Ablagetisch für ein Kraftfahrzeug
Die Erfindung betrifft einen Ablagetisch für ein Kraftfahrzeug nach der im Oberbegriff der Ansprüche 1 und 3 näher definierten Art. Des weiteren betrifft die Erfindung einen Fahrzeugsitz .
Gattungsgemäße Ablagetische sind aus sehr vielen unterschiedlichen Veröffentlichungen bekannt. Beispielhaft werden in diesem Zusammenhang die DE 33 29 865 AI, die DE 32 47 624 AI, die DE 27 23 148 AI, die DE 20 57 329 AI oder die DE-PS 1 080 582 genannt. Diese bekannten Ablagetische weisen jedoch verschiedene Nachteile auf.
Zum einen sind sie meist sehr aufwendig gestaltet, insbesondere hinsichtlich der verwendeten Konstruktionen, um ein Zusammenklappen der Tischplatte und Ablegen derselben in einem Ablagefach zu ermöglichen. Dies führt einerseits zu einer anfälligen Mechanik und andererseits zu hohen Kosten, was jedoch gerade im Kraftfahrzeugbau vermieden werden sollte.
Zum anderen kommt es in der Praxis häufiger vor, dass sich Fahrer oder Beifahrer auf diese Ablagetische setzen, was bei den aufgrund der oben beschriebenen Technik zum Zusammenklappen der Ablagetische aufgewendeten Strukturen meist zu einem Brechen der Tischplatte oder zu einer Beschädigung des Tischaufnahmeelementes führt.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, neue Lösungen für Ablagetische anzubieten, durch welche die oben angegebenen Nachteile vermieden werden und sich ein Ablagetisch ergibt, der für die Serienproduktion in einem Kraftfahrzeug geeignet ist .
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
Durch die von dem Tragarm abnehmbare Tischplatte ergibt sich eine sehr einfache Möglichkeit, dieselbe in einem Ablagefach abzulegen, bei der vorteilhafterweise auf eine komplizierte Mechanik verzichtet werden kann. Erfindungsgemäß kann der Tragarm ebenfalls von dem Tischaufnahmeelement abgenommen und mittels des erfindungsgemäßen Halteelementes an der Tischplatte angebracht werden, so dass er zusammen mit der ein Losteil bildenden Tischplatte in dem Ablagefach abgelegt werden kann und beim Fahren ein Klappern dieser beiden Teile gegeneinander verhindert wird.
Somit ergibt sich ein Ablagetisch, der bei sachgemäßer Benutzung in sehr ordentlicher Art und Weise verstaut und somit bei seiner Nichtbenutzung geschützt werden kann.
Eine weitere Lösung der Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 3.
Die erfindungsgemäß zwischen der Tischplatte und dem Tischaufnahmeelement vorgesehene ÜberlastSicherung verhindert dabei durch ein definiertes Auslösen bei Überschreiten einer bestimmten Kraft bzw. eines bestimmten Momentes eine Beschädigung der Tischplatte oder des Tischaufnahmeelements, so dass sich ein sehr praxistauglicher Ablagetisch für Kraftfahrzeuge ergibt .
Ein Fahrzeugsitz ergibt sich aus den Merkmalen von Anspruch 11.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus dem nachfolgend anhand der Zeichnung prinzipmäßig dargestellten Ausführungsbeispiel .
Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Fahrzeugsitz mit dem daran angebrachten erfindungsgemäßen Ablagetisch;
Fig. 2 den in einem Ablagefach verstauten Ablagetisch aus Fig. 1; und
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung der Überlastsicherung zwischen der Tischplatte und dem Tischaufnahmeelement des Ablagetisches im Schnitt nach der Linie III - III aus Fig. 2.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung einen Fahrzeugsitz 1 für ein Kraftfahrzeug, der in an sich bekannter Weise eine Sitzfläche 2 und eine Rückenlehne 3 aufweist. Neben der Sitzfläche 2 befindet sich eine linke Armlehne 4 und eine rechte Armlehne 5, auf welche ein Fahrer oder ein Beifahrer des Kraftfahrzeugs seine Arme auflegen kann.
Vor der linken Armlehne 4 ist ein Tischaufnahmeelement 6 in Form einer vertikalen Säule angeordnet und fest mit dem Fahrzeugsitz 1 verbunden. Das Tischaufnahmeelement 6 dient zur Aufnahme eines Ablagetisches 7, der eine in ihrem Gebrauchs- zustand im wesentlichen horizontal ausgerichtete Tischplatte 8 aufweist. Des weiteren weist der Ablagetisch 7 einen Tragarm 9 auf, der an seinem einen Ende in später näher erläuterter Art und Weise mit der Tischplatte 8 verbunden und an seinem anderen Ende in eine Aufnahmebohrung 10 des Tischaufnahmeelementes 6 eingesteckt ist. Somit ist die Tischplatte 8 ü- ber den Tragarm 9 mit dem Tischaufnahmeelement 6 verbunden und kann in der Höhe verstellt werden. In diesem Zusammenhang können nicht dargestellte Verriegelungselemente zwischen dem Tragarm 9 und dem Tischaufnahmeelement 6 vorgesehen sein, um die Tischplatte 8 in einer bestimmten Höhe zu arretieren. Selbstverständlich ist auch ein Verdrehen des Tragarms 9 in
der Aufnahmebohrung 10 möglich, um die Tischplatte 8 zu verschwenken. Auch diese Bewegung könnte gegebenenfalls verriegelt werden. Des weiteren können an dem Tischaufnahmeelement
6 eine oder mehrere nicht dargestellte Einrichtungen zur Anbringung von Aschenbechern, Becherhaltern oder dergleichen angebracht sein.
Um den Ablagetisch 7 bei Nichtgebrauch verstauen zu können, ist die rechte Armlehne 5 mit einem Ablagefach 11 versehen, welches mittels eines als Armauflage dienenden Deckels 12 geöffnet bzw. verschlossen werden kann.
Den Ablagetisch 7 in seinem in dem Ablagefach 11 abgelegten Zustand zeigt Fig. 2. Das Ablagefach 11 der Armlehne 5 ist dabei der Übersichtlichkeit halber lediglich gestrichelt dargestellt. Neben dem Entfernen aus der Au nahmebohrung 10 wurde der Tragarm 9 auch aus einer Aufnahmebohrung 13 entnommen, die in einem Verriegelungselement 14 vorgesehen ist. Zur Verbindung bzw. Verriegelung des Tragarms 9 mit dem Verriegelungselement 14 ist derselbe an seinem Umfang mit mehreren Vorsprüngen 15 versehen, die eine Verriegelung in der Art eines Bajonett-Verschlusses ermöglichen. Hierzu könnte das Verriegelungselement 14 nicht dargestellte Federelemente aufweisen, mit denen die Vorsprünge 15 in Eingriff gehen. Das Verriegelungselement 14 dient somit zur Verbindung des Tragarms 9 mit der Tischplatte 8.
Um eine ordentliche Ablage sämtlicher Teile des Ablagetisches
7 zu gewährleisten und ein Klappern während der Fahrt zu verhindern, ist die Tischplatte 8 mit zwei Halteelementen 16 versehen, an denen der Tragarm 9 zur Unterbringung in dem Ablagefach 11 anbringbar ist. Die Halteelemente 16 sind jeweils als Vorsprünge ausgebildet, an denen die beiden Enden des Tragarms 9 eingerastet werden können.
Im vorliegenden Fall sind die beiden Halteelemente 16 einer von zwei Führungsleisten 17 zugeordnet, die starr mit der
Tischplatte 8 verbunden sind. Die beiden Führungsleisten 17 wiederum sind gleitend mit einer Führungsschiene 18 verbunden bzw. an derselben angebracht, die über das Verriegelungselement 14 mit dem Tragarm 9 verbunden ist . Die Führungsleisten 17 bilden gemeinsam mit der Führungsschiene 18 eine Verschiebeeinrichtung 19, mit der es möglich ist, die Tischplatte 8 gegenüber dem Tragarm 9 und somit gegenüber dem Tischaufnahmeelement 6 zu verschieben.
Die Verschiebeeinrichtung 19 verläuft im dargestellten Ausführungsbeispiel unter einem Winkel gegenüber den Seitenkanten der Tischplatte 8, so dass sich eine durch den Pfeil A in Fig. 1 angedeutete diagonale Verschieberichtung für die Tischplatte 8 ergibt. Auf diese Art und Weise kann die Tischplatte 8 besser den jeweiligen Anforderungen des Benutzers angepasst werden.
Des weiteren bildet das Verriegelungselement 14 mit der Führungsschiene 18 eine Überlastsicherung 20, die bei Überschreiten einer bestimmten, an derselben auftretenden Kraft bzw. eines bestimmten Drehmoments die Verbindung zwischen dem Verriegelungselement 14 und der Führungsschiene 18 und somit die Verbindung zwischen der Tischplatte 8 und dem Tischaufnahmeelement 6 löst.
Hierzu weist, wie in der schematischen Schnittdarstellung gemäß Fig. 3 deutlicher erkennbar ist, die ÜberlastSicherung 20 zwei Hakenelemente 21 und 22 auf. Das erste und im vorliegenden Fall obere Hakenelement 21 ist hierbei dem Verriegelungs- element 14 und somit dem Tischaufnahmeelement 6 bzw. dem Tragarm 9 zugeordnet. Dagegen ist das zweite Hakenelement 22 der Führungsschiene 18 und somit der Tischplatte 8 zugeordnet. Diese Zuordnung der Führungsschiene 18 zu der Tischplatte 8 ist unabhängig von der oben beschriebenen Verschiebbarkeit der Führungsschiene 18 gegenüber der Tischplatte 8, da die Verschiebeeinrichtung 19 von der Überlastsicherung 20
entkoppelt ist. Diese Formulierung soll also lediglich die Funktion der Überlastsicherung 20 verdeutlichen.
Bis zu einer bestimmten Kraft hält diese Verbindung zwischen den beiden Hakenelementen 21 und 22, nach Überschreiten dieser Kraft rastet jedoch das obere Hakenelement 21 aus dem unteren Hakenelement 22 aus und löst so die Überlastsicherung 20 aus .
Nach diesem Auslösen der Überlastsicherung 20 ist es möglich, durch entsprechendes Einrasten der Hakenelemente 21 und 22 ineinander, das Verriegelungselement 14 wieder mit der Führungsschiene 18 zu verbinden, so dass der Ablagetisch 7 problemlos weiterbenutzt werden kann. Da sämtliche Bauteile des Äblagetisches 7 im vorliegenden Fall aus Kunststoff bestehen, ist bei zu häufigem Auslösen der Überlastsicherung 20 ein Verschleiß der beiden Hakenelemente 21 und 22 zu erwarten, so dass gegebenenfalls das Verriegelungselement 14 oder die Führungsschiene 18 ausgetauscht werden muss. Der Benutzer des Ablagetisches 7 wird jedoch beim ersten Auslösen der Überlastsicherung 20 merken, dass er bestimmte Bereiche des Ablagetisches 7, insbesondere die weit von dem Tragarm 9 entfernten Bereiche, weniger stark belasten darf, und er wird . demnach in der Folgezeit wachsamer mit dem Ablagetisch 7 umgehen, so dass ein einmaliges Auslösen der Überlastsicherung 20 den Ablagetisch 7 und das die auf den Ablagetisch 7 einwirkenden Kräfte aufnehmende Tischaufnahmeelement 6 vor Beschädigungen schützen kann.
Statt der beschriebenen, als Rastsicherung ausgeführten und damit mehrfach verwendbaren Überlastsicherung wäre es auch möglich, dieselbe als einfache Bruchsicherung .auszuführen, bei der beispielsweise das Verriegelungselement 14 nach jedem Auslösen ausgetauscht werden müsste . Dies wäre eine für den Benutzer kostspieligere Lösung, würde jedoch genauso zu einem Schutz des Ablagetisches 7 bzw. des Tischaufnahmeelementes 6 beitragen.