Beschreibung
Verfahren bzw. Einrichtung zum Sedimentationstrennen physikalisch detektierbarer Partikel aus einem Partikelstrom
Die Erfindung betrifft ein Verfahren bzw. eine Einrichtung zum Sedimentationstrennen physikalisch detektierbarer Partikel aus einem in einer Trägerflüssigkeit geführten Partikelstrom, bei welchem dieser über mindestens ein im wesentlichen quer zur Strömungsrichtung verlaufendes, schwellenartiges Hindernis geführt wird, derart, daß Partikel geringeren spezifischen Gewichtes von der Trägerflüssigkeit bevorzugt über das Hindernis getragen werden und Partikel größeren spezifischen Gewichtes in Strömungsrichtung vor dem Hindernis sich absetzen.
Bei bekannten Einrichtungen der hier angesprochenen Art wird der von der Trägerflüssigkeit getragene Partikelstrom vornehmlich durch ein Gefälle eines Strömungskanals vorwärts getragen, an dessen Boden oder dessen unterem Wandungsbereich sich eine Mehrzahl schwellenartiger Hindernisse befindet, die etwa quer zur Strömungsrichtung orientiert sind.
Eine Relativbewegung zwischen dem die auszusondernden Partikel und nicht interessierende Partikel führenden Partikelstrom in der Trägerflüssigkeit und dem Strömungskanal kann auch dadurch herbeigeführt werden, daß ein den Strömungskanal abstützendes Fundament Schwingbewegungen ausführt.
Nach traditionellen Verfahren der vorerwähnten Art arbeiten von den Goldgräbern schräg aufgestellte Waschrinnen, die mittels Querleisten das edelmetallhaltige Material und Nuggets aufhalten. Dies geschieht dadurch, daß das
zu durchsuchende Geröll und Wasser die Waschrinne passieren und die Querleisten dabei zu überwinden haben. Während Steine oder andere Partikel im Wasserstrom aufgrund geringeren spezifischen Gewichtes ihres Materials und oft geringerer Dichte des betreffenden Partikelkörpers und demzufolge höheren Auftriebs im die Trägerflüssigkeit bildenden Wasser die Hindemisse leichter überwinden, sinken Partikel aus dichterem Material in Strömungsrichtung vor dem Hindernis ab und blieben in der mit den Hindernissen besetzten Waschrinne liegen.
Die Hindemisse traditioneller Einrichtungen können auch von der
Schwellenform abweichende Gestalt haben und etwa durch fußabstreiferartige Strukturen ersetzt sein.
Den herkömmlichen Verfahren und den bekannten Einrichtungen ist gemeinsam, daß zur Entnahme der in Strömungsrichtung vor den Hindernissen liegengebliebenen, abzusondernden Partikel der Betrieb unterbrochen werden muß, und daß die Effizienz der bekannten Verfahren bzw. Einrichtungen vergleichsweise niedrig ist, da in Strömungsrichtung vor den Hindernissen sich absetzende Partikel, unter denen sich auch nicht abzusondernde Partikel befinden können, bei längerer Betriebsdauer das betreffende Hindernis im Sinne einer Sedimentation zunehmend weniger wirkungsvoll machen und allmählich der gesamte Partikelstrom wegen einer Einebnung der durch das Hindernis gebildeten Schwelle im Trägerflüssigkeitsstrom überwindet.
Um diesen nachteiligen Effekt zu vermeiden ist es bei entsprechenden bekannten Verfahren und Einrichtungen notwendig, den Betrieb wiederholt zu unterbrechen, um die abzusondernden Partikel aus dem Bereich in Strömungsrichtung vor den Hindernissen zu entnehmen, so daß bei bekannten Verfahren bzw. Einrichtungen ein kontinuierlicher Betrieb nicht möglich ist. Der
Stillstand der Anlage während der Entleerungs- und Reinigungsphase stellt einen Verlust in wirtschaftlicher Hinsicht dar. Will man zur Verminderung dieses wirtschaftlichen Verlustes die Zeitintervalle zwischen einer Entleerung und Reinigung der Bereiche zwischen den schwellenartigen Hindernissen vergrößern, so verschlechtert sich der Sedimentations-Trennungswirkungsgrad mit der Folge, daß der nur unzureichend von den abzutrennenden Partikeln gereinigte Restpartikelstrom zur Verbesserung des Trennungsergebnisses einer chemischen Nachbehandlung unterzogen werden muß, was als Kostennachteil und als Nachteil unter dem Aspekt der Umweltbelastung anzusehen ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgemäß, eine Sedimentationstrennung physikalisch detektierbarer Partikel aus einem in einer Trägerflüssigkeit geführten Partikelstrom in solcher Weise zu erreichen, daß ein verbesserter Trennungswirkungsgrad, auch bei geringem Anteil abzusondernder, interessierender Partikel, sowie bei geringer Partikelgröße, erreicht wird, und mit vergleichsweise einfachen Mitteln ein kontinuierlicher Betrieb ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des anliegenden Anspruches 1 gelöst. Die Erfindung umfaßt auch eine Einrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens .
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der dem Anspruch 1 bzw. dem Anspruch 4 nachgeordneten Ansprüche, deren Inhalt hierdurch ausdrücklich zum Bestandteil der Beschreibung gemacht wird, ohne an dieser Stelle den Wortlaut zu wiederholen.
Der bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Gedanke ist vornehmlich, jedoch nicht ausschließlich, darin zu sehen, sich bezüglich des Trennungsergebnisses nicht auf die physikalische Wirkung
physikalisch detektierbarer Eigenschaften abzusondernder Partikel im Einzelnen zu verlassen, sondern ein Detektierungsergebnis, welches aufgrund des Wirksamwerdens der physikalischen Unterschiede der voneinander zu trennenden Partikel anfällt, für die endgültige Absonderung der interessierenden Partikel auszuwerten. Dieses bedeutet gleichsam eine Verstärkung des auf physikalischen Unterschieden zwischen zu trennenden Partikeln beruhenden, primären Trennungsergebnisses .
Nachfolgend wird eine Reihe von Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert. In diesen stellen dar:
Fig. 1 eine schematische Abbildung eines vertikalen Längsschnittes durch eine Waschrinne zum Sedimentationstrennen physikalisch detektierbarer Partikel aus einem in einer Trägerflüssigkeit geführtem Partikelstrom nach dem Stande der Technik;
Fig. 2 eine ähnliche Darstellung wie Fig. 1 von einer Einrichtung zur Sedimentationstrennung der hier angegebenen Art;
Fig. 3 eine perspektivische, teilweise im Schnitt gezeichnete Wiedergabe einer praktischen Ausführungsform einer Einrichtung gemäß Fig. 2 mit in Blocksymbolen angegebenen Bauteilen zur Steuerung derselben;
Fig. 4 eine Fig. 3 ähnliche Darstellung einer Einrichtung zum Sedimentationstrennen gemäß einer Abwandlung der Ausführungsform nach Fig. 3;
Fig. 5 eine ähnliche Abbildung wie die Fig. 3 und 4 von einer wiederum anderen, besonders zweckmäßigen Ausführungsform einer Einrichtung zur Sedimentationstrennung; und
Fig. 6 eine teilweise im axialen Vertikalschnitt gezeichnete Wiedergabe einer nochmals anderen Ausführungsform einer Einrichtung der hier angegebenen Art.
In Fig. 1 bezeichnet 1 den Boden einer schräg aufgestellten Waschrinne. In Fig. 1 nicht dargestellte, dicht an den Boden 1 anschließende Seitenwände halten einen Partikelstrom 2 im Bereich über dem Boden, welcher durch Sedimentationstrennung auszuschneidende, interessierende Partikel 3 und außerdem nicht interessierende, vqn einer Trägerflüssigkeit des Partikelstroms bis zu einem Austragsende 4 mitgeführte Partikel 5 enthält. Die durch Sedimentationstrennung auszusondernden Partikel 4 unterscheiden sich durch eine physikalisch detektierbare Eigenschaft von den Partikeln 5, nämlich im vorliegenden Beispiel durch größeres spezifisches Gewicht ihres Materials. Es sei hier davon ausgegangen, daß die durch Sedimentationstrennung auszuscheidenden Partikel 3 Goldpartikel sind, während die nicht interessierenden Partikel aus Kalkstein bestehen. Aufgrund größeren spezifischen Gewichtes ihres Materials und auch aufgrund größerer Dichte folgen die Partikel 3 nicht dem Trägerflüssigkeitsstrom über schwellenartige, etwa quer zum Partikelstrom orientierte Hindemisse 6 hinweg, welche von dem Boden 1 der Waschrinne aufragen, sondern setzen sich mit Bezug auf die Strömungsrichtung vor dem Hindernis 6 im Bereich 7 ab, während die Partikel 5 von dem Trägerflüssigkeitsstrom vor dem Hindernis 6 aufwärts gefördert und dann über das Hindernis hinweg gefördert werden, um zusammen mit der Trägerflüssigkeit am Austragsende 4 auszutreten.
Dieser Sedimentations-Trennmechanismüs - allgemein bekannter Art kann dadurch verstärkt werden, daß auf dem Boden 1 der Waschrinne eine ganze Reihe von Hindernissen nach der Art des Hindernisses 6 in Strömungsrichtung des Partikelstromes hintereinander angeordnet wird und sich jeweils in den Bereichen 7 vor den Hindernissen Ansammlungen der auszusondernden Partikel 3 bilden, die aus den Bereichen 7 jeweils, teilweise verunreinigt mit einem Gehalt an Partikel 5, entnommen werden können, sobald der Partikelstrom und der Trägerflüssigkeitsstrom jeweils für bestimmte Betriebsintervalle unterbrochen ist.
In der Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist bei sonst ganz entsprechender
Ausbildung wie bei der in Fig. 1 dargestellten Anordnung, wie auch durch Verwendung jeweils entsprechender, gleicher Bezugszahlen deutlich gemacht ist, im Boden 1 der Waschrinne dort, wo sich der Bereich 7 vor dem schwellenartigen Hindernis 6 befindet, eine Klappe 8 vorgesehen, die mittels eines Antriebs 9 über ein Kuppelgestänge 10 auf ein Steuersignahhin nach abwärts klappbar ist und von dem Bereich 7 aus eine spaltartige, quer zur Partikelstromrichtung orientierte Öffnung zu einem Ableitungskanal 11 freigibt, der in dem Boden oder unter dem Boden 1 der Waschrinne verläuft.
Dem Bereich 7 benachbart und im vorliegenden Falle oberhalb des Bereiches
7 befindet sich in der Waschrinne ein Detektor 12. Dieser Detektor spricht auf eine spezielle physikalische Eigenschaft der sich im Bereich 7 ansammelnden Partikel 3 an, wobei es sich vorzugsweise nicht um diejenige physikalische Eigenschaft handelt, welche die Partikel 3 von den Partikeln 5 im Partikelstrom unterscheidet. Der Detektor 12 kann ein Ultraschalldetektor oder ein Röntgendetektor oder ein optischer Detektor oder dergleichen sein, soweit es sich um Ausführungsformen der in Fig. 2 gezeigten Art handelt, bei der der Detektor 12 außerhalb des Partikelstroms und Trägerflüssigkeitsstroms angeordnet und durch diesen hindurch auf den Bereich 7 orientiert ist. Auf die Ausbildung des Detektors als
Widerstandsdetektor oder Leitfähigkeitsdetektor, oder Spannungsdetektor oder Induktivitätsdetektor oder Kapazitätsdetektor sei weiter unten näher eingegangen.
Jedenfalls aber erzeugt der Detektor 12 dann auf seiner Ausgangsleitung 13 ein Detektorsignal, wenn nach einer bestimmten Betriebsdauer der Einrichtung sich im Bereich 7 Partikel 3, auf deren spezielle physikalische Eigenschaft der Detektor 12 anspricht, angesammelt haben. Das Detektorsignal auf der Leitung 13 veranlaßt, gegebenenfalls über eine Steuereinrichtung, den Antrieb 9 dazu, die Klappe 8 kurzfristig nach unten zu verschwenken, so daß oberhalb der Klappe 8 im Bereich 7 befindliche Partikel 3 selektiv in den Kanal 11 abgeleitet werden, wonach die Klappe 8 wieder geschlossen wird und während einer weiteren, sich kontinuierlich anschließenden Betriebsphase der Partikelstrom in der Träge rflϋssigkeit wiederum so lange über den Boden 1 der Waschrinne geleitet wird, bis ein neuerliches Ansprechen des Detektors 12 erfolgt. Eine Unterbrechung der Überschwemmung der Waschrinne und eine in Intervallen während dieser Unterbrechungen vorzunehmende Entnahme von Partikeln 3 aus den Bereichen 7 von der Seite der Öffnung der Waschrinne her ist bei der Einrichtung nach Fig. 2 nicht erforderlich.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Waschrinne einen etwa horizontal orientierten Boden 1 aufweist. Der Boden der Waschrinne der Ausführungsform nach Fig. 3 kann jedoch auch, wie bei der Ausführungsform nach Fig. 2, schräg gestellt sein. Seitenwände 14 sind dicht an dem Boden 1 angesetzt. Die dem Betrachter zugekehrte Seitenwand ist jedoch bei der Darstellung nach Fig. 3 abgeschnitten. Die allgemeine Flußrichtung des Partikelstromes aus abzusondernden oder zu sedimentierenden Partikeln und nicht interessierenden, im Trägerflüssigkeitsstrom verbleibenden Partikeln ist durch den strichpunktierten Pfeil P angedeutet.
Der Detektor 12 hat bei der Ausführungsform- nach Fig. 3 die Gestalt eines Leitfähigkeitsdetektors oder Widerstandsdetektors, der über Meßleitungen 15 und 16 an leistenförmige Meßelektroden 17 bzw. 18 angeschlossen ist. Von diesen ist die leistenförmige Meßelektrode 17 in den unteren Teil der der Strömungsrichtung des Partikelstroms und Trägerflüssigkeitsstroms entgegen gerichteten Seitenwand des schwellenartigen Hindernisses 6 eingebettet, während die leistenförmige Meßelektrode 18 in den benachbarten Randbereich der Oberfläche der Klappe 8 eingebettet ist.
Die Meßleitung 16 ist so ausgebildet, daß sie in ihrem den Bereich zwischen dem Boden 1 der Waschrinne und der nach unten wegklappbaren Klappe 8 überbrückenden Abschnitt entsprechend flexibel ausgebildet ist oder hier eine Schleifringanordnung enthält, welche die Bewegungen der Klappe 8 ohne Verbindungsunterbrechung zuläßt.
Der Leitfähigkeitsdetektor oder Widerstandsdetektor 8 bestimmt den Leitwert oder den Widerstand des etwa einem Viertel eines Kreiszylinders entsprechenden Volumenbereiches 7 zwischen den zueinander senkrecht stehenden Begrenzungsflächen des Hindernisses 6 einerseits und der Klappe 8 andererseits und vergleicht den gemessenen Leitwert oder Widerstandswert mit einem am Detektor 12 einstellbaren Grenzwert. Sobald der gemessene Wert wesentlich von dem eingestellten Vergleichswert abweicht, gibt der Detektor 12 ein Ausgangssignal auf der Leitung 13 ab, das über eine Steuereinrichtung 19 die Aktivierung des Antriebs 9 veranlaßt, so daß die Klappe 8 für eine bestimmte, kurze Zeitdauer nach unten in Richtung des Pfeiles K weg geklappt wird und im Bereich 7 angesammelte, abzusondernde Partikel in einen Kanal unterhalb des Waschrinnenbodens 1 abgelassen werden.
Ist der Detektor 12 ein Leitfähigkeitsdetektor, so wird das Detektorsignal 13 erzeugt, wenn die Leitfähigkeit des detektierten Bereiches 7 aufgrund einer ausreichenden Sedimentierung auszusondernder Partikel über einen bestimmten Grenzwert ansteigt.
Ist der Detektor 12 ein Widerstandsdetektor, dann erfolgt die Abgabe des Detektorsignals 13, wenn der Widerstand des Bereiches 7 aufgrund der Partikelablagerung unter einen vorbestimmten Grenzwert abfällt.
Fließt zwischen den Meßelektroden 17 und 18 über das Volumen der
Trägerflüssigkeit im Bereich 7 ein wenn auch sehr geringer Meßstrom, so zeigt es sich, daß die Elektrodenoberflächen sehr rasch elektrolytisch angegriffen werden, was zu Verfälschungen des Detektorergebnisses führen kann. Gemäß einer sehr zweckmäßigen Detektorausbildüng hat der Detektor die Gestalt eines Spannungsdetektors. Hierzu wird der Bereich 7 in Zusammenwirkung mit den Meßelektroden als galvanisches Element ausgebildet, in dem etwa die eine Meßelektrode aus Chrom und die andere Meßelektrode aus Silber gefertigt werden oder die eine Meßelektrode aus Messing und die andere Meßelektrode wiederum aus Silber gefertigt werden. Auch andere Materialpaare, die in Zusammenwirkung mit der jeweiligen Trägerflüssigkeit ein galvanisches Element bilden sind denkbar.
In dem Falle, in welchem sich keine leitfähigen, auszusondernden Partikel 3 im Raum zwischen den Meßelektroden 17 und 18 befinden, gibt das galvanische Element beispielsweise eine Ausgangsspannung von 0, 2 Volt ab.
Eine mit den Meßelektroden verbundene Spannungsdetektorschaltung enthält eine Gegenspannungsquelle, durch welche die Ausgangsspannung des aus der Meßelektrode und dem Bereich 7 gebildeten galvanischen Elementes
kompensiert wird, so daß praktisch kein Strom zwischen den Meßelektroden fließt und diese vor einem elektrolytischen Angriff ihrer Oberflächen geschützt sind.
Erst dann, wenn die Meßelektroden 17 und 18 durch auszusondernde, leitfähige Partikel kurzgeschlossen werden, bricht die Ausgangsspannung des aus den Maßelektroden und dem Trägerflüssigkeitsvolumen gebildeten galvanischen Elementes zusammen, was von der Spannungsdetektorspannung detektiert wird und zur Auslösung des Detektorsignales führt. Diese Art der Detektiemng arbeitet extrem empfindlich und gestattet die Aussonderung von leitfähigen Partikeln im Milligrammbereich .
Wird, wie aus der Darstellung von Fig. 4 erkennbar, das schwellenartige Hindernis 6 am Boden 1 der Waschrinne relativ zur Waschrinnenlängsachse schräg gestellt, so haben die Strömungslinien des Partikelstroms und des ihn mitführenden Trägerflüssigkeitsstroms, angedeutet durch strichpunktierte Pfeile P, auch Komponenten in Richtung der Erstreckung des schräg gestellten Hindernisses 6, derart, daß sich im Bereich 7 im Winkel zwischen der der Strömung entgegen gerichteten Seitenfläche des Hindernisses 6 und der Bodenfläche des Bodens 1 der Waschrinne absetzende, zu sedimentierende Partikel 3 allmählich in Richtung auf das dem Betrachter näher liegende Ende des Bereiches 7 bewegen. Dort sammeln sich die beispielsweise erhöhte spezifische Leitfähigkeit gegenüber den Partikeln 5 aufweisenden Partikel 3 vor Meßelektroden 20 und 21 an, die im Bereich des dem Betrachter von Fig. 4 näher liegenden Endes der Seitenfläche des Hindernisses 6 in dieses eingelassen sind und über Meßleitungen 22 bzw. 23 wiederum mit einem Leitfähigkeitsdetektor 12 in Verbindung stehen, der bei Detektiemng einer ausreichenden Leitfähigkeit im Bereich 7 vor den Meßelektroden 20 und 21 ein Detektorsignal über die Leitung 13 an die Steuereinrichtung 19 abgibt, um mittels dieser den Antrieb 9 zu aktivieren, ähnlich, wie dies bei der Ausführungsform von Fig. 3 der Fall ist.
Die durch den Antrieb 9 bei dessen Aktivierung nach unten verschwenkbare Klappe 8 im Boden 1 der Waschrinne hat jedoch bei der Ausführungsform von Fig. 4 gegenüber den Verhältnissen bei der Ausführungsform nach Fig. 3 bedeutend geringere Länge in der Richtung quer über die Waschrinne hinweg, derart, daß bei Erregung des Antriebs 9 aufgrund eines vom Detektor 12 abgegebenen Detektorsignals 13 im Wesentlichen nur der vor den Meßelektroden 20 und 21 gelegene Teil des Bodens 1 der Waschrinne kurzzeitig nach unten geklappt wird, um eben in diesem Teil des Bereiches 7 angesammelte Partikel 3 in einen unterhalb der Waschrinne gelegenen Kanal abzuleiten. Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß eine besonders empfindliche Sedimentationstrennung erreicht wird, daß der zu detektierende Bereich klein gehalten ist, daß ein hoher Trennungswirkungsgrad erreicht wird und daß das Trennergebnis durch verhältnismäßig wenig nicht interessierende Partikel, also etwa durch wenige Partikel 5 verunreinigt wird, da während des Abklappens des Bodens der Waschrinne sich nicht die gesamte Breite des Bereiches vor dem Hindernis 6 zu dem Ableitungskanal für die interessierenden, durch Sedimentationstrennung ausgeschiedenen Partikel öffnet.
Sind die Meßelektroden 20 und 21 durch eine elektrisch isolierende Schicht abgedeckt, so können sie in Abwandlung der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform auch als Meßelektroden für einen auf Kapazitätsänderungen ansprechenden Detektor 12 eingesetzt werden.
Eine weitere, in der Zeichnung nicht gezeigte Ausführungsform sieht in
Abwandlung derjenigen von Fig. 4 vor, daß anstelle der Meßelektroden 20 und 21 in den betreffenden Bereich der Seitenwand des schwellenartigen Hindernisses 6 ein Induktivitätsfühler nach Art eines Tonkopfes eingebettet ist, der in Verbindung mit der Detektorschaltung 12 einen Induktivitätsdetektor bildet. Der
Induktivitätsfühler wird durch einen Hochfrequenzstrom erregt und erzeugt in dem Bereich 7, der vor ihm liegt, ein Wechselfeld, das in sedimentierten Partikeln 3, die in diesen Bereich eintreten, Wirbelströme induziert, die den Erregerstrom des Induktivitätsfühlers beeinflussen und somit von der Schaltung 12 detektiert werden können.
Nach einem ähnlichen, dem Fachmann geläufigen Prinzip lassen sich auch ferromagnetische Partikel 3 detektieren.
Wie bereits angedeutet werden längs einer Wachrinne auf deren Boden 1 bei praktischen Ausführungsformen mehrere schwellenartige Hindernisse 6 in Waschrinnenlängsrichtung hintereinander geschaltet. Die Fig. 2 bis 4 zeigen also jeweils nur einen charakteristischen Abschnitt der Waschrinne in Nachbarschaft eines schwellenartigen Hindernisses 6. Bezüglich dieses Aspektes ist zu Fig. 4 anzumerken, daß bei Hinteremanderschalten mehrerer schwellenartiger Hindernisse 6 längs der Waschrinne diese Hindemisse relativ zur Waschrillenlängsachse mit Bezug auf eine Horizontalebene abwechselnd einen Winkel von mehr als 90° und einen Winkel von weniger als 90° einschließen, wobei dann die den Hindernissen 6 jeweils zugeordneten Klappen 8 längs der Waschrinne fortschreitend einmal nahe der dem Betrachter von Fig. 4 näherliegenden (nicht dargestellten) Waschrinnenseitenwand und einmal nahe der dem Betrachter ferner liegenden (in Fig. 4 gezeigten) Waschrinnenseitenwand gelegen sind. Diese Ausbildung bedingt eine weitere Erhöhung des Trennungwirkungsgrades und eine Verbesserung des Trennungsergebnisses.
Die Ausführungsform nach Fig. 5 enthält als über die Bodenfläche des Bodens 1 der Waschrinne aufragendes Hindernis 6 einen in einen Querspalt des Bodens 1 der Waschrinne eingebetteten Zylinderkörper, der in einem etwas weniger als 90° überspannenden Teil seines Umfangs mit einem annähernd
zylindersektorförmigen Ausschnitt versehen ist, der dem Bereich 7 der zuvor beschriebenen Ausführungsformen entspricht. Der in Fig. 5 senkrecht stehend Teil der Begrenzungsfläche dieses Ausschnittes entspricht der der Strömung entgegen gerichteten Seitenfläche des Hindernisses 6 und der in Fig. 5 waagrecht liegende Teil des genannten, zylindersektorförmigen Ausschnittes entspricht der Klappe 8 der zuvor betrachteten Ausführungsformen.
Der mit dem zylindersektorfömigen Ausschnitt versehene Zylinder ist über eine Welle 24 mit einem Antrieb 25 gekoppelt. In die Begrenzungsfläche des zylinderförmigen Ausschnittes sind Meßelektroden eingebettet, die in Analogie zu der Ausführungsform nach Fig. 3 in Fig. 5 wiederum mit 17 und 18 bezeichnet sind. Meßleitungen 15 und 16, welche an die Meßelektroden 17 und 18 angeschlossen sind, haben über eine Schleif ringanordnung 26 Verbindung zu der Detektorschaltung 12, welche im Falle eines durch sedimentierte Partikel 3 erhöhten Leitwertes im Bereich 7 zwischen den Meßelektroden 17 und 18 ein Detektorsingal 13 an eine Steuereinrichtung 19 abgibt, welche über eine Steuerleitung 27 den Antriebsmotor 25 einschaltet. Der Antriebsmotor 25 dreht dann den das Hindernis 6 bildenden Zylinder um eine volle Umdrehung im Uhrzeigersinn.
Dabei dreht sich der zylindersektorförmige Ausschnitt aus dem Bereich oberhalb des Bodens 1 der Waschrinne in den Bereich unter dem Boden 1 der Waschrinne, also in den Bereich des Ableitungskanales 11. Sobald dies geschehen ist, fallen sedimentierte Partikel 3 aus dem Bereich 7 in den Ableitungskanal 11. Zur Unterstützung dieses Vorganges werden in entsprechender zeitlichen Zuordnung zur Drehung des Zylinders durch den Motor 25 von der Steuereinrichtung 19 mittels einer Pumpe Pu Sprühdüsen 29 und 30 eingeschaltet, die den zylindersektorförmigen Ausschnitt des Zylinders während seiner
Verweilzeit im Ableitungskanal 11 reinigen, bevor der Ausschnitt wieder in die in Fig. 5 gezeigte Stellung gelangt.
Auch für die Ausführungsform nach Fig. 5 gilt, daß bei praktischen Anlagen längs der Waschrinne fortschreitend mehrere jeweils ein schwellenartiges Hindernis 6 bildende, mit zylindersektorförmigen Ausschnitten versehene Zylinder mit jeweils zugehörigen Antrieben 25 hintereinander vorgesehen werden.
Fig. 6 schließlich zeigt eine Ausführungsform, bei der die Wachrinne die Gestalt einer Sedimentiertrommel 30 hat. An den Trommelenden sind über geeignete Speichenkonstruktionen Wellenstümpfe 31 bzw. 32 vorgesehen, die von Lagern 33 bzw. 34 auf verschiedenem Niveau gegenüber einem Fundament 35 abgestützt sind, derart, daß die Sedimentiertrommel 30 um eine im Winkel zur Horizontalen orientierte Achse rotierbar ist.
An der Trommelinnenwand ist eine aus Vierkantmaterial gefertigte Schraubenspirale 36 befestigt, welche bewirkt, daß die Sedimentiertrommelinnenwand gleichsam ein Innengewinde aufweist.
Die Sedimentiertrommel 30 ist entweder mittels eines Antriebsmotors 37 oder in einer nachfolgend noch zu erläuternden Weise durch eine Beschaufelung 38 am unteren Trommelende in Richtung des Pfeiles R antreibbar. Über eine Einlaßleitung 39 wird von der höherliegenden Seite der Sedimentiertrommel 30 her ein von einer Trägerflüssigkeit mitgeführter Partikelstrom eingegeben, der im jeweils in jeder Radialebene mit Bezug auf die Trommelachse tiefstliegenden Teil der Sedimentiertrommel 30 zum tiefer gelegenen Ende der Sedimentiertrommel fließt und dabei die einzelnen Gänge der Schraubenspirale 36 überspült, wie dies durch die Pfeile P in Fig. 6 angegeben ist. Dabei setzen sich auszusondernde Partikel mit höherem spezifischem Gewicht und höherer Dichte auf den jeweils
dem oberen Trommelende zugekehrten Seiten der Gänge der Schraubenspirale 36 ab, während nicht interessierende Partikel von der Trägerflüssigkeit über die Hindemisse gespült und zum unteren Trommelende gefördert werden. Die Trägerflüssigkeit und die in ihr verbliebenen Partikel verlassen das Trommelinnere über die die Trommelwand durchdringende Beschaufelung 38 und setzen dadurch die Sedimentiertrommel 30 in Umdrehung. Der Antriebsmotor 37 kann entweder anstelle der Beschaufelung 38 zum Antrieb der Trommel dienen oder kann die Trommel während einer anfänglichen Betriebsphase in Umdrehung versetzen, bis die Beschaufelung 38 ein ausreichendes Drehmoment entwickelt.
Dreht sich diese Sedimentiertrommel in Richtung des Pfeiles R, so fördert die Schraubenspirale 36 allmählich das an ihren der oberen Trommelöffnung zugekehrten Flanken sedimentierte Material in Richtung auf die obere Trommelöffnung. Auf diesem durch die Trommeldrehung verursachten Wanderungsweg trifft das sedimentierte Material auf einen mit der Trommel umlaufenden und in der Trommel an geeigneten Halterungsmitteln abgestützten Detektor 12, der bei Vorbeilauf von detektierbaren Partikeln an der gegenüberliegenden Flanke eines Ganges der Schraubenspirale 36 ein Detektorsignal über die Leitung 13 an die Steuereinrichtung 19 abgibt Die Steuereinrichtung 19 veranlaßt dann über eine Leitung 27 die Aktivierung eines mit der Trommel umlaufenden Antriebs 9 zum Auf schwenken einer Klappe 8, welche normalerweise einen Durchbrach durch die Wand der Trommel 30 in einem Bereich unmittelbar vor einem Gang der Schraubenspirale 36 verschließt. Das Aktivierungssignal 27 erreicht den Antrieb 9 in bestimmter zeitlicher Abstimmung auf die beispielsweise vom Antrieb 37 abgeleitete augenblickliche Trommelstellung, derart, daß die Klappe 8 dann geöffnet wird, wenn sie sich während des Umlaufs der Trommel auf tiefstem Niveau befindet, so daß im betreffenden Bereich vor dem Gang der Schraubenspirale 36 angesammeltes und in diesen Bereich allmählich von tief erliegenden Trommelbereichen
hochgefördertes Material in einen Kanal 11 abgeleitet werden kann. Überschüssige Trägerflüssigkeit wird während der Trommeldrehung in einen Überlaufkanal 41 geleert und dem nach der Sedimentation verbleibenden Trägerflüssigkeitsstrom hinzugefügt, der aus der Beschaufelung 38 austritt.
Es sei hier ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die in Fig. 6 gezeigte Ausführangsform auch in der Weise abgewandelt werden kann, daß die Klappe 8 und die von ihr kontrollierte Öffnung in der Trommelwand, der Antrieb 9 und der Detektor 12 entfallen. In diesem Falle werden die während der Rotation der Sedimentationstrommel abgesetzten, interessierenden Partikel bei 40 ausgetragen und in dem Kanal 41 gesammelt, der in diesem Falle dann ausschließlich zur Ansammlung des durch Sedimentationstrennung gewonnenen Materials dient.
Auch bezüglich der zuvor im Zusammenhang mit den Fig. 2 bis 5 beschriebenen Ausführungsformen sei auf" eine wesentlich, zu einer starken
Vereinfachung führende Abwandlung hingewiesen. Diese sieht vor, die Betätigung der jeweiligen Klappe 8 bzw. des das Hindernis 6 bildenden Zylinders nicht etwa von einem Detektierangsergebnis abhängig zu machen, sondern die Ableitung sedimentierter Partikel durch Verschlußorganbetätigung in regelmäßigen, zuvor empirisch für eine Anlage ermittelten Zeitabständen vorzunehmen. Solche vereinfachten Ausführungsformen führen dann zu einem sehr zufriedenstellenden
Sedimentationsergebnis, wenn über eine bestimmte Betriebsdauer hinweg der
Gehalt der in der Trägerflüssigkeit mitgeführten, zu sedimentierenden Partikel verhältnismäßig konstant und verhältnismäßig bekannt ist. Schlußendlich sei noch angemerkt, daß Sedimentationseinrichtungen der hier angegebenen Art aufgrund ihres einfachen und übersichtlichen Aufbaus als Module erstellt und beliebig hintereinander geschaltet oder parallel geschaltet werden können und das sie anderen Sortierverfahren beliebig vorschaltbar oder nachschaltbar sind.
n-
Es sei noch erwähnt, daß abweichend von den gezeigten
Ausführungsbeispielen die dem Partikelstrom und dem Trägerflüssigkeitsstrom entgegengerichteten Flanken in den schwellenartigen Hindernissen auch mit nischenartigen Ausnehmungen versehen sein können, um das Festhalten der auszusondernden Partikel zu begünstigen.