Maqnetgelagerter elektrischer Antrieb
Die Erfindung bezieht sich auf einen magnetgelagerten elektrischen Antrieb gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs
Die Magnetlagertechnik erschließt Applikationsfelder des Maschinen- und Geratebaus mit äußerst hohen Anforderungen an den Drehzahlbereich, die Lebensdauer, die Reinheit und die Dichtheit des Antriebssystems - also im wesentlichen Anwendungsgebiete, die unter Verwendung konventioneller Lagertechniken nicht oαer nur schwer realisierbar sind Verschiedene Ausfuhrungen, wie beispielsweise Hochgeschwindigkeitsfras- und Schleifspindeln, Turbokompressoren, Vakuumpumpen, oder Pumpen für hochreine chemische oder medizinische Erzeugnisse werden bereits mit Magnetlagern ausgerüstet
Eine konventionelle magnetgelagerte elektrische Maschine (Fig 1 ) benotigt neben einer Maschineneinheit 1 zwei Radial-Magnetlager 2 und 3, ein Axial- Magnetlager 4, zwei mechanische Auffanglager 5 und 6, sowie für die Ansteuerung der Motor- und Magnetlagerstrange insgesamt dreizehn Leistungssteller 7, 8, 9, 10
ln der Literatur gibt es Vorschlage (Fig 2), Maschine und Radialmagnetlager in einer magnetischen Statoreinheit zu integrieren In einem Stator sind zwei getrennte Wicklungssysteme 11 und 12 für die Drehmoment- und Tragkraftwicklung mehrlagig in Nuten eingebracht Beide Wicklungssysteme sind dreistrangig und unterscheiden sich in der Polpaarzahl um eins Die Spulen sind über mehrere Nuten verteilt Das Beispiel in Fig 2 zeigt
- eine vierpolige Maschinenwicklung 11 (außen) erster Strang 13, zweiter Strang 14, dritter Strang 15
- eine zweipolige Tragwicklung 12 (innen) erster Strang 16, zweiter Strang 17, dritter Strang 18
Die Pfeile (ohne Bezugszeichen) vom Rotor in Richtung zum Stator hin bzw vom Stator in Richtung zum Rotor hin stehen für die Richtung der Magnetisierung der vier magnetischen Rotorsegmente (z B radiale oder diametrale Magnetisierung)
In Applikationen, die keine achsenstarre Rotorfuhrung erfordern, wie beispielsweise in Ventilatoren, Luftern, Pumpen oder Mischern kann in der integrierten Maschinen-Magnetlagerausfuhrung das Axial-Magnetlager sowie das zweite Radial-Magnetlager entfallen Voraussetzung hierfür ist eine scheibenförmige Ausfuhrung des Rotors mit einer gegenüber dem Rotordurchmesser kleinen Langenabmessung (siehe Fig 11 ) Über den magnetischen Zug 41 zwischen Stator 39 und Rotor 40 laßt sich somit eine passive Stabilisierung der Rotorlage in axialer Richtung und den Kipprichtungen erzielen
In vielen Fallen stehen jedoch dem technischen Einsatz der Magnetlagerung der aufwendige Systemaufbau und damit die hohen Herstellkosten im Wege Die durch die Erfindung zu losende Aufgabe besteht daher in der Vereinfachung des mechanischen Aufbaus der Maschinen- und
Magnetlagereinheit unter Berücksichtigung der hierfür geeigneten elektronischen Ansteuerung
Die erfindungsgemaße Losung dieser Aufgabe geht aus dem unabhängigen Patentanspruch hervor Bevorzugte Ausfuhrungsvarianten sind durch die abhangigen Ansprüche definiert
Von besonderem Vorteil bei der erfindungsgemaßen Losung des Problems ist der wesentlich vereinfachte Stator- bzw Rotor- und Wicklungsaufbau der magnetgelagerten Maschine gegenüber bisher bekannten Losungen sowie die Einsparung von Leistungsstellem
Ausfuhrungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend anhand der Zeichnungen erläutert Es zeigen in schematischer Darstellung
Fig 1 ein Ausfuhrungsbeispiel einer konventionellen magnetgelagerten elektrischen Maschine,
Fig 2 ein Ausfuhrungsbeispiel einer konventionellen magnetgelagerten elektrischen Maschine, bei der Maschine und Radialmagnetlager in einer magnetischen Statoreinheit integriert sind,
Fig 3 ein Ausfuhrungsbeispiel eines erfindungsgemassen magnetgelagerten elektrischen Antriebs,
Fig 4 das Ausfuhrungsbeispiel aus Fig 3 mit einer Einzeldarstellung der ersten Stromkomponente, die der Erzeugung eines Drehmoments dient (vierpoliges Feld),
das Ausfuhrungsbeispiel des Antriebs aus Fig 3 mit einer Einzeldarstellung der zweiten Stromkomponente, die eine der beiden Stromkomponenten zur Erzeugung einer radial wirkenden Tragkraft bildet (zweipoliges Feld),
das Ausfuhrungsbeispiel des Antriebs aus Fig 3 mit einer Einzeldarstellung der dritten Stromkomponente, die die andere der beiden Stromkomponenten zur Erzeugung einer radial wirkenden Tragkraft bildet (zweipoliges Feld),
ein Ausfuhrungsbeispiel einer Bruckenschaltung zur Ansteuerung der Wicklungen des Antriebs gemäss Fig 3,
ein Ausfuhrungsbeispiel des Antriebs mit gesehnten konzentrierten Wicklungen sowie mit ausgeprägten Polen und Hilfspolen,
eine wicklungstechnische Variante eines Antriebs, welche drei Strange aufweist,
ein Ausfuhrungsbeispiel des erfindungsgemassen Antriebs mit unsymmetrischem Blechschnitt im Bereich der Wicklungspole,
ein Ausfuhrungsbeispiel eines Antriebs mit scheibenförmigem Rotor und passiver Stabilisierung in axialer Richtung und in den Kipprichtungen,
eine Darstellung der winkelabhangigen Kraftschwankungen bei nichtsinusformigen Statorstrombelagsverteilungen und nichtsinus- formiger Erregerfeldverteilung im Luftspalt,
Fig 13 ein Ausfuhrungsbeispiel eines erfindungsgemassen Antriebs mit einem Hilfsmagneten zur Sicherstellung des Anlaufs bei einem Motorbetrieb mit Wechselfeld,
Fig 14 ein Ausfuhrungsbeispiel eines erfindungsgemassen Antriebs mit einseitig auf den Statorpolen angebrachten Kurzschlussringen,
Fig 15 zu Polwicklungen zusammengeschaltete Spulen,
Fig 16 eine Möglichkeit des gesteuerten Abwalzens des Rotors an den Statorpolen
und
Fig 17 ein Ausfuhrungsbeispiel eines erfindungsgemassen Antriebs mit einer speziellen Formgebung der Rotormagnete zur Erzielung einer sinusförmigen Erregerfeldverteilung im Luftspalt
Fig 3 zeigt eine Ausfuhrungsform einer integrierten Maschinen-Magnetlager- Einheit Hierbei werden nicht, wie bei der konventionellen Ausfuhrung gemäss Fig 2, zwei getrennte Wicklungssysteme mit unterschiedlichen
Polpaarzahlen in den Stator eingebracht, sondern die Funktionen der
Drehmoment- und Tragkraftbildung in einem Wicklungssystem integriert
Dieses Wicklungssystem setzt sich aus einzelnen am Umfang verteilten Polwicklungen 24,25,26,27 zusammen Dadurch, dass diese Polwicklungen, wie nachfolgend noch beschrieben, durch eigene Stromversorgungen gespeist werden, lassen sich, wie für die Drehmoment- und Tragkraftbildung erforderlich, im Luftspalt magnetische Felder mit unterschiedlichen
Polpaarzahlen realisieren Es sei hier auch erwähnt, dass eine solche Maschine abhangig von der Applikation sowohl als Motor als auch als
Generator betrieben werden kann Als Ausfuhrungsbeispiel für die Funktionsbeschreibung wird eine Anordnung nach Fig 3 gewählt, deren Stator aus einem Blechschnitt 19 mit vier ausgeprägten Polen 20,21 ,22,23 und vier konzentrierten Polwicklungen 24,25,26,27 und deren Rotor aus einem vierpoligen Permanentmagnetrotor gebildet wird Die Wicklungsspulen eines Strangs sind im Gegensatz zur Ausfuhrung in Fig 2 nicht über mehrere Nuten verteilt Eine Sehnung zur Reduktion des Oberschwingungsgehaltes von Spannung und Strom ist in dem Blechschnitt 19 nicht vorgesehen, konnte aber durch Verkurzen der Polweiten 28 (siehe Fig 8) erfolgen Bei starker Sehnung ist es unter Umstanden für den Maschinenrundlauf gunstig, die durch Verkurzen der Polweite entstehende große Nutlucke 29 mit einem ferromagnetischen Hilfspol 86 (siehe Fig 8), der ohne Wicklung bleiben kann, weitgehend zu schließen Der Blechschnitt 19 ist beispielsweise zur besseren Kühlung in einem ihn umgebenden Aluminiumring bzw in einem ihn umgebenden Aluminiumzylinder eingefasst
Eine sinusförmige Flußverkettung kann auch über eine Verteilung von mehreren Spulen (dargestellt sind zwei) erreicht werden Im Unterschied zu den bisher bekannten Ausfuhrungen von magnetgelagerten Antrieben sind die Spulen 57,58 und 59,60 jedoch, wie z B in Fig 15 dargestellt, zu Polwicklungen 55 bzw 56 mit eigenem Elektronikanschluss 53a 53b (diese bilden zusammen den Anschluss 53) bzw 54a, 54b (diese bilden zusammen den Elektronikanschluss 54) zusammengeschaltet Die verteilten Wicklungsspulen können in Nuten eingelegt oder auch als eisenlose Luftspaltwicklung ähnlich den Glockenankermotoren realisiert werden Fig 15 zeigt exemplarisch zwie der insgesamt vier Polwicklungen nach Fig 3 in verteilter anstelle einer konzentrierten Ausfuhrung
Im Gegensatz zur Ausfuhrung in Fig 2 gibt es keine getrennte Momenten- und Tragwicklung Jede der vier Polwicklungen 24,25,26,27 ist sowohl für die
Momentenbildung als auch für die Tragkraftbildung zustandig Die Realisierung beider Funktionen kann über eine entsprechende Stromspeisung mit drei in den Polwicklungen überlagerten Stromkomponenten erfolgen - erste Stromkomponente (Maschinenbetrieb) für die Erzeugung eines vierpohgen Wechselfeldes,
- zweite und dritte Stromkomponenten (Magnetlagerbetrieb) für die Erzeugung eines zweipoligen Drehfeldes
Fig 4, Fig 5 und Fig 6 zeigen diese Komponenten in Einzeldarstellung für einen beliebig gewählten Betriebszustand der magnetgelagerten Maschine Die Strombelage der acht Polwicklungsquerschnitte sind innerhalb einer Figur betragsmaßig gleich Ebenso sind die Stromrichtungen in den Einzelpolwicklungen inneihalb einer Figur zueinander festgelegt Bei Änderung des Vorzeichens der Stromkomponente ändert sich somit die Stromrichtung in allen Polwicklungsquerschnitten einer Figur Die Amplitude und das Vorzeichen jeder Stromkomponente ist frei und unabhängig von den anderen Stromkomponenten einstellbar Eine Variation der ersten Stromkomponente fuhrt daher, wie Fig 4 verdeutlicht, zur Einstellung der Amplitude und Richtung eines vierpohgen Wechselfeldes Dieses steht in Wechselwirkung mit dem vierpohgen Rotor und erzeugt ein Drehmoment
In Figur 5 ist die Richtung der zweiten Stromkomponente dargestellt Man erkennt, daß die Polwicklungsquerschnitte 24a und 27b sowie 25b und 26a sich innerhalb einer Nut gegenseitig aufheben Die verbleibenden Polwicklungsquerschnitte 24b und 25a sowie 26b und 27a wirken somit wie ein Strang einer zweipoligen Wicklung
Figur 6 zeigt die Richtung der dritten Stromkomponente 3 Die Verteilung des Strombelages erfolgt in der gleichen Art wie in Fig 5, jedoch um neunzig
Grad gedreht Mit der zweiten und dritten Stromkomponente lasst sich somit ein zweipoliges Drehfeld aufbauen und die radiale Tragkraft in Betrag und Richtung durch Wahl der Amplitude und Phasenlage der beiden Stromkomponenten einstellen
Die Bestimmung der einzelnen Stromkomponenten erfolgt unter Beachtung der Sollgroßenvorgabe und der Ist-Werte für beispielsweise Rotorlage und Drehzahl, Rotordrehwinkel oder Drehmoment nach Auswertung der Sensorsignale für Rotorlage und Rotordrehwinkel mittels einer Analogschaltung oder einer schnellen Rechnereinheit Die Signale der Stromkomponenten werden polwicklungsbezogen überlagert, mittels einer Leistungselektronik verstärkt und den vier Polwicklungen 24,25,26,27 über getaktete Schalter oder analoge Leistungsverstarker zugeführt Eine mögliche Bruckenschaltung ist in Fig 7 angegeben Anstelle einer Stromeinpragung kann auch unter Berücksichtigung der Charakteristik der Regelstrecke eine Spannungseinpragung erfolgen
Fig 9 zeigt eine wicklungstechnischo Variante mit drei Strängen, bei der jeder Stromkomponente ein eigener Strang (Maschinenstrang 30a, 30b, 31 a, 31 b, 32a, 32b, 33a, 33b, erster Magnetlagerstrang 34a 34b, 35a, 35b, zweiter Magnetlagerstrang 36a, 36b, 37a, 37b) zugeordnet ist, wobei die Spulen eines Stranges seriell oder parallel verschaltet sein können Die Überlagerung findet also nicht wie in Fig 3 auf der Stromebene, sondern auf der Strombelags- bzw Feldebene statt Die Lage der einzelnen Strangspulen geht aus den Betrachtungen zu den Figuren 4 bis 6 hervor Die Strome der Strange l-IV (Strang I Polwicklung 24, Strang II Polwicklung 25, Strang III Polwicklung 26, Strang IV Polwicklung 27) sowie der Strange l'-lir (Strang I' Wicklungen 30-33, Strang II' Wicklungen 34-35 , Strang III' Wicklungen 36- 37) lassen sich ineinander überfuhren
Es gelten für die gewählten Stromrichtungszeichen folgende Transformationsbeziehungen
lι - - In + im , >ιι = h - In - hu , u = h + ι - lιιι , hv = h + hi + hu
Die Wicklungsanordnung von Fig 9 ist in der Herstellung aufwendiger als die Wicklungsanordnung aus Fig 3, erfordert jedoch nur die elektrische Ansteuerung von drei anstelle von vier Strängen Welche Anordnung aus wirtschaftlicher Sicht gunstiger ist, ist von Fall zu Fall abzuwägen Von technischem Interesse ist unter Umstanden in der Anordnung aus Fig 3 die Möglichkeit die Gewichtung zwischen der ersten sowie der zweiten und der dritten Stromkomponenten frei zuordnen zu können So kann beispielsweise bei einer im Leerlauf befindlichen Maschine der gesamte zur Verfugung stehende Wicklungsquerschnitt nahezu zur Ganze zur Tragkraftbildung bzw bei einer tragkraftmassig unbelasteten Maschine nahezu der gesamte Wicklungsquerschnitt zur Drehmomentbildung herangezogen werden In einer Wicklungsanordnung nach Fig 9 ist eine solche freie Zuordnung nicht möglich, da beispielsweise bei Leerlauf der Maschine nur der Wicklungsquerschnitt der Tragkraftwicklung zur Verfugung steht
Die Rotorart der Maschine kann im Prinzip frei gewählt werden, insbesondere dann wenn der Maschinenbetrieb über ein Drehfeld anstelle eines Wechselfeldes erfolgt Verwendbar sind beispielsweise
Permanentmagnetrotoren, Kurzschlußkafigrotoren, Rotoren mit einer elektrisch hochleitfahigen Metallummantelung anstelle des Kurzschlußkäfigs oder Reluktanzrotoren mit winkelabhangigen Luftspaltanderungen
Bei nicht ausreichender Sehnung bzw Verteilung der Wicklungen und bei nicht sinusförmigen Erregerfeldverteilungen entstehen durch den Oberwellengehalt der Luftspaltfelder bei Bestromung der Wicklung nach
Fig 5 oder Fig 6 bzw der Strange II' oder III' nach Fig 9 mit einer konstanten Stromamp tude bei Drehung des Rotors winkelabhangige radiale Kraftschwankungen 42, wie sie beispielsweise in Fig 12 dargestellt sind Diesem Effekt sollte, um ein gutes Betriebsverhalten zu erzielen, bei der Bestromung der Wicklungen Rechnung getragen werden
Eine annähernd sinusförmige Erregerfeldverteilung lasst sich bei Verwendung von Permanentmagnetrotoren 85 beispielsweise durch eine Formgebung der Permanentmagnete 82 mit einem winkelabhangigen Luftspalt zwischen dem Rotor und dem Stator 84 nach Fig 17 erzielen Gunstig wirkt sich hinsichtlich einer sinusförmigen Feldverteilung auch eine diametrale Magnetisierung der Permanentmagnete aus Mit 83 ist der ferromagnetische Ruckschluss des Rotors bezeichnet Aus Kostengrunden kann es jedoch von Vorteil sein, konzentrierte Wicklungen und radial oder diametral magnetisierte Permanentmagnete ohne besondere Formgebung einzusetzen
Da in der magnetgelagerten Maschine aus Fig 3 bzw Fig 9 für den Maschinenbetrieb nur ein Wechselfeld zur Verfugung steht, ist zum Zeitpunkt des Anlaufes gegebenenfalls ein Hilfsmoment zur Überwindung der Totzone bereitzustellen Dies kann beispielsweise durch einen unsymmetrischen Blechschnitt 38 im Bereich der Wicklungspole erfolgen (Fig 10) Ein weiterer Losungsvorschlag (Fig 13) sieht einen oder mehrere axial oder radial zum Rotor angebrachte Hilfsmagnete 43 vor, die beispielsweise den vierpohgen Permanentmagnetrotor 50 aufgrund ihrer Zugkraft beim Starten in eine gunstige Ausgangsposition 44 mit dem Winkel φ bringen In der Stellung 45 der Magnetpolgrenze wäre das Startmoment bei beliebig hohem Strom null Mit den Positionen 46,47,48 und 49 sind die Wicklungspole angedeutet Um die Zugkraft zu unterstutzen, können die Hilfsmagnete zusätzlich mit einem Eisenruckschluß versehen werden
Eine Veränderung der Magnetpollage kann auch durch ein vom Magnetlager- teil gesteuertes Abwälzen des Rotors 66 an der Luftspaltstimseite der Statorpole 65 bewirkt werden (Fig 16) Infolge der unterschiedlichen Durchmesser ergibt sich beim Abwälzen eine wachsende Winkelverschiebung zwischen Magnet- und Statorpolen, sodaß der Rotor aus der Totzone, in der eine Drehmomententwicklung nicht möglich ist, herausgedreht werden kann Mit 67 ist die Mittelpunktsbewegung des Rotors wahrend des Abwalzens dargestellt Es kann erforderlich sein, am Umfang des Rotors und/oder Stators ein Mittel zur Verhinderung eines Gleitens zwischen Rotor und Stator wahrend der Abwalzbewegung vorzusehen (z B Verwendung von Werkstoffen mit hohen Reibwerten, Aufrauhen der Oberflachen, Verzahnung, etc )
Eine weiterer Losungsvorschlag ist in Fig 14 dargestellt Die Statorpole sind einseitig mit einem Kurzschlußring 52 versehen, sodaß sich aufgrund der Kurzschlußstrome anstelle des Wechselfeldes ein stark elliptisches Drehfeld im Luftspalt ergibt
In den Figuren 3, 4, 5, 6, 9, 10, 13, 14, 16 und 17 wurden jeweils magnetgelagerte Maschinen mit Innenlaufer dargestellt Es besteht auch die Möglichkeit, die magnetgelagerte Maschine in Außenlauferausfuhrung zu betreiben Hierzu ist der Rotor als Ring oder Glocke auszufuhren, die Statorpole zeigen nach außen
Die Figuren 3, 4, 5, 6, 9, 10, 13, 14, 16 und 17 sind auch bezüglich der Polpaarzahl für die Drehmoment- und Tragkraftbildung sowie bezüglich der Strangzahl als beispielhaft zu sehen Es lassen sich veränderte Polpaarzahlen realisieren, wobei zwischen der Polpaarzahl pM für den Maschinenbetrieb und der Polpaarzahl pML für den Magnetlagerbetrieb die
Beziehung pM = PML + 1 erfüllt sein muß Durch Erweiterung der Strangzahl sowie der Anzahl Bruckenzweige in der Leistungselektronik laßt sich auch erfindungsgemass anstelle der Wechselfeldmaschine eine Drehfeldmaschine in den magnetgelagerten Antrieb integrieren