Arbeitsgerät zum Rühren oder Zerkleinern von Nahrungsmitteln
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Arbeitsgerät zum Rühren oder Zerkleinern von Nahrungsmitteln gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 .
Ein solches Arbeitsgerät, wie es auch aus der DE 44 36 092 C 1 bekannt ist, besitzt ein langgestrecktes, rohrförmiges Gehäuseteil, in dem eine Antriebswelle mit Abstand zu den Wänden geführt ist und an dessen unterem Bereich einstückig eine Gehäuseglocke angeordnet ist, in der, an dem Ende der Antriebswelle befestigt, ein Messer rotiert. Die Gehäuseglocke ist zu dem rohrförmigen Gehäuseteil hin mit einer Abdeckplatte verschlossen. Die Abdeckplatte ist an ihrem Rand gegen die Gehäusewand mittels eines umlaufenden Dichtungsteils abgedichtet. Mit dieser Dichtung wird erreicht, daß Nahrungsmittel, die mit dem Gerät bearbeitet werden sollen, beispielsweise zerkleinert, püriert oder gemixt werden sollen, nicht in das rohrförmige Gehäuseteil eindringen können. Auch soll die Dichtung verhindern, daß bei der Reinigung des Geräts Spülwasser in das Gehäuse eindringt.
Die Arbeitswelle ist auf ihrer dem Messer abgewahdten Seite der Abdeckplatte in einer Lagerhülse gelagert, die ihrerseits in einem Trageteil aufgenommen ist. Dieses Trageteil stützt sich zum einen gegen die Innenseite der Abdeckplatte bzw. gegen einen ringförmigen, die Arbeitswelle umgebenden Fortsatz der Abdeckplatte ab, andererseits legt sie sich an dem Übergangsbereich zwischen dem rohrförmigen Gehäuseteil und der Gehäuseglocke an die Innenseite des Gehäuses abstützend an. Das Trageteil umfaßt weiterhin ein glockenförmiges Dichtungselement, das an seinem Rand in dem ringförmigen Dichtungsteil endet, das die Abdeckplatte gegen die Gehäuseglocke abdichtet.
Zur Montage des Arbeitsgeräts, wie es vorstehend angegeben ist, wird zunächst die Lagerhülse auf die Arbeitswelle aufgeschoben und mittels Sprengringen in axialer Richtung an den Enden an der Arbeitswelle fixiert. Anschließend wird das Trageteil auf die Lagerhülse aufgesteckt und verklemmt sich an der Lagerhülse. Diese Baueinheit wird dann in das Gehäuse eingesetzt, wobei sich das Trageteil in das rohrförmige Wellengehäuse schiebt, sowie in stegartige Fortsätze des Wellengehäuses eingreift. Schließlich wird über das Ende der Arbeitswelle eine Wellendichtung aufgesteckt, die die Arbeitswelle gegenüber dem Trageteil bzw. der Abdeckplatte abdichtet. Als letztes Teil wird die
Abdeckplatte aufgesetzt, die an der Innenseite einen rohrförmigen Fortsatz aufweist, der Verriegelungsteile besitzt, die sich auch in den stegartigen Fortsätzen des Wellengehäuses verriegeln. Die Abdeckplatte drückt mit ihrer Innenseite gegen die Wellendichtung einerseits sowie mit ihrem Rand gegen die ringförmige Dichtung des Trageteils andererseits, um einen dichten Abschluß zu erzielen. Schließlich wird das Arbeitsteil, beispielsweise ein Schneidmesser, an dem Ende der Welle verschraubt.
Wie anhand der vorstehenden Erläuterung des Montagevorgangs ersichtlich wird, sind für den Zusammenbau des Arbeitsgeräts mehrere Arbeitsschritte notwendig, um die Arbeitswelle in dem Gehäuse zu lagern, um die Gehäuseglocke gegenüber dem Wellengehäuse mittels der Abdeckplatte abzudichten und um schließlich das Arbeitswerkzeug zu befestigen, indem diese Teile nacheinander in das Gehäuse eingesetzt werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, das Arbeitsgerät für einen Stabmixer so auszubilden, daß der Montagevorgang, wie er vorstehend anhand des herkömmlichen Stabmixers, wie er aus der DE 44 36 092 C1 bekannt ist, erläutert ist, zu vereinfachen und zu erleichtern. Gleichzeitig gilt es dabei, mit einfacheren Bauteilen bei gleichguter oder gar besserer Lagerstelle auszukommen.
Die vorstehende Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Arbeitsgerät durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Zunächst wird an dem Fortsatz der Abdeckplatte das Trageteil aufgesetzt und mittels der Verriegelungsteile daran verriegelt. Anschließend wird die Lagerhülse eingesetzt. Die einzelnen Teile sind so ausgestaltet, daß sie ineinander eingreifen und miteinander fest verbunden sind. Schließlich wird das Ende der Arbeitswelle in die Lagerhülse dieser Einheit eingesteckt und die Arbeitswelle daran gesichert. Zuletzt wird dann das Arbeitswerkzeug auf das Ende der Arbeitswelle, beispielsweise ein Schneidmesser, angeordnet. Diese Baugruppe bildet eine vormontierte Einheit, die in einem abschließenden Montageschritt in die Gehäuseglocke eingesetzt wird. Dadurch, daß die einzelnen Teile, d.h. das Trageteil, die Abdeckplatte, die Lagerhülse und die Arbeitswelle, außerhalb des Gehäuses vormontiert werden, sind diese Teile gut zugänglich, so daß ein sicherer Sitz gewährleistet ist, der vor der Endmontage in dem Gehäuse überprüft werden kann. Ebenso ergibt sich ein erheblich einfacherer Aufbau der Lagerstelle.
Bevorzugt ist das Trageteil aus zwei im wesentlichen rohrförmigen Abschnitten mit unterschiedlichen Durchmessern aufgebaut mit einer Schulterfläche im Übergangsbereich zwischen den zwei Rohrabschnitten. Diese Schulterfläche bietet eine konstruktiv einfache Möglichkeit, die Verriegelungsteile, die der Abdeckplatte zugeordnet sind, zu verriegeln. Eine solche Verriegelung kann, gemäß Anspruch 3, mittels Öffnungen in der Schulterfläche erfolgen, durch die sich dann jeweils solche Verriegelungsteile erstrecken. Verriegelungsteile, wie sie vorstehend angegeben sind, können durch Stege mit hakenförmigen Enden gebildet werden, wobei sich solche hakenförmige Enden dann durch Öffnungen in der Schulterfläche hindurch erstrecken und sich an dem Öffnungsrand verhaken.
Um einen sicheren Halt zu erzielen und die Kräfte gleichmäßig um den Umfang des Trageteils bzw. des Fortsatzes der Abdeckplatte zu verteilen, werden bevorzugt vier Verriegelungsteile vorgesehen (Anspruch 5).
Mit der erfindungsgemäßen Anordnung ist es ausreichend, daß, gemäß Anspruch 6, die Zentrierung und Lagerung der Arbeitswelle in dem Gehäuse über die Abdeckplatte erfolgt. Dies bedeutet, daß die Arbeitswelle im unteren Abschnitt des Wellengehäuses ohne eine weitere Abstützung an dem Wellengehäuse gelagert wird.
Um eine gute Dichtung und einen sicheren Halt der Abdeckplatte in der Gehäuseglocke und somit auch eine sichere Befestigung der Baugruppe im Gehäuse zu erzielen, wird vorzugsweise die Abdeckplatte mit ihrem Rand in der Gehäuseglocke eingeklebt oder angeschweißt gehalten (Anspruch 7). Beim Schweißen erfolgt dies beispielsweise durch Ultraschallschweißen oder ähnliche Schweißverfahren, um eine innige Verbindung zwischen Abdeckplatte und Gehäuse zu erhalten.
Der Aufbau der Abdeckplatte mit ihrem Fortsatz und der Aufbau des Trageteils mit dem unteren rohrförmigen Abschnitt bieten die Möglichkeit, daß, gemäß Anspruch 8, ein Wellendichtring zwischengefügt wird, der die Abdeckplatte im Bereich ihrer Bohrung, durch die die Arbeitswelle hindurchführt, gegen die Arbeitswelle abdichtet. Dieser Wellendichtring wird gleichzeitig zwischen diesen Teilen verklemmt, wenn diese miteinander verbunden bzw. verriegelt werden, wie dies vorstehend angegeben ist.
Um die Lagerhülse gegen ein axiales Verschieben in dem Trageteil zu sichern, wird die Lagerhülse vorzugsweise, gemäß Anspruch 9, mit einem Bund versehen, der sich auf einer entsprechend ausgebildeten Lagerfläche des Trageteils abstützt. Dieser Bund sollte gemäß Anspruch 10 radial zu der Arbeitswelle verlaufend ausgebildet werden.
Für eine zusätzliche Sicherung der Lagerhülse können, gemäß Anspruch 1 1 , einrastende Elemente vorgesehen werden, die die Lagerhülse in dem Trageteil fixieren. Solche einrastenden Elemente werden bevorzugt, gemäß Anspruch 1 2, dem Trageteil zugeordnet, die, als hakenförmige Teile ausgebildet (Anspruch 13), die Stirnfläche der Lagerhülse übergreifen.
Damit die Arbeitswelle in ihrer Anordnung in Bezug auf die Lagerhülse exakt festgelegt ist, bevor die aus der Abdeckplatte, dem Trageteil und der Lagerhülse bestehende Einheit in dem Gehäuse montiert wird, werden die Lagerhülse und die Arbeitswelle durch einen Wulst, der auf die Arbeitswelle aufgesetzt ist, fixiert, wie dies in Anspruch 1 5 angegeben ist. Ein solcher Wulst wird vorzugsweise durch einen Sicherungsring gebildet, der auf die Arbeitswelle im Bereich einer entsprechenden Nut aufgeklemmt wird (Anspruch 1 6).
Weitere Einzelheiten und Merkmale des erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 einen Schnitt durch ein Arbeitsgerät in Form eines Stabmixers im Bereich des unteren Endes des Wellengehäuses und der sich daran anschließenden Gehäuseglocke gemäß einer ersten Ausführungsform,
Fig. 2 eine Explosionsansicht der in die Gehäuseglocke der Fig. 1 eingesetzten Baueinheit,
Fig. 3 die Anordnung der Fig. 2 in montiertem Zustand, bereit, in ein Gehäuse eingesetzt zu werden, und
Fig. 4 einen Schnitt, entsprechend der Fig. 1 , der eine zweite Ausführungsform eines Arbeitsgeräts darstellt.
Das Arbeitsgerät, wie es in der Schnittdarstellung seines unteren Endes in der Fig. 1 dargestellt ist, weist ein Gehäuse 1 mit einem rohrförmigen Wellengehäuse 2 und einer sich daran anschließenden, erweiterten Gehäuseglocke 3 auf. In dem Gehäuse 1 ist eine Arbeitswelle 4 so geführt, daß deren Achse 5 in dem rohrförmigen Wellengehäuse 2 und der Gehäuseglocke 3 zentriert ist.
Die Arbeitswelle 4, die an ihrem abtriebsseitigen Ende ein Messer 6 trägt, ist in einer Lagerhülse 7 geführt, die ihrerseits in ein Trageteil 8 eingesetzt ist. Das Trageteil 8 umfaßt einen oberen, dem antriebsseitigen Ende der Arbeitswelle 4 zugeordneten Abschnitt 9 und einen unteren, rohrförmigen Abschnitt 10, der gegenüber dem oberen Abschnitt 9 einen größeren Durchmesser besitzt. Im Übergangsbereich zwischen dem oberen Abschnitt 9 und dem unteren Abschnitt 10 ist eine sich radial zu der Achse 5 der Arbeitswelle 4 erstreckende Schulterfläche 1 1 geformt. Der obere Abschnitt 9 besitzt zwei gegenüberliegende Rastelemente 1 2 mit hakenförmigen Teilen 1 3 an ihren freien Enden, die nach innen, d.h. zu der Achse 5 der Arbeitswelle 4 hin, gerichtet sind und einen Bund 14, der über den Außenumfang der Lagerhülse 7 nach außen übersteht, übergreifen, so daß die Lagerhülse 7 gegen ein axiales Verschieben gesichert ist. Die einzelnen Teile sind in den Figuren 2 und 3 nochmals perspektivisch dargestellt.
Wie weiterhin in Fig. 1 zu erkennen ist, ist die Lagerhülse 7 gegen ein axiales Verschieben an der Arbeitswelle 4 durch einen unteren Sicherungsring 1 5, der sich in eine Nut der Arbeitswelle 4 einlegt, und durch einen oberen Sicherungsring 1 6, der entsprechend in eine Nut der Arbeitswelle 4 aufgeklemmt ist, die sich jeweils an die untere und die obere Stirnseite der Lagerhülse 7 anlegen, gesichert.
Das Trageteil 8 ist seinerseits an einem rohrförmigen Fortsatz 1 7, der sich von der Abtriebsseite einer Abdeckplatte 18 erstreckt, gehalten, wie dies auch den Figuren 2 und 3 zu entnehmen ist. Die Abdeckplatte 18 dient dazu, die Gehäuseglocke 3 zu dem Wellengehäuse 2 hin abzudichten. Der rohrförmige Fortsatz 1 7 umfaßt vier Verriegelungsteile 19 mit hakenförmigen Enden 20. Der rohrförmige Fortsatz 17 bzw. die sich daran anschließenden, hakenförmigen Enden 20 sind so dimensioniert, daß sie sich an
die Innenfläche des unteren Abschnitts 10 anlegen. Die hakenförmigen Enden 20 führen durch Öffnungen 21 hindurch und verriegeln sich an der Oberseite der Schulterfläche 1 1 , so daß das Trageteil 8 und die Abdeckplatte 18 bzw. deren rohrförmiger Fortsatz 17 fest miteinander verbunden sind.
Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, ist der Abschnitt 9 des Trageteils 8 zu dem abtriebs- seitigen Ende der Arbeitswelle 4 bzw. der Abdeckplatte 18 hin verlängert, so daß dieser verlängerte Teil 22 den rohrförmigen Fortsatz 17 überdeckt. Der verlängerte Teil 22 reicht annähernd bis zu der Abdeckplatte 18, und zwischen diesem verlängerten Teil 22 und dem rohrförmigen Fortsatz 1 7 ist eine Wellendichtung 23 verklemmt, die die Abdeckplatte 1 8 und die Arbeitswelle 4 im Bereich einer Bohrung 24 abdichtet. Die Lageranordnung der Arbeitswelle 4 mittels der Abdeckplatte 1 8, des Trageteils 8 und der Lagerhülse 7 so, wie sie vorstehend beschrieben und in den Einzelteilen in Fig. 2 gezeigt ist, kann als Einheit, wie sie in Fig. 3 dargestellt ist, vormontiert werden.
Hierzu wird zunächst die Abdeckplatte mit ihrem rohrförmigen Fortsatz 1 7 bereitgestellt und die Wellendichtung 23 in den rohrförmigen Fortsatz 1 7 eingesetzt. Anschließend wird, wie die Figuren 2 und 3 zeigen, das Trageteil 8 mit seinem unteren Abschnitt 10 über den rohrförmigen Fortsatz 17 der Abdeckplatte 18 geschoben, so daß die vier hakenförmigen Enden 20 der Verriegelungsteile 1 9 in die vier Öffnungen 21 in der Schulterfläche 1 1 eingeführt werden. Schließlich wird die Lagerhülse 7 auf die Arbeitswelle 4, gegen den oberen Sicherungsring 16 anschlagend, eingesetzt und mit einem unteren Sicherungsring 1 5 gegen eine axiale Verschiebung auf der Arbeitswelle 4 gesichert. Gegebenenfalls können noch Unterlegscheiben 26 zwischengefügt werden. Die Arbeitswelle 4 mit der darauf aufgesetzten Lagerhülse 7 wird dann in die zentrale Öffnung des oberen Abschnitts 9 des Trageteils 8 eingesteckt, bis dann der Bund 14 der Lagerhülse 7 an den abgeschrägten Endflächen der Rastelemente 1 2 zur Anlage kommt. Unter weiterem Einschieben der Lagerhülse 7 in den oberen Abschnitt 9 drücken sich die Rastelemente 1 2 auseinander, bis dann der Bund 14 an den hakenförmigen Teilen 1 3 verriegelt wird. Zuletzt wird das Messer 6 auf das Ende der Arbeitswelle 4 aufgesetzt, so daß sich die vormontierte Baueinheit entsprechend der Fig. 3 ergibt. Diese vormontierte Anordnung wird von der offenen Seite der Gehäuseglocke 3 aus in das Gehäuse 1 eingeschoben und mittels der Abdeckplatte 1 8 zentriert.
Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Arbeitsgeräts in einer Schnittdarstellung, die der Schnittdarstellung der Fig. 1 entspricht, die in ihren wesentlichen Bauteilen mit der Ausführungsform der Fig. 1 identisch ist. Insofern sind für diese identischen oder vergleichbaren Teile dieselben Bezugszeichen wie diejenigen der Ausführungsform entsprechend der Darstellung der Fig. 1 verwendet.
Im Vergleich zu der Ausführungsform der Fig. 1 sind die Lagerhülse 7 sowie der obere Abschnitt 9 des Trageteils 8 abgeändert. Während in der Ausführungsform der Fig. 1 der Bund 14 an dem oberen, antriebsseitigen Ende der Lagerhülse 7 ausgebildet ist, der von den hakenförmigen Teilen 1 3 übergriffen und dadurch in dem Trageteil 8 gehalten wird, ist in der Ausführungsform der Fig. 4 diese Lagerhülse 7 so gedreht, daß der Bund 14 der Lagerhülse 7 zu dem abtriebsseitigen Ende der Arbeitswelle 4, das das Messer 6 trägt, hin gerichtet ist. Zur Fixierung der Lagerhülse 7 sind die hakenförmigen Teile 1 3, in axialer Richtung gesehen, weiter zu der Mitte des oberen Abschnitts 9 des Trageteils 8 hin verlegt, so daß sie sich auf dem Bund 14 abstützen.