ö en-rachimgssfstem für den Betrieb wenigstens einer Energie- fübrungslcette
Die Erfindung betrifft ein Überwachungssystem für den Betrieb wenigstens einer Energieführungskette, die mehrere miteinander gelenkig verbundene Kettenglieder umfasst und zwischen zwei relativ zueinander beweglichen Anschlussstellen Schläuche, Kabel oder dergleichen führt. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Energieführungskette und eine Anschlussvorrichtung, die Bestandteil eines solchen Überwachungssystems sein können, sowie ein Kettenglied, in das ein solches Überwachungssystem zumindest teilweise integriert ist.
Wird beispielsweise eine Anschlussstelle der Energieführungskette bewegt, hat dies zur Folge, dass auch die Energiefüh- rungskette oder zumindest ein Teil der Energieführungskette bewegt wird. Eine Bewegung der Kette verursacht aufgrund Reibung und Trägheit immer eine der Bewegung entgegengesetzte Kraft. Insbesondere bei langen und schweren Energieführungsketten wie zum Beispiel für Lastkräne können diese Reibkräfte und Träg- heitskräfte erhebliche Ausmaße annehmen.
Durch Auslegung der Energieführungskette und der Führung für die Energieführungskette, wie zum Beispiel eine Führungsrinne mit Gleitschienen, durch die eine Energieführungskette ihrer- seits geführt wird, lassen sich die Reibkräfte beeinflussen.
Jedoch kann der Verschleiß von Energieführungskette, Führungsrinne oder Gleitschiene bei der Bewegung der Energieführungskette zu unerwartet hohen Reibkräften führen. Auch ist es möglich, dass die Energieführungskette der Bewegung einer An- Schlussstelle aufgrund eines Defekts oder eines Hindernisses
beispielsweise in der Führungsrinne nicht wie vorgesehen folgen kann, so dass in der Energieführungskette hohe Kräfte entstehen. Zu hohe Kräfte, Temperaturen oder über einen Sollwert hinausgehende Werte anderer maßgeblicher physikalischer Größen, wie sie auch immer beim Betrieb einer Energieführungskette verursacht werden, können einen ordnungsgemäßen Betrieb gefährden oder unmöglich machen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen sicheren Betrieb der Energieführungskette zu ermöglichen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Überwachungssystem für den Betrieb wenigstens einer Energieführungskette mit der Merkmalskombination des Anspruchs 1 gelöst. Das Überwachungs- System umfasst dabei wenigstens eine Messeinrichtung, die eine auf die Energieführungskette oder auf einen Teilbereich derselben wirkende Kraft und/oder eine andere physikalische Größe misst, eine Auswerteeinheit, die die Messwerte der Messeinrichtung mit einem vorbestimmten Sollwert vergleicht und ein Signal erzeugt, wenn die Messwerte außerhalb eines vorbestimmten Toleranzbereiches des Sollwertes liegen. Dabei kann einer intakten Energieführungskette und einem ordnungsgemäßen Betrieb einer Energieführungskette ein bestimmter Sollwert für die Kraft, Temperatur oder eine andere maßgebliche physikalische Größe zu- geordnet werden. Liegt im Betrieb der Energieführungskette der gemessene Wert innerhalb des Toleranzbereiches des entsprechenden Sollwertes, kann davon ausgegangen werden, dass die Energieführungskette intakt ist und der Betrieb ordnungsgemäß verläuft. Befindet sich hingegen der gemessene Wert außerhalb des Toleranzbereiches, muss von einer Störung oder von einem zu großen Verschleiß der Energieführungskette ausgegangen werden. In diesem Fall wird ein Signal erzeugt, das einen nicht ordnungsgemäßen Betrieb bzw. zu großen Verschleiß der Energieführungskette anzeigt.
Das erzeugte Signal kann zu einer Einrichtung übertragen werden, die aufgrund des ursprünglichen oder gegebenenfalls verarbeiteten Signals den Betriebszustand der Energieführungskette ändert. Somit führt eine zu hohe Kraft oder auch eine zu nied- rige Kraft automatisch zu einer Änderung des Betriebszustands der Energieführungskette. Beispielsweise kann der Betriebszustand der Energieführungskette durch die Verlangsamung der Bewegung einer Anschlussstelle geändert werden. Auch kann das zu der Einrichtung übertragene Signal zu einem Nothalt führen, bei dem die Bewegung der Anschlussstelle bzw. die Relativbewegung der Anschlussstellen gestoppt wird.
Vorzugsweise stellt der vorbestimmte Sollwert einen vorbestimm- ten Maximalwert für die gemessene Größe, z. B. die Kraft, dar. In diesem Fall würde sich der Toleranzbereich von einem Kraftwert gleich null bis zu dem Sollwert erstrecken. Somit würde ein Signal erzeugt werden, wenn die gemessene Kraft den vorbestimmten Maximalwert überschreitet.
Der vorbestimmte Sollwert und/oder vorbestimmte Toleranzbereich hängt vorzugsweise von der Position wenigstens einer beweglichen Anschlussstelle ab. Durch die Position der beweglichen Anschlussstelle ist bei ordnungsgemäßen Betrieb die Lage der mit der Anschlussstelle verbundenen Energieführungskette eindeutig festgelegt. Damit kann jeder Position der beweglichen Anschlussstelle eine bestimmte Lage der Energieführungskette zugeordnet werden, der wiederum aufgrund der vorgegebenen Führung der Energieführungskette eine bestimmte Reibungsstrecke mit zum Teil unterschiedlichen Reibungsbeiwerten zugeordnet werden kann. Dies bedeutet, dass auch bei ordnungsgemäßem Betrieb der
Energieführungskette je nach Lage oder Position der beweglichen Anschlussstelle mit unterschiedlichen Reibkräften zu rechnen ist, die der Bewegung der Energieführungskette entgegenwirken.
Wenn in einem Ausführungsbeispiel der vorbestimmte Sollwert und/oder der vorbestimmte Toleranzwert von der Position der beweglichen Anschlussstelle abhängt, wird der Auswerteeinheit neben dem gemessenen Kraftwert ein Wert zugeführt, durch den die Position der beweglichen Anschlussstelle bestimmt bzw. berechnet werden kann. In einem einfachen Fall wird der zurückgelegte Weg der Anschlussstelle von einem Bezugspunkt gemessen. Es ist aber auch möglich die Position durch andere Größen wie Zeit, Geschwindigkeit und Beschleunigung zu ermitteln.
Auch die absolute oder relative Breite und/oder die auf den Sollwert bezogene Lage des vorbestimmten Toleranzbereiches kann von der Position der Anschlussstelle abhängen. Dadurch ist beispielsweise die Möglichkeit gegeben, bei vergleichsweise hohen Sollwerten einen entsprechend breiten Toleranzbereich vorzugeben .
Durch ein Überwachungssystem kann die auf die Kette wirkende Kraft gemessen werden. Übersteigt dabei der Messwert einen vor- bestimmten Grenzwert, wird üblicherweise die Bewegung der beweglichen Anschlussstelle gestoppt, sodass ein weiterer Anstieg der Kraft und damit eine mögliche Beschädigung der Energieführungskette vermieden wird. Dabei wird in der Regel an der beweglichen Anschlussstelle die Kraft in Längsrichtung der Ener- gieführungskette gemessen. Diese resultierende Kraft am Ende der Energieführungskette entspricht der Summe der auf die einzelnen Kettenglieder wirkenden Einzelkräfte. Erzeugt daher ein Kettenglied aufgrund Beschädigung oder verstärkten Verschleißes eine erhöhte Reibung, wirkt sich dies auch auf die gemessene Kraft am Ende der Energieführungskette aus. Somit kann anhand der gemessenen Kraft am Ende der Energieführungskette sicher festgestellt werden, ob an einem beliebigen Kettenglied eine erhöhte Reibung durch Beschädigung oder Verschleiß vorliegt.
Um darüber hinaus auch feststellen zu können, welches Kettenglied für die erhöhte Kraft am Kettenende verantwortlich ist, kann ein Überwachungssystem vorgesehen sein mit einer ersten Messeinrichtung, die eine auf ein Kettenglied wirkende Kraft und/oder eine andere physikalische Größe an diesem Kettenglied misst, und mit wenigstens einer zweiten Messeinrichtung, die eine auf ein anderes Kettenglied wirkende Kraft und/oder eine andere physikalische Größe an diesem anderen Kettenglied misst, und mit einer Auswerteeinrichtung, die Messwerte der Messein- richtungen einliest, wenigstens einen Messwert einer Messeinrichtung mit dem jeweiligen Sollwert vergleicht und ein Signal erzeugt, wenn der Messwert außerhalb des Toleranzbereiches des jeweiligen Sollwertes liegt.
Beispielsweise kann die erste Messeinrichtung die auf ein Kettenendglied wirkende Kraft messen, während weitere Messeinrichtungen die Kräfte an unterschiedlichen Kettengliedern der Energieführungskette, beispielsweise im mittigen Bereich, messen. Aufgrund der Messwerte von den einzelnen Kettengliedern und durch Vergleich der einzelnen Messwerte untereinander kann festgestellt werden, in welchem Teilbereich der Kette sich ein Kettenglied befindet, das durch die Bewegung der Energieführungskette eine besonders hohe Reibung verursacht. Dadurch lässt sich ein möglicherweise beschädigtes Kettenglied schnel- 1er finden, da man aufgrund der Analyse der einzelnen Messwerte den Ort der Beschädigung schneller eingrenzen kann.
Vorzugsweise liefert jede Messeinrichtung einen Messwert, der mit dem jeweiligen Sollwert verglichen wird. Das Überwachungs- System kann dabei so konfiguriert werden, dass ein Signal erzeugt wird, wenn lediglich ein Messwert außerhalb seines Toleranzbereiches des entsprechenden Sollwertes liegt, während die Messwerte der anderen Messeinrichtungen innerhalb der entsprechenden Toleranzbereiche liegen.
Der jeweilige Sollwert und/oder der jeweilige Toleranzbereich kann von der Bewegungsrichtung wenigstens einer beweglichen Anschlussstelle abhängen. Durch die Abhängigkeit des Sollwertes von der Bewegungsrichtung wird sichergestellt, dass sich der Sollwert auch an der Wirkrichtung der der Bewegungsrichtung der Energieführungskette entgegenwirkenden Reib- beziehungsweise Trägheitskräften orientiert. Hierbei ist es notwendig, dass die Bewegungsrichtung der Anschlussstelle ermittelt wird und eine entsprechende Information der Auswerteeinheit zugeführt wird. In diesem Fall umfasst das Überwachungssystem ein Mittel zur Erfassung der Bewegungsrichtung der beweglichen Anschlussstelle.
Der jeweilige Sollwert und/oder der jeweilige Toleranzbereich kann nicht nur von der augenblicklichen Bewegungsrichtung der Anschlussstelle abhängen, sondern auch von der Bewegungsrichtung, in die sich die Anschlussstelle zuvor bewegt hat. Bewegt sich beispielsweise die Anschlussstelle in eine Richtung, ■ ird dann gestoppt, und schließlich weiter in die gleiche Richtung bewegt, werden sich ohne jegliche Zeitverzögerung die einzelnen
Kettenglieder der Energieführungskette ebenfalls in Bewegung setzen, weil die einzelnen Kettenglieder in der entsprechenden Bewegungsrichtung ohne Spiel in Längsrichtung der Energieführungskette aneinander anliegen. Wechselt hingegen nach einem Stopp der beweglichen Anschlussstelle die Bewegungsrichtung, tritt eine Bewegung der einzelnen Kettenglieder aufgrund des gegebenen Spiels zwischen den einzelnen Kettengliedern mit zeitlicher Verzögerung ein. Dies bedeutet aber auch, dass auch die an den einzelnen Kettengliedern gemessenen Kräfte erst mit zeitlicher Verzögerung gemessen werden. Diese zeitliche Verzögerungen können ebenfalls bei der Festlegung der Sollwerte und/oder Toleranzbereiche berücksichtigt werden.
Vorzugsweise weist die Auswerteeinheit einen Speicher auf, der die erfassten Messwerte speichert. Somit besteht die Möglich-
keit, anhand gespeicherter Messwerte einen allmählichen Verschleiß der Energieführungskette zu erkennen. Beispielsweise können bei der Inbetriebnahme der Energieführungskette die gemessenen Werte als Grundlage für die Festlegung der Sollwerte und/oder der Toleranzbereiche verwendet werden. Dabei werden in einem Probelauf die Messwerte erfasst und gespeichert. Diese dienen dann für den Normalbetrieb als Sollwerte.
Es ist auch möglich, dass nicht nur bei der Inbetriebnahme, sondern auch in gewissen Prüfabständen die dann derzeitigen Messwerte als Grundlage für neu einzustellende Sollwerte und/oder Toleranzbereiche verwendet werden. So kann eine zu sensible Abschaltung vermieden werden, wenn aufgrund moderaten Verschleißes der Energieführungskette die Reibkräfte zwar an- steigen, jedoch noch in einem tolerierbaren Bereich liegen.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird der Messwert der ersten Messeinrichtung als Grundlage für die Festlegung des Sollwerts und/oder des Toleranzbereiches des Messwerts der zweiten Messeinrichtung verwendet. Misst beispielsweise eine Messeinrichtung die Kraft, die an einem Kettenglied in der Mitte der Energieführungskette angreift, und eine Messeinrichtung die Kraft, die an der beweglichen Anschlussstelle auf das entsprechende Kettenendglied wirkt, so könnte die Hälfte des Mess- werts am Kettenendglied als Sollwert für den Messwert des in der Mitte befindlichen Kettengliedes dienen.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung kann das Überwachungssystem wenigstens einen Kraftaufnehmer zur Erfassung einer in einer Sollbewegungsrichtung, insbesondere Längsrichtung, der Energieführungskette auf diese oder einen Teilbereich derselben wirkenden Kraft umfassen. Der vorbestimmte Sollwert kann sich zumindest im Wesentlichen linear oder stetig gekrümmt mit einer Positionsänderung der Anschlussstelle oder eines Ket- tenteilbereichs, insbesondere eines Endbefestigungsteils, an-
dern. Mit der Positionsänderung der Anschlussstelle kann die Reibstrecke der Energieführungskette ansteigen, und mit dem Anstieg der Reibstrecke wächst dann die auf die Energieführungskette wirkende Summe der Reibkräfte proportional bzw. entspre- chend einer stetigen nicht linearen Funktion an. Somit orientiert sich auch hier der vorbestimmte Sollwert an der rechnerischen bzw. zu erwartenden Summe der durch die Bewegung der E- nergieführungskette verursachten Reibkräfte.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Kraftaufnehmer mit einem Ende mit einem Endbefestigungsteil oder einem Kettenglied eines beweglichen Endbereichs der Energieführungskette verbunden, wobei diese Verbindung die Kräfte von dem Endbefestigungsteil bzw. von dem Kettenglied auf den Kraftaufnehmer ü- berträgt . Somit misst der Kraftaufnehmer die auf das Endbefestigungsteil oder den Kettenendbereich der Energieführungskette wirkende Kraft. Somit werden aufgrund des Actio-Reactio- Prinzips die Summe aller Reibkräfte und Trägheitskräfte durch den Kraftaufnehmer als Resultierende erfasst, die bei der Bewe- gung der Energieführungskette auf diese wirken.
Der Kraftaufnehmer kann mit einem zweiten Ende mit einem Mitnehmer eines beweglichen Verbrauchers Kräfte übertragend verbunden sein, wodurch ein Kraftfluss von dem Mitnehmer auf das Endbefestigungsteil oder auf das Kettenglied des beweglichen Endbereichs der Energieführungskette gegeben ist.
Vorzugsweise ist der Kraftaufnehmer außerhalb der Energieführungskette und in Verlängerung derselben angeordnet. Durch die Lage des Kraftaufnehmers außerhalb der Energieführungskette wird die Führung der in der Energieführungskette befindlichen Schläuche, Kabel oder dergleichen nicht beeinträchtigt. Die Lage des Kraftaufnehmers in Verlängerung der Energieführungskette stellt sicher, die in Längsrichtung der Energieführungskette wirkenden Kräfte momentenfrei am Kraftaufnehmer vorliegen.
Vorzugsweise sind das Endbefestigungsteil oder der bewegliche Endbereich der Energieführungskette und der Mitnehmer über eine Linearführung miteinander verbunden, die eine Linearbewegung in Kettenlängsrichtung ermöglicht. Dadurch ergibt sich für den Kraftaufnehmer, der hinsichtlich des Kraftflusses zwischen dem Endbefestigungsteil der Energieführungskette und dem Mitnehmer geschaltet ist, in Kettenlängsrichtung für den Betrieb einer Kraftmessdose notwendiges Spiel.
Alternativ kann ein für den Kraftaufnehmer vorzusehendes Spiel auch dadurch erreicht werden, dass das Endbefestigungsteil oder der Endbereich der Energieführungskette mit dem Mitnehmer durch eine den Endbefestigungsteil oder den Endbereich und den Mit- nehmer beabstandende Hebelanordnung verbunden ist, wobei die Hebelanordnung eine begrenzte Relativbewegung von Endbefestigungsteil und Mitnehmer in Längsrichtung der Energieführungskette zulässt. Eine derartige Verbindung weist den Vorteil auf, dass ein Verkanten zwischen Endbefestigungsteil/Endbereich und Mitnehmer nicht möglich ist und dass eine Reibung zwischen den derart verbundenen Teilen klein gehalten werden kann. Dadurch misst der Kraftaufnehmer die Kraft, die der Zug- bzw. Schubkraft entspricht, die auf das Endbefestigungsteil bzw. auf den Endbereich der Energieführungskette wirkt.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Mitnehmer zumindest quer zur Kettenlängsrichtung schwimmend gelagert.
Für das erfindungsgemäße Überwachungssystem kann eine An- Schlusseinrichtung zur Verbindung einer Energieführungskette mit einem beweglichen Verbraucher eingesetzt werden. Diese Anschlusseinrichtung weist einen Kraftaufnehmer mit einem ersten und zweiten Ende, ein erstes Verbindungsstück zur Verbindung des ersten Endes des Kraftaufnehmers mit einer Energieführungs- kette, insbesondere mit einem Endbefestigungsteil, und ein
zweites Verbindungsstück zur Verbindung des zweiten Endes des Kraftaufnehmers mit einem Mitnehmer für einen beweglichen Verbraucher auf.
Vorzugsweise weist das erste Verbindungsstück einen Befestigungsbereich für den Endbefestigungsteil der Energieführungskette und einen Unterstützungsbereich zur Unterstützung wenigstens eines sich an das Endbefestigungsteil anschließenden Kettengliedes auf. Das erste Verbindungsstück kann mit Zugentlas- tungen für die durch die Energieführungskette geführten Leitungen, Kabel oder dergleichen versehen sein. Die Zugentlastungen verhindern, dass die Leitungen, Kabel oder dergleichen in der Energieführungskette Zug- bzw. Druckkräften ausgesetzt sind.
Die Anschlussvorrichtung weist vorzugsweise ein erstes Verbindungsstück mit einer Durchbrechung auf, durch welche eine Ankupplungseinrichtung durchtritt, die auf einer Seite der Durchbrechung mit dem Mitnehmer eines beweglichen Verbrauchers und auf der anderen Seite der Durchbrechung mit dem zweiten Verbin- dungsstück verbunden oder an diesem befestigt ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind das Endbefestigungsteil der Energieführungskette und/oder das erste Verbindungsstück mit einer seitlichen Führungseinrichtung mit dem zweiten Verbindungsstück und/oder der Ankupplungseinrichtung verbunden.
Eine herkömmliche Energieführungskette mit mehreren miteinander gelenkig verbundenen Kettengliedern zur Führung von Schläuchen, Kabeln oder dergleichen zwischen zwei relativ zueinander beweg- liehen Anschlussstellen, die unter Ausbildung eines Untertrums, eines Umlenkbereiches und eines oberhalb des Untertrums angeordneten, insbesondere auf diesem geführten Obertrum ablegbar ist, kann für das erfindungsgemäße Überwachungssystem eingesetzt werden, wenn die Energieführungskette eine Messeinrich- tung umfasst, die eine auf die Energieführungskette oder auf
einen Teilbereich derselben wirkende Kraft und/oder eine andere physikalische Größe misst.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass we- nigstens zwei Kettenglieder jeweils eine Messeinrichtung umfassen, eine auf das jeweilige Kettenglied wirkende Kraft und/oder eine andere physikalische Größe an dem Kettenglied misst.
Beispielsweise kann sich ein Kettenglied mit einer Messeinrich- tung an der beweglichen Anschlussstelle und ein Kettenglied mit einer anderen Messeinrichtung in der Mitte der Energieführungskette befinden. Bei dieser Anordnung kann zum einen die auf die gesamte Energieführungskette wirkende Kraft und zum anderen die Kraft erfasst werden, die auf das entsprechende Kettenglied in der Mitte der Energieführungskette wirkt. Diese gemessenen Kraftwerte ermöglichen eine differenzierte Aussage über die beiden Teilbereiche der Kette.
Vorteilhafterweise umfasst bei der erfindungsgemäßen Energie- führungskette eine Messeinrichtung ein Dehnungsmessstreifen. Dieser kann in einem Bauteil des Kettengliedes eingegossen sein oder in einer Aussparung im Kettenglied eingesetzt sein.
Die Erfindung betrifft auch ein Kettenglied für eine Energie- führungskette, die zwischen zwei relativ zueinander beweglichen
Anschlussstellen Schläuche, Kabel und/oder dergleichen führt, wobei das Kettenglied gelenkig mit einem anderen Kettenglied verbunden werden kann. Das Kettenglied zeichnet sich dadurch aus, dass es eine Messeinrichtung umfasst, mit der eine auf das Kettenglied wirkende Kraft und/oder eine andere physikalische
Größe an dem Kettenglied gemessen werden kann.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Kettenglieds umfasst die Messeinrichtung wenigstens einen Deh- nungsmessstreifen . Mit dem Dehnungsmessstreifen kann die Deh-
nung in dem Kettenglied gemessen werden, die durch Krafteinwirkung auf das Kettenglied verursacht wird. Daraus kann unter Berücksichtigung des Elastizitätsmoduls und der Geometrie des Kettenglieds die auf das Kettenglied wirkende Kraft bestimmt werden. Die Messeinrichtung kann auch mehrere Dehnungsmessstreifen umfassen, die an verschiedenen Stellen am Kettenglied angebracht sein können.
Ein Vorteil von Dehnungsmessstreifen besteht darin, dass sie vergleichsweise wenig Platz benötigen und den für die Schläuche oder Kabel benötigten Raum nicht unnötig einschränken.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Dehnungsmessstreifen in einer Seitenlasche des Kettenglieds angeordnet. Bei diesem Ausführungsbeispiel umfasst das Kettenglied zwei zueinander beabstandete Seitenlaschen, die über wenigstens einen Quersteg miteinander verbunden sind. Die Seitenlaschen des Kettenglieds nehmen, wenn das Kettenglied mit anderen Kettengliedern zu einer Kette zusammengesetzt wird, die in Längswirkung der Energieführungskette wirkenden Kräfte auf. Dies führt in den Seitenlaschen der Kettengliedern zu Verformungen, die von dem Dehnungsmessstreifen gemessen werden können. Zu beachten ist, dass die Dehnungsmessstreifen entsprechend der Richtung der zu messenden Kraft ausgerichtet sind.
Die Messeinrichtung kann wenigstens zum Teil in einem Bauteil des Kettenglieds eingegossen sein. Beispielsweise lässt sich so ein Dehnungsmessstreifen vor Schmutz und anderen äußeren Einwirkungen wirkungsvoll schützen, in dem es vollständig in einem Bauteil des Kettenglieds eingegossen ist.
Die Messeinrichtung kann einen Einsatz umfassen, mit dessen Hilfe die Messeinrichtung beim Gießen des Bauteils des Kettenglieds in einer gewünschten Position gehalten werden kann. Sind beispielsweise Position und Ausrichtung eines Dehnungsmess-
streifen nicht eindeutig festgelegt, sind die mit dem Dehnungsmessstreifen ermittelten Werte nicht brauchbar.
Der Einsatz kann eine Steckverbindung aufweisen. In diese Steckverbindung können beispielsweise ein oder mehrere Stifte eines Werkzeuges greifen, das den Einsatz mit der Messeinrichtung in einer Gussform für das Bauteil der Messeinrichtung fixiert und ein Wegschwemmen beim Gießen verhindert.
Der Einsatz kann auch als Schmelzeinsatz ausgebildet sein. Beim Gießen des Bauteils des Kettenglieds verbindet sich das Material des Schmelzeinsatzes mit dem Gussmaterial für das Bauteil beziehungsweise geht mit dem Gussmaterial eine Verbindung ein.
Eine andere vorteilhafte Möglichkeit, die Messeinrichtung an einem Bauteil des Kettenglieds zu befestigen, besteht darin, die Messeinrichtung in eine Aussparung einzusetzen. Durch beispielsweise Harz oder Kunststoff lässt sich die in der Aussparung befindliche Messeinrichtung abdecken. Auch kann die Aus- sparung mit wenigstens einer Hintergreifung ausgestattet sein, so dass eine Abdeckung in Form eines Clips möglich ist.
In einer weiteren bevorzugten Ausbildung der Erfindung kann die Messeinrichtung einen Kraftaufnehmer zur Erfassung einer Kraft in Längsrichtung der Energieführungskette aufweisen. Der Kraftaufnehmer kann dabei mit einem Endbefestigungsteil oder mit einem Endbereich der Energieführungskette verbunden sein. Vorzugsweise ist der Kraftaufnehmer an einem Ende der Energieführungskette angeordnet.
Der Kraftaufnehmer kann mit einem ersten Ende mit einem Endbefestigungsteil der Energieführungskette verbunden sein, wobei der Kraftaufnehmer mit einem zweiten Ende mit einem Mitnehmer eines beweglichen Verbrauchers verbunden werden kann.
Vorzugsweise ist der dem Kraftaufnehmer vorgelagerte Bereich mittels einer seitlichen Führung an dem dem Kraftaufnehmer nachgelagerten Bereich geführt.
Anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen wird die Erfindung näher beschrieben. Dabei zeigen
Figur la eine erfindungsgemäße Energieführungskette;
Figur 2a in schematischer Weise ein Überwachungssystem mit einem vereinfachten mechanischen Modell für die Energieführungskette sowie ein Diagramm von Sollwerten in Abhängigkeit eines Verfahrwegs;
Figur 3a eine Seitenlasche eines Kettenglieds der Energieführungskette mit einem Dehnungsmessstreifen sowie einer vergrößerten Darstellung des Dehnungsmessstreifens;
Figur 4a die Seitenlasche der Figur 3 als Schnitt in der Draufsicht sowie eine vergrößerten Teildarstellung der Seitenlasche mit einer Aussparung;
Figur 5a eine vergrößerte Teildarstellung der Seitenlasche entsprechend der Figur 4 mit einer anderen Ausfüh- rungsform für die Aussparung;
Figur 6a eine vergrößerte Teildarstellung der Seitenlasche entsprechend der Figur 4, wobei der Dehnungsmessstreifen komplett umspritzt ist;
Figur 7a eine vergrößerte Teildarstellung der Seitenlasche entsprechend der Figur 4, wobei der Dehnungsmessstreifen einen Einsatz zur Fixierung umfasst; und
Figur 8a eine vergrößerte Teildarstellung der Seitenlasche entsprechend der Figur 4, wobei der Dehnungsmessstreifen einen Schmelzeinsatz umfasst.
Figur lb ein erfindungsgemäßes Überwachungssystem in schematischer Ansicht mit einem Diagramm für einen vorbestimmten Sollwert und einem vorbestimmten Toleranzwert;
Figur 2b eine erste Anschlusseinrichtung zur Verbindung einer Energieführungskette mit einem beweglichen Verbraucher; und
Figur 3b ein zweite Anschlusseinrichtung zur Verbindung einer Energieführungskette mit einem beweglichen Verbraucher.
Figur la zeigt eine Energieführungskette 1, die eine feste An- schlusssteile 2 und eine bewegliche Anschlussstelle 3 aufweist. An der beweglichen Anschlussstelle 3 kann die Energieführungskette 1 mit einem beweglichen Verbraucher (nicht dargestellt) verbunden werden.
Der festen Anschlussstelle 2 schließt sich ein gerader Kettenabschnitt an, der Untertrum genannt wird und mit 4a bezeichnet wird. Der Untertrum 4a geht über einen Umlenkbereich 5a der E- nergieführungskette 1 in einen Obertrum 6a über, der zumindest teilweise (hier nicht dargestellt) auf dem Untertrum 4a bezie- hungsweise auf Gleitschienen einer Führungsrinne gleitend gelagert ist. Der Obertrum 6a ist mit der beweglichen Anschlussstelle 3 verbunden.
Die Energieführungskette umfasst eine Vielzahl von Kettenglie- dern, von denen einige Kettenglieder 7a bis 7e dargestellt
sind. Die Kettenglieder 7a und 7e sind als Kettenendglieder ausgebildet, während die Kettenglieder 7b bis 7d sich an verschiedenen Stellen der Energieführungskette 1 befinden.
Bewegt sich die bewegliche Anschlussstelle 3 in die Richtung des Pfeils 8a, werden zumindest die Kettenglieder 7e und 7d, also Kettenglieder im Obertrum 6a, in Längsrichtung der Energieführungskette auf Zug beansprucht, da die Führung des Obertrums 6a nicht reibungsfrei ist. Auch werden im Umlenkbereich 5a Kettenglieder bei der Bewegung der beweglichen Anschlussstelle gegeneinander verschwenkt, was ebenfalls reibungsbehaftet ist und die Zugspannung im Obertrum erhöhen dürfte. Da je nach Position der beweglichen Anschlussstelle 3 die Länge des Obertrums 6a unterschiedlich ist und damit auch die Anzahl der Ket- tenglieder, die reibungsbehaftet entlang des Untertrums 4a oder einer Führungsschiene gleiten, stellen sich bei der Bewegung der beweglichen Anschlussstelle 3 unterschiedlich große Kräfte in den einzelnen Kettengliedern ein. Eine auf ein Kettenglied wirkende Kraft kann jeweils durch eine Messeinrichtung 9b bis 9e gemessen werden.
Figur 2a zeigt ein vereinfachtes mechanisches Modell für die Energieführungskette 1 mit den einzelnen Kettengliedern 7c, 7d, 7e . An Kettenglied 7e ist ein beweglicher Verbraucher 10a ange- schlössen, der durch die in der Energieführungskette 1 geführten Kabel, Schläuche oder dergleichen (nicht dargestellt) versorgt wird. An das Kettenglied 7c schließen sich weitere, nicht dargestellte Kettenglieder an, wie beispielsweise die Kettenglieder 7a und 7b an, die aber der Einfachheit halber in Figur 2a nicht dargestellt werden. Bewegt sich der beweglicher
Verbraucher 10a in die Bewegungsrichtung entsprechend des unter dem Verbraucher 10a dargestellten Pfeil 11a, werden die einzelnen Kettenglieder, wie oben bereits ausgeführt, aufgrund der der Bewegung entgegengesetzten Reibkräfte 12a auf Zug bean- sprucht.
Die Messeinrichtung 9c, 9d, 9e messen die jeweils auf die entsprechenden Kettenglieder wirkende Kraft Fc, Fd und Fe in Längsrichtung der Energieführungskette 1. Die Messwerte Fc, Fd und Fe werden einer Auswerteeinheit 13a zugeführt, die die Messwerte mit zuvor bestimmten Sollwerten Sc, S und Se vergleicht. Des weiteren wird der Auswerteeinheit 13 ein Wert bezüglich des Verfahrweges 14a des Verbrauchers 9 zugeführt.
Die Sollwerte sind in dem Diagramm der Figur la über dem Ver- fahrweg 14a des beweglichen Verbrauchers 10a aufgetragen. Mit größer werdendem Verfahrweg 14a steigen die Sollwerte Sc, Sa und Se an, da in diesem Beispiel mit dem Verfahrweg 14a die Anzahl der Kettenglieder der Energieführungskette 1 wächst, deren Bewegung in beispielsweise einer Führungsrinne Reibung erzeugt.
Unter der Annahme, dass beispielsweise das Kettenglied 7e aufgrund eines erhöhten Verschleißes eine sehr starke Reibung verursacht, wird der gemessene Kraftwert Fe außerhalb des Tole- ranzbereiches des Sollwerts Se liegen, während die Messwerte Fc und Fd innerhalb des vorbestimmten Toleranzbereiches liegen. Aufgrund der unzulässigen Abweichung von Fe kommt es zu beispielsweise einer Abschaltung der Bewegung der Energieführungskette. Da die Kräfte Fc und Fd nicht unzulässig von ihren Soll- werten abgewichen sind, kann die Abschaltung nur durch Kettenglied 7e verursacht sein. Das erfindungsgemäße Überwachungssystem ermöglicht anhand der an unterschiedlichen Stellen der E- nergieführungskette 1 gemessenen Werte damit eine schnellere Lokalisierung eines schadhaften oder verschleißten Ketten- glieds.
Figur 3a zeigt eine Seitenlasche 15a eines Kettenglieds einer
Energieführungskette. Die Seitenlasche 15a bildet mit einer zweiten, parallel ausgerichteten Seitenlasche (nicht dar- stellt) und mit wenigstens einem Quersteg (nicht dargestellt),
der den Abstand der beiden Seitenlaschen zueinander bestimmt, im wesentlichen das Kettenglied. In Längserstreckung 16a der Seitenlasche 15a würden sich im Verbund einer Energieführungskette dann die Seitenlaschen benachbarter Kettenglieder an- schließen.
Die Seitenlasche 15a umfasst einen Dehnungsmessstreifen 17a, der in Richtung der Längserstreckung 16a der Seitenlasche 15a ausgerichtet ist. Mit dem Dehnungsmessstreifen 17a lassen sich somit die Kräfte in Längsrichtung der Energieführungskette 1 bestimmen. Wie der Figur 4a, die die Seitenlasche 15a im Schnitt in der Draufsicht zeigt und eine Vergrößerung eines Teils der Seitenlasche 15a beinhaltet, zu entnehmen ist, ist der Dehnungsmessstreifen 17a in einer Aussparung 18a der Sei- tenlasche 15a angeordnet. Die Aussparung 18a ist durch eine Abdeckung 19a ausgefüllt, die durch Ausspritzen der Aussparung mit Kunststoff, Harz oder dergleichen entstehen kann.
Entsprechend Figur 5a kann die Aussparung 18a Hinterschneidun- gen 20a aufweisen, so dass ein entsprechend ausgebildeter Be- festigungsclip 21a als Abdeckung oder Schutz des Dehnungsmess- streifens 17a fungieren kann.
Eine andere Möglichkeit, den Dehnungsmessstreifen 17a sicher und geschützt in der Seitenlasche 15a anzuordnen, zeigt Figur 6a. Der Dehnungsmessstreifen 17a ist komplett von dem Material der Seitenlasche 15a umspritzt.
Um den Dehnungsmessstreifen 17a in der Gussform für die Seiten- lasche zu fixieren, umfasst gemäß des Ausführungsbeispiels der
Figur 7a der Dehnungsmessstreifen einen Einsatz 22a mit zwei beabstandeten Vorsprüngen 23a, die jeweils eine Bohrung 24a umfassen. In diese Bohrungen 24a kann jeweils ein Steg 25a eines Haltewerkzeugs gesteckt werden, so dass der Dehnungsmessstrei- fen beim Gießen in Position gehalten wird. Nach Beendigung des
Gießvorgangs können die Stege 25a des Haltewerkzeugs wieder aus dem Einsatz 22a herausgezogen werden.
Figur 8a zeigt einen Dehnungsmessstreifen 17a mit einem Schmelzeinsatz 27a. Beim Gießen der Seitenlasche 15a verbindet sic das Material des Schmelzeinsatzes 27a mit dem Gussmaterial für die Seitenlasche bzw. bildet mit dem Gussmaterial einen feste Verbund.
Figur lb zeigt eine Energieführungskette 1, die eine feste Anschlussstelle 2 und eine bewegliche Anschlussstelle 3 aufweist. An der beweglichen Anschlussstelle 3 ist die Energieführungskette 1 mit einer Anschlusseinrichtung 4b verbunden, an die sich ein Verbraucher anschließen lässt. An die feste Anschluss- stelle 2 schließt sich ein gerader Kettenabschnitt an, der Untertrum genannt wird und mit 5b bezeichnet wird. Der Untertrum 5b geht über einen Umlenkbereich 6b der Energieführungskette 1 in ein Obertrum 7b über, der zumindest teilweise auf dem Untertrum 5b bzw. auf Gleitschienen einer nicht dargestellten Führungsrinne gleitend gelagert ist. Der Obertrum 7c ist mit der beweglichen Anschlussstelle 3 der Anschlusseinrichtung 4b verbunden .
Die Anschlusseinrichtung 4b umfasst ein in der Fig. lb nicht dargestellten Kraftaufnehmer 8b (siehe Fig. 2b oder Fig. 3b). Dieser Kraftaufnehmer 8b misst eine Kraft, die in Längsrichtung der Energieführungskette 1 an dem an der Anschlusseinrichtung 4b angeschlossenen Ende der Energieführungskette 1 wirkt. Der Kraftaufnehmer 8b leitet ein dem gemessenen Kraftwert entspre- chendes Signal an die Auswerteeinheit 9b, die in diesem Ausführungsbeispiel als Rechner ausgebildet ist. Die Auswerteeinheit 9b umfasst einen Speicher zur Abspeicherung eines Sollwerts 10b. Dieser Sollwert 10b kann in Abhängigkeit eines Verfahrwe- ges 11b der Anschlusseinrichtung 4b unterschiedliche Werte an- nehmen. Das in der Fig. 1 gezeigte Diagramm zeigt eine lineare
Abhängigkeit zwischen dem Sollwert 10b und dem Verfahrweg 11b. Es sei an dieser Stelle betont, dass die Abhängigkeit zwischen Sollwert 10b und Verfahrweg 11b beliebig gewählt werden kann.
Der Auswerteeinheit 9b wird auch eine Information zugeführt, durch die die Position der Anschlusseinrichtung 4b ermittelt oder berechnet werden kann. Dadurch ist ein Vergleich des Sollwerts 10b mit der gemessenen Kraft im Kraftaufnehmer 8b in Abhängigkeit der Position der Anschlusseinrichtung 4b möglich.
Aus dem Diagramm der Fig. lb lässt sich des weiteren entnehmen, dass der Sollwert 10b nicht nur von dem Verfahrweg 11b oder der Position der Anschlusseinrichtung 4b abhängt, sondern auch von der Bewegungsrichtung des Verbrauchers 4b. Während die im Dia- gramm oben verlaufene Gerade den Sollwert in Bewegungsrichtung 12b darstellt, stellt die untere Gerade den Sollwert für die Bewegungsrichtung 13b dar.
Das Diagramm der Fig. lb zeigt einen Toleranzbereich 14b für den jeweiligen Sollwert 10b. In dem hier ausgeführten Ausführungsbeispiel liegt der Sollwert 10b jeweils in der Mitte des Toleranzbereiches 14b, wobei der Toleranzbereich 14b jeweils eine konstante Breite aufweist. Sowohl die Lage des Toleranzbereiches 14b im Bezug zum Sollwert als auch die Breite des Tole- ranzbereiches 14b kann von dem Verfahrweg 11b bzw. von der Position der beweglichen Anschlussstelle 3b und/oder von der Bewegungsrichtung 12b, 13b abhängen.
Liegt beispielsweise bei einer Bewegung der Anschlusseinrich- tung 4b in Richtung 13b der gemessene Kraftwert außerhalb des Toleranzbereiches 14b der obigen Gerade im Diagramm, erzeugt die Auswerteeinheit 9b ein Signal. Dieses Signal kann den Betriebszustand der Energieführungskette ändern, beispielsweise dadurch, dass die Bewegung der Anschlusseinrichtung 4b verlang- samt oder gestoppt wird.
Ferner kann eine Speichereinrichtung (nicht gezeigt) mit einer Wiedergabeeinrichtung vorgesehen sein, mittels derer die gemessenen Werte, gegebenenfalls mit den Sollwerten und den Tole- ranzwerten, über eine Zeitdauer des Betriebs der Kette gespeichert und gegebenenfalls bearbeitet, und wiedergegeben werden können .
Fig. 2b zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine Anschlussein- richtung 4b zur Verbindung einer Energieführungskette 1 mit einem beweglichen Verbraucher. Der bewegliche Verbraucher wird an einem Flansch 15b an der Anschlusseinrichtung 4b befestigt. Die Anschlusseinrichtung 4b weist ein Verbindungsstück 16b auf, das durch eine Schraubverbindung 17b mit einem ersten Ende 18b des Kraftaufnehmers 8b verbunden ist. Ein zweites Ende 19b des Kraftaufnehmers 8b ist über eine Schraubverbindung 20b an einem zweiten Verbindungsstück 21b befestigt. Da die Verbindungsstücke 16b, 21b über eine Linearführung gleitend miteinander verbunden sind und die Schraubverbindungen 17b, 20b durch Langlö- eher greifen, ergibt sich ein Kraftfluss von dem zweiten Verbindungsstück 21b über den Kraftaufnehmer 8b zu dem ersten Verbindungsstück 16b.
Das erste Verbindungsstück 16b weist einen Befestigungsbereich 23b auf, an dem ein Endbefestigungsteil der Energieführungskette 1 befestigt werden kann. Dem Befestigungsbereich 23b schließt sich ein Unterstützungsbereich 24b an, das wenigstens ein Kettenglied der Energieführungskette trägt, das sich an das Endbefestigungsteil der Energieführungskette anschließt. Somit ermöglicht die Anschlusseinrichtung der Fig. 2b, dass der
Kraftaufnehmer 8b die an dem Endbefestigungsteil der Energieführungskette 1 angreifende Kraft misst.
Rollen 25b ermöglichen eine in Bahnen geführte Bewegung der An- Schlusseinrichtung 4b Des weiteren umfasst die Anschlussein-
richtung 4b Zugentlastungen 26b, durch die eine Zugspannung den Kabeln, Schläuchen oder dergleichen verhindert werden soll, die durch die Energieführungskette geführt werden.
Fig. 3 zeigt eine weitere Anschlusseinrichtung 27b. Im Gegensatz zu der Anschlusseinrichtung 15b der Fig. 2b sind das erste Verbindungsstück 17b und das zweite Verbindungsstück 22b nicht über eine Linearführung miteinander verbunden, sondern durch eine Hebelanordnung 28b verbunden, die eine begrenzte Relativ- bewegung bzw. ein seitliches Verschieben von erstem Verbindungsstück 17b und zweitem Verbindungsstück 22b zulässt. Auch bei dieser Anschlusseinrichtung 27b erfolgt der Kraftfluss entlang des ersten Verbindungsstücks 17b über den Kraftaufnehmer 8b zu dem zweiten Verbindungsstück 22b.
ü en-jachαngssjstem für den Betrieb wenigstens einer Energieführungskette
Bezugsseichenliste
1 Energieführungskette Feste Anschlussstelle Bewegliche Anschlussstelle 4a Untertrum
5a Umlenkbereich 6a Obertrum
7a bis 7e Kettenglied
8a Pfeil
9a bis 9e Messeinrichtung
10a Beweglicher Verbraucher 11a Pfeil
12a Reibkraft
13a Auswerteeinheit
14a Verfahrweg
15a Seitenlasche 16a Längserstreckung
17a Dehnungsmessstreifen
18a Aussparung
19a Abdeckung
20a Hinterschneidung 21a Befestigungsclip
22a Einsatz
23a Vorsprung
24a Bohrung
25a Steg 26a Haltewerkzeug
7a Schmelzeinsatz
b Anschlusseinrichtung b Untertrum b Umlenkbereich b Obertrum b Kraftaufnehmer b Auswerteeinheit 0b Sollwert 1b Verfahrweg 2b Bewegungsrichtung 3b Bewegungsrichtung 4b Toleranzbereich 5b Flansch 6b erstes Verbindungsstück 7b Schraubverbindung 8b erstes Ende 9b zweites Ende 0b Schraubverbindung 1b zweites Verbindungsstück 2b Langloch 3b Befestigungsbereich 4b Unterstützungsbereich 5b Rollen 6b Zugentlastung 7b Anschlusseinrichtung 8b Hebelanordnung