Heftstreifenautomat für das Aufbringen von Heftlochstreifen auf Blattware und Halbzeug für die Herstellung von
Heftlochstreifen
Die Erfindung geht aus von einem Heftstreifenautomaten für das Aufbringen von Heftlochstreifen auf Blattware mit einer Heftstreifenvorratseinrichtung, einer Vorschubeinrich- tung und einer Aufbringeinrichtung, wobei der Heftstreifen aus der Heftstreifenvorratseinrichtung in Längsrichtung durch formschlüssiges Eingreifen der Vorschubeinrichtung in den Heftstreifen zur Aufbringeinrichtung bewegbar ist.
Als Blattware werden im Weiteren gefaltete oder ungefalte- te Papier- bzw. Plastikblätter, Pappkartons oder andere blattartige Unterlagen bezeichnet, die zum Abheften mit einem Heftlochstreifen versehen werden sollen.
Es ist bereits ein Heftstreifenautomat nach dem Oberbe- griff des Anspruchs 1 bekannt, der für Heftstreifen mit Zweifach-Lochung vorgesehen ist. Nach dem Einlegen von Blattware in die Aufbringeinrichtung wird eine Auslöseeinrichtung betätigt, die dazu führt, dass ein Heftstreifen einer vorgegebenen Länge auf die Blattware aufgebracht wird. Zum Transport des Heftloch-Bandmaterials zur Blattware ist eine Vorschubeinrichtung vorgesehen, die aus einer Stachelrolle besteht und deren stachelförmige Zapfen in Transportlöcher des Heftloch-Bandmaterials eingreifen. Beim Betätigen eines auslösenden Schalters wird die Sta- chelrolle um einen vorgegebenen Winkel gedreht, so dass der Heftlochstreifen in der erforderlichen Länge auf der Blattware aufliegt und mit dieser verbunden werden kann.
Somit ist es möglich, mit dem bekannten Heftstreifenautomaten Heftlochstreifen für eine Zweifach-Lochung auf den Randbereich von Blattware aufzubringen. Heftlochstreifen mit anderen Lochanzahltypen, beispielweise einer Vierfach- Lochung müssen dem gegenüber manuell aufgebracht werden. Dies ist von erheblichem Nachteil bei der Handhabung von Heftlochstreifen für Blattwaren, die zur Ablage mittels unterschiedlicher Lochanzahltypen vorgesehen sind.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Heftstreifenautomaten zu schaffen, mit dem verschiedene Lochanzahltypen auf Blattware aufbringbar sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe weist der erfindungsgemäße Heftstreifenautomat Mittel auf, die die Vorschubeinrichtung derart steuern, dass zu mindestens zwei verschiedenen Lochanzahltypen die jeweils passende Länge des Vorschubs erzeugbar ist.
Hierfür ist es zweckmäßig, dass das verwendete Heftlochstreifen-Material so vorbereitet ist, dass die Löcher so auf aneinander angrenzenden Abschnitten des Heftlochstreifen-Materials angeordnet sind, dass die normgerechten Abstände eingehalten werden, wozu ergänzend auf das Ausfüh- rungsbeispiel verwiesen wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Vorschubeinrichtung derart gesteuert, dass beispielsweise für das Aufbringen eines Heftlochstreifens mit Zwei- fach-Lochung die Stachelrolle, die in diesem Fall als Vorschubeinrichtung wirkt, eine halbe Umdrehung vollführt, während beim Aufbringen eines Heftlochstreifens mit einer Vierfach-Lochung auf Blattware die Stachelrolle eine ganze
Umdrehung ausführt. Somit ist es vorteilhaft möglich, auf die Randbereiche von Blattwaren Heftlochstreifen mit Zwei- fach-Lochung und Vierfach-Lochung aufzubringen. Handarbeit bzw. die Verwendung zweier verschiedener Heftstreifenauto- maten für unterschiedliche Lochanzahl-Typen ist somit nicht mehr notwendig.
Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein Halbzeug für die Herstellung von Heftlochstreifen, bestehend aus Bandmate- rial mit in Richtung der Längserstreckung in Wiederholungseinheiten aufeinanderfolgend eingebrachten Abheftlöchern.
Ein bekanntes Halbzeug für die Herstellung von Heftloch- streifen umfaßt ein Bandmaterial mit in Richtung der Längserstreckung in Wiederholungseinheiten aufeinanderfolgend eingebrachten Abheftlöchern für eine Zweifach-Lochung für die Formate A 4, A 5 und A 6 nach DIN 821. Hierzu sind die Abheftlöcher auf einer Seite des Bandmateriales im Lochmittenabstand von 80 mm mit einem Lochdurchmesser von 5,5 mm eingebracht. Die Länge der Wiederholungseinheit, d.h. die Länge des Heftlochstreifens für eine Zweifach-Lochung beträgt circa 110 mm. In der Längsmitte des Bandmateriales sind in bestimmten Abständen Transportlöcher zum Eingriff einer Stachelwalze eines Heftstreifenautomaten eingebracht. Auf dem den Abheftlöchern gegenüberliegenden Längsrand des Bandmateriales ist ein doppelseitiger Klebestreifen mit einer Schutzfolie aufgebracht. Das vorbekannte Halbzeug für die Herstellung von Heftlochstreifen für die Zweifach-Lochung wird mittels einer Stachelwalze in einem HeftStreifenautomaten zugeführt, in den Abständen der Wiederholungseinheiten abgeschnitten und auf den
Randbereich eines Schriftgutes im Format A 4, A 5 und A 6 mittels des doppelseitigen Klebebandstreifens aufgebracht.
Es ist ferner bekannt, einzelne Heftlochstreifen mit Heft- löchern für die Vierfach-Lochung für Format A 4 nach DIN 821 auszubilden. Hierbei befinden sich randseitige Abheftlöcher im Abstand von 80 mm voneinander auf dem Heftlochstreifen bestimmter Länge, der mittels eines Klebebandstreifens auf das Schriftgut im Format A 4 aufgebracht wird.
Es können zwar mit dem Heftstreifenautomaten Heftlochstreifen für die Zweifach-Lochung auf den Randbereich von Schriftgut aufgebracht werden. Vorbereitete Heftlochstrei- fen mit der Vierfach-Lochung müssen aber noch manuell aufgebracht werden. Dies ist von erheblichem Nachteil bei der Handhabung von Heftlochstreifen für Schriftgut, das zur Ablage mittels unterschiedlicher Lochungsarten vorgesehen ist .
Um das Halbzeug für die Herstellung von Heftlochstreifen dahingehend zu verbessern, daß auch Heftlochstreifen mit der Lochungsart Vierfach-Lochung mechanisch aufbringbar sind, ist ferner vorgesehen, daß die Abheftlöcher auf dem Bandmaterial in Wiederholungseinheiten aus jeweils vier aufeinanderfolgenden Abheftlöchern eingeteilt sind, wobei der Abstand der Abheftlöcher innerhalb einer Wiederholungseinheit nach Maßgabe einer Vierfach-Lochung eingerichtet ist. Hierdurch können auch Heftlochstreifen mit einer Vierfach-Lochung als Halbzeug hergestellt und mechanisch auf den Randbereich von Schriftgut aufgebracht werden.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Abstand der Abheftlöcher innerhalb einer Wiederholungseinheit nach Maßgabe einer Vierfach-Lochung und zweier Zwei- fach-Lochungen eingerichtet. Somit wird es ermöglicht, gleichzeitig bzw. unmittelbar aufeinanderfolgend Heftlochstreifen mit Zweifach-Lochung und mit Vierfach-Lochung zu verarbeiten bzw. auf die Randbereiche von Schriftgut aufzubringen, da erfindungsgemäß eine Wiederholungseinheit eine Vierfach-Lochung und gleichzeitig zwei Zweifach-Lo- chungen beinhaltet. Je nach Verwendung werden somit vom Bandmaterial entweder eine volle Wiederholungseinheit als Vierfach-Lochung oder unmittelbar nacheinander zwei halbe Wiederholungseinheiten als Heftlochstreifen mit je einer Zweifach-Lochung abgeschnitten. Damit ist das getrennte Vorrätighalten von Bandmaterial für die Herstellung von Heftlochstreifen mit Zweifach-Lochungen und und mit Vierfach-Lochung sowie von fertig zugeschnittenen Heftlochstreifen mit einer Vierfach-Lochung nicht mehr erforderlich.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.
Ausführungsformen des Heftstreifenautomaten und der ver- wendeten Heftlochstreifen gemäss der Erfindung sind anhand von Zeichnungen dargestellt. Dabei zeigen
Figur 1 eine Seitenansicht eines Heftstreifenautomaten in einer schematischen Schnittdarstellung,
Figur 2 eine schematische Draufsicht auf den Heftstreifenautomaten,
Figur 3 eine schematische Darstellung von Blattware zum Einlegen in den Heftstreifenautomaten,
Figur 4 eine schematische Draufsicht auf einen Abschnitt eines Heftlochstreifens in einer ersten Ausführungsform und
Figur 5 eine schematische Draufsicht auf das Halbzeug für die Herstellung von Heftlochstreifen in einer zweiten Ausführungsform.
In Figur 1 ist ein Heftstreifenautomat 1 in Schnittdarstellung schematisch dargestellt. Ein Heftlochstreifen- Bandmaterial 50 der ersten Ausführungsform wird von einer Heftlochstreifen-Vorratseinrichtung 3 über eine Umlenkrolle 4 und eine Führungseinrichtung 6 zu einer Vorschubeinrichtung 48 geführt und zu einer Aufbringeinrichtung 49 weitergeleitet. Als Heftlochstreifen-Vorratseinrichtung 3 dient eine Rolle, auf die Heftlochstreifen-Bandmaterial 2 aufgewickelt und in Führungsteller eingelegt ist. Die Rolle ist mittels einer Rändelschraube 5 befestigt. Die Vorschubeinrichtung 48 besteht aus einer Stachelrolle 8, die in regelmäßigen Abständen Zapfen 10 aufweist, die in Transportlöcher 43 des Heftstreifen-Bandmaterials 50 ein- greifen. Die Vorschubeinrichtung 48 wird durch einen Motor 26 angetrieben. Zur besseren Führung des Heftlochstreifen- Bandmaterials 50 ist auf der gegenüberliegenden Seite des Heftlochstreifen-Bandmaterials 50 ein in Richtung der Stachelrolle 8 federbelasteter Andruckbügel 12 angeordnet, der den Formschluss zwischen den Transportlöchern 43 des Heftlochstreifen-Bandmaterials 50 und den Zapfen 10 der Stachelrolle 8 unterstützt. Insbesondere wird ein Überspringen des Heftlochstreifen-Bandmaterials 50 auf der
Stachelrolle 8 verhindert. Der Andruckbügel 12 ist schwenkbar ausgebildet, so dass das Heftlochstreifen- Bandmaterial 50 leichter einlegbar ist.
Die Aufbringeinrichtung 49 besteht aus einem Stempel 14, auf den die • in Figur 1 nicht dargestellt Blattware 35 aufgelegt wird. Um ein Auflegen der Blattware 35 in der richtigen Position zu gewährleisten, weist der Stempel 14 Anlageschienen 29 und 30 auf, an die die Blattware 35 ange- legt wird. Durch Betätigen eines nicht dargestellten
Schalters wird nun der Vorschub des Heftlochstreifen-Bandmaterials 50 mittels der Vorschubeinrichtung 48 in Längsrichtung durchgeführt, so dass dieser oberhalb der Blattware 35 zu liegen kommt. Ist die erforderliche Länge des Heftlochstreifens 2 erreicht, wird die Druckplatte 16 in Richtung Stempel 14 gesenkt, wobei die Druckplatte 16 oberhalb der mit der Blattware 35 und mit dem Heftlochstreifen 2 versehenen Stempels 14 angeordnet ist, so dass der sich oberhalb der Blattware 35 befindliche Heftloch- streifen 2 fest auf die Blattware 35 gedrückt wird. Mit dem Messer 18, das an dem Ende der Aufbringeinrichtung 49 angeordnet ist, das der Vorschubeinrichtung 48 zugewandt ist, wird anschließend der auf der Blattware 35 aufliegende Teil des Heftlochstreifens 2 von dem Heftlochstreifen- Bandmaterial 50 abgetrennt. Durch den Druck der Druckplatte 13 auf den Stempel 14 und der darauf befindlichen Blatt wäre 35 mit Heftlochstreifen 2 wird eine Befestigung des Heftlochstreifens 2 auf der Blattware 35 durch den auf dem Heftlochstreifen 2 befindlichen Klebestreifen 41 erreicht.
Die Vorschubeinrichtung 48 in Form der Stachelrolle 8 erzeugt je nach gewünschtem Lochanzahltyp einen entsprechenden Vorschub, so dass die gewünschte Lochanzahl erreicht
wird. So kann der Benutzer auswählen, ob die Blattware 35 mit einer Zweifach-Lochung oder einer Vierfach-Lochung versehen werden soll. Die Eingabe der gewünschten Lochanzahl kann durch Betätigen eines entsprechenden Tasters oder die entsprechende Einstellung eines Drehschalters erfolgen. Wenn eine Zweifach-Lochung gewünscht ist, wird lediglich der Vorschub einer halben Umdrehung der Stachelrolle 8 erzeugt. Wird demgegenüber eine Vierfach-Lochung gewünscht, dann vollführt die Stachelrolle 8, um die er- forderliche Länge des Heftlochstreifens 2 zu erreichen, eine ganze Umdrehung. Hierfür ist im Heftstreifenautomaten 1 eine Steuereinrichtung 27 vorgesehen, die mit dem Motor 26 als Antriebseinrichtung der Vorschubeinrichtung 48 verbunden ist und die entsprechende Größe des Drehwinkels der Stachelrolle 8 und damit die Vorschublänge abhängig von der Eingabe des Benutzers steuert. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass der Motor 26 als Schrittmotor ausgebildet ist und die Steuereinrichtung 27 die für die entsprechende Länge des Vorschubs notwendige Anzahl von Motorschritten vorgibt. Es ist ferner ebenso möglich, dass die Steuereinrichtung einen oder mehrere Sensoren aufweist, die den Drehwinkel der Stachelrolle 8 messen. Entsprechend dem Messergebnis und dem aus der Vorgabe des Benutzers resultierenden Drehwinkel wird durch die Steuer- einrichtung 27 der Betrieb des Motors 26 beeinflusst.
In weiteren Ausführungsformen der Erfindung ist es ebenso möglich, andere Lochanzahltypen zu realisieren. So kann neben der bereits beschriebenen Zweifach- und Vierfach-Lo- chung auch eine Sechsfach-Lochung realisiert werden, die bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel eine anderthalbfache Umdrehung der Stachelrolle 8 benötigen würde.
In der Regel weist das Heftlochstreifen-Bandmaterial 50 beim Abwickeln von der Heftlochstreifen-Vorratseinrichtung 3 eine Schutzfolie 21 auf, die vor dem Aufbringen des Heftlochstreifens 2 auf die Blattware 35 abgezogen werden muss. Die Schutzfolie 21 bedeckt dabei den Klebestreifen 41 des Heftlochstreifens 2, der - würde er offen liegen - den Transport des Heftlochstreifen-Bandmaterials 50 behindern würde. Zum Abziehen der Schutzfolie 21 ist am Heftstreifenautomaten 1 ein Niederhalter 22 vorgesehen, über den die Schutzfolie 21 geführt und mittels gegenüber liegend angeordneter Rollen 24 und 25 vom Heftlochstreifen- Bandmaterial 50 abgezogen wird. Um die Schutzwirkung der Schutzfolie 21 noch möglichst lang beizubehalten, ist die Einrichtung zum Abziehen der Schutzfolie zwischen der Vor- Schubeinrichtung 48 in Form der Stachelrolle 8 und der Aufbringeinrichtung 49 angeordnet.
In einer weiteren Ausführungsform kann das Andrücken des Heftlochstreifens 2 der Blattware 35 auch durch die gegen- einander gerichtete Bewegung von Stempel 14 und Druckplatte 16 oder durch die Bewegung des Stempels 14 erreicht werden. Zur Bewegung des Stempels 14 ist eine Führungseinrichtung 20 im Heftstreifenautomaten 1 vorgesehen.
In Figur 2 ist der erfindungsgemäße Heftstreifenautomat 1 in einer Ansicht von oben, schematisch, dargestellt. Zu erkennen ist der Stempel 14 mit den Anlageschienen 29, 30, an die die Blattware 35 angelegt wird. Oberhalb des Stempels 14 ist die Druckplatte 16 angeordnet, die die auf dem Stempel 14 mit der Auflagefläche 28 angeordnete Blattware 35 mit dem Heftlochstreifen 2 festklemmt.
Ein Beispiel für eine derartige Blattware 35 ist anhand von Figur 3 dargestellt. Zu sehen ist eine zusammengefaltete Blattware 35, beispielsweise eine technische Zeichnung 35, die die Kanten 36 und 37 aufweist, wobei die Faltkante 36 zum Abheften mit einem Heftlochstreifen 2 versehen werden soll. Die Blattware 35 wird zum Anbringen des Heftlochstreifens nun mit den Kanten 36 , 37 an die Anlagen 30 bzw. 29 angelegt.
In Figur 4 ist zum besseren Verständnis der Erfindung ein Heftlochstreifen-Bandmaterial 50 zur Bildung einzelner Heftlochstreifen 2 schematisch in einer Ansicht von oben dargestellt. Der Heftlochstreifen 2 weist Transportlöcher 43 auf, in die die stachelförmigen Zapfen 10 der Stachel- rolle 8 formschlüssig eingreifen. Der Heftlochstreifen 2 weist des Weiteren einen Klebestreifen 41 auf, der - bevor der Heftlochstreifen 2 mit der Blattware 35 in Verbindung gebracht wird - noch mit einer hier nicht gezeigten Schutz folie 21 bedeckt ist. Der Heftlochstreifen 2 weist des Weiteren Löcher 45 auf, die zum Abheften der mit dem Heftlochstreifen 2 versehenen Blattware 35 dienen sollen. Die Löcher 45 sind in den für die Größen A6, A5 oder A4 vorgesehenen Abständen im Heftlochstreifen 2 angebracht. Dabei besteht der Heftlochstreifen-Bandmaterial 50 aus Abschnit- ten 47, welche die einzelnen Heftlochstreifen 2 bilden und - aneinandergereiht - die Gesamtlänge des Heftlochstreifen-Bandmaterials 50 ergeben. Ist entsprechend der Anforderungen des Benutzers eine Zweifach- oder Vierfach-Lochung gewünscht, so werden ein oder zwei Abschnitte 47 bzw. Heftlochstreifen 2 für die Blattware 35 benötigt und durch eine entsprechende Vorschublänge der Stachelrolle 8 bereitgestellt. Dabei ist der Heftlochstreifen 2 derart vorbereitet, dass die Heftlöcher 45 jedes Segments 47 die
für die Zweifach- und Vierfach-Lochung erforderlichen Abstände aufweisen. Dabei weist jeder Abschnitt 47 zwei Paare von Heftlöchern 45 auf, wobei ein Heftloch 45 des Heftlochpaars für die Zweifachlochung und das andere Heftloch 45 für die Vierfachlochung vorgesehen ist. Bei einer Num- merierung der Heftlöcher 45 in Figur 4 von oben nach unten, beginnend mit Eins, sind das erste, dritte, sechste und achte Heftloch 45 für die Vierfachlochung und das zweite, vierte, fünfte und siebte Heftloch 45 für die Zwei- fachlochung vorgesehen.
Der Heftstreifenautomat 1 kann flexibel für verschiedene Lochanzahltypen und sowohl als Stand-Alone-Gerät als auch zum Einbau in einen Faltautomaten vorgesehen sein.
Die Figur 5 zeigt eine Draufsicht auf ein Halbzeug für die Herstellung von Heftlochstreifen 63 in der zweiten Ausführungsform, bestehend aus Heftlochstreifen-Bandmaterial 50 mit in Richtung der Längserstreckung in Wiederholungsein- heiten 60 aufeinanderfolgend eingebrachten Abheftlöchern 51 bis 58.
Das Halbzeug für die Herstellung von Heftlochstreifen 63 besteht aus einem Bandmaterial 64 aus Polymermaterial mit in Richtung der Längserstreckung in Wiederholungseinheiten 60 aufeinanderfolgend eingebrachten Abheftlöchern 51 bis 58. Diese haben einen Durchmesser von 5,5 mm und liegen im Abstand von 8 mm beabstandet zu einem Längsrand des Bandmaterials 64. Die Abheftlöcher 51 bis 58 sind in Wiederho- lungseinheiten 60 der Länge Ll von 268,8 mm auf dem Bandmaterial 64 angeordnet. Dabei ist der Abstand D der Abheftlöcher 51 bis 58 innerhalb der Wiederholungseinheit 60 nach Maßgabe einer Vierfach-Lochung 61 und zweier
Zweifach-Lochungen 62 eingerichtet, wobei die Länge Ll der Vierfach-Lochung 61 der Länge Ll der Wiederholungseinheit 60 und die Länge L2 der beiden Zweifach-Lochungen 62 jeweils genau die Hälfte der Länge Ll der Wiederholungsein- heit 60 betragen, nämlich L2 = 134,4 mm.
Die Wiederholungseinheit 60 umfaßt vier Paare 65 von Abheftlöchern 51 bis 58, wobei das erste, dritte, sechste und achte Abheftloch 51, 53, 56, 58 im Abstand von D = 80 mm für die Vierfach-Lochung 61 und wobei das zweite und vierte sowie das fünfte und siebte Abheftloch 52 und 54 bzw. 55 und 57 jeweils für zwei Zweifach-Lochungen 62 bestimmt sind. Der Abstand dl der Abheftlöcher 51 bis 58 eines Paares 65 von Abheftlöchern 51 bis 58 beträgt je- weils dl = 12,8 mm. Der Abstand d2 des ersten und des achten Abheftloches 51 bzw. 58 vom jeweils zugeordneten Ende 66 der Wiederholungseinheit 60 der Vierfach-Lochung 61 beträgt d2 = 14,4 mm. Die Mitte 67 der Wiederholungseinheit 60 trennt die beiden Zweifach-Lochungen 62 vonein- ander.
Das aus Polymermaterial ausgebildete Bandmaterial 64 umfaßt in der' Längsmitte im Abstand von 14 mm von der Längskante, welcher die Abheftlöcher 51 bis 58 zugeordnet sind, eine regelmäßig aufeinanderfolgende Anordnung von Transportlöchern 59 im Abstand d3 = 22,4 mm. Der Durchmesser der Transportlöcher 59 beträgt 3,2 mm. Die Transportlöcher 59 dienen dem Eingriff der Stachelwalze des Heftstreifenautomaten. Zwischen den Transportlöchern 59 und der ande- ren Längsseitenkante des Bandmateriales 64 ist ein doppelseitiges Klebeband 68 von etwa 10 mm Breite und einer Schutzfolie auf das Bandmaterial 64 von einer Gesamtbreite von b = 30 mm aufgeklebt.
Das Halbzeug für die Herstellung von Heftlochstreifen 63 kann mittels des Heftstreifenautomaten dem Schriftgut zugeführt werden, wobei für die Lochungsart Vierfach-Lochung 61 für das Format A 4 eine Gesamtwiederholungseinheit 60 des Bandmateriales 64 als Heftlochstreifen 63 abgeschnitten wird, wobei die Abheftlöcher 51, 53, 56, 58, die sich im Abstand D von 80 mm voneinander befinden, der Abheftung dienen. Die Abheftlöcher 51 bis 58 sind in Figur 5 fort- laufend von links nach rechts bezeichnet.
Sofern mittels des Heftstreifenautomaten ein Heftlochstreifen 63 mit der Lochungsart Zweifach-Lochung 62 zugeführt werden muß, erfolgt eine weitere Unterteilung der Wiederholungseinheit 60 im Bereich der Mitte 67 derart, daß die Abheftlöcher 52 bzw. 54 der in Figur 5 links der Mitte 67 dargestellten Zweifach-Lochung bzw. die Abheftlöcher 55 und 57 der in Figur 5 rechts der Mitte 67 dargestellten Zweifach-Lochung 62 Verwendung finden.
Bezugszeichenliste
Heftstreifenautomat
Heftlochstreifen
Heftstreifen-Vorratseinrichtung
Umlenkrolle
Rändelschraube
Führungseinrichtung
Stachelrolle
Zapfen
Andruckbügel
Stempel
Druckplatte
Messer
Stempelführung
Schutzfolie
Niederhalter , 25 Rolle
Motor
Steuereinrichtung
Auflagefläche , 30 Anlageschiene
Blattware , 37 Blattwaren-Kante
Klebestreifen
Transportloch
Heftloch
Abschnitt
Vorschubeinrichtung
Aufbringeinrichtung
Heftlochstreifen-Bandmaterial
58 Abheftlöcher Transportloch Wiederholungseinheit Vierfach-Lochung Zweifach-Lochung Heftlochstreifen Bandmaterial Paar Ende Mitte Klebeband