Verschlusskappe, insbesondere für eine mit Speiseölen befüllbare Flasche
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verschlusskappe, insbesondere für eine mit Speiseölen befüllbare Hasche, aufweisend einen im Wesentlichen kreis- förmigen Verschlussdeckel, einen im Wesentlichen zylindrischen Verschluss- mantel, einen Ausguss, der sich zumindest in einem Umfangsteilbereich des Austrittsquerschnitts mit einer Ausgussmundung zu einer Abtropfkante hin erweitert, und Zungensegmente, die an einer Innenwandfläche in Umfangs- richtung benachbart angeformt sind und sich unter Ereihaltung eines mittigen Durchtrittsquerschnitts radial einwärts erstrecken, wobei die Verschlusskappe einteilig ausgebildet ist.
Zum Stand der Technik wird diesbezüglich zunächst auf die CH 418865 verwiesen. Diese offenbart eine Verschlusskappe für eine mit Speiseölen befüll- bare Flasche, mit einem kreisförmigen Verschlussdeckel, einem zylindrischen Verschlussmantel und einem Ausguss, welcher sich zu einer Abtropfkante hin erweitert und welcher in einem Längsschnitt der Verschlusskappe in Längs-, d. h. in Axialrichtung eine zu einer auch insgesamt großen Bauhöhe der Verschlusskappe führende längliche Erstreckung aufweist In für Speiseölbehälter typischer Weise wird die Verschlusskappe an deren Mündung durch sog.
Aufprellen befestigt, indem eine an der Mantelinnenseite des Verschlusses umlaufende Ringwulst beim Aufsetzen des Verschlusses über eine korrespondierende, von der Behältermündung nach außen vorstehende Ringwulst gezwungen wird. Das Aufprellen kann jedoch nur in speziell darauf abgestimmten Abfüllanlagen erfolgen, deren Zuführungen und Verschlussköpfe auch auf die Form und Abmessungen der Verschlusskappe abgestimmt sein müssen. Zum Anderen ist auch ein bspw. zum schnelleren Entleeren des Behälters oder zu dessen Reinigung beabsichtigtes Abnehmen der Verschlusskappe nur unter erheblichem Kraftaufwand möglich. Um eine für bestimmte Flüssigkeiten ty-
pische stoßweise oder auch „gluckernde" Entnahme zu vermeiden, weist die beschriebene Verschlusskappe ein schlankes langgezogenes Ausgussrohr und zur Belüftung dienende Öffnungen auf, womit jedoch letztlich nur eine langsame Entleerung des Behälters möglich ist. Im Hinblick darauf sind des Weite- ren auch entsprechende Verschlusskappen bekannt, bei denen ein Gluckern und eine stoßweise Entleerung durch Zungensegmente vermieden wird, die an einer Innenwand in Umfangsrichtung benachbart angeformt sind und sich unter Freihaltung eines mittigen Durchtrittsquerschnitts radial einwärts erstrecken. Auch diese, für die vorliegende Erfindung gattungsbildenden Verschlusskap- pen müssen durch Aufprellen auf einer Behältermündung befestigt werden. Außerdem weisen auch diese bekannten Verschlusskappen zur Erzielung eines günstigen Ausfließverhaltens eine langgestreckte Ausgussmundung und dadurch eine große axiale Bauhöhe auf, so dass wiederum gesonderte Abfülleinrichtungen mit speziellen Verschließköpfen benötigt werden.
Von einer gattungsgemäßen Verschlusskappe ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, diese hinsichtlich ihrer Handhabung und ihres Gebrauchs vorteilhaft weiterzubilden.
Diese Aufgabe ist zunächst und im Wesentlichen beim Gegenstand von Anspruch 1 gelöst. Dabei wird in Verbindung mit den gattungsbildenden Merkmalen darauf abgestellt, dass der Verschlussmantel ein Innengewinde aufweist, das auf einem Außengewinde einer Flaschenmündung aufschraubbar ist. Dadurch können einerseits beim Abfüllen prinzipiell auch die für Geträn- keflaschen verbreiteten Einrichtungen verwendet werden, andererseits ist eine spätere Abnahme der Verschlusskappe von der Flasche problemlos möglich. In einer dazu bevorzugten Ausgestaltung ist weiter vorgesehen, dass die Außenkontur der Verschlusskappe geometrisch an einen Verschlusskopf einer Abfüllanlage angepasst ist, der zum Aufschrauben von Kunststoffschraubver-
Schlüssen auf PET-FLaschen, insbesondere mitBPF- oderPCO-Mündung, geeignet ist. Durch diese Anpassung kann auf einer Abfüllanlage beim Übergang von bspw. herkömmlichen Getränkeflaschen zu mit den erfindungsgemäßen Verschlusskappen zu verschließenden Behältern, bspw. für Speiseöl, auf eine Umstellung der Zuführungen und einen Austausch von Verschließköpfen verzichtet werden. Insbesondere kann zum Zwecke dieser Anpassung vorgesehen sein, dass sich der Verschlussmantel außenseitig zu dem Verschlussdeckel hin konisch verjüngt, wobei in einem Längsschnitt der Konuswinkel bevorzugt im Bereich zwischen einschließlich 0,1 und 1 Grad beträgt. Alternativ oder kom- binativ besteht die Möglichkeit, dass die axiale Bauhöhe der Verschlusskappe (ohne ein evtl. angeformtes Garantie- und Abreißband) im Bereich zwischen einschließlich 16 und 17 Millimetern, vorzugsweise etwa 16,25 Millimeter beträgt. Bevorzugt ist weiter, dass der größte Außendurchmesser des Verschlussmantels im Bereich zwischen einschließlich 30,1 und 30,5 Millimeter, vorzugsweise 30,5 Millimeter, beträgt.
Hinsichtlich des Verschlusskappeninneren ist weiter bevorzugt, dass der Ausguss eine im Wesentlichen zylindrische, d. h. eine Hülse bildende Wandung aufweist, die in einem Längsschnitt zur Verschlussunterseite hin im Wesentli- chen geradlinig in eine DichÜippe verlängert ist bzw. übergeht, deren Außendurchmesser etwa gleich oder geringfügig größer als der Innendurchmesser einer Flaschenmündung, insbesondere einer BPF- oder PCO-Mündung, ist. Die Hülse erfüllt somit insgesamt einerseits an ihrem oberen Ende die Funktion eines Ausgusses und andererseits an ihrem unteren, d. h. einer verschließ- baren Flasche zugewandten Ende die Funktion einer sog. Innendichtung. Durch den unterhalb der Ausgussmundung im Wesentlichen zylindrischen Verlauf der Hülse wird in Verbindung mit der vorgenannten Abstimmung an den Innendurchmesser einer Flaschenmündung zugleich für den Ausguss ein größtmöglicher Durchtrittsquerschnitt bereitgestellt. Insbesondere im Hinblick
auf eine bevorzugte Herstellung im Kunststoff-Spritzverfahren, bevorzugt aus Polyäthylen oder Polypropylen, ist damit zugleich eine herstellungstechnisch günstige Formgebung gewählt. Eine zweckmäßige Weiterbildung ist dadurch möglich, dass an die zylindrische Wandung außenseitig eine Ringdecke ange- formt ist, die radial außenseitig in den Verschlussmantel übergeht. Durch einen im Längsschnitt bevorzugten horizontalen, d. h. zur Verschlusslängsachse senkrechten Verlauf der Ringdecke kann diese zu einer in Längsrichtung geringen Bauhöhe der Verschlusskappe einen Beitrag liefern. Oberseitig kann die Ringdecke in zumindest einem Umfangsteilbereich des Austrittsquer- Schnitts einem Zentrierwulst tragen, die mit einer Ringkehle oder einer vergleichbaren Ausnehmung des Verschlussdeckels in dessen Verschlussstellung bezüglich der Längsachse zentrierend zusammenwirkt. Auch besteht die Möglichkeit, dass der Zentrierwulst radial einwärts gerichtet einen oder mehrere Rücksprünge aufweist, die mit Rastnocken des Verschlussdeckels als Verdreh- Sicherung formschlüssig zusammenwirken. Eine hinsichtlich des Ausgießverhaltens mögliche günstige Ausgestaltung wird darin gesehen, dass sich die Ausgussmundung als elastische Federlippe in einer Offenstellung des Verschlussdeckels in Verschlusslängs-, d. h. Axialrichtung bis über eine Bezugsebene hinaus erstreckt, die in Verschlussstellung des Verschlussdeckels mit dessen Kopf- bzw . Deckelplattenunterseite zusammenfällt. Vorteilhaft ist hieran, dass in Offenstellung der Verschlusskappe der Ausguss eine in Längsrichtung vergleichsweise große Erstreckung besitzt, während zugleich in Verschlussstellung wie noch nachfolgend erläutert eine insgesamt niedrige Bauhöhe der Verschlusskappe zu erreichen ist.
Weiter ist bevorzugt dass der Verschlussdeckel mit einer scharnierartigen Lasche am Verschlussmantel angelenkt ist, so dass dieser in einer Verschlussstellung zentriert auf die Verschlusskappe aufgesetzt und in einer Offenstellung von der Verschlusskappe um die Scharnierachse abgeschwenkt werden kann.
Hinsichtlich der Ausgussmundung ist weiter bevorzugt, dass diese sich in Radialrichtung bis hin zu einem Randbereich der Ringdecke erstreckt, insbesondere indem sie in einem Längsschnitt der Verschlusskappe mit einer horizonta- len Bezugslinie einen Winkel von 15 bis 25 Grad, vorzugsweise etwa 20 Grad, einschließt. In Verschlussstellung kann die Ausgussmundung umfangsab- schnittsweise oder über den vollständigen Umfang hinweg umlaufend durch die Deckelkopfplatte bei federnder Anlage mit ihrem äußeren Randbereich in Axialrichtung zur Verschlussunterseite hin zuruckgebogen sein, wahrend beim Übergang zur Offenstellung durch die Federwirkung ein selbständiges Wiederaufrichten der Ausgussmundung, insbesondere zur Erzielung eines langgestreckten Ausgusses, erfolgt. Der Ausguss kann im Bereich der Ausgussmundung hinsichtlich der Formgebung zudem daran angepasst sein, dass in Verschlussstellung, d. h. bei zuruckgebogener Ausgussmundiuig, die Tropfkante oder ein Mundungsrandbereich mit dem Verschlussdeckel zentrierend zusammenwirkt. In Verbindung mit der vorstehend erläuterten, durch die Federwirkung selbständigen Anpassung der Ausgussmundung an eine Offen- und Verschlussstellung ist weiter bevorzugt, dass in Verschlussstellung des Verschlussdeckels der Abstand zwischen d er Ab ropfkante und der Ringdecke in Längsrichtung etwa dem 1- bis 2-Fachen, vorzugsweise dem etwa
1,5-Fachen, der opfplattenwandstarke entspricht. Andererseits ist hinsichtlich der Offenstellung bevorzugt, dass der vorgenannte Abstand bevorzugt etwa dem 2- bis 3-Fachen, weiter vorzugsweise dem 2,5-Fachen, der Kopfplatten- wandstarke entspricht
Um eine mit einer Zentrierung zugleich verbundene Abdichtung der Kopfplat te des Verschlussdeckels an der Verschlusskappe zu erreichen, kann von der Kopfplatte unterseitig eine Ringdichtung hervorstehen, deren Außendurch-
messer etwa gleich oder geringfügig größer als der Innendurchmesser in einem zugeordneten Längenabschnitt der genannten zylindrischen Wandung ist.
Gemäß einem weiteren Aspekt kann als Originalitätsverschluss mit Garantie- funktion einerseits in die zylindrische Wandung innenseitig eine Verschlussmembran mit einer umlaufenden Reißfuge und einem oberseitigen Zugring eingeformt sein. Vor einer erstmaligen Entnahme von Flüssigkeit aus einem mit der Verschlusskappe verschlo ssenen Behälter kann die Verschlussmembran durch Eingriff eines Fingers in den Zugring und eine damit ausgeübte Zugwirkung entlang der wandstärkenverringerten Reißfuge aus der Ausgusshülse irreversibel herausgetrennt werden. Bei abgenommenem bzw. abgeschwenktem Verschlussdeckel kann somit bei auch weiterhin auf dem Behälter aufgeschraubter Verschlusskappe Flüssigkeit aus diesem entnommen werden. Alternativ oder kombinativ besteht auch die Möglichkeit, dass an die Ver- schlusskappe unterseitig mit dünnen Materialstegen ein Garantie- und Abreißband angeformt ist. Einem Benutzer wird dadurch auch angezeigt, ob der Behälter zuvor auch trotz evtl. noch unversehrter Verschlussmembran, geöffnet wurde, da beim erstmaligen Auf- bzw. Abschrauben der Verschlusskappe das Garantieband von ihr durch Aufreißen der Verbindungsstege abgetrennt wird.
Zur Erzielung einer spritztechnisch günstigen Ausgestaltung besteht die Möglichkeit, dass die Zungensegmente an die genannte zylindrische Wandung in deren unterem Endbereich angeformt sind und/ oder, dass sich die Zungensegmente zu ihrem freien Ende hin verjüngen und/ oder zur Verschlussunter- seite gerichtet verlaufen.
Bevorzugt ist an eine Abstimmung der Verschlusskappe an Flaschenschraub- mündungen mit einem Nenndurchmesser von 28 Millimetern gedacht, alterna-
tiv kann jedoch auch eine Anpassung an andere Schraubmündungstypen und -großen vorgesehen sein.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung, dem auch eigenständig Bedeu- tung zukommen kann, ist bevorzugt, dass der Zugring an der Verschlussmembran in Schräglage angespritzt ist, so dass sich in einer Offenstellung des Verschlussdeckels der Zugring, von der Verschlussmembran ausgehend, federelastisch bis über eine Bezugsebene hinaus erstreckt, die in Verschlussstellung des Verschlussdeckels mit dessen Kopfplatten-Unterseite zusammenfällt. Be- dingt dadurch, dass der Zugring in einer Schräglage angespritzt ist, stellt diese nach der Fertigung der Verschlusskappe bei geöffnetem Verschlussdeckel unmittelbar eine Ruhelage dar, von der ausgehend entgegen federelastischer Rückstellkraft, d. h. selbständig zurückstellend Auslenkungen des Zugringes möglich sind. Zum einen kann dabei der Anspritzbereich, d.h. der Anschlus- spunkt, des Zugringes an der Verschlussmembran als Gelenk mit einer federelastischen Ruhelage dienen, die auch durch die Formgebung der Verschlussmembran selbst und durch deren Federeigenschaften noch beeinflusst werden kann. Alternativ oder kombinativ können gewisse Auslenkungen aus der vorgenannten Ruhelage auch durch eine federelastische Verformbarkeit des Zu- gringes selbst ermöglicht werden. Die schräge Ruhelage des Zugringes wird selbständig jeweils dann erreicht, wenn sich der Verschlussdecke in einer Offenstellung befindet, in der keine Abstützung des Zugringes an der Kopfplatten-Unterseite desselben erfolgt. Indem sich der Zugring in seiner schrägen Ruhelage zumindest bereichsweise in Verschlusslängsrichtung bis über eine Bezugsebene hinaus erstreckt, die in Verschlussstellung des Verschlussdeckels mit dessen Kopfplatten-Unterseite zusammenfällt, wird in Offenstellung des Verschlussdeckels eine griffgünstige Anordnung des Zugringes erreicht. Besonders der am weitesten hervorstehende, bevorzugt der dem Anschlusspunkt an der Verschlussmembran am Zugringumfang gegenüberliegende Bereich,
kann im Vergleich zu einer flachen Ruhelage vereinfacht mit einem Finger gegriffen und emporgezogen werden. Wahrend in der zuvor beschriebenen griffgünstigen Ruhelage des Zugringes je nach konkreter Ausgestaltung eine beträchtliche Erstreckung der Verschlusskappe in Achs- bzw. Längsrichtung resultieren kann, lasst sich in dem Verschlusszustand des Verschlussdeckels, in welchem dieser vorzugsweise dichtend mit der Basis der Verschlusskappe zusammenwirkt, dennoch vorteilhaft eine geringe, für herkömmliche Verschlusskopfe in Abfullanlagen benotigte axiale Bauhohe erreichen. Dies dadurch, dass sich der Zugring in dem Verschlusszustand des Verschlussdeckels federelastisch gegen den Verschlussdeckel bzw. dessen der Basis zugewandte Kopfplatten-Unterseite abstutzen kann, d.h. beim Zuklappen des Verschluss- deckels automatisch mit eingeklappt und in eine platzsparende Lage bzw. Ausrichtung gebracht wird. In Abhängigkeit auch von der Verformungsfalύg- keit des Zugringes selbst kann dabei die Abstutzung bspw. nur in dem dem Anspritzbereich gegenüberliegenden Ringbereich oder auch über einen größeren, gegebenenfalls sogar den nahezu vollständigen Ringbereich hinweg erfolgen. Nach dem Abfullvorgang kann schon beim erstmaligen Aufklappen des Verschlussdeckels selbständig das Aufrichten bzw. Ausklappen des Zugrings in seine griffgünstige schräge Ruhelage erfolgen. Darin kann sich der Zugring in einer Ebene erstrecken, die mit einer zu der Verschlusslangsachse senkrechten Ebene einen Neigungswinkel aufweist, der vorzugsweise im Bereich von 8 bis 16 Grad liegt und weiter vorzugsweise etwa 12 Grad betragen kann. Hinsichtlich der sich in Offenstellung des Verschlussdeckels ergebenden Ruhelage ist weiter bevorzugt, dass sich der Zugring von der Verschlussmembran aus- gehend bis über die Abtropfkante der Ausgussmundung hinaus, insbesondere bis über den in Verschlusslangsrichtung am weitesten emporstehenden Bereich der Abtropfkante, hinaus erstreckt, wodurch die Griffgunstigkeit weiter verbessert wird, hi Fortführung dieses Gedankens besteht auch die Möglichkeit, dass sich in einer Offenstellung des Verschlussdeckels der Zugring mit seiner
der Verschlussmembran zuweisenden Unterseite von der Verschlussmembran ausgehend in Verschlusslängsrichtung bis zumindest etwa auf Höhe der Ab- tropfkante und/ oder der Bezugsebene erstreckt, welche bei vollständig geschlossenem Verschlussdeckel mit dessen Kopfplatten-Unterseite zusammen- fällt. Bei den genannten möglichen Ausgestaltungen, bei denen sich der Zugring oberseitig der Verschlussmembran ausgehend von einem randseitigen A schlusspunkt (Anspritzbereich) in Schräglage erstreckt, kann bevorzugt der dem Anschlusspunkt am Ringumfang gegenüberliegende Bereich als Griffabschnitt dienen und dazu gegebenenfalls eine besonders griffgünstige Gestal- tung (bspw. einen abgeflachten Querschnitt mit aufgerauhter Oberfläche) aufweisen. Eine zweckmäßige Ausgestaltung ist auch dadurch möglich, dass sich in einer Offenstellung des Verschlussdeckels zwischen dem Griffabschnitt des Zugringes und der Ausgussmundung ein Mindestgriffabstand ergibt, der vorzugsweise im Bereich zwischen 1 und 5 Millimetern, weiter vorzugsweise im Bereich zwischen etwa 2 bis 3 Millimetern, beträgt. Der Griffabschnitt des Zugringes kann dadurch leichter mit einem Finger, bspw. mit dem Eingernagel, Untergriffen werden. Um den Verschlussdeckel entgegen der federelastischen Rückstellkraft des Zugringes in Verschlussstellung halten zu können, besteht die Möglichkeit, dass dieser an der Basis der Verschlusskappe hinsichtlich der Schwenkrichtung kraft- und/ oder formschlüssig halterbar ist. Mit Basis der Verschlusskappe ist hierbei der auf eine Flaschenmündung aufschraubbare Teil der Verschlusskappe gemeint, der mit dem Verschlussdeckel im Verschlusszustand den Verschluss bewirkt. Eine formschlüssige Halterung kann bspw. durch Federzungen verwirklicht sein, während eine geeignete Kraft- Schlussverbindung bspw. durch geeignete Tolerierung von Zentrier- und/ oder Dichtvorsprüngen zwischen Verschlussdeckel und Basis der Verschlusskappe zu erreichen ist. Anstelle eines vorzugsweise schlaufenförmigen Zugringes kann alternativ grundsätzlich auch ein abweichend geformtes Zugelement (bzw. ein Zugstreifen) Verwendung finden. Für die beschriebenen Merkmale,
die je nach Öffnungs- oder Schließzustand ein selbständiges Aufrichten oder Anlegen des Zugringes oder auch der Ausgussmundung betreffen, ist eine einstückige Ausgestaltung des Verschlussdeckels mit der Basis wie auch eine separate Ausbildung möglich.
Gemäß einer weiter bevorzugten Ausgestaltung ist möglich, dass auf einer Au- ßenumfangsoberfläche der Ringdichtung und auf einer Innenumfangsoberfläche der Mündung zur Bildung eines lösbaren Rasteingriffes geeignete Rippen vorgesehen sind. Dazu alternativ oder kombinativ können auf einer Außenum- fangsoberfläche des Zentrierwulstes und auf einer Innenumfangsoberfläche einer von einer Ringkehle des Verschlussdeckels ausgehenden Zentrierwandung zur Bildung eines lösbaren Rasteingriffes geeignete Rippen vorgesehen sein. Einem jeweiligen solchen Rasteingriff kommt im Sinne vorliegender Erfindung Bedeutung hinsichtlich verschiedener, je nach konkreter Ausgestal- tung zu übernehmender Funktionen zu. Einerseits wird durch eine jeweilige Rastung Öffnungskräften entgegengewirkt, die im Verschlusszustand des Verschlussdeckels durch die sich dagegen federelastisch abstützende Abtropfkante und/ oder den elastisch dagegen federnden Zugring zustande kommen. Des Weiteren wird der zwischen einer jeweiligen Innen- und Außenumfangsober- fläche bestehende Passsitz durch einen derartigen Rasteingriff fixiert. Insbesondere wirkt sich dies von Vorteil aus, wenn auf den Oberflächen der Verschlusskappe bereits ein gewisser Ftüssigkeits-, insbesondere Ölfilm vorhanden ist, durch welchen der Öffnungswiderstand ansonsten verringert wird. Darüber hinaus kommt einem solchen vorgenannten Rasteingriff besonders im Bereich zwischen der Ringdichtung und der Mündung Bedeutung hinsichtlich einer verbesserten Dichtwirkung zu, indem der im Querschnitt zahnprofilartige Eingriff mit der gebildeten richtungsabwechselnden Fuge wie eine Labyrinthdichtung wirkt Insbesondere ist bevorzugt, dass die Rippen von der Ringdichtung und der Mündung bzgl. der Längs- bzw. Symmetrieachse der Verschluss-
kappe wechselweise radial hervorstehen und insbesondere in Umfangsrich- tung durchgehend umlaufend ausgebildet sind. Hinsichtlich des möglichen anderen Rasteingriffs ist entsprechend bevorzugt, dass die Rippen von dem Zentrierwulst und von der Zentrierwandung bzgl. der Längs- bzw. Symmetrie- achse der Verschlusskappe wechselweise radial hervorstehen. Hinsichtlich des letztgenannten Rasteingriffes ist bevorzugt daran gedacht, dass die Rippen an dem Zentrierwulst und an der Zentrierwandung in einander zugeordneten Umfangsabschnitten, insbesondere in Umfangsabschnitten über jeweils einen Umfangswinkel von etwa 90° hinweg, vorgesehen sind. Hierbei kann eine formtechnisch günstige Lösung darin bestehen, dass zwei Umfangsabschmtte vorgesehen sind, von denen je einer einseitig angrenzt an einen Umfangswin- kelbereich, in welchem die Ausgussmundung gegenüber dem übrigen Umfang schirmartig radial weiter ausgezogen ist. Der letztgenannte Umfangswinkelbe- reich kann sich dabei bevorzugt über einen Winkel von etwa 120° hinweg er- strecken. Eine einfache und zudem zweckmäßige Weiterbildung ist dadurch möglich, dass die Rippen im Querschnitt jeweils die Gestalt eines Dreieckes, insbesondere eines gleichschenkligen oder gleichseitigen Dreieckes, aufweisen, wobei dem, wie auch einer an das verwendete Material angepassten Wahl der Querschnittsabmessungen der Rippen Bedeutung im Hinblick für eine zum wiederholten Schließen und Öffnen des Rasteingriffes geeignete Nachgiebigkeit zukommen kann. Ausgehend von dem Verschlusszustand des Verschlussdeckels kann dieser durch eine bestimmte Öffnungskraft unter Überwindung der Nachgiebigkeit zum Öffnen entrastet und bei Bedarf umgekehrt zum Schließen der Verschlusskappe wieder verrastet werden. Speziell istbe- vorzugt, dass den Rasteingriff bildende, von einander dazu zugeordneten gegenüberliegenden Oberflächen ausgehende Rippen während des Rasteingriffes mit ihrem Scheitel die jeweils gegenüberliegende Oberfläche berühren, was von Vorteil insbesondere für die angesprochene Dichtfunktion ist. Alternativ oder kombinativ kann auch vorgesehen sein, dass der Abstand zwischen zwei
von der gleichen Oberfläche ausgehenden, benachbarten Rippen breiter als die diesbezügliche Grundfläche einer Rippe ist. Wenn zwischen je zwei während des Rasteingriffes benachbarten Rippen ein freier begrenzter Querschnitt verbleibt, wird dadurch ein kapillarwirksamer Aufnahmeraum für die Flüssigkeit bereitgestellt, der für die Dichtwirkung w eiter von Vorteil ist. Insbesondere kann die Anzahl der Rippen je Oberfläche und Rasteingriff zwischen fünf und zehn, vorzugsweise etwa sechs, betragen. Schließlich ist bevorzugt, dass die beiden genannten Rasteingriffe an der Verschlusskappe beide verwirklicht sind und dabei in Längs- bzw. Symmetrierichtung der Verschlusskappe zuein- ander überlappend liegen.
Die vorliegende Erfindung wird nachstehend näher mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen erläutert, in denen jedoch lediglich, den Schutzbereich nicht einschränkende Ausführungsbeispiele wiedergegeben werden. Es zeigt:
Fig. 1 in einem Längsschnitt eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verschlusskappe in Offenstellung,
Fig. 2 die in Fig. 1 dargestellte Verschlusskappe in einem zu Fig. 1 senk- recht geführten weiteren Längsschnitt (vgl. auch Fig.5), dabei jeweils halbseitig in einer Offen- und Verschlussstellung,
Fig. 3 die in Fig. 1 dargestellte Verschlusskappe in Verschlussstellung in Seitenansicht, jeweils halbseitig in den in Fig. 7 gekennzeichneten entgegengesetzten Betrachtungsrichtungen,
Fig. 4 eine Unteransicht der in Mg. 1 dargestellten Verschlusskappe in Blickrichtung JV,
Fig. 5 eine Draufsicht auf die in Fig. 1 dargestellte Verschlusskappe in Blickrichtung V,
Fig. 6 die in Fig. 1 dargestellte Verschlusskappe, jedoch nach Heraustren- nen einer zentralen Verschlussmembran,
Fig. 7 die in Fig. 1 dargestellte Verschlusskappe bei gleicher Schnittführung, jedoch in Verschlussstellung,
Fig. 8 in einem Längsschnitt eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verschlusskappe in Offenstellung,
Fig. 9 die in Fig. 8 dargestellte Verschlusskappe in einem zu Fig. 8 senkrecht geführten weiteren Längsschnitt, dabei jeweils halbseitig in ei- ner Offen- und Verschlussstellung,
Fig. 10 die in Fig. 8 dargestellte Verschlusskappe bei gleicher Schnittführung wie in Fig. 8, jedoch in Verschlussstellung,
Fig. 11 eine hinsichtlich der Blickrichtung mit Fig. 5 vergleichbare Draufsicht auf die erfindungsgemäße Verschlusskappe in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform,
Fig. 12 eine Schnittansicht entlang Schnittlinie XU-XU in Fig. 11, wobei halb- seitig links der Verschlussdeckel abweichend in Verschlussstellung dargestellt ist,
Fig. 13 eine Detailvergrößerung eines Querschnittsbereiches, welcher in dem in Fig. 12 gezeigten Ausschnitt XUI-XUI in Blickrichtung hinter dem Rücksprung der Zentrierwulst liegt, und
Fig. 14 eine gegenüber Fig. 13 nochmalige Vergrößerung des Ausschnitts xrv-xrv.
Fig. 1 zeigt in einem Längsschnitt eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verschlusskappe 1, die speziell auch zum Verschließen einer mit Speiseöl befüllten Rasche mit Schraubmündung geeignet ist. Diese weist einen kreisförmigen Verschlussdeckel 2, einen zylindrischen Verschlussmantel 3 und einen Ausguss 4 auf. Dieser erweitert sich mit einer Ausgussmundung 5 bis hin zu einer Abtropfkante 6, wobei das Profil der Ausgussmundung in Um- fangsrichtung unterschiedlich ausgebildet ist (vgl. auch Rg. 5). Der Ver- schlussdeckel 2 ist in einer gegenüber der Verschlussstellung um 180° um eine scharnierartige Lasche 7 geschwenkten Offenstellung gezeigt, wobei insgesamt eine einstückige Ausbildung vorliegt. Der Verschlussdeckel 2 weist eine Kopfplatte 19, d. h. einen Kopfdeckel, auf, von welchem - bezogen auf den Verschlusszustand - unterseitig eine Ringdichtung 8 hervorsteht. Zur Anpas- sung an ein öliges, zur Tropfenbildung neigendes Füllmittel einer zu verschließenden Flasche, wie bspw. Speiseöl, sind an einer Innenwandfiäche 9 einer zylindrischen Wandung 10 des Ausgusses 4 Zungensegmente 11 in Um- fangsrichtung benachbart angeformt. Diese erstrecken sich unter Freihaltung eines mittigen Durchtrittsquerschnitts 12 (vgl. auch Rg.4) nach radial einwärts und weisen ausgehend von der Innenwandfiäche 9 bis hin zu dem radial innenliegenden freien Ende eine konische Verjüngung auf. Dadurch ist zwischen benachbarten Zungensegmenten 11 jeweils ein Spalt 13 von in Radialrichtung etwa konstanter Breite belassen. Zugleich weisen die Zungensegmente 11 zu ihrem freien Ende hin eine zur Verschlussunterseite, d. h. entgegen der Ent
nahme-Strömungsrichtung einer Rüssigkeit, gerichtete Orientierung auf. Durch die Zungensegmente 11 wird eine einen Behälter durch die zylindrische Wandung 10 als Ausgusshülse verlassende Rüssigkeit in der Weise beruhigt, dass ein Gluckern und Spritzen, wie auch ein stoßartiger Durchtritt vermieden werden. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist an die Innenwandfiäche 9 bezüglich der Zungensegmente 11 in Austrittsrichtung, d. h. oberhalb liegend eine kreisförmige, den Austrittsquerschnitt verschließende Verschlussmembran 14 randseitig umlaufend angeformt. Von deren Oberseite erstreckt sich von einem randseitigen Anschlusspunkt 15 ausgehend ein Zugring 16, der mit einem Rnger aufgenommen und mit der Verschlussmembran 14 gemeinsam von der Verschlusskappe abgezogen werden kann. Die Verschlussmembran 14 wird dabei entlang einer randseitig umlaufenden, wandstärkenverringerten Reißfuge 17 aus der zylindrischen Wandung 10 irreversibel herausgelöst. An die zylindrische Wandung 10 des Ausgusses 4 schließt sich radial außenseitig eine dazu im Längsschnitt im Wesentlichen rechtwinklig verlaufende Ringdek- ke 18 an, die wiederum radial außenseitig in den Verschlussmantel 3 übergeht. Wie wiederum besonders in Verbindung mit Rg. 5 deutlich wird, trägt die Ringdecke 18 oberseitig einen Zentrierwulst 20. Dieser erstreckt sich in dem gezeigten Ausführungsbeispiel nur entlang des Umfangsteilbereichs, der au- ßerhalb des in Rg. 5 mit dem Winkel α bezeichneten Umfangsbereichs liegt. Des Weiteren ist erfindungsgemäß an dem Verschlussmantel 3 ein Innengewinde 21 verwirklicht, das auf einem Außengewinde einer PET-Raschenmündung aufschraubbar ist (vgl. Rg.2). Schließlich ist bei der dargestellten bevorzugten Ai sführungsform an den Verschlussmantel 3 unter- seitig mit entlang des Umfanges verteilten Stegen 22 einstückig ein Garantie- und Abreißband 23 angeformt In seinem unteren Randbereich weist dieses eine von seiner Innenwand im Profil hakenartig vorstehende Ringwulst 24 auf, die beim maschinellen Verschließen einer Rasche unter radialer Aufweitung über eine von der Raschenmündung außenseitig vorstehende Gegenwulst 25
gezwungen wird (vgl. Rg.2). Beim erstmaligen Aufschrauben der Verschlusskappe 1 wird diese durch die Gewindesteigung von dem an der Gegenwulst 25 mittels der Ringwulst 24 verhakten Garantie- und Abreißband 23 unter Aufreißen zumindest einzelner Stege 22 abgezogen.
Rg. 2 ist in einem in Relation zu Rg. 1 rechtwinklig geführten Längsschnitt in der linken Zeichnungshälfte die Verschlussstellung und in der rechten Zeichnungshälfte wiederum die Offenstellung, jedo ch in auf eine Raschenmündung 26 aufgeschraubtem Zustand zu entnehmen. Bei der Raschenmündung 26 handelt es sich in dem gezeigten Beispiel um eine ein Außengewinde 27 tragende, standardisierte Raschenmündung vom Typ PCO, die für einen Nenndurchmesser von 28 Millimetern bei PET-Raschen Verwendung findet. Alternativ könnte die Verschlusskappe 1 jedoch auch auf eine andere Schraubmündung, bspw. vom Typ BPF, aufschraubbar sein. Rg. 2 ist in der rechten, die eingeschraubte Raschenmündung 26 mit darstellenden Bildhälfte zu entnehmen, dass im Bereich des Mündungsrands 28 insgesamt drei ringförmige Dichtzonen mit der Verschlusskappe 1 bestehen. Zum einen ist die zylindrische Wandung 10 zur Verschlussunterseite hin im Wesentlichen geradlinig in eine DichÜippe 29 verlängert, deren Außendurchmesser - wie lediglich sche- matisch angedeutet - geringfügig größer als der Innendurchmesser der Raschenmündung 26 ist, wobei die Radien- bzw. Durchmesserdifferenz in der Praxis durch eine Materialverformung aufgenommen und dadurch ein Gegendruck für eine dichtende Anlage aufgebaut wird. Die zylindrische Wandung 10 gleitet beim Aufschrauben der Verschlusskappe 1 unter einer geringen Ra- dialstauchung innenseitig auf die Raschenmündung 26 auf, so dass eine Innendichtung entsteht. Hinzu kommt eine Außendichtung zwischen einer zylindrischen Dichtinnenwandung 30, deren Durchmesser etwa gleich oder geringfügig kleiner als der Durchmesser einer an der Raschenmündung 26 zugeordneten Dichtaußenwandung 31 ist. Schließlich tritt noch eine sog. Kopfdich-
tung hinzu, die zwischen der Stirnfläche 32 der Raschenmündung 26 und einer von der Ringdecke 18 unterseitig vorspringenden Stufe 33 wirksam wird. Der linken Bildhälfte von Rg. 2 ist zudem noch eine Abdichtung zwischen dem Verschlussdeckel 2 und der Verschlussbasis, genauer der mit dem Ver- schlussmantel 3 mittels der Ringdecke 18 verbundenen zylindrischen Wandung 10, zu entnehmen. Die von der Kopfplatte 19 hervorstehende Ringdich- tung 8 weist dazu einen Außendurchmesser auf, der in dem gewählten Beispiel geringfügig größer als der Innendurchmesser der zylindrischen Wandung 10 in einem zur Abdichtung zugeordneten Längenabschnitt ist. Nur zur Veran- schaulichung sind diese Verhältnisse durch eine Überlappung angedeutet, an deren Stelle in der Praxis - je nach Gestaltung und Wahl der Abmessungen - eine gewisse Stauchung der Ringdichtung 8 und/ oder eine gewisse radiale Aufweitung der Wandung 10 tritt. Wie besonders in Verbindung mit Rg. 5 deutiich zu erkennen ist, weist der Zentrierwulst 20 in der Schnittebene von Rg. 2 zwei einander am Umfang gegenüberliegende, einwärts gerichtete Rücksprünge 34 auf, welche mit Rastnocken 44 des Verschlussdeckels 2 formschlüssig als Verdrehsicherung zusammenwirken, um beim Verschließen einer Raschenmündung mit der Verschlusskappe 1 in einer Abfüllanlage die scharnier- artige Lasche 7 zu enüasten. Zwischen der sich im Längsschnitt von Rg. 2 nur vergleichsweise gering nach außen hin aufweitenden Ausgussmundung 5 und der Zentrierwulst 20 ist auch im Bereich der Rücksprünge 34 eine Rinne 35 gebildet. Diese dient als Rückhalt für eine geringe, an der im Pro fil keilspitzfö r- migen Tropfkante 6 abgescherte Rüssigkeitsmenge, so dass diese die Außenfläche des Verschlussmantels 3 nicht verschmutzen kann. Im Vergleich dazu ist in der rechten Hälfte von Rg. 1, d. h. abseits der Rücksprünge 34, die Rinne 35 verbreitert, während am Umfang gegenüberliegend (vgl. linke Hälfte von Rg. 1) an deren Stelle eine Kehle zwischen der Ringdecke 18 und der sich radial bis zu deren Randbereich erstreckenden Ausgussmundung 5 tritt. Wiederum mit Bezug auf die rechte Bildhälfte von Rg. 2 wird auch deutlich, dass die
eine Ausgusshülse formende zylindrische Wandung 10 - in Längsrichtung betrachtet - im Bereich ihres oberen Drittels mit der Ringdecke 18 verbunden ist, welche sich ihrerseits angrenzend an die Stirnfläche 32 der Raschenmündung 26 erstreckt. Dies trägt dazu bei, dass trotz einer vergleichsweise großen, das Ausgießverhalten begünstigenden Länge der Ausgusshülse, die in dem Beispiel zwischen einem Drittel und einem Viertel des Ausgussdurchmessers liegt, durch einen vergleichsweise geringen axialen Überstand der Ausgusshülse über die Stirnfläche 32 eine insgesamt geringe axiale Bauhöhe der Verschlusskappe 1 zu verwirklichen ist
Rg. 3 zeigt die bevorzugte Ausführungsform der Verschlusskappe 1 in Seitenansicht, wobei die linke Hälfte eine Ansicht in Blickrichtung Uta nach Rg.7 und die rechte Hälfte in dazu entgegengesetzter Blickrichtung Ulb, jeweils in Verschlussstellung, ist. In dem gewählten Ausführungsbeispiel weist die - in Ver- größerung wiedergegebene - Verschlusskappe 1 zusammen mit dem hieran unterseitig angeformten Garantie- und Abreißband 23 in Originalgröße eine Gesamtiiöhe H von 21,3 Millimetern auf. Die Höhe h ohne Garantieband beträgt etwa 16,25 Millimeter. Den größten Außendurchmesser D weist die Verschlusskappe 1 im Bereich ihrer unteren Randkante 37 mit im gewählten Bei- spiel 30,5 Millimetern auf. An die Randkante 37 schließt oberseitig eine glatte Mantelfläche 38 und daran oberseitig eine vergleichsweise breitere gerippte Mantelfläche 39 an. Die Oberseite der in Verschlusslängsrichtung verlaufenden Rippen 40 schließt im Übergang bündig an die glatte Mantelfläche 38 an. In dem Beispiel ist zu der Verschlussoberseite hin eine konische Verjüngung der Mantelflächen 38, 39 vorgesehen, wobei der Konuswinkel k etwa 1 Grad beträgt Bei dem gewählten Ausführungsbeispiel ist die Rippen- Erodierstruktur als Oberfläche nach VDI 3400 Ref. 27 ausgeführt. Im Hinblick auf ihr an BPF- o der PCO -Raschenmündungen angep asstes Innengewinde 21 wie auch die zuvor genannten äußeren Abmessungen ist die Verschlusskappe
1 geometrisch an einen Verschlusskopf einer Abfüllanlage angepasst, der zum Aufschrauben von herkömmlichen Kunststoffschraubverschlüssen für Getränke auf PET-Raschen geeignet ist. Gegenüberliegend der scharnierartigen Lasche 7 ist an der Mantelfläche 39 unter bereichsweisem Fortfall der Rippen 40 eine Schrägfläche 41 vorgesehen, welche eine im Vergleich zum Konuswinkel k größere Neigung aufweist, so dass der angrenzende Verschlussdeckel 2 ihren oberen Rand zur Ausbildung einer Griffkante nach radial außen überragt.
Rg.4 zeigt in einer Unteransicht gemäß Blickrichtung IV nach Hg. 1 nochmals die in Radialrichtung platzsparende und dadurch einen großen Austrittsquer- schnitt des Ausgusses 4 belassende Struktur der Verschlusskappe 1. Bei der mittigen Wölbung 42 handelt es sich um einen Anspritzpunkt an der Ver- schlussmembran 14.
Rg. 5 zeigt eine Draufsicht auf die Verschlusskappe 1 in Blickrichtung V nach Rg. 1. Es wird deuüich, dass die Ausgussmundung 5 über einen Umfangs- winkelbereich α von 120 Grad hinweg schirmartig radial weiter ausgezogen ist. Durch die in Rg. 1 verdeutiichte Neigung ß wird mit der Abtropfkante 6 in diesem Umfangssegment zugleich auch ein größerer axialer Abstand von der Ringdecke 18 erreicht In dem Schirmsegment erstreckt sich die Ausgussmundung 5 als elastische Federlippe in der in Rg. 1 gezeigten Offenstellung mit der Abtropfkante 6 in Axial- bzw. Verschlusslängsrichtung bis über eine Bezugsebene E hinaus, welche in der in Rg. 7 gezeigten Verschlussstellung mit der Unterseite der Kopfplatte 19 zusammenfällt. Bei einem Übergang zur Ver- Schlussstellung wird der hervorstehende Außenrand der Ausgussmundung 5 von der Kopfplatte 19 elastisch federnd zurückgebogen, so dass bzgl. des Ver- schlusszustands eine insgesamt geringe axiale Bauhöhe erzielbar ist (vgl. Rg. 7). Beim Öffnen erfolgt federelastisch ein automatisches Aufrichten, so dass bedarfsgerecht ein Ausguss 4 mit einer für das Ausgießverhalten günsti-
gen großen Lange zur Verfugung steht. Rg. 7 zeigt auch, dass der Zentrierwulst 20 in der Verschlussstellung mit einer Ringkehle 43 des Verschlussdek- kels 3 zentrierend zusammenwirkt. Die in dem Längsschnitt von Rg. 6 gezeigte Situation unterscheidet sich dadurch von Rg. 1, dass dort die Verschluss- membran 14 mit dem Zugring 16 bereits aus der zylindrischen Wandung 10 herausgetrennt ist.
Eine weiter bevorzugte Ausfuhrungsform der erfϊndungsgemaßen Verschlusskappe unterscheidet sich von dem in den Rguren beschriebenen Ausfuhrungs- beispiel dadurch, dass die Ausgussmundung 5 und die Zentrierwulst 20 (bis auf die Rucksprunge 34) über den gesamten Umfang hinweg gemäß der rechten Bildhalfte von Rg. 1 ausgebildet sind.
Rg. 8 zeigt in einem Längsschnitt eine weitere bevorzugte Ausfuhrungsform der erfϊndungsgemaßen Verschlusskappe 1, wobei den vorangehenden Rguren entsprechende Elemente bzw. Details auch mit entsprechenden Bezugszeichen versehen sind. Rg. 8 zeigt die Verschlusskappe 1 in einer Offenstellung, in der der Verschlussdeckel 2 um eine scharnierartige Lasche 7 gegenüber seiner Verschlussstellung um 180 Grad aufgeklappt ist. Die Abweichung zu den vorangehenden Rguren besteht darin, dass der Zugring 16 an der Verschlussmembran 14 in Schräglage angespritzt ist, so dass dieser sich in der Offenstellung bis über eine Bezugsebene E hinaus erstreckt, die in Verschlussstellung des Verschlussdeckels 2 mit der Kopfplattenunterseite zusammenfallt (vgl. Rg. 10). In der in Rg. 8 gezeigten schrägen Ruhelage erstreckt sich der Zugring 16 in einer Bezugsebene F, die mit der vorgenannten Bezugsebene E einen Neigungswinkel γ von in dem gewählten Beispiel etwa 12 Grad einschließt. Den in Verschlusslangsrichtung L am tiefsten liegenden Abschnitt des Zugringes stellt der Anschlusspunkt 15, d. h. der Anspritzbereich an der Verschlussmembran 14, dar, wahrend der am Umfang des Zugringes 16 gegenüberliegen-
de Griffabschnitt 45 den höchsten Punkt bildet. An dem Griffabschnitt 45 erstreckt sich die Unterseite 46 des Zugrings 16 von der Verschlussmembran 14 bzw. dem Anschlusspunkt 15 ausgehend in Verschlusslängsrichtung in dem Beispiel bis etwa auf Höhe der Abtropfkante 6 der in der rechten Hälfte von Rg. 8 zu entnehmenden Ausgestaltung. Des Weiteren ergibt sich in der gezeigten Offenstellung zwischen dem Griffabschnitt 45 und der Ausgussmundung 5 ein Mindestgriffabstand G, der in etwa der Querschnittshöhe K des Zugringes 16 entspricht.
Rg. 9 zeigt einen weiteren, gegenüber Rg. 8 um 90 Grad gedrehten, d. h. rechtwinklig verlaufenden Längsschnitt der in Rg. 8 gezeigten weiteren bevorzugten Ausführungsform. Die rechte Bildhälfte betrifft wiederum die Offenstellung des Verschlussdeckels 2, wobei die Verschlusskappe 1 (abweichend von Rg. 8 und 10) in auf eine Raschenmündung 26 aufgeschraubtem Zustand dargestellt ist. Erkennbar ist, dass sich der Zugring 16 auch in dieser Blickrichtung bzw. Projektionsebene ausgehend von dem Anschlussbereich 15 in Schräglage ansteigend erstreckt. Die linke Bildhälfte betrifft die gleiche Schnittebene, wobei aber (abweichend von Rg. 8) der Verschlusszustand des Verschlussdeckels 2 dargestellt ist, in welchem dieser mit der Ringdichtung 8 dichtend mit der zylindrischen Wandung 10 der Verschlusskappenbasis zusammenwirkt. Die linke Bildhälfte zeigt, dass sich der Zugring 16 mit seiner Oberkante federelastisch gegen die Unterseite der Kopfplatte 19 des Verschlussdeckels 2 abstützt.
Rg. 10 zeigt den Verschlusszustand nochmals anhand eines Längsschnittes, dessen Schnittfuhrung mit derjenigen in Rg. 8 identisch ist. Auch hier wird deutiich, dass sich der Zugring 16 über die nahezu gesamte Länge seiner Oberkante federelastisch gegen den Verschlussdeckel 2 abstützt. Die linke Bildhälfte zeigt des Weiteren, dass die gleichfalls federelastische Rückstellung
der Ausgussmundung 5 auf eine Abstützung der Abtropfkante 6 im Bereich der Ringkehle 43 des Verschlussdeckels 2 zurückzuführen ist. Je nach Ausgestaltung kann eine zur Verringerung der axialen Bauhöhe in Verschlussstellung führende elastische Umformung der Ausgussmundung alternativ oder kombinativ auch durch eine Anlage an der Kopfplatten-Unterseite zwischen der Ringdichtung 8 und der Ringkehle 43 herbeigeführtwerden.
Rg. 11 zeigt eine bzgl. der Blickrichtung mit Rg. 5 vergleichbare Draufsicht auf die erfindungsgemäße Verschlusskappe in einer weiter bevorzugten Ausfüh- rungsform. Hierin ist mit zwei sich jeweils über einen Umfangswinkel γ von etwa 90° erstreckenden Teilkreisabschnitten 47 die Lage eines ersten, zwischen einer Außenumfangsoberfläche 48 des Zentrierwulstes 20 und einer Innenumfangsoberfläche 49 einer von der Ringkehle 43 des Verschlussdeckels 2 ausgehenden Zentrier andung 50 erzielbaren Rasteingriffs 51 angedeutet. Der Teil- kreis 52 bezeichnet einen dazu radial innen liegenden zweiten Rasteingriff 53, welcher über den Umfang hinweg durchgehend zwischen einer Außenumfangsoberfläche 54 der Ringdichtung 8 und einer Innenumfangsoberfläche 55 der Mündung 5 durch ein Zudrücken des Verschlussdeckels 2 zu erzielen ist.
Rg. 12 gibt die Verhältnisse in einer Schnittansicht enüang Schnittlinie XU-XU nach Rg. 11 wieder, wobei in Rg. 12 in der linken Bildhälfte der Verschlussdeckel 2 abweichend von Rg. 11 geschlossen gezeigt ist. Wie ersichüich, führt der Schnitt durch die beiden gegenüberliegenden Rücksprünge 34 des Zentrierwulstes 20 und (in der linken Bildhälfte) durch den darin zur Verdrehsi- cherung aufnehmbaren Vorsprung 44 des Verschlussdeckels 2 hindurch. Die dadurch in Blickrichtung verdeckte Ringkehle 43 ist gestrichelt dargestellt, ebenso der sich an der Zentrierwand 50 anschließende Rasteingriff 51. Der in Blickrichtung hinter dem Rücksprung 34 liegende Querschnitt ist vergrößert in Rg. 13 dargestellt. Hier wird wie besonders auch in der demgegenüber noch-
mals vergrößerten Rg. 14 deutiich, dass die Rasteingriffe 51 und 53 jeweüs durch bzgl. der Längs- bzw. Symmetrieachse der Verschlusskappe 1 wechselweise radial hervorstehende Rippen 56 erzielbar sind. Angesichts in dem gewählten Beispiel gleichen Querschnittes der Rippen 56 sind diese mit dem gleichen Bezugszeichen versehen. Der Unterschied besteht, wie schon erläutert, darin, dass die Rippen 56 des Rasteingriffes 51 nur umfangsabschnittsweise, hingegen diejenigen Rippen 56 des Rasteingriffs 53 über den Umfang hinweg durchgehend ausgebildet sind. Durch die wechselweise radial hervorstehenden Rippen 56 ist gleichsam ein formschlüssiger Zahneingriff gebildet, der im Bereich zwischen den Rippen 56 verbleibender freier Querschnitte 58 ein gewisses Seitenspiel aufweist. Die Rippen 56 besitzen im Querschnitt jeweils die Form eines gleichschenkligen Dreiecks, wobei die Scheitel 57 der Rippen 56 während des Rasteingriffs 51, 53 die jeweils gegenüberliegende Oberfläche berühren. Auch ist dargestellt, dass der Scheitelabstand A zwischen zwei von der gleichen Oberfläche ausgehenden, benachbarten Rippen 56 breiter als die Grundfläche G einer Rippe 56 ist
Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehö- rigen/ beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollin- haltiich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.