Beschreibung
Einspritzventil
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Einspritzventil gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Ein derartiges Einspritzventil ist bekannt aus der DE 198 54 508, wobei die Ventilnadel nach außen öffnend ausgeführt ist und axial druckwirksame Flächen der Ventilnadel und des Gehäuses so ausgeführt sind, dass bei einer Änderung des Drucks des Fluids die gleichen axialen Längenänderung an der Ventilnadel und an dem Ventilgehäuse auftreten. Zudem ist es möglich die Flächen an der Ventilnadel so einzustellen, dass durch den Druck des Fluids keine Kraft auf die Rückstellfeder oder den Ventilsitz verursacht wird. Die Antriebs- kammer, in der die Antriebseinheit angeordnet ist, und die Fluidkammer, in der die Ventilnadel und die Rückstellfeder angeordnet sind, sind dabei mittels eines Dichtringes und eines Ablaufes gegeneinander zuverlässig abgedichtet.
Die Kompensation aller Druckkräfte erfolgt, um die Ventilnadel insgesamt frei von Druckkräften zu halten. Beispielsweise wirkt aufgrund der druckbelasteten Fläche des Ventiltellers eines nach außen öffnenden Injektors bei hohem Kraftstoff- druck eine hohe in Öffnungsrichtung wirkende Druckkraft, die vorteilhafter Weise durch eine zweite druckbelastete Fläche kompensiert wird, die eine in Gegenrichtung wirkende Druck- kraft gleichen Betrages erzeugt. Bei einer derartigen Kompensation bestehen bezüglich des Ventiltellerdurchmessers und des Nadeldurchmessers dann keinerlei Einschränkungen mehr.
Weiterhin ist allgemein bekannt, dass bei einem Hochdruck- Einspritzventil (High Pressure Direct Injection, HPDI) für direkteinspritzende Magermotoren mit einem piezoelektrischen Multilayeraktor als Antriebselement zusätzlich zum Kraftstoff
noch ein weiteres Betriebsmittel für das hydraulische Lager im Injektor benötigt wird. Dabei ist bekannt, dass eine selbsttätige Kompensation aller thermischen sowie aller durch Setzeffekte des Piezoelementes hervorgerufenen oder druckbe- dingten Längenänderungen möglich ist. Dadurch kann bei der Materialwahl auf teuere Legierungen mit geringer thermischer Dehnung (z.B. Invar) verzichtet werden und wesentlich billigerer Stahl mit höherer Festigkeit und einfacherer Bearbeit- barkeit verwendet werden. Antriebsseitig werden alle bewegten Teile unter geringer Kraft auf Anlage gehalten, so dass keine Hubverluste durch Spalte entstehen. Für einen nach außen öffnenden piezoelektrisch angetriebenen Injektor wird der hydraulische Längenausgleich durch eine mit Öl gefüllte Hydraulikkammer realisiert. Dies bedingt jedoch eine aufwendige hermetische Abdichtung des Betriebsmittels, z.B. Silikonöl, gegenüber dem druckbeaufschlagten Kraftstoff, die häufig durch einen Metallbalg realisiert ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein leistungsfähi- ges Einspritzventil mit einem einfachen hydraulischen Lager bereitzustellen.
Erfindungsgemäß ist dies bei einem Einspritzventil mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 erreicht. Es ist ein Injek- torprinzip realisiert, das ohne zusätzliches Betriebsmittel für das hydraulische Lager auskommt. Der Kraftstoff füllt über zumindest einen Ringspalt die Hydraulikkammer des Ventils, welche den Längenausgleich sicherstellt.
Vorteilhafter Weise ist die mit dem Kraftstoffdruck beaufschlagte Hydraulikkammer sehr steif ausgebildet, um kurzfristig sehr hohe Druck- und Zugkräfte aufnehmen zu können, wie dies beim schnellen Öffnen und Schließen des Ventils erforderlich ist. Damit kann das Einspritzventil circa 5 - 10 mal so schnell schließen wie bei einer Rückstellung durch eine
Rückstellfeder allein gemäß dem Stand der Technik. Gleichzeitig werden die Verluste im Ventilnadelhub durch die nachtei-
lige Dehnung der Ventilnadel aufgrund einer hohen durch die Rückstellfeder wirkenden Rückstellkraft vermieden.
Erfindungsgemäß können die kraftstoffdruckbedingten Kräfte auf die Ventilnadel gezielt eingestellt werden. Beispielsweise könnte eine kraftstoffdruckbedingte Schließkraft eingestellt werden. Dadurch wäre sichergestellt, dass die Ventilnadel selbst bei gebrochener Rückstellfeder das Ventil sicher schließt.
Durch eine geeignete Führung der Kraftstoffleitungen strömt der Kraftstoff an der Antriebseinheit und beispielsweise an dem Multilayeraktor vorbei und kühlt die Piezokeramiken. Ein weiterer Vorteil besteht deshalb in dem verbesserten Tempera- turverhalten des Injektors. Die Direkteinspritzung in den Brennraum setzt den Injektor hohen Temperaturen aus. Zudem sehen moderne Einspritzkonzepte Mehrfacheinspritzungen vor. Die Entwicklung geht in Richtung kontinuierlicher Einspritzratenformung. Konzepte mit 5 Injektionen pro Zyklus werden bereits diskutiert. Dabei entsteht zusätzliche Abwärme. Deshalb ist eine Kühlung des Injektors von Vorteil, auch wenn bei Injektoren nach dem Stand der Technik mit Silikonöl als Betriebsmittel des hydraulischen Lagers noch kein Temperaturproblem aufgetreten ist.
Temperaturausdehnungen, Alterungs- und Setzeffekte bewirken, dass sich die absolute Lage der Piezoeinheit, aber auch die relative Lage zum Ventilgehäuse ändert. Typische Werte betragen bis zu wenigen 10 μm, sind jedoch stets deutlich kleiner als 100 μm. Die Hydraulikkammer ist mindestens so hoch zu realisieren, dass sie sämtliche während der Lebensdauer zu erwartenden Längenänderungen ausgleichen kann. Um ein möglichst steifes Widerlager bilden zu können, ist die Hydrauli kammer andererseits möglichst wenig hoch auszubilden. Bevorzugt wird deshalb eine typischen Höhe der Hydraulikkammer von 200 bis 500 μm gewählt.
Um die Befüllung der Hydraulikkammer mit Kraftstoff zu erleichtern, ist vorgesehen, dass die Hydraulikkammer über eine Querleitung mit einer in die Hauptkammer mündenden Kraftstoffzufuhrleitung verbunden ist.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den weiteren abhängigen Patentansprüchen zu entnehmen.
Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Einspritzventils beschrieben; die einzige Fig. zeigt das Einspritzventil vereinfacht in einer schematisierten Längs- schnittdarsteilung.
Ein Hochdruckinjektor bzw. das Einspitzventil weist in einem Injektorgehäuse 1 einen Ventilsitz 3 auf. Ein Durchmesser der Dichtlinie di beträgt bei einem Kraftstoff-Einspritzventil typischerweise 3 - 5 mm. Der Ventilsitz 3 wird im Grundzustand durch einen am unteren Endabschnitt einer Ventilnadel 5 (Durchmesser d2) verbundenen Ventilteller 7 geschlossen ge- halten. Die Ventilnadel 5 ist dabei in dem Ventilgehäuse 1 angeordnet. Der geschlossene Grundzustand, einer durch den Ventilsitz 3 und den Ventilteller 7 stirnseitig am Gehäuse 1 gebildeten Einspritzdüse 9 wird durch eine gespannte Druckfeder 11 mit einer typischen Federkraft (Fs) von etwa 150 N ge- währleistet. Die Druckfeder ist zwischen einer Bodenplatte 13 einer Antriebseinheit 15 und einem Abschnitt der Innenwand des Ventilgehäuses 1 eingespannt. Die Ventilnadel 5 ist mit der Bodenplatte 13 z.B. über eine Schweißnaht starr verbunden. Die KraftstoffZuführung in einen Innenraum des Ventilge- häuses 1 erfolgt durch eine im Injektorgehäuse 1 vorgesehene Leitungsbohrung 17. Im oberen Teil des Injektorgehäuses 1 ist die Antriebseinheit 15 angeordnet. Diese ist aus einem piezoelektrischen Multilayeraktor in Niedervolttechnik (PMA) 19, einer Rohrfeder 21, einem Hydraulikkolben 23 und der Boden- platte 13 gebildet. Die Rohrfeder 19 ist mit dem Hydraulikkolben 23 und der Bodenplatte 13 verschweißt, so dass der Multilayeraktor 19 unter einer mechanischen Druckvorspannung
steht. Elektrische Anschlüsse 25 der Antriebseinheit 15 sind nach oben, wie nachfolgend beschrieben, aus dem Gehäuse 1 geführt. Durch den Hydraulikkolben 23 ist der Innenraum des Ventilgehäuses in eine Hauptka mer 27, die insbesondere den PMA 19 aufnimmt, und eine Hydraulikkammer 29 getrennt. Oberhalb der Hydraulikkammer 29 ist die Antriebseinheit 15 mittels eines Metallbalges 31 mit einem hydraulischen bzw. effektiv druckwirksamen Durchmesser d5 mit dem Injektorgehäuse 1 verbunden. Damit ist der Innenraum des Ventilgehäuses 1 ge- genüber der Umgebung geschlossen. Der Innenraum ist im Bereich des Metallbalges 31 zusätzlich über eine Querleitung 33 mit der Leitungsbohrung 17 verbunden.
Im Grundzustand bei angelegtem Kraftstoffdruck pκ von typi- scherweise 100-300 bar wirken auf die Bodenplatte 13 und den Hydraulikkolben 23 zwar sehr große resultierende Druckkräfte (ED = pκ #π* (dι-d52) /4, woraus sich etwa eine Druckkraft von FD = 1000-5000 N ergeben kann. Diese hebt sich in der Druckbilanz jedoch weg, wenn di = ds gewählt wird. Der Druckaus- gleich muss dabei nicht mathematisch exakt erfolgen, sondern lediglich ausreichend genau, wie nachfolgend beschrieben ist. Bei typischen Abmessungen des Einspritzventils hat eine Änderung des Kraftstoffdruckes von" 100 auf 300 bar bei einer Abweichung der druckbeaufschlagten Flächen um 1 mm2 vom idealen Kompensationszustand bereits eine Zusatzkraft (FD) von etwa 20 N zur Folge, um die sich die Schließkraft im Ventilsitz 3 ändert. Diese Kraft kann gegen die Federkraft (Fs) der Druckfeder 11 wirken und im schlimmsten Fall das Ventil unbeabsichtigt öffnen. Andererseits kann diese Zusatzkraft (FD) auch die Federkraft (Fs) verstärken und dadurch das Öffnen des Ventils erschweren. Mit zunehmender Größe dieser unerwünschten Zusatzkraft (FD) wird die genaue Steuerung des Einspritzvorganges erschwert. Besonders moderne Konzepte mit Mehrfacheinspritzung sind dann kaum mehr realisierbar. Bevor- zugt gilt zumindest: Fs > 5*FD, insbesondere Fs > 10*FD.
Der Hydraulikkolben 21 ist dichtend durch eine erste und eine zweite enge Spielpassung 35, 37 mit einem größeren Durchmesser d3 und einem kleineren Durchmesser d in das entsprechend ausgebildete Injektorgehäuse 1 eingepasst und bildet mit den entsprechenden Innenwandabschnitten des Injektorgehäuses 1 die ringförmige Hydraulikkammer 29. Typischer Weise wird bei der Montage des Injektors die Höhe der Hydraulikkammer hκ auf zumindest 100 - 500 μm eingestellt. Die Hydraulikkammer 29 dient z.B. zur Kompensation z.B. thermisch bedingter oder der durch Alterungseffekte des PMAs 19 im Injektor hervorgerufenen langsamen Längenänderungen (z.B. typische Zeitdauern t > 1 s) der Antriebseinheit 15 und/oder der Ventilnadel 5 gegenüber dem Injektorgehäuse 1. Wenn diese langsamen Längenänderungen auftreten, kann zum Längenausgleich über die engen Dichtspalte der Spielpassungen 35, 37 des Hydraulikkolbens 23 ein ungehinderter Fluidaustausch zwischen der Hydraulikkammer 29 und dem umgebenden kraftstoffgefüllten Innenraum des Injektors bzw. der Hauptkammer 27 und der Querleitung 33 stattfinden. Diese langsamen Änderungen werden somit durch eine Änderung der Höhe der Hydraulikkammer 29 kompensiert.
Die Dichtspalte zwischen dem Hydraulikkolben 23 und dem Ventilgehäuse 1 müssen jedoch zugleich so eng bemessen sein, dass innerhalb von typischen Einspritzzeiten (0 ms < t < 5 ms) kein nennenswerter Fluidaustausch zwischen der Hydraulikkammer 29 und dem umgebenden kraftsto fgefüllten Innenraum des Injektors insbesondere der Hauptkammer 27 auftreten kann. Die Höhe der Hydraulikkammer h sollte sich leckagebedingt maximal um circa 1 - 2 μm ändern können. Um das Ventil öffnen und über einen Zeitraum 0 ms < t < 5 ms im Betrieb offen halten und anschließend wieder schließen zu können, ist in Abhängigkeit von der Größe der Federkraft Fs typischer Weise eine mittlere Kraft von etwa 100 - 200 N erforderlich. Bei einer typischen druckwirksamen Fläche Aκ = π« (d3 2-d4 2) / . von circa 240 mm2 (Annahme: d3 = 18 mm, d4 = 4 mm) ändert sich der mittlere Druck in der Hydraulikkammer gegenüber dem Kraftstoffdruck um Δp = 200 N/Äκ < 10 bar. Der Fluidstrom durch
die maximal exzentrisch liegenden Dichtspalte berechnet sich gemäß
QL= 2,5»π«(d3+d4)h3»Δp/(12*η«l) mit: Viskosität von Benzin: η = 0,4 mPa*s; Spalthöhe: h = 2 μm;
Länge der Dichtflächen: 1 = 10 mm
Einspritzzeit: t_ = 5 ms ergibt sich
QL = 28,8 mm3/s; ΔV = QL*5*10~3 s = 0,144 mm3; Mit Δx = ΔV/AR ergibt sich Δx = 0,6 μm als Hubverlust aufgrund der Leckageströmung während der Einspritzzeit unter den oben getroffenen Annahmen.
Die Hydraulikkammer 29 besitzt aufgrund der Kompressibilität von Benzin eine Federwirkung, die zu einem zusätzlichen Ver- lust im Ventilhub führt. Die minimale Federrate der Hydraulikkammer 29 cκ berechnet sich gemäß cκ = Aκ/ (χ» κ) mit χ = 10~9 m2/N und hκ = 500 μm zu cκ = 500 N/μm und damit ergibt sich: Δx = ΔF/cκ = 200 N/ 500 N/μm = 0,4 μm als Hubverlust des Ventils aufgrund der Kompressibilität von Benzin.
Dadurch ist gezeigt, dass der "maximal auftretende Hubverlust, der durch die Hydraulikkammer 29 verursacht ist, bei geeigne- ter Dimensionierung hinreichend klein bleibt. Insgesamt bilden die Antriebseinheit 15 mit dem Hydraulikkolben 23 und der Ventilnadel 5 eine Einheit, die als Ganzes bei im Vergleich zum Einspritzvorgang auftretenden langsamen Bewegungen nahezu ungehindert gegenüber dem Injektorgehäuse verschoben werden kann bis sich die Sitzkraft (FD + Fs) zwischen dem Ventilsitz 3 und dem Ventilteller 7 einstellt. Die Länge der Ringspalte ist dabei relativ unkritisch, wobei mit zunehmender Länge der Leckagestrom abnimmt. Da die Leckage mit der 3. Potenz der Spalthöhe h zunimmt, sollte die Spalthöhe ausreichend klein gewählt werden. Zusammenfassend gilt also, dass langsam verlaufende Längenänderungen insbesondere des Pl^As 19 durch die Hydraulikkammer 29 kompensiert werden, so dass über alle Be-
triebszustände und thermischen Lasten hinweg reproduzierbare zeitliche Verläufe des Ventilnadelhubes und damit der Ein- spritzmengen gesteuert werden können. Bei dem Ventil gemäß der Fig. ist die Führung des Kraftstoffes im Injektorgehäuse so realisiert, dass die Funktionen der Kühlung des PMAs 19 und des Längenausgleiches mittels der Hydraulikkammer 29 mittels eines einzigen Fluids erfüllt werden kann.
Die Funktion des Einspritzventils ist nun wie folgt: Um den Einspritzvorgang zu beginnen, wird der PMA 19 über die elektrischen Anschlüsse 25 aufgeladen. Aufgrund des inversen piezoelektrischen Effektes dehnt sich der PMA 19 dabei aus (typische Auslenkung: 30 - 60 μm) . Dabei stützt sich der PMA an der steifen Hydraulikkammer 29 ab, um den Ventilteller 7 ent- gegen der Federkraft Fs der Druckfeder 11 vom Ventilsitz 3 abzuheben. Nun kann der Kraftstoff aus der Einspritzdüse 9 austreten. Der Ventilteller 7 ist an seiner unteren, dem Kraftstoff abgewandten Fläche mit dem Druck des Einspritzraumes (nicht gezeigt) beaufschlagt. Wie oben beschrieben, ist die Hydraulikkammer 29 dabei über eine typische Einspritzdauer hinweg ausreichend steif ausgebildet. Um den Einspritzvorgang zu beenden, wird der PMA 19 wieder über die elektrischen Anschlüsse 25 entladen und der" PMA verkürzt sich. Die hydraulische Druckspannung (= hydraulische Zugkraft) sowie die Fe- derrückstellkraft der Druckfeder 11 ziehen den Ventilteller 7 in den Ventilsitz 3 und schließen damit das Ventil. In der Endstellung bei geschlossenem Ventil bleibt die Hydraulikkammer 29 mit einer Mindesthöhe erhalten. Der größte Beitrag zur Rückstellkraft kommt dabei von der hydraulischen Druckvor- Spannung. Die Hydraulikkammer 29 ist aufgrund ihrer hohen Steifigkeit und des hohen Kraftstoffdruckes (pκ = 100 - 300 bar) in der Lage, kurzfristig auch hohe Zugkräfte (Fz = pκ *π • (d3 2-d4 2)/4 von Fz = 1000-5000 N) ohne nennenswerte Änderung der Hydraulikkammerhöhe hκ aufzunehmen.
Durch den Einbau eines Rückschlagventils im Hochdruckan- schluss des Injektors kann der Hochdruck im Injektor über
längere Zeit aufrechterhalten werden, während die Kraftstoffpumpe abgeschaltet ist (nicht gezeigt) . Beim erneuten Starten des Motors dient das Injektorvolumen selbst als Kraftstoff- Druckreservoir für die ersten Einspritzvorgänge, bis die Ein- spritzpumpe den nötigen Kraftstoffdruck in den Injektor einspeist .
Alternativ kann als Antrieb auch beispielsweise ein magneto- striktiver Antrieb verwendet werden, um das Ventil zu betäti- gen. Mit einer geeignet aufgebauten Hubumkehr ist die beschriebene Vorrichtung grundsätzlich auch für nach innen öffnende Ventile einsetzbar.