Titel: Kiemmbeschlag für die Befestigung von Glasscheiben
Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Klemmbeschlag für die Befestigung von Glas- Scheiben mit einer in eine Bohrung der Glasscheibe einfassenden Klemmschraube, welche mittels eines im Bereich der Bohrung verbreiterten Schraubenschaftendes in axialer Richtung zwischen zwei die Glasscheibe zwischen sich einschließenden Spannelementen festgelegt ist, wobei zwischen den Spannelementen und der Bohrung in der Glasscheibe ein or- thogonal zur Längsachse der Klemmschraube wirksamer Toleranzausgleich vorgesehen ist und gleichzeitig eine Anpassung an unebene, nicht auf einer Ebene liegende Festpunkte an einer bestehenden Wand (Unterkonstruktion) möglich ist.
Klemmbeschläge der eingangs genannten Gattung müssen einerseits die Glasscheibe zuverlässig einspannen, andererseits an einem Festpunkt, beispielsweise einer Wand, einem Stahlträger oder dgl. verankert werden können. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die vorgegeben Bohrlöcher in den Glasscheiben mit den vorgegebenen Bohrlöchern in der Wand, dem Stahlträger oder dgl. in fluchtende Deckung gebracht werden müssen. Hierzu ist es erforderlich, die das Bohrloch in der Glasscheibe durchfassende Klemmschraube oder die in das Bohrloch der Glasscheibe einfassende Klemmschraube so in der Bohrung zu lagern, daß zwischen der Klemmschraube und der Bohrung ein unmittelbarer Toleranzausgleich möglich ist oder - sofern dies nicht der Fall ist - dafür Sorge zu tragen, daß zwischen der Klemmschraube und anschließenden Befestigungsmitteln ein Toleranzausgleich gegeben ist, der wiederum die direkte oder indirekte Befestigung der Klemmschraube in einer Wand, in einem Träger oder dgl. möglich macht, ohne daß auf die Glasscheibe Spannungen ausgeübt werden.
Eine weitere Problematik besteht darin, den Abstand zwischen der Glasscheibe und dem Befestigungspunkt, d.h. der Wand oder einem Träger oder dgl. veränderbar zu gestalten, um insbesondere bei der Anordnung
mehrerer Glasscheiben nebeneinander diese fluchtend zu einander anordnen zu können.
Die Erfindung geht von einem Klemmbeschlag aus, bei dem der Toleranzausgleich zwischen der Glasscheibe und der Klemmschraube in zur Klemmschraube orthogonaler Richtung innerhalb der in der Glasscheibe angeordneten Bohrung erfolgt.
Ein Klemmbeschlag der eingangs genannten Gattung ist durch die europäische Patentanmeldung 0 506 522 B1 bekannt geworden; hier wird der Toleranzausgleich innerhalb des Bohrloches in der Scheibe durch das Bohrloch teilweise auskleidende und gegeneinander verdrehbare exzentrische Ringe bewirkt. Ein Toleranzausgleich in axialer Richtung der Klemmschraube, d.h. gegenüber einem Befestigungspunkt, ist in der vorgenannten europäischen Patentanmeldung 0 506 522 B1 nicht offenbart.
Ein Toleranzausgleich der Bohrungen zwischen den beabstandeten Plat- ten einer Mehrfach-Isolier-Glasplatte offenbart das deutsche Gebrauchsmuster 93 18 862. Hier sind sowohl in der äußeren als auch in der inneren Glasplatte Bohrungen relativ großen Durchmessers vorgesehen, wobei im Zuge der Montage der die eigentliche Klemmschraube umgebende Bohrungsraum mit Gießharz ausgespritzt wird. Zur Anpassung der Klemm- schraube an den vorgenannten Befestigungspunkt in einer Wand oder dgl. ist vorgesehen, daß die Klemmschraube mittels eines zwischengeschalteten Kugelgelenkes längsgeteilt ist, wobei zur Befestigung zusätzlich eine Montagehülse vorgesehen ist, in die der die Verlängerung der Klemmschraube bildende Montagebolzen mit der Möglichkeit eines Toleranzaus- gleichs eingeschraubt und gesichert werden kann. Hierbei handelt es sich um eine relativ aufwendige Lösung mit mehreren Losteilen, die entsprechende Verbindungsmittel zur Verbindung der Losteile erfordern.
Durch die europäische Patentanmeldung 0 617 190 A1 ist eine Vorrichtung zur Verbindung von zwei benachbarten Glasscheiben bekannt geworden, bei der die Klemmschrauben ohne Toleranzausgleich in den Bohrungen der benachbarten Glasscheiben festgelegt sind. Der für die Befestigung an einer Wand oder dgl. erforderliche Toleranzausgleich erfolgt durch die Verbindung der Klemmschrauben über Kugelgelenke mit einem platten-
förmigen Arm, welcher eine Brücke zwischen den beiden benachbarten Klemmschrauben bildet und seinerseits eine Querstange trägt, die der eigentlichen Festlegung an einer Wand, einem Träger oder dgl. dient. Zur Anpassung an den Befestigungspunkt kann der plattenförmige Arm in un- terschiedlichen Positionen gegenüber den Kugelköpfen der Klemmschrauben festgelegt werden. Dabei ist auch eine Verstellung des plattenförmigen Arms in Axialrichtung der Klemmschrauben möglich. Hierbei erfolgt die Axialverstellung über eine unmittelbar in die die Glasscheibe einspannende Klemmverbindung eindrehbare Gewindeschraube mittels einer die Gewin- deschraube gegenüber der Klemmverbindung verspannenden Kontermutter. Die Einleitung von Spannungen in die Glasscheibe ist dabei unvermeidlich. Diese Vorrichtung ist nur mit großem Aufwand herzustellen und eignet sich vornehmlich für die fluchtende Ausrichtung benachbarter Glasscheiben.
Schließlich ist durch die europäische Patentanmeldung 0 192 472 ein Klemmbeschlag für eine Mehrfachverglasung bekannt geworden, bei dem die die Bohrung in der Glasscheibe durchfassende Klemmschraube an einem Träger festgelegt ist, wobei die Klemmschraube eine gegenüber dem Klemmschraubendurchmesser vergrößerte Bohrung im Träger durchfaßt. Zur Erzielung eines axialen Toleranzausgleiches sind zwischen dem Träger und dem Anlageflansch der Klemmschraube an der Glasscheibe angeordnete Distanzstücke vorgesehen. Es ist ersichtlich, daß zur Anpassung an unterschiedliche, in axialer Richtung bestehende Toleranzdifferenzen unterschiedliche Distanzstücke bereit gehalten werden müs- sen.
Die Erfindung geht von einem Klemmbeschlag der eingangs genannten Gattung aus, wie er durch die europäische Patentanmeldung 0 506 522 B1 bekannt geworden ist, aus. Dabei wird angestrebt, bei Voraussetzung eines im Bereich der Bohrung in der Glasscheibe möglichen Toleranzaus- gleiches zwischen Klemmschraube und Glasscheibe, wie er in der deutschen Patentanmeldung P 196 52 773 offenbart ist (insoweit wird hierauf Bezug genommen) eine baulich möglichst einfache, stufenlose Anpaßbar- keit des Klemmbeschlages an einen Festpunkt in einer Wand oder dgl. (Unterkonstruktion) zu erzielen. Dabei ist es insbesondere Aufgabe der
Erfindung, eine Möglichkeit zu finden, mit der während der Montage die Glasscheibe gegenüber dem Festpunkt justiert werden kann, dies wiederum insbesondere, wenn mehrere nebeneinander angeordnete Glasscheiben zu einander fluchtend unter Zuhilfenahme einer Lasereinrichtung an einer Wand oder einem Träger (Unterkonstruktion) spannungsfrei befestigt werden müssen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe mit der Lehre nach Anspruch 1. Hiernach findet ein erstes, den Schraubenkopf der Klemmschraube bildendes und als Kegelmutter ausgebildetes Spannelement Verwendung, welches eine topfartige Ausnehmung aufweist, sowie ein zweites Spannelement, welches als Verstellmutter ausgebildet ist, wobei zwischen der Kegelmutter und der Verstellmutter das verbreiterte Schraubenschaftende des Schraubenschaftes eingespannt wird, wobei sich das Schraubenschaftende an der Verstellmutter abstützt. Zur Erzielung der Anpaßbarkeit in Axialrichtung der Klemmschraube, d.h. um Ausgleich bestehender Toleranzen weist die Verstellmutter erfindungsgemäß an ihrer der Kegelmutter abgewandten Seite Vorrichtungen zur abstandsveränderlichen Festlegung des Klemmbeschlages gegenüber dem jeweiligen Befestigungspunkt auf.
Die Verstellmutter hat somit eine Doppelfunktion; sie dient zum einen der Festlegung des Klemmbeschlages gegenüber der Glasscheibe, zum anderen der abstandsveränderlichen Abstützung des Klemmbeschlages an dem entsprechenden Befestigungspunkt. Ferner ist eine Vorrichtung vorhanden, die neben einer weiteren abstandsveränderlichen Möglichkeit des Klemmbeschlages zu dem Befestigungspunkt die Möglichkeit aufweist, Anpassungen für eine spannungsfreie Montage an Festpunkten vorzunehmen, wodurch gleichzeitig Ungenauigkeiten in der Unterkonstruktion, d.h. Schräglagen oder Unebenheiten ausgeglichen werden können. Dieses wird beispielsweise dadurch erreicht, daß innerhalb einer der Vorrichtungen zur Befestigung der Glasscheibe eine weitere Vorrichtung vorhanden ist, die nahe dem Befestigungspunkt angeordnet ist. Dabei kann diese Vorrichtung beispielsweise aus einem Einsatz bestehen, der teilweise in die Distanzbuchse eingreift. Ein überstehender Bund ist so ausgebildet, daß er konisch (schräg) ausgeführt ist. Gleichzeitig ist auch das Ende der Distanzbuchse konisch (schräg) ausgeführt, so daß durch ein Verdrehen
des Einsatzes beispielsweise Schrägstellungen in der Unterkonstruktion ausgeglichen werden können. Dafür sind innerhalb des Einsatzes große Durchgangsbohrungen enthalten, die eine Verschiebung zur Längsachse des Spannelementes zulassen.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind durch die Unteransprüche gekennzeichnet.
Mit der Lehre nach Anspruch 2 wird die Erfindung dahingehend ausgestaltet, daß die Verstell mutter an ihrer der Kegelmutter abgewandten Seite eine mit der Verstellmutter zug- und druckfest verbundene, gegenüber der Verstellmutter in beiden Axialrichtungen der Klemmschraube abstandsver- änderliche, an einem Befestigungspunkt, beispielsweise einer Wand abstützbare Vorrichtung aufweist. Bei der Justierung der Glasscheibe gegenüber der Wand wird während der Montage zum einen durch Veränderung der Einschraubtiefe der Klemmschraube in die Wand der Abstand der Glasscheibe von der Wand bestimmt; zum anderen wird durch die AbStützung der gegenüber der Verstellmutter abstandsveränderlichen Vorrichtung an der Wand die Verstellmutter mit dem verbreiterten Schrauben- schaftende verspannt, so daß die Glasscheibe sicher festgelegt ist. Dabei kann die Justierung einerseits durch Veränderung der Einschraubtiefe der Klemmschraube und andererseits durch entsprechende Abstandsveränderung zwischen Verstellmutter und der gegenüber der Verstellmutter abstandsveränderlichen Vorrichtung erfolgen.
Sofern nur geringe Abstandstoleranzen auszugleichen sind, wird gemäß Anspruch 3 vorgeschlagen, daß die Verstellmutter an ihrer der Kegelmutter abgewandten Seite ein Innengewinde aufweist, in das eine ein korrespondierendes Außengewinde aufweisende, mit einer Stützplatte versehene Distanzierungsschraube einschraubbar ist.
Anspruch 4 berücksichtigt die Notwendigkeit der Überbrückung größerer Toleranzen; hiernach kennzeichnet sich die Erfindung dadurch, daß die Verstellmutter an ihrer der Kegelmutter abgewandten Seite ein Außengewinde aufweist, auf das eine ein korrespondierendes Innengewinde aufweisende, einen Stützflansch für eine Distanzbuchse aufweisende Distan- zierungsmutter aufschraubbar ist. Dabei kann die Länge der Distanz-
buchse so gewählt werden, daß eine zuverlässige Abstützung der Glasscheibe am Befestigungspunkt möglich ist, ohne daß in die Glasscheibe Spannungen eingeleitet werden. Darüber hinaus hat die erfindungsgemäße Lösung den Vorteil, daß der freiliegende Schraubenschaft der Klemmschraube in optisch vorteilhafter Weise überdeckt wird.
Der Anspruch 5 beschreibt die weiter vorhandene Vorrichtung, die nahe dem Befestigungspunkt an der Wand oder der Unterkonstruktion vorhanden ist. Dabei besteht die Vorrichtung im wesentlichen aus einer Buchse, die mit einem Ansatz versehen ist, der in die Distanzbuchse eingreift. Das Ende der Distanzbuchse ist jedoch nicht wie üblicherweise gerade zur Längsachse ausgeführt, sondern weist einen schrägen Verlauf auf. An der Buchse, die teilweise in die Distanzbuchse eingreift, ist darüber hinaus auf ihrem Umfang ein Bund vorhanden, der die gleiche Schräge wie die Distanzbuchse aufweist. Diese beiden Schrägen korrespondieren miteinan- der und können zum einen ein gerades Ende der Distanzbuchse herstellen, bzw. bei einer entsprechenden stufeniosen Verdrehung untereinander um z.B. 180° zueinander wird eine Extremstellung erreicht, die aufgrund der vorhandenen Schräge ein Größtmaß an Toleranzausgleich zuläßt, der durch beispielsweise schiefe Unterkonstruktionen ausgeglichen werden muß. Durch diese Vorrichtung bleibt die Distanzbuchse zu der bereits vorbeschriebenen Glasscheibe stets in einem Winkel von annähernd 90°, und es entstehen dadurch, daß die Klemmschraube in der Unterkonstruktion verankert wird, keine Spannungen, die beispielsweise dann hervorgerufen werden, wenn die Unterkonstruktion nicht zu dem sonst üblicherweise ge- raden Ende des Distanzstückes fluchtet. Die Klemmschraube ist an ihrem Ende mit einem Gewinde ausgeführt, welches beispielsweise durch die Unterkonstruktion hindurchgesteckt wird, und auf der Gegenseite der Unterkonstruktion kann somit eine Mutter aufgeschraubt werden. Dabei weist die Mutter einen Zentrierschaft auf, der ein sicheres Einführen der Mutter in den in die Distanzbuchse eingeführten Einsatz zuläßt. Innerhalb des Einsatzes ist eine größere Bohrung vorhanden, um somit der Schrägstellung der Schraube nicht im Wege zu stehen und damit den entsprechenden Toleranzausgleich zu gewährleisten.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von verschiedenen möglichen schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 : in einem Querschnitt durch einen Klemmbeschlag ein erstes Ausführungsbeispiel
Figur 2: in einer Seitenansicht auf den Kiemmbeschlag ein zweites
Ausführungsbeispiel
Figur 3: Teildarstellung des Endbereiches der Distanzbuchse mit eingesetztem Einsatz zum Ausgleich von Fluchtfehlern der Un- terkonstruktion
Soweit erforderlich wurden in den Figuren für gleiche Bauteile gleiche Bezugszeichen verwendet.
Gemäß Figur 1 wird mittels eines allgemein mit 1 bezeichneten Klemmbeschlages eine Glasscheibe 2 festgelegt. Hierzu ist in der Glasscheibe 2 eine Bohrung 3 vorgesehen, die von der einen Seite ein erstes Spannelement 6 unter Zwischenschaltung eines Klemmringes 24 eingesetzt ist. Das Spannelement 6 ist als Kegelmutter 11 ausgebildet und stellt praktisch den Schraubenkopf 9 der Klemmschraube 4 dar. Die Kegelmutter 11 besitzt eine topfartige Ausnehmung 10, in die über das Gewinde 26 das zweite Spannelement 7, welches als Verstellmutter 12 ausgebildet ist, eingeschraubt ist. Mittels der Kegelmutter 11 einerseits und der Verstellmutter 12 andererseits, die einen Anlageflansch 29 aufweist, kann die Glasscheibe 2 eingespannt werden. Zwischen dem Anlageflansch 29 und der Glasscheibe 2 ist ein Glasschutz 25 vorgesehen.
Es ist weiter erkennbar, daß die Verstellmutter 12 an ihrer der Kegelmutter 11 abgewandten Seite 13 ein Außengewinde 19 aufweist, auf das über ein korrespondierendes Innengewinde 20 eine Distanzierungsmutter 23 aufgeschraubt ist. Die Distanzierungsmutter 23 besitzt einen Stützflansch 21 , an dem sich eine Distanzbuchse 22 abstützt, die andererends an der hier als Stahlträger dargestellten Wand 14 abgestützt ist. Im dargestellten Ausfüh-
rungsbeispiel ist die Klemmschraube 4 über ein Gewinde 27 in die Wand 14 eingeschraubt.
Es ist ersichtlich, daß durch entsprechendes Verschrauben der Distanzierungsmutter 23 mit der Verstellmutter 12 der Abstand a zwischen der Di- stanzierungsmutter 23 und der Verstell mutter 12 und damit der Abstand b zwischen der Glasscheibe 2 und der Wand 14 verändert werden kann, sofern der Abstand des verbreiterten Schraubenschaftendes 5 von der Wand 14 durch Veränderung der Einschraubtiefe der Klemmschraube 4 verändert wird.
Die Einschraubtiefe der Klemmschraube 4 selbst kann über den im verbreiterten Schraubenschaftende 5 angeordneten Innensechskant 28 eingestellt werden.
Das Ausführungsbeispiel nach Figur 2 findet Verwendung, wenn nur ein geringer Abstand a bzw. b auszugleichen ist; hier besitzt die Verstell mutter 12 ein Innengewinde 15, in das eine ein Außengewinde 16 aufweisende Distanzierungsschraube 18 einschraubbar ist. Die Distanzierungsschraube 18 ist mit einer Stützplatte 17 versehen, die sich an einer nicht dargestellten Wand abstützen kann. Es versteht sich, daß auch im Ausführungsbeispiel nach Figur 2 die in der Figur 1 dargestellte Klemmschraube 4 vorge- sehen ist.
Bei der Montage des Klemmbeschlages 1 nach dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 werden auf die Klemmschraube 4 zunächst die Verstellmutter 12, die Distanzierungsmutter 23 und die Distanzbuchse 22 aufgebracht; anschließend wird die Klemmschraube 4 in die Wand 14 eingeschraubt.
Nach Aufstecken des Glasschutzes 25 wird die Verstellmutter 12 unter Nutzung des vorbeschriebenen Toleranzausgleiches in vier Freiheitsgraden so weit verdreht, daß sie passend in die Bohrung 3 der Glasscheibe 2 eingeführt werden kann. Nach Maßgabe eines Laserstrahls kann nunmehr die am Glasschutz 25 anliegende Glasscheibe 2 unter Veränderung der Einschraubtiefe der Klemmschraube 4 mittels des Innensechskants 28 justiert werden, wobei gleichzeitig durch entsprechendes Verdrehen der Distanzierungsmutter 23 eine ständige Abstützung der Distanzbuchse 22 an
der Wand 14 erfolgt, was zur Folge hat, daß das verbreiterte Schrauben- schaftende 5 immer kraftschlüssig an der Verstellmutter 12 anliegt. Die Justierung der Glasscheibe 2 erfolgt somit durch aufeinander abgestimmtes Verdrehen der Klemmschraube 4 einerseits und der Distanzierungs- mutter 23 andererseits.
Nach erfolgter Justierung kann der Schraubenkopf 9 unter Zwischenfügung des Klemmringes 24 auf die Verstellmutter 12 aufgeschraubt werden.
Bei Unterkonstruktionen 14, die beispielsweise untereinander nicht fluchtend hergestellt werden konnten oder sind, ist ein weiterer Ausgleich zum spannungsfreien Anbringen der Glasscheiben 2 über die Klemmschraube 4 notwendig. Im Gegensatz zu den bereits vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen der Figuren 1 und 2 ist innerhalb der Wand 14, die beispielsweise eine Stahlkonstruktion sein kann, eine Durchgangsbohrung 31 vorhanden. Durch diese Durchgangsbohrung 31 wird die Klemmschraube 4 hindurchgesteckt und mit einer Befestigungsmutter 30 auf der Gegenseite der Distanzbuchse 22 verschraubt. Die Distanzbuchse 22 ist im Gegensatz zu den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 und 2 an ihrem Ende nicht gerade ausgeführt, vielmehr weist sie eine Abschrägung gegenüber der Längsachse 8 auf, d.h. der Endbereich der Distanzbuchse 22 steht nicht in einem rechten Winkel zur Längsachse 8. Innerhalb des Endbereiches der Distanzbuchse 22 ist ein Einsatz 34 eingesetzt. Dieser Einsatz 34 weist einen Ansatz auf, der in die Distanzbuchse 22 eingreift. Gleichzeitig ist auch ein umlaufender Bund 32, 33 vorhanden, der ebenfalls schräg (konisch) gesehen zur Längsachse 8 angeordnet ist. In dem Ausführungs- beispiel der Figur 3 ist die quasi Nullstellung wiedergegeben worden, d.h. die Wand 14 ist plan ausgeführt, so daß ein Verdrehen des Einsatzes 34 bzw. der Distanzbuchse 22 zum Einsatz 34 nicht ausgeführt werden muß. Ist aber die Wand 14 nicht im rechten Winkel zu der Längsachse 8 ausgerichtet, so kann durch Verdrehen des Einsatzes 34 zur Distanzbuchse 22 quasi diese Schiefstellung ausgeglichen werden, ohne daß dadurch beim Anziehen der Befestigungsmutter 30 Spannungen innerhalb der Glasscheibe 2 auftreten. Bei einem Verdrehen des Einsatzes 34 gegenüber der Distanzbuchse 22 gerät diese in eine Schieflage, so daß eine größere Bohrung 35 innerhalb des Einsatzes 34 vorhanden ist, als üblicherweise
die Klemmschraube 4 erfordert. Im Anschluß an die Bohrung 35 ist eine Stufenbohrung 36 mit einem noch größeren Durchmesser vorhanden, so daß in diese sicher ein Zentrierschaft 37 der Befestigungsmutter 30 eingreifen kann. Die schrägen Enden in der Schnittdarstellung der Figur 3 der Distanzbuchse 22 sind in dieser Stellung mit 38 und 39 bezeichnet worden.
Somit ist durch den erfindungsgemäßen Gedanken der Distanzbuchse 22 sowohl ein Längentoleranzausgleich beim Befestigen der Glasscheiben und damit ein Fluchten untereinander gegeben, wobei gleichzeitig auch eine spannungsfreie Montage durch die Ausbildung des Endes der Di- stanzbuchse 22 einen weiteren Toleranzausgleich zur Unterkonstruktion (Wand 14) zuläßt. Im Gegensatz zu dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Figur 3 kann auch, wie in den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 und 2, die Klemmschraube 4 direkt in die Wand 14 über das Gewinde 27 eingeschraubt werden.
Bezugszeichen
1 Klemmbeschlag
2 Glasscheibe
3 Bohrung
4 Klemmschraube
5 Schraubenschaftende
6 Spannelement
7 Spannelement
8 Längsachse
9 Seh rauben köpf
10 topfartige Ausnehmung
11 Kegelmutter
12 Verstellmutter
13 Seite
14 Wand
15 Innengewinde
16 Außengewinde
17 Stützplatte
18 Distanzierungsschraube
19 Außengewinde 0 Innengewinde 1 Stützflansch 2 Distanzbuchse 3 Distanzierungsmutter 4 Klemmring 5 Glasschutz 6 Gewinde 7 Gewinde 8 Innensechskant 9 Anlageflansch 0 Befestigungsmutter 1 Durchgangsbohrung 2 Bund 3 Bund 4 Einsatz
35 Bohrung
36 Stufenbohrung
37 Zentrierschaft
38 Ende der Distanzbuchse
39 Ende der Distanzbuchse
X Pfeilrichtung a Abstand b Abstand