PRALLKÜHLVORRICHTUNG
Beschreibung
Einrichtung f r ein zu kühlendes Bauteil
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung für ein zu kühlendes Bauteil, vor dem ein mit einem Kuhlmittel beaufschlagbares Prallkuhlblech mit einer Kuhlmitteldurchfuhrung angeordnet ist. Zwischen dem Prallkuhlblech und dem zu kühlenden Bauteil ist neben der Kuhlmitteldurchfuhrung ein Ableitkanal für das Kuhlmittel vorgesehen.
In einer thermischen Maschine, beispielsweise m einer Gasoder Dampfturbine, werden durch ein heißes Medium, z. B. ein heißes Gas oder Dampf, die einen Raum begrenzenden Oberfla- chen thermisch stark belastet. Im Hinblick auf die Erhöhung des Wirkungsgrades der thermischen Maschine wird unter anderem versucht, eine möglichst hohe Temperatur des heißen Mediums zu erzielen. Es ist daher einerseits von großer Bedeutung, geeignete Werkstoffe f r die mit dem heißen Medium be- aufschlagten Oberflachen zu finden, besonders Materialien mit ausreichender Festigkeit bei möglichst hohen Temperaturen. Andererseits kommt es darauf an, diese Oberflachen effizient zu kühlen, um hohe Temperaturen anwenden zu können. In einer Gasturbine wird das zur Kühlung erforderliche Kuhlmittel ub- licherweise einem an die Turbine angekoppelten Verdichter als Kuhlluft entnommen. Um den mit dieser Kuhlluftentnahme einhergehenden Wirkungsgradverlust so gering wie möglich zu halten, wird intensiv nach Kuhlkonzepten gesucht, die einen möglichst effizienten Kuhlmittelemsatz gewährleisten.
In der DE 26 28 807 AI ist ein Prallkuhlsystem für eine Turbinenlaufschaufel beschrieben. Die Turbinenlaufschaufel umfaßt einen Schaufelfuß zur Befestigung an einem Rotor der Turbine, ein Schaufelblatt zur Umstromung durch ein Arbeits- medium und eine Plattform zum Begrenzen eines Kanals f r das Arbeitsmedium. Bei einer Gasturbine treten m dem Kanal sehr hohe Temperaturen auf, so daß die dem heißer Arbeitsmedium
ausgesetzte Oberfläche der Plattform thermisch stark belastet ist. Zur Kühlung der Plattform ist daher vor der dem heißen Arbeitsmedium abgewandten Seite ein gelochtes Wandelement angeordnet, das als Prallkühlblech bezeichnet wird. Durch Aus- nehmungen (Kühlmitteldurchführungen) in dem Prallkühlblech tritt ein Kühlmittel hindurch und trifft auf die dem Arbeitsmedium abgewandte Seite der Plattform. Hierdurch wird eine Kühlung der Plattform erreicht.
Aus der US-PS-4, 642, 024 geht eine kühlbare Statorgruppe für ein Gasturbinentriebwerk hervor. Die Statorgruppe weist eine äußere Luftabdichtung sowie einen stromaufwärtigen Halter und einen stromabwärtigen Halter auf. Die Halter stützen die äußere Luftabdichtung mit Hilfe von Verhakungen über einen Strömungsweg für ein heißes Arbeitsmedium ab. Dadurch ist eine konstruktive Dreiteilung der Luftabdichtung in einen stromabwärtigen und einen stromaufwärtigen Randbereich sowie einen zwischen den Randbereichen angeordneten Zentralbereich gegeben. Zur Kühlung der äußeren Luftabdichtung mit Kühlluft erfolgt zunächst eine Prallkühlung im Zentralbereich. Die
Randbereiche, die aufgrund der Halter nicht direkt mit Kühlluft beaufschlagbar sind, werden gekühlt, indem ein Teil der gesammelten Kühlluft durch die Halter hindurchgeleitet wird, um eine Prallkühlung der Randbereiche zu ermöglichen. Dazu erstrecken sich Dosierlöcher durch die Halter, um die Kühlluft an den stromaufwärtigen und den stromabwärtigen Randbereich zur Prallkühlung der Randbereiche zu leiten.
Aus der US-PS-5, 649, 806 geht eine verbesserte Kühlanordnung für Führungsringe von Turbinenleitschaufein in einer Gasturbine hervor. Ein Führungsring ist als Wandelement in einer Gasturbine zwischen den Plattformen zweier Turbinenleitschau- feln angeordnet. Die äußere Oberfläche des Führungsrings ist dem Heißgas ausgesetzt und in radialer Richtung von den äuße- ren Enden der Turbinenlaufschaufeln durch einen Spalt beab- standet. Durch Kühlkanäle innerhalb der dem Heißgas ausgesetzten Wand des Führungsrings wird eine Wärmeabfuhr durch
konvektive Kühlung und durch Prallkuhlung ermöglicht. Darüber hinaus weist der Fuhrungsπng zur äußeren Oberflache hm speziell ausgestaltete Kuhlluftschlitze auf. Diese sind so orientiert, daß die Kuhlluft m Stromungsrichtung des Heißgases mit minimalem Impulsaustausch zwischen der Kuhlluft und dem Heißgas an die äußere Oberflache gefuhrt wird. Dadurch wird eine Filmkuhlung der dem heißen Gas ausgesetzten Oberflache bewirkt .
Aus der EP 0 624 757 AI geht eine Prallkuhlrichtung für eine Flugtriebwerkskomponente, beispielsweise ein Verdichterteil eines Flugtriebwerks hervor. Die Prallkuhleinrichtung umfaßt ein Wellblech mit einer Vielzahl von parallel zu einer Vorzugsachse sich erstreckenden Wellenbergen und dazu benachbarten Wellentalern, die jeweils eine trapezförmige
Kontur aufweisen. Die Wellentaler sind dabei mit Prallkuhlbohrungen versehen. Durch die Wellentaler und die Wellenberge sind Kuhlkanale gebildet, die sich parallel zu der Vorzugsachse erstrecken und m Stromungsverbindung mit dem Verdich- terteil stehen. Senkrecht zu der Vorzugsachse sind steg- formige Verteilerbleche angeordnet, wobei die Verteilerbleche jeweils mit ihrer Oberkante mit dem gelochten Wellblech und mit ihrer Unterkante mit dem Verdichteraustrittsrohr verbunden sind. Durch die Verteilerbleche wird die Luft nach einer Prallkuhlung des Verdichterrohrs zunächst senkrecht zur
Vorzugsachse geleitet und danach auf die Kuhlkanale verteilt. Eine Ruckkopplung oder Durchmischung von bereits abgeleiteter Luft mit der zur Prallkuhlung zugefuhrten Luft soll hierdurch ebenso verhindert werden.
Eine Prallkuhleinrichtung mit einem gelochten, trapezförmig ausgestalteten, uniaxialen Wellblech ist, ähnlich wie m der EP 0 624 757 AI, m der US 5,467,815 beschrieben. Hierbei ist das Prallkuhlblech gegenüber einer zu kühlenden Wand einer Brennkammer beabstandet angeordnet. Nach einer Prallkuhlung der Wand mittels Kuhlluft gelangt die Luft m Bereiche der Wellenberge mit vergrößertem Stromungsquerschnitt, wo die
Luft entlang der Achse weitergeleitet wird. Eine Beeinflussung von Prallkuhlluft aus voneinander benachbarten Prallkuhllochern wird hierdurch nicht unterbunden, da ein ungehindertes Überströmen möglich ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Einrichtung für ein zu kühlendes Bauteil, mit einem mit einem Kuhlmittel beaufschlagbaren Prallkuhlblech anzugeben. Die Einrichtung soll insbesondere eine verbesserte Prallkuhlung für das zu kühlende Bauteil herbeifuhren sowie einen effizienteren Kuhlm ttelemsatz ermöglichen.
Erfmdungsgemaß wird diese Aufgabe gelost durch eine Einrichtung für ein zu kühlendes Bauteil, mit einem mit einem Kuhl- mittel beaufschlagbaren Prallkuhlblech mit einer Kuhlmitteldurchfuhrung, wobei das Prallkuhlblech vor dem zu kühlenden Bauteil angeordnet ist, wobei zwischen dem Prallkuhlblech und dem zu kühlenden Bauteil neben der Kuhlmitteldurchfuhrung ein Ableitkanal für das Kuhlmittel vorgesehen ist, und wobei das Prallkuhlblech eine weitere Kuhlmitteldurchfuhrung aufweist, wobei zwischen der Kuhlmitteldurchfuhrung und der weiteren Kuhlmitteldurchfuhrung der Ableitkanal eine Stromungsbarriere für das Kuhlmittel aufweist.
Beim Prallkuhlen wird üblicherweise ein Kuhlmittel durch eine Vielzahl von Kuhlmitteldurchfuhrungen m einer Platte oder m einem Blech (Prallkuhlblech) geleitet, die der zu kühlenden Oberflache des zu kühlenden Bauteils benachbart ist. Infolgedessen prallt das Kuhlmittel m einer entsprechenden Viel- zahl von Kuhlmittelstrahlen im wesentlichen senkrecht auf die zu kühlende Oberflache. Bei der Wechselwirkung mit der zu kühlenden Oberflache nimmt das Kuhlmittel Warme auf, die infolge eines Wärmeübergangs von dem thermisch belasteten Bauteil auf das Kuhlmittel übertragen wird. Infolge dieser Wech- selwirkung erwärmt sich das Kuhlmittel. Die Kuhleffizienz bei
der Prallkuhlung ist hoher als z. B. bei einer herkömmlichen Konvektionskuhlung, bei der das Kuhlmittel im wesentlichen parallel zu der zu kühlenden Oberflache des Bauteils gefuhrt wird. Mit der Prallkuhlung ist eine wirksame Kühlung des Bauteils erreicht. Das Bauteil kann dadurch höheren Temperaturen ausgesetzt werden, da bei gleichem Warmeemtrag m das Bauteil das Bauteil gegenüber anderen Kuhlmethoden auf einer niedrigeren Materialtemperatur gehalten werden kann.
Die Erfindung geht von dem Befund aus, daß bei den herkömmlichen Kuhlkonzepten, die mittels Prallkuhlung ein Bauteil, welches eine zu kühlende Oberflache aufweist, prallkuhlen, sich unter dem Prallkuhlblech zwischen diesem und dem zu kühlenden Bauteil entlang der zu kühlenden Oberflache weitge- hende Bereiche ergeben, m denen hohe Stromungsgeschwindigkeiten des Kuhlmittels vorhanden sind. Die Kuhlmittelstromung erfolgt hierbei im wesentlichen senkrecht zu den Kuhlmittelstrahlen, die aus Kuhlmitteldurchfuhrungen im Prallkuhlblech m einer Richtung gegen die zu k hlende Oberflache des Bauteils dusenformig expandieren. Es zeigt sich, daß durch die transversale Umstromung der Kuhlmittelstrahlen diese m ihrem Dusenstrahlcharakter empfindlich gestört sind, insbesondere m der unmittelbaren Nahe der zu kühlenden Oberflache des Bauteils, wo dieser Effekt sich besonders nachteilig auswirkt. Die transversale Strömung fuhrt m der Wechselwirkung mit einem Kuhlmittelstrahl zu Verwirbelungen, die die mittlere Temperatur des Kuhlmittels im Kuhl- mittelstrahl herabsetzen. Gegenüber dem Fall ohne eine störende Transversalstromung ergibt sich eine reduzierte Kuhleffizienz .
Mit der Erfindung wird ein Weg aufgezeigt, die Transversalstromung entlang einer prallgekuhlten Oberflache eines Bauteils im Bereich der Dusenexpansion eines Kuhlmittelstrahls deutlich herabzusetzen. Die Einrichtung sieht hierfür einen Ableitkanal vor, der das Kuhlmittel nach einer erfolgten Prallkuhlung des Bauteils ableitet. Der Ableitkanal weist
zwischen der Kuhlmitteldurchfuhrung und einer weiteren Kuhlmitteldurchfuhrung eine Stromungsbarriere auf. Dadurch wird die Transversalstromung im Bereich der Kuhlmittelstrah- len erheblich reduziert. Der Ableitkanal ist neben der Kuhl- mitteldurchfuhrung vorgesehen, so daß das Kuhlmittel nach einer Prallkuhlung des Bauteils unmittelbar m den Ableitkanal gelangt. Die Strömung des Kuhlmittels wird somit kanalisiert, und die Prallkuhlwirkung der Kuhlmittelstrahlen, die aus den Kuhlmitteldurchfuhrungen m einer Richtung gegen die zu kühlende Oberflache des Bauteils dusenformig expandieren, wird infolge der verminderten Transversalstromung erhöht. Durch die Stromungsbarriere gemäß der Erfindung ist zwischen der Kuhlmitteldurchfuhrung und einer weiteren Kuhlmitteldurchfuhrung ein Bereich mit erheblich vermindertem Stromungsquerschnitt für das Kuhlmittel bereitgestellt.
Vorteilhafterweise kann die Stromungsbarriere des Ableit- kanals so ausgestaltet sein, daß nahezu keine direkte Strömung von Kuhlmittel mehr von der Kuhlmitteldurchfuhrung zu der weiteren Kuhlmitteldurchfuhrung möglich ist. Hierdurch ist eine gegenseitige Beeinflussung von Kuhlmittelstrahlen, die aus der Kuhlmitteldurchfuhrung der weiteren Kuhlmitteldurchfuhrung dusenstrahlformig zur Prallkuhlung des Bauteils expandieren, weitgehend reduziert. Eine Prallkuhlefflzierung nachteilig beeinflussende Transversalstromung kann sich nicht aufbauen. Eine praktisch ungestörte Dusenstrahlexpansion ist gewahrleistet .
Von großem Vorteil ist, daß durch die Kanalisierung der Kuhl- mittelstromung im Ableitkanal eine gezielte Weiterverwendung des Kuhlmittels ermöglicht wird. Der Ableitkanal dient dabei einerseits als Sammelkanal für das Kuhlmittel und andererseits als Stromungskanal . Nach erfolgter Nutzung des Kuhlmittels zur Prallkuhlung des Bauteils kann das Kuhlmittel mittels des Ableitkanals zwischen dem Prallkuhlblech und dem zu kühlenden Bauteil zu einem gewünschten Bereich weitergeleitet werden und für weitere Kuhlzwecke verwendet werden. Beispielsweise kann der Ableitkanal so ausgestaltet sein, 1
dieser das Kühlmittel entlang des Bauteils, insbesondere entlang der Oberfläche des Bauteils, leitet, wodurch eine konvektive Kühlung erzielt wird. Weiterhin kann das Kühlmittel durch den Ableitkanal zu anderen Bereichen desselben Bauteils geleitet werden, um dort für weitere Kühlzwecke verwendet zu werden. Ferner ist es mit Hilfe des Ableitkanals möglich, das Kühlmittel zu einem weiteren Bauteil zu leiten, um es dort zur Kühlung des weiteren Bauteils zu verwenden. Als ausnutzbare Kühlmechanismen kommen hierbei vor allem, ne- ben einer weiteren Prallkühlung, eine konvektive Kühlung sowie eine Filmkühlung in Betracht. Die Einrichtung ermöglicht somit eine deutliche Effizienzsteigerung bei der Prallkühlung eines Bauteils sowie insbesondere eine gezielte Weiterverwendungsmöglichkeit des Kühlmittels nach der Prallkühlung.
Vorzugsweise ist eine weitere Kühlmitteldurchführung vorgesehen, die jenseits des Ableitkanals der Kühlmitteldurchführung gegenüberliegt. Durch die weitere Kühlmitteldurchführung steht eine weitere Möglichkeit der Prallkühlung des Bauteils zur Verfügung. Zugleich kann der Ableitkanal dadurch von zwei Seiten mit Kühlmittel gespeist werden. Die Einrichtung ist dadurch vorteilhafterweise so ausgestaltet, daß zumindest zwei Kühlmitteldurchführungen dem Ableitkanal zugeordnet sind. Es ist also nicht erforderlich, für jede Kühlmittel- durchführung eigens einen separaten Ableitkanal vorzusehen.
Vorzugsweise ist eine Mehrzahl von Kühlmitteldurchführungen parallel zu dem Ableitkanal angeordnet. Entlang des Ableitkanals sind somit mehrere Kühlmitteldurchführungen vorhanden und diesem zugeordnet. Das heißt, daß nach einer erfolgten Prallkühlung des Bauteils durch Kühlmittelstrahlen aus den Kühlmitteldurchführungen das Kühlmittel in den Ableitkanal gelangt. Der Ableitkanal wird hierbei von einer Mehrzahl von Kühlmitteldurchführungen mit Kühlmittel gespeist. Dies bedeu- tet eine sehr effiziente Nutzung des Ableitkanals. Infolgedessen wird in dem Ableitkanal eine entsprechende Menge an Kühlmittel gesammelt und abgeleitet.
In einer bevorzugten Ausgestaltung ist eine Mehrzahl von Äbleitkanalen vorgesehen. Bei einer entsprechenden Anzahl und Anordnung von Kuhlmitteldurchfuhrungen m dem Prallkuhlblech ist es vorteilhaft, mehrere Ableitkanale zur Verfugung zu ha- ben. Je nach Anzahl und Anordnung der Kuhlmitteldurchfuhrungen kann somit die Anzahl und Anordnung an Ableitkanale gezielt und effizient angepaßt werden. Die Ableitkanale werden dabei vorteilhafterweise großflächig entlang der mittels Prallkuhlung zu kühlenden Oberflache des Bauteils angeordnet. Durch die Mehrzahl von Äbleitkanalen ist sichergestellt, daß das Kuhlmittel aus einem Kuhlmittelstrahl nach einer erfolgten Prallkuhlung des Bauteils zumindest über einen Ableitkanal abgeleitet wird. Eine transversale Strömung, die die Effizienz der Prallkuhlung nachteilig beeinflussen wurde, wird somit im Bereich der gesamtem prallgekuhlten Oberflache des Bauteils weitgehend verhindert.
Bevorzugterweise erstrecken sich die Ableitkanale entlang einer Langsachse. Die Langsachse bildet somit eine Vorzugsrich- tung entlang derer sich die Ableitkanale bevorzugt erstrek- ken. Mehrere Ableitkanale können dabei vorteilhafterweise parallel entlang der Langsachse ausgebildet sein. Dadurch ist das Kuhlmittel entlang dieser Längsachse gezielt weiterleit- bar. In der Summe der Kuhlmittelstrome m den einzelnen Ab- leitkanalen kann somit eine ausreichende Menge an Kuhlmittel m eine bevorzugte Richtung geleitet werden, ggf. zur Kühlung des Bauteils oder eines entlang der Langsachse an das Bauteil angrenzenden weiteren Bauteils. Dort kann das Kuhlmittel dann für weitere Kuhlzwecke eingesetzt werden.
In einer bevorzugten Ausgestaltung weist zwischen zwei benachbarten Kuhlmitteldurchfuhrungen der Ableitkanal eine Stromungsbarriere für Kuhlmittel auf. Unter zwei benachbarten Kuhlmitteldurchfuhrungen werden dabei zwei Kuhlmitteldurch- fuhrungen verstanden, die entlang des Abieitkanals aufeinanderfolgend angeordnet sind, wobei die Kuhlmitteldurchfuhrun-
gen bezogen auf den Ableitkanal auf derselben Seite des Ableitkanals angeordnet sind.
Durch die Strömungsbarriere ist zwischen den benachbarten Kühlmitteldurchführungen ein Bereich mit deutlich vermindertem Strömungsquerschnitt hergestellt. Vorteilhafterweise wird die Strömungsbarriere so ausgestaltet, daß praktisch keine Strömung von Kühlmittel mehr von einer ersten Kühlmitteldurchführung zu einer zu der ersten Kühlmitteldurchführung benachbarten zweiten Kühlmitteldurchführung möglich ist. Dadurch ist eine gegenseitige Beeinflussung von Kühlmittelstrahlen, die aus den benachbarten Kühlmitteldurchführungen düsenförmig zur Prallkühlung des Bauteils expandieren, weitgehend reduziert. Insbesondere kann sich eine die Prallkühl- effizienz nachteilig beeinflussende Transversalstromung praktisch nicht aufbauen. Vorteilhafterweise ist durch diese Ausgestaltung auch eine effizientere Speisung des Ableitkanals mit Kühlmittel erreicht.
Vorzugsweise ist der Ableitkanal von dem Prallkühlblech, insbesondere durch eine wellenförmige Verbiegung des Prallkühlblechs, gebildet. Der Ableitkanal ist dadurch Bestandteil des Prallkühlblechs. Vorteilhafterweise ist es somit nicht erforderlich, eine separate zusätzliche Komponente, die den Ab- leitkanal bildet, herzustellen und die Einrichtung damit auszurüsten. Herkömmliche Einrichtungen zur Prallkühlung können daher auf einfache Weise mit einem einen Ableitkanal bildenden Prallkühlblech ausgerüstet werden, um eine verbesserte Prallkühlung zu erzielen. Durch die Ausbildung des Ableitka- nals von dem Prallkühlblech, kann ein konventionelles Prallkühlblech in einer Einrichtung für ein zu kühlendes Bauteil durch das Prallkühlblech mit dem Ableitkanal ausgetauscht werden. Die Kosten einer Umrüstung sind somit vernachlässigbar gegenüber den Vorteilen des neuen Kühlkonzepts.
Bevorzugt ist das Prallkühlblech einstückig. Das Prallkühlblech ist durch diese Ausgestaltung in einfacher Weise und
besonders kostengünstig herstellbar. Das Prallkühlblech kann z.B. aus einem Blechtafelrohling mit üblichen Herstellungsverfahren, beispielsweise durch Tiefziehen, gefertigt werden. Die Kühlmitteldurchführungen sowie die schlußendliche Formge- bung kann z.B. durch Stanzen in einer Stanzmaschine erfolgen. Durch die einstückige Ausgestaltung ist der Ableitkanal mit der Strömungsbarriere fester Bestandteil des Prallkühlblechs. Von großem Vorteil ist, daß der Ableitkanal mit dem Prallkühlblech durch entsprechende Formgebung des Prallkühlblechs zusammen herstellbar ist. Der Ableitkanal kann beispielsweise durch wellenförmiges Verbiegen des Prallkühlblechs gefertigt werden. Schweiß- oder andere Verbindungen zwischen dem Prallkühlblech und dem Ableitkanal erübrigen sich somit. Die wellenförmige Verbiegung kann dabei entlang zweier Vorzugs- achsen erfolgen, so daß in zwei Dimensionen eine relief- förmige Wellenstruktur mit Wellenbergen und Wellentälern gebildet ist. Ein derart ausgestaltetes Prallkühlblech weist eine hohe thermomechanische Elastizität auf und ist für Hochtemperaturanwendungen, insbesondere in einer Gasturbine, besonders geeignet. Das Prallkühlblech weist in dieser besonders bevorzugten Ausgestaltung eine für den Hochtemperatur-Anwendungsfall sehr vorteilhafte Verformungstoleranz in mehreren Dimensionen auf.
Bevorzugterweise ist das Prallkühlblech aus einem hochtempe- raturfesten Material hergestellt. Als Material kommen insbesondere hochtemperaturfeste Stähle oder Legierungen auf Nickel-, Eisen- oder Chrombasis in Frage. Vorteilhafterweise ist dadurch das Prallkühlblech mit dem Ableitkanal für Hochtempe- raturanwendungen, d. h. zur Kühlung thermisch hochbelasteter Bauteile, ausgestaltet.
Bevorzugt ist das zu kühlende Bauteil eine hochtemperaturbe- lastete Komponente einer thermischen Maschine, insbesondere einer Gasturbine. Weiter bevorzugt ist das zu kühlende Bauteil eine Plattform einer Turbinenschaufel oder ein Hitzeschildelement einer Brennkammer einer Gasturbine. Als Turbi-
nenschaufeln kommen dabei sowohl Turbmenleitschaufein als auch Turbinenlaufschaufeln m Betracht. Weitere Anwendungen der Einrichtung, etwa zur Prallkuhlung von Wandelementen m Ofen oder zur Kühlung von Kraft- und Arbeitsmaschinen, sind möglich.
Die Einrichtung für ein zu kühlendes Bauteil wird im folgenden anhand der m der Zeichnung dargestellten Ausfuhrungsbei- spiele naher erläutert. Es zeigen schematisch und verein- facht:
FIG 1 eine Gasturbine mit Verdichter, Brennkammer und Turbine,
FIG 2 eine perspektivische Darstellung einer Turbmen- leitschaufel mit Prallkuhlblech,
FIG 3 eine Ansicht eines Ausschnitts der m Figur 2 gezeigten Turbmenleitschaufel entlang der Schnittli- nie III-III, und
FIG 4 eine Ansicht eines Ausschnitts der m Figur 2 gezeigten Turbmenleitschaufel entlang der Schnittlinie IV-IV.
Gleiche Bezugszeichen haben den Figuren die gleiche Bedeutung.
In Figur 1 ist ein Halbschnitt durch eine Gasturbine 1 darge- stellt. Die Gasturbine 1 weist einen Verdichter 3 für Verbrennungsluft, eine Brennkammer 5 mit Brenner 7 für einen flussigen oder gasformigen Brennstoff sowie eine Turbine 9 zum Antrieb des Verdichters 3 und eines m Figur 1 nicht dargestellten Generators auf. In der Turbine 9 sind feststehende Leitschaufeln 11 und rotierbare Laufschaufeln 13 auf jeweiligen, sich radial erstreckenden, im Halbschnitt nicht gezeigten Kränzen entlang der Rotationsachse 19 der Gasturbine ι
angeordnet. Dabei wird ein entlang der Rotationsachse 19 aufeinanderfolgendes Paar aus einem Kranz von Leitschaufeln 11 (Leitschaufelkranz) und einem Kranz von Laufschaufeln 13 (Laufschaufelkranz) als Turbinenstufe bezeichnet. Jede Leit- schaufei 11 weist eine Plattform 17 auf, welche zur Fixierung der betreffenden Leitschaufel 11 am inneren Turbinengehause 23 angeordnet ist. Die Plattform 17 stellt dabei ein Wandelement m der Turbine 9 dar. Die Plattform 17 ist ein thermisch stark belastetes Bauteil 17, welches die äußere Begrenzung für ein heißes Mediums M, insbesondere des Heißgaskanals 25, der Turbine 9 bildet. Die Laufschaufel 13 ist auf dem entlang der Rotationsachse 19 der Gasturbine 1 angeordneten Turbinenlaufer 27 befestigt. Em Fuhrungsrmg 15 ist als Wandelement der Gasturbine 1 zwischen den Plattformen 17 zweier axial beabstandeter, benachbarter Leitschaufeln 11 angeordnet. Der Fuhrungsrmg 15 sowie die Plattform 17 der Leitschaufel 11 weisen jeweils eine Heißseite 29 auf, die im Betrieb der Gasturbine 1 dem heißen Medium M, insbesondere dem Heißgas M, ausgesetzt ist. Die Heißseite 29 des Fuhrungs- rmgs 15 ist dabei radialer Richtung vom äußeren Ende 21 der Laufschaufei 13 durch einen Spalt beabstandet. Die Plattform 17 der Leitschaufel 11 und der axial an die Plattform 17 angrenzende Fuhrungsrmg stellen jeweils kuhlbare Bauteile 17 dar, die zur Kühlung mit einem Kuhlmittel K beaufschlagt werden.
Im Betrieb der Gasturbine 1 wird Frischluft L aus der Umgebung angesaugt. Die Luft L wird im Verdichter 3 verdichtet und dadurch gleichzeitig vorgewärmt. In der Brennkammer 5 wird die Luft L mit dem flussigen oder gasformigem Brennstoff zusammengebracht und verbrannt. Em zuvor dem Verdichter 3 aus geeigneten Entnahmen entnommener Teil der Luft L dient als Kuhlluft K zur Kühlung der Turbinenstufen, wobei z.B. die erste Turbinenstufe mit einer Turbineneintrittstemperatur von etwa 750 °C bis 1200 °C beaufschlagt wird. In der Turbine 9 erfolgt eine Entspannung und Abkühlung des heißen Mediums M, insbesondere des Heißgases M, welches durch die Turbmenstu-
fen strömt. Das zu kühlende Bauteil 17, insbesondere die Plattform 17 der Leitschaufel 11, wird zur Kühlung mit einem Kuhlmittel K, insbesondere mit der Kuhlluft K, von der der Heißseite 29 der Plattform 17 gegenüberliegenden Seite der Plattform 17 beaufschlagt. Dabei wird die Plattform 17 mittels Prallkuhlung gekühlt.
Figur 2 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Turbi- nenleitschaufel 11. Die Turbmenleitschaufel 11 weist eine Plattform 17 sowie em mit der Plattform 17 verbundenes Schaufelblatt 39 auf. Die Plattform 17 besitzt eine Heißseite 29, die im Betrieb der Gasturbine 1 mit einem heißen Medium M beaufschlagt ist. Die Plattform 17 ist em thermisch hochbelastetes Bauteil 17, welches mittels Prallkuhlung gekühlt wird. Auf der der Heißseite 29 gegenüberliegenden Seite der Plattform 17 ist em wannenformiges Prallkuhlblech 31 angeordnet. Das Prallkuhlblech 31 weist eine Zustromseite 41 auf. Von der Zustromseite 41 her ist das Prallkuhlblech 31 zur
Prallkuhlung der Plattform 17 mit einem Kuhlmittel K beaufschlagbar. Dies ist durch dicke Pfeile gekennzeichnet. In Stromungsrichtung des Kuhlmittels K ist das Prallkuhlblech 31 vor der zu kühlenden Plattform 17 angeordnet. Das Prallkuhl- blech 31 weist eine lochformige Kuhlmitteldurchfuhrung 33 auf, wobei die Kuhlmitteldurchfuhrung 33 eine von mehreren Kuhlmitteldurchfuhrungen 33 darstellt. Zwischen dem Prallkuhlblech 31 und dem zu kühlenden Bauteil 17, insbesondere der Plattform 17, ist neben der Kuhlmitteldurchfuhrung 33 em Ableitkanal 37 für das Kuhlmittel K vorgesehen. Der Ableitkanal 37 dient der Ableitung des K hlmittels K nach erfolgter Prallkuhlung der Plattform 17.
Bei der Prallkuhlung wird das Prallkuhlblech 31 auf der Zu- stromseite 41 mit dem Kuhlmittel K unter hohem Druck beaufschlagt. Das Kuhlmittel K strömt durch die Kuhlmitteldurchfuhrungen 33 und bildet entsprechend der Anzahl und
Anordnung der Kuhlmitteldurchfuhrungen 33 eine Vielzahl von Kuhlmittelstrahlen auf der der Zustromseite 41 abgewandten Seite des Prallkuhlblechs 31. Diese Kuhlmittelstrahlen prallen auf die Plattform 17, wobei das Kuhlmittel K Warme aus der Plattform 17 aufnimmt, die infolge der Warmeleitung von der mit dem heißen Medium M beaufschlagten Heißseite 29 zu der der Heißseite 29 gegenüberliegenden Seite der Plattform 17 geleitet wird. Infolge der Prallkuhlung durch das Kuhlmittel K wird das Kuhlmittel K erwärmt, wobei sich die Temperatur des Kuhlmittels K entsprechend erhöht. Nach der Prallkuhlung wird das Kuhlmittel K durch den Ableitkanal 37 abgeleitet. Je nach Anordnung und Ausgestaltung des Ableitka- nals 37 wird das Kuhlmittel K gezielt unterschiedliche Bereiche der Plattform 17 weitergeleitet . Das Kuhlmittel K wird dabei vorzugsweise für eine weitere Kühlung der Plattform 17 oder eines weiteren, an die Plattform 17 angrenzenden und m der Figur 2 nicht gezeigten Bauteils verwendet. Dabei kommen als Kuhlmechanismen neben der Prallkuhlung auch die konvektive Kühlung oder die Filmkuhlung m Frage. Zur Kühlung eines an die Plattform 17 angrenzenden weiteren Bauteils, etwa einer weiteren an die Plattform 17 angrenzenden Plattform 17 einer Turbmenleitschaufel 11, wird das Kuhlmittel K durch einen geeigneten Durchtrittskanal 35 der Plattform 17 gefuhrt. Das Kuhlmittel K strömt durch den Durchtrittskanal 35 zu dem weiteren Bauteil zur Kühlung desselben. Der Durch- trittskanal 35 ist dabei beispielsweise eine einfache Bohrung m der Plattform 17.
Figur 3 zeigt eine Ansicht eines Ausschnitts der m Figur 2 gezeigten Turbmenleitschaufel 11 entlang der Schnittlinie
III-III. Das Prallkuhlblech 31 umfaßt eine wellenförmige Wand 51 mit einer von dem Kuhlmittel K beaufschlagbaren Zustromseite 41 und einer der Zustromseite 41 gegenüberliegenden Abstromseite 45. An die Abstromseite 45 schließt sich e Kuhlbereich 47 an, der zwischen der zu kühlenden Kuhloberflache 43 des Bauteils 17 und der Abstromseite 45 gebildet ist. Die Wand 51 weist mehrere die Wand 51 durchdringend^
Kuhlmitteldurchfuhrungen 33 auf. An die Kuhlmitteldurchfuhrung 33 schließt sich im Kuhlbereich 47 em Dusenexpan- sionsbereich 49 an.
In dem Kuhlbereich 47 ist entlang der Wand 51 em Ableitkanal 37 für Kuhlmittel K gebildet. Der Ableitkanal 37 ist neben der Kuhlmitteldurchfuhrung 33 angeordnet. Dabei ist der Ableitkanal 37 einer von mehreren Äbleitkanalen 37, und die Kuhlmitteldurchfuhrung 33 ist eine von mehreren Kuhlmitteldurchfuhrungen 33. Der Ableitkanal 37 ist von dem Prallkuhlblech 31 gebildet und erstreckt sich parallel zu einer Langsachse 53.
Das Prallkuhlblech 31 ist mit dem Ableitkanal 37 einstuckig hergestellt. Das Prallkuhlblech 31 ist so angeordnet, daß die Abstromseite 45 des Prallkuhlblechs 31 der Kuhloberflache 43 der Plattform 17 gegenüberliegt.
Im Betrieb der m der Figur 3 nicht naher gezeigten Gastur- b e 1 (vergleiche Figur 1) wird die Heißseite 29 der Plattform 17 mit dem heißen Medium M, insbesondere dem Heißgas M, beaufschlagt. Um den hohen Temperaturen standzuhalten, muß die Plattform 17 gekühlt werden. Bei Prallkuhlung der Plattform 17 wird die Zustromseite 41 des Prallkuhlblechs 31 mit dem Kuhlmittel K unter geeignetem Druck beaufschlagt. Das Kuhlmittel K gelangt von der Zustromseite 41 durch die Kuhlmitteldurchfuhrungen 33 jeweils m den Dusenexpansionsbe- reich 49. Das Kuhlmittel K expandiert im Dusenexpansionsbe- reich 49 dusenstrahlformig Richtung der zu kühlenden Plattform 17 und prallt einer Mehrzahl von Kuhlmittelstrahlen gegen die Kuhloberflache 43. Hierbei wird die Plattform 17 an der Kuhloberflache 43 effizient prallgekuhlt . Das Kuhlmittel K nimmt infolge der Wechselwirkung mit der Kuhloberflache 43 Warme auf, die infolge der Warmeleitung von der Heißseite 29 zu der der Heißseite 29 gegenüberliegenden Kuhloberflache 43 transportiert wird. Infolge der Prallkuhlung erwärmt sich das K hlmittel K. Das Kuhlmittel K
gelangt nach Prallkuhlung der Plattform 17 von dem Dusen- expansionsbereich 49 m einen Ableitkanal 37. Im Ableitkanal 37 wird das Kuhlmittel K gesammelt; es und steht für weitere Kuhlzwecke zur Verf gung. Beispielsweise kann das Kuhlmittel K parallel zu der Langsachse 53 abgeleitet und gegebenenfalls zur Kühlung der Plattform 17 m einem anderen Bereich und/oder zur Kühlung eines weiteren Bauteils, welches m der Figur 3 nicht naher dargestellt ist und welches an die Plattform 17 angrenzt, verwendet werden. Das weitere Bauteil kann beispielsweise eine Plattform 17 einer weiteren Turb enleit- schaufel 11 oder e Fuhrungsrmg 15 sein (vergleiche Figur 1) . Als Kuhlmechanismen, die dabei ausgenutzt werden können, kommen neben einer weiteren Prallkuhlung die konvektive Kühlung sowie die Filmkuhlung in Frage. Durch die Mehrzahl von Äbleitkanalen 37 ist gewahrleistet, daß das Kuhlmittel K aus dem Dusenexpansionsbereich 49 nach erfolgter Prallkuhlung der Plattform 17 zumindest über einen der Ableitkanale 37 abgeleitet wird. Eine zu den Kuhlmittelstrahlen transversale Strömung entlang der Kuhloberflache 43, die die Effizienz der Prallkuhlung nachteilig beeinflussen wurde, kann somit im Dusenexpansionsbereich 49 weitgehend reduziert werden.
In Figur 4 ist eine Ansicht eines Ausschnitts der m Figur 2 gezeigten Turbmenleitschaufel 11 entlang der Schnittlinie IV-IV dargestellt. Die Schnittlinie IV-IV ist dabei entlang der Langsachse 53 der Schnittlme III-III (vergleiche Figur 3) axial nachgeordnet. Die Schnittlinie IV-IV bildet dabei eine Querachse, die sich im wesentlichen senkrecht zur Langsachse 53 erstreckt, und entlang derer keine Kuhlmitteldurch- fuhrung 33 angeordnet ist. Der Ableitkanal 37 weist eine
Stromungsbarriere 55 auf. Dabei ist der Ableitkanal 37 mit der Stromungsbarriere 55 von dem Prallkuhlblech 31 gebildet. Die Stromungsbarriere 55 ist so ausgestaltet, daß die Abstromseite 45 des Prallkuhlblechs 31 mit der Kuhloberflache 43 der Plattform 17 m Kontakt ist. Dadurch ist zwischen zwei entlang der Langsachse 53 benachbarten Kuhlmitteldurchfuhrungen 33 die Stromungsbarrieren 55 für Kuhlmittel K gebildet.
Unter zwei benachbarten Kuhlmitteldurchfuhrungen 33 werden dabei zwei Kuhlmitteldurchfuhrungen 33 verstanden, die entlang des Ableitkanals 37 aufeinanderfolgend angeordnet sind. Die Stromungsbarπere 55 dichtet die den benachbarten Kuhl- mitteldurchfuhrungen 33 jeweils zugeordneten Dusenexpansions- bereiche 49 gegeneinander ab. Damit wird e Überströmen von Kuhlmittel K von einem Dusenexpansionsbereich 49 zu einem entlang der Langsachse 53 benachbarten weiteren Dusenexpansionsbereich 49 verhindert. Je dichter die Stromungsbarriere 55 abdichtet, desto besser wird eine mögliche störende Transversalstromung reduziert. Eine die Prallkuhleffizienz nachteilig beeinflussende Transversalstromung kann sich bei entsprechend großer Dichtwirkung der Stromungsbarriere 55 praktisch nicht aufbauen. Von großem Vorteil ist, daß durch diese Ausgestal- tung auch eine besonders effiziente Speisung des Ableitkanals 37 mit Kuhlmittel K gewahrleistet ist.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß für em zu kühlendes Bauteil eine deutlich verbesserte Prallkuhlung sowie em gegenüber herkömmlichen Prallkuhlanordnungen effizienterer Kuhlmittelemsatz ermöglicht wird. Das Prallkuhlblech wird geeigneter Weise ausgestaltet, so daß im Kuhlbereich, welcher zwischen dem Prallkuhlblech und dem zu kühlenden Bauteil gebildet ist, eine transversale Strömung, insbesondere im Dusenexpansionsbereich der Kuhlmittelstrahlen, weitgehend verhindert wird. Im Vergleich mit konventionellen Einrichtungen zur Prallkuhlung kann mit dem angegebenen Kuhlkonzept das Bauteil mit geringerem Kuhlmittelemsatz auf einer vorgegebenen Materialtemperatur gehalten werden. Diese Effizienz- Steigerung ist mit einer Steigerung des Wirkungsgrades beim Einsatz der Einrichtung m einer thermischen Maschine verbunden.