ABSTIMMGERÄT FÜR TROMMEL
B e s c h r e i b u n g
Die Erfindung betrifft ein Schlaginstrument, insbesondere als Rhythmusinstrument dienende Trommel mit einem Hohlkörper und mindestens einem, über den Hohlkörper straff gespanntem Fell, wobei die Spannung des Fells über eine Spanneinrichtung einstellbar und nachstellbar ist, die als auf den Rand des Fells direkt oder indirekt einwirkendender, aufblähbarer Schlauchkörper ausgebildet ist, der sich einerseits auf einen mit Kunststoffmaterial gefüllten, am Hohlkörper an- oder aufliegenden Stützrand und andererseits gegen einen Schlagring abstützt.
Derartige Schlaginstrumente sind weit verbreitete Musikinstrumente. Sie sind das wichtigste Rhythmusinstrument. Zu den Schlaginstrumenten gehörende Trommeln bestehen aus einem Rahmen oder einem Hohlkörper mit einem oder zwei straff darüber gespannten Fellen. Die Felle können angeklebt, angenagelt oder angeflockt sein. Will man das Fell einstellbar oder in der Spannung veränderbar gestalten, so werden die Felle meist mittels eines Reifens, durch Schnüren oder auch durch Schrauben gespannt. Geschlagen werden die Trommeln mit den Händen oder mit sogenannten Schlägeln. Insbesondere für das Schlagen mit Schlägeln vorgesehen ist ein Kranz, also eine ringförmige Überhöhung im Randbereich (Schlagring), um so bestimmte Effekte zu erreichen. Neben hierdurch zu erreichenden Klangvarianten ist der Spieler eines derartigen Schlaginstrumentes im Wesentlichen auf das Spannen des Fells angewiesen. Hierbei erweist es sich als nachteilig, dass das Fell bzw. der den Rand des Felles darstellende Fixierring nur punktuell gespannt werden kann und zwar wie schon erwähnt durch Schrauben, die sich an einem meist mittig um den Hohlkörper herum verlaufenden Stützring abstützen. Diese Schrauben müssen am oberen Rand, der auf den Fellfixierrand aufgelegt ist, entsprechend abgesichert werden, was eine aufwendige Konstruktion darstellt. Besonders nachteilig ist aber eben, dass über den Umfang gesehen nur an relativ wenigen Stellen eine entsprechende Spannung erreichbar ist, selbst wenn der auf
2 den Fellfixierring aufliegende Spannrahmen in gewisser Hinsicht als Ausgleichselement dienen kann. Eindeutig ist aber, dass das Fell bei all diesen bekannten Konstruktionen nicht frei schwingen kann, sondern vielmehr jeweils im Randbereich so eingeklemmt und so durch Zug belastet ist, dass sich die schon erwähnten Nachteile ergeben. Aus der US-PS 5,504,785 ist eine Trommel bekannt bei der auf den oberen Hohlkörperrand ein quasi pfeilförmiger aus Harz o. ä. Material bestehender Ring aufgesetzt ist, um den das Fell gespannt werden kann, der aber gleichzeitig auch als Schlagring dienen kann. Bei dieser bekannten Lösung wird deutlich, dass ein Spannen über den Umfang gesehen nur an wenigen Stellen vorgenommen wird. Hierzu vorgesehen ist eine aus entsprechenden Hakenspannschrauben bestehende Lösung. Dagegen lehrt die US-PS 5,392,581 eine Trommel, die zwar über den Umfang verteilt auch noch mehrere Klammerhalter aufweist, bei der aber zwischen dem Schlagring und dem Rand des Fells ein Schlauchkörper angeordnet ist, der mit Druckluft oder mit Flüssigkeit gefüllt werden und auch entsprechend wieder geleert werden kann. Erstmals ist es damit möglich, unabhängig von den jeweiligen Spanneinrichtungen gezielt quasi rund um das Fell dieses so zu belasten, dass es gleichmäßig gespannt ist. Abgesehen davon, dass nach wie vor ein entsprechender Schlagring oben aufgesetzt wird, der die Flexibilität des Fells beeinträchtigen kann, ist besonders nachteilig, dass die Druckluft oder das sonstige Fluidum an einem Ende des Schlauchkörpers eingelassen und auch an der selben Stelle wieder herausgelassen werden muss. Das Füllen erfolgt wie bei einem Luftballong. Es dauert somit eine gewisse Zeit, bis sich der Schlauchkörper gefüllt hat und dann besteht auch noch der Nachteil, dass nicht sichergestellt ist, dass sich über den Umfang gesehen auch wirklich der gleiche Druck im Schlauchkörper einstellt. Damit ist wiederum der Nachteil verbunden, dass ein gleichmäßiges Spannen des Fells nicht sicher ist. Schließlich ist von Nachteil, dass der insgesamt auszuübende Druck und damit die Spannwirkung aufgrund der Anordnung und Ausbildung des Schlauchkörpers ausgesprochen gering ist. Da er zwischen Schlagring und Hohlkörperrand bzw. den diesem Hohlkör- perrand zugeordneten Stützrand angeordnet ist, kann er nur verhältnismäßig geringe Kräfte auf das zu spannende Fell ausüben.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Schlaginstrument zu schaffen, bei dem das Fell rundum immer gleichmäßig und in ausreichendem Maße gespannt
3 ist und dabei optimal schwingen kann.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass der Schlauchkörper ein geschlossener Ringkörper ist, der in den Stützrand integriert ist.
Durch die besondere Ausbildung des Schlauchkörpers in Form eines geschlossenen Ringkörpers ist zunächst einmal sichergestellt, dass der Ringkörper sich über den gesamten Rand des Fells auch entsprechend aufbläht bzw. zusammenzieht, sodass eine rundum gleichmäßige Spannung des Fells sichergestellt ist. Dieses Spannen des Fells kann auch in dem nötigen Bereich sicher bewirkt werden, weil der Schlauchkörper bzw. der geschlossene Ringkörper in den schützenden Stützrand integriert ist. Als Stützrand dient dabei aus Aluminium o. ä. Material bestehender und auch schon bekannter Ring, in den statt des Kunststoffmaterials jetzt ein entsprechender Schlauchkör- per integriert ist. Dieser Schlauchkörper kann sich dabei im Stützrand so ausdehnen oder so zusammenziehen, dass er auf den Rand des Fells dieses entsprechend rundum sicher spannend oder lockernd einwirken kann.
Nach einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Schlauchkörper den in den U-förmigen Stützrand eingelegten Rand des Fells zugleich mitfixierend ausgebildet und angeordnet ist. Der Rand des Fells kann in den U-förmigen Stützrand eingelegt und dann der Schlauchkörper eingepresst werden, wobei dieser durch das Aufblähen den Rand des Fells gleichzeitig mitfixiert und dafür sorgt, dass dieser nicht nur gespannt wird, sondern auch sicher im U-förmigen Stützrand gelagert bleibt. Das Fell selbst bleibt dabei vom Schlagring bzw. vom absteckenden Ring unbe- einflusst, sodass es optimal auf dem Hohlkörperrand aufliegt und damit optimal schwingen kann. Dies ergibt die vom Schlagzeuger gewünschte Tonfülle und die Möglichkeit entsprechende Varianten hervorzubringen.
Sowohl vom Fixieren des Fells im U-förmigen Stützrand als auch von der Resonanz her ist es von Vorteil, wenn der Schlauchkörper und das Fell aus dem gleichen Material, vorzugsweise PU-Masse bestehen. Dieses Polyurethan wird auch heute für Felle bereits eingesetzt, sodass der Werkstoff an sich für den Schlagzeuger nicht neu
4 ist, dagegen aber seine Fixierung und Anbindung an den Schlauchkörper, der für ein Spannen des Fells Sorge trägt.
Sowohl von der Montage als auch vom Spielen her ist es besonders vorteilhaft, wenn der Schlauchkörper und das Fell als ein Bauteil ausgebildet sind. Bei der Herstellung eines entsprechenden Körpers wird im Schlauchkörper gleich der Anschluss für den Druckluftschlauch oder die sonstige Verbindung hergestellt, denkbar ist es auch, dass in diesem Bereich ein Ventil angeordnet ist, um so die evtl. wiederaustretende Druckluft gleich in die Umgebung ableiten zu können. Ein derartiges Bauteil kann wie beschrieben besonders leicht montiert werden, weil der Schlauchkörper einfach in den U-förmigen Stützrand eingelegt werden kann, sodass dann gleich mit dem ersten Aufblähen des Schlauchkörpers die Fixierung des Fells erreicht ist, während mit dem weiteren Aufblähen des Schlauchkörpers dann das Fell auch den Wünschen des Schlagzeugers entsprechend gespannt wird.
Bekannt sind auch Felle, die aus Epoxy-Harz bestehen, wobei es sich hier um einen härteren, weniger flexiblen Werkstoff handelt. Dennoch kann die notwendige Erzeugung der Fellspannung sichergestellt werden, wenn gemäß der Erfindung das Fell aus Epoxy-Material besteht und mit dem aus Epoxy- und PU-Material (Hybriden) bestehenden Schlauchkörper eine Baueinheit bildet. Dabei ist es denkbar, dass das Fell aus Epoxy-Harz besteht und der Schlauchkörper aus dem Hybriden, denkbar ist es aber auch, den Schlauchkörper nur aus PU-Material herzustellen, was dann allerdings bezüglich der Verbindung mit dem Fell Schwierigkeiten machen kann.
Der Schlauchkörper, der in den U-förmigen Stützrand eingelegt ist, soll auf den Rand des Fells gleichmäßig einwirken, sich andererseits aber auch ausdehnen und zwar vor allem gegen den abdeckenden Schlagring. Eine für die notwendige Funktion optimale Lösung ist dabei die, bei der die obere freie Wandung des Schlauchkörpers eine gegenüber der übrigen Wandung größere Dehnfähigkeit aufweist. Diese größere Dehnfähigkeit kann beispielsweise auch durch eine geringere Wandungsdicke erreicht werden oder aber durch eine entsprechend andere Materialmischung. Erreicht wird damit, dass sich der Schlauchkörper vor allem gegen den Schlagring ausdehnt und dabei dafür
5 sorgt, dass das Fell um den Hohlkörperrand herumgeschlungen wird, sich entsprechend spannt und dann optimal gespielt werden kann. Denkbar ist es dabei auch, dass der aus Aluminium o. ä. Material bestehende Stützrand auch eine Verbreiterung zulässt, sodass die Spannkräfte noch erhöht werden können.
Um einen optimalen Schutz für den Schlauchkörper zu erreichen ist vorgesehen, dass die obere freie Wandung von einem flexiblen oder begrenzt flexiblen Speichenblech abgedeckt ist. Dabei ist es wiederum möglich, über dieses flexible Speichenblech den Dehnvorgang zu begünstigen bzw. ein weiteres Ausdehnen zu ermöglichen, um so wiederum den Spannweg zu vergrößern, der eine optimale Spannung des Fells zulässt. Dabei ist es einfach und besonders zweckmäßig, wenn der Boden des Schlagrings als Speichenblech ausgerüstet ist. Die Ausdehnung des Schlauchkörpers wird durch die Einbettung in den Stützrand vorgegebenund vorteilhaft zielgerichtet ausgeführt.
Derartige Schlaginstrumente werden sowohl als Handtrommel eingesetzt, als auch beispielsweise in entsprechenden größeren oder kleineren Orchestergruppen. Insbesondere beim Einsatz im letzteren Bereich ist es von Vorteil, wenn der Schlauchkörper mit einem Druckluftspeicher oder Drucklufterzeuger verbunden ist, wobei ein zwischengeschaltetes Ventil über ein zur Rhythmusgruppe gehörendes Fußpedal schaltbar ist. Der Schlagzeuger kann damit über Zuschaltung oder Ausschaltung des Druckluftspeichers dafür sorgen, dass sich die Spannung des Fells auch während des Spiels verändert, was für die Klangvielfalt besonders interessant ist.
Der Schlagring dient ja in gewisser Weise als Widerlager für den im U-förmigen Stützrand gelagerten Schlauchkörper. Er wird dabei auf einfache und zweckmäßige Weise so festgelegt, dass er über an sich bekannte Feststeller an der Außenwand des Hohlkörpers festgelegt ist. Dabei reicht hier über den Umfang gesehen die Festlegung an vier, acht oder mehr Stellen, je nach Größe des Schlaginstrumentes bzw. der Trommel. Hierbei kann an sich auf einfache bekannte Feststeller zurückgegriffen werden, die ja lediglich den Schlagring in einer vorgegebenen Position zu halten haben. Die moderneren Hohlkörper derartiger Schlaginstrumente bestehen aus Kunststoff. Wird aber Holz oder ein weniger flexibles Material als Hohlkörper eingesetzt, so ist es von Vor-
6 teil, wenn auf den Hohlkörperrand ein aus PU-Material oder Harz bestehender Flexring aufgesetzt ist. Bei einer derartigen Ausbildung läuft das Fell über diesen Flexring, sodass es bezüglich der Spannkräfte, insbesondere aber der Klangwirkung einem insgesamt aus einem entsprechendem Kunststoffmaterial bestehenden Hohlkörper gleichkommt. Dabei kann der Flexring zur optimalen Fixierung in eine Außenhaut für den Hohlkörper übergehen, wobei ja bei derartigen Schlaginstrumenten auf beiden Seiten des Hohlkörpers derartige Flexringe anzuordnen wären.
Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass das Fell über den Hohlkörperrand hinaus verlängert ausgebildet ist und endseitig über einen pfeilförmigen Ansatz verfügt, der in einen um den Hohlkörper herumlaufenden Stützring einführbar und dabei über den dem Stützring zugeordneten Ringkörper in Längsrichtung der Außenwand des Hohlkörpers verschiebbar und fixierbar ist. Denkbar ist es dabei natürlich auch, den Stützring ähnlich dem U-förmigen Stützrand auszubilden und zwar nach beiden Seiten hin, sodass auch hier ein entsprechender Ringkörper bzw. Schlauchkörper angeordnet und so fixiert werden kann, dass das entsprechend weit heruntergezogene Fell entsprechend auch hier in Spannung gebracht und gehalten wird. Denkbar ist es dabei weiter, dass das entsprechende Fell endseitig nicht mehr den üblichen Fellfixierring erhält, sondern das entsprechende Fell aufweist also endseitig einen pfeilförmigen Ansatz, der entsprechend in den Stützring eingeführt werden kann, wo er dann über den Ringkörper oder auch zwei Ringkörper gleichmäßig belastet und damit gespannt wird. Vorteilhaft ist, dass die Einwirkung des gleichmäßigen Stellteilringkörpers unmittelbar auf das Fell einwirkt, also ohne Zwischenschaltung irgendwelcher Zwischenglieder.
Eine weitere ähnliche Ausführungsform sieht vor, dass das Fell in einen rund- umlauffenden Fellfixierring übergeht oder an diesem festgelegt ist, der über einen schlauchförmigen, den Hohlkörper umfassenden Zugkörper mit endseitigem pfeilförmigen Ansatz mit dem Stützring verbunden und über den Schlauchkörper spannbar und entlastbar ausgebildet ist. Es wird bei dieser Ausführungsform somit mit dem an sich bekannten Fellfixierring gearbeitet, der als solcher über den Zugkörper mit dem Ringkörper verbunden wird, der über den Stützring auf den Fellfixierring und damit auf das Fell einwirkt. Vorteil ist, dass hierbei auf die vorhandene Technik weitgehend zurück-
7 gegriffen werden kann, wesentliche Veränderungen insbesondere bei der Herstellung des Fells somit entfallen.
Eine optimal gleichmäßige Spannungsaufbringung ist möglich, wenn auf beiden Flanken des pfeilförmigen Ansatzes der im Umfang veränderbar ausgebildete Schlauchkörper angeordnet ist. Es werden also zwei Schlauchkörper eingesetzt, wobei dies sowohl beim durchgehenden Fell wie auch bei der Ausbildung, bei der der Fellfixierring und der Zugkörper zwischengeschaltet sind, Verwendung finden kann.
Der zum Einsatz kommende Stützring wird gemäß Stand der Technik an der Außenwand des Hohlkörpers festgelegt. Dabei wird der Hohlkörper in der Regel durchbohrt, sodass sich auf der Innenseite des Hohlkörpers Schraubenköpfe oder ähnliche Bauteile befinden. Insbesondere dann, wenn der Stützring auf beiden Seiten Aufnahmen für die pfeilförmigen Ansätze des Zugkörpers aufweist oder auf beiden Seiten entsprechend anders fixierte Hohlkörper positioniert sind, kann auf ein Festlegen des Stützringes vorteilhaft verzichtet werden, wenn wie erfindungsgemäß vorgesehen, der Stützring nur punktuell, vorzugsweise über eine Gestellhalterung oder gar nicht mit der Außenwand des Hohlkörpers verbunden ist, vielmehr Fell und Resonanzfell gleichzeitig spannend ausgebildet ist. Die Gestellhalterung ist sowieso notwendig. Hier ist die Wandung des Hohlkörpers durchbohrt, um die Gestellhalterung wirksam am Gestell festlegen zu können. Von daher bietet sich diese Gestellhalterung an, um den Stützring zumindest punktuell festzulegen, sodass er bei der Montage nicht hin- und herrutschen kann, sondern in seiner Lage vom Prinzip her festgelegt ist. Sind aber dann die pfeilförmigen Ansätze in die Aufnahmen eingeführt und die jeweiligen Schlauchkörper "aufgeblasen", erübrigt sich vom Prinzip her eine Fixierung des Stützringes, sodass die Verbindung mit der Gestellhalterung lediglich als Montagehilfe wirkt.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass ein Schlaginstrument insbesondere eine Trommel geschaffen ist, die über ein frei schwingendes bzw. optimal schwingendes Fell oder über eben zwei Felle verfügt, die damit vom Schlagzeuger optimal belastet werden können. Vorteilhaft ist insbesondere auch, dass die Spannung auf das Fell auch noch problemlos vom Schlagzeuger selbst während des
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Spielens verändert werden kann, ohne dass er sein Spiel unterbrechen muss. Er belastet bzw. er bläht den Schlauchkörper einfach mehr oder weniger auf und bringt damit höhere Spannkräfte auf das Fell oder niedrigere Spannkräfte auf, sodass damit dem Spieler die Möglichkeit gegeben ist, sein Instrument optimal auszunutzen. Von Vorteil ist weiter, dass ein derartiges Spannaggregat auch zur Optimierung vorhandener Schlaginstrumente verwirklicht werden kann, weil im Wesentlichen die Füllung des Stützrings durch den Schlauchkörper ersetzt ist und eine entsprechende Fixierung des Schlagrings als Widerlager notwendig ist, um schon die vorteilhafte Erfindung zu verwirklichen. Damit brauchen vorhandene Schlaginstrumente nicht beiseite gestellt zu werden, sondern sie können vielmehr in die erfindungsgemäße Technik einbezogen werden, was somit für den Schlagzeuger bzw. Spieler erhebliche Vorteile mit sich bringt.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
Fig. 1 eine Trommel im Ausschnitt mit über einen Schlauchkörper gespanntem Fell,
Fig. 2 eine vergrößerte Wiedergabe des den Schlauchkörper aufnehmenden U-förmigen Stützrandes mit dem eingelegten Fell,
Fig. 3 einen Schlagring im Schnitt in Einzeldarstellung mit Speichenblech,
Fig. 4 eine Trommel mit Flexring als Hohlkörperrand im Schnitt und teilweise perspektivisch dargestellt,
Fig. 5 eine Trommel in Gesamtansicht mit doppelt angeordneten
Schlauchkörpera in einer anderen Ausführung,
Fig. 6 eine weitere Ausführung einer Spannautomatik und
Fig. 7 eine der Ausbildung nach Fig. 1 ähnliche Spannautomatik im Schnitt.
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Bei dem in Figur 1 wiedergegebenen Schlaginstrument handelt es sich um eine Trommel 1, der Hohlkörper 2 ringförmig ausgebildet ist. Am oberen Hohlkörperrand 7 befindet sich das Fell 3, am unteren Rand befindet sich das sogenannte Resonanzfell 4, das allerdings nicht hier, sondern nur in Figur 5 dargestellt ist. Beide Felle 3, 4 werden über eine Spanneinrichtung bzw. Spannautomatik 5 belastet, die beidseitig des Hohlkörpers 2 gleich ausgebildet ist und an der Außenwand 6 des Hohlkörpers 2 angeordnet wird.
Das Fell 3 ist gemäß Figur 1 über den Hohlkörperrand 7 gezogen bzw. liegt lose auf diesem Hohlkörperrand 7 auf. Der Rand 8 des Felles 3 und auch der Rand des Resonanzfelles 4 werden von einem Fellfixierring 9 gebildet, der die Möglichkeit bietet, eine entsprechende Spanneinrichtung 5 zweckmäßig anzubringen. Die Verbindung zwischen Fell 3 und Fellfixierring 9 entspricht vorzugsweise dem des Standes der Technik.
Der Fellfixiering 9 weist nach Figur 1 insofern eine besondere Ausbildung aus, als hier ein Stützrand 14 aus Aluminium o. ä. Material zum Einsatz kommt, der über eine Füllung 15 in Form eines Schlauchkörpers 10 verfügt. Dieser Schlauchkörper 10 ist als rundum laufender geschlossener Ringkörper 13 ausgebildet.
Der Schlauchkörper 10 bzw. Ringkörper 13 ist dabei mit einer Wandung 11 ausgerüst, die rundum gleich oder wie weiter hinten noch erläutert auch von unterschiedlicher Stärke sein kann.
Der Schlauchkörper 10 bzw. Ringkörper 13 fixiert den Rand 8 des Fells 3 im U-förmig ausgebildeten Stützrand 14, wobei dieser Stützrand so angeordnet und ausgebildet ist, dass er an der Außenwand 6 des Hohlkörpers 2 außen auf- und abbewegt werden kann. Dabei ist es möglich, wie auch in Figur 2 verdeutlicht, Schlauchkörper 10 und Rand 8 des Felles 3 nur durch Aufbringung des entsprechenden Druckes im U- förmigen Stützrand 14 wirksam festzulegen. Denkbar ist es aber auch, dass Schlauchkörper 10 und Rand 8 des Fells bzw. Resonanzfells 3, 4 eine Baueinheit bilden.
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Der Schlauchkörper 10 bzw. Ringkörper 13 ist mit einem hier nicht dargestellten Druckluftspeicher oder Drucklufterzeuger verbunden. Durch Betätigung des Fußpedals beispielsweise kann das dem Druckluftspeicher bzw. Drucklufterzeuger bzw. dem Verbindungsschlauch zugeordnete Ventil geöffnet oder geschlossen werden. Beim Öffnen des Ventils bläht sich der Schlauchkörper 10 auf, wobei er sich dabei am U-förmigen Stützrand 14 und am Schlagring 20 abstützt. Der Schlagring 20 mit seinem hier umgebördelten Ringrand 19 wird über den Feststeller 21 an der Außenwand 6 des Hohlkörpers 2 so festgelegt, dass er wie beschrieben als Widerlager für den Schlauchkörper 10 bzw. Ringkörper 13 dient. Dabei ist es von Vorteil, wenn die obere freie Wandung 22 des Schlauchkörpers 10 gegenüber der übrigen Wandung 23 eine größere Flexibilität aufweist. Diese größere Flexibilität kann beispielsweise durch eine dünnere Gestaltung der Wandung 22 erreicht werden.
Der Feststeller 21 ist mit einem Klammerhalter 34 verbunden, der wiederum über die Halteschraube 37 an der Außenwand 6 festgelegt ist. Andere Befestigungsmöglichkeiten sind natürlich denkbar, wobei auch auf die aufwendige Gestaltung des Klammerhalters 34 verzichtet werden kann, weil der Feststeller 21 ja nicht unbedingt als Schraube ausgebildet sein muss.
Erkennbar ist in Figur 1, dass der Feststeller 21 den Schlagring 20 über eine obere Ringplatte 17 und eine untere Ringplatte 18 fixiert, um so die Montage zu erleichtern.
Dabei kann der Boden des Schlagringes 20 als Speichenblech 24 ausgebildet werden, wie dies in Figur 3 angedeutet ist. Dieses Speichenblech 24 ermöglicht es dem Schlauchkörper 10, sich zunächst einmal begrenzt nach oben auszudehen, wobei das Speichenblech 24 begrenzt nachgibt. Dieses Speichenblech 24 beult sich dann aus und ergibt oder belässt für den Schlauchkörper 10 somit eine gewisse runde Körperform, wenn er dann die entsprechenden Kräfte auf den Rand 8 des Fells 3 ausübt.
Figur 4 unterscheidet sich bezüglich des oberen Hohlkörperrandes 7 insofern, als dieser nicht entsprechend zugespitzt ausgebildet ist, sondern vielmehr einen Flexring
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25 aufnimmt, der beispielsweise in eine Außenwandauflage 38 übergeht, um so eine optimale Fixierung und Festlegung des Flexringes 25 zu ermöglichen. Dieser Flexring 25 nimmt das darüber laufende Fell 3 auf und erlaubt somit besonders günstige Klangvarianten bzw. das Erzeugen entsprechender Klänge.
Eine gleichmäßige Belastung bzw. Spannung wirkt auf den Fellfixiering 9, wenn er selbst nicht als Schlauchkörper ausgebildet ist, sondern als Festring, der entsprechend am oberen Hohlkörperrand 7 quasi anliegt. Hier ist eine zweckmäßige Ausbildung insofern dargestellt, als hier sowohl das Fell 3 wie auch das Resonanzfell 4 gleichmäßig festgelegt sind und zwar im gleichen Stützring 27. Der Stützring 27 weist hierzu neben der Aufnahme 28 auf der gegenüberliegenden Seite 36 eine Aufnahme 28' auf, in die der entsprechend pfeilförmige Ansatz 31 eingeführt werden kann. Erkennbar ist weiter, dass beide Flanken 32, 33 der jeweiligen pfeilförmigen Ansätze 26, 31 über entsprechende Schlauchkörper 10, 10' belastet sind. Durch diese gleichmäßige Belastung werden die pfeilförmigen Ansätze 26, 31 mehr oder weniger weit in die Aufnahme 28, 28' in Längsrichtung 29 der Außenwand 6 hineingezogen und dann festgelegt bzw. wieder gelockert. Denkbar ist es, das Fell 3 selbst mit solchen pfeilförmigen Ansätzen 26, 31 zu versehen, oder aber es wird wie hier dargestellt ein Zugkörper 30 zwischengeschaltet, der mit den entsprechenden Ansätzen 26, 31 versehen ist.
Die Figuren 6 und 7 zeigen weitere Ausbildungen, wobei nach Figur 6 zwar ein pfeilförmiger Ansatz zum Einsatz kommt, allerdings in Form eines Spitzansatzes 39, der nur durch einen einzigen Schlauchkörper 10 belastet wird bzw. in die entsprechende Aufnahme 28" hineingezogen wird. Auch hier beeinflusst der Schlagring 20 aufgrund der Zugkräfte des Schlauchkörpers 10 den Fellfixierring 9, sodass damit das Fell 3 auch gleichmäßig gespannt wird. Ergänzend ist in Figur 6 wiedergegeben, dass der Fellfixierring 9 hier wiederum mit einem U-förmigen Stützrand mit eingelegtem Schlauchkörper 10 ausgerüstet ist, sodass hier eine Doppelspanneinwirkung aufgebracht werden kann, wenn dieses notwendig oder gewünscht ist. Denkbar ist es aber auch, nur die obere Spannautomatik zu verwirklichen oder auch nur die untere Spannautomatik 5.
Es versteht sich, dass wie in Figur 5 auch bei der Ausbildung nach Figur 6 und
12 auch nach Figur 7 auch auf der gegenüberliegenden Seite 35 eine Spannautomatik vorgesehen ist.
Figur 7 zeigt dann eine besonders einfache und zweckmäßige Form, insbesondere für Handtrommeln geeignet, bei der ein rundum laufender Haltering 40 als Widerlager für den entsprechend ausgebildeten Fellfixiering 9 dient, wobei der Fellfixierring 9 hier entweder einen einfachen Schlauchkörper 10 als Rand 8 aufweist oder aber die weiter vorn beschriebene Form mit dem Stützrand 14, der den Ringkörper bzw. Schlauchkörper 13, 10 aufnimmt und dabei entweder mit dem Rand 8 des Fells 3 eine Einheit bildet oder aber diese entsprechend fixiert.
Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden, werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.