Verfahren und Anordnung zur Belichtung eines Substrates
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Belichtung eines mit einem n- schichtigen Resistsystem versehenen Substrates mit einer Korpuskularstrahlung, wobei eine elektrisch leitende Verbindung zwischen einem Massepotential und dem Substrat und/oder mindestens einer der
Schichten S-i bis Sn des Resistsystems zur Ableitung elektrischer Aufladungen hergestellt wird. Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf eine Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Es sind Verfahren und Anordnungen zur Strukturierung von Substraten, beispielsweise von Masken oder Wafern, bekannt, bei denen das Substrat mit einem Resist beschichtet ist und diese Resistschicht einer Korpuskularstrahlung, etwa einer Elektronenstrahlung, ausgesetzt wird, um dem Substrat die vorgegebene Struktur aufzuprägen. Zur Belichtung werden die Substrate auf die Auflagefläche eines in den Koordinaten X,Y verfahrbaren Tisches abgelegt und dort gehalten, während der Tisch Schritt für Schritt in Richtung X und/oder Y verschoben und dabei zeitlich nacheinander in vorgegebene Belichtungspositionen gebracht wird, in denen die Korpuskularstrahlung der Koordinate Z entsprechend rechtwinklig auf die Resistschicht gerichtet ist. Der Resist besteht aus einem elektrisch nichtleitenden Material, das sich während der Bestrahlung elektrostatisch auflädt. Ebenso kann sich das Substrat elektrostatisch aufladen. Dieser im allgemeinen als „Charging" bezeichnete Nebeneffekt kann insbesondere bei Materialdicken der Resistschicht von > 1 μm unbeabsichtigt zur Beeinflussung der Strahlungsrichtung der Korpuskularstrahlung und damit zu Belichtungs- bzw.
zu Strukturfehlern führen, was dem Bestreben der Mikroelektronikindustrie zu immer feineren Strukturen entgegenwirkt. Um dem abzuhelfen, sind verschiedene Verfahren und Anordnungen zur Ableitung der elektrischen Ladungen aus der Resistschicht und/oder aus dem Substrat während der Belichtung entwickelt worden.
So beschreibt die Japanische Patentschrift 60-117720 ein Elektronenstrahl- Belichtungsverfahren, bei dem die elektrische Aufladung aus einer mit einer Nitrid- oder Oxid-Schicht versehenen Probe abgeleitet wird, indem eine Nadel aus einem sehr harten, zunächst elektrisch nichtleitenden Material, wie Diamant, Saphir oder dergleichen, durch Implantation von beispielsweise Bor- Ionen leitfähig gemacht und dann dazu genutzt wird, die Schicht bis zur Kontaktgabe mit der Probe zu durchstoßen. Damit wird die Erdung der Probe über die an Masse gelegte Nadel erzielt und die Ableitung der Ladung bewirkt, die sich während der Belichtung in der Probe angesammelt hat. Aufgrund der Materialhärte erreicht die Nadel eine hohe Standzeit, obwohl zum
Durchstoßen der Nitrid- oder Oxid-Schicht verhältnismäßig hohe Kräfte auf die Nadel wirken müssen.
Die Vorschubbewegung der Nadel wird dabei durch das Probematerial begrenzt, das heißt die Probe bildet den Anschlag für die Nadel und verhindert deren Vordringen in das Probematerial über ein gewünschtes Maß hinaus. Nachteiligerweise ist dieses Verfahren bzw. die hier dargestellte Anordnung nur zur Kontaktierung einer unter einer Schicht verborgenen Probe geeignet, indem diese Schicht durchstoßen wird. Ist jedoch als Probe ein Substrat vorgesehen, auf das ein Resistsystem aus mehreren Schichten aufgetragen ist und soll jede der Schichten über eine separate Nadel einzeln kontaktiert und mit einem Massepotential verbunden werden, ist diese Verfahrensweise ungeeignet, da die Nadeln stets durch den gesamten Schichtaufbau hindurch bis zur Kontaktgabe mit dem Substrat gedrückt werden.
Eine weitere Japanische Patentschrift 3-263814 geht davon aus, daß es bekannt ist, beispielsweise bei einer Maskenplatine, die mit einer Chromschicht und einem über der Chromschicht liegenden Resist versehen ist, mit der Spitze eines Kontaktstiftes die Resistschicht zu durchstoßen, eine elektrisch leitende Verbindung zur darunterliegenden Chromschicht herzustellen und dabei die unerwünschten Elektronen aus der Chromschicht über den Stift an ein Massepotential abzuleiten. Dieses Verfahren wird laut Patentschrift dahingehend weiterentwickelt, daß der Kontaktstift beim Durchstoßen der Resistschicht und während der Kontaktierung mit der darunterliegenden Chromschicht in Drehung um seine Längsachse versetzt wird, um eine sichere Kontaktgabe und zugleich eine Erhöhung der Standzeit der Spitze des Kontaktstiftes zu erreichen, denn die Spitze kann nunmehr gerundet ausgeführt werden. Abgesehen von dem erhöhten gerätetechnischen Aufwand, der im Hinblick auf einen Rotationsantrieb für den Stift zu betreibenden ist, besteht auch hier der Nachteil, daß die Kontaktierung jeder einzelnen von mehreren Schichten eines Resistsystems auf diese Weise nicht vorgenommen werden kann.
In der Japanischen Patentschrift 2-125416 ist eine Anordnung zur Herstellung eines elektrischen Kontaktes zwischen einer Kassette (Massepotential) und einer Chromschicht, die auf einer Maskengrundplatte unter einem Resist liegt, dargestellt. Hierbei wird außerhalb des Gebietes, das auf der Maske der Strukturierung vorbehalten ist, ein Stift mittels einer Blattfeder auf die Oberfläche der (elektrisch nichtleitenden) Resistschicht gedrückt. Danach wird die Spitze einer Elektrode, die mit einer Hochspannungsquelle verbunden ist, in der Nähe dieses Stiftes bis auf die Chromschicht durch den Resist gedrückt und dann an die Elektrode ein Spannungspotential von einigen hundert bis zehntausend Volt gelegt, wodurch der Resist einen Isolationsdurchschlag erleidet, in dessen Folge der auf dem Resist aufliegende Stift leitend mit der Chromschicht verbunden ist und die Ableitung von Aufladungen über den Stift und die Blattfeder an die Kassette erfolgt.
Zur Kontaktierung jeder einzelnen von mehreren Schichten eines Resistsystems ist auch diese technische Lösung nicht geeignet und auch nicht vorgesehen.
Von diesem Stand der Technik ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der vorbeschriebenen Art dahingehend weiterzubilden, daß bei einem mit einem mehrschichtigen Resistsystem versehenen Substrat vor Beginn der Belichtung jede einzelne der Schichten ST bis Sn des Resistsystems und bei Bedarf auch das Substrat selbst in eine elektrisch leitende Verbindungen mit einem Massepotential gebracht wird. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in einem
Verfahrensschritt vor Beginn der Belichtung das Substrat und/oder die Schichten ST bis Sn über eine Anzahl von m Kontaktspitzen K-i bis Km elektrisch leitend mit dem Massepotential in Verbindung gebracht werden, indem das beschichtete Substrat und die Kontaktspitzen KT bis Km relativ zueinander soweit verschoben werden, bis die elektrisch leitende Verbindung zwischen dem Massepotential und dem Substrat und/oder jeder einzelnen Schicht ST bis Sn über jeweils mindestens eine der Kontaktspitzen K-i bis Km hergestellt ist.
Mit diesem nicht aufwendigen Verfahrensschritt ist vorteilhaft sichergestellt, daß zwischen jeder einzelnen der Schichten ST bis Sn bzw. dem Substrat und dem Massepotential ein ohmscher Kontakt hergestellt ist, über den die während der Belichtung entstehenden elektrischen Aufladungen effektiv abgeleitet werden. Damit wird eine ungewollte Beeinflussung der Strahlungsrichtung durch elektrische Aufladungen verhindert und insofern eine wesentliche Voraussetzung für die Genauigkeit der Belichtung bzw. für eine weitere Verfeinerung der Strukturen geschaffen. Die weiter oben beschriebenen Nachteile des Standes der Technik sind damit beseitigt.
Erfindungsgemäß wird in einem einzigen Verfahrensschritt erreicht, daß beispielsweise eine Kontaktspitze K-, bis zur Kontaktgabe mit der Schicht S-i, eine Kontaktspitze K2 durch die Schicht ST hindurch bis zur Kontaktgabe mit
der Schicht S2, eine Kontaktspitze K3 durch die Schichten ST und S2 hindurch bis zur Kontaktgabe mit der Schicht S3 usw. und schließlich eine Kontaktspitze Km durch die Schichten ST bis Sn hindurch bis zur Kontaktgabe mit dem Substrat vorgeschoben werden. Die elektrischen Aufladungen aus der Schicht ST werden über die Kontaktspitze ST zum Massepotential abgeleitet, ebenso die elektrischen Aufladungen aus der Schicht S2 über die Kontaktspitze K2, aus der Schicht S3 über die Kontaktspitze K3 und aus dem Substrat über die Kontaktspitze Km.
Diese Verfahrensweise hat zugleich einen weiteren vorteilhaften Effekt, der darin besteht, daß die Kontaktspitzen K2 bis Km nicht nur die Aufladungen aus den Schichten ST bis Sm ableiten, bis zu denen sie vorgeschoben sind, sondern zusätzlich auch noch aus den Schichten ST bis Sm_τ, die sie durchstoßen haben. So werden beispielsweise durch die Kontaktspitze K2 nicht nur die elektrischen Aufladungen aus der Schicht S2 abgeleitet, sondern wegen des beim Durchstoßen hergestellten ohmschen Kontaktes zusätzlich auch aus der Schicht ST . Analog trifft das für die Kontaktspitze K3 in Bezug auf die Schichten ST und S2 zu usw.
In einer Ausgestaltungsvariante der Erfindung kann vorgesehen sein, daß lediglich die Schichten ST bis Sn des Resistsytems auf die beschriebene Weise über jeweils eine Kontaktspitze KT bis Kn mit dem Massepotential in
Verbindung gebracht wird. In diesem Falle ist die Anzahl der Kontaktspitzen gleich der Anzahl der Schichten.
Alternativ hierzu ist es jedoch denkbar, daß die Anzahl der Kontaktspitzen größer ist als die Anzahl der Schichten. Dann ist es möglich, einzelnen der Schichten S bis Sn und/oder dem Substrat nicht nur eine, sondern mehrere Kontaktspitzen zuzuordnen und so die Sicherheit der Ableitung der elektrischen Aufladung aus vorgegebenen Schichten bzw. dem Substrat zu erhöhen. Dabei kann die Kontaktierung ausgewählter Schichten bzw. des Substrates mit Hilfe mehrerer Kontaktspitzen vorgenommen werden, die an unterschiedlichen Positionen der Peripherie des Wafers oder der Maske
angeordnet sind Das ist besonders dann sinnvoll, wenn die Schichten ST bis Sn in Abschnitte segmentiert sind und die einzelnen Segmente keine elektrische Verbindung untereinander haben Beispielsweise kann dann jedem Segment einer solchen Schicht jeweils eine Kontaktspitze zugeordnet werden Außerdem ist es so möglich, jeder einzelnen Schicht ST bis Sn bzw dem Substrat in Abhängigkeit von der spezifischen Leitfähigkeit des Schichtmateπals eine Anzahl von Kontaktspitzen zuzuordnen, die mit Sicherheit die schnelle Ableitung entstehender Aufladungen aus allen Bereichen dieser Schicht gewährleistet Erfindungsgemaß ist die Art und Weise der Vorschubbewegung der
Kontaktspitzen relativ zu dem beschichteten Substrat so vorgesehen, daß das Material der jeweils von einer Kontaktspitze zu durchdringenden Schicht entweder verdrangt oder abgetragen wird
Die Verdrängung des Materials beim Durchstoßen einer Schicht wird dadurch erzielt, daß die Kontaktspitze unter Einwirkung einer vorgegebenen
Vorschubkraft auf einer geraden Bewegungsbahn, bevorzugt in Z-Richtung, durch diese Schicht hindurchgefuhrt wird Aufgrund der Keilwirkung beim Eindringen der Kontaktspitze in die jeweilige Schicht und bei ihrem weiteren Vordringen wird das Schichtmateπal seitwärts in Richtung X,Y verdrangt Alternativ hierzu aber ist in einer besonders bevorzugten
Ausgestaltungsvanante der Erfindung vorgesehen, daß der Vorschub der Kontaktspitzen zwar im wesentlichen in Z-Richtung erfolgt, jedoch die Vorschubbewegung durch eine Komponente in Richtung der Koordinate X und/oder Y überlagert ist Mit dieser seitwärts gerichteten Bewegungskomponente wird ein sogenannter „Kratzeffekt" beim Eindringen der Kontaktspitzen erzielt, wodurch die Schichtmateriahen mittels der Kontaktspitzen lokal begrenzt abgetragen werden und so eine innige Kontaktgabe zur freigelegten Schicht erreicht wird
Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf eine Vorrichtung zum Strukturieren eines Substrates, das mit mehreren, ein Resistsystem bildenden Schichten S bis Sn versehen ist, bei der eine Korpuskularstrahlung zum Zweck der Belichtung auf das Resistsystem gerichtet ist und Mittel zur Ableitung der sich während der Belichtung im Resistsystem ausbildenden elektrischen Aufladungen an ein Massepotential vorgesehen sind.
Erfindungsgemäß ist bei einer derartigen Vorrichtung mindestens eine der Anzahl n der Schichten ST bis Sn entsprechende Anzahl Kontaktspitzen vorgesehen, von denen jeweils eine Kontaktspitze einer der Schichten S bis Sn zugeordnet und jede der Kontaktspitzen über einen elektrischen Leiter mit dem Massepotential verbunden ist. Des Weiteren sind das beschichtete Substrat und die Kontaktspitzen in Richtung der Korpuskularstrahlung relativ zueinander verschieblich angeordnet.
In einer bevorzugten Ausgestaltungsvariante ist das beschichtete Substrat auf einer in Richtung der Korpuskularstrahlung bis zu einer Position ZT verschieblichen Auflageebene abgelegt, während jede der Kontaktspitzen über ein gesondertes Federelement mechanisch mit einer gestellfesten Halterung verbunden ist. Dabei ist jede Kontaktspitze unter Einwirkung einer ihr zugeordneten, durch das Federelement vorgegebenen Kraft relativ zu den übrigen Kontaktspitzen und auch relativ zur gestellfesten Halterung beweglich.
Diese erfindungsgemäße Einzelaufhängung der Kontaktspitzen an gesonderten Federelementen ermöglicht es, jeder Kontaktspitze durch entsprechende Auslegung ihres Federelementes eine spezifische Kraft beizumessen, mit der diese Kontaktspitze beim Zustellen des Substrates in die Position ZT auf das Resistsystem wirkt.
Außerdem ist erfindungsgemäß vorgesehen, die einzelnen Kontaktspitzen mit unterschiedlichen Geometrien in Bezug auf ihren Spitzenwinkel α und den Spitzenradius R auszubilden. Damit ist es nach bekannten Beziehungen zwischen Kraft und Fläche und unter Berücksichtigung der Dicke und Viskosität der Schichtmaterialien möglich, die Federelemente und die
Spitzengeometrie einer Kontaktspitze so aufeinander bzw. auf die Schichtmaterialien abzustimmen, daß bei der Zustellung des Substrates in die Position ZT eine vorgegebene Eindringtiefe in das Resistsystem erreicht wird.
Beispielhaft sind Spitzenwinkel α und Spitzenradius R einer Kontaktspitze KT und die ihr mit Federelement ET zugeordnete Kraft FT aufeinander und in
Bezug auf die Dicke und die Viskosität einer Schicht S so abzustimmen, daß beim Verschieben der Auflageebene für das Substrat bis zur Position Z die Kontaktspitze KT die Schicht ST nicht durchstoßen kann, sondern lediglich auf die Schicht ST aufsetzt und die elektrisch leitende Verbindung zwischen der Schicht ST und dem mit der Kontaktspitze KT verbundenen Massepotential hergestellt ist.
Weiterhin ist beispielhaft vorgesehen, daß die Geometrie einer Kontaktspitze K2 und die Kraft F2 aufeinander und in Bezug auf die Dicke und die Viskosität der Schicht S SO abstimmt sind, daß beim Zustellen des Substrates in die Position Z die Schicht S von der Kontaktspitze K2 durchstoßen wird und die Kontaktspitze K2 auf der Schicht S2 so aufsitzt, daß die elektrisch leitende Verbindung zwischen der Schicht S2 und dem Massepotential über die Kontaktspitze K2 hergestellt ist. Analog hierzu sind die Geometrie der Kontaktspitze K3 und die Kraft F3 aufeinander und in Bezug auf die Dicke und Viskosität der Schichten ST und S2 so abgestimmt, daß beim Verschieben des Substrates bis zur Position ZT die Schichten ST und S2 von der Kontaktspitze K3 durchstoßen und die elektrisch leitende Verbindung zwischen der Schicht S3 und dem Massepotential über die Kontaktspitze K3 hergestellt ist.
Das gilt in derselben Weise für die weiteren Kontaktspitzen, wobei schließlich zumindest die Geometrie der Kontaktspitze Kn und die Kraft Fn aufeinander und in Bezug auf die Dicke und die Viskosität der Schichten ST bis Sn-1 so abgestimmt sind, daß beim Verschieben des Substrates bis zur Position ZT die Schichten ST bis Sn-τ von der Kontaktspitze Kn durchstoßen und die elektrisch leitende Verbindung zwischen der Schicht Sn und dem Massepotential über die Kontaktspitze Kn sichergestellt ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Anordnung sind vorteilhaft anwendbar im Zusammenhang mit einem Substrat, das mit einem Resistsystem aus drei Schichten ST bis S3 versehen ist, wobei die Schicht ST aus einem Polymer-Resist, beispielsweise der Bezeichnung PMMA, die Schicht S2 aus Siliziumnitrid und die Schicht S3 wiederum aus PMMA bestehen.
Eine sehr vorteilhafte Ausgestaltungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht in diesem Zusammenhang darin, daß vier als Blattfedern ausgebildete Federelemente ET , E2 ... E4 vorhanden sind, von denen jeweils ein Ende fest mit der Halterung verbunden ist, während jeweils am andere Ende die zugeordnete Kontaktspitze KT , K2 ... K4 befestigt ist. Diesen Blattfedern können in Abhängigkeit von den Schichtmaterialien durch unterschiedliche Ausbildung des Federmaterials, des Federquerschnitts sowie der Federlänge die Eigenschaften zugemessen werden, die bei Zustellung des Substrates in die Position Z Federkräfte FT , F2 ... F4 erzeugen, die dafür sorgen, daß die Kontaktspitze KT die ihr zugeordnete Schicht ST , die Kontaktspitze K2 die ihr zugeordnete Schicht S2, die Kontaktspitze K3 die ihr zugeordnete Schicht S3 und die Kontaktspitze K4 das Substrat erreichen.
Die Kräfte sind dabei in einen Bereich von 0J Newton bis 2 Newton zu legen und die Spitzenradien der Kontaktspitzen im Bereich von 20 μm bis 100 μm auszuführen, während die Dicken der Schichten zwischen 0,5 μm und 2 μm betragen.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen: Fig. 1 ein beschichtetes Substrat vor der Kontaktierung
Fig. 2 das beschichtete Substrat im kontaktierten Zustand
Fig. 3 eine Draufsicht auf Substrat und Kontaktspitzen
Fig. 4 Substrat und Kontaktspitzen in einer Seitenansicht in
Richtung A aus Fig. 3
Fig 5 die Bewegungsbahn einer Kontaktspitze wahrend der
Kontaktierung
Fig 6 das Beispiel der Geometrie einer Kontakspitze im Detail
In Fig 1 ist ausschnittweise eine Vorrichtung zum Strukturieren eines Substrates 1 , das mit einem Resistsystem 2 versehen ist, dargestellt Das beschichtete Substrat 1 ist zum Zwecke der Strukturierung mittels einer Korpuskularstrahlung, die parallel zur Koordinate Z in Richtung 3 auf das Resistsystem 2 gerichtet ist, auf der Auflageebene 4 eines Tisches 5 abgelegt
Das Resistsystem 2 besteht aus den Schichten S bis S3, wobei als Schichtmateπal für die Schicht ST PMMA, für die Schicht S2 Siliziumnitπd und für die Schicht S3 wiederum PMMA vorgesehen sind
Vor Beginn der Belichtung wird zunächst das Substrat 1 relativ zu einer Belichtungsoptik, die zeichnerisch nicht dargestellt ist, positioniert, indem der Tisch 5 mit dem Substrat 1 in der Koordinate Z aus einer Position Z0 heraus verschoben wird, bis ein vorgegebener Abstand der Oberflache 6 des Resistsystems 2 zur Belichtungsoptik eingestellt ist Dieser Abstand sei beispielhaft mit der Position ZT erreicht (Fig 2) Nach dieser Verschiebung kann der Tisch 5 mit dem Substrat 1 in Richtung der Koordinaten X und/oder Y schrittweise in die einzelnen Behchtungspositionen verschoben werden Um nun Aufladungen zu verhindern, durch welche die Richtung der Behchtungsstrahlung unerwünscht beeinflußt werden konnte, ist erfindungsgemaß vorgesehen, noch vor Beginn der Belichtung jede der Schichten S bis S3 und das Substrat 1 mit einem Massepotential zu verbinden, an welches die Ladungsträger ungehindert abfließen können Diese Verbindung wird erzielt, indem die Zustellbewegung des Tisches 5 in die Position Z dazu genutzt wird, jede einzelne der Schichten ST bis S3 und das Substrat 1 an das Massepotential zu legen
Hierzu sind in Richtung der Koordinate Z über dem Resistsystem 2 an einer gestellfesten Halterung 7 vier Kontaktspitzen KT bis K4 vorgesehen, von denen jeweils eine an einem der Federelemente E bis E4 angeordnet ist, die als Blattfedern ausgebildet sind Von den vier Kontaktspitzen KT bis K4 ist die am Federelement ET angeordnete Kontaktspitze K der Schicht S , die am Federelement E2 angeordnete Kontaktspitze K2 der Schicht S2, die am Federelement E3 angeordnete Kontaktspitze K3 der Schicht S3 und schließlich die am Federelement E4 angeordnete Kontaktspitze K dem Substrat 1 zugeordnet (Fig 3, 4) Der Übersichtlichkeit halber ist diese Anordnung in Fig 1 und Fig 2 lediglich anhand des Federelementes E3 und der Kontaktspitze K3 dargestellt Hier ist zu erkennen, daß das Federelement E3 mit einem Ende an einer Halterung 7 befestigt ist, wahrend sich am anderen Ende freischwingend die Kontaktspitze K3 befindet Die Halterung 7 ist fest mit einem Gerategestell 11 verbunden Wird nun der Tisch 5 in Richtung Z zugestellt, erreicht die Oberflache 6 die
Kontaktspitze K3, die dabei zunächst auf die Oberflache 6 aufsetzt, im Verlaufe der weiteren Zustellung aber vor der Oberflache 6 hergeschoben wird Dabei erhöht sich die Vorspannung des Federelementes E3 und damit auch die Flachenpressung zwischen den sich berührenden Flachenabschnitten der Kontaktflache 8 und der Oberflache 6 Wird nun im weiteren Verlauf der Zustellung die Flachenpressung hinreichend groß, fuhrt das zur Zerstörung der Oberflache 6, und die Kontaktspitze K3 dringt in die Schicht ST ein Dabei ist die Eindringtiefe abhangig von der Geometrie der Kontaktspitze K3, insbesondere von deren Spitzenwinkel α und dem Spitzenradius R (vgl Fig 6) sowie von den Eigenschaften des Federelementes E3 und der Viskosität der Schicht Si
Bei entsprechender Abstimmung von Spitzenwinkel α, Spitzenradius R und Federelement E3 in Bezug auf die Viskosität und Dicke der Schicht ST durchstoßt die Kontaktspitze K3 die Schicht ST und dringt in die Schicht S2 ein Auch hier hangt die Eindringtiefe in die Schicht S2 von der Zunahme der Kraft
ab, die sich aus der steigenden Federvorspannung bzw. Flächenpressung im Verlaufe der Zustellung ergibt. Die sich erhöhende Flächenpressung sorgt, ebenfalls wieder in Abhängigkeit von der Konsistenz und natürlich auch der Dicke der Schichten ST und S2 dafür, daß auch die Schicht S2 durchstoßen wird und die Kontaktfläche 8 in Berührung mit dem Material der Schicht S3 tritt.
Sind Spitzenwinkel , Spitzenradius R, Federelement E3 und Viskosität und Dicke der Schichten ST und S2 hinreichend genau aufeinander abgestimmt, ist auf diese Weise eine elektrische Kontaktierung der Schicht S3 über die Kontaktspitze K3, das Federelement E3 und eine elektrisch leitende Verbindung 9 an das Massepotential genau dann hergestellt, wenn die Position Z erreicht ist.
Diese Konstellation ist in Fig. 2 dargestellt. Hier ist zu erkennen, daß die Kontaktfläche 8 der Kontaktspitze K3 bis zur Schicht S3 in das Resistsystem 2 eingedrungen ist. Dabei ist nicht nur die elektrisch leitende Verbindung zwischen der Schicht S3 und dem Massepotential hergestellt, sondern aufgrund der Berührung der Konkaktfläche 8 mit dem Material der Schichten ST und S2 sind auch diese beiden Schichten mit dem Massepotential verbunden. Setzt nun der Belichtungsprozess ein, so werden elektrische Aufladungen, die sich unerwünscht ausbilden, an das Massepotential abgeleitet.
In Fig. 3 sind in einer Draufsicht mit Blick in Richtung 3 die über Federelemente ET bis E4 mit der Halterung 7 mechanisch verbundenen Kontaktspitzen KT bis K4 zu erkennen. Dabei sind die Kontaktspitzen KT bis K4 relativ zueinander beweglich, wobei die Bewegungsrichtung etwa der Senkrechten auf die Zeichenebene entspricht.
Fig. 4 zeigt die Federelemente E bis E4 mit den Kontaktspitzen KT bis K4 in einer Ansicht in Richtung A aus Fig. 3. Hier ist zu erkennen, daß die Kontaktspitze KT der Schicht ST , die Kontaktspitze K2 der Schicht S2, die Kontaktspitze K3 der Schicht S3 und die Kontaktspitze K4 dem Substrat 1 zugeordnet ist.
Mit dieser Zuordnung ist festgelegt, daß jeweils eine der Kontaktspitzen KT bis K3 die elektrische Kontaktierung einer der Schichten ST bis S3 und die Kontaktspitze K die elektrische Kontaktierung des Substrates 1 zu gewährleisten haben Diesbezüglich sind die Federelemente E bis E4 und die Geometrien der Kontaktspitzen KT bis K4 auf die Dicken und die Viskosität der Schichten ST bis S3 so abgestimmt, daß die wahrend der Zustellbewegung des Tisches 5 erzeugten Flachenpressungen ausreichen, jede der Kontaktspitzen KT bis K3 mιt der ihr jeweils zugeordneten Schicht S bis S3 und die Kontaktspitze K4 mit dem Substrat 1 in Kontakt treten zu lassen Damit ist vorteilhaft erreicht, daß ohne zusätzliche mechanische (in Form von Rotationsantrieben für die Stifte) und ohne elektrische Hilfsmittel (z B an das Resistsystem gelegte Hochspannung) allein mit der Zustellbewegung eine sichere elektrische Verbindung jeder der Schichten S bis S3 und des Substrates 1 mit dem Massepotential gewährleistet ist Fig 5 zeigt die Bewegungsbahn einer Kontaktspitze K3 wahrend der
Kontaktierung Da jedes Federelement ET bis E4 einseitig fest eingespannt ist, bewegen sich die Kontaktspitzen KT bis K4 wahrend der Zustellung des Tisches 5 auf einem Kreisbogen 10, dessen Radius durch die jeweilige Federlange bestimmt ist Da aber der Tisch 5 geradegefuhrt ist, verändert sich die Lage der jeweiligen Berührungspunkte zwischen den Kontaktspitzen KT bis K4 und dem beschichteten Substrat 1 in Richtung der Koordinaten X und Y
Hierzu zeigt Fig 5a) beispielsweise die Position XT des Berührungspunktes zwischen der Kontaktspitze K3 und der Oberflache 6 kurz vor dem Aufsetzen Wahrend des Eindringens im weiteren Verlauf der Zustellung jedoch verschiebt sich der Berührungspunkt zunehmend zur Position X2 hin (vgl Fig 5b)
Diese Relativbewegung zwischen der Kontaktspitze K3 und dem Resistsystem 2 hat zur Folge, daß die Kontaktspitze K3 nicht geradlinig der Zustellbewegung entsprechend die Schichten ST und S2 durchdringt, sondern sich beim Durchdringen sozusagen ein „Kratzeffekt" ergibt, der für eine sichere
Kontaktgabe von wesentlicher Bedeutung ist. Hierdurch wird das Material der zu durchdringenden Schichten ST und S2 nicht schlechthin verdrängt, sondern abgetragen, so daß mit Sicherheit ein ohmscher Kontakt zustandekommt. Dabei schiebt sich auch Schichtmaterial aus den durchdrungenen Schichten ST und S2 auf die Kontaktfläche 8. Das trifft analog für die drei übrigen Kontaktspitzen K1 ? K2 und K4 zu.
In Fig. 6 ist die Geometrie der Kontaktspitze K3 dargestellt, die hier beispielhaft einen Spitzenradius R = 20 μm und einen Spitzenwinkel α = 30° aufweist. Damit ergibt sich unter Berücksichtigung des vorgenannten Materials der Schichten ST und S2 und Schichtdicken von 1 μm bei entsprechend ausgebildetem Federelement E3 eine Auflagekraft der Kontaktfläche 8 auf das Schichtmaterial in der Größenordnung zwischen 0J bis 2 Newton, die ausreichend ist, die Kontaktspitze K3 während der Zustellbewegung die Schichten ST und S2 hindurch bis zur Schicht S3 eindringen zu lassen. In alternativen Ausgestaltungsvarianten der Erfindung ist es selbstverständlich möglich, den Radius des Kreisbogens 10 so groß auszuführen, daß beim Durchstoßen der vorgelagerten Schichten ST und S2, um beim Beispiel der Kontaktspitze K3 zu bleiben, vorwiegend durch Materialverdrängung erfolgt. Bei hinreichend großer Federlänge des Federelementes E3 ist die Bewegungskomponente X beim Eindringen der Kontaktspitze K3 in das
Resistsystem 2 dann so gering, daß der Kratzeffekt ausbleibt und demzufolge kein Materialabtrag, sondern lediglich eine Materialverdrängung eintritt. Auch ist eine Geradführung der Kontaktspitzen KT bis K4 parallel zur Richtung 3 denkbar, wobei eines oder mehrere der Federelemente als Schraubenfedern ausgebildet sein können.
Bezugszeichenliste
1 Substrat
Resistsystem
3 Richtung der Korpuskularstrahlung
Auflageebene
5 Tisch
6 Oberfläche des Resistsystems
7 Halterung
8 Kontaktfläche
9 Leiter
10 Kreisbogen
11 Gerätegestell
Si - -s3 Schichten
Ki - -K4 Kontaktspitzen
ET - -E4 Federelemente