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Brennstoffzellen-Modul
Der Gegenstand der Patentanmeldung bezieht sich auf ein Brennstoffzellen-Modul mit wenigstens zwei Brennstoffzellen, insbesondere Niedertemperatur- Brennstoffzellen.
Es ist bekannt, daß elektrische Energie mittels sogenannter Brennstoffzellen erzeugbar ist. Die Brennstoffzellen beziehungsweise eine Vielzahl von Brennstoffzellen, die ein Brennstoffzellen-Modul bilden, können zur mobilen und stationären sowie für eine dezentrale Stromversorgung verwendet werden. Es ist bereits bekannt, daß Brennstoffzellen in Kraftfahrzeugen eingesetzt werden, wie dies beispielsweise in der DE 43 22 765 C 1 beschrieben ist.
Im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik finden sogenannte Niedertemperatur- Brennstoffzellen Verwendung, die bei einer Temperatur von ca. 80 °C arbeiten. Eine Brennstoffzelle weist zwei Elektroden verschiedener Polarität auf. Zwischen den Elektroden ist ein Elektrolyt angeordnet. Bei einem Elektrolyt einer Niedertemperatur-Brennstoffzelle kann es sich beispielsweise um eine protonenleitende Elektrolytmembran (PEM) handeln. Der Brennstoffzelle wird ein Brennstoff, insbesondere Wasserstoff oder Methanol, und ein Oxidant, insbesondere Sauerstoff, voneinander getrennt zugeführt. Bei einer PEM-Brennstof zelle wandern die positiven Wasserstoff-Ionen, d. h. die Protonen, durch die Elektrolytmembran. Auf der gegenüberliegenden Seite der Elektrolytmembran reagieren die Wasserstoff- Ionen mit dem Sauerstoff. Der Elektronenüberschuß auf der Wasserstoffseite der Membran und der Elektronenmangel auf der Sauerstoffseite erzeugen einen Potentialunterschied. Wird ein äußerer Stromkreis gebildet, so kann ein Strom fließen.
Es ist bekannt, daß ein Brennstoffzellen-Modul wenigstens zwei Brennstoffzellen umfaßt, die durch eine sogenannte Bipolarplatte voneinander getrennt sind. Die
Brennstoffzellen sind dabei so angeordnet, daß die Anode einer Brennstoffzelle über
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die bipolare Platte mit einer Kathode einer benachbarten Brennstoffzelle verbunden ist. Die einzelnen Brennstoffzellen eines Brennstoffzellen-Moduls sind elektrisch in Serie geschaltet. Die bipolare Platte dient neben der elektrischen Verbindung zwischen der Kathode und der Anode benachbarter Brennstoffzellen auch zur Trennung von Brennstoff und Oxidant. Die bipolare Platte kann durch zwei übereinander angeordnete gewellte Bleche, zwischen denen ein Glattblech angeordnet ist, gebildet sein. Die gewellten Bleche begrenzen mit dem Glattblech Kanäle, durch die der Brennstoff beziehungsweise der Oxidant geleitet wird. Vorzugsweise strömt der Brennstoff und der Oxidant im Kreuzstrom.
Es sind auch bipolare Platten bekannt, die einstückig ausgebildet sind und Kanäle für Brennstoff und Oxidant aufweisen.
Die Brennstoffzellen eines solchen Stapels werden miteinander verspannt, so daß auch bei der Betriebstemperatur des Brennstoffzellen-Moduls eine Gasdichtigkeit gewährleistet werden soll. Hierzu sind die Brennstoffzellen zwischen zwei Platten angeordnet, die über Zugstangen miteinander verbunden sind.
Die elektrischen Verluste des Brennstoffzellen-Moduls werden auch von der elektrischen Verbindung zwischen den Elekroden und der bipolaren Platte mitbestimmt.
Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, die elektrischen Verluste bei einem Brennstoffzellen-Modul zu verringern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein erfindungsgemäßes Brennstoffzellen-Modul gelöst, das die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen des Brennstoffzellen-Moduls sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Das erfϊndungsgemäße Brennstoffzellen-Modul weist wenigstens zwei Brennstoffzellen, insbesondere Niedertemperatur-Brennstoffzellen, vorzugsweise Brennstoffzellen mit einer protonenleitenden Elektrolytmembran, auf. Jede Brennstoffzelle weist zwei Elektroden verschiedener Polarität sowie einen zwischen den Elektroden angeordneten Elektrolyten auf. Zur Versorgung der Brennstoffzellen mit einem Brennstoff ist wenigstens ein Brennstoffversorgungskanal vorgesehen. Zur Bereitstellung eines Oxidanten ist eine jede Brennstoffzelle mit wenigstens einem Oxidantversorgungskanal verbunden.
Die Elektroden verschiedener Polarität des erfindungsgemäßen Brennstoffzellen- Moduls sind elektrisch miteinander verbunden. Die wenigstens zwei Brennstoffzellen sind im wesentlichen nebeneinander angeordnet. Die Anordnung der Brennstoffzellen ist derart, daß die Elektrolyte einer jeden Zelle im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene liegen. Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung des Brennstoffzellen-Moduls kann auf bipolare Platten, wie sie bei einem Brennstoffzellen-Modul nach dem Stand der Technik bekannt sind, verzichtet werden. Die elektrische Verbindung der einzelnen Brennstoffzellen erfolgt über ein Verbindungselement. Die elektrischen Verluste des Brennstoffzellen-Moduls sind gegenüber einem Brennstoffzellen-Modul, wie er durch den Stand der Technik bekannt ist, geringer, da die elektrische Kontaktierung der Elektroden mit den Verbindungselementen unabhängig vom Anpreßdruck ist. Die elektrische Kontaktierung der Verbindungselemente mit den jeweiligen Elektroden kann beispielsweise durch Lötung erfolgen.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Brennstoffzellen- Moduls wird vorgeschlagen, daß die Brennstoffzellen so abwechselnd angeordnet sind, daß die Elektroden verschiedener Polarität benachbarter Brennstoffzellen im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene liegen. Durch diese Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Brennstoffzellen-Moduls wird eine Verringerung der Länge der Verbindungselemente, die die Elektroden verschiedener Polaritäten verbinden,
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erreicht, so daß die ohmschen Verluste der Verbindungselemente bei gleicher Querschnittsgröße des Verbindungselementes verringert werden.
Nach einer noch weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Brennstoffzellen-Moduls wird vorgeschlagen, daß die wenigstens zwei Brennstoffzellen im wesentlichen nebeneinander, vorzugsweise unmittelbar nebeneinander, angeordnet sind und einen Strang bilden.
Ein Brennstoffzellen-Modul weist vorzugsweise zwei Stränge auf. Die Stränge des Brennstoffzellen-Moduls sind vorzugsweise parallel geschaltet. Jeder Strang sollte hierbei gleicher Spannung sein. Durch diese Ausgestaltung des Brennstoffzellen- Moduls wird erreicht, daß die Leistung des Brennstoffzellen-Moduls bei vorgegebener Spannung variiert werden kann.
Nach noch einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Brennstoffzellen-Moduls wird vorgeschlagen, daß wenigstens zwei Stränge voneinander elektrisch isoliert übereinander angeordnet sind. Durch diese vorteilhafte Ausgestaltung wird ein relativ kompakter Aufbau des Brennstoffzellen-Moduls erreicht. Eine solche Anordnung des Brennstoffzellen-Moduls ist insbesondere für Kraftfahrzeuge geeignet, da der Raumbedarf für das Brennstoffzellen-Modul relativ gering ist.
Für einen weiteren kompakten Aufbau des Brennstoffzellen-Moduls wird vorgeschlagen, daß die Brennstoffzellen im wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind.
In Abhängigkeit vom zur Verfügung stehenden Einbauraum kann das Brennstoffzellen-Modul auch so ausgebildet sein, daß die Brennstoffzellen im wesentlichen auf einem Kreisumfang angeordnet sind. Andere Konstellationen der Anordnung der Brennstoffzellen sind möglich. Es ist nicht zwingend, daß alle Brennstoffzellen parallel beziehungsweise auf einem Kreisumfang angeordnet sind. Die Anordnung der Brennstoffzellen eines jeden Strangs kann gleich sein, so daß die
Ausbildung eines Brennstoffzellen-Moduls mit unterschiedlicher Leistung einfach und kostengünstig hergestellt werden kann. Es ist nicht zwingend, daß die Brennstoffzellen in den einzelnen Strängen gleich angeordnet sind. Die einzelnen Stränge können auch eine unterschiedliche Anzahl von Brennstoffzellen aufweisen.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Brennstoffzellen-Moduls wird vorgeschlagen, daß eine jede Brennstoffzelle einen Brennstoffzuführkanal und einen Oxidantzuführkanal aufweist. Die Brennstoffzuführkanäle der Brennstoffzellen sind mit dem Brennstof versor- gungskanal und die Oxidantzuführkanäle der Brennstoffzellen mit dem Oxi- dantversorgungskanal verbunden. Die Brennstoffzellen sind zwischen dem Brennstoffversorgungskanal und dem Oxidantversorgungskanal angeordnet. Die Brennstoffzellen können auch unmittelbar, d. h. ohne Zuführkanäle, zwischen dem BrennstoffVersorgungskanal und dem Oxidantversorgungskanal angeordnet sein, so daß der Brennstoff beziehungsweise der Oxidant unmittelbar an den Elektroden anliegt. Durch diese Anordnung kann die Versorgung der Brennstoffzellen mit einem Brennstoff, insbesondere mit Wasserstoff, über einen Brennstoffversorgungskanal erfolgen. Die Verteilung des Brennstoffes, insbesondere des Wasserstoffes, kann diffusionsgesteuert ablaufen. Der Wasserstoff wird vorzugsweise mit einem geringen Druck im Brennstoffversorgungskanal geleitet. Der Transport des Wasserstoffes zur Elektrode erfolgt durch Diffusion. Der Wasserstoff wird nicht im Durchfluß durch den BrennstoffVersorgungskanal geleitet. Die Leistungsregelung des Brennstoffzellen-Moduls erfolgt über den Leistungsbedarf eines Verbrauchers. Die Ausbildung des Brennstoffversorgungskanals kann auch bei anderweitigen Ausgestaltungen beziehungsweise andersartigen Ausgestaltungen des Brennstoffzellen-Moduls verwendet werden.
Auch die Zuführung eines Oxidanten, insbesondere von Luft, kann über einen einzigen Oxidantversorgungskanal erfolgen. Statt eines Oxidantversorgungskanals können die Elektroden der Sauerstoffseite von außen her frei für die Luft zugänglich sein. Diese Ausgestaltung ist unabhängig von der Ausbildung des Brennstoffzellen-
Moduls. Der Sauerstoff der Luft kann dann zu den Elektroden der Sauerstoffseite (den Kathoden) bei einer protonenleitenden Elektrolytmembran, durch eine Membran zugeführt werden. Alternativ kann ein Versorgungskanal zur Versorgung der Luftseite vorgesehen werden, falls die SauerstoffVersorgung durch Diffusion nicht ausreichend ist.
Das Brennstoffzellen-Modul kann auch mehrere Stränge aufweisen, so daß auch die Brennstoffzellen eines jeden Strangs mit dem Oxidantversorgungskanal beziehungsweise mit dem BrennstoffVersorgungskanal verbunden ist. Hierdurch wird eine zentrale Versorgung des Brennstoffzellen-Moduls erreicht.
Die Leistung der Brennstoffzellen beziehungsweise die Leistung eines Strangs ist unter anderem von dem zur Verfügung gestellten Brennstoff abhängig. Zur Steuerung der Leistung des Brennstoffzellen-Moduls wird vorgeschlagen, daß jeder Strang jeweils einen BrennstoffVersorgungskanal und einen Oxidantversorgungskanal aufweist. Durch getrennte Zuführung eines Brennstoffes und eines Oxidanten kann jeder Strang einzeln angesteuert werden.
Vorzugsweise ist nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung das Brenn- stoffzellen-Modul so ausgebildet, daß die Brennstoffzuführkanäle im wesentlichen senkrecht zum BrennstoffVersorgungskanal ausgebildet sind.
Das Brennstoffzellen-Modul kann auch im wesentlichen ohne Brennstoffzuführkanäle und Oxidantzuführkanäle ausgebildet sein. Bei einer solchen Ausgestaltung stehen die Elektroden, bei denen es sich um poröse Elektroden handelt, in unmittelbarem strömungstechnischen Verbund mit dem Brennstoffversorgungskanal und dem Oxidantversorgungskanal. Der Transport des Brennstoffes beziehungsweise des Oxidationsmittels erfolgt durch Diffusion in den porösen Elektroden.
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Der Oxidantversorgungskanal kann als ein Durchgangskanal ausgebildet sein, in dem das Oxidationsmittel, insbesondere Luft, strömt. Wird das Brennstoffzellen- Modul als Versorgungseinheit einer Antriebsvorrichtung eines Fahrzeugs verwendet, so kann es zweckmäßig sein, wenn die Luft über geeignete Strömungsmittel unmittelbar aus der Umgebungsatmosphäre in den Oxidantversorgungskanal gelangt. Dies hat den Vorteil, daß während einer Fahrt des Fahrzeugs Luft in den Versorgungskanal gelangt, ohne daß hierzu zusätzliche Einrichtungen notwendig sind. Der Versorgungskanal kann auch über eine Zusatzleitung mit einem Verdichter verbunden sein, durch den Luft in den Versorgungskanal eingeleitet wird. In Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit kann dann der Volumenstrom der vom Verdichter in den Versorgungskanal zugeführten Luft verringert werden. Der Vorteil dieser Oxidantzuführung kann darin gesehen werden, daß der Wirkungsgrad erhöht werden kann, da der Energieverbrauch für Nebenaggregate, wie z. B. einen Verdichter, verringert wird. Eine unmittlbare Zuführung der Luft zu der Sauerstoffseite des Brennstoffzellen-Moduls unterstützt auch eine Kühlung des Brennstoffzellen-Moduls. Die vorstehend genannte Möglichkeit der Zuführung von Luft zu einem Brennstoffzellen-Modul kann auch bei Brennstoffzellen-Modulen verwirklicht werden, die nicht den erfindungsgemäßen Aufbau haben. Dies gilt auch für die Zuführung des Brennstoffes, insbesondere des Wasserstoffes.
Der BrennstoffVersorgungskanal kann in Form einer geschlossenen Kammer ausgebildet sein. Die Kammer wird kontinuierlich mit dem Brennstoff versorgt. Die Menge des Brennstoffes beziehungsweise das Brennstoffvolumen, welches zugeführt wird, ist abhängig vom Druck im BrennstoffVersorgungskanal. Über den Druck im BrennstoffVersorgungskanal kann eine Steuerung der Leistungsdichte des Brennstoffzellen-Moduls erreicht werden.
Ist der Versorgungskanal in Form einer Kammer ausgebildet, so besteht die Gefahr, daß durch Verunreinigungen im Brennstoff, insbesondere im Wasserstoff, die Konzentration der Verunreinigungen im BrennstoffVersorgungskanal zunimmt, durch die eine Funktionsbeeinträchtigung der Brennstoffzelle eintreten kann. Zur
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Vermeidung einer solchen Beeinträchtigung wird vorgeschlagen, daß die Kammer innerhalb bestimmter Intervalle, die von der abgegebenen Leistung der Brennstoffzelle abhängen können, gespült wird.
Während des Spülvorgangs wird vorzugsweise der sich im Kanal befindende Brennstoff über einen Katalysator umgewandelt, bevor der Brennstoff an die Umgebungsluft abgegeben wird.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Brennstoffzellen-Moduls wird vorgeschlagen, daß die wenigstens zwei Brennstoffzellen einen gemeinsamen Elektrolyten aufweisen. Diese Ausgestaltung des Brennstoffzellen-Moduls hat den Vorteil, daß die Herstellung des Moduls vereinfacht wird. Vorzugsweise weisen zwei benachbarte Brennstoffzellen eines jeden Stranges weisen einen gemeinsamen Elektrolyten auf. Hierdurch ist ein Ersatz beziehungsweise Austausch eines schadhaften Stranges aus dem Brennstoffzellen-Modul relativ einfach. Dies erhöht die Wartungsfreundlichkeit des Brennstoffzellen-Moduls.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Brennstoffzellen-Moduls wird vorgeschlagen, daß jeder Strang ein im wesentlichen mäanderförmig ausgebildetes Oberteil und ein im wesentlichen mäanderförmig ausgebildetes Unterteil aufweist. Zwischen dem Oberteil und dem Unterteil ist ein Elektrolyt angeordnet. Das Oberteil und das Unterteil weisen im wesentlichen U-förmig ausgebildete Aufnahmen auf. Die Aufnahmen des Oberteils sind zu einer gemeinsamen Seite hin offen. Auch die Aufnahmen des Unterteils sind zu einer gemeinsamen Seite hin offen, wobei die Aufnahmen des Unterteils zur gegenüberliegenden Seite hin offen, sind. Die Öffnungen der Aufnahmen sind vorzugsweise zum BrennstoffVersorgungskanal beziehungsweise zum Oxidantversorgungskanal hin offen.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist das Oberteil und das Unterteil jeweils im wesentlichen quer zur Längsrichtung des Oberteils beziehungsweise des
Unterteils verlaufende Wände auf, die von einer Stirnseite her Aussparungen
aufweisen, in die elektrisch leitende Verbindungselemente angeordnet sind. Vorzugsweise ist die Aussparung und wenigstens der in der Aussparung liegende Abschnitt des Verbindungselementes so ausgebildet, daß der Abschnitt mit der Stirnseite fluchtet. Das Verbindungselement verbindet Elektroden benachbarter Brennstoffzellen, die unterschiedliche Polarität aufweisen.
Nach einer noch weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Brennstoffzellen-Moduls wird vorgeschlagen, daß eine gasdichte Verbindung zwischen dem Verbindungselement und der Wand ausgebildet ist. Das Oberteil und/oder das Unterteil bestehen vorzugsweise aus einem Kunststoff. Das Oberteil beziehungsweise das Unterteil kann auch eine Deckwand aufweisen, welche gleichzeitig eine elektrische Isolierung zu einem benachbarten Strang des Brennstoffzellen-Moduls bildet. In der Deckwand können auch die Verbindungselemente angeordnet sein, so daß auf Aussparungen in den Wänden des Oberteils beziehungsweise Unterteils verzichtet werden kann.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des erfindungsgemäßen Brennstoffzellen-Moduls werden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Brennstoffzellen-Moduls in einer Draufsicht,
Fig. 2 das Brennstoffzellen-Modul nach Fig. 1 in einer Seitenansicht,
Fig. 3 schematisch in einer Draufsicht ein Oberteil des Brennstoffzellen-
Moduls nach Fig. 1,
Fig. 4 schematisch in einer Draufsicht ein Unterteil des Brennstoffzellen- Moduls,
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Fig. 5 schematisch in einer Draufsicht ein zweites Ausfuhrungsbeispiel eines Brennstoffzellen-Moduls und
Fig. 6 das Brennstoffzellen-Modul nach Fig. 5 in einer Schnittansicht.
Fig. 1 zeigt ein erstes Ausfuhrungsbeispiel eines Brennstoffzellen-Moduls. Das Brennstoffzellen-Modul weist Brennstoffzellen 1, 2 auf. Jede Brennstoffzelle 1, 2 weist zwei Elektroden, eine Kathode 4 und eine Anode 5 auf. Zwischen der Kathode 4 und der Anode 5 einer jeden Brennstoffzelle 1, 2 ist ein Elektrolyt 3 angeordnet, wie die Fig. 2 zeigt.
Das Brennstoffzellen-Modul weist einen BrennstoffVersorgungskanal 10 auf. Der BrennstoffVersorgungskanal 10 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 zentral innerhalb des Brennstoffzellen-Moduls ausgebildet. Ein Oxidantversorgungskanal 11 ist zur Versorgung der Brennstoffzellen 1, 2 vorgesehen.
Die Brennstoffzellen 1, 2 sind im wesentlichen nebeneinander angeordnet, wie dies aus der Fig. 1 ersichtlich ist. Die Brennstoffzellen 1, 2 sind im wesentlichen unmittelbar nebeneinander angeordnet und bilden einen Strang 12. Die einzelnen Brennstoffzellen 1, 2 des Strangs 12 sind in Serie geschaltet. Zur elektrischen Verbindung des Brennstoffzellen-Moduls sind Anschlüsse 6, 7 vorgesehen.
Die einzelnen Brennstoffzellen 1, 2 sind über Verbindungselemente 8 miteinander verbunden. Ausgehend vom Anschluß 7 verbindet das Verbindungselement 8 die Kathode 4 der Brennstoffzelle 1 mit der Anode 5 der Brennstoffzelle 2. Ein weiteres Verbindungselement 8 verbindet die Kathode 4 der Brennstoffzelle 2 mit der Anode der benachbarten Brennstoffzelle 1 und so weiter bis zum Anschluß 6. Die Brennstoffzellen 1, 2 sind so angeordnet, daß auf eine Kathode 4, in der Draufsicht in der Fig. 1, eine Anode 5 der folgenden Brennstoffzelle 2 folgt.
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Die Brennstoffzellen 1, 2 weisen einen gemeinsamen Elektrolyten 3 auf, wie dies aus der Fig. 2 ersichtlich ist. Auf dem Elektrolyt 3 ist ein Oberteil 13 angeordnet. Unterhalb des Elektrolyten 3 ist ein Unterteil 14 angeordnet.
Das Oberteil 13 ist schematisch in der Fig. 3 dargestellt. Das Oberteil 13 ist im wesentlichen mäanderförmig ausgebildet. Es weist U-förmige Aufnahmen 15, 16 auf. Die Aufnahmen 15, 16 sind durch Wände 17 voneinander getrennt. In die Aufnahmen 15 beziehungsweise 16 sind die Kathoden 4 beziehungsweise Anoden 5 eingebracht, wie dies aus der Fig. 1 ersichtlich ist. Das Oberteil 13 begrenzt durch die Wände 9 den zentral ausgebildeten BrennstoffVersorgungskanal 10. Die Aufnahmen 16 sind zum BrennstoffVersorgungskanal 10 hin offen. Die Aufnahmen 15 sind zu einem nicht dargestellten Oxidantversorgungskanal 11 hin offen.
Fig. 4 zeigt ein Unterteil 14 auf. Das Unterteil 14 ist im wesentlichen entsprechend dem Oberteil 13 ausgebildet. Bei einer Anordnung des Oberteils 13 auf dem Unterteil 14 liegen die Wände 17 übereinander. Auch das Unterteil 14 weist einen zentral ausgebildeten BrennstoffVersorgungskanal 10 auf. Das Unterteil 14 weist Aufnahmen 15 auf. Die Aufnahmen 15 sind zu einem nicht dargestellten Oxidantversorgungskanal 11 hin offen.
Das Unterteil 14 weist Aufnahmen 16 auf, die zum BrennstoffVersorgungskanal 10 hin offen sind. Das Unterteil 14 und das Oberteil 13 sind so ausgebildet, daß bei einer Anordnung des Oberteils 13 über dem Unterteil 14 unter der zum Oxidantversorgungskanal hin offenen Aufnahme 15 des Oberteils 13 eine zum BrennstoffVersorgungskanal 10 hin offene Aufnahme 16 liegt. Die zum Brennstoffversorgungskanal 10 hin offene Aufnahme 16 des Oberteils liegt über einer zum Oxidantversorgungskanal hin offenen Aufnahme 15 des Unterteils 14.
Auf dem Oberteil 13 beziehungsweise Unterteil 14 ist eine Abdeckung 18 vorgesehen, die so ausgebildet ist, daß sie den zentral ausgebildeten Brenn-
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stoffVersorgungskanal 10 freigibt, wenn mehrere Stränge übereinander angeordnet sind. In der Abdeckung 18 sind Aussparungen 19 ausgebildet, in denen jeweils ein Verbindungselement 8 angeordnet ist. Ein jedes Verbindungselement 8 verbindet eine Kathode der einen Brennstoffzelle mit der Anode der anderen, benachbarten, Brennstoffzelle. Aus der Fig. 2 ist ersichtlich, daß die Kathoden 4 frei zugänglich sind, so daß über Diffusionsvorgänge ein Oxidant, insbesondere Luft, durch die porös ausgebildete Kathode zum Elektrolyten gelangen kann. Entsprechend besteht die Möglichkeit, für einen Brennstoff, insbesondere Wasserstoff, zu der Anode 5 zu gelangen. Auch die Anode 5 ist porös ausgebildet. Vorzugsweise handelt es sich bei der Anode 5 um einen Graphitkörper. An der Anode 5 kann weiteres katalytisches Material vorgesehen sein, bei dem es sich beispielsweise um Platin handelt.
In den Fig. 5 und 6 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines Brennstoffzellen- Moduls dargestellt. Das Brennstoffzellen-Modul weist mehrere nebeneinander angeordnete Brennstoffzellen 1, 2 auf. Die Brennstoffzellen 1, 2 sind so angeordnet, daß der Elektrolyt der Brennstoffzellen im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene liegt. Die Brennstoffzellen sind im wesentlichen auf einem Kreisumfang angeordnet. Die auf dem Kreisumfang angeordneten Brennstoffzellen 1, 2 bilden einen Strang 12. Der Strang 12 weist Anschlüsse 6, 7 auf, durch die mehrere übereinander angeordnete Stränge 12 parallel zueinander geschaltet werden können. Die Brennstoffzellen 1, 2 sind in Serie angeordnet. Die Brennstoffzellen 1, 2 des Strangs 12 sind in einem Oberteil 13 und einem Unterteil 14, welches nicht dargestellt ist, angeordnet. Der prinzipielle Aufbau des Oberteils und des Unterteils entspricht dem Aufbau des Oberteils 13 beziehungsweise Unterteils 14 in den Fig. 3 und 4. Auch hier sind Aufnahmen vorgesehen, die auf dem Kreisumfang angeordnet sind.
Die übereinander angeordneten Stränge 12 bilden ein hohlzylinderförmiges
Brennstoffzellen-Modul. Wie aus der Fig. 6 ersichtlich ist, ist zwischen zwei benachbarten Strängen 12 eine Kühleinheit 20, durch die Wärme aus der
Brennstoffzelle abgeleitet wird, angeordnet. Die Kühleinheit ist vorzugsweise so
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ausgebildet, daß diese zugleich eine Befeuchtung des Elektrolyten ermöglicht. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn es sich bei dem Elektrolyten um eine protonenleitende Elektrolytmembran handelt. Die Befeuchtung erfolgt durch Zuführung von Wasser zu der protonenleitenden Elektrolytmembran, wobei die Kühleinheit Kanäle aufweist, die mindestens teilweise durch eine semipermable Membran begrenzt sind, durch die ein Wasserdurchtritt möglich ist. Die Bezeichnung Unterteil und Oberteil beschreiben eine bevorzugte Anordnung der Brennstoffzellen. Die Brennstoffzellen beziehungsweise wenigstens ein Strang können auch vertikal oder geneigt bezüglich einer Vertikalen angeordnet sein.
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Bezugszeichenliste
1,2 Brennstoffzelle
3 Elektrolyt
4 Kathode
5 Anode
6,7 Anschlüsse
8 Verbindungselement
9 Wand
10 BrennstoffVersorgungskanal
11 Oxidantversorgungskanal
12 Strang
13 Oberteil
14 Unterteil
15,16 Aufnahme
17 Wand
18 Abdeckung
19 Aussparung
0 Kühleinheit