Verfahren zum Betrieb eines Fahrerassistenzsystems für Kraftfahrzeuge
Fahrerassistenzsysteme zur Unterstützung und Entlastung der Bediener von Kraft- fahrzeugen sind seit einigen Jahren in der Erprobung und teilweise bereits auf dem
Markt. In diesem Zusammenhang sind insbesondere abstandsgesteuerte Geschwindigkeitsregelsysteme, sogenannte ACC-Systeme (Adaptive Cruise Control) zu nennen, bei denen im höheren Geschwindigkeitsbereich des Kraftfahrzeugs (ca. 40 km/h bis 1 60 km/h) Zielobjekte automatisch detektiert werden und komforta- bei, d.h. mit limitierten Beschleunigungs- bzw. Verzögerungswerten, auf für die eigene Fahrt als relevant klassifizierte Zielobjekte durch Anpassung der eigenen Fahrgeschwindigkeit reagiert wird. Zusätzlich kann der Bediener des Kraftfahrzeugs durch (bsp. optische oder akustische) Warneinrichtungen über das „Gefahrenpotential" von Zielobjekten informiert werden und vor potentiellen Kollisionen mit sich schnell nähernden Hindernissen gewarnt werden. Die Fahrerassistenzsysteme werden in der Regel vom Bediener des Kraftfahrzeugs manuell ein- und ausgeschaltet und können durch den Fahrer übersteuert und/oder deaktiviert werden. Wünschenswert ist es, den Geschwindigkeitsbereich des Kraftfahrzeugs für das Geschwindigkeitsregelsystem zu niedrigeren Fahrzeuggeschwindigkeiten hin zu erwei- tem, insbesondere auch eine Regelung der Geschwindigkeit des eigenen Kraftfahrzeugs bis zum Stillstand vorzunehmen; hiermit läßt sich bsp. eine „stop and go"- Funktion realisieren, über die bei Annäherung an einen Stau automatisch auf das bereits stehende letzte Fahrzeug aufgeschlossen oder vor anderen Hindernissen angehalten wird. Allerdings erfordert die Zulassung eines größeren Geschwindig- keitsbereiches für die Geschwindigkeitsregelung und der Wunsch nach einer möglichst automatischen Geschwindigkeitsanpassung in der Annäherungsphase an ruhende (sehr langsame oder stehende) Zielobjekte eine hohe Verzögerungskapazität des Geschwindigkeitsregelsystems und auch die Einbeziehung stationärer Zielobjekte (insbesondere stehender Hindernisse) in das Regelkonzept. Bei bekannten Fahrerassistenzsystemen werden zwei unterschiedliche Betriebsmodi definiert: in der EP 0 590 588 B1 ist ein Normalfahrmodus für den „normalen" Ge-
schwindigkeitsbereich - und ein Überlastungsfahrmodus für geringe Fahrzeugge- schwindigkeiten (bsp. stop and go) vorgesehen; beim Abstands-Warnsystem der DE 32 22 263 A1 erfolgt eine Umschaltung zwischen zwei Betriebsmodi (selektive Überwachung für den komplexen Verkehr, herkömmliche Abstandsüberwachung für den „normalen" Verkehr) automatisch oder manuell. Nachteilig hierbei ist, daß die
Übergänge zwischen den beiden Betriebsmodi kompliziert sind, daß die ständige Unterscheidung der beiden Betriebsmodi den Bediener des Kraftfahrzeugs überfordert (insbesondere weiß der Bediener oftmals nicht, in welchem Betriebsmodus er sich momentan befindet) und daß Fehlreaktionen des Systems in Form einer unbe- gründeten Bremsreaktion hohe, für den Bediener des Kraftfahrzeugs oftmals unvermittelt auftretende Verzögerungen zur Folge haben (dem Kraftfahrzeug muß ein automatisches Anhalten vor einem stehenden Hindernis ermöglicht werden), wodurch die Akzeptanz des Bedieners des Kraftfahrzeugs für ein derartiges Fahrerassistenzsystem stark beeinträchtigt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 anzugeben, mit dem ein einfach zu bedienendes, leistungsfähiges Fahrerassistenzsystem über den gesamten Geschwindigkeitsbereich des Kraftfahrzeugs mit einer hohen Sicherheit und Zuverlässigkeit sowie einer hohen Akzep- tanz durch den Bediener des Kraftfahrzeugs bereitgestellt wird.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch das Merkmal im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Verfahrens sind Bestandteil der weiteren Patentansprüche.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß beim Einbeziehen des Bedieners des Kraftfahrzeugs in nur relativ selten auftretende Fahrsituationen eine deutliche Verbesserung der Systemleistung des Fahrerassistenzsystems erzielt und gleichzeitig das Vertrauen des Bedieners in das eine Geschwindigkeitsregelung bis zum Still- stand des Kraftfahrzeugs ermöglichende Fahrerassistenzsystem gesteigert wird. .
Erfindungsgemäß werden daher für ein Fahrkomfort und Sicherheit gewährleistendes Fahrerassistenzsystem in Abhängigkeit einer vom Bediener des Kraftfahrzeugs vorgenommenen Betätigung eines im Kraftfahrzeug angeordneten Bedienelements
im 'Folgebetrieb' die für die Geschwindigkeitsregelung herangezogenen relevanten Zielobjekte unter den detektierten (erfaßten) Zielobjekten in Abhängigkeit deren Geschwindigkeit ausgewählt; insbesondere werden unter den detektierten (erfaßten) Zielobjekten bewegte und als relevante Zielobjekte klassifizierte Zielobjekte automa- tisch (immer) zur Geschwindigkeitsregelung herangezogen, ruhende (stationäre)
Zielobjekte (bsp. stehende Hindernisse) dagegen nur auf Anforderung durch den Bediener des Kraftfahrzeugs, d.h. durch die Betätigung des im Kraftfahrzeug angeordneten Bedienelements. Als ruhende (stationäre) Zielobjekte werden Zielobjekte mit einer sehr geringen Geschwindigkeit eingestuft (bsp. Fußgänger oder sehr lang- same Fahrzeuge oder stehende Fahrzeuge), insbesondere solche Zielobjekte, deren
Geschwindigkeit einen vorgegebenen Grenzwert unterschreitet (bsp. alle Zielobjekte mit einer Geschwindigkeit von weniger als 5 km/h). Insbesondere können alle detektierten und als relevante Zielobjekte klassifizierten ruhenden Zielobjekte für die Geschwindigkeitsregelung berücksichtigt werden, insbesondere werden alle detek- tierten und als relevante Zielobjekte klassifizierten Zielobjekte gespeichert und während ihrer Relevanz bis zur Deaktivierung des Fahrerassistenzsystems bei der Geschwindigkeitsregelung berücksichtigt.
Die ruhenden Zielobjekte werden allerdings vorzugsweise nur zeitlich stark eingeschränkt, insbesondere unmittelbar in Zusammenhang mit der Betätigung des Be- dienelements durch den Bediener des Kraftfahrzeugs, bei der Auswahl der relevanten Zielobjekte für die Geschwindigkeitsregelung berücksichtigt, insbesondere entweder nur während der Dauer der Betätigung des Bedienelements durch den Bediener des Kraftfahrzeugs und/oder eine kurze Zeitspanne nach der vom Bediener des Kraftfahrzeugs vorgenommenen Betätigung des Bedienelements (bsp. 2 s bis 3 s nach der vom Bediener des Kraftfahrzeugs vorgenommenen Betätigung). Weiterhin können die bereits vor der Betätigung des Bedienelements detektierten (erfaßten) und als relevante Zielobjekte klassifizierten ruhenden Zielobjekte durch die vom Bediener des Kraftfahrzeugs vorgenommene Betätigung des Bedienelements für die Geschwindigkeitsregelung ausgewählt werden, d.h. durch den Bediener des Kraft- fahrzeugs „bestätigt" werden; diese Bestätigung kann anschließend an eine Information des Bedieners des Kraftfahrzeugs über die potentiellen relevanten Zielobjekte, bsp. durch eine optische Information des Bedieners des Kraftfahrzeugs, bsp. über Anzeigeelemente (bsp. in einem Display) einer Anzeigeeinheit, erfolgen.
Da ruhende 'Zielobjekte' nur in 'Zusammenhang mit der Aktivität des Bedieners des Kraftfahrzeugs für die Geschwindigkeitsregelung berücksichtigt werden können, ist sich der Bediener des Kraftfahrzeugs seiner Handlung bewußt und auch nicht überfordert: Einerseits tritt eine Reaktion des Fahrerassistenzsystems auf ein fälsch li- cherweise bei der Geschwindigkeitsregelung berücksichtigtes ruhendes Zielobjekt
(ein stationäres Fehlziel) auch nur unmittelbar in Zusammenhang mit der Betätigung des Bedienelements durch den Bediener des Kraftfahrzeugs auf, so daß der Bediener des Kraftfahrzeugs bereits eine gewisse Fahrzeugreaktion erwartet und somit auf diese vorbereitet ist, d.h. ihn trifft eine etwaige Fehlreaktion des Fahrerassi- stenzsystems (die in der Regel mit einer starken Verzögerung des Kraftfahrzeugs einhergeht) nicht völlig unvorbereitet. Andererseits können während der Berücksichtigung von ruhenden Zielobjekten bei der Auswahl der für die Geschwindigkeitsregelung relevanten Zielobjekte die für den Folgebetrieb und damit für die Geschwindigkeitsregelung herangezogenen Eingangsgrößen bzw. Regelgrößen (Regelparame- ter) derart verändert werden, insbesondere „kritischer" vorgegeben werden (d.h. ihnen kritischere Schwellwerte zugeordnet werden), daß die Regelung und damit das Fahrerassistenzsystem empfindlicher und schneller wird, indem die Regelzeit und/oder die Reaktionszeit der Geschwindigkeitsregelung verkürzt wird; insbesondere kann bsp. die Beobachtungsdistanz (der maximale Abstand zur Auswahl rele- vanter Zielobjekte durch den Distanzsensor des Fahrerassistenzsystems) erweitert werden, die Redundanz der Beobachtungszeit (die zur Klassifizierung der Zϊelobjekte erforderliche Anzahl an Meßzyklen, insbesondere die zur Klassifizierung der Zielobjekte als relevante Zielobjekte erforderliche Wiederholung der Meßzyklen) verringert werden oder die Verzögerung betreffende Größen (bsp. die Änderung der Verzöge- rung des Kraftfahrzeugs oder die maximal zulässige Verzögerung des Kraftfahrzeugs) erhöht werden. Man erhält somit einen robusten störunanfälligen Fahrbetrieb in Kombination mit einer sensiblen, schnellen Reaktion auf stehende Hindemisse. Beim vorgestellten Fahrerassistenzsystem wird der Folgebetrieb, d.h. die abstands- abhängige Geschwindigkeitsregelung, in einem einzigen Betriebsmodus bereitge- stellt, speziell für den Bereich niedriger Geschwindigkeiten bis zum Stillstand des eigenen Kraftfahrzeugs. Der Bediener des Kraftfahrzeugs kann daher in jeder Situation das entsprechende Verhalten des eigenen Kraftfahrzeugs voraussehen, so daß ein für den Bediener transparentes und einfach bedienbares Fahrerassistenzsystem
realisiert wird. Der Bedienaufwand kann für den Bediener des Kraftfahrzeugs insbesondere auch dann gering gehalten werden, wenn dem Bedienelement weitere Funktionen des Fahrerassistenzsystems zugeordnet werden; insbesondere kann durch die Betätigung des Bedienelements bei deaktiviertem Fahrerassistenzsystem die Aktivierung des Fahrerassistenzsystems und nach einem Stillstand des Kraftfahrzeugs die Freigabe des Folgebetriebs (die Startfreigabe zum Weiterfahren des Kraftfahrzeugs) beim Entfernen des relevanten Zielobjekts ermöglicht werden. Insbesondere erfolgt bei einer Betätigung des Bedienelements die adäquate Reaktion des Fahrerassistenzsystems (Aktivierung des Fahrerassistenzsystems oder Berück- siehtigung ruhender Zielobjekte als relevante Zielobjekte oder Freigabe des Folgebetriebs) automatisch und eindeutig aufgrund des momentanen Fahrzustands des Kraftfahrzeugs, d.h. des Systemzustands (Betriebszustands) des Fahrerassistenzsystems und der Fahrsituation des Kraftfahrzeugs (insbesondere der Eigengeschwindigkeit des Kraftfahrzeugs). Hierdurch wird dem Bediener des Kraftfahrzeugs insbe- sondere für den Betrieb auf Autobahnen, Landstraßen und innerstädtischen Hauptverkehrsstraßen durch die von ihm initiierte Reaktion auf ruhende Zielobjekte (bsp. stehende Fahrzeuge als Hindernisse) und der Wiederaufnahme des Folgebetriebs bei einer Weiterbewegung des ruhenden Zielobjekts eine komfortable Unterstützung bereitgestellt. Insbesondere gilt dies für besonders ermüdende Stausituationen, d.h. falls bei nahezu stillstehendem Verkehr eine Fortbewegung nur noch im Schrittempo erfolgt; hier kann nach der Reaktion auf schon stehende Fahrzeuge am Stauende und dem gegebenenfalls erfolgenden Stillstand (Anhalten) des eigenen Kraftfahrzeugs auch eine Rückkehr in den Folgebetrieb ermöglicht werden, wobei beim Entfernen des relevanten Zielobjekts entweder ein automatisches Anfahren mit gerin- ger Geschwindigkeit, d.h. eine automatische Schleichfahrt aufgenommen wird (insbesondere um sich der typischen Staubewegung anzupassen) und erst durch die Betätigung des Bedienelements ein Folgebetrieb mit Normalgeschwindigkeit ermöglicht wird oder durch die Betätigung des Bedienelements erst ein Anfahren des eigenen Kraftfahrzeugs freigegeben wird (d.h. eine Startfreigabe erfolgt). Insbesonde- re falls ein automatisches Anfahren mit geringer Geschwindigkeit, d.h. eine automatische Schleichfahrt aufgenommen wird (hier sind die Bremswege noch gering) kann ein unkritischer automatischer Folgebetrieb realisiert werden (bsp. durch eine die Front des eigenen Kraftfahrzeugs abdeckende, ansonsten als Einparkhilfe vorgese-
hene Parksensorik) und der Bediener des Kraftfahrzeuges bei nahezu stillstehendem Verkehr durch das Fahrerassistenzsystem vollständig entlastet werden. Das Fahrerassistenzsystem kann mit weiteren Sensoren bzw. Überwachungssystemen gekoppelt werden, die bei bestimmten Aktionen des Bedieners des Kraftfahrzeugs eine Deaktivierung des Fahrerassistenzsystems und/oder weitere Maßnahmen vornehmen; bsp. kann zur Absicherung gegen ein Einnicken oder ein Aussteigen des Bedieners während der Fahrt des Kraftfahrzeugs eine Überwachung der Fahrzeugtü- re(n) und/oder des Sicherheitsgurts und/oder der Augen des Bedieners erfolgen und der Bediener durch entsprechende akustische und/oder optische und/oder haptische Signale gewarnt werden.
Das Fahrerassistenzsystem kann mit bestehenden Sensortechnologien für die erforderliche Entfernungsbestimmung realisiert werden, bsp. mittels IR-Distanzsensoren oder Radar-Distanzsensoren). Das bsp. als.Taste (insbesondere als Multifunktionsta- - ste) ausgebildete Bedienelement ist im Kraftfahrzeug vorzugsweise für den Bediener des Kraftfahrzeug leicht zu erreichen angeordnet, bsp. im Lenkrad integriert oder in der Nähe des Lenkrads angeordnet.
Der Bediener des Kraftfahrzeugs kann durch das Fahrerassistenzsystem über mehrere Gegebenheiten (bsp. akustisch und/oder optisch und/oder haptisch) informiert werden, insbesondere darüber, daß das Fahrerassistenzsystem aktiviert wurde, daß ruhende Zielobjekte mit bei der Geschwindigkeitsregelung herangezogen werden, daß ein relevantes Zielobjekt detektiert wurde, daß ein bereits detektiertes ruhendes Zielobjekt bestätigt werden muß oder daß eine Kollisionsgefahr mit einem relevanten Zielobjekt besteht und eine Übernahme durch den Bediener des Kraftfahrzeugs empfohlen wird oder daß der Start des Kraftfahrzeugs freigegeben werden sollte.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert.
Hierbei zeigt ' Figur 1 eine schematische Darstellung des der Entfernungsbestimmung mittels
Laufzeitmessung zugrundeliegenden Prinzips, Figur 2 eine Ansicht des Innenraums des Kraftfahrzeugs mit der Anzeigeeinheit und der Bedieneinheit,
Figur 3 einen schematischen vereinfachten Ablaufplan für die Funktionsweise des Fahrerassistenzsystems.
Das zur Unterstützung des Bedieners des Kraftfahrzeugs insbesondere für den Be- trieb auf Autobahnen, Landstraßen und städtischen Hauptverkehrsstraßen konzipierte Fahrerassistenzsystem ist insbesondere auch für den Bereich geringer Geschwindigkeiten des eigenen Kraftfahrzeugs und der vorausfahrenden Fahrzeuge geeignet (bsp. für Stausituationen); d.h. es erfolgt eine vom Abstand zu als relevant klassifizierte Zielobjekten abhängige Geschwindigkeitsregelung bis zum Stillstand des ei- genen Kraftfahrzeugs (Geschwindigkeit v = 0 km/h). Das eigene Kraftfahrzeug reagiert mittels des Fahrerassistenzsystems somit auf jedes bewegte und als relevant klassifizierte Zielobjekt in der eigenen Fahrspur und paßt sich an dessen Geschwindigkeit an und zusätzlich nach Anforderung durch den Bediener durch Betätigung eines Bedienelements auf ruhende (stationäre) und als relevant klassifizierte Ziel- Objekte in der eigenen Fahrspur (bsp. auf ein am Stauende stehendes Fahrzeug); weiterhin kann ein selbständiger Start des eigenen Kraftfahrzeugs nach dem Stillstand hinter einem ruhenden Zielobjekt und dem Entfernen dieses Zielobjekts ermöglicht werden. Das Fahrerassistenzsystem umfaßt einen Distanzsensor als Meßeinheit zur Messung des Abstands zum vorausfahrenden Fahrzeug, eine Fahrzeugregeleinrichtung zur
Vorgabe der Geschwindigkeit bzw. der Verzögerung des eigenen Kraftfahrzeugs, einen Drehratensensor zur Erfassung des aktuellen Kurvenradius, eine zentrale Recheneinheit als Steuereinheit und ein Interface zum Bediener des Kraftfahrzeugs mit einer Anzeigeeinheit und einer Bedieneinheit. Die Bestimmung der Entfernung und/oder Geschwindigkeit und/oder Beschleunigung von im Beobachtungsbereich befindlichen Zielobjekten, d.h. die Bestimmung des Abstands zwischen dem eigenen Kraftfahrzeug und vorausfahrenden, entgegenkommenden oder stationären Fahrzeugen, Personen und sonstigen Reflexionsobjekten und/oder der Geschwindigkeit des eigenen Kraftfahrzeugs bezüglich vorausfahrender, entgegenkommender oder stationärer Fahrzeuge, Personen und sonstiger Reflexionsobjekte und/oder der Beschleunigung des eigenen Kraftfahrzeugs bezüglich vorausfahrender, entgegenkommender oder stationärer Fahrzeuge, Personen und sonstiger Reflexionsobjekte als Basis für das Fahrerassistenzsystem muß eindeutig und mit hoher Auflösung
bestimmt werden; bsp. beträgt die gewünschte Entfernungsauflösung 0.1 m, die gewünschte Geschwindigkeitsauflösung 0.3 m/s und die gewünschte Beschleunigungsauflösung 0.1 m/s2.
Gemäß der Figur 1 wird das bsp. als optisches Meßsystem ausgebildete Meßsystem
1 0 aus Meßeinheit 3 (Sendeeinheit 4, Empfangseinheit 5) und Steuereinheit 7 (Auswerteeinheit) an der Vorderseite des Kraftfahrzeugs 1 implementiert. In mehreren aufeinanderfolgenden Meßvorgängen wird von der Sendeeinheit 4 der Meßeinheit 3 ein pulsförmiges Sendesignal 8 im infraroten (IR) Spektralbereich mit der Wellenlänge von bsp. 850 nm emittiert; das durch Reflexion an den sich im Öffnungsfeld 22, d.h. im durch das pulsförmige Sendesignal 8 erfaßten Entfernungsbereich und Winkelbereich (horizontaler Öffnungswinkel α bsp. 20°; vertikaler Öffnungswinkel ß bsp. 3°) befindlichen Zielobjekten 2 (bsp. den vorausfahrenden Fahrzeugen oder Hindernissen) erhaltene Reflexionssignal 9 wird von der Empfangsein- heit 5 der Meßeinheit 3 zu bestimmten Zeitpunkten während der Pulspause des
Sendesignals 8 als analoges Empfangssignal detektiert. Von der Steuereinheit 7, bsp. eine CPU („central process unit"), die gleichzeitig als Auswerteeinheit fungiert, wird das Empfangssignal zu bestimmten Zeitpunkten abgetastet („sampling") und hierdurch die Genauigkeit der Entfernungsmessung erhöht; die abgetasteten Meß- werte werden hinsichtlich der Laufzeit ausgewertet, woraus die Entfernungsinformation und/oder durch Verarbeitung der Entfernungsinformation die Geschwindigkeitsinformation und/oder die Beschleunigungsinformatioπ gewonnen wird, d.h. der Abstand dz zwischen dem Kraftfahrzeug als Bezugsobjekt 1 und dem Reflexionsobjekt als Zielobjekt 2 und/oder die Geschwindigkeit des Reflexionsobjekts als Ziel- objekt 2 und/oder die Beschleunigung des Reflexionsobjekts als Zielobjekt 2. Das
Öffnungsfeld 22 bzw. der erfaßte Winkelbereich (Öffnungswinkel α, ß) wird in mehrere Zielsektoren 21 unterteilt (bsp. in 1 ό Zielsektoren 21 ), denen jeweils ein zu erfassendes Reflexionsobjekt als Zielobjekt 2 zugeordnet wird und mittels deren Information eine Objektmatrix der Zielobjekte 2 erstellt wird. Bsp. wird eine geschwindigkeitsabhängige Abstandsregelung im Geschwindigkeitsbereich von v = 0 km/h bis 1 60 km/h vorgenommen, wobei eine Aktivierung des Fahrerassistenzsystems im Geschwindigkeitsbereich von v = 0 km/h bis 1 60 km/h zugelassen wird. Die Reichweite der Meßeinheit 3 (des Distanzsensors) beträgt bsp.
1 50 m. Als maximale Annäherungsgeschwindigkeit an ein Zielobjekt 2 (als maximal zulässige Relativgeschwindigkeit zwischen dem eigenen Kraftfahrzeug 1 und dem Zielobjekt 2) wird bsp. 60 km/h vorgegeben. Die maximale Verzögerungsrate wird abhängig von der Eigengeschwindigkeit des Kraftfahrzeugs 1 vorgegeben; bsp. sind als maximale Verzögerungswerte 2 m/s2 bei einer Geschwindigkeit v des Kraftfahrzeugs 1 von > 50 km/h, 3 m/s2 bei einer Geschwindigkeit v des Kraftfahrzeugs 1 zwischen 30 km/h und 50 km/h und 4 m/s2 bei einer Geschwindigkeit v des Kraftfahrzeugs 1 von < 30 km/h zugelassen. Bei einer Berücksichtigung ruhender Zielobjekte 2 wird bsp. als maximale Verzögerungsrate 5 m/s2 unabhängig von der Ge- schwindigkeit v des Kraftfahrzeugs 1 vorgegeben; alternativ hierzu kann aber auch die maximale, Verzögerungsrate des Kraftfahrzeugs 1 bei einer Berücksichtigung ruhender Zielobjekte 2 geschwindigkeitsabhängig gewählt werden, d.h. für kleinere Geschwindigkeiten v des Kraftfahrzeugs 1 kann die Verzögerungsrate höher gewählt werden.
In der Figur 2 ist eine schematische Ansicht des Innenraums des Kraftfahrzeugs 1 mit der Anzeigeeinheit 1 1 mit Anzeigeelementen 1 2, 1 3, 14 und der Bedieneinheit 1 5 mit Bedienelementen 1 6, 1 7, 1 8, 1 9 dargestellt. Mittels der Anzeigeeinheit 1 1 mit mindestens einem Anzeigeelement 1 2, 1 3, 1 4 können dem Bediener des Kraftfahrzeugs 1 verschiedene Systemzustände des Fahrerassistenzsystems und in Zusammenhang mit dem Fahrerassistenzsystem stehende Betriebszustände des Kraftfahrzeugs 1 auf optischem und/oder akustischen Wege mitgeteilt werden (bsp. mittels Displays, Warnlampen, Kontrolleuchten, Summern etc.). Bsp. werden bei aktiviertem Fahrerassistenzsystem dem Bediener mittels un- terschiedlicher im Bereich des Armaturenbretts des Kraftfahrzeugs 1 angeordneter
Anzeigeelemente 1 2, 1 3 und einem im Fußraum des Kraftfahrzeugs 1 angeordneten Summers 14 folgende Informationen bereitgestellt (bsp. durch blinkende oder dauerhaft illuminierte Anzeigen und/oder Warnlampen und/oder akustische Signale): • Das Fahrerassistenzsystem ist aktiviert. • Ein Zielobjekt 2 ist detektiert und als relevant klassifiziert; das Fahrerassistenzsystem versucht diesem Zielobjekt 2 zu folgen (mögliche Zielobjekte 2 sind bewegte Zielobjekte und nach Bedienerwunsch auch ruhende Zielobjekte).
• Die gemessene Geschwindigkeit des Zielobjekts 2 und die gespeicherte Maximalgeschwindigkeit für den Folgebetrieb als Setzgeschwindigkeit (bei deaktiviertem Fahrerassistenzsystem nur die gespeicherte Maximalgeschwindigkeit für den Folgebetrieb als Setzgeschwindigkeit). • Die vom Fahrerassistenzsystem initiierte Betätigung der Bremsen des Kraftfahrzeugs 1 bei der Geschwindigkeitsregelung.
• Eine Aufforderung an den Bediener des Kraftfahrzeugs 1 zur Übernahme (zum Eingreifen) in einer Gefahrensituation; insbesondere dann, wenn in der Fahrspur des Kraftfahrzeugs 1 eine Kollisionsgefahr mit einem Zielobjekt 2 mit geringer Geschwindigkeit (ruhend oder bewegt) besteht.
• Eine Aufforderung an den Bediener des Kraftfahrzeugs 1 zum Anfahren des stehenden Kraftfahrzeugs 1 beim Entfernen des Zielobjekts 2 bzw. zur Freigabe des Folgebetriebs.
Mittels der Bedieneinheit 1 5 mit mindestens einem Bedienelement 1 6, 1 7, 1 8, 1 9 kann der Bediener des Kraftfahrzeugs 1 unterschiedliche Systemzustände des Fahrerassistenzsystems bzw. Fahrzustände vorgeben bzw. anwählen. Bsp. sind für den Bediener folgende Bedienelemente vorgesehen:
• Ein Schalter 1 9 als genereller Einschalter/ Ausschalter zum manuellen Einschal- ten und Abschalten des Fahrerassistenzsystems.
• Ein Einstellrad 1 8 zur Vorgabe der Folgedistanz (des Abstands dz des eigenen Kraftfahrzeugs 1 zu einem detektierten und adaptierten, d.h. als relevant klassifizierten Zielobjekt 2) im Folgebetrieb und gleichzeitig zur Vorgabe der Anhaltedistanz beim Stillstand des eigenen Kraftfahrzeugs 1 (des Abstands dz des eige- nen Kraftfahrzeugs 1 beim Stillstand zu einem stehenden Zielobjekt 2).
• Ein Einstellhebel 1 7 zur Aktivierung des Fahrerassistenzsystems bei eingeschaltetem Fahrerassistenzsystem (durch Bewegung des Einstellhebels in die „+"- Richtung: hierbei wird die momentane Fahrgeschwindigkeit als Maximalgeschwindigkeit bzw. Setzgeschwindigkeit für den Folgebetrieb herangezogen oder in die „-"-Richtung: hierbei wird die letzte gespeicherte Maximalgeschwindigkeit für den Folgebetrieb bzw. Setzgeschwindigkeit für den Folgebetrieb herangezogen) und gleichzeitig bei aktiviertem Fahrerassistenzsystem zur Variation der Maximalgeschwindigkeit bzw. Setzgeschwindigkeit für den Folgebetrieb (bsp.- in
Schritten von +/- 10 km/h durch Bewegung des Einstellhebels in die „+"- Richtung bzw. in die „-"-Richtung).
• Eine Multifunktionstaste 1 6 zur Aktivierung des Fahrerassistenzsystems bei eingeschaltetem Fahrerassistenzsystem (durch Drücken der Multifunktionstaste 1 6), zur Anwahl von ruhenden Zielobjekten 2 als relevante Zielobjekte 2 bei aktiviertem Fahrerassistenzsystem (während der Zeitdauer des Drückens der Multifunktionstaste 1 ό: hierbei wird ein während dieser Zeitdauer detektiertes und als relevant klassifiziertes ruhendes Zielobjekt 2 gespeichert und für die Geschwindigkeitsregelung herangezogen) und zur Startfreigabe bei aktiviertem Fahreras- sistenzsystem und einem Stillstand des eigenen Kraftfahrzeugs 1 (durch Drük- ken der Multifunktionstaste 1 6: hierbei wird als Maximalgeschwindigkeit bzw. Setzgeschwindigkeit für den Folgebetrieb entweder die letzte gespeicherte Maximalgeschwindigkeit für den Folgebetrieb oder die momentane Fahrgeschwindigkeit herangezogen). • Das Bremspedal 23, durch dessen Betätigung das Fahrerassistenzsystem deaktiviert wird (mit Ausnahme einer kontinuierlichen Betätigung des Bremspedals 23 bei einem Stillstand des Kraftfahrzeugs 1 : hier kann eine (Re-)Aktivierung durch Drücken der Multifunktionstaste 1 ό erfolgen, wobei als Maximalgeschwindigkeit bzw. Setzgeschwindigkeit für den Folgebetrieb entweder die letzte gespeicherte Maximalgeschwiπdigkeit für den Folgebetrieb oder die momentane
Fahrgeschwindigkeit herangezogen wird); nach dem Lösen des Bremspedals 23 bleibt das aktivierte Kraftfahrzeug 1 zunächst im ruhenden Zustand, erst nach wiederholter Betätigung der Multifunktionstaste 1 6 (Startfreigabe) nimmt es den Folgebetrieb wieder auf (hierdurch ist es möglich, bereits im Wartezustand die gewünschte Maximalgeschwindigkeit bzw. Setzgeschwindigkeit für den Folgebetrieb einzustellen).
• Das Gaspedal 24, durch dessen Betätigung alle Funktionen des Fahrerassistenzsystems bis zum Loslassen des Gaspedals 24 aufgehoben werden.
In der Figur 3 sind die verschiedenen Funktionszustände des Fahrerassistenzsystems schematisch dargestellt.
• Aktivierung 30 des Fahrerassistenzsystems:
Nach dem Einschalten 31 des Fahrerassistenzsystems durch Betätigung des
Schalters (Ein/Ausschalters) 1 9 bei ausgeschaltetem Fahrerassistenzsystem kann das Fahrerassistenzsystem durch Betätigung des Einstellhebels 1 7 oder durch Drücken der Multifunktionstaste 1 6 im Geschwindigkeitsbereich zwischen 0 km/h und 1 όO km/h aktiviert werden, insbesondere auch nach einem Still- stand des eigenen Kraftfahrzeugs 1 bei kontinuierlicher Betätigung des Bremspedals 23; als Maximalgeschwindigkeit bzw. Setzgeschwindigkeit für den Folgebetrieb 32 wird entweder die letzte gespeicherte Maximalgeschwindigkeit für den Folgebetrieb 32 oder die momentane Fahrgeschwindigkeit herangezogen. Eine erfolgreiche Aktivierung des Fahrerassistenzsystems wird dem Bediener des Kraftfahrzeugs 1 bsp. durch ein optisches und/oder akustisches Signal mitgeteilt.
Die Aktivierung 30 des Fahrerassistenzsystems ist nicht möglich, wenn die Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs 1 höher als 1 60 km/h ist oder wenn das Bremspedal 23 betätigt wird (außer bei einer kontinuierlichen Betätigung des Bremspedals 23 beim Stillstand des eigenen Kraftfahrzeugs 1 ). Folgebetrieb 32:
Bei aktiviertem Fahrerassistenzsystem erfolgt entweder eine Geschwindigkeitsregelung analog zu einem Tempomat, falls kein Zielobjekt 2 detektiert oder kein Zielobjekt 2 als relevant klassifiziert wurde oder aber eine abstandsabhängige Geschwindigkeitsregelung hinter einem detektierten und als relevant bewerteten
Zielobjekt 2 mit einem über das Einstellrad 1 8 vorgegebenen Folgeabstand bis zum Stillstand des eigenen Kraftfahrzeugs 1 , d.h. das eigene Kraftfahrzeug 1 hält hinter dem detektierten und als relevant bewerteten Zielobjekt 2 an, falls dieses innerhalb der Reichweite der Meßeinheit 3 (des Distanzsensors) von bsp. 1 50 m anhält.
Eine Warnung an den Bediener des Kraftfahrzeugs 1 erfolgt vor stehenden und als relevant bewerteten Zielobjekten 2 sowie beim Erkennen von Gefahrensituationen, insbesondere wenn ein Eingreifen des Bedieners des Kraftfahrzeugs 1 erforderlich wird, bsp. bei der Annäherung an ein Fahrzeug mit einer für das Fah- rerassistenzsystem zu hohen Relativgeschwindigkeit zwischen dem eigenen
Kraftfahrzeug 1 und einem Zielobjekt 2 oder der Detektion eines stehenden Hindernisses in der eigenen Fahrspur. Die vorgegebene Setzgeschwindigkeit als Maximalgeschwindigkeit für den Fol-
gebetrieb 32 kann jederzeit bei aktiviertem Fahrerassistenzsystem durch Betätigung des Einstellhebels 1 7 verändert werden, bsp. in Schritten von 10 km/h durch Betätigung des Einstellhebels in die „+"-Richtung bzw. die „-"-Richtung; bei einer Vorgabe von 0 km/h als Setzgeschwindigkeit wird das eigene Kraft- fahrzeug 1 langsam bis zum Stillstand abgebremst (automatisches Anhalten ohne Zielobjekt 2). • Berücksichtigung ruhender Zielobjekte 33: ' Die Annäherung an ein bereits stehendes Hindernis ist im normalen Fahrbetrieb eher die Ausnahme; als ruhendes Zielobjekt 2 wird jedes Zielobjekt 2 mit sehr geringer Geschwindigkeit (bsp. < 5 km/h) oder sehr geringer Geschwindigkeitskomponente in der Fahrtrichtung des eigenen Kraftfahrzeugs 1 bewertet, bsp. ein stehendes Fahrzeug am Ende eines Staus oder ein Fußgänger oder ein die eigene Fahrspur kreuzendes Fahrzeug. " Beim Drücken der Multifunktionstaste 1 6 werden diese ruhende Zielobjekte 2 während der Betätigungsdauer der Multifunktionstaste 1 ό mit in die abstands- abhängige Geschwindigkeitsregelung einbezogen, so daß nach einer dem Bediener des Kraftfahrzeugs 1 akustisch und/oder optisch mitgeteilten Bestätigung, daß ein ruhendes Zielobjekt 2 detektiert und als relevant klassifiziert wurde, hinter diesem ruhenden Zielobjekt 2 angehalten wird. • Startfreigabe 34:
Nach einem Stillstand des eigenen Kraftfahrzeugs 1 wird das Fahrerassistenzsystem bei einer gespeicherten Maximalgeschwindigkeit für den Folgebetrieb 32 (Setzgeschwindigkeit) von > 0 km/h aktiviert. Beim Drücken der Multifunkti¬ onstaste 1 ό beschleunigt das Kraftfahrzeug 1 ggf. unter Berücksichtigung eines neuen Zielobjekts 2 bis zur gespeicherten Maximalgeschwindigkeit für den Folgebetrieb 32 (Setzgeschwindigkeit), wenn sich kein Hindernis vor dem eigenen Kraftfahrzeug 1 befindet. Falls sich dagegen ein Hindernis vor dem eigenen Kraftfahrzeug 1 befindet bleibt das Kraftfahrzeug 1 stehen; nach dem Entfernen des Hindernisses bzw. Zielobjekts 2 kann der Bediener des Kraftfahrzeugs 1 ei- ne erneute Startfreigabe durch Drücken der Multifunktionstaste 1 ό vorgeben
(falls der Bediener innerhalb einer kurzen Zeitspanne nach dem Entfernen des Hindernisses bzw. Zielobjekts 2, bsp. innerhalb von 2 s nichts unternimmt, wird er bsp. durch ein akustisches Signal zur Startfreigabe 34 aufgefordert).
• Übersteuerung des Fahrerassistenzsystems durch den Bediener:
Der Bediener des Kraftfahrzeugs 1 behält zu jeder Zeit die volle Kontrolle über das Kraftfahrzeug 1 . Bei einer Betätigung des Gaspedals 24 ruhen alle Funktionen des Fahrerassistenzsystems bis zum Loslassen des Gaspedals 24; be- schleunigt der Bediener das Kraftfahrzeug 1 dabei auf einen Geschwindigkeitswert v der sich um einen bestimmten Betrag Δv von der gespeicherten Maximalgeschwindigkeit für den Folgebetrieb 32 (Setzgeschwindigkeit) unterscheidet ' (bsp. um mehr als 20 km/h größer als die gespeicherte Maximalgeschwindigkeit für den Folgebetrieb 32 ist), wird zur Vermeidung abrupter Bremsvorgänge beim Loslassen des Gaspedals 24 die gespeicherte Maximalgeschwindigkeit für den
Folgebetrieb 32 um Δv nachgeführt. Bei einer Betätigung des Bremspedals 23 wird das Fahrerassistenzsystem deaktiviert und muß vom Bediener (falls gewünscht) wieder reaktiviert werden.
• Deaktivierung des Fahrerassistenzsystems: Bei aktiviertem Fahrerassistenzsystem wird das Fahrerassistenzsystem durch
Betätigung des Bremspedals 23 deaktiviert, insbesondere auch nach einem Stillstand des eigenen Kraftfahrzeugs 1 beim Loslassen des vom Bediener gedrückten Bremspedals 23 und erneuten Niederdrücken des Bremspedals 23. Durch Betätigung des Ein/Ausschalters 19 bei eingeschaltetem Fahrerassi- stenzsystem kann das Fahrerassistenzsystem ausgeschaltet werden.
Beim Erkennen von nicht spezifizierten Betriebsbedingungen bzw. Undefinierten Zuständen (bsp. aufgrund eines rutschigen Fahrbahnbelags, bsp. infolge von Eis auf der Fahrbahn) deaktiviert sich das Fahrerassistenzsystem selbst und gibt ein akustisches und/oder optisches und/oder haptisches Warnsignal an den Bedie- ner des Kraftfahrzeugs 1.