Haushaltsgerät mit Frontbiende
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Haushaltgerät, wie z.B. einen Herd, mit einer sich im wesentlichen über die Breite des Haushaltsgerätes an dessen Vorderseite erstreckenden Frontblende, die durch ein Strangpreßprofilteil aus Metall gebildet und an dem Haushaltsgerät befestigt ist, und mit der Frontblende zugeordneten Bedien- und/oder Anzeigeele- menten des Haushaltsgerätes.
Ein derartiges Haushaltsgerät ist bekannt aus dem deutschen Gebrauchsmuster G 87 06 669, wobei die als Strangpreßprofil ausgebildete Frontblende in leicht gegenüber der vertikal geneigter Stellung an der Oberseite eines Elektroherdes montiert ist. Die Frontblende besitzt beidseitig eine Führungsbahn für nachstehend beschriebene Blendenteile sowie obere und untere, horizontale nutartige Führungselemente, welche die vorgenannte Führungsbahn begrenzen. Femer besitzt die Frontblende an der Unterseite einen angeformten Befestigungsflansch und an der Oberseite einen ebenfalls angeformten flanschartigen Ansatz, welcher eine nach unten offene Einhängenut und im Anschluß daran eine Was- serauffangrinne besitzt. In die Führungselemente entlang der Führungsbahn der Frontblende einschiebbar ist eine Frontplatte aus einem glasartigen Kunststoff, die im Bereich von Fenstern transparente Anzeigefelder besitzt und in diesem Bereich mit Symbolen oder dergleichen bedruckt sein kann. Nachteilig bei diesem Elektroherd ist, daß beim Anheben desselben durch eine Person, beispielsweise beim Transport oder beim Einbau des Herdes, an dessen Frontblende diese beschädigt werden kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes Haushaltsgerät bereitzustellen, bei dem die mechanische Stabilität der Frontblende erhöht ist.
Erfindungsgemäß ist dies bei einem Haushaltsgerät nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 dadurch gelöst, daß die Frontblende sich um eine vertikale Achse im wesentlichen gleichmäßig gebogen über die Breite der Frontblende zylinderwandabschnitts- förmig erstreckt. Da Haushaltsgeräte erfahrungsgemäß beim Transport bzw. bei der Montage regelmäßig an der Frontblende gegriffen und gehoben bzw. verschoben werden, ist sowohl deren Eigenstabilität als auch deren sichere Befestigung am Haushaltsgerät besonders wichtig. Durch die gebogene Ausgestaltung der Frontblende wird auf fertigungstechnisch sehr einfache Weise zum einen deren Stabilität deutlich erhöht und zum anderen zusätzliche Grifffläche an der Unterseite der Frontblende zum Erleichtern des Anhebens des Haushaltsgerätes bereitgestellt. Dabei ist die zusätzliche Grifffläche vorteilhafterweise im wesentlichen in der Mitte der Frontblende bereitgestellt, was zur symmetrischen Krafteinleitung in diese beim Anheben führt. Dies führt auch zu einer gleichmäßigen Belastung der häufig symmetrisch zur Mittelachse der Frontblende angeordneten Befestigungsstellen zwischen Haushaltsgerät und Frontblende. Zusätzlich wurde festgestellt, daß durch die nach vorne gebogene Ausgestaltung der Frontblende deren Temperatur deutlich reduziert wird.
Vorzugsweise ist die Frontblende an einem Blendenrahmen gehaltert, der an dem Haushaltsgerät befestigt ist. Durch den Blendenrahmen werden die eingeschränkten Gestal- tungsmöglichkeiten der Strangpreß-Frontblende bezüglich des Vorsehens von Befestigungsabschnitten in den Randbereichen der Frontblende deutlich erweitert. Insbesondere ist ein Befestigen der Frontblende bzw. des Blendenrahmens durch horizontal angeordnete Schrauben oder ähnlichem möglich. Eine Verringerung der Wärmeleitung vom Haushaltsgerät bzw. dessen Komponenten zur Frontblende kann dadurch erreicht werden, daß der Blendenrahmen aus einem geeigneten Kunststoff besteht. Erfindungsgemäß kann durch den Rahmen auf besonders einfache Weise noch eine weitere Funktion übernommen werden, wenn der Blendenrahmen zumindest eine Rahmenplatte aufweist zum Abdecken von einer sich durch den nach vorne gebogenen Verlauf der Bedienblende ergebenden kreissegmentförmigen Öffnung zwischen dem Haushaltsgerät und der Bedien- blende. Es müssen also keine zusätzlichen Abdeckteile montiert werden, oder das Gehäuse des Haushaltsgerätes alleine wegen der Verwendung der erfindungsgemäß gebogenen Blende anders gestaltet werden als bei Haushaltsgeräten desselben Typs, bei denen eine ungebogene, ebene Frontblende verwendet wird. Die Abdeckung ist besonders wichtig, um das Eindringen von aus dem Haushaltsgerät unterhalb der Frontblende austretenden Wrasen oder ähnlichem in den Bereich hinter der Frontblende zu vermeiden. Zur weiteren Erhöhung der Stabilität der Blendenanordnung weisen der Blenden-
rahmen und die Frontblende korrespondierende Abstützabschnitte auf, in denen beide bei Kraftbeaufschlagung in vertikaler Richtung formschlüssig miteinander verbunden sind. Dadurch ist ein stabiler und sicherer Aufbau des Haushaltsgerätes gewährleistet, falls es möglich ist, die Frontblende lediglich am Blendenrahmen zu greifen und zu heben.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die Bedienblende an ihrem unteren Endabschnitt eine sich über im wesentlichen deren gesamte Breite erstreckende Blendenplatte auf, unterhalb derer ein Eingriffsraum zum Anheben des Haushaltsgerätes an der Bedienblende vorgesehen ist. Dadurch ist sichergestellt, daß eine Bedienperson die Frontblende direkt untergreifen kann, wenn sie mit Hilfe der Frontblende das Haushaltsgerät heben bzw. bewegen will. Der Eingriffsraum kann sich auch erst dann ergeben, wenn eine Tür unterhalb der Frontblende geöffnet oder demontiert ist.
Nachfolgend ist anhand schematischer Darstellungen ein Ausführungsbeispiel des erfin- dungsgemäßen Haushaltsgerätes in Form eines Einbauherdes mit einer Frontblende beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 in einer Frontansicht den Einbauherd,
Fig.2 in vergrößertem Maßstab in einer perspektivischen Ansicht von vorne die Frontblende mit einer Glasplatte und einem Blendenrahmen,
Fig. 3 in nochmals vergrößertem Maßstab in einer perspektivischen Ansicht von hinten, abschnittsweise die Frontblende ohne die Glasplatte und ohne den Blendenrahmen,
Fig. 4 in perspektivischer Ansicht abschnittsweise von vorne den Blendenrahmen
Fig. 5 in perspektivischer Ansicht von hinten den Blendenrahmen mit daran befestigter Frontblende, und
Fig. 6 in einer Seitenansicht stark vereinfacht und abschnittsweise dargestellt den unter eine Arbeitsplatte eingebauten Einbauherd.
Ein Einbauherd 1 weist eine nicht gezeigt Ofenmuffel auf, die frontseitig durch eine Tür 3 verschließbar ist. Zur Betätigung der Tür 3 ist an derem oberen Endbereich über zwei schmale Stege in an sich bekannter Weise ein bügeiförmiger Türgriff 5 befestigt. Oberhalb der Tür 3 erstreckt sich über dessen gesamte Breite unter Bildung eines schmalen Eingriffsraums 6 eine Frontblende 7. Diese ist als Aluminium-Strangpreßprofilteil ausgebildet. Der Eingriffsraum 6 kann durch das öffnen der Tür 3 oder durch deren Demontage deutlich vergrößert werden. Im oberen Drittel der Frontblende 7 ist, wie nachfolgend erläutert wird, eine an sich bekannte Glasplatte 9 gehaltert. Der Front- blende 7 zugeordnet bzw. in dieser gehaltert sind Bedienelemente 11 und Anzeigeelemente 13, die in an sich bekannter Weise eine Bedienung und Überwachung des Einbauherdes 1 ermöglichen. Eine nicht bezeigte Bedruckung der Frontblende 7 ist durch eine darüber ausgebildete, sehr kratzfeste Eloxalschicht geschützt (Fig. 1 ).
Die Aluminium-Frontblende 7 ist gemäß Fig. 2 an einem Blendenrahmen 15 befestigt, der aus glasfaserverstärktem PBT-Kunststoff besteht. Frontseitig ist dabei der Blendenrahmen 15 durch die Frontblende 7 und die Glasplatte 9 verdeckt also im wesentlichen nicht sichtbar. Die Frontblende 7 ist gemäß Fig. 2 und 3 mit einem Radius von etwa 3 m gleichmäßig über deren Breite zylinderwandabschnittsförmig gebogen. Ent- sprechendes gilt nach der Montage der dünnen Glasplatte 9 für diese. Auch die Tür 3 weist eine entprechende Gestalt auf. Die Frontblende 7 besitzt eine Bedienelementenplatte 17, an deren unteren Endabschnitt sich rechtwinklig davon über die gesamte Breite eine Blendenplatte 19 erstreckt. An der Blendenplatte 19 sind eine Blendenfeder 21 und eine dieser gegenüberliegende Blendennut 23 vorgesehen. Vom oberen End- abschnitt der Bedienelementenplatte 17 erstreckt sich geringfügig zurückversetzt eine Anzeigeelementenplatte 25 nach oben. In dieser und der Bedienelementenplatte 17 sind geeignete Öffnungen 27 für die Bedienelemente 11 und die Anzeigeelemente 13 vorgesehen. Weiterhin ist in der Anzeigeelementenplatte 25 frontseitig eine Dichtungsnut 29 ausgebildet, in die bei der Montage der Glasplatte 9 an der Frontblende 7 zwi- sehen beide eine nicht gezeigte Silikondichtung eingelegt wird (Fig. 3). Zur Befestigung der Glasplatte 9 werden auf deren Rückseite zwei Rastelemente (nicht gezeigt) geklebt, die mit ihren Rasthaken in in der Anzeigeelementenplatte 25 vorgesehene Rastöffnungen 31 lösbar schnappen können. Damit ist eine dichte und feste Verbindung zwischen der Frontblende 7 und der Glasplatte 9 hergestellt. Entlang des oberen Ran- des weist die Anzeigenelementenplatte 25 weiterhin rückseitig einen Schraubkanal 33 auf. Zur Befestigung eines an sich bekannten Schalterträgers (nicht gezeigt) an der
Frontblende 7 wird dieser mit entsprechenden Mitteln in die Blendennut 23 eingehängt, dann an den Schraubkanal 33 gekippt und schließlich in diesem verschraubt.
Der in Fig. 4 dargestellte einstückige Kunststoff-Blendenrahmen 15 weist in beiden Seitenbereichen jeweils eine rechtwinklig davon nach hinten abstehende Befestigungsplatte 37 mit jeweils zwei übereinander angeordneten ersten Schrauböffnungen 39 auf. Durch die ersten Schrauböffnungen 39 können die Befestigungsschrauben zur Befestigung des Blendenrahmens 15 an Seitenwänden- oder -leisten (nicht gezeigt) des Gehäuses des Einbauherdes 1 gesteckt werden. Dadurch werden über diese Stellen alle an der Frontblende 7 angreifenden Kräfte in den Einbauherd 1 geleitet. Deshalb weist die Befestigungsplatte 37 jeweils zwei horizontal verlaufende Versteifungsrippen 41 auf. In den beiden oberen Eckwinkeln des Blendenrahmens 15 ist jeweils eine zweite Schrauböffnung 43 zur Befestigung der Frontblende 7 ausgebildet. Diese durchdringt jeweils einen plattenförmigen Ansatz, der eine erste Anlagefläche 45 des Blendenrahmens 15 für die Frontblende 7 bildet. Im unteren Abschnitt ist über die gesamte Breite des Blendenrahmens 15 eine horizontal verlaufende Rahmennut 46 vorgesehen. Diese ist in einem kurzen Teilstück durch eine Aussparung 47 unterbrochen. Weiterhin sind zur Befestigung der Frontblende 7 an dem Blendenrahmen 15 Rasthaken 49 an dessen nach vorne ragender Seitenwand 51 vorgesehen (Fig. 4).
Die Befestigung des Blendenrahmens 15 an der Blende 7 erfolgt wie folgt: Die Frontblende 7 wird auf den Blendenrahmen 15 gesteckt. Dabei liegt die Blendenfeder 21 in der Rahmennut 46 bzw. ragt zum Teil durch die Aussparung 47. Die beiderseits am Blendenrahmen 15 vorgesehenen Rasthaken 49 schnappen in die Blendennut 33 ein. Damit sind der Blendenrahmen 15 und die Frontblende 7 über deren gesamte Breite in diesem Bereich formschlüssig miteinander verbunden, wodurch vertikal in die Frontblende 7 eingeleitete Kräfte in den durch die Frontblende 7 versteiften Blendenrahmen 15 eingeleitet werden können. Im oberen Bereich liegt die Frontblende 7 mit ihrem Schraubkanal 33 auf der ersten Anlagefläche 45 des Blendenrahmens 15. Durch nicht gezeigte Schrauben werden beide in diesem Bereich miteinander verschraubt. In den Seitenbereichen und an der Oberseite der Frontblende 7 wird diese von dem Blendenrahmen 15 umgriffen. Dessen Seitenplatte 51 schließt dabei bündig mit der Anzeigeelementenplatte 25 ab und wird durch einen jeweils seitlich an der Anzeigeelementenplatte 25 ausgebildeten Blendenansatz 53 verdeckt. Entsprechend wird die Frontblen- de 7 an ihrer Oberseite durch eine Deckplatte 55 des Blendenrahmens 15 übergriffen. Dabei entspricht der kreisabschnittförmige Verlauf der Vorderkante der Deckplatte 55
exakt dem gekrümmten Verlauf der Frontblende 7. Eine durch den gebogenen Verlauf der Frontblende 7 entstehende kreissegmentförmige Öffnung ist dadurch abgedeckt. Durch eine entsprechende Ausbildung des Blendenrahmens 15 im Bereich der Rahmennut 46 ist die entsprechende Öffnung auch in diesem Bereich abgedeckt (Fig. 5).
Die Frontblende 7 ist, wie oben erläutert, zusammen mit der Glasplatte 9 an dem Blendenrahmen 15 befestigt. Dieser ist mittels durch die ersten Schrauböffnungen 39 gesteckte Schrauben jeweils seitlich an dem Einbauherdgehäuse befestigt. Dabei liegt zum einen die Außenseite der Befestigungsplatte 37 an dem Gehäuse an (nicht gezeigt). Zum anderen liegt der Blendenrahmen 15 über eine zweite Anlagefläche 67 (Fig. 5) an einem Backofenflansch 69 über im wesentlichen dessen gesamter Breite an (Fig. 6). Der Einbauherd 1 ist deckseitig durch ein an dem Blendenrahmen 15 anstehendes Deckblech 71 verschlossen. Bei der Montage wird der Einbauherd 1 soweit in eine vorhandene Einbaunische geschoben, bis eine dritte Aniagefläche 73 des Blendenrahmens 15 jeweils an die Stirnseite eines an sich bekannten Einbaumöbels 75 stößt.