Beschreibung
Verfahren zur Herstellung von Metallocenen 5
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von rac/meso-Metallocenen, die rac/meso-Metallocene selbst sowie die Verwendung von rac/meso-Metallocenen zur Herstellung von Polyolefinen.
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Racemische Metallocene mit aromatischen, teilhydrierten oder hydrierten π-Liganden sind als Katalysatorvorstufen für die Polymerisation von Olefinen beschrieben, beispielsweise in J. Orga- nomet. Chem. 497(1995)181, Angew. Chem. 104(1992)1373, EPA 0 344
15 887, J. Mol. Catal. A. Chem. 102(1995)59,
J. Am. Chem. Soc. 118(1996)2105, Macromolecules 27(1994)4477, Ma- cromolecules 29(1996)2331 EPA 0 185 918, EPA 0 537 686, EP 0 485 820 oder EP 0 485 821.
20 Bei der Synthese von Metallocenen mit aromatischen π-Liganden, beispielsweise Indenylliganden, wird aufwendig die Isolierung des rac-Metallocens angestrebt, da nur mit dieser Form stereospezifisch beispielsweise isotaktisches Polypropylen hergestellt werden kann. Die meso-Form des Metallocens wird dabei abgetrennt.
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, eine effiziente, schnelle, kostengünstige und ausbeuteoptimierte direkte Synthese von Metallocenen bereitzustellen, mit denen hochisotak- tische Polyolefine kostengünstig hergestellt werden können. 0
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird durch ein Verfahren zur direkten Herstellung von rac/meso-Metallocenen gelöst. Die erfindungsgemäß hergestellten rac/meso-Metallocene können überraschenderweise direkt als Katalysatorkomponente zur Olefinpoly- 5 merisation eingesetzt werden, ohne daß eine zusätzliche, kostenintensive und ausbeutemindernde Isolierung der rac-Form notwendig ist.
Demgemäß wurde ein Verfahren zur Herstellung eines rac/meso- 0 Metallocens der Formel I mit einem rac/meso-Verhältnis von >20:1 bis <200:1 gefunden,
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Formell
wobei
M ein Metall der Gruppen Illb, IVb, Vb oder Vlb des Periodensystems der Elemente bedeutet und bevorzugt ein Metall der Gruppe IVb wie Ti, Zr oder Hf , besonders bevorzugt Zr und Hf bedeutet,
die Reste X gleich oder verschieden sind, bevorzugt gleich, und ein Wasserstoffatom, eine Cι-C o-kohlenstoffhaltige Gruppe wie Cx-Cio-Alkyl- , Cι-Cι0-Alkoxy- , C6-C20-Aryl- , C6-C20-Aryloxy- , C2-Cιo-Alkenyl - , C7-C4o-Arylalkenyl- , C -C4o-Alkylaryl- oder C8-C4o-Arylalkenylgruppe, eine -OH-Gruppe, ein Halogenatom oder ein Pseudohalogen wie Nitril bedeuten, wobei lineares oder verzweigtes Cι-C10-Alkyl und Halogenatome bevorzugt sind und Chlor und Methyl ganz besonders bevorzugt sind,
die Reste R1 und R2 gleich oder verschieden sind, wobei auch Reste mit gleicher Indizierung verschieden sein können, und ein Wasser - stoffatom, eine Cι-C4o-kohlenstoffhaltige Gruppe wie Cι-Cιo-Alkyl- , Ci-Cio-Alkoxy- , C6-C2oΑryl- , C6 -C20-Aryloxy- , C2-Cι0-Alkenyl- , C -C4o-Arylalkenyl- , C -C40-Alkylaryl - oder C8-C40-Arylalkenyl- gruppe, eine -OH-Gruppe, ein Halogenatom oder ein Pseudohalogen wie Nitril, oder einen NR5 2-, SR5 3-, OSiR5 3- oder SiR5 3- oder
PR5 2-Rest mit R5 in der Bedeutung von X bedeuten, wobei bevorzugt die Reste R2 gleich sind und ein Wasserstoffatom bedeuten und die Reste R1 gleich sind und Wasserstoff oder lineares oder verzweigtes Cι-Cιo-Alkyl bedeuten,
die Reste R3 und R4 gleich oder verschieden sind, wobei auch Reste mit gleicher Indizierung verschieden sein können, und ein Wasser stof fatom, eine Cι -C4o -kohlenstoff haltige Gruppe wie Cι - Cιo -Alkyl - , Ci -Cio -Alkoxy- , C6 -C2o -Aryl - , C6 -C2o -Aryloxy- , C2 -Cι0 -Alkenyl - , C7 -C40 -Arylalkenyl - , C7 - C4o -Alkylaryl - oder C8 -C40 -Arylalkenyl - gruppe , eine -OH-Gruppe , ein Halogenatom oder ein Pseudohalogen wie Nitril , oder einen NR5 2 - , SR5 - , OSiR5 3 - oder SiR5 3 - oder
PR5 2-Rest mit R5 in der Bedeutung von X bedeuten, oder die Reste R3 und R4 zusammen eine unsubstituierte Butadienyl-Gruppe darstellen, wobei besonders bevorzugt die Reste R3 und R4 Wasserstoff, lineares oder verzweigtes Cι-Cιo-Alkyl bedeuten, oder zusammen eine unsubstituierte Butadienyl -Gruppe darstellen,
B eine Brücke zwischen den Indenylliganden bedeutet, die zum Beispiel ein- bis viergliedrig sein kann, wobei ein- und zweigliedrige Brücken bevorzugt sind, mit dem Vorbehalt, daß die Reste R1, R2, R3 und R4 nicht alle gleich sind und daß, wenn R3 und R4 zusammen eine unsubstituierte Butadienylgruppe darstellen, R1 und R2 Wasserstoff sind, enthaltend die Schritte:
a) Umsetzung einer substituierten Cyclopentadiens der Formel A mit einem Verbrückungsragenz BY2 zu einer verbrückten Biscyclopentadienylligandsystem,
b) Umsetzung des verbrückten Biscyclopentadienylligandsystems mit einem Metallhalogenid zu einem Metallocen der Formel Ia
c) und optional die Umsetzung eines Metallocens der Formel Ia mit einer metallorganischen Verbindung R3M1 zu einem Metall - ocen der Formel Ib
wobei alle Schritte in dem gleichen Lösungsmittel bzw. Lösungs- mittelgemisch durchgeführt werden.
Außerdem betrifft die Erfindung chirale rac/meso-Metallocene der Formel I mit einem rac/meso-Verhältnis von >20:1 bis <200:1
Formel l
M ein Metall der Gruppen Illb, IVb, Vb oder VIb des Periodensystems der Elemente bedeutet und bevorzugt ein Metall der Gruppe IVb wie Ti, Zr oder Hf , besonders bevorzugt Zr und Hf bedeutet,
die Reste X gleich oder verschieden sind, bevorzugt gleich, und ein Wasserstoffatom, eine Cι-C4o-kohlenstoffhaltige Gruppe wie Cι-Cιo-Alkyl- , Ci-Cio-Alkoxy-, C6-C20-Aryl- , C6 -C20-Aryloxy- , C2-C10-Alkenyl- , C7 -C40 -Arylalkenyl- , C7-C40-Alkylaryl- oder
C8-C4o-Arylalkenylgruppe, eine -OH-Gruppe, ein Halogenatom oder ein Pseudohalogen wie Nitril bedeuten, wobei lineares oder verzweigtes Cι-Cιo-Alkyl und Halogenatome bevorzugt sind und Chlor und Methyl ganz besonders bevorzugt sind,
die Reste R1 und R2 gleich oder verschieden sind, wobei auch Reste mit gleicher Indizierung verschieden sein können, und ein Wasser- stoffatom, eine Cι-C4o-kohlenstoffhaltige Gruppe wie Cι-Cιo-Alkyl- , Ci-Cio-Alkoxy-, C6-C20-Aryl- , C6 -C20-Aryloxy- , C2 -Cι0-Alkenyl- , C -C4o -Arylalkenyl - , C -C4o-Alkylaryl - oder C8 -C40 -Arylalkenyl - gruppe, eine -OH-Gruppe, ein Halogenatom oder ein Pseudohalogen wie Nitril, oder einen NR5 2-, SR5-, OSiR5 3-, SiR5 3- oder PR5 -Rest mit R5 in der Bedeutung von X bedeuten, wobei bevorzugt die Reste R2 gleich sind und ein Wasserstoffatom bedeuten und die Reste R1 gleich sind und Wasserstoff oder lineares oder verzweigte Cι-Cιo-Alkyl bedeuten,
die Reste R3 und R4 gleich oder verschieden sind, wobei auch Reste mit gleicher Indizierung verschieden sein können, und ein Wasser - soffatom, eine Cι-C40-kohlenstoffhaltige Gruppe wie Cι-Cιn-Alkyl- , Ci-Cio-Alkoxy-, C6-C20-Aryl- , C6 -C20-Aryloxy- , C2 -Cι0-Alkenyl- , C -C40 -Arylalkenyl - , C -C40-Alkylaryl - oder Cg -C40-Arylalkenyl - gruppe, eine -OH-Gruppe, ein Halogenatom oder ein Pseudohalogen wie Nitril, doer einen NR5 2-, SR5-, OSiR5 3-, SiR5 3- oder PR5 2-Rest mit R5 in der Bedeutung von X bedeuten, oder die Reste R3 und R4 zusammen eine unsubstituierte Butadienyl -Gruppe darstellen, wobei besonders bevorzugt die Reste R3 und R4 Wasserstoff, lineares oder verzweigtes Cι-Cιo-Alkyl bedeuten, oder zusammen eine unsub- stitiuerte Butadienyl -Gruppe darstellen,
B eine Brücke zwischen den Indenylliganden bedeutet, die zum Beispiel ein- bis viergliedrig sein kann, wobei ein- und zweigliedrige Brücken bevorzugt sind, mit dem Vorbehalt, daß die Reste R1, R2, R3 und R4 nicht alle gleich sind und daß, wenn R3 und R4 zusammen eine unsubstitieurte Butadienylgruppe darstellen, R1 und R2 Wasserstoff sind.
Die Erfindung betrifft außerdem einen Katalysator, enthaltend a) mindestens ein chirales rac/meso-Metallocen der Formel I und b) mindestens einen Cokatalysator, ein Verfahren zur Polymerisation von Olefinen in Gegenwart dieses Katalysators sowie die Verwendung dieses Katalysators zur Olefinpolymerisation.
In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst das Ligandsystem hergestellt und anschließend, ohne das verbrückte Biscyclo- pentadienylligandsystem zu isolieren, das rac/meso-Metallocen der Formel Ia hergestellt, das weiter zu einem rac/meso-Metallocen der Formel Ib umgesetzt werden kann.
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ü
Wie in Schema 1 illustriert, wird in dem Verfahren aus einem substituierten Cyclopentadien der Formel A, bevorzugt einem alkyl- substituierten Cyclopentadien, nach Deprotonierung mit einer starken Base wie beispielsweise Butyllithium oder Kaliumhydrid in einem geeigneten Lösungsmittel bzw. Lösungsmittelgemisch nach Zugabe eines Verbrückungsreagenzes BY ein verbrücktes Biscyclopen- tadienylligandsystem hergestellt. Dabei ist B wie in Formel I definiert und Y ist eine Abgangsgruppe wie Halogen. Das verbrückte Biscyclopentadienylsytem wird nach weiterer Deprotonierung mit einer starken Base wie beispielsweise Butyllithium oder Kaliumhydrid mit einem Metallhalogenid der Gruppe Illb, IVb, Vb oder VIb des Periodensystems der Elemente, bevorzugt mit den Halogeniden des Titans, Zirkoniums und Hafniums, besonders bevorzugt mit Zir- koniumtetrachlorid oder Hafniumtetrachlorid zum rac/meso-Metallocen der Formel Ia umgesetzt. Die Metallhalogenide können auch als ligandhaltige Komplexe eingesetzt werden wie beispielsweise HfCl4(THF)2, ZrCl (THF)2, TiCl4(THF)2, TiCl3(THF)3, VC13(THF)3 oder ScCl3(THF)3. Die Brücke B wird durch Umsetzung des Cyclopentadienyls mit einer Verbindung der Formel BY2 eingeführt. Bei der Verbindung BY handelt es sich bevorzugt um Verbindungen wie beispielsweise (CH3)2SiCl2, (CH3) (C5H6) SiCl2, CH2Br2 , (CH3)2CBr2 oder 1,2-Dibrome- than. Zur Einführung einer Ci-Brücke kann alternativ auch das entsprechende Fulven mit einem Äquivalent des metallierten Cyclopenta- ,dienyls umgesetzt werden. In diesen Fällen bedeutet B bevorzugt CH2, C(CH3) , C(CH3)(C6H5) und C(C6H5)2.
Geeignete Lösungsmittel für die erfindungsgemäße Eintopfsynthese sind aliphatische oder aromatische Lösungsmittel, wie beispielsweise Hexan oder Toluol oder etherische Lösungsmittel, wie beispielsweise Tetrahydrofuran (THF) , Diethylether oder Dimethoxye- than (DME) sowie Lösungsmittelgemische aus oben genannten Lö- sungsmittelklassen wie Toluol/THF, Toluol/Hexan/THF oder Hexan/ Diethylether.
Ein Vorteil dieser Lösungsmittel bzw. Lösungsmittelgemische besteht darin, daß die Umsetzung der Metallocene der Formel Ia zu Metallocenen der Formel Ib ebenfalls darin durchgeführt werden kann, ohne daß ein Lösungsmittelwechsel erforderlich ist.
Nach der Komplexsynthese kann sich die Isolierung des oben beschriebenen rac/meso-Metallocens der Formel Ia anschließen oder das rac/meso-Metallocen-enthaltende Reaktiongemisch wird direkt weiter zum rac/meso-Metallocen der Formel Ib umgesetzt.
Zur Isolierung des rac/meso-Metallocens der Formel Ia wird entweder der ausgefallene Komplex zusammen mit dem entstandenen anorganischen Salz abfiltriert oder das rac/meso-Metallocen wird in einer ausreichenden Menge der bei der Komplexsynthese eingesetz- ten Lösungsmittel, bevorzugt einem aromatischen Lösungsmittel wie z. B. Toluol in Lösung gehalten und von dem entstandenden anorganischen Salz durch Filtration abgetrennt.
Das als Filterkuchen isolierte rac/meso-Metallocen wird gegebenenfalls gewaschen und getrocknet. Das rac/meso-Metallocen kann anschließend von salzartigen Bestandteilen abgetrennt werden.
Das in Lösung vorliegende rac/meso-Metallocen wird gegebenenfalls vom Lösungsmittel befreit und als Feststoff isoliert.
Das rac/meso-Metallocen der Formel Ia wird mit einem rac/meso- Verhältnis von
>20:1 bis <200:1, bevorzugt von >30:1 bis <100:1, besonders bevorzugt von >35:1 bis <60:1, ganz besonders bevorzugt >40:1 bis <50:1 erhalten. Das erhaltene rac/meso-Metallocen kann in reiner Form oder als Gemisch mit weiteren Bestandteilen, wie anorganischen Salzen, oder als Lösung erhalten werden und direkt weiter in der Polymerisation als Katalysatorkomponente eingesetzt werden. Das oben hergestellte reine bzw. mit weiteren Bestandteilen vermischte rac/meso-Metallocen der Formel Ia kann mit einer metall- organischen Verbindung R3M1 zu einem rac/meso-Metallocen der Formel Ib umgesetzt werden.
In der Verbindung R3M1 bedeutet M1 ein Element der 1. bis 3. Hauptgruppe, bevorzugt Lithium, Magnesium oder Aluminium und R3 hat die gleiche Bedeutung wie X in Formel I, außer Halogen. Be- sonders bevorzugt sind, wenn das rac/meso-Metallocen der Formel Ib isolierbar sein soll, metallorganische Verbindungen, bei denen der Rest R3 kein aliphatisch gebundenes ß-Wasserstoffatom trägt. Beispiele für solche Verbindungen sind Lithiumorganyle wie CH3Li, BenzylLi und C6HsLi, sowie Grignardverbindungen wie CH3MgCl, CH3MgBr, CH3MgI, BenzylMgBr, C6H5MgCl und Aluminiumorganyle wie Trimethylaluminium oder Methylaluminoxan.
Die Umsetzung erfolgt in einem gegenüber R3M1 inerten Lösungsmittel bzw. Lösungsmittelgemisch. Geeignete Lösungsmittel sind ali- phatische oder aromatische Lösungsmittel, wie beispielsweise He- xan oder Toluol, etherische Lösungsmittel, wie beispielsweise Te- trahydrofuran (THF) , Diethylether oder Dimethoxyethan (DME) sowie Lösungsmittelgemische aus oben genannten Lösungsmittelklassen wie beispielsweise Toluol/THF, Toluol/DME, Toluol/Hexan/THF oder Hexan/ Diethylether. Die Substitution der Halogenatome am Übergangsmetall wird bei einer Temperatur von - 100°C bis zum Siedepunkt des verwendeten Lösungsmittels bzw. -gemisches, bevorzugt bei einer Temperatur von
ERSATZBUTT REGEL
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- 78°C bis zum Siedepunkt des verwendeten Lösungsmittels bzw. -ge- misches durchgeführt.
Nach erfolgter Umsetzung kann das rac/meso-Metallocen der Formel Ib isoliert werden oder zusammen mit weiteren Bestandteilen di- rekt weiter als Katalysatorkomponente in der Polymerisation eingesetzt werden.
Rac/meso-Metallocene des Typs silylverbrückte unsubstituierte Bi- sindenyl-Komplexe des Hafniums oder Zirkoniums werden bevorzugt folgendermaßen hergestellt.
1 Äquivalent Inden wird bei Raumtemperatur bis 50°C in einem To- luol/THF-Gemisch 100:1 bis 1:5, bevorzugt 20:1 bis 2:1 mit einer Lösung von n-Butyllithium (bevorzugt 1 Äquivalent) deprotoniert und anschließend bei -30°C bis Raumtemperatur mit einem halben Äquivalent eines alky und/oder aryl-substituierten Dichlorsilans, wie z. B. Dimethyldichlorsilan, versetzt und 1 bis 5 Stunden bei Raumtemperatur bis 60°C nachgerührt. Anschließend wird mit einem weiteren Äquivalent Butyllithium bei Raumtemperatur bis 50°C deprotoniert, 1 bis 5 Stunden bei Raumtemperatur bis 50°C nachge- rührt und bei einer Temperatur von -30°C bis 50°C, bevorzugt -10°C bis Raumtemperatur, mit 0.4 bis 1 Äquivalent, bevorzugt 0.45 bis 0.75 Äquivalenten des Tetrachlorids von Zirkonium oder Hafnium umgesetzt und anschließend 1 bis 5 Stunden bei 0°C bis 60°C, bevorzugt bei Raumtemperatur bis 40°C nachgerührt. Das rac/meso-Metallocen Dimethylsilyl-bis-indenyl-hafniumdichlo- rid wird aus dem oben beschriebenen Reaktionsgemisch bevorzugt durch Toluolextraktion vom Lithiumchlorid abgetrennt und nach weitestgehender Entfernung der Lösungsmittels als Niederschlag isoliert . Zur Synthese des rac/meso-Metallocens Dimethylsilyl-bis-indenyl- hafniumdimethyl wird rac/meso-Dimethylsilyl-bis-indenyl-hafnium- dichlorid, entweder nach Isolierung oder als Rohprodukt, d. h. das Reaktionsgemisch der Eintopfsynthese, mit 2 bis 3 Äquivalenten, bevorzugt 2 bis 2.2 Äquivalenten einer käuflichen Lösung ei- nes Methylgrignards, wie Methylmagnesiumchlorid oder Methylmagne- siumbromid, bei einer Temperatur von 0°C bis 100°C umgesetzt. Rac/ meso Dimethylsilyl-bis-indenyl-hafniumdimethyl wird durch Toluolextraktion von anorganischen Nebenprodukten abgetrennt und nach Entfernen des Lösungsmittels als Feststoff isoliert.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat überraschenderweise viele Vorteile. Die Ligandsynthese und die Komplexsynthese kann im selben Reaktionsgefäß durchgeführt werden und eine anschließende weitere Umsetzung zur Substitution der Halogenatome X am Übergangsmetall M kann im gleichen Reaktionsgefäß in den gleichen Lösungsmitteln bzw. Lösungsmittelgemischen durchgeführt werden. Für den Fall, daß die rac/meso-Metallocene in reiner Form isoliert werden sol-
len, wird die Extraktion mit in der Synthese verwendeten Lösungsmitteln, d.h. etherischen und aromatischen Lösungsmitteln, wie z. B. THF Benzol, Toluol, Xylol und Anisol in einem Temperaturbereich von 0°C bis 110°C, bevorzugt 40°C bis 90°C durchgeführt. Somit kann auf die üblicherweise verwendeten chlorierten Lösungsmittel, insbesondere Methylenchlorid, zur Extraktion von Metallocenen verzichtet werden.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten rac/meso-Metal- locene sind chirale Verbindungen der Formel I in einem rac/meso- Verhältnis von bevorzugt
>20:1 bis <200:1, bevorzugt von >30 bis <100, besonders bevorzugt von >35:1 bis <60:1, ganz besonders bevorzugt von >40:1 bis <50:1
wobei
Formel l
M ein Metall der Gruppen Illb, IVb, Vb oder VIb des Periodensystems der Elemente bedeutet und bevorzugt ein Metall der Gruppe IVb wie Ti, Zr oder Hf , besonders bevorzugt Zr und Hf bedeutet,
die Reste X gleich oder verschieden sind, bevorzugt gleich, und ein Wasserstoffatom, eine Cι-C o-kohlenstoffhaltige Gruppe wie
Ci-Cio-Alkyl-, Ci-Cio-Alkoxy-, C6-C20-Aryl- , C6-C20-Aryloxy- , C2-Cι0- Alkenyl-, C -C o-Arylalkenyl-, C -C o-Alkylaryl- oder C8-C o-Aryl- alkenylgruppe, eine -OH-Gruppe, ein Halogenatom oder ein Pseudohalogen wie Nitril bedeuten, wobei lineares oder verzweigtes Ci-Cio-Alkyl und Halogenatome bevorzugt sind und Chlor und Methyl ganz besonders bevorzugt sind,
die Reste R1 und R2 gleich oder verschieden sind, wobei auch Reste mit gleicher Indizierung verschieden sein können, und ein Wasser - Stoffatom, eine Cι-C o-kohlenstoffhaltige Gruppe wie Cχ-Cιo-Alkyl-, Ci-Cio-Alkoxy-, C6-C20-Aryl-, C6-C20-Aryloxy- , C2-C10-Alkenyl- , C7-C o-Arylalkenyl-, C -C o-Alkylaryl- oder Cs-C o-Arylalkenyl-
10 gruppe, eine -OH-Gruppe, ein Halogenatom oder ein Pseudohalogen wie Nitril, oder einen NR5 2-, SR5-, OSiR5 3-, SiR5 3- oder PR5 2-Rest mit R5 in der Bedeutung von X bedeuten, wobei bevorzugt die Reste R2 gleich sind und ein Wasserstoffatom bedeuten und die Reste R1 gleich sind und Wasserstoff oder lineares oder verzweigtes Ci-Cio- Alkyl bedeuten,
die Reste R3 und R4 gleich oder verschieden sind, wobei auch Reste mit gleicher Indizierung verschieden sein können, und ein Wasser - stoffatom, eine Cι-C o-kohlenstoffhaltige Gruppe wie Ci-Cio-Alkyl-, Ci-Cio-Alkoxy-, C6-C20-Aryl-, C6-C2o-Aryloxy-, C2-Cι0-Alkenyl- , C -C o-Arylalkenyl-, C7-C4o~Alkylaryl- oder C8-C40-Arylalkenyl- gruppe, eine -OH-Gruppe, ein Halogenatom oder ein Pseudohalogen wie Nitril, oder einen NR5 -, SR5-, OSiR5 -, SiR5 3- oder PR5 2-Rest mit R5 in der Bedeutung von X bedeuten, oder die Reste R3 und R4 zusammen eine unsubstituierte Butadienyl-Gruppe darstellen, wobei besonders bevorzugt die Reste R3 und R4 Wasserstoff, lineares oder verzweigtes Ci-Cio-Alkyl bedeuten, oder zusammen eine unsubstituierte Butadienyl-Gruppe darstellen,
B eine Brücke zwischen den Liganden bedeutet, die zum Beispiel ein- bis viergliedrig sein kann, wobei ein- und zweigliedrige Brücken bevorzugt sind mit dem Vorbehalt, daß die Reste R1, R2, R3 und R4 nicht alle gleich sind und daß, wenn R3 und R4 zusammen eine unsubstituierte Butadienyl-Gruppe darstellen, R1 und R2 Wasserstoff sind.
Wenn R3 und R4 zusammen eine unsubstituierte Butadienylgruppe darstellen, stellt der mit R3 und R4 substituierte Cyclopentadienyl- ligand eine am Sechsring unsubstituierte Indenylgruppe dar. Beispiele für Brücken B sind
=BR14, =A1R14, -Ge-, -0-, -S-, =S0, =S02 , =NR14 , =C0, =PR14 oder =P(0)R14 ist, wobei R14 und R15 gleich oder verschieden sind und ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder eine Cι-C4o-kohlenstoff ■ haltige Gruppe ist wie eine Ci-Cio-, insbesondere Cι-C4-Alkyl- —-
11 gruppe, eine Cι-Cιo-Fluoralkyl-, insbesondere CF?-Gru pe, eine C6~Cιo- insbesondere C6-C8-Aryl-, eine C6-Cι0-Fluoraryl-, insbesondere Pentaf luorphenylgruppe, eine Ci-Cio-, insbesondere C1-C4- Alkoxygruppe, insbesondere Methoxygruppe, eine C2-Cιo-, insbeson- i dere C2-C4-Alkenylgruppe, eine C -C4o-, insbesondere C -Cι0-Aryl- alkylgruppe, eine C8-C40-, insbesondere C8-Cι2-Arylalkenylgruppe, eine C -C40-, insbesondere C -Cι2-Alkylarylgruppe bedeuten oder R14 und R15 jeweils mit den sie verbindenden Atomen einen Ring bilden und M2 Silizium, Germanium oder Zinn ist.
Die Brücke B bedeutet bevorzugt
R14 R14 R14 R14
M2-
RI5 R15 R15 RI5
wobei M2 Silizium oder Germanium ist und R14 und R15 gleich oder verschieden sind und eine Cι-C4-Alkylgruppe oder eine
C6-Cιo~Arylgruppe bedeuten.
R14 und R15 sind gleich oder verschieden und bedeuten bevorzugt eine Cι-C4-Alkylgruppe, insbesondere Methylgruppe, CF3-Gruppe, C6-C8-Aryl-, Pentafluorphenylgruppe, Ci-Cio-, Cι-C4-Alkoxygruppe, inbesondere Methoxygruppe, C2-C4-Alkenylgruppe, C -Cιo-Arylalkyl- gruppe, C8-Ci2-Arylalkenylgruppe, C -Cι2-Alkylarylgruppe.
Besonders bevorzugt ist B eine Brücke R14R15C=, R14R15Si= oder - CR1 R15-CR14R15-, wobei R14 und R15 gleich oder verschieden sind und ein Wasserstoffatom, eine Cι-C -Alkylgruppe oder eine C6-Cιo-Aryl- gruppe bedeuten.
Die besonders bevorzugten rac/meso-Metallocene der Formel I weisen Kombinationen folgender Molekülfragmente auf:
B: -CH2-CH2-, (H3C)2Si= und (H3C)2C=, bevorzugt (H3C)2Si=
MX2: -ZrCl2, -HfCl2, -Zr(CH3)2, -Hf(CH3)2
Ligand (CpR1R2RR4) : Indenyl, Monoalkylcyclopentadienyl, Dialkyl und Trialkylcyclopen- tadienyl, wobei die Cp-Liganden bevorzugt in 4,5-, 2,4- oder 2, 3, 4-Position alkylsubstituiert sind und Alkyl lineares oder
12 verzweigtes Ci-Cio-Alkyl bedeutet wie Methyl, Etuyl, Prcpyl , iso- propyl, n-Butyl, Isobutyl, tert.-Butyl, Pentyl, Isopentyl, Hexyl oder Decyl . Die Substitutionspositionen werden wie folgt benannt:
Beispiele für rac/meso-Metallocene der Formel I sind nachfolgend genannt:
rac/meso-DimethylsilandiylbisindenylzirkondiChlorid rac/meso-Dimethylmethylenbisindenylzirkondichlorid rac/meso-EthandiylbisindenylzirkondiChlorid rac/meso-Dimethylsilandiylbisindenylzirkondimethyl rac/meso-Dimethylmethylenbisindenylzirkondimethyl rac/meso-Ethandiylbisindenylzirkondimethyl rac/meso-Dimethylsilandiylbisindenylhafniumdichlorid rac/meso-Dimethylmethylenbisindenylhafniumdichlorid rac/meso-Ethandiylbisindenylhafniumdichlorid
rac/meso-Dimethylsilandiylbisindenylhafniumdimethyl rac/meso-Dimethylmethylenbisindenylhafniumdimethyl rac/meso-Ethandiylbisindenylhafniumdimethyl
rac/meso-Dimethylsilandiylbis (2-alkyl-l-cyclopentadienyl) zirkon- dichlorid rac/meso-Dimethylmethylenbis (2-alkyl-l-cyclopentadienyl) zirkon- dichlorid rac/meso-Ethandiylbis (2-alkyl-l-cyclopentadienyl) zirkondichlorid rac/meso-Dimethylsilandiylbis (2-alkyl-l-cyclopentadienyl) zirkon- dimethyl rac/meso-Dimethylmethylenbis (2-alkyl-l-cyclopentadienyl) zirkondimethyl rac/meso-Ethandiylbis (2-alkyl-l-cyclopentadienyl) zirkondimethyl rac/meso-Dimethylsilandiylbis (2-alkyl-l-cyclopentadienyl) hafnium- dichlorid rac/meso-Dimethylmethylenbis (2-alkyl-l-cyclopentadienyl) hafniumdichlorid rac/meso-Ethandiylbis (2-alkyl-l-cyclopentadienyl) hafniumdichlorid rac/meso-Dimethylsilandiylbis (2-alkyl-l-cyclopentadienyl)hafnium- dimethyl rac/meso-Dimethylmethylenbis (2-alkyl-l-cyclopentadienyl) hafnium-
13 dimethyl rac/meso-Ethandiylbis (2-alkyl-l-cyclopentadienyl)ha ιiiumdimethyl
rac/meso-Dimethylsilandiylbis (2, 4-dialkyl-l-cyclopentadienyl) zir- kondichlorid rac/meso-Dimethylmethylenbis (2 , 4-dialkyl-l-cyclopentadienyl) zir- kondichlorid rac/meso-Ethandiylbis (2 , 4-dialkyl-l-cyclopentadienyl) zirkondich- lorid rac/meso-Dimethylsilandiylbis (2, 4-dialkyl-l-cyclopentadienyl) zirkondimethyl rac/meso-Dimethylmethylenbis (2 , 4-dialkyl-l-cyclopentadienyl) zirkondimethyl rac/meso-Ethandiylbis (2, 4-dialkyl-l-cyclopentadienyl) zirkondime- thyl rac/meso-Dimethylsilandiylbis (2, 4-dialkyl-l-cyclopentadienyl) hafniumdichlorid rac/meso-Dimethylmethylenbis (2, -dialkyl-l-cyclopentadienyl) hafniumdichlorid rac/meso-Ethandiylbis (2 , 4-dialkyl-l-cyclopentadienyl) hafniumdichlorid rac/meso-Dimethylsilandiylbis (2, 4-dialkyl-l-cyclopentadienyl)haf- niumdimethyl rac/meso-Dimethylmethylenbis (2 , 4-dialkyl-l-cyclopentadienyl) haf- niumdimethyl rac/meso-Ethandiylbis (2, 4-dialkyl-l-cyclopentadienyl)hafniumdimethyl
rac/meso-Dimethylsilandiylbis (2,3, 4-trialkyl-l-cyclopentadie- nyl) zirkondichlorid rac/meso-Dimethylmethylenbis (2,3, 4-trialkyl-l-cyclopentadie- nyl) zirkondichlorid rac/meso-Ethandiylbis (2,3, 4-trialkyl-l-cyclopentadienyl) zirkondichlorid rac/meso-Dimethylsilandiylbis (2, 3, 4-trialkyl-l-cyclopentadie- nyl) zirkondimethyl rac/meso-Dimethylmethylenbis (2,3, 4-trialkyl-l-cyclopentadie- nyl) zirkondimethyl rac/meso-Ethandiylbis (2, 3, 4-trialkyl-l-cyclopentadienyl) zirkondi- methyl rac/meso-Dimethylsilandiylbis (2,3, 4-trialkyl-l-cyclopentadie- nyl) afniumdichlorid rac/meso-Dimethylmethylenbis (2,3, -trialkyl-l-cyclopentadie- nyl) hafniumdichlorid rac/meso-Ethandiylbis (2,3, 4-trialkyl-l-cyclopentadienyl) hafniumdichlorid rac/meso-Dimethylsilandiylbis (2,3, -trialkyl-l-cyclopentadie-
14 nyl ) hafniumdimethyl rac/meso-Dimethylmethylenbis (2,3, 4-trιalkyl-l-cycloρentadie- nyl) hafniumdimethyl rac/meso-Ethandiylbis (2,3, 4-trialkyl-l-cyclopentadienyl) afnium- dimethyl
In den vorstehend genannten Metallocenen hat Alkyl die Bedeutung von linearem oder verzweigtem Ci-Cio-Alkyl wie Methyl, Ethyl, Pro- pyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, tert.-Butyl, Pentyl , Isopen - tyl, Hexyl oder Decyl . Bei den Dialky- beziehungsweise Trialkyl- substituierten Metallocenen können die Alkylreste gleich oder verschieden sein. So umfaßt rac/meso-Dimethylsilandiylbis (2 , 4-dialkyl-l-cyclopentadienyl) zirkondichlorid z.B. die Me- tallocene rac/meso-Dimethylsilandiyl-bis (2-methyl-4-t-butyl-l-cy- clopentadienyl) zirkondichlorid oder auch rac/meso-Dimethylsilandiylbis (2 , 4-dimethyl-l-cyclopentadienyl) zirkondichlorid.
Bevorzugt sind auch die in den Ausführungsbeispielen verwendeten Metallocene der Formel I.
Die erfindungsgemäßen rac/meso-Metallocene können überraschenderweise direkt als Katalysatorkomponente zur Herstellung hochiso- taktischer Polyolefine eingesetzt werden, ohne daß eine Isolierung der rac-Form notwendig ist. Ein solches Katalysatorsystem enthält mindestens einen Cokatalysator und mindestens ein rac/ meso-Metallocen. Es können auch Metallocen-Mischungen verwendet werden, z. B. Mischungen von zwei oder mehr rac/meso-Metallocenen der Formel I oder Mischungen eines oder mehrerer rac/meso-Metallocene der Formel I mit einem oder mehreren davon verschiedenen Metallocenen wie einem Bis-indenyl-Metallocen, das im Sechsring des Indenylliganden substituiert ist. Solche sechsringsubsti - tuierten Metallocene sind z. B. in EP-A-0 646 604 beschrieben. Darüberhinaus kann das rac/meso-Metallocen auch in geträgerter Form zur Olefinpolymerisation eingesetzt werden.
Die Cokatalysatorkomponente, die im Katalysatorsystem enthalten sein kann, enthält mindestens eine Verbindung vom Typ eines Alu- minoxans oder einer anderen Lewis-Säure oder eine ionische nicht - koordinierende Verbindung, die durch Reaktion mit einem Metallo- cen dieses in eine kationische Verbindung überführt. Als Alumino - xan wird bevorzugt eine Verbindung der allgemeinen Formel II
(R A10)p (II)
verwendet. Aluminoxane können cyclisch wie in Formel III
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oder linear wie in Formel IV
oder vom Cluster-Typ wie in Formel V sein, wie sie in neuerer Literatur beschrieben werden, vgl. JACS 117 (1995), 6465-74, Orga- nometallics 13 (1994), 2957-1969.
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/
Die Reste R in den Formeln (II), (III), (IV) und (V) können gleich oder verschieden sein und eine Cχ-Co-Kohlenwasserstoff- 35 gruppe wie eine Cι-Cιo-Alkylgruppe, eine
C6-C2o~Arylgruppe oder Wasserstoff bedeuten, und p eine ganze Zahl von 2 bis 20, bevorzugt 10 bis 35 bedeuten.
Bevorzugt sind die Reste R gleich und bedeuten Methyl, Isobutyl, 40 n-Butyl, Phenyl oder Benzyl, besonders bevorzugt Methyl.
Sind die Reste R unterschiedlich, so sind sie bevorzugt Methyl und Wasserstoff, Methyl und Isobutyl oder Methyl und n-Butyl, wobei Wasserstoff oder Isobutyl oder n-Butyl bevorzugt zu 0,01 bis 45 40 % (Zahl der Reste R) enthalten sind.
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Das Aluminoxan kann auf versch- edenβ Arten hergestellt werden. Nach einer bekannten Methoden wird eine AluminiumkohlenwasserstoffVerbindung und/oder eine Hydridoaluminiumkohlenwasserstoff - Verbindung mit Wasser (gasförmig, fest, flüssig oder gebunden - beispielsweise als Kristallwasser) in einem inerten Lösungsmittel, wie Toluol, umgesetzt. Zur Herstellung eines Aluminoxans mit verschiedenen Alkylgruppen R werden entsprechend der gewünschten Zusammensetzung und Reaktivität zwei verschiedene Aluminiumtrial- kyle (A1R3 + AIR' 3) mit Wasser umgesetzt (vgl. S. Pasynklewicz, Polyhedron 9 (1990) 429 und EP-A-302 424) .
Unabhängig von der Art der Herstellung ist allen Aluminoxanlösun- gen ein wechselnder Gehalt an nicht umgesetzter Aluminiumaus - gangsverbindungen, die in freier From oder als Addukt vorliegt, gemeinsam.
Als Lewis-Säure werden außer Aluminoxan z. B. auch andere aluminiumorganische Verbindungen oder bororganische Verbindungen verstanden, die Cι-C o-kohlenstoffhaltige Gruppen enthalten, wie ver- zweigte oder unverzweigte Alky- oder Halogenalkyl, wie Methyl, Propyl, Isopropyl, Isobutyl, Trifluormethyl, ungesättigte Gruppen, wie Aryl oder Halogenaryl, wie Phenyl, Toloyl, Benzylgrup- pen, p-Fluorphenyl, 3, 5-Difluorophenyl, Pentachlorphenyl, Penta- fluorophenyl, 3, 4, 5-Trifluorophenyl und 3, 5-Di (trifluorome- thyl) phenyl.
Besonders bevorzugt sind bororganische Verbindungen. Beispiele für solche bororganischen Verbindungen sind Trifluorboran, Tri- phenylboran, Tris (4-fluorophenyDboran, Tris (3 , 5-difluorophe- nyDboran, Tris (4-fluorophenyDboran, Tris (pentafluorophenyDboran, Tris (tolyDboran, Tris (3, 5-dimethylphenyl)boran, Tris (3 , 5-difluorophenyDboran und/oder Tris (3, 4, 5-trifluorophenyDboran. Besonders bevorzugt ist Tris (pentafluorophenyDboran.
Als ionische nichtkoordinierende Cokatalysatoren werden z. B. Verbindungen verstanden, die ein nicht koordierendes Anion enthalten, wie Tetrakis (pentafluorophenyl )borate, Tetraphenylborate, SbF6-, CF3S03- oder CIO4-. Als kationisches Gegenion werden Lewis- Säuren wie Methylamin, Anilin, Dimethylamin, Diethylamin, N-Me- thylanilin, Diphenylamin, N,N-Dimethylanilin, Trimethylamin, Triethylamin, Tri-n-butylamin, Methyldiphenylamin, Pyridin, p-Bromo-N,N-dimethylanilin, p-Nitro-N,N-dimethylanilin, Triethyl - phosphin, Triphenylphosphin, Diphenylphosphin, Tetrahydrothiophen und Triphenylcarbenium eingesetzt.
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Beispiele für solche ionischen Verbindungen sind Triethylammoniumtetra (phenyl )borat, Tributylammoniuu tra (phe- nyDborat, Trimethylammoniumtetra (phenyl)borat, Tributylammonium- tetra (tolyl)borat, Tributylammoniumtetra (pentafluorophenyl)borat, Tributylammoniumtetra (pentafluorophenyl ) aluminat , Tripropylammoniumtetra (dimethylphenyl ) borat , Tributylammoniumtetra ( trifluoromethylphenyDborat, Tributylammoniumtetra (4-fluorophenyl ) borat , N, N-Dimethylanilintetra (phenyl ) borat , N, N-Diethylaniliniumte - tra (phenyl ) borat ,
N, N-dimethylaniliniumtetrakis (pentafluorophenyl ) borate , N,N-Dimethylaniliniumtetrakis (pentafluorophenyl) aluminat, Di (propyl) ammoniumtetrakis (pentafluorophenyl) borat, Di (cyclohexyl) ammoniumtetrakis (pentafluorophenyl) borat, Triphenylphosphoniumtetrakis (phenyl) borat, Triethylphosphoniumtetrakis (phenyl ) borat , Diphenylphosphoniumtetrakis (phenyl ) borat , Tri (methylphenyl ) phosphoniumetrakis (phenyl ) borat , Tri (dimethylphenyDphosphoniumtetrakis (phenyDborat, Triphenylcarbeniumtetrakis (pentafluorophenyl) borat, Triphenylcarbeniumtetrakis (pentafluorophenyl) aluminat, Triphenylcarbeniumtetrakis (phenyl) aluminat, Ferroceniumtetrakis (pentafluorophenyl) borat und/oder Ferroceniumtetrakis (pentafluorophenyl) aluminat .
Bevorzugt sind Triphenylcarbeniumtetrakis (pentafluorophenyl) borat und/oder
N,N-Dimethylaniliniumtetrakis (pentafluorophenyl) borat.
Es können auch Gemische mindestens einer Lewis-Säure und minde- stens einer ionischen Verbindung eingesetzt werden.
Als Cokatalysatorkomponenten sind ebenfalls Boran- oder Carboran-
Verbindungen wie 7, 8-Dicarbaundecarboran (13) ,
Undecahydrid-7 , 8-dimethyl-dicarbaundecaboran, Dodecahydrid-l-phenyl-1, 3-dicarbonaboran,
Tri (butyl) ammoniumdecahydrid-8-ethyl-7 , 9-dicarbaundecaborat,
4-Carbanonaboran (14) Bis (tri (butyl) ammonium)nonaborat,
Bis (tri (butyl) ammonium) undecaborat , Bis (tri (butyl) ammonium) dode - caborat, Bis ( tri (butyl ) ammonium) decachlorodecaborat ,
Tri (butyl ) ammonium-1-carbadecaborate , Tri (butyl ) ammonium-1-carba - dodecaborate,
Tri (butyl) ammonium-1-trimethylsilyl-l-carbadecaborate,
Tri (butyl) ammoniumbis (nonahydrid-1 , 3-dicarbonnonaborat) cobal- täte (III) ,
Tri (butyl) ammoniumbis (undecahydrid-7 , 8-dicarbaundecaborat) fer-
18 rat ( III ) von Bedeutung.
Das rac/meso-Metallocen/Cokatalysatorsystem kann ungeträgert oder bevorzugt auch geträgert in der Olefinpolymerisation eingesetzt werden.
Die Trägerkomponente des erfindungsgemäßen Katalysatorsystems kann ein beliebiger organischer oder anorganischer, inerter Fest- Stoff sein, insbesondere ein poröser Träger wie Talk, anorganischer Oxide oder feinteilige Polymerpulver, wie Polyolefine.
Geeignet sind anorganische Oxide von Elementen der Gruppen 2,3, 4, 5, 13, 14, 15 und 16 das Periodensystem der Elemente. Bei- spiele für als Träger bevorzugte Oxide umfasssen Siliciumdioxid, Aluminiumoxid, sowie Mischoxide der beiden Elemente und entsprechende Oxid-Mischungen. Andere anorganische Oxide, die allein oder in Kombination mit den zuletzt genannten bevorzugten oxiden Trägern eingesetzt werden kölnnen, sind MgO, Zr02 oder B203, um nur einige zu nennen.
Die verwendeten Trägermaterialien weisen eine spezfische Oberfläche im Bereich von 10 m2/g bis 1000 m2/g, ein Porenvolumen im Bereich von 0,1 ml/g bis 5 ml/g und eine mittlere Partikelgröße von 1 μm bis 500 μm auf. Bevorzugt sind Träger mit einer spezfischen Oberfläche im Bereich von 50 μm bis 500 μm, einem Porenvolumen im Bereich zwischen 0,5 ml/g und 3,5 ml/g und einer mittleren Partikelgröße im Bereich von 5 μm bis 350 μm. Besonders bevorzugt sind Träger mit einer spezifischen Oberfläche im Bereich von 200 m2/g bis 400 m2/g, einem Porenvolumen im Bereich zwischen 0,8 ml/g bis 3,0 ml/g und einer mittleren Partikelgröße von 10 μm bis 200 μm.
Wenn das verwendete Trägermaterial von Natur aus einen geringen Feuchtigkeitsgehalt oder Restlösemittelgehalt aufweist, kann eine Dehydratisierung oder Trocknung vor der Verwendung unterbleiben. Ist dies nicht der Fall, wie bei dem Einsatz von Silicagel als Trägermaterial, ist eine Dehydratisierung oder Trocknung empfehlenswert. Der Gewichtsverlust beim Glühen (LOI = Loss on igni- tion) sollte 1 % oder weniger betragen. Die thermische Dehydrati- sierung oder Trocknung des Trägermaterials kann unter Vakuum und gleichzeitiger Inertgasüberlagerung, wie Stickstoff, erfolgen. Die Trocknungstemperatur liegt im Bereich zwischen 100°C und 1000°C, vorzugsweise zwischen 200°C und 800°C. Der Parameter Druck ist in diesem Fall nicht entscheidend. Die Dauer des Trocknung - sprozessess kann zwischen 1 und 24 Stunden betragen. Kürzere oder längere Trocknungsdauern sind möglich, vorausgesetzt, daß unter den gewählten Bedingungen die Gleichgewichtseinstellung mit den
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Hydroxylgruppen auf der Trägercberf äche erfolgen kann, was normalerweise zwischen 4 und 8 Stunden erfordert.
Eine Dehydratisierung oder Trocknung des Trägermaterials ist auch 5 auf chemischen Wege möglich, indem das adsorbierte Wasser und die Hydroxylgruppe auf der Oberfläche mit geeigneten Inertisierungs- mitteln zur Reaktion gebracht werden. Durch die Umsetzung mit dem Inertisierungsreagenz können die Hydroxylgruppen vollständig oder auch teilweise in eine Form überführt werden, die zu keiner nega-
10 tiven Wechselwirkung mit den katalytisch aktiven Zentren führen. Geeignete Inertisierungsmittel sind beispielsweise Siliciumhalo- genide und Silane, wie Siliciumtetrachlorid, Chlortrimethylsilan, Dimethylaminotrichlorsilan oder metallorganische Verbindungen von Aluminium-, Bor und Magnesium wie Trimethylaluminium, Triethyla-
15 luminium, Triisobutylaluminium, Triethylboran, Dibutylmagnesium oder auch Aluminocene wie Methylaluminocan. Die chemische Dehydratisierung oder Inertisierung des Trägermaterials kann dadurch erfolgen, daß man unter Luft- und Feuchtigkeitsausschluß eine Suspension des Trägermaterials in einem geeigenten Lösemittel mit
20 dem Inertisierungsreagenz in reiner Form oder gelöst in einem geeigneten Lösemittel zur Reaktion bringt. Geeignete Lösemittel sind aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoff, wie Pentan, Hexan, Heptan, Toluol oder Xylol . Die Inertisierung erfolgt bei Temperaturen zwischen 25°C und 120°C, bevorzugt zwischen 50°C und
25 70°C. Höhere und niedrigere Temperaturen sind möglich. Die Dauer der Reaktion beträgt zwischen 30 Minuten und 20 Stunden, bevorzugt 1 bis 5 Stunden. Nach dem vollständigen Ablauf der chemischen Dehydratisierung wird das Trägermaterial durch Filtration unter Inertbedingungen isoliert, ein- oder mehrmals mit geeigne-
30 ten inerten Lösemitteln wie sie bereits zuvor beschrieben worden sind gewaschen und anschließend im Inertgasstrom oder am Vakuum getrocknet.
Organische Trägermaterialien wie feinteilige Polyolefinpulver, 35 wie Polyethylen, Polypropylen oder Polystyrol, können auch verwendet werden und sollten ebenfalls vor dem Einsatz von anhaftender Feuchtigkeit, Lösemittelresten oder anderen Verunreinigungen durch entsprechende Reinigungs- und Trocknungsoperationen befreit werden . 40
Zur Darstellung des geträgerten Katalysatorsystems kann beispielsweise mindestens eine der oben beschriebenen rac/meso-Me- tallocen-Komponenten in einem geeigneten Lösemittel mit der Coka- talysatorkomponente in Kontakt gebracht, um ein lösliches Reakti- 5 onsprodukt zu erhalten. Das lösliche Reaktionsprodukt wird dann zum dehydratisierten oder inertisierten Trägermaterial gegeben, das Lösemittel entfernt und das resultierende geträgerte rac/
20 meso-Metallocen-Katalysatorsys em getrocknet, um sicherzustellen, daß das Lösemittel vollständig oder zum großen Teil aus den Poren des Trägermaterials entfernt wird. Der geträgerte Katalysator wird als frei fließendes Pulver erhalten.
Alternativ zu oben beschriebenen Trägerungsverfahren sind auch andere Zugabereihenfolgen von rac/meso-Metallocenen, Cokatalysa- toren und Träger möglich.
Ein Verfahren zur Darstellung eines frei fließenden und gegebenenfalls vorpolymerisierten geträgerten Katalysatorsystems umfaßt die folgende Schritte
a) Herstellung einer voraktivierten rac/meso-Metallocene/Cokata- lysator-Mischung in einem geeigenten Lösemittel, wobei die rac/meso-Metallocen-Komponente eine der zuvor beschriebenen Strukturen besitzt.
b) Aufbringen der voraktivierten rac/meso-Metallocen/Cokatalysa- torlösung auf einen porösen, im allgemeinen anorganischen de- hydratisierten Träger
c) Entfernen des Hauptanteils an Lösemittel von der resultierenden Mischung
Isolierung des geträgerten Katalysatorsystems
e) Gegebenenfalls eine Vorpolymerisation des erhaltenen geträgerten Katalysatorsystems mit einem oder mehreren olefini- sehen Monomer (en), um ein vorpolymerisiertes geträgertes Katalysatorsystem zu erhalten.
Bevorzugte Lösemittel für die Herstellung der voraktivierten rac/ meso-Metallocen-Cokatalysator-Mischung sind Kohlenwasserstoff und Kohlenwasserstoffgemische, die bei der gewählten Reaktionstempe- ratur flüssig und in denen sich die Einzelkomponente bevorzugt lösen. Die Löslichkeit der Einzelkomponenten ist aber keine Voraussetzung, wenn sichergestellt ist, daß das Reaktionsprodukt aus rac/meso-Metallocen- und Cokatalysatorkomponente in dem gewählten Lösemittel löslich ist. Beispiele für geeignete Lösemittel umfassen Alkane wie Pentan, Isopentan, Hexan, Heptan, Octan, und No- nan, Cycloalkane wie Cyclopentan und Cyclohexan, und Aromaten wie Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Diethylbenzol . Ganz besonders bevorzugt ist Toluol.
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Die bei der Präparation des geträgerten Katalysatorsystems eingesetzten Mengen an Cokatalysatoren wie Aluminoxan und rac/rnaso-.fe- tallocen können über einen weiten Bereich variiert werden. Bevorzugt wird im Falle von Aluminoxan ein molares Verhältnis von Alu- minium zum Übergangsmetall im Metallocen von 10:1 bis 1000:1 eingestellt, ganz besonders bevorzugt ein Verhältnis von 50:1 bis 500:1. Im Fall von Methylaluminoxan werden bevorzugt 30%ige toluolische Lösungen eingesetzt, die Verwendung von 10%igen Lösungen ist aber auch möglich.
Das erfindungsgemäße rac/meso-Metallocen kann voraktiviert werden. Zur Voraktivierung kann das rac/meso-Metallocen in Form eines Feststoffes in einer Lösung des Cokatalysators wie Aluminoxan in einem geeigneten Lösemittel aufgelöst. Es ist auch möglich, das rac/meso-Metallocen getrennt in einem geeigneten Lösemittel aufzulösen und diese Lösung anschließend mit der Cokatalysator- Lösung wie Aluminoxan-Lösung zu vereinigen. Es ist ebenfalls möglich, das in der Metallocensynthese erhaltene rac/meso-Metallo- cen-haltige Reaktionsgemisch mit der Cokatalysatorlösung, z. B. Aluminoxanlösung zu vereinigen. Bevorzugt wird Toluol als Lösungsmittel verwendet. Die Voraktivierungszeit beträgt 1 Minute bis 200 Stunden. Die Voraktivierung kann bei Raumtemperatur (25°C) stattfinden. Die Anwendung höherer Temperaturen kann im Einzelfall die erforderliche Dauer der Voraktivierung verkürzen und eine zusätzliche Aktivitätssteigerung bewirken. Höhere Temperatur bedeutet in diesem Fall ein Bereich zwischen 50°C und 100°C.
Die voraktivierte Lösung kann anschließend mit einem inerten Trägermaterial, üblicherweise Kieselgel, das in Form eines trockenen Pulvers oder als Suspension in einem der oben genannten Lösemittel vorliegt, vereinigt werden. Bevorzugt wird das Kieselgel als Pulver eingesetzt. Die Reihenfolge der Zugabe ist dabei beliebig. Die voraktivierte Metallocen-Cokatalysator-Lösung kann zum vorgelegten Trägermaterial dosiert, oder aber das Trägermaterial in die vorgelegte Lösung eingetragen werden.
Das Volumen der voraktivierten Lösung kann 100 % des Gesamtporen- volumens des eingesetzten Trägermaterials überschreiten oder aber bis zu 100 % des Gesamtporenvolumens betragen. Bevorzugt ist da- bei ein Bereich von 100 bis 500 %, besonders bevorzugt 110 bis 300 % des Gesamtporenvolumens oder aber 50 % bis 100 % bwz . bevorzugt 70 bis 95 %.
Die Temperatur, bei der die voraktivierte Lösung mit dem Träger - material in Kontakt gebracht wird, kann im Bereich zwischen 0°C und 100°C variieren. Niedrigere oder höhere Temperaturen sind aber auch möglich. Nach der Vereinigung von Trägermaterial und
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Lösung wird die Mischung ncch etwa 3 Minute bis 1 Stunde, bevorzugt 5 Minuten bei dieser Temperatur gehalten.
Anschließend wird das Lösemittel vollständig oder zum großen Teil vom geträgerten Katalysatorsystem entfernt, wobei die Mischung gerührt und gegebenenfalls auch erhitzt werden kann. Bevorzugt wird sowhl der sichtbare Anteil des Lösemittels als auch der Anteil in den Poren des Trägermaterials entfernt. Das Entfernen des Lösemittels kann in konventioneller Art und Weise unter Anwendung von Vakuum und/oder Spülen mit Inertgas erfolgen. Beim Trocknung - Vorgang kann die Mischung erwärmt werden, bis das freie Lösemittel entfernt worden ist, was üblicherweise 1 bis 3 Stunden bei einer vorzugsweise gewählten Temperatur zwischen 30°C und 60°C erfordert. Das freie Lösemittel ist der sichtbare Anteil an Löse- mittel in der Mischung. Unter Restlösemittel versteht man den Anteil, der in den Poren eingeschlossen ist.
Alternativ zu einer vollständigen Entfernung des Lösemittels kann das geträgerte Katalysatorsystem auch nur bis zu einem gewissen Restlösemittelgehalt getrocknet werden, wobei das freie Lösemittel vollständig entfernt worden ist. Anschließend kann das geträgerte Katalysatorsystem mit einem niedrig siedenden Kohlenwasserstoffrest wie Pentan oder Hexan gewaschen und erneut getrocknet werden .
Das geträgerte Katalysatorsystem kann entweder direkt zur Polymerisation von Olefinen eingesetzt oder vor seiner Verwendung in einem Polymerisationsprozeß mit einem oder mehreren olefinischen Monomeren vorpolymerisiert werden. Dazu wird beispielsweise das geträgerte Katalysatorsystem in einem inerten Kohlenwasserstoff wie etwa Hexan suspendiert und bei einer Temperatur von 0°C bis 60°C in Gegenwart von mindestens einem Olefin wie beispielsweise Ethylen, Propylen, Hexen, Buten oder 4-Methyl-1-penten vorpoly- mersiert. Anschließend kann das vorpolymerisierte Katalysatorsy- stem bis zur Rieselfähigkeit getrocknet werden. Alternativ kann auch diese Suspension direkt für die Polymerisation verwendet werden. Eine weitere mögliche Ausgestaltungsvariante besteht darin, das Katalysatorsystem in der Gasphase vorzupolymerisieren. Dazu wird unter Rührung mindestens ein Olefin obiger Bedeutung durch das in Pulverform vorliegende Katalysatorsystem geleitet.
Als Additiv kann während oder nach der Herstellung des geträgerten Katalysatorsystems eine geringe Menge eines α-Olefins, wie Styrol, als aktivitätssteigernde Komponente oder eines Antistati- kums, wie in US Serial No. 08/365280 beschrieben, zugesetzt werden.
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Die vorliegende Erfindung betrifft euch ein Verfahren zur Herstellung eines Polyolefins durch Polymerisation einer oder mehrerer Olefine in Gegenwart des erfindungsgemäßen Katalysatorsystems enthaltend mindestens ein rac/meso- Metallocen der Formel I. Un- ter dem Begriff Polymerisation wird eine Homopolymerisation wie auch eine Copolymerisation verstanden.
Das geträgerte Katalysatorsystem kann für die Polymerisation von Olefinen in Kombination mit einem Aluminiumalkyl oder einem Alu- minoxan als Scavenger eingesetzt werden. Die löslichen Aluminiumkomponenten werden dem Monomeren zugesetzt und diente zur Reinigung des Monomeren von Substanzen, die die Katalysatoraktivität beeinträchtigen können. Die Menge der zugesetzten Aluminiumkomponente hängt von der Qualität der eingesetzten Monomere ab.
Bevorzugt werden Olefine der Formel Ra-CH=CH-Rb polymerisiert, worin Ra und Rb gleich oder verschieden sind und ein Wasserstoffatom oder einen kohlenstoffhaltigen Rest mit 1 bis 20 C-Atomen, insbesondere 1 bis 10 C-Atome, bedeuten, und Ra und Rb zusammen mit den sie verbindenden Atomen einen oder mehrere Ringe bilden können .
Beispiele für solche Olefine sind 1-Olefine mit 2 bis 40, vorzugsweise 2 bis 10 C-Atomen, wie Ethen, Propen, 1-Buten, 1-Pen- ten, 1-Hexen, 4-Methyl-l-penten oder 1-Octen, Styrol, Diene wie 1, 3-Butadien, 1, 4-Hexadien, Vinylnorbornen, Norbornadien, Ethyl- norbornadien und cyclische Olefine wie Norbornen, Tetracyclodode- cen oder Methylnorbornen. Bevorzugt werden in dem erfindungsgemäßen Verfahren Propen oder Ethen homopolymerisiert , oder Propen mit Ethen und/oder mit einem oder mehreren 1-Olefinen mit 4 bis 20 C-Atomen, wie Hexen, und/oder einem oder mehreren Dienen mit 4 bis 20 C-Atomen, wie 1, 4-Butadien, Norbornadien, Ethylidennorbor- nen oder Ethylnorbornadien, copolymerisiert . Beispiele solcher Copolymere sind Ethylen/Propen-Copolymere oder Ethen/Pro- pen/1, 4-Hexadien-Terpolymere.
Die Polymerisation wird bei einer Temperatur von -60°C bis 300°C, bevorzugt 50°C bis 200°C, ganz besonders 50°C bis 80°C durchgeführt. Der Druck beträgt 0,5 bar bis 2000 bar, bevorzugt 5 bar bis 64 bar.
Die Polymerisation kann in Lösung, in Masse, in Suspension oder in der Gasphase kontinuierlich oder diskontinuierlich, ein- oder mehrstufig durchgeführt werden.
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Als Molmassenregler und/oder z r Steigerung der Aktivität wird, falls erforderlich, Wasserstoff zugegeben.
Die mit dem erfindungsgemäßen Katalysatorsystem hergestellten Po- lymere zeigen eine gleichmäßige Kornmorphologie und weisen keine Feinkornanteile auf. Bei der Polymerisation mit dem erfindungsgemäßen Katalysatorsystem treten keine Beläge oder Verbackungen auf .
Mit dem erfindungsgemäßen Katalysatorsystem können hochisotakti- sche Polyolefine, wie Polypropylen mit hoher Stereo- und Regios- pezifität erhalten werden.
Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Beispiele näher er- läutert.
Alle Glasgeräte wurden im Vakuum ausgeheizt und mit Argon gespült. Alle Operationen wurden unter Ausschluß von Feuchtigkeit und Sauerstoff in Schlenkgefäßen durchgeführt. Die verwendeten Lösemittel wurden unter Argon jeweils frisch über Na/K-Legierung destilliert und in Schlenkgefäßen aufbewahrt.
Es bedeuten:
VZ = Viskositätszahl in cm3/g Mw = Molmassengewichtmittel in g/mol (ermittelt durch Gelpermeationschromatographie)
Mw/Mn = Molmassendispersität
Schmp. = Schmelzpunkt in °C (ermittelt mit DSC,
20°C/min. Aufheiz/Abkühlgeschwindigkeit II = Isotaktischer Index (II = num + 0,5) niSO = (niso = 1 + [2 mm/mr]
II und niso ermittelt durch 13C-NMR-Spektroskopie
Synthese von rac/meso-Metallocenen
Beispiel A
rac/meso-Dimethylsilandiylbisindenylhafniumdimethyl (1)
23.6 g (44 mmol) rac/meso-Dimethylsilandiylbisindenylhafniumdich- lorid (1) wurden in 700 ml Toluol vorgelegt und nach Zugabe von 30 ml (90 mmol) einer 3 molaren Methylmagnesiumbromid-Lösung in Diethylether wurde das entstandene Lithiumbromid abfiltriert. Nach weitestgehendem Entfernen des Lösungsmittels kristallisiert rac/meso-Dimethylsilandiylbisindenylhafniumdimethyl (2) als gel-
25 ber Feststoff aus. Nach Isolierung wurden IC.l ς (56 %) (2) (rac/ meso 36:1) erhalten.
Beispiel B rac/meso-Dimethylsilandiylbisindenylzirkoniumdichlorid (2)
Eine Lösung von 50 g (387 mmol) Inden (90 %ig) in 320 ml Toluol und 48 ml THF wurde bei Raumtemperatur mit 150 ml (400 mmol) einer 20 % Lösung von Butyllithium in Toluol versetzt und für eine Stunde bei Raumtemperatur nachgerührt. Anschließend wurde die
Suspension auf - 10°C gekühlt und mit 23.5 ml (200 mmol) Dimethyl - dichlorsilan versetzt. Nach einer einstündigen Nachrührzeit wurden 150 ml (400 mmol) einer 20 % Lösung von Butyllithium in Toluol zugegeben, und das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde nachge- rührt. 46 g (197 mmol) Zirkoniumtetrachlorid wurden zum Reaktionsgemisch gegeben, die orange Suspension 2 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt, filtriert und mit 100 ml THF nachgewaschen. Der Filterkuchen wurde isoliert und getrocknet und von einer repräsentativen Probe wurde ein 1H-NMR aufgenommen. (2) wurde mit einem rac/meso-Verhältnis von 32:1 erhalten.
Polymerisationsbeispiele
Beispiel 1
Ein trockener 24 dm3-Reaktor wurde mit Propylen gespült und mit 12 dm3 flüssigem Propylen und 25 cm3 toluolischer Methylalumino- xanlösung (entsprechend 37 mmol AI , mittlerer Oligomerisierungs- grad war p = 22) befüllt. Der Inhalt wurde bei 30°C 5 Minuten bei 250 Upm gerührt. Parallel dazu wurden 25 mg des Metallocens (1) aus Beispiel A, DimethylsilandiyIbis (1-indenyl) hafniumdimethyl als rac/meso = 36 : 1-Mischung in 10 cm3 toluolischer Methylalumi- noxanlösung (17 mmol AI) gelöst und durch 5 minütiges Stehenlassen voraktiviert. Die Lösung wurde in den Reaktor gegeben und es wurde eine Stunde bei 70°C polymerisiert.
Es wurden 1,45 kg Polymer erhalten. Die Metallocenaktivität betrug 58.0 kgPP/gMet.
Am Polymeren wurden folgende Eigenschaften ermittelt: VZ= 165 cm3/g; Molmasse Mw = 172000 g/mol, Mw/Mn = 2,2; Schmelz - punkt 144°C;
11 = 94,7 ; nlso = 43.
Beispiel 2
Ein trockener 24 dm3-Reaktor wurde mit Propylen gespült und mit
12 dm3 flüssigem Propylen und 25 cm3 toluolischer Methylalumino- xanlόsung (entsprechend 37 mmol AI , mittlerer Oligomerisierungs-
26 grad war p = 22) befüllt. Der J.nhal wurde bei 20°C 5 Minuten bei 250 Upm gerührt. Parallel dazu wurden 1,5 mg des Metallocens (2) aus Beispiel B, Dimethylsilandiylbis (1-indenyl) zirkondichlorid als rac/meso = 32 : 1-Mischung in 10 cm3 toluolischer Methylalumi- noxanlösung (17 mmol AI) gelöst und durch 5 minütiges Stehenlassen voraktiviert. Die Lösung wurde in den Reaktor gegeben und es wurde eine Stunde bei 70°C polymerisiert.
Es wurden 1,06 kg Polymer erhalten. Die Metallocenaktivität betrug 705 kgPP/gMet. A Polymeren wurden folgende Eigenschaften ermittelt:
VZ= 47 cm3/g; Molmasse Mw = 39800 g/mol, Mw/Mn = 2,0; Schmelzpunkt
145°C;
II = 95,1 %; niso = 46.
Beispiel 3
Darstellung des geträgerten Katalysatorsystems:
193 mg (0.36 mmol) Dimethylsilandiylbisindenylhafniumdimethyl (rac/meso 36:1, Verbindung (1) aus Beispiel A) wurden bei Raumtemperatur in 18 cm3 (84 mmol AI) 30%iger toluolischer Methylalu- minoxan-Lösungl) gelöst. Der Ansatz wurde mit 50 cm3 Toluol verdünnt und 10 min bei 25°C gerührt. In diese Lösung wurden 15 g Si02 2) langsam eingetragen. Nach beendeter Zugabe wurde der Ansatz 5 min bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend wurde der Ansatz innerhalb von 2 h bei 40°C unter Vakuum bis zur Trockne eingeengt und der Rückstand 5 h bei 25°C und 10"3 mbar getrocknet. Es wurden 22 g eines frei fließenden, orangefarbenen Pulvers erhalten, das laut Elementaranalyse 0.30 Gew. -% Hf und 10,2 Gew. -% AI enthielt.
Polymerisation:
Ein trockener 16 dm3 -Reaktor, der zunächst mit Stickstoff und anschließend mit Propen gespült worden war, wurde mit 10 dm3 flussi- gem Propen gefüllt. Als Scavenger wurden 8 cm3 20%iger Triethyla - luminium-Lösung in Varsol (Witco) zugesetzt und der Ansatz 15 min bei 30°C gerührt. Anschließend wurde eine Suspension von 1.5 g des geträgerten Metallocen-Katalysators in 20 cm3 Exxsol in den Reaktor gegeben, auf die Polymerisationstemperatur von 65°C aufgeheizt und das Polymerisationssystem 1 h bei 65°C gehalten. Die Polymerisation wurde durch Abgasen des überschüssigen Monomers gestoppt und das erhaltene Polymer im Vakuum getrocknet. Es resultierten 1.2 kg Polypropylen-Pulver.
Die Katalysatoraktivität betrug 142 kg PP / (g Met. x h) oder 1, 25 kg PP / (g Kat x h) . Das dargestellte isotaktische Polypropylen wies die folgenden Ei-
27 genschaften auf:
Smp. 142°C ; Mw = 160 000 g/mol, Mw/Mn = 2,1, VZ = ±70 cm3/y, SD = 370 g/dm3.
1) Albemarle Corporation, Baton Rouge, Louisiana, USA 2) Silica Typ MS 948 , W.R. Grace, Davison Chemical