Elektromotorischer Möbelantrieb
Die Erfindung betrifft einen elektromotorischen Möbelantrieb, vorzugsweise mit zwei von einem Antriebsmotor oder von zwei Antriebsmotoren antreibbaren Antriebszügen, bei dem jedes Abtriebsglied eines Antriebszuges mit einem Anlenk- hebel zusammenwirkt, der drehfest auf ein schwenkbares Möbelbauteil, beispielsweise auf die Welle eines Lattenrostes aufgesetzt ist und jeder Antriebszug zumindest teilweise in einem Gehäuse angeordnet ist.
Der in Frage kommende elektromotorische Möbelantrieb wird bevorzugt zum Ver- stellen der Rückenlehne und des Fußteils eines Lattenrostes verwendet. Ein derartiger Möbelantrieb ist ein Doppelantrieb, bei dem beide Antriebszüge in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind. Der Antriebsgetriebemotor ist mit einem die Motordrehzahl herabsetzenden Schneckentrieb ausgestattet. Das Schneckenrad ist üblicherweise mit einer Spindel gekoppelt, auf die eine Spindelmutter drehfest aufgesetzt ist. Da die Spindelmutter gegen Drehung gesichert ist, verschiebt sie sich je nach Drehrichtung der Spindel. Der Anlenkhebel kontaktiert die freie Stirnfläche der Spindelmutter, so dass bei der Ausfahrbewegung das angeschlossene Möbelbauteil verschwenkt wird. In anderer Ausführung ist es möglich, dass die Spindel feststehend gelagert ist und dass das Abtriebsglied des elektromo- torischen Möbelantriebes eine Innengewindebohrung aufweist, so dass bei Drehung des Abtriebsgliedes der gesamte Möbelantrieb auf der Spindel hin und her fahren kann. Der in Rede stehende elektromotorische Möbelantrieb kann jedoch auch ein Einzelantrieb mit einem Antriebsmotor und einem Antriebszug sein. Derartige Antriebe werden unter anderem auch zum Verstellen der verstellbaren Teile eines Sessels verwendet. Die in Rede stehenden Möbelantriebe werden in großen
Stückzahlen als Massenprodukte hergestellt. Sie sollten demzufolge möglichst preiswert herzustellen sein.
In der Normalausfuhrung ist das Schneckenrad und die Spindelmutter sowie das Gehäuse aus einem Kunststoff gefertigt. Sofern es sich um einen Doppelantrieb handelt, ist dieser so ausgelegt, dass in den Endbereichen von oben her U-förmige Ausnehmungen vorgesehen sind, so dass der gesamte Möbelantrieb auf die Wellen eines Lattenrostes geschoben werden kann. Gesichert wird der Möbelantrieb dann durch zwei Schieber, die beweglich in dem Gehäuse geführt sind und in der Schließstellung die Wellen übergreifen. Sofern der Möbelantrieb als Doppelantrieb ausgebildet ist, ist das Gehäuse vom Querschnitt her relativ klein; es ist jedoch äußerst lang gestreckt bedingt durch die Abstände der beiden Wellen eines Lattenrostes. Da auf das Gehäuse relativ große Kräfte einwirken, muss es entsprechend verwindungssteif ausgelegt sein, da ansonsten die Antriebselemente einem erhöhten Verschleiß unterlegen sind. Die in Rede stehenden Möbelantriebe haben sich in der Praxis zwar bestens bewährt, nachteilig sind jedoch die relativ hohen Herstellkosten für das Gehäuse, da dazu aufwendige Werkzeuge notwendig sind. Nachteilig ist auch, dass es sich bei Kunststoffen um Werkstoffe handelt, mit einer relativ geringen Festigkeit.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektromotorischen Möbelantrieb, insbesondere einen als Doppelantrieb ausgebildeten Möbelantrieb so zu ges- talten, dass die Herstellkosten durch ein geändertes Gehäuse deutlich gesenkt werden und dass darüber hinaus der Querschnitt deutlich verringert wird.
Die gestellte Aufgabe wird gelöst, indem das Gehäuse einen aus einem metallischen oder einem nichtmetallischen Werkstoff bestehenden, durchgehenden Pro- filschienenabschnitt aufweist.
Es sind Ausführungen mit einem Stahlgerüst bekannt, welches die tragende Funktion übernimmt und die Kräfte aufnimmt. Es ist jedoch erforderlich, dass daran eine Verkleidung angebracht wird.
Die Verwendung eines Profilschienenabschnittes bietet noch weitere Vorteile. So ist eine Anpassung an unterschiedliche Achsabstände in einfachster Weise möglich, da die Antriebszüge dann nur in Längsrichtung der Profilschiene verschoben
werden müssen. Sinngemäß ist man bei dem Einsatz eines solchen Möbelantriebes frei in der Auswahl des Achsabstandes. Auch die Längen der die Wellen verdrehenden Anlenkhebel sind variabel, das heißt, von der Form her und von der wirksamen Länge, so dass bei einer bestimmten vom Antriebszug aufgebrachten Druckkraft oder Schubkraft das Drehmoment verändert werden kann.
In der Antriebstechnik ist es zwar bekannt, dass die Gehäuse aus einem Metall, insbesondere aus einem gießfähigem Metall hergestellt werden. Auch für derartige Gehäuse sind entsprechende Formen notwendig, so dass die Verwendung eines gegossenen Gehäuses für Möbelantriebe nicht in Betracht kommt. Außerdem wäre es auch aus Gewichtsgründen nicht durchfuhrbar. Es sind ferner teleskopierbare Hubsäulen bekannt, deren Teleskoprohre aus einem Metall, vorzugsweise aus A- luminium bestehen. Auch derartige Hubsäulen sind mit Möbelantrieben nicht vergleichbar, da sie so ausgelegt sind, dass sie höhere Lasten bewegen können und dass die Einschaltdauer gegenüber Möbelantrieben deutlich erhöht ist, so dass eine entsprechende Auslegung notwendig ist. Die in Rede stehende Möbelantriebe, deren maximalen Druckkräfte im Bereich von 7000 Newton liegen und die nur relativ kurzzeitig eingeschaltet werden dürfen, sind bislang ausschließlich mit Kunststoffgehäuse ausgestattet. In bevorzugter Ausführung ist vorgesehen, dass der Pro- filschienenabschnitt durch Ablängen von einer Stange gebildet ist, vorzugsweise von einer Stange mit einem genormten Querschnitt.
Die Verwendung von Profilschienenabschnitten bietet eine ganze Reihe von Vorteilen. Zunächst können derartige Profile in vielen Ausführungen der Querschnitte handelsüblich bezogen werden. Die Kosten für einen derartigen Profilschienenabschnitt sind gegenüber einem aus einem Kunststoff gefertigtem Gehäuse aufgrund der hohen Werkzeugkosten deutlich geringer. Außerdem handelt es sich um Werkstoffe mit einer hohen Festigkeit, insbesondere wenn der Profilschienenabschnitt aus Stahl besteht, so dass der Profilschienenabschnitt eine äußerst hohe Stabilität bei geringstmöglichen Abmessungen aufweist. Es ist auch möglich, dass der Profilschienenabschnitt als Fügeteil ausgebildet ist, indem er aus wenigstens zwei Profilabschnitten, beispielsweise durch Schweißung, zusammengesetzt ist. Der
Profilschienenabschnitt könnte beispielsweise aus zwei Rohren bestehen, wobei ein Rohrende muffenartig aufgeweitet ist, so dass die Rohre ineinander gesteckt werden können. Im Bereich der Muffe ist ein Rohr oder es sind beide Rohre entsprechend ausgeklinkt, so dass ein Motor mit seinem Befestigungsflansch dort untergebracht werden kann. Hierbei könnte der Profilschienenabschnitt sowohl offene als auch geschlossene Querschnitte aufweisen. Der elektromotorische Antriebszug könnte beispielsweise teilweise oder vollständig in die Fügeebene eingebracht werden und durch Hinzufugen eines weiteren Profilschienenabschnittes gleichen oder ähnlichen Querschnittes festgelegt werden.
Aus den geringen Abmessungen ergeben sich auch geringere Abmessungen für die Anlenkhebel, so dass die Bauhöhe des Möbelantriebes reduziert wird. Dies wirkt sich besonders bei der Lagerung und auch beim Transport aus, da in einer gleichen Raumeinheit deutlich mehr Möbelantriebe gelagert werden können. Zur besseren Stapelbarkeit könnte der Möbelantrieb mit Stapelhilfselementen ausgestattet sein.
Diese Stapelhilfselemente können an einzelnen Bauteilen an- oder aufgesetzt, angeformt oder durch Formgebung des Bauteils gebildet sein. So wäre es denkbar, dass zum Schutz des Antriebes beim Stapeln von damit ausgerüsteten Lattenrosten auf die Einhängeelemente Schutzkappen aus Kunststoff gestülpt werden.
Ferner ist vorteilhaft, dass die Auslegung des Möbelantriebes nicht mehr werkzeuggebunden ist, so dass auch Möbel mit den Möbelantrieben ausgerüstet werden können, deren Achsabstände von denen der gängigen Abstände abweichen. Um einen solchen Möbelantrieb herzustellen, sind die Investitionskosten deutlich ge- ringer als wenn Kunststoffgehäuse verwendet werden. Die Zeit, die f r die Entwicklung eines erfindungsgemäßen Möbelantriebes benötigt wird, ist deutlich geringer, als wenn dieser unter Verwendung eines Kunststoffgehäuses entwickelt wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Außenflächen des Möbelantriebes in vielen Variationen angeboten werden können. So ist es möglich, dass die Flächen in ver- schiedenen Farben beschichtet oder bedruckt werden. Die Oberflächen können dadurch in einfachster Weise mit ansprechenden Motiven versehen werden. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass es sich bei Metall, insbesondere bei Stahl, um einen
äußerst temperaturbeständigen Werkstoff handelt, dessen Festigkeit sich selbst bei einer Erwärmung nicht verändert. Außerdem handelt es sich um einen nicht brennbaren Werkstoff, so dass selbst im Falle einer zum Brand führenden Manipulation der Möbelantrieb nicht brennt. Insbesondere kommt ein magnetisierbares Material zum Einsatz, so dass es auch möglich ist, dass der zur Steuerung des Möbelantriebes notwendige Handschalter, insbesondere bei Nichtgebrauch, an das Gehäuse des Möbelantriebes angesetzt werden kann. Obwohl der Profilschienenabschnitt relativ dünnwandig sein kann, kann auf Stützrippen und ähnliche Verstärkungselemente verzichtet werden. Sofern es notwendig wird, können an den Profilschienenabschnitt notwendige Bauteile, beispielsweise Bolzen und dergleichen angeschweißt werden.
Der Profilschienenabschnitt hat vorzugsweise einen über die gesamte Länge gleichbleibenden Grundquerschnitt. Unter dem Grundquerschnitt ist die Ausgangs- form des Profilschienenabschnittes zu verstehen, das heißt, es sind daran noch keine Bauteile angeschweißt oder Hinterschneidungen, Lochungen, Stanzungen oder Gewindeformungen vorgenommen worden. Da der Profilschienenabschnitt durchgehend ist, können an jeder Stelle Kräfte abgetragen werden. Es könnte zur Ableitung der Kräfte auch erforderlich werden, dass der Profilschienenabschnitt an de- linierten Stellen partiell verstärkt ist. Dies könnte beispielsweise durch eingebrachte Sicken, Einziehungen, Ausbeulungen und dergleichen erfolgen. Eine weitere Möglichkeit der Verstärkung wäre, wenn der Profilschienenabschnitt durch eine feste Verbindung oder durch feste Verbindungen mit einem Bauteil beziehungsweise mehreren Bauteilen verstärkt ist. Die Verstärkung kann auch durch Erhö- hung der Wandstärke erfolgen. Ferner wäre es möglich, dass Verstärkungselemente am Profilschienenabschnitt festgelegt sind, beispielsweise durch Schweißung. Die Sicken verlaufen vorzugsweise in Längsrichtung des Profilschienenabschnittes. Die Verbindung mit einem Bauteil bietet sich an, indem der Profilschienenabschnitt beispielsweise mit einem Gehäuse fest verbunden ist. Die Verstärkung des Profilschienenabschnittes könnte auch noch durch fest auf die Endbereiche aufgesetzte Verschlussklappen erfolgen. Diese Verschlussklappen könnten allein oder auch als zusätzliche Maßnahme herangezogen werden.
Der Möbelantrieb sollte so ausgelegt sein, dass die Kräfte vollständig oder nahezu vollständig über den Profilschienenabschnitt ableitbar sind. Dadurch können die restlichen Bauteile entlastet werden, so dass die Abmessungen entsprechend ge- ring sind. Zur weiteren Vereinfachung ist noch vorgesehen, dass der Profilschienenabschnitt ein einstückiger Abschnitt ist und vorzugsweise, bezogen auf die vertikale Mittelebene, einen symmetrischen Querschnitt aufweist. Durch die Einstü- ckigkeit entfällt außerdem das Zusammenfügen von einer oder mehreren Profilschienen. Jeder Antriebszug weist eine rotierend antreibbare Spindel auf, die fest, vorzugsweise einstückig mit einem sie antreibbaren Schneckenrad verbunden ist, welches ebenfalls Teil des Antriebszuges ist, und welches außerdem das Abtriebselement eines dem Antriebsmotor nachgeschalteten Drehzahlreduziergetriebes ist. Dieses Drehzahlreduziergetriebe ist dann der Schneckentrieb, bestehend aus einer Schneckenwelle, welche drehfest auf den Abtriebszapfen des Antriebsmotors auf- gesetzt ist oder bei dem der Abtriebszapfen des Antriebsmotors als Schnecke ausgebildet ist. Diese Schnecke greift wiederum in die Verzahnung eines Schneckenrades ein. Das Schneckenrad selbst ist entweder mit der Spindel als einstückiges Formteil ausgebildet oder durch geeignete Fügeverfahren fest mit der Spindel verbunden.
Auf die rotierend antreibbare Spindel ist eine gegen Drehung gesicherte Spindelmutter aufgesetzt, die das Abtriebsglied des elektromotorischen Möbelantriebes bildet und direkt oder indirekt auf ein zu verstellendes Möbelbauteil wirkt. In dem Profilschienenabschnitt kann ein Antriebszug oder es können mehrere Antriebszü- ge darin angeordnet sein, wobei bei mehreren Antriebszügen diese in Reihe und/oder nebeneinander angeordnet sein können. Bei einem Doppelantrieb wirkt jede Spindelmutter auf einen Anlenkhebel, der fest mit der Lattenrostwelle des Rücken- beziehungsweise des Fußteiles verbunden ist. Da der Grundquerschnitt des Profilschienenabschnittes über seine Länge gleich bleibt, ist es möglich, dass der komplett vormontierte Antriebszug von der Stirnseite in den Profilschienenabschnitt einsetzbar ist. Dies erleichtert die Montage und somit verringern sich auch die Herstellkosten des elektromotorischen Möbelantriebes.
Ferner ist es auch möglich, dass durch Kaltverformung eine Formgebung erfolgt, beispielsweise Hinterschneidungen, Lochungen, Stanzungen, Gewindeformungen und dergleichen, die in die Wandungen gedrückt werden, um beispielsweise den Antriebszug form- und/oder kraftschlüssig festzusetzen. Bei den in Rede stehenden elektromotorischen Möbelantrieben werden die größten Kräfte in den Profilschienenabschnitt eingeleitet, wenn ein angeschlossenes Bauteil angehoben wird. Obwohl die einfachste Festlegung die Verwendung von Schrauben oder Nieten wäre, ist vorgesehen, dass jeder Antriebszug zur Ableitung der größten Kräfte sich an wenigstens einer durch Verformung des Profilschienenabschnittes gebildeten
Fläche abstützt und dass die Sicherung in der entgegengesetzten Richtung durch mindestens ein Rastelement gegeben ist. Ein solches Rastelement ist vorzugsweise Teil des Antriebszuges. Es könnte als Rastzunge, Schnapphaken oder ähnliche Bauteile ausgebildet sein. Die durch Verformung gebildete Fläche beziehungswei- se die durch Verformung gebildeten Flächen sollten jedoch eine solche Größe aufweisen, dass eine geringstmögliche Flächenpressung zwischen den sich einander berührenden Teilen gegeben ist.
Bei den bislang verwendeten Kunststoffgehäusen besteht dieses entweder aus ei- nem kastenartigen Gehäuseteil und einem damit verschraubten Deckel oder das
Gehäuse besteht aus zwei Gehäuseschalen. Durch die Verwendung des Profil- schienenabschnittes können die Antriebszüge oder eine sonstige Getriebeeinheit von der Stirnseite her eingeschoben werden. Die in Rede stehenden Möbelantriebe sind mit einem sogenannten Getriebewinkel ausgestattet. Dieser kann aus zwei miteinander verschraubten Teilen bestehen. Sofern es sich um einen Doppelantrieb mit zwei voneinander getrennten Antriebszügen handelt, kommen zwei Getriebewinkel zum Einsatz. Der Getriebewinkel wird zur Lagerung der Spindel und des Schneckenrades verwendet. Dieser Getriebewinkel entspricht der Innenkontur des Profilschienenabschnittes, so dass zumindest der Getriebewinkel schließend und gegebenenfalls formschlüssig darin einsetzbar ist. Dadurch ist es möglich, dass der
Antriebszug in einfachster Weise lagegerecht fixiert wird. Der Getriebewinkel
sollte spielfrei, ohne mit geringstmöglichem Spiel in den Profilschienenabschnitt einschiebbar sein.
Bei den in Frage kommenden Möbelantrieben entstehen beim Betrieb unangeneh- me Geräusche, da sie ja überwiegend im Wohnungen verwendet werden. Es ist deshalb zur Geräuschminderung vorgesehen, dass zwischen wenigstens einem Bauteil jedes Antriebszuges und der zugehörigen Innenfläche des Profilschienenabschnittes jeweils eine Schallschutzschicht angeordnet ist. Diese Schallschutzschicht kann aus einem schallisolierenden Material bestehen. Dies wäre beispiels- weise ein Gummi oder ein Schaumstoff. Es könnte aber auch ein fest mit dem Getriebegehäuse oder einem sonstigen Bauteil verbundenen Element sein, welches durch Klebung oder nach dem Zweikomponentenspritzgussverfahren fest angesetzt ist. In einfachster Ausführung wäre es auch denkbar, dass eine solche Schallschutzschicht nur an den Grenzflächen zwischen dem Getriebegehäuse, dem Mo- tor und dem Profilschienenabschnitt angeordnet ist.
In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass jeder Profilschienenabschnitt aus einer im Strangpressverfahren hergestellten Stange gefertigt ist. Im Gegensatz dazu ist es jedoch auch möglich, dass jeder Profilschienenabschnitt durch Kaltver- formung eines Zuschnittes, insbesondere eines Blechzuschnittes gebildet wird.
Dabei ist es dann möglich, dass vor der Kaltverformung des Zuschnittes oder vor dem Ablängen des Profilschienenabschnittes von der Stange diese spanlos bearbeitet werden, beispielsweise um Lochungen mit einem Stanzwerkzeug einzubringen. Die Profilschienenabschnitte können die unterschiedlichsten Querschnittsformen aufweisen. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Profilschienenabschnitte einen geschlossenen Querschnitt aufweisen, da dann die Antriebselemente optimal geschützt sind. Der in frage kommende elektromotorische Möbelantrieb wird nicht nur im Haushaltsbereich eingesetzt, sondern auch in Krankenhäusern und in Pflegeheimen. Bei solchen Anwendungsfällen ist es notwendig, dass der Möbelantrieb feuchtigkeitsdicht ist. Es bietet sich dann ein Profilschienenabschnitt mit einem geschlossenen Querschnitt an. Dieses Profil bietet die maximale Verbindungssteifheit. Um den Möbelantrieb jedoch abzudichten ist dann noch vorgesehen, dass
auf die Stirnendbereiche des Profilschienenabschnittes Abdichtelemente aufgesetzt sind. Im Bereich der Anlenkhebel ist dann die entsprechende Wandung mit Öffnungen versehen. Es können jedoch auch Profilschienenabschnitte mit C-förmigen Querschnitten verwendet werden. Der Schlitz bietet dann einen Freiraum für den Anlenkhebel. Es können jedoch auch Profilschienenabschnitte mit U-fÖrmigen
Querschnitten verwendet werden, wobei dann die offene Seite zum Möbel zeigt, so dass auch für die Anlenkhebel ein Freiraum gegeben ist. Bei der Verwendung von einseitig offenen Profilen muss für die Fixierung der Antriebszüge Rechnung getragen werden. Es ist deshalb auch vorteilhaft, wenn die Profilschienenabschnit- te zwar U-förmige Querschnitte, jedoch asymmetrische Querschnitte aufweisen, so dass einer der beiden parallelen Schenkel eine größere Höhe aufweist und dieser Schenkel mindestens einmal abgewinkelt ist. Beim zweimaligen Abwinkein entsteht in vorteilhafter Weise ein nutartiger Führungskanal, in dem beispielsweise die Spindelmutter geführt werden kann. Es ist außerdem möglich, dass bei Ver- wendung von Profilschienenabschnitten mit U-formigen Querschnitten die freien
Ränder der parallelen Schenkel U-förmig verformt sind, wobei die offenen Seiten nach außen zeigen beziehungsweise an den aneinander abgewandten Seiten liegen. Es ist deshalb möglich, dass ein Deckel oder ein sonstiges Verschlusselement an den Randbereich formschlüssig festgelegt wird. Dazu wäre beispielsweise ein De- ekel oder ein Verschlusselement mit einem C-förmigen Querschnitt geeignet. In diesen Deckel könnten beispielsweise Schaltelemente, insbesondere Endschalter zur Begrenzung der Endstellungen der Spindelmuttern installiert sein.
Die Einhängeelemente könnten verschiedenartig gestaltet sein. So ist noch vorge- sehen, dass jedes Einhängeelement U-förmig ausgebildet ist, wobei in den parallelen Schenkeln halbkreisförmige oder U-förmige Ausnehmungen vorgesehen sind, die die Wellen von Möbeln umgreifen. Eine über diese Schenkel gestülpte Kappe aus einem geeigneten Werkstoff, beispielsweise aus einem Kunststoff, könnte als Versteifung des Einhängeelementes oder auch als Gleitlager zur Lagerung der je- weiligen Welle fest mit dem U-förmigen Einhängeelement verbunden sein.
Es muss nun sichergestellt sein, dass der elektromotorische Möbelantrieb beispielsweise an den Wellen eines Lattenrostes festgelegt werden kann. Es ist deshalb vorgesehen, dass der Profilschienenabschnitt mit lagegerecht angeordneten Einhängeelementen ausgestattet ist. Diese Einhängeelemente können verschieden- artig gestaltet sein. So ist beispielsweise vorgesehen, dass jedes Einhängeelement aus zwei schwenkbar am Profilschienenabschnitt gelagerte Einhänghaken besteht, die derart gestaltet sind, dass die Welle um einen Winkel umgriffen ist, der vorzugsweise größer als 180° Grad ist. Die Einhängelemente sind so gestaltet, dass der Anlenkhebel auch noch läge- und funktionsgerecht zur Spindelmutter stehen kann. Einer der Einhängehaken könnte beispielsweise fest am Profilschienenabschnitt angebracht sein, während der andere Einhängehaken schwenkbar gelagert ist. Dieser beweglich gelagerte Einhängehaken könnte zur Sicherung in seiner Betriebstellung verriegelbar sein. Dies erfolgt beispielsweise durch eine schwenkbare Verriegelungslasche, deren Schwenkachse parallel und im Abstand zur Drehachse des Einhängehakens steht. Der Vorteil dieser Einhängehaken liegt darin, dass zum
Anhängen des Möbelantriebes an ein Lattenrost keine Werkzeuge benötigt werden. Alternativ ist es jedoch auch denkbar, dass der Anlenkhebel an dem der Kontaktfläche mit der Spindelmutter abgewandten Bereich mit einer Durchbrechung versehen ist, durch die der schwenkbar gelagerte Einhängehaken geführt ist. Die Lösung mit den Einhängehaken ist besonders dann sinnvoll, wenn ein Lattenrost nachträglich mit einem Möbelantrieb ausgerüstet werden soll.
Wird jedoch das Lattenrost von vornherein mit einem Möbelantrieb ausgerüstet, können einfachere und preiswertere Lösungen eingesetzt werden. So ist es bei- spielsweise möglich, dass der Profilschienenabschnitt zwei Ausleger aufweist.
Diese Ausleger haben im freien Endbereich zwei von den einander zugewandten Flächen ausgehende U-förmige Ausnehmungen, in denen die Wellen liegen. Diese Ausleger können hergestellt werden, indem entsprechende Profilabschnitte an dem Profilschienenabschnitt beispielsweise durch Schweißung befestigt sind. Sie kön- nen jedoch auch durch Ausklinken von zwei parallel und im Abstand zueinander stehenden Wandungen des Profilschienenabschnittes gebildet werden. Die Ausnehmungen in den Auslegern können sich auch von der oberen, dem Profilschie-
nenabschnitt abgewandten Fläche erstrecken. Es sind dann zusätzliche Sicherungselemente notwendig. Ferner ist es auch durchführbar, dass der Profilschienenabschnitt mit zwei im Abstand zueinander verlaufende Bohrungen versehen ist, durch die die Wellen geführt sind. Dieser Abstand entspricht dem Abstand der Wellen. Es ist weiterhin möglich, dass der Profilschienenabschnitt mit zwei Aussparungen für die Wellen versehen ist. Die Sicherung könnte beispielsweise durch ein Sicherungsband erfolgen, welches über den Profilschienenabschnitt gezogen und daran befestigt wird. Ferner ist es auch denkbar, dass an dem Profilschienenabschnitt Laschen, beispielsweise durch Schrauben oder Niete befestigt werden, die mit Bohrungen für die Wellen versehen sind. Diese Ausführung bietet den
Vorteil, dass bei der Montage eines Lattenrostes nur die Laschen auf die Wellen gesteckt werden müssen und dass im Nachhinein die Verbindung mit dem Profilschienenabschnitt erfolgt. Der Profilschienenabschnitt kann vollständig aus einem Nichtmetall, beispielsweise aus einen Kunststoff, gefertigt sein. Eine solche Aus- führung ist möglich, wenn die auftretenden Kräfte verhältnismäßig gering sind.
Auch andere Werkstoffe können verwendet werden. So besteht die Möglichkeit, auch Verbundwerkstoffe oder Werkstoffkombinationen einzusetzen. Ein Verbundwerkstoff könnte beispielsweise eine Kombination aus Aluminium und Kunststoff sein. Es ist jedoch auch möglich, dass der Profilschienenabschnitt zu- mindest abschnittsweise aus Kunststoff besteht. In den Abschnitten mit einer höheren mechanischen Belastung könnten Teile aus einem Werkstoff mit höherer Festigkeit, beispielsweise aus einem Metall, eingebettet sein, um den Profilschienenabschnitt entsprechend zu verstärken.
Es kann auch ein Profilschienenabschnitt verwendet werden, der in seiner Grundkontur U-förmig gestaltet ist, wobei die freien Randbereiche der sich gegenüberliegenden Schenkel abgewinkelt und aufeinander zu gerichtet sind, und dass die Abwinklung scharfkantig oder in einem Radius verläuft. Der eingeschlossene Winkel ist jedoch ein stumpfer Winkel beziehungsweise der von der gedachten Verlängerung des Schenkels und der Abwinklung eingeschlossene Winkel ist ein spitzer Winkel. Der elektromotorische Möbelantrieb sollte besonders montagefreundlich sein, es ist deshalb vorgesehen, dass der Auslegung zur Verschwenk-
barkeit während der Montage drehbar am Profilschienenabschnitt gelagert ist. Jeder Ausleger sollte jedoch in der Blockierstellung mittels eines Blockierelements verriegelbar sein. Alternativ können die Ausleger auch an den Profilschienenabschnitt ansteckbar sein. Die Stirnenden des Profilschienenabschnittes können, wie bereits erwähnt, durch Endkappen verschließbar sein. Diese können form- und/oder kraftschlüssig mit den Endbereichen verbunden sein, sie können jedoch auch durch Schweißung, Klebung oder dergleichen gesichert sein. Ferner ist noch eine montagefreundliche Ausführung, wenn die Platine zur Steuerung des Möbelantriebes innerhalb des Getriebegehäuses angeordnet ist. Um die Montage so ein- fach wie möglich zu machen, ist vorgesehen, dass vorzugsweise am Getriebehebel
Raststege zum Anrasten einer Platine angeformt sind. Die Platine sollte mit Steckkontakten ausgerüstet sein, so dass ebenfalls in einfachster Weise die elektrische Verbindung mit den elektrischen und/oder elektronischen Bauteilen hergestellt werden kann. Zur einfachen Halterung einer Steuerplatine ist es zweckmäßig, wenn der Getriebewinkel mit Konturen beispielsweise Nuten versehen ist, die die
Steuerplatine aufnehmen.
Jeder Antriebsmotor ist zweckmäßigerweise als Antriebsgetriebemotor ausgebildet, da sich zur Reduzierung der Drehzahl der antreibbaren Spindel dadurch ein kompakter Antrieb ergibt. Das Getriebe des Antriebsgetriebemotors kann verschiedenartig ausgelegt sein. Dabei können sich die Wellen kreuzen oder parallel zueinander stehen. Bei sich kreuzenden Wellen wird bevorzugt ein Schneckentrieb verwendet, während bei parallelen Wellen eine Räderkette eingesetzt wird. Alternativ ist es jedoch auch möglich, dass als Antriebsgetriebemotor ein Stabantrieb verwendet wird, wobei das Getriebe dann vorzugsweise ein Planetengetriebe ist.
Die Zentralachse der Gewindespindel fällt dann mit der Drehachse des Rotors des Antriebsmotors zusammen. Bei dieser Ausführung bietet es sich an, dass der Profilschienenabschnitt aus einem Rohr gebildet ist. Der Querschnitt ist dann kreisringförmig. Der Profilschienenabschnitt hat in bevorzugter Ausführung einen über seine Länge gleichbleibenden Grundquerschnitt, wobei unter den Grundquerschnitt der noch nicht bearbeitete Rohling zu verstehen ist. Es ist jedoch auch möglich, dass sich in Anpassung an die darin angeordneten Bauteile der Quer-
schnitt über die Länge ändert. Der Profilschienenabschnitt besteht in bevorzugter Ausführung aus einem metallischen Werkstoff, beispielsweise aus Stahl. Es ist jedoch auch denkbar, dass dieser aus Holz, einem holzartigen Werkstoff oder aus einem Kunststoff gefertigt ist. Jede Spindel des elektromotorischen Möbelantriebes kann rotierend angetrieben werden. Es ist jedoch alternativ auch möglich, dass jede Spindel sich in seiner Längsrichtung gegenüber dem Getriebe des Antriebsgetriebemotors verschiebt. Dies wäre beispielsweise möglich, wenn das Getriebe ein Schneckentrieb ist, und das Schneckenrad mit einer Innengewindebohrung versehen ist. Die Spindel müßte dann gegen Drehung gesichert sein, wobei der Möbel- antrieb so ausgelegt sein kann, dass jede Spindel zur Verstellung des angekoppelten Möbelbauteiles als Schubelement oder auch als Zugelement wirkt.
In einer weiteren Ausführung wäre es möglich, dass die Spindel ortsfest angeordnet ist, das heißt, gegen Drehung und gegen Verschiebung in ihrer Längsrichtung gesichert ist, und dass das Abtriebsglied des Antriebsgetriebemotors so gestaltet ist, dass sich der gesamte Antrieb längs der Spindel bewegt. Die Schwenkbewegung eines zu verstellenden Möbelbauteils würde dann durch eine entsprechende Auslegung eines Gestänges von dem Antrieb abgeleitet. Die Einhängeelemente können in der bereits beschriebenen Weise gestaltet sein. Es sind jedoch auch noch weitere Ausführungen denkbar. So ist es beispielsweise möglich, dass die Einhängeelemente plattenförmig ausgebildet und mit Bohrungen entsprechend dem Durchmesser der Wellen versehen, an denen der Möbelantrieb angehängt wird. Im Zuge der Montage dieser Wellen, beispielsweise der Wellen eines Lattenrostes, können die Einhängelemente dann auf die Wellen geschoben werden, später er- folgt dann die Verbindung mit dem Profilschienenabschnitt. Dies könnte beispielsweise durch mechanische Verbindungselemente, wie Schrauben, Niete oder dergleichen erfolgen. Es könnte jedoch auch eine montagefreundliche Möglichkeit genutzt werden. Dies wäre beispielsweise eine formschlüssige Verbindung der Einhängeelemente mit der Profilschiene. Die Einhängeelemente könnten bei- spielsweise durch entsprechende Formgebung mit der Profilschiene verrastet werden. Dabei ist es möglich, dass sie von den Stirnenden her in die entsprechende Funktionslage geschoben oder von der Seite her angesteckt werden. Sofern der
Möbelantrieb mit Spindelmuttern ausgestattet ist, die sich in Längsrichtung einer rotierend antreibbaren Spindel bewegen, könnte der Anlenkhebel in eine stirnseitige Aussparung der Spindelmutter eingreifen. Die Verbindung könnte jedoch auch durch eine Koppelstange erfolgen. Die Festlegung der Einhängeelemente könnte auch durch keilförmige Elemente erfolgen, wobei die Einhängeelemente auch in
Taschen des Profilschienenabschnittes eingreifen. Dabei könnte der Keil auch als Drehkeil nach Art eines Exzenters ausgebildet sein. Besonders vorteilhaft sind Keile oder Exzenter als Ausgleichselemente um zum Beispiel Fertigungstoleranzen auszugleichen. Gegen unbeabsichtigtes Lösen solcher Keile oder Exzenter können stufenweise rastende Abschnitte hier angeformt oder zusätzliche Hilfselemente, wie zum Beispiel Kugelrastelemente, verwendet werden. Es ist jedoch auch möglich, ein Klemmelement, beispielsweise eine Klemmschraube, für diese Sicherung zu verwenden. Sofern die Einhängeelemente drehbar am Profilschienenabschnitt gelagert sind, werden sie ebenfalls mittels eines Blockierelementes verrie- gelt und gegen unbeabsichtigtes Lösen gesichert.
Bei den in Rede stehenden Möbelantrieben erfolgt nicht nur das Anheben eines angeschlossenen Möbelbauteiles mittels des Antriebes sondern auch das Absenken, das heißt, das Absenken erfolgt bei eingeschaltetem Antriebszug, wobei die Absenkgeschwindigkeit mit der Anhebegeschwindigkeit übereinstimmt oder annähernd übereinstimmt. Es besteht jedoch häufig die Forderung, dass das angeschlossene Möbelbauteil auch allein durch das Eigengewicht abgesenkt werden kann. Es ist dann eine sogenannte Ausrückung erforderlich, das heißt, der Antriebszug ist mit Kupplungselementen ausgestattet, die im Normalbetrieb in einer Mitnahmeverbindung stehen, die jedoch bedarfsweise ausgekuppelt werden können. Diese Koppelelemente sind vorzugsweise zwei Scheiben, die an den einander zugewandten Flächen verzahnt sind. Bei einer Ausrückung beziehungsweise einer Entkoppelung wird dann wenigstens eine Scheibe verfahren. Sofern der Möbelantrieb mit einem Schneckentrieb und einer daran angeschlossenen Spindel ausges- tattet ist, wird die Drehbewegung des Schneckenrades auf die Spindel über die zwischengeschalteten Koppelelemente übertragen.
Bei dem in Rede stehenden elektromotorischen Möbelantrieb handelt es sich bevorzugt um einen sogenannten Doppelantrieb, um das Rückenteil und das Fußteil eines Lattenrostes zu verstellen. Der Möbelantrieb muss deshalb auf den Abstand zwischen den beiden Wellen ausgelegt werden. Dabei kann es passieren, dass die auf die Spindel aufgesetzten Spindelmutter gegenüber der Standardausführung verlängert werden muss. Alternativ wäre es auch möglich, die Spindel zu verlängern. Da die Torsionsbeanspruchung dann steigt, wäre eine Durchmesservergrößerung und somit eine nicht zu vertretende Kostensteigerung gegeben. Bei einer Verlängerung der Spindelmuttern muss jedoch auch die notwendige Knicksteifigkeit gegeben sein. Bislang sind die Spindelmuttern einstückig aus Kunststoff gefertigt.
Für die benötigten unterschiedlichen Längen der Spindelmuttern wären demzufolge entsprechende Werkzeuge notwendig. Um dies zu vermeiden, ist vorgesehen, dass die Spindelmuttern aus mehreren form- und/oder kraftschlüssig miteinander verbundenen Einzelteilen derart bestehen, dass die Längen der Spindelmuttern durch mindestens ein Einzelteil bestimmt sind. Das die jeweilige Länge bestimmende Einzelteil sollte so ausgelegt sein, dass es unabhängig von Werkzeugen ist, und dass die Belastung auf Knickung abgefangen werden kann. In bevorzugter Ausführung ist vorgesehen, dass die Spindelmutter aus einem auf die Spindel aufsetzbaren Innengewindekörper, einem die Länge der Spindelmutter bestimmenden Mittelteil und einem dem Innengewindekörper gegenüberliegenden Druckstück besteht. Bei dieser Ausführung sind der Innengewindekörper und das Druckstück stets baugleich, während das Mittelteil in seiner Länge angepasst wird. Dabei ist es dann vorteilhaft, wenn das Mitteilteil aus einem Werkstoff gegenüber dem Innengewindekörper und dem Druckstück höherer Festigkeit besteht. In der Ausführung ist dann bevorzugt vorgesehen, dass der Innengewindekörper und das Druckstück aus einem Kunststoff im Spritzgussverfahren gefertigt sind. Für alle Längen der Spindelmuttern kann dann das gleiche Werkzeug verwendet werden. Femer ist vorgesehen, dass das Mittelstück aus einem Profilstab besteht, der vorzugsweise aus Metall gefertigt ist. Als Werkstoff kommt besonders Stahl in Frage. Das Mit- telstück hat in einer bevorzugten Ausführung einen U-förmigen Querschnitt. Eine einfache Verbindung ohne zusätzliche Verbindungselemente ergibt sich, wenn der Innengewindekörper und das Endstück mit dem Endbereichen des Mittelstückes
miteinander verrastet sind. Diese Verrastung ist besonders sicher, wenn sie aus in Rastbohrungen eingreifende Rastzapfen besteht. Dabei sind bevorzugt die Rastzapfen an dem Innengewindeköφer und dem Druckstück angeformt, so dass die Rastbohrungen in den Endbereichen des Mittelstückes vorgesehen sind. Damit die Verformung des Mittelstückes zum Zwecke der Verrastung problemlos ohne weitere Werkzeuge möglich ist, sollten die Rastzapfen an den einander zugewandt liegenden Seiten Einführschrägflächen aufweisen. Da das Mittelstück in bevorzugter Ausführung aus Stahl gefertigt ist, erfolgt eine elastische Verformung so lange, bis dass die Rastzapfen in die Rastbohrungen eingreifen. Das im Querschnitt U-förmige Mittelstück wird bevorzugt so in den Möbelantrieb eingebaut, dass die parallelen Schenkel senkrecht stehen und dass die offene Seite oben liegt. Das zuvor beschriebene Mittelstück lässt sich von einer Stange durch Ablängen herstellen. Alternativ ist es jedoch auch möglich, dass es aus einem Blechzuschnitt durch Kaltverformung produziert wird.
Gemäß einer anderen Ausführungsform ist noch vorgesehen, dass die Spindelmutter aus einem Innengewindeköφer und einem die Länge bestimmenden Druckstück besteht, welches an der dem Innengewindeköφer abgewandten Seite eine Druckfläche im Kontakt, beispielsweise mit dem Anlenkhebel, steht. Im Quer- schnitt, wobei unter dem Querschnitt immer ein Schnitt senkrecht zur Mittellängsachse der Spindel zu sehen ist, weist dieses Druckstück zwei parallel zueinander stehende Wände auf. Ein derartiges Druckstück wird durch Kaltverformung eines Blechzuschnittes geformt. Auch bei dieser Ausführung ist der Innengewindeköφer aus einem Kunststoff gefertigt und das Druckstück aus Metall. Da der die Druck- fläche kontaktierende Anlenkhebel normalerweise auch aus Metall gefertigt ist, ist vorgesehen, dass die Druckfläche der Außenseite mit einer Beschichtung versehen ist, beispielsweise mit einer Kunststoffbeschichtung. Auch bei dieser Ausfuhrung kann der Innengewindeköφer mit dem Druckstück verrastet sein. Alternativ ist es auch denkbar, dass das Druckstück in dem zugewandten Endbereich verspannt wird oder dass die Verbindung durch eine Klemmung erfolgt. Die freien Ränder der Parallelschenkel könnten auch bei dieser Ausführung abgewinkelt sein, wobei sie dann aufeinander zugerichtet sind. Das Mittelstück besteht bei einer mehrteili-
gen Ausführung vorzugsweise aus einem rohrförmigen Abschnitt, welches aus Metall oder aus einem Kunststoff mit einer entsprechenden Stabilität hergestellt ist. Die Verbindung zum Druckstück oder zum Innengewindeköφer erfolgt dann vorzugsweise durch Klemmung oder Veφressung.
In einer weiteren Ausführung ist es jedoch auch denkbar, dass die Spindelmutter als einstückiger Köφer ausgebildet ist, der an der der Innengewindebohrung abgewandten Seite eine Aussparung aufweist. Diese Aussparung wird dann von einem Innensteg begrenzt. Die Aussparung ist in bevorzugter Ausführung etwa vier- telkreis-förmig ausgebildet. In diese Aussparung kann das ein die Verbindung zur verstellbaren Welle herstellendes Koppelelement eingreifen. Es können auch zwei oder mehrere Aussparungen vorgesehen sein, die sowohl bei einer einstückigen Spindelmutter als auch bei einer mehrteiligen Spindelmutter zum Einsatz kommen.
Anhand der beiliegenden Zeichnungen wird die Erfindung noch näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 einen erfindungsgemäßen Möbelantrieb in Form eines Dop- pelantriebes in einer aufgeschnitten Ansicht,
Figur 2 den Endbereich eines Möbelantriebes nach der Figur 1 in einer perspektivischen Darstellung,
Figuren 3 bis 9 verschiedene Querschnittsformen der Profilschienenabschnitte,
Figuren 10 bis 13 verschiedene Möglichkeiten der Anbringung eines Möbelantriebes an den Wellen eines Lattenrostes, rein schema- tisch,
Figuren 14 und 15 zwei weitere Möglichkeiten der Anbringung des Möbelantriebes an den Wellen eines Lattenrostes, rein schematisch,
Figur 16 eine weitere Querschnittsform des Profilschienenabschnit- tes,
Figuren 17 bis 19 eine mehrteilige Spindelmutter in drei verschiedenen Darstellungen,
Figuren 20 bis 23 eine zweiteilige Spindelmutter in drei verschiedenen Ansichten und einer Schnittdarstellung und
Figuren 24 und 25 eine als einstückiger Köφer ausgebildete Spindelmutter.
In der Figur 1 ist ein Möbelantrieb 10 in Form eines Doppelantriebes dargestellt.
Er ist mit zwei Schnecken 11 ausgestattet, die von den Antriebsmotoren 23 angetrieben werden. Bei der dargestellten Ausführung sind zwei Antriebsmotore 23 notwendig, wobei jedoch aus Darstellungsgründen nur einer dargestellt ist. Entgegen der Ausführung könnten auch beide Spindeln 13 von einem Antriebsmotor angetrieben werden, wobei die Verbindung dann durch Kupplungselemente erfolgen sollte. Jede Schnecke steht mit einem Schneckenrad 12 in Eingriff. Jedes Schneckenrad 12 ist entweder drehfest mit der antreibbaren Spindel 13 verbunden, oder das Schneckenrad 12 und die Spindel 13 sind ein einstückiges Formteil, welches vorzugsweise aus einem Kunststoff gefertigt ist. Auf jede Spindel 13 ist eine Spindelmutter 14 aufgesetzt, die unverdrehbar ist. Beide Spindelmuttern 14 sind in einem Profilschienenabschnitt 15 geführt, der vorzugsweise aus Stahl besteht. Die beiden Spindeln 13 sind spiegelbildlich zueinander montiert, fluchten jedoch miteinander.
Auf das freie Ende jeder Spindelmutter 14 wirkt ein Anlenkhebel 16, der drehfest auf eine Welle 17 eines Lattenrostes aufgesetzt ist. Aus der Figur 1 ergibt sich, dass die jeweilige Welle 17 im oder entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt
wird, wenn sich die Spindel 13 derart dreht, dass die Spindelmutter 14 auf das zugeordnete Stirnende des Profilschienenabschnittes 15 verfahren wird. Bei Drehung der Spindel 13 in der entgegengesetzten Richtung wird die Welle 17 durch das Eigengewicht des angeschlossenen Möbelbauteiles gedreht. Dadurch besteht ständig ein Kontakt zwischen der Stirnfläche der Spindelmutter 14 und der Berührungsfläche des Anlenkhebels 16. Die Querschnitte des Profilschienenabschnittes 15 werden noch anhand der Figuren 3 bis 9 und 16 erläutert. Der Profilschienenabschnitt 15 bildet im Zusammenhang mit einer stirnseitig aufgestülpten Endkappe 18 das Gehäuse des elektromotorischen Möbelantriebes 10. Die Endstellungen der Spin- delmutter 14 können durch zwei Endschalter 19, 20 begrenzt werden. Der Anlenkhebel 16 ist an dem der Kontaktfläche mit der Spindelmutter 14 abgewandten Bereich mit einer Durchbrechung 21 versehen, durch die ein schwenkbarer, in der Figur 2 genauer dargestelltes Einhängeelement22 geführt ist. Die Ausführung kann auch umgekehrt sein.
Die Figur 2 zeigt, dass der aus der Spindel 13 und der Spindelmutter 14 und ggf. dem Schneckenrad 12 gebildete Antriebszug von einer Schnecke 11 und einem Antriebsmotor 23 antreibbar ist, der an einer Wandung des Profilschienenabschnittes 15 liegt. Das Einhängeelement 22 ist um eine Achse 24 schwenkbar am Profil- schienenabschnitt 15 gelagert. Der Endbereich ist so gestaltet, dass er in der in der
Figur 2 dargestellten Betriebsstellung die Welle 17 eines Möbels, beispielsweise eines Lattenrostes um einen Winkel umgreift, der im Bereich von 180° Grad liegen kann. An dem der Welle 17 abgewandten Ende hat der Einhängelement 22 eine bogenförmig verlaufende Rastnase 22a, die im dargestellten Ausführungsbei- spiel dem Antriebsmotor 23 zugewandt liegt. Am Profilschienenabschnitt 15 ist außerdem noch eine Sicherungslasche 25 schwenkbar gelagert. Diese Sicherungslasche 25 ist um eine Achse 26 schwenkbar. Das der Schwenkachse 26 abgewandte Ende ist halbkreisförmig gestaltet und kontaktiert über einen bestimmten Bereich die Rastnase 22a. Dadurch findet eine Blockierung beziehungsweise Verras- tung des Einhängelements 22 statt. Es ergibt sich aus der Figur 2, dass der Einhängelement 22 gemäß der Darstellung entgegen oder im Uhrzeigersinn geschwenkt werden kann, wenn die Sicherungslasche 25 in der entgegengesetzten
Richtung bewegt wird. Am Profilschienenabschnitt 15 ist noch ein weiteres Einhängelement 27 fest angesetzt, das jedoch auch schwenkbar gelagert sein könnte und ebenfalls arretierbar ist. Dieses Einhängelement 27 ist so gestaltet, dass die beiden Einhängelemente 22 und 27 die Welle 17 um einen Winkel umgreifen, der größer als 180° Grad sein kann, so dass der elektromotorische Möbelantrieb 10 fest an den beiden Wellen 17 angesetzt ist. Es ergibt sich, dass er jederzeit in einfachster Weise ohne Werkzeuge abnehmbar ist.
Die Figuren 3 bis 9 zeigen verschiedene Querschnitte für die Profilschienenab- schnitte 15, die jedoch beispielhaft zu sehen sind. So zeigt die Figur 3 einen Profilschienenabschnitt mit einem C-förmigen Querschnitt. Durch den oberen Längsschlitz erstreckt sich der Anlenkhebel 16. Aus Gründen der vereinfachten Darstellung ist das Einhängelement 22 nicht dargestellt. Das C-Profil bietet den Vorteil, dass die kurzen, den Längsschlitz begrenzenden Stege als Halterung für den An- triebszug genutzt werden können. Die Ausführung nach der Figur 4 zeigt einen
U-förmigen Querschnitt. Hier sind jedoch zusätzliche Mittel notwendig, um die Antriebszüge zu fixieren. Bei der Ausführung nach der Figur 5 ist die Grundform des Querschnittes wiederum U-förmig, jedoch ist ein Bereich der parallelen Schenkel abgewinkelt. Dadurch wird wiederum eine Halterung für die Antriebszü- ge geschaffen. Bei der Ausführung nach der Figur 6 ist einer der parallelen Schenkel mit seinem freien Endbereich zweimal abgewinkelt, so dass ein nutartiger Führungskanal 28 besteht. Bei der Ausführung nach der Figur 7 wird ein geschlossenes Profil 15 verwendet mit dem Vorteil, dass die Antriebszüge rundum gesichert sind. An den entsprechenden Stellen können die Wandungen mit Öffnungen ver- sehen sein, um den Schneckentrieb hindurchzuführen. Die Ausführung nach der
Figur 8 ist im Prinzip ebenfalls ein geschlossenes Profil, welches jedoch im Endbereich U-förmig gestaltet ist, indem eine Wandung ausgeklinkt wurde. Diese Ausführung ist insbesondere für einen Einzelantrieb geeignet. Die Ausführung nach der Figur 9 zeigt schließlich ebenfalls einen Profilschienenabschnitt 15 mit einem U-förmigen Querschnitt, wobei jedoch die Endbereiche der parallelen
Schenkel dreimal abgewinkelt sind, so dass an den Außenseiten zwei Rastnuten 29 entstanden sind. Diese Rastnuten 29 dienen zur Festlegung einer Abdeckkappe 30,
die im dargestellten Ausführungsbeispiel einen C-förmigen Querschnitt hat. In nicht dargestellter Weise können in diese Abdeckkappe 30 die die Endstellungen der Spindelmutter 14 begrenzenden Endschalter angeordnet sein. Während der Profilschienenabschnitt 15 bei dieser Ausführung auch aus Metall hergestellt ist, könnte die Abdeckkappe 30 aus einem Kunststoff bestehen. Es könnte jedoch auch ein genormtes C-Profil aus Metall verwendet werden.
Die Figuren 10 bis 15 zeigen weitere Möglichkeiten der Festlegung des elektromotorischen Möbelantriebes 10 an zwei Wellen eines Möbels, vorzugsweise eines Lattenrostes. Die Ausführungen sind besonders geeignet, wenn im Zuge der Montage eines Lattenrostes der elektromotorische Möbelantrieb 10 montiert wird. Bei der Ausfuhrung nach der Figur 10 ist der Profilschienenabschnitt 15 mit zwei Bohrungen 31, 32 versehen, die sich durch zwei parallel und im Abstand zueinander stehende Wandungen erstrecken. Der komplett montierte elektromotorische Mö- beiantrieb 10 wird dann auf die Wellen 17 des Lattenrostes gesteckt, welche anschließend montiert werden. Bei der Ausführung nach den Figuren 11 und 13 sind an dem Profilschienenabschnitt 15 Einhängeelement 33, 34 angesetzt, die an den aneinander zugewandten Seiten U-förmige oder halbkreisförmige Ausnehmungen aufweisen, in die die Wellen 17 eingreifen. In materialsparender Weise sind die Einhängeelement 33, 34 bei der Ausführung nach der Figur 13 mit dem Profilschienenabschnitt 15 fest verbunden, vorzugsweise durch Schweißung. Bei der Ausführung nach der Figur 11 sind zwei parallel und im Abstand zueinander stehende Wandungen ausgeklinkt. Gleiches gilt auch für die Ausführung nach der Figur 12, wobei jedoch die U-förmigen Ausnehmungen sich von den oberen Stirn- flächen aus erstrecken. Bei dieser Ausführung wären zusätzliche Sicherungselemente zur Fixierung des elektromotorischen Möbelantriebes 10 am Möbel notwendig. Bei dieser Ausführung ist auch eine nachträgliche Ausrüstung eines Möbels mit einem elektromotorischen Möbelantrieb 10 möglich. Bei der Ausführung nach der Figur 14 ist der Profilschienenabschnitt 15 mit etwa rechteckförmigen Ausnehmungen versehen, die in zwei parallel und im Abstand zueinander stehenden Wandungen vorgesehen sind. Diese Ausführung ist auch zum nachträglichen Anbau geeignet, da ein Spannelement 35 über den Profilschienenabschnitt 15 ge-
zogen ist. Dieses Spannelement 35 könnte auch als Abdeckkappe gestaltet sein. Schließlich zeigt die Figur 15 noch eine Ausführung, bei der auf die Wellen des Möbels zwei Haltelaschen 36 gesteckt werden. Nach der Montage des Möbels ist es dann möglich, den elektromotorischen Möbelantrieb 10 mit dem Profilschie- nenabschnitt 15 mit den Laschen 36 zu verbinden. Dies kann beispielsweise durch
Nieten oder Schrauben erfolgen.
Die Figur 16 zeigt noch einen weiteren Querschnitt des Profilschi enenabschnittes 15. Dieser ist in seiner Grundkontur U-förmig, so dass ein genormtes Profil ver- wendet werden könnte. Die oberen Enden der sich gegenüberliegenden Schenkel sind abgewinkelt und aufeinander zu gerichtet, so dass die obere Öffnung verringert wird. Der von dem nicht abgewinkelten Teil und dem abgewinkelten Teil eingeschlossene Winkel liegt unter 180°, jedoch deutlich über 90°. Ein derartiges Profil könnte jedoch auch durch Kaltverformung eines Zuschnittes hergestellt sein. Bei den gesamten Profilschienenabschnitten 15 sind evtl. Hinterschneidungen,
Gewindeformungen, Lochungen oder sonstige durch Kaltverformung hergestellte Teile nicht dargestellt. Die Figur 1 zeigt noch, dass jedem Antriebszug 12, 13, 14 ein Getriebewinkel 37 zugeordnet ist. Dieser klotzartige Getriebewinkel wird so genannt, da er zwei rechtwinklig zueinander stehende Flächen aufweist. Jeder Ge- triebewinkel dient der Lagerung der das Schneckenrad 12 tragenden Spindel 13 und der Festlegung des zugeordneten Antriebsmotors 23. Wenigstens einer der Getriebewinkel 37 ist mit einem Steg zum Anstecken einer Steueφlatine ausgerüstet. Die Steueφlatine ist mit Steckkontakten ausgestattet, so dass die elektrische Verbindung zu den elektrischen beziehungsweise elektronischen Bauteilen in ein- fachster Weise montagefreundlich herstellbar ist. Die elektrischen beziehungsweise elektronischen Bauteile sind andeutungsweise durch die Klötze und Stäbe 38 angedeutet. Die Stromzuführung erfolgt über ein Kabel 39 mit einem Stecker 40. In diesen Stecker 40 kann jedoch auch ein Transformator integriert sein. Außerdem könnte der Transformator in einer Steckdose angeordnet sein, wobei der Ste- cker dann in den Abgang des Transformators gesteckt wird.
In den Figuren 17 bis 19 ist eine mehrteilige Spindelmutter 41 dargestellt, die im dargestellten Ausführungsbeispiel aus drei miteinander verrasteten Einzelteilen besteht. Sie wird aus einem aus Kunststoff bestehenden Innengewindeköφer 41a, einem dem Innengewindeköφer 41a gegenüberliegenden, aus Kunststoff gefertig- ten Druckstück 41b und einem aus Metall bestehenden Mittelteil 41c gebildet. Der
Innengewindeköφer 41a steht mit seinen Gewindegängen mit einer nicht dargestellten Gewindespindel in Eingriff. Die Länge des Mittelteiles 41c kann variiert werden, so dass die jeweils benötigte Länge der Spindelmutter 71 problemlos hergestellt werden kann. Das Mittelteil 41c kann durch Ablängen von einer Stange hergestellt werden. Im Querschnitt, das heißt, rechtwinklig zur nicht dargestellten
Gewindespindel beziehungsweise zur Mittellängsachse der Innengewindebohrung des Innengewindeköφers 41a ist das Mittelteil U-förmig gestaltet. Der Innengewindeköφer 41a und das Druckstück 41b werden in die Endbereiche des Mittelteils 41c eingeschoben. Die Begrenzung erfolgt durch Endanschläge in den äuße- ren Enden des Innengewindeköφers 41a und des Druckstückes 41b. In den Endbereichen des Mittelteils 41c sind in jedem der parallelen Schenkel Rastlöcher 42 vorgesehen, die beispielsweise durch Stanzung eingebracht wurden. Lagegerecht dazu sind an dem Innengewindeköφer 41a und dem Druckstück 41b Rastzapfen 43 angeformt, die an den einander zugewandten Seiten mit Einführschrägflächen 44 ausgestattet sind. Die Innengewindebohrung 45 des Innengewindeköφers 41a ist besonders in der Schnittdarstellung der Figur 19 erkennbar.
Die Ausfuhrung gemäß den Figuren 20 bis 23 zeigt eine Spindelmutter 46 in einer zweiteiligen Ausführung. Sie besteht aus einem aus einem Kunststoff gefertigten Innengewindeköφer 46a und einem aus Metall bestehenden Druckstück 46b. Dieses Druckstück 46b ist durch Kaltverformung eines Blechzuschnittes geformt. Es ist so geformt, dass an der dem Innengewindeköφer 46a abgewandten Seite eine eine äußere Druckfläche bildende Platte 46c steht. Die Druckfläche kann mit einem geeigneten Gleitmaterial beschichtet sein, um Geräusche beim Betrieb des Möbelantriebes zu vermeiden, da der mit der Druckfläche zusammenwirkende Anlenkhebel auch aus Metall bestehen kann. Im Querschnitt, das heißt, in einem Schnitt rechtwinklig zur Mittellängsachse des Innengewindes des Innengewinde-
köφers 46a hat das Druckstück 46b zwei parallel zueinanderstehende Wandungen und demzufolge auch zwei sich gegenüberliegende Schlitze. Die oberen und unteren Ränder der beiden Wandungen sind abgewinkelt beziehungsweise abgerundet, wobei diese Stege aufeinander zugerichtet sind. Die Verbindung des Innengewindeköφers 46a mit dem Druckstück 46b erfolgt kraftschlüssig, da der zugeordnete Endbereich des Druckstückes 46b in entsprechend gestaltete Ausnehmungen des Innengewindeköφers 46a eingreift. Die Festlegung könnte auch durch ein Verspannen oder Verklemmen erfolgen. Auch eine Rastverbindung ist möglich. Dies erfolgt wiederum durch Rastbohrungen und Rastzapfen.
In den Figuren 24 und 25 ist eine Spindelmutter 47 dargestellt, deren mittlerer Bereich nach unten gemäß der Darstellung offen und aus einem Kunststoff gefertigt ist. Außer der durch das Innengewinde 48 für die nicht dargestellte Gewindespindel gebildete Öffnung ist diese Spindelmutter 47 außenseitig geschlossen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist sie an der dem Innengewinde 48 abgewandten Seite mit einer Ausnehmung 49 versehen, die etwa viertelkreisförmig gestaltet ist. Diese Ausnehmung 49 wird an der dem Innengewinde 48 zugewandten Seite durch einen Steg begrenzt. In diese Ausnehmung 49 ragt bei dem Möbelantrieb ein eine Verstellung eines Möbelbauteiles bewirkendes Koppelelement. Entgegen der Darstellung ist es jedoch auch möglich, dass die Ausnehmung 49 entfällt, so dass das Koppelelement beziehungsweise der Anlenkhebel an der dem Innengewinde 48 gegenüberliegenden Fläche anliegt. Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Wesentlich ist, dass das von außen sichtbare, designgebende Gehäuse des elektromotorischen Möbelantriebes 10 durch wenigstens einen metallischen oder nichtmetallischen Profilschienenabschnitt 15, vorzugsweise mit genormtem Querschnitt und den stirnseitigen Endkappen 18 gebildet ist.
Bezugszeichenliste
10 Möbelantrieb
11 Schnecken
12 Schneckenrad
13 Spindel
14 Spindelmutter
15 Profilschienenabschnitt
16 Anlenkhebel
17 Welle
18 Endkappe
19 Endschalter
20 Endschalter
21 Durchbrechung
22 Einhängeelement
22a Rastnase
23 Antriebsmotor
24 Achse
25 Sicherungslasche
26 Achse
27 Einhängeelement
28 Führungskanal
29 Rastnut
30 Abdeckkappe
31 Bohrung
32 Bohrung
33 Einhängeelement
34 Einhängeelement
35 Spannelement
36 Lasche
37 Getriebewinkel
38 Stab
Kabel
Stecker
Spindelmutter a Innengewindeköφer b Druckstück c Mittelteil
Rastbohrung
Rastzapfen
Einführschrägfläche
Innengewinde
Spindelmutter a Innengewindeköφer b Druckstück c Platte
Spindelmutter
Innengewinde
Ausnehmung