FlammenüberΛvachungseinrichtung
Die Erfindung betrifft eine Flammenüberwachungseinrichtung insbesondere für Ölbrenner gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Flammenüberwachungseinrichtungen der obigen Art sind aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt. Derartige Flammenüberwachungseinrichtungen sind Einrichtungen, die dem Steuergerät eines Brenners das Vorhandensein einer Flamme, deren Erlöschen oder auch deren Nichtbildung melden. Sie bestehen im allgemeinen aus einem Flammenfühler, der insbesondere optisch oder akustisch die Flamme überwacht, und einer elektronischen Auswerteeinrichtung, dem sogenannten Flammenverstärker.
Nach dem Stand der Technik wird eine Flammenüberwachungseinrichtung aus Flammenfühler und Flammenverstärker als Einheit am Brennergehäuse montiert. Dies hat den Vorteil, daß die dazugehörige Elektronik - also der Flammenverstärker - nicht hohen Temperaturen ausgesetzt ist und somit hinsichtlich der Funktionsfähigkeit nicht beeinträchtigt wird. Ein weiterer Vorteil ist die freundliche Servicegängigkeit. Ein nicht unwesentlicher Nachteil besteht jedoch in der großen Entfernung des Flammenfühlers zur Flamme. Die immer höher entwickelten Mischkopfsysteme mit ihren ausgeklügelten Luftleitsystemen zur Verbrennungsoptimierung nehmen dem Flammenfühler nämlich immer mehr die Möglichkeit, optimal und betriebssicher seinen nötigen Anteil an Flammenlicht zu detektieren. Um dennoch betriebssicher einen Flammenanteil zu detektieren, werden nach dem Stand der Technik zusätzliche Lichtlöcher in den Stauscheiben geschaffen oder es werden Sichtrohre eingebaut um damit z.B. einen bestimmten, gut sichtbaren Teilauschnitt zu detektieren. Dies verkompliziert jedoch den Aufbau und die Konstruktion der Brennersysteme.
Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zu Grunde, eine neuartige Flarnmenüberwachungseinrichtung zu schaffen.
Dieses Problem wird durch eine Flammenüberwachungseinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Beschreibung. Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 einen in einen Düsenstock integrierten Flammenfühler in schematisierter Seitenansicht;
Fig. 2 den in den Düsenstock integrierten Flammenfühler der Fig. 1 in einer um
90° gedrehten Ansicht; Fig. 3 den in den Düsenstock integrierten Flammenfühler in Verbindung mit weiteren Baugruppen in einer Ansicht analog zu Fig. 1 ; Fig. 4 die Anordnung der Fig. 3 in einer um 90° gedrehten Ansicht ;
Fig. 5 drei in einen Düsenstock integrierte Flammenfühler in einer Ansicht analog zu Fig. 1 ; Fig. 6 die Anordnimg der Fig. 5 in einer um 90° gedrehten Ansicht; und Fig. 7 zwei in einen Düsenstock integrierte Flammenfühler in einer Ansicht analog zu Fig. 2, 4 bzw. 6.
Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Brennertechnik, vorzugsweise das Gebiet der Ölbrennertechnik. Dort kommen Flammenüberwachungseinrichtungen zum Einsatz, die einem Steuergerät eines Brenners das Vorhandensein einer Flamme, das Erlöschen derselben oder auch deren Nichtbildung melden. So muß nämlich z.B. bei einem Flammenabriß das Steuergerät des Brenners ein Brennstoffventil schließen, damit nicht weiterer Brennstoff in eine Brennkammer strömt und dadurch die Funktionsfähigkeit des Brenners beeinträchtigt.
Figuren 1 bis 4 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung. So zeigt Figur 1 einen Düsenstock 10 für einen Ölbrenner mit Ölvorwärmung, der eine Eintrittsseite 11 und eine Austrittsseite 12 für den Brennstoff aufweist. Erfmdungsgemäß ist in einem Gehäuseabschnitt 13 des Düsenstocks 10, der bei einem Düsenstock mit Ölvorwärmung für die Aufnahme einer Steuerungskomponente der Ölvorwärmung vorgesehen ist, ein Flammenfühler 14 der Flammenüberwachungseinrichtung angeordnet. Demgemäß ist der Flammenfühler 14 der erfindungsgemäßen Flammenüberwachungseinrichtung in dem Düsenstock 10 integriert und im Bereich des Brenner-Mischkopfes angeordnet. Die Steuerungskomponente der Ölvorwärmung, die nach dem Stand der Technik üblicherweise
in diesem Gehäuseabschnitt 13 positioniert ist, ist in der Steuerungseinrichtung des Ölbrenners integriert.
Ein nicht dargestellter Flammenverstärker der Flammenübeπvachungseinrichtung, der der Auswertung des vom Flammenfühler 14 erzeugten Signals dient, ist vom Flammenfühler 14 getrennt und vom Düsenstock 10 beabstandet. Der Flammenverstärker ist nämlich zusammen mit der Steuerungskomponente der Ölvorwärmung in der Steuerungseinrichtung des Ölbrenners integriert.
Mit einer derartigen erfindungsgemäßen Flammenüberwachungseinrichtung ist demnach einerseits gewährleistet, daß der Flammenfühler 14 möglichst nahe an der Flamme positioniert ist und damit das Vorhandensein einer Flamme sicher detektieren kann, andererseits ist gewährleistet, daß sämtliche Elektronik möglichst weit von der Flamme entfernt ist, keiner hohen Temperatur ausgesetzt ist und damit hinsichtlich ihrer Funktionsfähigkeit nicht beeinträchtigt wird.
Figur 3 zeigt den Düsenstock 10 der Figuren 1 und 2 mit weiteren Baugruppen, wobei an der Austrittsseite 12 des Düsenstocks 10 eine Düse 15 angebracht ist. Des weiteren greift am Düsenstock 10 eine Stauscheibenhalterung 16 an, die eine Stauscheibe 17 trägt. Der Flammenfühler 14 ist demnach direkt hinter der Stauscheibe 17 und damit dem Brenner- Mischkopf montiert und verfügt somit über ideale Voraussetzungen für eine sichere Detektion der Flamme des Brenners. Figur 4 kann entnommen werden, daß bei dieser erfindungsgemäßen Lösung der Flammenfühler 14 optimal an die Position von Drallschlitzen 18 innerhalb der Stauscheibe 17 ausgerichtet werden kann, was ebenfalls für eine sichere Detektion der Flamme des Brenners von Bedeutung ist. Bei anderen Mischkopfsystemen kann selbstverständlich der Düsenstock 10 und damit der Flammenfühler 14 ebenfalls so ausgerichtet werden, daß der Flammenfühler 14 durch einen beliebigen Luftdurchlaß in einen Verbrennungsraum 19 die Flamme optimal detektieren kann.
Figuren 5 und 6 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Flammenüberwachungseinrichtung. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind im Düsenstock 10 insgesamt drei Flammenfühler 14 integriert. Bei dem Düsenstock 10 kann es sich um einen Düsenstock mit oder ohne Ölvorwärmung handeln. Darüber hinaus ist auch bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figuren 5, 6 der oder jeder Flammenverstärker für die von den Flammenfühlern 14 erzeugten Signale in der Steuerungseinrichtung für den Ölbrenner integriert und damit vom Düsenstock 10 beabstandet. Die von den Flammenfühlern 14 ermittelten Signale können miteinander verglichen werden und bei Abweichungen voneinander kann auf ein Fehlverhalten der Verbrennung, z.B. durch einseitiges
Einspritzen der Öldüse, was auf ein Aufbauen von Ruß oder auf eine verschlechterte Verbrennung hindeuten kann, geschlossen werden.
Figur 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, wobei in den dort gezeigten Düsenstock 10 zwei Flammenfühler 14 integriert sind.
Es liegt demnach im Sinne der Erfindung, eine Flammenüberwachungseinrichtung vorzuschlagen, deren Flammenfühler 14 im Bereich des Mischkopfes positioniert ist bzw. sind, vorzugsweise in einen Düsenstock 10 mit oder ohne Ölvorwärmung zugeordnet/integriert ist bzw. sind. Der oder jeder Flammenfühler 14 kann durch feste oder freie Positionierung am Düsenstock befestigt sein. Jegliche elektronische Komponenten, die der Auswertung der von dem oder jedem Flammenfühler 14 erfaßten Signale dienen, sind in eine Steuerungseinrichtung des Brenners integriert und vom Düsenstock 10 beabstandet. Bei einem Düsenstock mit Ölvorwärmung ist darüber hinaus auch die Steuerungskomponente der Ölvorwärmung in die Steuerungseinrichtung des Ölbrenners integriert und damit vom Düsenstock beabstandet.
Der oder jede Flammenfühler kommuniziert über entsprechende Verbindungsleitungen mit der Steuerungseinrichtung des Ölbrenners und damit mit dem Flammenverstärker. Der oder jede Flammenfühler leitet entsprechende Signale an die Steuerungseinrichtung des Ölbrenners. Der oder jede Flammenfühler kann sowohl auf einem optischen als auch akustischen Funktionsprinzip beruhen.
Bezugszeichenliste:
10 Düsenstock
11 Eintrittsseite
12 Austrittsseite
13 Gehäuseabschnitt
14 Flammenfühler
15 Düse
16 Stauscheibenhalterung
17 Stauscheibe
18 Drallschlitz
19 Verbremiungsraum