Trägerelement zur Befestigung von Unterkonstruktionen
Die Erfindung betrifft ein Trägerelement, insbesondere zur Befestigung von
Unterkonstruktionen für Fassadenbekleidungen, Dachelemente, Fußböden und dergleichen, mit einem streifenförmigen Dämmstoffstreifen. Das Trägerelement kann außer zur Befestigung von Unterkonstruktionen auch zur unmittelbaren Befestigung von Fassadenbekleidungen und ähnlichen Bautei- len verwendet werden.
Zur Befestigung von Fassadenbekleidungen, Dachkonstruktionen sowie von Fußböden an Gebäuden werden Unterkonstruktionen verwendet, mit denen die jeweiligen Bauteile an den Gebäudeteilen verbunden werden. Hierzu sind vielfältige Ausfuhrungsformen bekannt. Die Verbindung kann durch eine Mörtelschicht oder mit Hilfe von speziellen Unterkonstruktionen erfolgen. Insbesondere bei der Befestigung von platten- oder tafelförmigen Fassadenelementen an der Außenseite von Gebäuden erfordern diese Unterkonstruktionen aufwendige Ausfuhrungen. Hierzu ist es bekannt, Metall- oder Holzgerüste zu verwenden, mit denen die Fassadenelemente in der erforderlichen Position gehalten werden. Häufig werden Metallgerüste angebracht, die in Form von
U-förmigen Schienen ausgeführt sind Diese Schienen werden mittels Metallkonsolen mit Abstand von der Wand montiert Derartige Anordnungen sind dadurch nachteilbehaftet, daß die Metallkonsolen und -schienen Wärmebrucken bilden und einen hohen Montageaufwand erfordern Um diesen Nachteil zu vermeiden, werden in machen Fallen Holzgeruste verwendet Mit diesen
Holzgerusten werden zwar die Warmeverluste verringert, Holzgeruste sind jedoch durch ihre geringe Brand Sicherheit für viele Anwendungsfälle ungeeignet
Nach DE 44 15 181 AI ist ein Unterdach für mit Dacheindeckungsplatten eingedeckte Dacher bekannt, das eine kostengünstige Ausführung ohne Wärmebrucken gewahrleisten soll Bei diesem Unterdach ist eine Dammschicht aus mindestens zwei Arten von alternierend einzeln und parallel zu einer Dachkante spaltfrei verlegten Streifen angebracht, wobei die eine Streifenart zur Aufnahme der über eine Traganordnung eingeleiteten Dachlast der über der
Dammschicht liegenden Dachteile dient und im Verhältnis zu der anderen Streifenart eine wesentlich höhere Druckfestigkeit aufweist und gegenüber der anderen Streifenart um ein Mehrfaches schmaler ausgebildet ist Nachteilig ist hierbei, daß an diesem Unterdach Aufbauten nur schwierig befestigt werden können. Befestigungen sind durch das Einbringen von Nageln in die Dammstoffstreifen vorgesehen Aufgrund der geringen Festigkeit dieser Streifen können nur Holzaufbauten bei geringen Dachneigungen angebracht werden
Nach DE 195 33 381 Cl ist eine vorgehängte, hinterluftete Außenwandbeklei- dung bekannt, bei der mehrere an der Gebaudewand befestigte, in horizontalem Abstand voneinander angeordnete, vertikalen Tragleisten angeordnet sind und mehrere, zwischen den Tragleisten und der Gebaudewand angebrachte, plattenartige Dammstoffelemente sowie mehrere an den Außenflächen der Tragleisten anliegenden Tragerplatten vorgesehen sind Die Tragleisten sind aus
Mineralwolle gefertigt und mit ihren Innenflachen an die Gebaudewand geklebt sind An der Außenseite der Tragleisten ist eine Wetterschutzschicht angeordnet
Bei diesen Anordnungen ist nachteilig, daß das Anbringen der Außenwandbekleidung aufwendige Montagearbeitsgange erfordert, da die Tragerstreifen zunächst an der Außenwand durch Ankleben fixiert und anschließend die Dammplatten eingelegt und die Tragerplatten befestigt werden müssen Zum Befestigen der Tragerplatten ist es erforderlich, Bohrungen durch diese und die Tragleisten gemeinsam anzubringen, was sich als sehr schwierig erweist, weil die Tragleisten dabei von den Tragerplatten verdeckt sind
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Tragerelement zur Befestigung von Unterkonstruktionen anzugeben, bei dem Wärmebrucken weitgehend vermieden werden und das eine einfache, sichere und kostengünstige Montage der Unterkonstruktion und der an dieser zu befestigenden Aufbauten für unterschiedliche Anwendungsfalle ermöglicht
Erfindungsgemaß gelingt die Losung der Aufgabe dadurch, daß das Tragerelement aus dem Dammstoffstreifen und einem darüber angeordneten und mit dem Dammstoffstreifen verbundenen Tragerstreifen besteht
Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemaßen Tragerelementes sind in den Unteranspruchen 2 bis 10 angegeben
Eine bevorzugte Verwendung des erfindungsgemaßen Tragerelementes ergibt sich dadurch, daß die Tragerelemente als Befestigungselemente für eine
Unterkonstruktion verwendet werden, wobei die Trägerelemente an einer Gebäudewand senkrecht befestigt sind, in den Zwischenräumen der Befestigungselemente Dämmstoff eingebracht ist und an den Trägerstreifen Putzträgertafeln so befestigt sind, daß die Putzträgertafeln jeweils an den Trägerelementen zusammenstoßen.
Weitere vorteilhafte Verwendungsmöglichkeiten sind in den Unteransprüchen 12 bis 14 angegeben.
Die Erfindung zeichnet sich durch eine Reihe von Vorzügen aus.
Das erfindungsgemäße Trägerelement ist für vielfältige Einsatzfälle geeignet. Es kann beispielsweise für Außenfassaden, für Dachkonstruktionen, für Fußböden und dergleichen zur Befestigung von unterschiedlichen Bauteilen eingesetzt werden. Das Element ist sowohl an ebenen als auch an unebenen Untergrundaufbauten einsetzbar. Je nach Erfordernis kann die Befestigung durch Kleben und/oder Dübeln erfolgen, wobei sich bei der Verwendung von Dübeln eine günstige Beanspruchungsart sowohl des Dübels als auch des Dämmstoffes ergibt.
Bei der Montage kann der Trägerstreifen exakt und sicher befestigt werden, ohne daß das gesamte Verbundsystem montiert werden muß. Auch die Montage von darauf zu befestigten Trägerplatten ist in einfacher Weise möglich, da der Stoß dieser Platten auf den vorher fest angebrachten Trägerstreifen erfolgen kann und so eine genaue und sichere Befestigung möglich wird.
Das Anbringen des Tragerelementes und der daran zu befestigenden Bauteile kann von nur einem am Bau tatigen Handwerker angebracht werden Zusatzliche Gewerke oder Arbeiten von Metallhandwerkern sind für die Montage nicht erforderlich Das Tragerelement zeichnet sich außerdem durch sehr gute Schall- Schutzeigenschaften aus
Es kann zur Befestigung sowohl von hinterlufteten Warmedammsystemen als auch für vollflachig mit Dammstoff ausgefüllten Systemen verwendet werden, ohne daß irgendwelche Veränderungen an dem Tragerelement vorgenommen werden mußten Bei der Anwendungen zur Befestigung eines hinterlufteten Fassadensystems ist es lediglich erforderlich, daß die Zwischenräume zwischen den senkrecht angebrachten Tragerstreifen mit Dammstoffplatten ausgefüllt sind, wobei die Befestigungselemente eine größere Stärke aufweisen als die Dicke der die Zwischenräume ausfüllenden Dammstoffplatten
Bei einem bevorzugten Anwendungsfall der Befestigung von Unterkonstruktionen an senkrechten oder geneigten Gebäudeteilen mit Hilfe von Dübeln kombiniert das erfindungsgemaße Element die Warmedammfünktion und den Lastabtrag in einem Bauteil, wobei der Lastabtrag so erfolgt, daß die Dammstoffschicht auf Druck beansprucht wird und der Dübel nur durch Zugbzw Scherkräfte beansprucht wird Die an Außenfassaden mit Stahlkonsolen auftretenden Wärmebrucken, die bei herkömmlichen Systemen ca 30 % der Warmeverluste bewirken, werden dabei vermieden Lediglich der Dübel kann eine Warmebrucke bilden, was jedoch wegen der geringen Querschnitte vernachlässigt werden kann
Das Anbringen von Außenfassaden kann in einfacher Weise durch Befestigen einer Deckplatte auf dem Tragerstreifen erfolgen Die Deckplatte dient hierbei als Putztragertafel, auf die dann ein komplettes Fassadensystem mit belieben Elementen aufgebracht werden kann Vorteilhaft ist für derartige Anwendungs- falle ferner, daß keine Bewegungsfügen erforderlich sind, da die
Dämmstoffstreifen eine elastische Befestigung der Fassadentafeln gewährleisten.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Figur 1 eine Schnittdarstellung durch das erfindungsgemäße Trägerelement,
Figur 2 eine Ausführungsform eines Trägerelement mit in den Trägerstreifen integriertem Dübel,
Figur 3 die Kraftverhältnisse am Trägerelement,
Figur 4 und Figur 5 die Anwendung in einem Verbundsystem,
Figur 6 ein Ausführungsbeispiel für ein Verbundsystem an einer Außenwand mit ebenen Flächen,
Figur 7 eine Ausführungsform für eine Eckgestaltung,
Figur 8 ein Ausführungsbeispiel für eine Fassadengestaltung mit integrierter transluzenter Dämmschicht,
Figur 9 einen Detailausschnitt der in Figur 8 dargestellten Anordnung,
Figur 10 ein Beispiel für eine Fassadenkonstruktion mit integriertem Solarkollektor,
Figur 11 einen Detailausschnitt der in Figur 10 dargestellten Anordnung,
Figur 12 einen Vertikalschnitt durch die in den Figuren 10 und 11 dargestellte Anordnung,
Figur 13 die Montage der Trägerelemente an einem Wohnhaus,
Figur 14 die Anordnung gemäß Figur 13 mit eingebrachter Zwischendämmung,
Figur 15 die Anordnung gemäß den Figuren 13 und 14 mit montierten
Putzträgertafeln,
Figur 16 eine Ausführungsform nach den Figuren 13 bis 15 mit aufgetragenem Putz,
Figur 17 eine Ausführungsform gemäß Figur 13 mit einer Bekleidung aus Faserzement-Fassadentafeln auf einer Lattung,
Figur 18 zwei Schnittdarstellungen und eine Draufsicht durch das Trägere- lement, wobei ein Blech oberseitig angeordnet ist und sichtbarer Bestandteil der Fassadenbekleidung ist,
Figur 19 eine Ausführungsvariante, bei der der Dämmstoffstreifen durch ein Gewebe aus Glasfasern oder Stahl verstärkt ist,
Figur 20 eine Schnittdarstellung durch ein Trägerelement, bei dem unterseitig ein zusätzlicher Trägerstreifen angeordnet ist,
Figur 21 eine Draufsicht, zwei Querschnitte und ein Längsschnitt des Trägerelementes mit zweiseitig angeordneten Trägerstreifen und
Verbindung der Trägerstreifen mit Dämmstoff und einem fachwerkartigen Gitterwerk,
Figur 22 eine Schnittdarstellung durch das Trägerelement mit zweiseitig angeordnetem Trägerstreifen, wobei eine Befestigung des Elementes nur mittels Verankerung des wandseitigen Trägerstreifens ermöglicht wird und
Figur 23 eine Schnittdarstellung durch ein Trägerelement mit in den Trägerstreifen integrierter Gewindehülse.
Figur 1 erläutert das Anbringen eines Trägerelementes an einer Gebäudewand
1. Das Trägerelement besteht aus dem Dämmstoffstreifen 2 und dem Trägerstreifen 3 und ist mit Hilfe des Dübels 4 an der Wand 1 befestigt. Es ist zweckmäßig, zwischen der Wand 1 und dem Dämmstoffstreifen 2 sowie zwischen dem Dämmstoffstreifen 2 und dem Trägerstreifen 3 eine Kleberschicht 9 anzubringen. Der Trägerstreifen 3 ist zur Erhöhung der Festigkeit mit einem
Blech 5 versehen. Durch das Blech 5 können von außen Befestigungselemente, vorzugsweise Schrauben, eingebracht werden, die in diesem Blech einen sicheren Halt finden. Für den Dämmstoffstreifen 2 wird vorzugsweise Mineralfasermaterial verwendet, es können jedoch auch Hartschaum oder andere Dämmstoffe zur Anwendung kommen. Für den Trägerstreifen 3 wird organisches und/oder anorganisches Material, zum Beispiel Plattenmaterial aus Calciumsilikat oder aus zementgebundenem Material verwendet.
In Figur 2 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der in dem Trägerstreifen 3 ein Dübel 4 und ein Verbundbefestigungselement 10 integriert ist.
Figur 3 erläutert die Kraftverhältnisse für eine Lastfallkombination, die durch das Eigengewicht des Trägersystems sowie der daran befestigten Fassadenelemente und durch hygrothermische Einwirkungen auftritt. Die Figur zeigt die Kraftwirkungen, wobei als besonderer Vorteil der Anordnung ersichtlich ist, daß der Dämmstoffstreifen 2 keine Zugkräfte aufzunehmen braucht. Die auf ihn wirkende Kraftkomponente D wird durch die Druckkraft Z, die vom Dübel auf den Dämmstoffstreifen übertragen wird, sowie durch das Eigengewicht Q hervorgerufen. Die Bauteile nehmen also jeweils die Belastungen auf, für die sie besonders geeignet sind.
In den Figuren 4 bis 7 sind Ausführungsformen für komplette Fassadensysteme dargestellt. Hierzu sind auf die Trägerstreifen Putzträgertafeln 6 aufgebracht. Die Befestigung der Putzträgertafeln 6 an dem Trägerstreifen 3 ist durch eine Kleberschicht 9 und/oder durch Schrauben 11 möglich, so daß in einfacher
Weise eine sichere Befestigung gewährleistet werden kann. Auf die Putzträgertafel 6 können außenseitig Putze 12 aufgelegt werden. Das Anbringen von Keramikelementen, Glasbekleidungen oder Fassadentafeln aus Metall sowie weiteren marktgängigen Fassadentafeln ist ebenfalls möglich.
Vorteilhaft ist bei diesem Anwendungsfall auch, daß eine große Farbgestal- tungsfreiheit besteht. Es können auch dunkle Beläge aufgetragen werden, weil die Wärmeausdehnung gut beherrscht wird und deshalb störende durchscheinende Fugen vermieden werden. Ferner ist die Unterkonstruktion durch die einfache Möglichkeit ihrer Gestaltung als hinterlüftetes System auch besonders für die Befestigung von Belägen mit hohem Diffüssionswiderstand geeignet.
Das Ausfüllen der Zwischenräume erfolgt im hier erläuterten Beispiel mit Hilfe von Dämmstoffplatten 7, die an der Außenwand angeklebt und/oder angedübelt werden. Diese Ausführungsart gestattet es in einfachster Weise, nur durch
Auswahl der Dammstoffplattenstarke entweder hinterluftete Systeme zu erzeugen oder vollständige ausgefüllte Zwischenräume anzubringen Das Ausfüllen der Zwischenräume kann sowohl mit Dammstoffplatten 7, als auch mit Rollenmaterial oder durch Einschaumen von schaumfahigen Stoffen erfolgen Ebenfalls möglich ist das Einblasen bzw Einfüllen von schuttfahigem
Dammstoff Besonders vorteilhaft ist dabei, daß dicke Dammschichten erzeugt werden können, was bei Verwendung von Holz als Verbundtrager nicht zweckmäßig ist
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß eine elastische Befestigung der Fassa- dentafeln erzielt wird, so daß keine Bewegungsfugen erforderlich sind
Vorteilhaft ist ferner, daß an dem Tragerstreifen 3 ein Blech 5 angebracht werden kann
In Figur 4 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der das Blech innen an dem Tragerstreifen 3 angebracht ist und die Stirnseite des Tragerstreifens 3 umfaßt
Die Figuren 5 1 und 5 2 zeigen eine Ausführung, bei dem das Blech 5 als Zwischenblech 8 in den Tragerstreifen 3 eingearbeitet ist Durch das Blech 5 wird die Sicherheit des Anschrauben der Putztragertafeln 6 erhöht, weil damit hohe Kräfte aufgenommen werden können
In Figur 5 2 sind alternative Ausführungen dargestellt Das Zwischenblech 8 kann in eine stirnseitig eingeschnittene Nut eingeklebt oder vollständig in den Tragerstreifen 3 integriert sein Dabei ist es vorteilhaft, wenn das Blech im mittleren Bereich gelocht ist
Die Anordnung des Systems an ebenen Wanden sowie im Eckbereich zweier Wandflachen ist in den Figuren 6 und 7 erläutert
Die Figuren 8 bis 12 zeigen Anwendungsbeispiele, bei denen in eine Fassadenkonstruktion mit den erfindungsgemaßen Bauelementen eine transluzente Wärmedämmung integriert wurde
Bei der in den Figuren 8 und 9 gezeigten Anordnung ist zwischen zwei senkrechten Tragerelementen ein lichtdurchlässiger Dammstoff 16 mit schwarzem Kleber 17 an die Gebaudewand 1 geklebt Dadurch wirkt die Wand als Absorber und kann die eingestrahlte Wärmeenergie speichern Um den Zutritt der Sonnenenergie zu ermöglichen, ist in die Fassadenbekleidung ein Fenster eingearbeitet Zum Schutz vor zu starken Sonneneinstrahlung wurde zwischen der das Fenster bildenden Glasscheibe 20 und dem durchscheinenden Dämmstoff 16 eine bewegliche Sonnenschutzeinrichtung 19 angebracht Die Glasscheibe 20 ist mittels einer Gummidichtung 22 und einem Metallrahmen 21 befestigt Die Anordnung einer transluzenten Wärmedämmung ist besonders für Systeme mit Hinterluftung zweckmäßig
Die Figuren 10 bis 12 erläutern eine weitere Ausführungsform, bei der die Warmegewinnung mit Solarkollektoren 23 erfolgt Hierzu wird an der Außenseite ein Solarkollektor 23 in die Fassade integriert, der direkt mit einem oder mit mehreren Heizkörpern 25, die sich innerhalb der Gebaudewand 1 befinden, verbunden ist Durch die infolge der Sonneneinstrahlung eintretende Erwärmung wird eine Wasserzirkulation bewirkt Mit Hilfe eines Ventils 26 wird gesichert, daß die Zirkulation des Wassers nur in der gewünschten Richtung erfolgt Ferner ist im Flussigkeitskreislauf ein Druckausgleichsgefaß 27 angebracht, mit dem die Warmeausdehnung der Flüssigkeit ausgeglichen wird
Zweckmäßig ist es dabei, die in der winddichten Wanddurchdringung 28 geführten Verbindungsleitungen 24 möglichst weit im Inneren zu verlegen, damit eine Warmebruckenwirkung der Flüssigkeit in den Fallen, in denen keine Sonneneinstrahlung vorhanden ist, minimiert wird Um den Auftrieb der erwärmten Flüssigkeit zu verstarken, ist es zweckmäßig, zwei Kollektoren
ubereinander anzuordnen Es ist naturlich auch möglich, die Kollektoren in ein übliches System der Warmegewinnung einzubeziehen Außen ist eine keramische Bekleidung 29 angebracht
Die Figuren 13 bis 17 zeigen den Montageablauf beim Anbringen der Fassade
In Figur 13 ist eine Gebaudewand 1 dargestellt, auf der die Tragerelemente in vertikalen Streifen und mit Abstand in horizontaler Richtung verlegt sind Anschließend können die Dammplatten 7 gemäß Figur 14 zwischen den Tragerelementen befestigt werden In Figur 15 ist die Fassadenansicht mit vollständig auf den Tragerelementen verlegten Putztragertafeln 6 dargestellt
Figur 16 zeigt die fertige Fassadenansicht mit aufgetragenem Putzsystem Anders als in der Figur 15 ist in Figur 16 ein Streifen mit integrierter translu- zenter Dammschicht 16 dargestellt Abweichend von Figur 15 ist hier jedoch ein integrierter Streifen aus transparenter Fassadenbekleidung mit dahinterlie- gendem transluzentem Dammstoff gemäß Figur 8 dargestellt Die Figur 17 erläutert ein Beispiel, bei dem das erfindungsgemaße Tragerelement zur Befestigung einer Unterkonstruktion für Fassadentafeln aus Faserzement eingesetzt wird Auf den Tragerelementen werden horizontal verlaufend Blechprofile oder Latten befestigt, an denen die Fassadentafeln befestigt werden
Die Figuren 18 bis 23 zeigen weitere Ausführungsformen der erfindungsgemaßen Tragerelemente In Figur 18 ist ein Element dargestellt, bei dem der Tragerstreifen oberseitig mit dem Blech 5 bekleidet ist Dieses Blech, hergestellt aus nichtrostendem Stahl, verzinktem und/oder beschichtetem Stahl oder aus Aluminium, kann den Tragerstreifen stirnseitig umfassen Ferner kann ein Überstand des Bleches vorgesehen werden Damit ist es möglich, Fassadentafeln mit über den
Trägerelementen offenen Fugen auf den Trägerelementen zu befestigen. Die Trägerelemente werden damit als ein Teil der Fassadenbekleidung genutzt. In Figur 19 ist ein Trägerelement, welches mit einer Verstärkung durch ein Gewebe 13 versehen ist, dargestellt. In der hier gezeigten Variante wird der Dämmstoffstreifen 2 an zwei Stirnseiten und der Unterseite mit aufgelegtem oder geklebtem Gewebe 13 versehen, das in die Klebeverbindung zwischen Dämmstoff 2 und Trägerstreifen 3 eingeklebt wird. Es sind verschiedene Ausrichtungen der Gewebestruktur möglich. Das Gewebe 13 umhüllt den Dämmstoffstreifen 2 teilweise oder vollständig und trägt zur Weiterleitung von Kräften bei. Die Seitenansicht zeigt verschiedene Ausrichtungen des Gewebes
13. Es können Metall- oder Glasgewebe sowie Gewebe aus beliebigen anderen anorganischen und/oder organischen Stoffen verwendet werden.
In Figur 20 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der auf zwei Seiten des Dämmstoffstreifens 2 ein Trägerstreifen 3 angeordnet ist. Dies kann für eine ausschließlich mechanische Befestigung der Elemente am Untergrund von Vorteil sein.
In Figur 21 ist ein Element gemäß Figur 20 dargestellt, bei dem zusätzlich zur Verbindung der Trägerstreifen 3 mit dem Dämmstoffstreifen 2 Gitterwerke 14 oder Stabwerke angebracht sind. Damit kann für den Fall, daß der Dämmstoff allein die angreifenden Kräfte nicht weiterleiten kann, eine Tragfähigkeitssteigerung erzielt werden. Das Gitterwerk 14 aus Metall, Kunststoff oder anderen organischen und/oder anorganischen Stoffen kann aus einzelnen ebenen Struk- turen oder als Raumstabwerk ausgebildet sein. Eine Befestigung an den Trägerstreifen 3 kann durch Kleben, mechanische Verbindungen oder - wie in Figur 21 dargestellt - durch Eingießen in das Trägerstreifenmaterial erfolgen.
Figur 22 zeigt ein Element nach Figur 20, das mit Hilfe des Dübel 4 am Untergrund befestigt ist. Die Dübel 4 erfassen hier nur den wandseitigen Trägerstreifen 3.
Die in Figur 23 dargestellte Anordnung kombiniert die Ausführungsformen nach den Figuren 21 und 22. Darüber hinaus ist hier der wandseitige Trägerstreifen 3 nicht vollflächig über das Element hinweggezogen, sondern bedeckt das Element nur teilflächig, und zwar soweit, wie es zur Aufnahme der weiterzuleitenden Kräfte von den Dübeln 4 erforderlich ist. Zur Befestigung von Fassadenteilen und dergleichen können in den Trägerstreifen 3 Gewindehülsen
15 angeordnet sein.
BEZUGSZEIC HENLISTE
1 Gebäudewand
2 Dämmstoffstreifen
10 3 Trägerstreifen
4 Dübel
5 Blech
6 Putzträgertafel
7 Dämmstoffplatte
15 8 Zwischenblech
9 Kleber
10 Verbundbefestigungselement
11 Schraube
12 Putzsystem
20 13 Gewebe
14 Gitterwerk
15 Geweindehülse
16 transluzenter Dämmstoff
17 schwarzer Kleber
25 18 Hinterlüftung
19 Sonnenschutzeinrichtung
20 Glasscheibe
21 Metallrahmen
22 Gummidichtung
30 23 Kollektor
24 Verbindungsleitung
25 Heizkörper
26 Ventil
27 Druckausgleichsgefäß
35 28 Wanddurchdringung
29 keramische Bekleidung
Q in den Trägerstreifen eingeleitete Schubkraft z Zugkraft im Dübel
D schräge Druckkraft im Dübel
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