„Vorrichtung zum Reinigen und/oder Entgraten von Werkstücken"
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen und/oder Entgraten von Werkstücken, insbesondere von Gussteilen, mit einer mindestens ein Werkzeug umfassenden Bearbeitungseinrichtung zum Entfernen überschüssigen Materials.
Vorrichtungen zum Reinigen und/oder Entgraten von Werkstücken, insbesondere von Gussteilen, aber auch von Kernen aus Kernschießanlagen, sind aus der Praxis insoweit bekannt, als man bislang überschüssiges Material bzw. Grate per Handarbeit entfernt hat, so beispielsweise mittels Handschleifmaschinen, die letztendlich die Bearbeitungseinrichtung gebildet haben. Die Entgratung ist gerade bei Werkstücken mit unstetigen Übergängen aufwendig, wie dies beispielsweise bei Kurbelwellen der Fall ist. Nicht selten werden dem Gießen nachgeschaltete Bearbeitungsstationen arbeitsintensiv im Dreischicht-Betrieb geführt.
Bei dem Entfernen von Formmaterial, so beispielsweise beim Entgraten, ist wesentlich, dass das überschüssige Material unter Beachtung der angestrebten Form des Werkstücks und der zulässigen Toleranzen abrasiv bearbeitet wird. Abgesehen von dem enormen Einsatz von Arbeitskräften besteht beim Entgraten per Hand die Gefahr, dass zwar die Grate wirksam entfernt werden, dass man jedoch dabei das Werkstück beschädigt.
Zur Automatisierung des Entgratungsprozesses könnte man nun Roboter einsetzen, die das zu entgratende Werkstück beispielsweise an eine Schleifstation verbringen und dort entsprechend der Ausgestaltung und dem Verlauf der Grate bewegen. Ein solcher Roboter müsste sowohl weg- als auch kraftgesteuert sein, nämlich zum einen um das Werkstück der Bearbeitungsstation zuzuführen und zum anderen um den zur Bearbeitung erforderlichen Druck gegen das Werkzeug aufzubringen. Die Realisierung eines weg- und kraftgesteuerten Roboters ist jedoch nicht zuletzt aufgrund der erforderlichen Sensorik und Steuerung extrem aufwendig, zumal herkömmliche Roboter und Manipulatoren regelmäßig mit eingeprägtem Weg orts- oder weggesteuert arbeiten. So fährt der Roboter einen eingeprägten Ort an und legt dort üblicherweise das Werkzeug ab oder übergibt es einer anderen Station. Das
Zusammenspiel handelsüblicher Roboter und Manipulatoren mit den hier erforderlichen Bearbeitungsstationen lässt eine Automatisierung des Entgratungsprozesses nur mit großem Aufwand zu.
Voranstehend ist bereits erwähnt worden, dass es hier grundsätzlich um die Befreiung von Formmaterial bei Werkstücken geht. Folglich kann es sich bei den Werkstücken um jedwede Gussteile, so beispielsweise um geschlossene Kurbelwellen, handeln. Auch in Kernschießmaschinen gegossene Kerne sind regelmäßig zu entgraten. In Bezug auf Kernschießanlagen und die damit verbundene Technik sei lediglich beispielhaft auf die DE 31 48 461 C1 verwiesen, wonach bereits zahlreiche Manipulatoren, Fördereinrichtungen und weiterreichende Bearbeitungsstationen dem eigentlichen Kernschießen nachgeschaltet sind.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Reinigung und/oder Entgraten von Werkstücken, insbesondere von Gussteilen aber auch von geschossenen Kernen, derart auszugestalten und weiterzubilden, dass eine automatische Befreiung vom überschüssigen Formmaterial möglich ist.
Erfindungsgemäß wird die voranstehende Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Danach ist eine gattungsbildende Vorrichtung gekennzeichnet durch einen Manipulator zum Ergreifen und Verbringen des Werkstücks in eine Bearbeitungsposition, wobei das Werkzeug von einer am Ende der Bearbeitung erreichten Endposition, die auch als Parkposition dient, in eine zu Beginn der Bearbeitung einzunehmende Startposition bewegbar ist.
Erfindungsgemäß ist zunächst einmal erkannt worden, dass man ungeachtet der typischen Arbeitsweise herkömmlicher Roboter bzw. Manipulatoren auch das bislang manuell betriebene Entfernen überschüssigen Materials automatisieren kann, nämlich dadurch, dass man einen Manipulator zum Ergreifen und Verbringen des Werkstücks in die Bearbeitungsstation verwendet. Dort wird das Werkstück nicht etwa abgelegt oder einem Bearbeitungsroboter übergeben. Vielmehr wird das Werkstück weiterhin vom gleichen Manipulator gehalten, wobei das Werkzeug aus einer am Ende der Bearbeitung erreichten Endposition, in der sich das Werkzeug im Ruhezustand befindet, in eine zu Beginn der Bearbeitung einzunehmende Startposition
bewegt wird. Diese Bewegung kann über den Manipulator erzwungen werden oder durch einen eignen Antrieb innerhalb der Bearbeitungseinrichtung realisiert sein. Wesentlich ist jedenfalls, dass nicht etwa der Manipulator das Werkstück zur Bearbeitung bewegt, sondern dass vielmehr die Bewegung des Werkzeugs für die Bearbeitung verantwortlich ist, wobei im Verlaufe der Bewegung des Werkzeugs dieses sich von der wie auch immer erzwungenen Startposition in die Endposition bewegt, wobei sicherzustellen ist, dass der Grat bei Erreichen der Endposition des Werkzeugs im gewünschten Umfange entfernt ist.
In vorteilhafter Weise ist der Manipulator (die Begriffe Manipulator und Roboter sind hier gleichzusetzen) weggesteuert. Dies bedeutet, dass der Manipulator in üblicher Weise einen eingeprägten Weg verfährt und das zu bearbeitende Werkstück an einem vorgegebenen Ort positioniert und dort hält. Drehbewegungen sind dabei ohne weiteres möglich. Jedenfalls arbeitet der Manipulator weggesteuert. Die Bearbeitungseinrichtung bzw. das Werkzeug arbeitet dagegen kraftgesteuert, nämlich mit einer eingeprägten Kraft, die gegenüber dem zu entfernenden Grat aufzubringen ist. Dabei sei angemerkt, dass der Weg des Manipulators und die Kraft bzw. Funktion der Bearbeitungseinrichtung über einen Prozessrechner gesteuert und überwacht werden.
Im Konkreten umfasst die Bearbeitungseinrichtung neben dem eigentlichen Werkzeug einen Stellmechanismus, der eine Bewegung des Werkzeugs - gemeinsam mit einem Werkzeughalter und gegebenenfalls mit dem Antrieb des Werkzeugs - ermöglicht. Insoweit ist der Stellmechanismus dafür verantwortlich, dass das Werkzeug von der am Ende der Bearbeitung erreichten Endposition in die zu Beginn der Bearbeitung einzunehmende Startposition verbringbar ist.
Im Konkreten könnte der Stellmechanismus rein mechanisch ausgebildet sein. Eine hydraulische oder pneumatische Betätigung ist dann möglich, wenn der Stellmechanismus als Antriebseinheit eine Zylinder-Kolben-Anordnung umfasst, die dann als Antrieb zu Positionierung, Führung und Verlagerung des Werkzeugs bzw. der gesamten Bearbeitungseinrichtung dient. So könnte die Zylinder-Kolben-Anordnung lediglich zur Kraftaufbringung gegenüber dem Werkzeug dienen und könnte ein separater - beispielsweise mechanischer - Stellmechanismus vorgesehen sein.
Beliebige Realisierungen sind möglich, wobei hier wesentlich ist, dass sich das Werkzeug zwischen den beiden Position bewegen bzw. verlagern lässt, und zwar kraftgesteuert.
So lässt sich die Bearbeitungsstation insoweit aktiv ausgestalten, als das Werkzeug durch bewusstes Betätigen des Stellmechanismus bewegbar bzw. verlagerbar ist. So ließe sich die Annäherung des Werkstücks mittels geeigneter Detektoren vorzugsweise kontaktlos detektieren, wodurch über den Prozessrechner der Stellmechanismus betätigt wird. Die Anfangsposition lässt sich dadurch anfahren, und zwar vorzugsweise in Abhängigkeit des konkret detektierten Grates am Werkstück.
In besonders vorteilhafter und in konstruktiver Hinsicht einfacher Weise ist das Werkzeug durch mechanische Einwirkung des Werkstücks auf das Werkzeug, vorzugsweise über den dort vorgesehenen Stellmechanismus, in die Startposition verbringbar. Dies könnte derart funktionieren, dass bei Annäherung des vom Manipulator gehaltenen Werkstücks dieses auf das sich in der Endposition befindliche Werkzeug auftrifft und es entgegen der Kraft des Stellmechanismus zurückdrückt, bis die Startposition zur Bearbeitung erreicht ist. Der zurückgelegte Weg entspricht genau dem zu entfernenden Grat. Nach Kalibrierung des Manipulators und der Bearbeitungseinrichtung können sowohl das Werkstück als auch das Werkzeug inklusive der jeweiligen Funktion lichtoptisch überwacht werden. Darauf wird später noch eingegangen.
Jedenfalls ist es von Vorteil, wenn das Werkzeug gegen eine vorgebbare Haltekraft des Stellmechanismus der Bearbeitungseinrichtung in die Startposition verbringbar ist. Die Haltkraft lässt sich über die zuvor bereits erwähnte Zylinder-Kolben-Anordnung des Stellmechanismus generieren. So könnte die gesamte Bearbeitungseinrichtung unter Einwirkung oder auch ohne Einwirkung des Werkstücks - aufgrund eines eigenen Antriebs - in die Startposition verbringbar sein.
An dieser Stelle sei noch einmal angemerkt, dass der das zu bearbeitende Werkstück haltende Manipulator ausschließlich ortsgesteuert arbeitet, nämlich aufgrund eines ihm eingeprägten Weges/Orts. Die Bearbeitungseinrichtung und somit das Werkzeug arbeitet kraftgesteuert, nämlich mit einer vorgegebenen Kraft bzw. Vor-
Spannung gegen den zu entfernenden Grat. Eine einfache und dabei konventionelle Steuerung/Regelung über einen geeigneten Prozessor ist daher möglich.
Zur Vermeidung unnötiger Verschmutzungen, insbesondere aber zur Vermeidung einer Beschädigung durch Schmutz und/oder Fremdeinwirkung, ist es von Vorteil, wenn die Bearbeitungseinrichtung mit den wesentlichen Teilen davon, mit Ausnahme eines Wirkbereichs des Werkzeugs, in einem Gehäuse angeordnet ist. So könnte die Bearbeitungseinrichtung derart gestaltet sein, dass sich lediglich das Werkzeug selbst relativ zu dem vom Manipulator gehaltenen Werkstück bewegt. Bei dem Werkzeug könnte es sich insbesondere in Bezug auf die Entgratung von Werkstücken um eine Schleifscheibe, um Bürsten oder dergleichen handeln. Insbesondere bei der Entgratung von Kurbelwellen bietet es sich an, dass entsprechend der konkreten Ausgestaltung der Kurbelwelle mehrere Schleifscheiben nebeneinander, mit vorgegebenem Abstand zueinander und mit entsprechender Dimensionierung der Schleifscheibe, vorgesehen sind. Eine optimale Anpassung an die jeweils zu entgratende Kurbelwelle ist dabei von Vorteil.
Bereits zuvor ist erwähnt worden, dass die Steuerung bzw. Regelung der gesamten Bearbeitung unter Zugrundelegung des Ergebnisses einer Sichtprüfung vorgenommen werden kann, wobei dabei sowohl das Werkstück als auch das Werkzeug prüfbar bzw. detektierbar ist.
Zunächst einmal könnte eine Sichtprüfeinrichtung zur Werkstückprüfung vorgesehen sein, wonach die zu entfernenden Grate oder dergleichen und deren exakte Position und Dimensionierung am Werkstück feststellbar sind. Eine Abstimmung der eigentlichen Bearbeitung auf das Werkstück ist dadurch möglich.
Die Sichtprüfungseinrichtung ist ohne weiteres auch geeignet, Schadstellen am Werkstück zu detektieren. Über den Prozessrechner ist ein Soll-Ist- Vergleich möglich, so dass schadhafte Teile erkennbar und aussonderbar sind.
Die Sichtprüfungseinrichtung umfasst mindestens eine Kamera und könnte nach dem Silhouettenprüfsystem arbeiten, könnte nämlich die Konturen des jeweiligen Werkstücks erfassen. Beliebige Sichtprüfprinzipien lassen sich realisieren. Die mit
der Sichtprüfungseinrichtung ermittelten Daten werden in weiter vorteilhafter Weise dem Prozessrechner zugeführt und dienen dort zur Steuerung des Manipulators und/oder der Bearbeitungseinrichtung. Eine Optimierung der Bearbeitung ist insoweit möglich.
Zusätzlich oder alternativ zu der Sichtprüfung des Werkstücks ist es von Vorteil, wenn auch eine Prüfung des Werkzeugs stattfindet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Werkzeug, beispielsweise eine Schleifscheibe, einem ständigen Verschleiß ausgesetzt ist. Eine Beschädigung des Werkzeugs ist ebenfalls nicht auszuschließen. Entsprechend ist insbesondere zur Feststellung von Verschleiß und Defekten am Werkzeug eine vorzugsweise optisch arbeitende Werkzeugprüfeinrichtung vorgesehen. Die Werkzeugprüfeinrichtung umfasst in vorteilhafter Weise eine Lichtquelle und eine Kamera, wobei die Lichtquelle und Kamera unter Bildung eines Prüffeldes in einem Prüfkopf angeordnet sein könnten. Der Prüfkopf lässt sich teilweise um das Werkzeug derart positionieren, dass sich das Werkzeug oder zumindest Teile des Werkzeugs im Strahlengang zwischen der Lichtquelle und der Kamera befinden. Der Prüfkopf wird über einen Manipulator gehandhabt, wobei die Prüfung in einem definierbaren Zyklus zwischen den jeweiligen Bearbeitungen stattfinden kann.
Auch hier werden die Daten der Werkzeugprüfung dem Prozessrechner zugeführt, der zur Steuerung sowohl des Manipulators als auch der Bearbeitungseinrichtung dienen kann. Die Daten der Werkzeugprüfung könnten insoweit zur Positionierung bzw. Kalibrierung des Werkzeugs und/oder des Werkstücks dienen. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Schleifscheibe einem steten Verschleiß ausgesetzt ist, so dass ein ständiges Nachkalibrieren eine saubere Entgratung gewährleistet.
Die Kalibrierung der Werkzeugposition lässt sich über den Stellmechanismus der Bearbeitungseinrichtung vornehmen. Entsprechend den Daten der Werkzeugprüfung lässt sich auch die Bearbeitungsposition des Manipulators verändern bzw. kalibrieren. Entsprechend den Daten der Werkstückprüfung und/oder der Werkzeugprüfung sind insgesamt die Betriebsparameter der Bearbeitungseinrichtung und/oder
des Manipulators steuerbar oder regelbar, wodurch eine stetige Optimierung der Bearbeitung möglich ist.
Außerdem ist es möglich, Gusstoleranzen zu berücksichtigen, nämlich dadurch, dass sie detektiert werden. Dabei könnte der Werkzeugantrieb ausgeschaltet sein. Das zu entgratende Werkstück wird an einer gratfreien Stelle, d.h. in einem Bereich, in dem keine Grate auftreten können, abgetastet, um das aktuelle Maß des Werkstücks innerhalb der Gusstoleranz zu messen. Diese Messung kann bei der anschließenden Bearbeitung berücksichtigt werden, so dass sich dadurch - quasi automatisch - Gusstoleranzen berücksichtigen und somit ausgleichen lassen.
Weiter ist es möglich, die Auslenkung des Werkzeugs über ein Wegmesssystem zu detektieren, und zwar über den zeitlichen Verlauf hinweg. In einem Prozessrechner lässt sich der zeitliche Verlauf der Auslenkung mathematisch auswerten, um beispielsweise unzulässige Gratausprägungen oder sonstige Defekte zu detektieren, die zu einer Ausschleusung des Werkstücks, beispielsweise für eine Sonderbehandlung, führen können. Verknüpfungen mit nachgeschalteten oder parallellaufenden Bearbeitungsstationen sind möglich.
Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten Patentansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 in einer schematischen Ansicht, in Form einer groben Prinzipskizze, ein
Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Reinigen und/oder Entgraten von Werkstücken, wobei als Werkzeug eine Schleifscheibe angedeutet ist und
Fig. 2 in einer schematischen Ansicht den prinzipiellen Aufbau einer Sichtprüfungseinrichtung, die einerseits zur Sichtprüfung des zu bearbeitenden Werkstücks und andererseits zur Sichtprüfung des Werkzeugs verwendbar ist.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Vorrichtung zum Entgraten von Werkstücken, wobei das Werkstück 1 und der dort zu entfernende Grat 2 lediglich schematisch angedeutet sind. Jedenfalls handelt es sich bei dem Werkstück 1 um ein Gussteil, so beispielsweise um eine Kurbelwelle. Der Grat 2 erstreckt sich über einen Bereich des Werkstücks 1 hinweg und ist hier gemeinsam mit dem Werkstück 1 im Schnitt dargestellt.
Die Vorrichtung umfasst eine Bearbeitungseinrichtung 3, zu der ein Werkzeug gehört. Bei dem Werkzeug handelt es sich hier im Konkreten um eine Schleifscheibe 4, die drehangetrieben ist. Mittels der Schleifscheibe 4 wird das überschüssige Material bzw. der Grat 2 am Werkstück 1 entfernt.
Erfindungsgemäß dient ein Manipulator 5 zum Ergreifen und Verbringen des Werkstücks 1 in eine in Fig. 1 durch einen Pfeil 6 lediglich angedeutete Bearbeitungsposition, wobei die Schleifscheibe 4 von einer am Ende der Bearbeitung erreichten vorderen Endposition 7 in eine zu Beginn der Bearbeitung einzunehmende hintere Startposition 8 bewegbar ist.
Der Manipulator 5 ist weggesteuert und die Bearbeitungseinrichtung 3 bzw. die Schleifscheibe 4 ist kraftgesteuert. Dazu umfasst die Bearbeitungseinrichtung 3 einen Stellmechanismus 9, der in Fig.1 lediglich angedeutet ist. Eine Zylinder-Kolben-Anordnung 10 dient zur Kraftaufbringung der Schleifscheibe 4 gegenüber dem Werkstück 1. Der Antrieb 11 der Schleifscheibe 4 ist lediglich angedeutet.
An dieser Stelle sei angemerkt, dass der Stellmechanismus 9 und die Zylinder-Kolben-Anordnung 10 kombinierbar sind, so dass über die Zylinder-Kolben-Anordnung 10 sowohl die Positionierbarkeit der Schleifscheibe 4 als auch die erforderliche Kraft generierbar sind.
Der zurückgelegte Weg 12 lässt sich über geeignete Detektoren ermitteln und einem Prozessrechner 13 zuführen, so dass über den detektierten Weg eine Druckregelung über die Zylinder-Kolben-Anordnung 10 möglich ist.
In Fig. 1 ist mit Bezugszeichen 14 lediglich angedeutet, dass zur Sichtprüfung der Schleifscheibe 4 und/oder des Werkstücks 1 eine Sichtprüfeinrichtung 14 vorgesehen sein kann, die beispielsweise zwischen vorgebbaren Arbeitszyklen über einen separaten, in den Figuren nicht gezeigten Manipulator zum Einsatz kommen kann.
Fig. 2 zeigt den grundsätzlichen Aufbau einer solchen Sichtprüfeinrichtung 14, die eine Kamera 15 und - sofern erforderlich - eine Lichtquelle 16 umfasst. Die Sichtprüfeinrichtung 14 bzw. Kamera 15 und Lichtquelle 16 der Sichtprüfeinrichtung 14 sind in einem in Fig. 2 lediglich angedeuteten Prüfkopf 17 angeordnet, der ein Prüffeld 18 aufspannt. Bei der Prüfung ist der Prüfkopf 17 derart um die Schleifscheibe 4 oder das Werkstück 1 anzuordnen, dass sich der zu prüfende Bereich im Prüffeld 18 befindet.
Zur Vermeidung von Wiederholungen wird im Hinblick auf weitere vorteilhafte Ausgestaltungen, die in den Figuren nicht gezeigt sind, auf den allgemeinen Teil der Beschreibung verwiesen.
Schließlich sei angemerkt, dass das voranstehend erörterte Ausführungsbeispiel der beispielhaften Beschreibung der beanspruchten Lehre dient, diese jedoch nicht auf das Ausführungsbeispiel einschränkt.