Stapelbarer Transportwagen
Die Erfindung betrifft einen stapelbaren Transportwagen, mit einer an ei- nem Fahrgestell angeordneten Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme von Platten in hochkant abzustellender Lage.
Zum nächstliegenden Stand der Technik zählt ein „Einkaufswagen mit Plattenablage", der in der DE-U-75 33 385 beschrieben ist. Dieser in einen gleichen Wagen einschiebbare Einkaufswagen weist an mindestens einer seiner Längsseiten eine Ablage auf, die zusammen mit einem Bügel ein zur Aufnahme von Platten bestimmtes Fach bildet. Um die Platten sicher abstellen zu können, weist das Fahrgestell eine Vertiefung auf, die zum weiteren Abstützen der Platten bestimmt ist. Die Aufnahmeeinrichtung für die Platten wird durch das Fach und durch die Vertiefung gebildet. Am Einkaufswagen abgestellte Platten erstrecken sich in Stapelrichtung bzw. annähernd in Längsrichtung des Einkaufswagens. Werden mehrere unbeladene Einkaufswagen platzsparend gestapelt, so liegen sowohl die Vertiefungen als auch die Fächer der einzelnen Einkaufswagen in Längsrichtung der Ein- kaufswagen angeordnet hintereinander. Der Nachteil der eben genannten Einkaufswagen besteht darin, dass mit ihnen nur relativ kleine Platten beförderbar sind, weil sich die für die Platten bestimmte Aufnahmeeinrichtung an der Seite der Einkaufswagen befindet. Werden diese Einkaufswagen mit großen Platten beladen, neigen die Einkaufswagen zum Kippen. Dies ist ein entscheidender Nachteil.
Bei einem ebenfalls für den Plattentransport bestimmten Wagen, der in der französischen Patentschrift FR 2 596 719 beschrieben ist, wird der vorab genannte Nachteil dadurch vermieden, dass sich die Aufnahmeeinrichtung für die Platten in der Mitte und nicht an der Seite des Transportwagens befindet. Obwohl dieser Transportwagen relativ sicher sein mag, besteht dessen Nachteil darin, dass er sich mit gleichen Transportwagen nicht platzsparend stapeln lässt, weil sein Fahrgestell einen geschlossenen rechteckigen Rahmen aufweist.
Den eben genannten Nachteil vermeidet ein Transportwagen, der in der DE- U-77 27 095 beschrieben ist. Dieser Wagen lässt sich mit gleichen Transportwagen platzsparend stapeln, jedoch sind dessen zwei am hinteren Ende des Transportwagens befindliche und Anlagestellen für transportierende Platten bildende Wände in Längsrichtung des Transportwagens gemessen so kurz, dass es nicht möglich ist, mit diesem Transportwagen große schwere Platten sicher zu transportieren. Es fehlt die sichere Abstützung der Platten an deren Ende, das von den Wänden am weitesten entfernt ist. Die Wände müssen jedoch so kurz gehalten werden, damit der Transportwagen mit gleichen Wagen platzsparend gestapelt werden kann.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Transportwagen der hier vorliegenden Art so zu verbessern, dass mit ihm insbesondere große Platten wesentlich sicherer transportierbar sind, als dies beim eingangs genannten, zum nächstliegenden Stand der Technik zählenden Einkaufswagen möglich ist.
Die Lösung der Aufgabe besteht darin, dass sich die Aufnahmeeinrichtung quer zur Stapelrichtung erstreckt, die der Transportwagen dann einnimmt, wenn dieser in einen weiteren Transportwagen platzsparend eingeschoben wird.
Wie die nachfolgend dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele zeigen, erlaubt die vorgeschlagene Lösung nicht nur das Anbringen und Platzieren der Aufnahmeeinrichtung im Bezug zum Grundriss des Fahrgestelles derart, dass in der Aufnahmeeinrichtung abgestellte Platten nunmehr in einem Mittenbereich des Fahrgestelles angeordnet sind, in welchem der Gesamtschwerpunkt der Platten und der Schwerpunkt des Transportwagens sich ziemlich nahe liegen, sondern dass sich nunmehr die Anlagestellen für die hochkant abgestellten Platten an deren beiden aufrechten Seiten oder Enden befinden, so dass abgestellte Platten weder wackeln, noch verrutschen, noch sich zur Seite wegdrehen können. Die Platten lassen sich somit absolut sicher transportieren, was aufgrund des relativ großen Gewichtes nicht hoch genug einzuschätzen ist.
Gemäß einer Weiterentwicklung der Erfindung ist es möglich, den Transportwagen zusätzlich mit einer AbStelleinrichtung für nicht plattenförmige Güter auszustatten. Dadurch ist es möglich, in einem einzigen Einkaufsvorgang Platten und andere Güter auf dem Transportwagen abstellen, ohne zweimal mit dem Transportwagen fahren zu müssen.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen stapelbaren Transportwagen in räumlicher Darstellung; Fig. 2 in einer Draufsicht zwei gestapelte Transportwagen entsprechend Fig. 1 ; Fig. 3 ebenfalls in Draufsicht dargestellt eine weitere Alternative; Fig. 4 einen Transportwagen entsprechend Fig. 1 mit einer Absteileinrichtung für kleinere Güter sowie Fig. 5 den in Fig. 4 gezeigten Transportwagen in Seitenansicht.
Der in Fig. 1 dargestellte, für den Transport von hochkant abgestellten Platten 17 geeignete Transportwagen 1 weist ein von oben betrachtet trapezförmiges Fahrgestell 2 auf, dessen längere parallele Seite 4 fehlt. Nahe der kürzeren parallelen Seite 3 und innerhalb des Grundrisses des Fahrgestelles 2 erstreckt sich eine Anschlagvorrichtung 8. Im Anschluss an die Anschlagvorrichtung 8 folgt eine Auflageanordnung 7, die durch je einen Abschnitt 6 der beiden konvergierend angeordneten Holme 5 des Fahrgestelles 2 gebildet ist. Danach ist eine Stützeinrichtung 9 vorgesehen, die einen U-förmigen steil schräg nach oben gerichteten Rahmen 10 aufweist, von dessen beiden Schenkeln 1 1 je eine Stütze 12 zu den freien Enden der Holme 5 gerichtet ist und sich an diesen abstützt. Zum Schieben des Transportwagens 1 im Leerzustand kann an wenigstens einer geeigneten Stelle ein Schiebegriff 15 vorgesehen sein. Einen großen Umriss aufweisend und strichpunktiert dargestellt ist eine Platte 17 eingezeichnet, die sich in der durch die Auflageanordnung 7, durch die Anschlagvorrichtung 8 und durch die Stützeinrichtung 9 gebildeten Aufnahmevorrichtung 14 befindet. Die Platte 17 liegt an der Auflageanordnung 7 auf. Sie liegt ferner mit ihrem unteren horizontalen Rand an der Anschlagvorrichtung 8 an und sie lehnt an
der Stützeinrichtung 9. Der eingezeichnete Pfeil zeigt die Schieberichtung des so beladenen Transportwagens 1 an. Einen kleinen Umriss aufweisend und doppelpunktartig gezeichnet ist eine Ebene 13 dargestellt, in der sich die Stützeinrichtung 9 befindet. Umgekehrt kann auch gefolgert werden, dass die Ebene 13 durch die Stützeinrichtung 9 gebildet ist. Die von oben betrachtete Ebene 13 erstreckt sich in Längsrichtung (Pfeil) der in der Zeichnung dargestellten Platte 17. Von oben betrachtet ist die Ebene 13 zu den konvergierenden Holmen 5 des Fahrgestelles 2 spiegelbildlich in je einem gleichen Winkel angeordnet. Man kann auch sagen, die Längserstrek- kung der Ebene 13 verläuft annähernd quer zu den beiden Holmen 5. Von oben betrachtet stellt sich die Aufnahmeeinrichtung 14 als längliches Gebilde dar.
Fig. 2 zeigt in einer Draufsicht drei ineinandergeschobene, also platzspa- rend gestapelte Transportwagen 1, 1 ', 1" gemäß Fig. 1. Die trapezförmigen Fahrgestelle 2 sind ineinandergesteckt. Der eingezeichnete, durch die Positionszahl 16 gekennzeichnete Pfeil zeigt jene Richtung an (auch Stapelrichtung), in die ein Transportwagen 1 zu bewegen ist, wenn dieser platzsparend in einen weiteren, vorausbefindlichen Transportwagen 1 ' einge- schoben, also mit diesem gestapelt wird. Aus der Zeichnung ist deutlich erkennbar, dass sich die länglichen Aufnahmeeinrichtung 14 der einzelnen Transportwagen 1, 1 ', 1" quer zur Stapelrichtung 16 erstrecken. Die Aufnahmeeinrichtungen 14 sind in Stapelrichtung 16 bzw. in Längsrichtung der Transportwagen 1 betrachtet hintereinander angeordnet. Die Lage der Auf- nahmeeinrichtung 14 in Bezug zum Fahrgestell 2 ist bei jedem Transportwagen 1 so gewählt, dass sich in gestapeltem Zustand mehrer Transportwagen 1, 1 ', 1" die Längsrichtungen der Ebenen 13 der Stützeinrichtungen 9 quer zur Stapelrichtung 16 erstrecken.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist das Fahrgestell 2 der dargestellten Transportwagen 1, 1 ', 1" von oben betrachtet Z-förmig gestaltet. Die Stapelrichtung 16 der Transportwagen 1, 1 ', 1" ist wieder durch einen Pfeil eingezeichnet. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel erstrecken sich die Aufhahmeeinrichtungen 14 der Transportwagen 1, 1 ', 1"
quer zur Stapelrichtung 16. Sie sind in Stapelrichtung 16 betrachtet hintereinander angeordnet. Die Aufnahmeeinrichtungen 14 der hier dargestellten Transportwagen 1, 1 ', 1" weisen ebenfalls eine Auflageanordnung 7, eine Stützeinrichtung 9, sowie eine Anschlagvorrichtung 8 etwa so auf, wie in Fig. 1 beschrieben.
Der in Fig. 4 räumlich und in Fig. 5 von der Seite dargestellte Transportwagen 1 ist zusätzlich mit einer Absteileinrichtung 24 für nicht plattenförmige Gegenstände ausgestattet. Der Transportwagen 1 weist ein von oben be- trachtet trapezförmiges, mit Rädern ausgestattetes Fahrgestell 2 auf, dessen längere parallele Seite 4 fehlt. Nahe der kürzeren parallelen Seite 3 und innerhalb des Grundrisses des Fahrgestelles 2 erstreckt sich eine Anschlagvorrichtung 8. Im Anschluss an die Anschlagvorrichtung 8 folgt eine Auflageanordnung 7, die durch zwei leicht ansteigende Auflagestellen 20 ge- bildet ist. Danach ist eine Stützeinrichtung 9 vorgesehen, die einen U- formigen, steil schräg nach oben gerichteten Rahmen 10 aufweist, von dessen beiden Schenkeln 11 je eine Stütze 12 zu den freien Enden der Holme 5 des Fahrgestelles 2 gerichtet ist und sich an diesen abstützt. Parallel zu den Schenkeln 11 ist mittig eine Stützstrebe 19 vorgesehen, die vom horizonta- len Rahmenabschnitt 18 der Stützeinrichtung 9 nach unten zu einem Querrahmen 21 verläuft, der parallel zur kürzeren parallelen Seite 3 des Fahrgestelles 2 angeordnet ist und die Holme 5 verbindet. In einem Abstand zur Auflageanordnung 7 ist weiter oben je ein Steg 22 vorgesehen. Die Stege 22 verbinden je einen Schenkel 11 mit je einer Stütze 12. In dem durch die Stützen 12 und durch die Rückseite 11a der Stützeinrichtung 9 gebildeten Raum 23 befinden sich eine Absteileinrichtung 24 zum Abstellen von nicht plattenförmigen Gütern 33. Ein erster horizontal angeordneter Längssteg 27 verbindet die beiden Schenkel 11. Ein weiterer, mit Einschnitten 30, 31 ausgestatteter Längssteg 28 verbindet in einem seitlichen Abstand zum er- sten Längssteg 27 die Stege 22. Der weitere Längssteg 28 ist etwas höher angeordnet als der erste Längssteg 27. Zwischen den Längsstegen 27, 28 befindet sich ein Gitterboden 29, der wie die Längsstege 27, 28 zur Abstel- leinrichtung 24 gehört und auf dem sich die nichtplattenförmigen Güter 33 abstellen lassen. Der Gitterboden 29 und damit die Stellfläche der Abstell-
einrichtung 24 ist bevorzugt zur Auflageanordnung 7 hin geneigt angeordnet. Er kann aber auch horizontal angeordnet sein, sofern er in dieser Lage den Stapelvorgang zweier gleicher Transportwagen 1 nicht behindert. Gegenüber der Stützstrebe 19 ist der Längssteg 28 mit einem zur Stützstrebe 19 gerichteten Einschnitt 30 versehen. Je ein weiterer zu den Schenkeln 11 weisender Einschnitt 31 befindet sich jeweils einem Schenkel 11 gegenüber. Beim platzsparenden Ineinanderschieben zweier gleicher Transportwagen 1, bei dem auf die Zeichnung bezogen von linker Seite aus ein Transportwagen 1 in den vorausbefindlichen und hier dargestellten Trans- portwagen 1 eingeschoben wird, befinden sich die Schenkel 11 der Stützeinrichtung 9 des eingeschobenen Transportwagens 1 in den Einschnitten 31 der AbStelleinrichtung 24 des vorausbefindlichen Transportwagens 1. Ferner befindet sich die Stützstrebe 19 des eingeschobenen Transportwagens 1 im mittig angeordneten Einschnitt 30 des vorausbefindlichen Trans- portwagens 1. Dadurch lassen sich zwei Transportwagen 1 enger stapeln. Oberhalb des ersten Längssteges 27 sind zwei kurze Längsstege 32 vorgesehen, welche jeweils einen Schenkel 11 mit der Stützstrebe 19 verbinden und einen Anschlag für auf der gewöhnlich geneigten AbStelleinrichtung 24 abgestellte Güter 33 bilden. Im eineinandergeschobenem Zustand zweier Transportwagen 1 befinden sich bei geneigten Absteileinrichtungen 24 der vordere Abschnitt 25 der Absteileinrichtung 24 des eingeschobenen Transportwagens 1 unterhalb des hinteren Abschnittes 26 der Absteileinrichtung 24 des vorausbefindlichen Transportwagens 1, während die Fahrgestelle 2 in bekannter Weise als offene Trapeze ineinandergeschachtelt sind. Der Rahmenabschnitt 18 der Stützeinrichtung 9 kann mit wenigstens einem Schiebegriff 15 ausgestattet sein, der durch Kröpfung des Rahmenabschnittes 18 nach hinten gebildet ist und der einen Greifbereich zwischen sich und einer Platte 17 bildet. Ergänzend zeigt Fig. 2 den Transportwagen 1 von der Seite. Man erkennt die horizontal angeordneten, konvergierenden Holme 5 des Fahrgestelles 2, von denen in der Zeichnung rechts, also im vorderen Bereich des Transportwagens 1 sich die Anschlagvorrichtung 8 nach oben erstreckt. Ihr folgt die nach vorne leicht ansteigende Auflageanordnung 7. An diese schließt die steil schräg nach oben sich erstreckende Stützeinrichtung 9 an, an der
eine Platte 17 lehnt, die auf der Auflageanordnung 7 abgestellt ist. Deutlich ist auch der Raum 23 zu erkennen, in dem sich die Absteileinrichtung 24 befindet. Der Winkel α zeigt, dass die Auflageanordnung 7 nach vorne leicht ansteigt, während der Winkel ß die nach vorne leicht abfallende Lage der AbStelleinrichtung 24 wiedergibt. Die AbStelleinrichtung 24 ist neben der durch die Anschlagvorrichtung 8, die Auflageanordnung 7 und durch die Stützeinrichtung 9 gebildeten Aufnahmeeinrichtung 14 angeordnet. Es können auch zwei nebeneinander oder zwei übereinander angeordnete Absteileinrichtungen 24 vorgesehen sein. Die wenigstens eine Abstelleinrich- tung 24 verläuft in ihrer Längserstreckung parallel zur Aufnahmeeinrichtung 14 und erstreckt sich quer zur Stapelrichtung, die der Transportwagen 1 dann einnimmt, wenn dieser in einen gleichen Transportwagen 1 eingeschoben wird. Die AbStelleinrichtung 24 ist höher angeordnet als die Auflageanordnung 7. Die AbStelleinrichtung 24 kann mittig durch eine Verstre- bung 34 zusätzlich gestützt sein. In gestapeltem Zustand zweier Transportwagen 1 befinden sich die Stützstrebe 19 und die Verstrebung 34 eines vorausbefindlichen Transportwagens 1 zumindest teilweise in einem Zwischenraum 8a der Anschlagvorrichtung 8 des eingeschobenen Transportwagens 1, vgl. Fig. 1. Gleiche Transportwagen 1 lassen sich, ohne dies zeich- nerisch extra darzustellen, deshalb platzsparend eineinanderschieben, weil die Fahrgestelle 2 konisch und die Stützen 12 nach außen gerichtet sind, weil ferner die Einschnitte 30, 31 und der Zwischenraum 8a vorgesehen sind und weil schließlich die Absteileinrichtung 24 nach vorne abfallend angeordnet ist. Leere oder mit Platten 17 und Gütern 33 beladene Trans- portwagen 1 werden in Längsrichtung geschoben oder gezogen (Pfeil A) und unbeladen quer zur Längsrichtung platzsparend gestapelt (Pfeil B).
Es soll abschließend nicht unerwähnt bleiben, dass die Aussage „quer zur Stapelrichtung" nicht exakt im Sinne eines 90°-Winkels verstanden werden darf. Je nach Ausbildung des Fahrgestelles 2 oder der Lage der Aufnahmeeinrichtung 14 bezogen auf das Fahrgestell 2 können Anordnungen entstehen, die von einem rechten Winkel weniger als 45° abweichen. Auch diese Anordnungen werden durch das Wort „quer" erfasst.