Adsorptionstrockner mit integriertem Vorfilter
Die Erfindung betrifft einen kaltregenerierten Adsorptionstrockner, dem über ein Vorfilter verunreinigte, feuchte Druckluft zu- und von dem sie getrocknet ab- und einem Verbraucher zuführbar ist, mit mindestens zwei mit einem Trockenmittel gefüllten Kammern, die mittels einer ein- und ausgangsseitigen Ventilsteuerung im Wechsel von Adsorption auf Regeneration umschaltbar sind, wobei die jeweils auf Regeneration geschaltete Kammer über eine Ausblasleitung, die von der Kammer unterhalb des Trockenmittels ausgeht, druckentlastbar ist.
Kaltregenerierte Adsorptionstrockner sind seit langem bekannt (Fachbuch: „Druckluftaufbereitung mit Microfilter und Adsorptionstrockner" von Werner Strauß-Zunker, 1. Auflage Januar 1996, ISBN 3-00-000388-6, Seiten 160 bis 169; EP 0 123 061 AI) . Der Vorteil solcher Trockner besteht darin, dass sie im Aufbau einfach sind. Sie benötigen im Gegensatz zu warmregenerierten Trocknern kein Heizsystem für die für die Regeneration benötigte Luft. Nachteilig ist allerdings, dass die Umschaltzyklen von Adsorption auf Regeneration vergleichsweise kurz sind. Um den Wirkungsgrad solcher Adsorptionstrockner zu verbessern, insbesondere um die Belastung des Trockenmittels mit Verunreinigungen, wie Feststoff- und Ölpartikel oder Kondensat in der zu trocknenden Druckluft vom Trockenmittel fernzuhalten, aber
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auch um die Reinheit der getrockneten Luft weiter zu verbessern, sind bei einem bekannten Trockner außerhalb der mit dem Trockenmittel gefüllten Kammern Vor- und Nachfilter vorgesehen. Solche Vor- und Nachfilter bedürfen von Zeit zu Zeit der Reinigung oder Erneuerung.
Darüber hinaus ist ein Adsorptionstrockner bekannt (DE 76 17 052 U, der in einem Gehäuse übereinander angeordnete Kammern aufweist. In der unteren Kammer sind ein sich über den gesamten Querschnitt der Kammer erstreckendes mechanisches Vorfilter und darüber das Adsorptionsmittel angeordnet . Aus dieser Behandlungskammer für feuchte Luft gelangt getrocknete Luft in die darüber angeordnete Kammer und von hier in die als Druckluftsammelbehälter dienende obere Kammer. Sobald der Druck im Druckluftsammelbehälter einen oberen Grenzwert erreicht hat, schaltet die Zufuhr von zu entfeuchtender Luft durch einen Verdichter ab, und eine Rückströmung findet statt. Dabei kommt es zu einer Regeneration des Adsorptionsmittels und einer Reinigung des mechanischen Vorfilters .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen kaltregenerierten Adsorptionstrockner der eingangs genannten Art sowohl hinsichtlich seines Wirkungsgrades zu verbessern, ihn möglichst wartungsfrei zu gestalten und ihm einen kompakten Aufbau zu verleihen.
Diese Aufgabe wird bei einem kaltregenerierten Adsorptionstrockner der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass in den Kammern unterhalb des Trockenmittels
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als Vorfilter und oberhalb des Trockenmittels als Nachfilter jeweils ein sich über den gesamten Querschnitt jeder Kammer erstreckendes, luftdurchlässiges Paket aus einem Verbund von Fasern, Fäden und/oder Draht integriert ist, wobei das Trockenmittel zwischen dem Vorfilter und dem Nachfilter festgelegt ist.
Durch die Integration des mechanischen Vor- und Nachfilters in jede Kammer und die Festlegung des Trockenmittels zwischen diesen Filtern ergibt sich ein kompakter Aufbau des Adsorptionstrockners. Sein Wirkungsgrad wird bei gleichzeitiger Verminderung der Wartung erhöht, weil der integrierte Vorfilter bei jeder Umschaltung von Adsorption auf Regeneration durch die bei Regeneration im Gegenstrom zur Adsorption hindurchstrδmende Luft gereinigt wird, indem vor allem bei schlagartiger Druckentspannung in der Kammer die abgeschiedenen Partikel mitgerissen werden. Gleichzeitig wird wegen der Druckentspannung die Temperatur in der Kammer und damit auch die des Vorfilters abgesenkt. Diese Temperaturabsenkung hat den Effekt, daß am Beginn der nächsten Adsorptionsphase ein Teil des in der zu entfeuchtenden Druckluft enthaltenen Wasserdampfes schon an dem gekühlten Vorfilter kondensiert. Dadurch wird das Trockenmittel entlastet. Da dieser Effekt nur in einer kurzen Phase unmittelbar nach Umschalten von Regeneration auf Adsorption auftritt, kann er verstärkt werden, wenn möglichst kurze Betriebszyklen gewählt werden, so daß sein Anteil an einem Zyklus größer wird. Der Effekt der Entlastung des Trockenmittels kann allerdings auch für längere Betriebszyklen ausgenutzt werden.
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Der Nachfilter sorgt dafür, dass trockene Feststoffpartikel in der getrockneten Luft zurückgehalten werden. Auch dieser Filter wird automatisch bei jeder Druckentlastung der Kammer für die Regeneration durch den Luftstrom in der Atmosphäre gereinigt. Durch die Festlegung des Adsorptionsmittels zwischen dem Vorfilter und dem Nachfilter, insbesondere durch Verpressung, wird verhindert, dass das in der Regel aus Granulat bestehende Trockenmittel aufgewirbelt wird und es zu einem die Standzeit und Reinheit der Luft beeinträchtigenden Abrieb kommt .
Die Wirksamkeit des Adsorptionstrockners kann weiter dadurch gesteigert werden, daß das Fäden- oder Drahtpaket insbesondere des Vorfilters adsorptionsfähiges Material umfaßt .
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Fäden- oder Drahtpaket ein Gewebe, Gestricke, Gewirke oder Geflecht. Das Paket sollte eine in Strömungsrichtung der Luft bei der Adsorption zunehmend feiner werdende Porosität haben. Diese Zunahme kann stufenlos aber auch dadurch erreicht werden, dass das Paket aus einzelnen Lagen verschiedener Porosität aufgebaut ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert, die einen kaltregenerierten Adsorptionstrockner in schematischer Darstellung zeigt.
Der kaltregenerierte Adsorptionstrockner weist zwei im Wechselbetrieb betriebene Kammern 1, 2 auf, die mit einem
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Trockenmittel 3, 4 gefüllt sind. In jeder Kammer 3, 4 ist unterhalb des Trockenmittels 1, 2 ein sich über den gesamten Querschnitt der Kammer 1, 2 erstreckender Vorfilter 5, 6 angeordnet, der aus mehreren Lagen eines Gewirkes, Gewebes, Gestrickes oder Geflechtes aus Draht besteht, das von unten nach oben eine zunehmend feinere Porosität aufweist. In entsprechender Weise ist in den Kammern 1, 2 oberhalb des Trockenmittels 3, 4 ein Nachfilter 7, 8 angeordnet, das ebenfalls einen mehrlagigen Aufbau hat. Auch in diesem Fall sollten die Poren von unten nach oben feiner werden.
An den Eintrittsseiten der beiden Kammern 1, 2 ist eine Ventilkombination aus einem Vierwegeumschaltventil 9 und einem zu einer Ausblasdüse 10 führenden Drosselventil 11 angeordnet. Je nach Schaltstellung des Umschaltventils 9 wird von einem Gebläse 12 der einen oder anderen Kammer 1, 2 mit Feuchtigkeit und Verunreinigungen, wie Feststoff- und/oder Olpartikel beladene Luft unter Druck zugeführt. In dem in der Zeichnung dargestellten Betriebszyklus ist dies die Kammer 1. Die zu reinigende und zu entfeuchtende Luft wird beim Passieren des Vorfilters 5 von Feststoff-, Öl- und Feuchtigkeitspartikeln gereinigt. Beim weiteren Passieren des Trockenmittels 1 wird die Luft entfeuchtet. Sofern in der dann trockenen Luft noch trockene Feststoffpartikel enthalten sind, werden sie von dem Nachfilter 7 zurückgehalten. In der Zeichnung ist der Unterschied zwischen der mit Feuchtigkeit und anderen Verunreinigungen beladenen Luft und der entfeuchteten gereinigten Luft durch dickere oder dünnere Punktierung verdeutlicht .
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An den Austrittsseiten der beiden Kammern 1, 2 ist eine weitere Ventilkombination angeordnet. Diese besteht aus zwei parallel liegenden, paarweise gegensinnig wirkenden Rückschlagventilen 13, 14 bzw. 15, 16 und einer Verbindungsleitung 17 mit einem Drosselventil 18, über die zwischen dem Rückschlagventilen 13, 14 bzw. 15, 16 eines jeden Paares angeordnete Verbindungsleitungen 19, 20 miteinander verbunden sind.
In dem dargestellten Betriebszyklus kann die gereinigte und entfeuchtete Luft über das offene Rückschlagventil 13 zu einem Verbraucher gelangen, in diesem Fall über einen Speicher 21, und ein Drosselventil 22. Außerdem kann die Luft über das Drosselventil 18 und das offene Rückschlagventil 16 zu der anderen Kammer 2 gelangen. Das Drosselventil 18 bewirkt dabei eine Aufteilung des entfeuchteten und gereinigten Mediums in einen Hauptstrom, der dem Speicher 21 zugeführt wird, und einen Teilstrom, der der Kammer 2 zugeführt wird. Der der Kammer 2 zugeführte Teilstrom der gereinigten und entfeuchteten Luft ist in der Zeichnung durch kleine leere Kreise dargestellt. Die entfeuchtete und gereinigte Luft wird beim Passieren des Trockenmittels 4 mit Feuchtigkeit beladen, was graphisch dadurch deutlich gemacht ist, dass die Kreise an der Austrittsseite der Kammer 2 gefüllt sind. Über das Ventil 9 und das Drosselventil 11 gelangt die dann mit Feuchtigkeit beladene Luft über eine Ausblasleitung 2a zu der Ausblasdüse 6.
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Eine Besonderheit bei der Erfindung besteht nun darin, dass in dem dargestellten Betriebszyklus die zu entfeuchtende und zu reinigende Luft vor dem Passieren des Trockenmittels 3 das integrierte Vorfilter 6 und nach dem Trocknen das integrierte Nachfilter 7 passiert. Dabei werden Feststoffpartikel sowohl am Vorfilter 5 als auch am Nachfilter 7 zurückgehalten. Am Vorfilter 5 werden allerdings auch Öltröpfchen und Wassertröpfchen zurückgehalten. In der ersten Phase der Adsorption kommt es sogar zu einer Kondensation der in der Luft enthaltenden Feuchtigkeit am Vorfilter 5, weil dieser Vorfilter 5 kühler als die unter Druck zugeführte zu entfeuchtende Luft ist. Dieser Effekt beruht darauf, dass nach dem Umschalten beispielsweise der Kammer 1 von Adsorption auf Regeneration die in der Kammer 1 zunächst unter Druck stehende Luft durch schnelles Öffnen des Umschaltventils 11 zur Ausblasleitung la und zur Ausblasdüse 10 die Luft in der Kammer 1 entspannt wird, was mit einer starken Abkühlung verbunden ist. Da die Luft dabei das Vorfilter 5 umgekehrt durchströmt, kühlt sie dieses ab, so dass es in der nächsten Phase der Adsorption kühler ist als die unter Druck zugeführte, zu entfeuchtende Luft. Es kommt also zu einer Kondensation der feuchten Luft an dem Vorfilter 5. Das bedeutet eine Entlastung des Trockenmittels 3. Ein weiterer Effekt ist mit der schlagartigen Entspannung der Luft in der Kammer 1 infolge der Umschaltung der Kammer 1 von Adsorption auf Regeneration verbunden. Die ausströmende Luft reißt nämlich Schmutzpartikel aus dem Nachfilter 7 und dem Vorfilter 6 mit und befördert sie in die Atmosphäre.
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