. B bzw. C bzw. D bzw. E.