"Vorrichtung zur schnellösbaren, verschiebbaren und schnell arretierbaren Befestigung eines Fahrzeugsausrüstungsteiles, ..."
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur schneilösbaren, verschiebbaren und schnell arretierbaren Befestigung eines Fahrzeugausrüstungsteiles, wie z.B. eines Sitzes, einer Sitzbank, eines Tisches oder dergleichen in einem Fahrzeug, insbesondere einem Kraftfahrzeug. Insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, befaßt sich die Erfindung mit einer Sitzschnellarretierungsschiene, welche vorgesehen ist, um zwischen dem Fahrzeugboden und dem Sitz angeordnet zu werden, welche ein einfaches und bequemes Verstellen wie auch Ausbauen des Sitzes ermöglicht.
Übliche Vorrichtungen zur Schnellverstellung von Sitzen, insbesondere von
Sitzen mit integrierten Sicherheitsgurten in Fahrzeugen, bestehen üblicherweise aus zwei Schienen, zwischen welchen Kugeln zur Lagerung vorgesehen sind. Jeweils eine der Schienen wird mit dem Sitz bzw. der Karosserie fest verbunden. Diese bekannten Vorrichtungen stellen jedoch lediglich einen begrenzten Verstell- bereich zur Verfügung und ermöglichen es auch nicht, den Sitz bei Bedarf schnell und einfach von der Karosserie zu lösen.
Aus der DE-A-195 20 959 ist ein Schnellwechselbeschlag, insbesondere für Lochschienen in Flugzeugen, bekannt. Der bekannte Beschlag umfaßt ein Gehäu- se, in welchem pilzförmige Füße gelagert sind, welche über einen exzentrisch gelagerten Schwenkhebel betätigbar sind um den Beschlag mittels Klemmung festzusetzen bzw. zu lösen. Ferner ist an dem Gehäuse der bekannten Vorrichtung ein Zapfen vorgesehen, um zur Führung in den Schlitz der Lochschiene einzugreifen, wobei eine in dem Gehäuse gelagerte Exzenterwelle mit den daran befestigten Füßen im gelösten Zustand längsverschiebbar ist, so daß der zwischen den Füßen angeordnete Zapfen von den Füßen variabel beabstandet ist.
Dieser bekannte Schnellwechselbeschlag ist somit geeignet, um eine schnellös- bare Befestigung von z.B. Sitzen in einem Flugzeug zu erreichen, jedoch besteht keine Verstell- oder Verschiebmöglichkeit, insbesondere keine arretierbare Verstellmöglichkeit. Des weiteren kann das Anordnen des Schnellwechsel- beschlages, bedingt durch den variablen Abstand zwischen den Zapfen und den
Füßen, unbequem und zeitaufwendig sein, wobei zusätzlich das Risiko besteht, daß der Beschlag nicht vollständig außerhalb der Löcher der Lochschiene angeordnet ist, so daß ein unbeabsichtigtes Ausrücken auftreten kann. Schließlich ist bei der bekannten Vorrichtung auch die Sicherheit nicht ausreichend, da die Befestigung ausschließlich über Reibschluß erfolgt.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung anzugeben, welche in schneilösbarer Weise die Befestigung eines beliebigen Fahrzeugausrüstungsteiles in einem Fahrzeug ermöglicht, die eine Verschiebung bzw. Verstellung und eine schnelle und bequeme Arretierung ermöglicht und die hohen Sicherheitsanforderungen genügt. Insbesondere soll die Vorrichtung zusätzlich zum einen sicherstellen, daß zu jedem Zeitpunkt eine sichere Befestigung vorliegt und daß zum anderen ein unbeabsichtigtes Lösen der Befestigung auch bei hoher Krafteinwirkung ausgeschlossen ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen aufgeführt.
Insbesondere wird durch die Erfindung eine sehr sichere Vorrichtung bereitgestellt zum schneilösbaren, verschiebbaren und schnell arretierbaren Befestigen eines Fahrzeugausrüstungsteiles, wie z.B. eines Sitzes, insbesondere eines Sitzes mit Sicherheitsgurt in einem Fahrzeug, wie z.B. einem Kraftfahrzeug oder auch einem Flugzeug und dergleichen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt ein Gehäuse und von dem Gehäuse vorspringende Klemmelemente, bevorzugt zumindest drei Klemmelemente, welche jeweils zumindest eine Auskragung aufweisen, um einen Vorsprung des Fahrzeuges oder eines daran festgelegten Befestigungsteiles, insbesondere einer Lochschlitzschiene, zu hintergreifen. Die
Vorrichtung umfaßt zumindest ein verschiebbares erstes Spannelement, an welchem die Klemmelemente einzeln oder in Gruppen festlegbar sind, welches in einer Richtung verschiebbar ist, bei welcher die gewünschte Klemmwirkung erzielt wird. Insbesondere ist das erste Spannelement in vertikaler Richtung verschiebbar. Die Bewegung des ersten Spannelementes kann durch eine Führung der Klemmelemente oder durch eine separat vorzusehende Einrichtung, wie z.B. Gleitschienen oder eine spezielle Ausgestaltung des Gehäuses, geführt werden. Ferner ist zumindest ein zweites Spannelement vorgesehen, welches im wesentlichen senkrecht zum ersten Spannelement bewegbar ist und eine Ver- Schiebung des ersten Spannelementes und somit ebenfalls der Klemmelemente veranlaßt. Insbesondere ist das zweit Spannelement in horizontaler Richtung verschiebbar. Durch das Verschieben des zweiten Spannelementes wird das erste Spannelement und somit auch die daran befestigten Klemmelemente verschoben und insbesondere angehoben um reibschlußmäßig eine Klemm- Wirkung erzielt, wobei insbesondere der oben erwähnte Vorsprung zwischen das
Gehäuse und die Auskragungen geklemmt wird. Schließlich umfaßt die erfindungsgemäße Vorrichtung noch eine Positioniereinrichtung, die einen festen Abstand zu den Klemmelementen aufweist und vorgesehen ist, eine lösbare kraftschlüssige Verbindung mit dem Fahrzeug oder dem daran festgelegten Befestigungsteil zu bewirken.
Durch die Kombination von kraftschlüssigem Eingriff der Positioniereinrichtung und dem durch die Klemmelemente erzeugten Reibschluß kann eine insgesamt hochfeste Verbindung realisiert werden, die sich auch bei starken einwirkenden Kräften nicht löst. Durch den festgelegten Abstand zwischen der Positionier- einruchtung und den Klemmelementen wird ferner das Verrutschen der Klemmelemente und somit ein mögliches Außereingrifftreten verhindert. Nach dem Lösen der Positioniereinrichtung und der Klemmelemente kann eine Verschiebung stattfinden, welche mittels der Positionierreinrichtung schnell arretierbar ist, wonach es ausreichend ist, erneut die Klemmelemente durch eine Relativbewegung der Spannelemente in Eingriff zu bringen. Hierbei ist es insbesondere vorteilhaft, wenn die Klemmelemente mit der Positioniereinrichtung mechanisch gekoppelt sind. Somit ergibt sich zum einen die Möglichkeit, daß durch lediglich
eine einfache Betätigung die Vorrichtung verriegelt oder gelöst werden kann. Zum anderen wird somit die Möglichkeit bereitgestellt, das Lösen der Klemmelemente erst zu erlauben, nachdem die Positioniereinrichtung gelöst wurde, oder umgekehrt.
Bevorzugt wird die Vorrichtung verwendet in Kombination mit einer Lochschlitzschiene oder einem lochschienenförmigen Schlitz mit rasterförmiger Aufteilung, an dem Fahrzeug vorgesehen. Die Lochschlitzschiene bzw. der Schlitz umfaßt bevorzugt einen länglichen Durchbruch mit überlagerten kreisförmigen Löchern oder Aussparungen, wobei die Löcher insbesondere bevorzugt um einen bestimmten oder normierten Rasterabstand voneinander beabstandet sind. Insbesondere wenn Autos, Flugzeuge, Busse oder dergleichen mit solchen Lochschlitzen versehen sind, besteht eine hohe Vielseitigkeit bezüglich der festzulegenden Positionen. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform wird die jeweili- ge Relativposition der Vorrichtung bezüglich des Lochschlitzes durch die Positioniereinrichtung bestimmt.
Bevorzugt ist der feste Abstand zwischen der Positioniereinrichtung und den jeweiligen Klemmelementen ein ganzzahliges Vielfaches des Rasterabstandes des Lochschlitzes zuzüglich einer bestimmten Länge, insbesondere bevorzugt zuzüglich einer halben Rasterlänge. Somit wird gewährleistet, daß nach dem Einrücken der Positioniereinrichtung keines der Klemmelemente auf der Höhe eines Loches vorliegt, so daß ein unbeabsichtigtes Außereingrifftreten verhindert ist. In diesem Zusammenhang sollte noch erwähnt werden, daß die einzelnen Klemmelemente relativ zueinander, bevorzugt im wesentlichen um den Rasterabstand, beabstandet sind, so daß sie insgesamt entweder an Positionen entsprechend den Löchern vorliegen oder nicht, wie es insbesondere zum Festklemmen erforderlich ist und durch die Positioniereinrichtung bestimmt wird .
Bevorzugt entsprechen die Vorkragungen der Klemmelemente form- und größenmäßig im wesentlichen den Löchern des Lochschlitzes, so daß sie einfach, bevorzugt unter leichtem oder keinem Spiel, bei entsprechender Anordnung in die Löcher eingeführt und herausgenommen werden können. Ferner ist es
bevorzugt, daß die Klemmelemente, oberhalb der Vorkragungen größenmäßig praktisch den Abschnitten des Lochschlitzes entsprechen, an denen kein Loch vorliegt. Somit wird zum einen eine ausreichende Stabilität der Klemmelemente gewährleistet und zum anderen können somit die Klemmelemente bei einer Relativverschiebung der Vorrichtung bezüglich des Lochschlitzes als Führungselemente dienen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Positioniereinrichtung als ein Rastbolzen vorgesehen, welcher im wesentlichen im Querschnitt der Form und der Größe eines Loches des Lochschlitzes entspricht. Durch eine solche Ausgestaltung der Positioniereinrichtung wird ein größtmöglicher Kraftschluß erzielt. Bevorzugt wird der Rastbolzen mittels einer Auf- und Abwärtsbewegung in und außer Eingriff gebracht. Wie bereits vorangehend erwähnt, ist es möglich, die Bewegung der Positioniereinrichtung mit der Bewegung der Klemmelemente zu koppeln.
Gemäß einer alternativen Ausführungsform wird die Positioniereinrichtung mittels, Verdrehung in und außer Eingriff bezüglich des Lochschlitzes gebracht. Zu diesem Zweck ist die Positioniereinrichtung bevorzugt als ein Drehbolzen vor- gesehen, der in einer Querschnittsansicht im wesentlichen die Form einer Ellipse oder eines Kreises mit zwei abgeflachten Seiten oder abzüglich zweier Kreisabschnitte aufweist. In dieser Querschnittsansicht entspricht bevorzugt die größte Abmessung dem Lochdurchmesser und die kleinste Abmessung praktisch der Schlitzbreite. Insbesondere bevorzugt ist die Positioniereinrichtung der- gestalt, daß in einer ersten winkelmäßigen Position ein Kraftschluß bezüglich des
Lochschlitzes besteht, und zwar insbesondere über einen möglichst großen Teil, während in einer um 90° verdrehten Ausrichtung die Positioniereinrichtung bezüglich des Loches außer Eingriff steht und durch den Schlitzabschnitt des Lochschlitzes gleiten kann.
Bevorzugt weist die Vorrichtung im wesentlichen fluchtend zu den Klemmelementen zumindest ein Gleitelement auf, welches beim Verschieben zum einen die Gleitreibung reduziert und zum anderen in dem Schlitzabschnitt des Loch-
Schlitzes angeordnet ist und somit, die Verschiebebewegung führt. Um eine erhöhte Führung bereitzustellen, sollte das Gleitelement bevorzugt länger sein als der Durchmesser der Löcher, so daß in jedem Fall eine Anlage mit einem Schlitzabschnitt gewährleistet ist.
Die Spannelemente weisen bevorzugt einander gegenüberliegende komplementäre Flächen auf, welche insbesondere als Schräg- oder Keilflächen ausgebildet sind. Somit läßt sich in besonders einfacher Weise eine lineare Übersetzung zwischen einer vertikalen Bewegung des zweiten Spannelementes in eine hori- zontale Verschiebebewegung des ersten Spannelementes erreichen. Durch das
Bereitstellen von Keilflächen kann bei entsprechender Ausrichtung zusätzlich die Sicherheit der Vorrichtung erhöht werden. Wenn die Vorrichtung nämlich in einem Kraftfahrzeug montiert ist, können die Keilflächen so ausgerichtet werden, daß z.B. bei einer Bremseinwirkung die Klemmwirkung der Klemmelemente erhöht wird, indem durch die auftretenden Trägheitskräfte mittels der Umsetzung über die Schrägflächen die Klemmwirkung erhöht wird. Bei einer insbesondere einfachen Ausgestaltung könnte beispielhaft jeweils ein erstes Spannelement für_ jedes Klemmelement vorgesehen sein, wobei in diesem Fall auch jeweils für dessen Betätigung eine Schrägfläche vorzusehen ist. Wenn mehrere Klemm- elemente gruppenartig an einem der ersten Spannelemente befestigt sind, ist es ausreichend, lediglich eine Keil- bzw. Schrägfläche vorzusehen, jedoch ist es für eine symmetrische Kraftübertragung vorteilhaft, zumindest zwei Schräg- oder Keilflächen vorzusehen. Wenn die einander gegenüberliegenden komplementären Flächen gewölbt sind oder einem Nockenabschnitt ähnlich sind, kann des weite- ren ein nicht-linearer Beaufschlagungsverlauf der Klemmelemente erreicht werden. Somit kann am Anfang der Bewegung des zweiten Spannelementes z.B. eine starke Verschiebung des ersten Spannelementes auftreten, während zum Ende dieser Bewegung die Verschiebung relativ gering ist, wobei jedoch die Krafteinbringung entsprechend vergrößert wird.
Die Spannelemente C und D sind bevorzugt derart in dem Gehäuse angeordnet, daß bei zumindest einer vorbestimmten Position eine Selbsthemmung auftritt. Dies kann z.B. durch teilweise aufgerauhte oder gewellte komplementäre Flächen
der Spannelemente erreicht werden, Insbesondere ist es wünschenswert, daß die oben erwähnte Selbsthemmung in der verschlossenen oder verriegelten Position stattfindet, so daß zum Lösen der Klemmwirkung zuerst der Widerstand der Selbsthemmung überwunden werden muß.
Vorteilhafterweise umfaßt die Vorrichtung ein Betätigungselement, welches z.B. in der Form eines Kniehebels an dem Gehäuse angelenkt sein kann. Der Kniehebel ist des weiteren an dem zweiten Spannelement angelenkt, um eine Relativbewegung zu bewirken. Durch die selbsthemmende Wirkung eines Kniehebels kann in einer vorbestimmten Position auch die Bewegung gehemmt werden, wodurch ein unbeabsichtigtes Ausrücken verhindert wird. Bei einem Fahrzeugsitz befindet sich das Betätigungselement bevorzugt front- oder stirnseitig, d.h. in der Regel im Fußraum des Sitzes, so daß eine leichte Zugänglichkeit erreicht wird, die ein schnelles und einfaches Lösen, Verschieben und Arretieren des Sitzes ermöglicht. In der eingerückten bzw. verriegelten bzw. arretierten Position der
Vorrichtung erstreckt sich der Bedienhebel bevorzugt in senkrechter Richtung, so daß lediglich ein geringer Bauraum erforderlich ist. In dieser Position wird ebenfalls durch die selbsthemmende Wirkung des Kniehebels ein Ausrücken, bedingt durch äußerlich einwirkende Kräfte, verhindert.
Schließlich ist es bevorzugt, daß zumindest eine Federeinrichtung vorgesehen ist. Die Federeinrichtung kann vorgesehen sein, um die Positioniereinrichtung, die Klemmeinrichtung, das erste Spannelement, das zweite Spannelement, das Betätigungselement und/oder das Gleitelement in eine der jeweiligen Positionen vorzuspannen. Selbstverständlich ist auch eine beliebige Anzahl an Kombinationen möglich. Durch das Bereitstellen von einer Federeinrichtung kann bezüglich des jeweiligen Elementes eine spiel- oder klapperfreie Anordnung bereitgestellt werden. Ferner kann durch die jeweiligen Federeinrichtungen eine selbsttätige Wirkung erreicht werden, alternativ kann die Federeinrichtung auch vorgesehen sein, um ein aktives Betätigen des jeweiligen Elementes zu verlangen. Als
Beispiel sei hier eine Federbeaufschlagung der Positioniereinrichtung angegeben, welche in der Eingriffsposition mittels einer Feder vorgespannt ist. Somit muß zum Lösen und/oder Verschieben des Sitzes die Positioniereinrichtung aktiv
außer Eingriff gebracht werden, d.h. z.B. herausgezogen oder verdreht, und zwar entgegen der Wirkung der Feder. Durch die bloße aktive Betätigung kann praktisch ein unbeabsichtigtes Betätigen oder Lösen ausgeschlossen werden. Des weiteren führt diese Vorspannung dazu, daß wenn eine Rasterposition nicht ordnungsgemäß eingenommen ist, ein einfaches Verschieben des Sitzes ausreicht, um den Eingriff der Positioniereinrichtung zu bewirken. Somit kann ein Benutzer beispielhaft den Sitz zwischen jeweiligen Rasterpositionen einfach verschieben, ohne daß er hierfür die Vorrichtung beobachten müßte, wie es z.B. der Fall ist bei der bekannten Vorrichtung, wie offenbart in der DE-A-195 20 959.
Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer derzeit bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, welche rein beispielhaft illustrativ und unter Be- zugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erfolgt.
Figur 1 zeigt eine Schnittansicht der bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer entriegelten Stellung.
Figur 2 zeigt die in Figur 1 gezeigte Ausführungsform in einer analogen
Ansicht, jedoch in der verriegelten oder auch Klemmwirkung erzeugenden und arretierten Position.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Vorrichtung ausgebildet als eine Sitzschnellarretierungsschiene, die ein Gehäuse F umfaßt. In der dargestellten
Ausführungsform ist das Gehäuse aus einem Metallhohlprofil mit im wesentlichen rechteckigem Querschnitt gebildet. Das Gehäuse F ist vorgesehen, um mit der Oberfläche an der Unterseite eines Sitzes montiert zu werden.
Die gezeigte Ausführungsform ist insbesondere vorgesehen, in eine Lochschlitzschiene einzugreifen, welche zu diesem Zweck am Fahrzeugboden montiert ist. Eine Lochschlitzschiene ist dem Fachmann bekannt und kann z.B. aus einem weiteren Metallhohlprofil mit reckteckigem Querschnitt ge-
bildet sein. An der Oberfläche dieses Profiles ist in Längsrichtung ein durchgängiger Schlitz bereitgestellt. Des weiteren sind dem Schlitz bei einem vorbestimmten Raster kreisförmige Öffnungen überlagert. Zur relativen Anordnung der bevorzugten und dargestellten Ausführungsform sind an der Unterseite des Gehäuses F Bohrungen vorgesehen, durch welche Klemmelemente B geführt sind.
Die Klemmelemente B sind in der gezeigten Ausführungsform jeweils gebildet aus einem Schaft mit einer Auskragung am unteren Endabschnitt. Der Schaft- durchmesser der Klemmelemente entspricht im wesentlichen den Bohrungen an der Unterseite des Gehäuses F, sowie praktisch der Spaltbreite der nicht dargestellten Lochschiene. Die Klemmelemente B sind relativ zueinander um den Rasterabstand der Lochschiene beabstandet, so daß entweder sämtliche Klemmelemente fluchtend zu Löchern angeordnet sind, um die Vorrichtung in der Lochschiene anzuordnen, oder nicht, um die Vorrichtung bezüglich der
Lochschiene festzuklemmen. In der gezeigten Ausführungsform sind sechs Klemmelemente B vorgesehen, aufgeteilt in zwei Gruppen. Die Klemmelemente von jeder Gruppe sind an ihren oberen Enden mit zwei ersten Spannelementen D verbunden, z.B. verschraubt, verschweißt oder ähnliches.
Das erste Spannelement D weist eine plane Oberfläche sowie vier diesbezüglich senkrecht verlaufende Seitenflächen auf. An der Unterfläche des ersten Spannelementes D sind keilförmige Vorsprünge ausgebildet. In der gezeigten Ausführungsform sind zwei erste Spannelemente D gezeigt, welche zwischen sich einen leichten Abstand definieren, welcher z.B. zur Verschrau- bung mit dem darüber anzuordnenden Sitz vorgesehen sein kann.
In der dargestellten Ausführungsform erstreckt sich ferner in dem Gehäuse ein zweites Spannelement C, welches in der gezeigten Ausführungsform sich beidseitig der Klemmelemente B erstreckt, ohne mit diesen in unmittelbarem
Eingriff zu stehen. Das zweite Spannelement C ist unterhalb der ersten Spannelemente D angeordnet, wobei die ersten Spannelemente D auf der Oberfläche des zweiten Spannelementes C anliegen und ruhen. Zu diesem
Zweck ist die Oberseite des zweiten Spannelementes C mit entsprechenden keilförmigen Aussparungen bereitgestellt, welche praktisch fluchtend die keilförmigen Vorsprünge der ersten Spannelemente D aufnehmen.
Die Führungsfunktion, bereitgestellt durch den jeweiligen Schaft der Klemmelemente B, wird in der Ausführungsform durch zwei Gleitelemente G unterstützt. Die Gleitelemente G sind an der Unterseite des Gehäuses F montiert, und erstrecken sich praktisch fluchtend zu den Klemmelementen B. Obwohl aus den Zeichnungen nicht zu entnehmen, sei angemerkt, daß die Breite der Gleitelemente G praktisch der Breite des Schlitzes der Lochschlitzschiene entsprechen sollte, so daß eine entsprechende Mittelführung zusätzlich und/oder unabhängig von den Klemmelementen B bereitgestellt ist. Wie sich aus der gezeigten Ausführungsform deutlich ergibt, weist zumindest das an der rechten Seite angeordnete Gleitelement G eine Länge auf, die größer ist als der Durchmesser des Loches bzw. der. Bohrung in der Lochschiene. Somit wird die Gleitmittelführung unabhängig von der Position in der Lochschiene ständig aufrechterhalten.
Am linken Ende des Gehäuses F ist in der gezeigten Ausführungsform die Positioniereinrichtung als ein Rastbolzen gezeigt. In der gezeigten Ausführungsform wird der Rastbolzen A durch zwei in dem Gehäuse F vorgesehenen Bohrungen geführt. In der gezeigten Ausführungsform ist der Rastbolzen A nach oben gezogen, entgegen der Wirkung der dargestellten Feder, so daß seine Unterseite praktisch mit dem Gehäuse F fluchtend. Somit steht der Rastbolzen A bezüglich der darunter angeordneten Lochschiene vollständig außer Eingriff. Zur Betätigung des Rastbolzens können beliebige bekannte Vorkehrungen getroffen sein, wobei auch insbesondere eine unmittelbare Wechselwirkung bezüglich der Spannelemente D denkbar ist, obwohl nicht dargestellt.
An dem dem Rastbolzen A gegenüberliegenden Ende des Gehäuses F ist eine Betätigungseinrichtung E vorgesehen. In der gezeigten Ausführungsform ist die Betätigungseinrichtung in der Form eines Kniehebels vorgesehen, welche
einerseits an dem Gehäuse F ancjelenkt und andererseits mit dem zweiten Spannelement C in Verbindung steht. In der gezeigten Ausführungsform befindet sich der Kniehebel E in der gelösten Position. Ein weiteres Einknik- ken des Kniehebels wird hier durch einen wechselseitigen Eingriff der Spann- elemente C und D verhindert.
In der in Figur T gezeigten Position kann somit zum Montieren des Sitzes die Vorrichtung in einfacher Weise oberhalb der Lochschiene angeordnet werden. Zum Einbau des Sitzes ist darauf zu achten, daß die Klemmelemente D mit den Auskragungen, die in Form und Größe den Löchern der Lochschiene entsprechen, in Register angeordnet werden, oberhalb der jeweiligen Löcher. Somit können die Klemmelemente B durch die Löcher der Lochschiene eingeführt werden. Nach dem Einführen der Klemmelemente befinden sich die Gleitelemente G in den Schlitzen, so daß die Vorrichtung in Längsrichtung verschiebbar ist. Da der Schaft von jedem der Klemmelemente B im Durchmesser praktisch der Schlitzbreite der Lochschiene entspricht, kann die gesamte Vorrichtung einfach und beliebig entlang der Lochschiene verschoben werden. Da sich auch der Rastbolzen A in der hochgezogenen Position befindet, tritt diesbezüglich keine Wechselwirkung auf. Wenn der Benutzer nun in etwa die gewünschte Position des sitzes erreicht hat, läßt er einfach den Rastbolzen A los, so daß dieser mit der Lochschiene in Eingriff tritt. Sollte der Rastbolzen A nicht fluchtend oberhalb eines Loches vorliegen, so kann der Benutzer durch leichtes Verschieben des Sitzes ein Einrasten des Rastbolzens veranlassen. Da der Rastbolzen in der gezeigten Ausführungs- form von dem nächsten Klemmelement B praktisch um eine halbe Rasterlänge beabstandet ist, ist es somit gewährleistet, daß zumindest das dem Rastbolzen A benachbarte Klemmelement B auf halbem Weg zwischen zwei Löchern der Lochschiene angeordnet ist. Da ferner in der gezeigten Ausführungsform der Abstand der jeweiligen Klemmelemente B zueinander praktisch dem Rasterabstand der Lochschiene entspricht, liegen somit sämtliche Vorkragungen der Klemmelemente B an Abschnitten der Lochschiene vor, an denen keine Löcher vorgesehen sind . Somit wird durch einfaches Ineingriffbringen der Positioniereinrichtung A eine Positionierung der Gesamtvorrichtung
erreicht, bei welcher eine optimale Klemmwirkung erreicht werden kann.
Wie es in Figur 2 gezeigt ist, steht der Rastbolzen A nun an der Unterseite des Gehäuses F vor, so daß er mit der darunter angeordneten, nicht ge- zeigten Lochschiene in Eingriff steht, nämlich mit einem Loch davon. Nachfolgend oder gleichzeitig zu dem Eingreifen des Rastbolzens A wird der Kniehebel E derart verschwenkt, daß dessen Kniebereich gestreckt wird, so daß ein nachfolgendes Lösen lediglich durch Betätigen des äußeren Abschnittes des Hebels möglich ist. Durch das Ausstrecken des Kniebereiches des Kniehebels E wird in der gezeigten Ausführungsform das zweite Spannelement C nach rechts verschoben. Wie sich deutlich aus den Figuren ergibt, werden durch das Verschieben des zweiten Spannelementes C die darauf ruhenden ersten Spannelemente D mittels der entsprechenden Keilflächen veranlaßt, sich nach oben zu verschieben, wobei sie die Klemmelemente B mitnehmen. In der in Figur 2 gezeigten Position entspricht nun der Abstand zwischen den Vorkragungen der Klemmelemente B und der Unterseite des Gehäuses F praktisch der Profilstärke der Lochschiene, so daß ein Reibschluß durch die Klemmwirkung erzielt ist. Dieser Reibschluß wird durch den Kraftschluß des Rastbolzens A ergänzt, so daß eine vollständig sichere Arretierung und Befestigung des Sitzes erzielt ist.
Ausgehend von der in Figur 2 gezeigten Position ist es für den Benutzer ausreichend, den Kniehebel E zu betätigen, um den Reibschluß aufzuheben. Bei gleichzeitigem oder nachfolgendem Ausrücken des Rastbolzens A läßt sich nun die Vorrichtung und somit der Sitz in einfacher Weise in Längsrichtung verschieben. Durch das Bereitstellen einer Lochschlitzschiene besteht somit virtuell eine uneingeschränkte Verstellmöglichkeit. Wenn der Benutzer die gewünschte Position erreicht hat, werden die oben beschriebenen Schritte gleichzeitig oder in Folge wiederholt. Wenn jedoch der Sitz aus dem Fahrzeug zu entfernen ist, werden die Vorkragungen der Klemmelemente
B fluchtend zu den Löchern ausgerichtet, so daß durch einfaches Nachoben- herausheben ein vollständiges Entfernen des Sitzes möglich ist.
Obwohl die Erfindung im vorangegangenen vollständig unter Bezugnahme auf eine spezifische Ausführungsform beschrieben wurde, sollte erkannt werden, daß verschiedene Veränderungen und Modifikationen innerhalb des Umfanges der Erfindung durchgeführt werden können. So könnte z.B., obwohl in den Zeichnungen nicht dargestellt, die Positioniereinrichtung A ein Drehbolzen sein, welcher zwischen zwei um 90° verstellte Positionen verdreht werden kann, um jeweils mit einem Loch der Lochschiene in und außer Eingriff gebraucht zu werden. In diesem Fall sollte der Drehbolzen A praktisch die Form einer Ellipse oder bevorzugter die Form eines Kreises abzüglich zweier Kreisabschnitte aufweisen, so daß er in der einen Position bezüglich des
Loches einen Kraftschluß erzeugen kann, während er in der anderen Winkelposition gleitfähig durch den Lochschlitz bewegt werden kann. Ferner ist es auch denkbar, die Spannelemente C und D mit nicht-linearen Keilfiächen bereitzustellen. Auch die Auskragungen der Klemmelemente B könnten in der zuvor erwähnten elipsenartigen Form der Positioniereinrichtung ausgebildet sein, wodurch die drehbar gelagerten Klemmelementen somit auch ein einfacher Schlitz ohne zusätzliche Löcher verwendet werden kann.