Kurzklemmhalter mit radialer Feinstzustellung
Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Rotations-Werkzeug, insbesondere einen Kurzklemmhalter mit Standardschneidplatten gemäß den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 8.
Aus der DE-Gebrauchsmusterschrift G 85 26 482.2 ist ein Bohrkopf bekannt, bei dem die Werkzeugschneide auf einem Halter sitzt, der mittels einer sich gegen ein Widerlager abstützenden Positionierschraube radial für einen in Grenzen vorwählbaren herzustellenden Durchmesser einstellen läßt. Nach der Einstellung wird der Halter mittels einer diesen durchgreifenden Befestigungsschraube gegen eine Auflage des Halters z. B. Eine Bohrstange festgespannt.
Die genaue Einstellung dieses bekannten Halters geschieht durch einen Spezialisten mit Hilfe einer SpezialVorrichtung, wozu die Auflage bzw ein Teil der Bohrstange abgenommen werden muß. In der Betriebsposition an der Bohrstange kann eine genaue Ein- oder Nachstellung nicht erfolgen, weil die Befestigungsschraube den Halter geringfügig versetzen könnte, da eine Relativbewegung zwischen der Auflage und dem darauf mit Reibschluß fixierten Halter möglich ist.
Aus der DE-OS 16 27 021 ist eine einstellbare Bohrstange bekannt, bei der auf einem Halter eine Schneidplatte befestigt ist, der Halter selbst mit Schrauben, die orthogonal zur Rotationsachse der Bohrstange im Basiskörper des Werkzeugschaftes angeordnet sind, fest verschraubt wird. Vor Kopf der Bohrstange ist in Parallelrichtung zum Halter und zur Achse der Bohrstange eine Schraube angeordnet, die in einem Gewinde des Basiskörpers bewegbar ist und dabei einen balligen Gleitkörper in Achsrichtung der Bohrstange bewegt. Damit wird Schneidplatte radial auswärts auslenkt zur Erzeugung
größerer Bohrdurchmesser. Diese Anordnung hat mehrere Nachteile, die Verschraubung des Halters mit zwei Schrauben ist kompliziert eine achsiale Verschiebung des Halters ist nicht möglich, um z.B. Stufenbohrungen einzubringen. Durch die zum Halter parallele Verschiebung des balligen Gleitkörpers ist der Angriffspunkt für die Auslenkung des Halters und damit der Schneidplatte variabel in Bezug auf seine Fixpunkte zum Basiskörper. Dadurch ergibt sich bei einem bestimmten Drehwinkel der Versteilschraube eine unterschiedlich radiale Auslenkung der Schneidplatte. Eine Einstellung im μm- Bereich ist nicht möglich.
Aus der DE 35 30 696 A1 bzw. EP-B 0 229 836 ist ein gattungsbildender Stand der Technik bekannt, bei dem unter Vorspannung mit Hilfe einer Parallelfeder eine Auslenkung der dort auf den federnden Halter geschraubten Schneidplatte möglich ist. Der Halter selbst ist durch Schweißen oder sonstwie mit einer kassettenartigen Basis des Halters, der Feder und seiner
Versteileinrichtung verbunden, so daß eine voreingestellte Kassette komplett in eine Bohrstange eingebaut werden kann. Die Schneidplatte kann auch im eingebauten Zustand der Kassette verstellt werden. Probleme bereitet es mit derartigen Systemen, kleine Bohrungen zu erzeugen, da die Kassette an sich schon Abmessungen hat, die nicht für kleine Bohrungen geeignet ist. Des weiteren ist auch durch die Versteilschraube zunächst ein Keilkörper zu bewegen, der seinerseits dann den Halter verstellt. Durch diese Anordnung ergibt sich zwangläufig ein zusätzliches Spiel; der stick-slip-Effekt ist zwar auf ein Minimum reduziert, jedoch lassen sich so allenfalls Radialverstellungen im Bereich von 10 μm oder größer erreichen.
Dasselbe gilt für die kassettenartige Anordnung gemäß der DE 22 35 782 C2, bei der eine Kassette unter Federverspannung mit Hilfe entsprechender Keilflächen und Druckschrauben so verstellt werden kann, daß der Bohrdurchmesser geringfügig größer oder kleiner gestaltet wird. Auch in diesem Fall hindert die Patronenform daran, kleinere Bohrungen zu erzeugen. Außerdem wirken die Federn nicht primär gegen die VerStelleinrichtung, so
daß eine Verstellung allenfalls mit einer Genauigkeit im Bereich von einigen zehntel mm möglich ist. Der Wirkbereich von Feinbohrelementen liegt bei einer Verstell-Genauigkeit von kleiner 10 μ .
Aus der DE 39 26 026 A1 sind Feinbohrköpfe bekannt, bei denen ein für kleine Bohrungen geeigneter schaftartiger Schneidplattenträger gegen Federwirkung radial verstellbar ist. Derartige Feinbohrköpfe oder Feinbohrpatronen sind jedoch teuer. Mit diesen Feinbohrköpfen kann man nicht in einem Durchgang mehrstufige Bohrungen herstellen, was in der Regel durch Kurzklemmhalter möglich ist.
Letztlich ist aus der DE 198 27 778 A1 bzw. EP-A 0 968 783 ein gattungsgemäßer Kurzklemmhalter mit Standardschneidplatte, der in seinem vorderen Teil wenigstens eine Aufnahme für eine Schneidplatte und im Bereich zwischen seinen Enden ein Loch zum Durchtritt einer Befestigungsschraube aufweist, mit der er auf einem Träger, insbesondere einer Bohrstange festlegbar ist, wobei der Halter an seinem die Schneidplatte tragenden Teil mittels einer Verstellvorrichtung relativ zu einer Abstützung elastisch auslenkbar ist, der Halter mit einer Durchbrechung versehen ist und eine Parallel-Biegefeder-Anordnung bildet, so daß die Schneidplatte während ihrer Verstellung im wesentlichen eine Parallelverschiebung in bezug auf die Schneidkante erfährt, wobei die Versteilvorrichtung als Stellschraube ausgebildet ist, die an einem gewindelosen Umfangsteil eine Druckzone aufweist, die gemeinsam mit einer komplementären Zone am Halter ein Keilflächenpaar bildet.
Dabei wird die Stellschraube orthogonal zur Werkzeugachse geschraubt zur direkten Auslenkung der Schneidplatte. Die Stellschraube kann mit einer Skalierung für die Zustellung versehen sein. Zwar ist die Vorrichtung hervorragend für eine Feinverstellung von radial etwa 3 μm geeignet, jedoch hat die Praxis gezeigt, daß das Werkzeug kostengünstig und stabil nicht für Bohrungen mit Durchmesser unter 20 mm herstellbar ist, da die Parallelfeder und die Halteranordnung mehr Platz benötigen
Von daher liegt der Erfindung das Problem zugrunde, für Bohrdurchmesser unter 20 mm ein Werkzeug nach Art eines Kurzklemmhalters zu schaffen, das die Vorteile des Standes der Technik nutzt, insbesondere eine leichte radiale Verstellung der Schneidplatte im Genauigkeitsbereich von wenigen μm gestattet, sich aber zugleich kostengünstig fertigen läßt und stabil gestaltet ist. Das Werkzeug soll ferner einfach ausgebildet sein und sich insbesondere auch verhältnismäßig klein bauen lassen, so daß es selbst unter beengten Platzverhältnissen eingesetzt werden kann, namentlich als Feinbohrelement. Mit alledem zusammenhängende weitere Probleme, mit denen sich die Erfindung befaßt, ergeben sich aus der jeweiligen Erläuterung der aufgezeigten Lösung.
Die beiden Lösungen der Erfindung ergeben sich aus den in den Ansprüchen 1 und 8 angegebenen Merkmalen. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen erfaßt.
Lösung 1 umfaßt ein solches Werkzeug als eine kleinbauende Einheit. Seine Abmessungen lassen sich so wählen, daß es auch für geringe Bohrlochdurchmesser geeignet ist. Dabei ist ohne weiteres auch eine axiale Einstellbarkeit zu verwirklichen, wie sie vielfach notwendig ist, um z.B. stufenförmige Bohrungen zu erzeugen. Bei alle dem zeichnet sich das Werkzeug aber durch eine besonders vorteilhafte Einstellbarkeit in radialer Richtung aus, ohne daß dabei nicht erwünschte Beeinflussungen anderer Größe, insbesondere des Einstellwinkels, eintreten. Dies ist in einer Ausführungsform durch die Ausbildung des Halters Feder-System erreicht.
Darunter ist eine Ausgestaltung zu verstehen, bei der unter Anwendung einer elastischen Biegung von Partien des Halters dessen Kopfteil, d.h. der die Schneidplatte tragende Teil eine Verschiebung gegenüber seinem abgewandten Ende erfährt.
Die Ausbildung läßt sich so treffen, daß der Halter im ausgelenkten Zustand im wesentlichen unbelastet ist und eine elastische Rückstellkraft, die einer
Auslenkung entgegenwirkt, erst entsteht, wenn die Verstell Vorrichtung aus einer Null- oder Ausgangsposition heraus betätigt wird. Mit besonderem Vorteil wird aber der Halter bereits im geringfügig ausgelenkten Zustand schon unter Vorspannung gesetzt, so daß von vornherein eine Spielfreiheit gewährleistet ist. Dies läßt sich dadurch erreichen, daß der integral eine Feder enthaltende Halter fest mit am Basiskörper fixiert wird und dabei unmittelbar an der Stellschraube anliegt.
Für die zu dieser Feder-Ausbildung vorgesehene Ausnehmung bestehen verschiedene Ausführungsmöglichkeiten, namentlich solche mit schlitzartiger Ausnehmung und Rundungen am Schlitzende, die Kerbspannungen verhindern.
Die Verstellvorrichtung für die Werkzeugschneide ist, wie für sich bekannt, als Schraube ausgebildet, die in ein Gewinde des Basiskörpers oder eine dort festgesetzte Mutter eingreift und sich am Basiskörper abstützt. Dabei die Stellschraube mit dem Halter eine solche Keilflächenpaarung, daß keine Selbsthemmung eintreten kann. Dadurch können beim Drehen der Schraube in Löserichtung infolge der hohen Vorspannung die Keilflächen gleiten, d.h. der Halter bleibt stets in Anlage an der Schraube.
Die Keilflächenpaarung zwischen Halter und Verstellschraube kann beispielsweise durch einen balligen oder konischen Abschnitt der Schraube, gepaart mit vertikalem Abschnitt des Halters aber auch umgekehrt oder durch Mischformen erzeugt werden. Wichtig ist der direkte Kontakt der Elemente und deren Wirkrichtung zueinander. Bei dieser Versteilvorrichtung ist es möglich, die Schneidplatte radial feiner als 2 μm auszulenken und entsprechend genaue Bohrungen zu erzeugen. Die Wiederholgenauigkeit ist so exakt, daß die Bewegung der Verstellschraube an einer daran angeordneten ringförmigen Skalierung relativ zu einem Bezugspunkt am Basiskörper einer entsprechenden Radialverstellung der Schneide zugeordnet werden kann. Ein Bogenmaß von 1mm an der Schraube entspricht z.B. 1/1000 mm an der Schneide. Diese Wiederholgenauigkeit ist Voraussetzung, um mit preiswerten
Werkzeugen, wie einem Standard-Kurzklemmhalter, die von DIN/ISO 9000 ff geforderten Qualitätsbedingungen einzuhalten. Hier liegt die Forderung bei einer Einstellgenauigkeit von 10 μ oder feiner. Der kleinste realisierbare Bohrdurchmesser liegt mit der Lösung 1 bei etwa 15 mm.
Eine zweite Variante der Lösung 1 läßt eine Zustellung von 5 μm oder feiner zu. Hier ist anstelle einer geschlitzten Feder als Teil des Halters eine integrale Feder als sehr steife Feder, vorzugsweise eine von einer Spannzange als Ringfeder im Prinzip bekannten mäanderförmigen oder zick-zack-förmigen Feder, am Träger festgelegt.
Die Versteileinrichtung ist wie bei der ersten Lösung gestaltet und sie verstellt den Halter durch radiale Auslenkung der Schneidspitze gegen die Wirkung der Feder. Dazu ist die Achse der Verstellschraube in - vorzugsweise - Orthogonalrichtung zur Rotationsachse des Werkzeuges und der
Werkzeugschneide angeordnet, kann jedoch dazu geschwenkt sein, wenn dies aus konstruktiven Gründen erforderlich ist, aber die Art der Keilflächenpaarung bleibt. Die Stellschraube bildet hier zugleich eine Befestigungseinrichtung, welche um weitere reibschlüssige und formschlüssige Elemente ergänzt ist.
Die Verstellschraube sollte möglichst nahe hinter der Schneidkante angeordnet, um die Verstellkraft ohne große Momente direkt am Halter in Höhe der Schneidplatte ausüben zu können, was aber aus Platzgründen nicht möglich ist, wenn der Werkzeughalbdurchmesser bis zu 4 mm klein werden soll.
Eine zweite Lösung umfaßt eine separate Feder am Halter in Kombination mit der Befestigungseinrichtung, z.B. eine Blattfeder oder eine als einstückige Federschraube ausgebildete Schraube. Diese z.B. zwischen Träger und Halter als Rückholfeder ausgebildete
Federschraube ist im Zusammenwirken mit dem Werkzeug erfinderisch; sie bewirkt hier mit einer als Moment um die Befestigungseinrichtung wirkenden
Kraft eine Rückstellung des Werkzeuges nach Lösen der Stellschraube.
Mit den Lösungen ist einer Forderung des Marktes Rechnung getragen, preiswerte Werkzeuge für kleine Bohrungen und für eine Massenfertigung bei hoher Funktionsgenauigkeit und Produktionssicherheit bereitzustellen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Erläuterung von Ausführungsbeispielen und der zugehörigen schematischen Zeichnung. Es zeigen:
Figur 1 einen Kurzklemmhalter mit schematischer Darstellung einer erfindungsgemäßen Anordnung Schneide abseits cles Halterendes; Figur 2 eine zweite Form der Erfindung in Seitenansicht Figur 3 einen Schnitt gemäß Figur 2 durch die erfindungsgemäße
Werkzeuganordnung; Figur 4 eine dritte Form der Erfindung;
Figur 5 einen Schnitt durch die dritte Form gemäß Figur 4;
Figur 6, 6a eine vierte Form der Erfindung mit Federschraube als Rückholfeder.
Gleiche oder gleichwirkende Teile sind im Folgenden mit den selben Bezugszeichen versehen.
Figur 1 zeigt einen Kurzklemmhalter mit Träger 1 und Halter 2, eine Nut 3 im Träger für den Halter, der sich mit Schulter 4 am Träger abstützt. Die Werkzeugschneide 5 sitzt auf Halter 2; an dieser Stelle hat der Träger 1 bzw. die Nut 3 eine Öffnung 7 für die Zerspanungsarbeit der Werkzeugschneide. Die Werkzeugschneide sitzt hier zwischen Befestigung mit Stift 8 und
Stellschraube 6, nicht am Trägerende, damit der Träger eine hinreichende Stabilität auch bei kleinem Durchmesser behält. Es ist auch denkbar, daß der
Stift 8 oberhalb der Stellschraube 6 angeordnet ist und anstelle der Feder 9, 10 zwischen Halter 2 und Träger 1 eine Federschraube 20 angeordnet ist. Diese Situation zeigt z.B. Fig. 6 und wird dort näher erläutert.
Fig.2 und 3 zeigen in um 90° versetzten Ansichten eine weitere Form der
Erfindung für Bohrungen von min etwa 14 mm Durchmesser D. Die Schneide 5 sitzt am Trägerende; die übrige Anordnung entspricht etwa Fig. 1
Die Träger 1 gemäß den Fig. 1 - 3 und auch 6 umschließen an mindestens 3 Seiten den Halter 2, der damit ein sehr stabiles und - gegenüber dem Stand der Technik - noch weniger flatterndes Werkzeug für sehr eng tolerierte Bohrungen darstellt . Bei größeren Trägern, kann der Halter auch vom Kopf her in eine ganz umschlossene Nut eingebracht werden, wenn er seitlich Öffnungen für die Schneide, die Befestigung und die Stellschraube aufweist. In allen Fällen ist die Stellschraube 6 mit einer Einstellhilfe 63(Fig.6), z.B.
Strichcode versehen, der relativ zu einer Markierung 61 (Fig. 4) am Halter oder Träger ablesbar ist.
Fig. 4 und 5 (Schnitt V -V durch Fig.4) zeigen einen Quereinbau des Halters 2, wobei das der Schneide 5 gegenüber liegende Halterende als mäanderförmige Feder 10 ausgebildet ist. Die Stellschraube 6 mit Keilfläche 11 zur Verstellung der Schneide 5 in Pfeilrichtung P hat an der Mutter 12 eine Nase 13 als in die Ausnehmung 15 des Halters 2 ragenden Widerhaken zum Formschluß mit Träger 1 und Halter 2 in einer Kraftrichtung. Der Halter wird durch weitere nicht dargestellte Elemente, insbesondere mittels zwischen Träger und Halter eingesetzten Federn, dort spielfrei und zugleich formschlüssig in einer weiteren Kraftrichtung im Träger gehalten. Ebenso ist der Kopf 14 mit Anschlägen 15 versehen als Einschubtiefenbegrenzung und Drehmomentstütze. Der Halter 2 wird jeweils exakt für einen kleinen Durchmesserbereich des Trägers 1 und des zu erzeugenden Bohrdurchmessers D angepaßt.
Diese sehr stabile und preiswerte Bauweise ist insbesondere für
Trägerdurchmesser größer 10mm und Zustellschritte größer 2/im geeignet.
Fig. 6 zeigt in perspektivischer Explosivdarstellung eine bereits erwähnte Bauform mit einer Federschraube, gemäß Fig. 6a vergrößert dargestellt. Eine Bohrstange als Träger 1 für den Halter 2, der in eine dreiseitig vom Träger umschlossene Nut 3 einsetzbar ist. Der Halter 2 wird in der Nut mittels Paßstift 8 mit Spiel in Bohrungen 82 des Trägers gehalten, aber zugleich den Halter 2 mit Preßpassung durchdringt in Bohrung 81. Der Halter kann um die Achse des Stiftes 8 schwenken, wobei er mit Schulter 4 in bestimmten Positionen zur Anlage im Rücken der Nut 3 gelangt. Weiterhin wird der Halter 2 in einer Querrichtung zu Stift 8 mittels einer Federschraube 20 gehalten, die in Loch 21 den Träger durchdringt und mit Gewindezapfen 23 in Gewindeloch 22 eingreift, bis der Kopf 24 am Träger anliegt. Bei weiterem Einschrauben mittels Werkzeug, das in Nut 25 angesetzt wird, tritt die Feder 10 am Kopf der Schraube in Funktion und erteilt dem Halter 2 eine Vorspannung. Eine Schneidplatte 5 kann mit Schraube 51 im Gewindeloch 52 des Halters fixiert werden. Die Lage der Schneidplatte zur Erzeugung eines vorbestimmten Durchmessers kann in Grenzen genau mit der Federschraube 20 spielfrei fixiert werden. Die Feinverstellung auf den exakten Durchmesser D (Fig. 2 und 4) erfolgt mit der Stellschraube 6. Diese wird in den Träger 1 durch Loch 62 eingesetzt und in einer für sich bekannten konischen Mutter 12 an der anderen Trägerseite gehalten. Mit ihrer konischen Fläche 11 wirkt sie auf eine komplementär ausgebildete Fläche 26 am Halter und verstellt so die Schneidplatte 5 auf den gewünschten Durchmesser D, gegen die Feder 10 der Federschraube 20. Die Flächenpaarung (Bezugsziffern 11 / 26) zwischen Stellschraube und Halter bildet in allen Ausführungsformen der Erfindung ein Keilflächenpaar mit vorbestimmbarem Keilwinkel in selbsthemmungsfreier Paarung, wobei die komplementär gestalteten Flächen einerseits ballig, konisch, zylindrisch oder kugelig und andererseits eben-flächig oder in - nicht so günstiger Anordnung - auch von gleicher Gestalt sein können.