Beschreibung
Verfahren zur Übertragung von WAP-Push-Nachrichten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Übertragung von Daten aus einem Datennetz an ein Telekommunikationsendgerät, wobei die Daten in dem Datennetz als mindestens eine WAP- Push-Nachricht vorliegen. Weiterhin betrifft die Erfindung Einrichtungen zur Übertragung von Informationen bei einer Kommunikation zwischen einem Telekommunikationsendgerät und einem Datennetz und ein Telekommunikationsendgerät .
Die Verbindung der Datenwelt, z.B. in Form des Internet, mit der Welt der Telekommunikation, speziell der Mobilfunknetze, gewinnt in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung. Zur Nutzung der Informationen und Dienste des Internet, wie z.B. E-Mail, im Bereich der Mobilfunktechnik dient der sogenannte WAP (Wireless Application Protocol) -Standard. Dieser Standard schafft mit seiner mehrschichtigen Protokollarchitektur eine einheitliche Grundlage zur Nutzung drahtloser IP (Internet Protocol) -Dienste, und zwar unabhängig von der eigentlichen Funkschnittstelle, wobei als technische Vorraussetzung für die Internetkommunikation lediglich ein Zugang zu einem Mobilfunknetz, ein Mobiltelefon mit einem mehrzelligen Textdisplay und ein Mikro-Browser genügen.
Mit WAP ist es möglich, Inhalte, die im Internet zur Verfü- gung gestellt werden, abzurufen und auf das Mobiltelefon zu laden, wobei dieser Vorgang, bei dem Daten nur auf Abruf gesendet werden, allgemein kurz mit "Pull" bezeichnet wird. Will man nun Daten aus dem Internet heraus an ein Mobiltelefon schicken, seien es Nachrichten, die ein Informations- dienst zur Verfügung stellt, Werbung, die ein Anbieter aus dem Internet an seine Kunden verschickt, oder im einfachsten Fall eine E-Mail oder SMS, so spricht man bei diesem Vorgang,
bei dem keine Daten von dem Mobiltelefon angefordert, sondern "spontan" gesendet werden, von "WAP-Push" .
Bei WAP-Push werden - wie in Figur 2 dargestellt - die Daten internetseitig von einem Push Initiator PI mit dem Push Access Protocol PAP an die Schnittstelle zwischen Internet und Mobilfunknetz, das Push Proxy Gateway PPG, übertragen. Von dort werden die Daten zum Mobiltelefon DEVICE eines WAP- Kunden im Push-over-the-Air (OTA) -Protocol gesendet. Dieses Push-over-the-Air-Protocol basiert auf der Struktur des Wireless Session Protocol (WSP) , des Kommunikationsprotokolls der Sitzungsschicht der WAP Protokollarchitektur, d.h. OTA-WSP, oder auf dem HTTP (Hypertext Transfer Protocol), d.h. OTA- HTTP.
Während herkömmliche WAP Standards 1.x auf UDP (User Datagram Protocol) basieren, lehnen sich die neueren WAP Standards 2.x an existierende Internet Protokolle wie TCP (Transmission Control Protocol), TLS (Transport ayer Security) und HTTP an.
Eine Reihe von mobilen Telekommunikationsendgeräten, wie z.B. bestimmte Gruppen von Mobilstationen oder Handheld Computer unterstützen das WAP-Push-Verfahren nicht. WAP-Push- Nachrichten, welche zu diesen Endgeräten versendet werden, müssen daher verworfen werden. Das gleiche Problem tritt bei Telekommunikationsendgeräten auf, welche nicht geeignet sind, eine bestimmte Art von WAP-Push-Nachrichten, wie z.B. MMS- Nachrichten, zu empfangen, wenn eine ebensolche WAP-Push- Nachricht für ein derartiges Telekommunikationsendgerät vorliegt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art aufzuzeigen, welches die Übertragung von Daten aus einem Datennetz an ein Telekommunikationsendgerät unabhängig von einer bestehenden WAP-Push Eignung des Telekommunikationsendgerätes ermöglicht. Weiterhin soll ein ge
eignetes Telekommunikationsendgerat und Einrichtungen zur U- bertragung von Informationen bei einer Kommunikation zwischen einem Telekommunikationsendgerat und einem Datennetz zur Durchfuhrung des Verfahrens aufgezeigt werden.
Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelost.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegens- tand von Unteranspruchen .
In dem Verfahren zur Übertragung von Daten aus einem Datennetz an ein Telekommunikationsendgerat liegen die Daten in dem Datennetz als mindestens eine WAP-Push-Nachricht vor. Er- findungsgemaß werden dem Telekommunikationsendgerat auf eine erste Anforderungsnachricht des Telekommunikationsendgerates hin von dem Datennetz Informationen über die mindestens eine WAP-Push-Nachricht übermittelt und das Telekommunikationsendgerat fordert die Daten unter Bezugnahme auf die zuvor uber- ittelten Informationen über die mindestens eine WAP-Push- Nachricht an.
Vorteilhafterweise findet vor der Übermittlung der Informationen über die mindestens eine WAP-Push-Nachricht eine Uber- prufung statt, ob innerhalb des Datennetzes WAP-Push-
Nachrichten für das betreffende Telekommunikationsendgerat vorliegen . Bei Vorliegen einer WAP-Push-Nachricht für das Telekommunikationsendger t wird diese dem Telekommunikationsendgerat jedoch nicht unaufgefordert zugestellt, wie es die WAP-Push Standards beinhalten, vielmehr werden Informationen über die WAP-Push-Nachricht übermittelt.
In Weiterbildung der Erfindung werden die Daten im Anschluss von dem Datennetz an das Telekommunikationsendgerat ubermit- telt.
Mit Vorzug handelt es sich bei der ersten Anforderungsnachricht des Telekommunikationsendgerätes um eine Anforderung nach Informationen über für das Telekommunikationsendgerät bestimmte WAP-Push-Nachrichten. Demnach erhält das Telekommu- nikationsendgerät die Informationen über die mindestens eine WAP-Push-Nachricht auf eigene Anforderung nach diesen Informationen. Diese Anforderung kann entweder explizit oder durch eine Informationsnachfrage unter einer Adresse, bei welcher Informationen über WAP-Push-Nachrichten gespeichert sind, er- folgen.
Dem Telekommunikationsendgerät kann vor dem Versenden der ersten Anforderungsnachricht auf eine zweite Anforderungsnachricht des Telekommunikationsendgerätes nach nicht-WAP- Push-Inhalten aus dem Datennetz hin eine Aufforderung zur
Versendung der ersten Anforderungsnachricht übermittelt werden. Beispielsweise kann das Telekommunikationsendgerät mit der zweiten Anforderungsnachricht eine Internetseite anfordern, worauf es als Antwort nicht die angeforderte Internet- seite erhält, sondern die Internetadresse einer Seite, welche Informationen über für das Telekommunikationsendgerät adressierte WAP-Push-Nachrichten beinhaltet. Die Angabe dieser Adresse entspricht der Aufforderung an das Telekommunikationsendgerät, die erste Anforderungsnachricht nach Informationen über WAP-Push-Nachrichten zu versenden.
Bei der ersten Anforderungsnachricht des Telekommunikationsendgerätes kann es sich um eine Anforderung nach nicht-WAP- Push-Inhalten handeln. In diesem Fall kann das Telekommunika- tionsendgerät zum Beispiel als erste Anforderungsnachricht eine Internetseite anfordern, und als Antwort auf diese Anforderung Informationen über für das Telekommunikationsgerät im jeweiligen Datennetz vorliegende WAP-Push-Nachrichten erhalten. So kann eine zweite Anforderungsnachricht mit einer Anfrage des Telekommunikationsendgerätes nach Informationen über WAP-Push-Nachrichten unterbleiben.
In einer Ausgestaltung der Erfindung werden dem Telekommunikationsendgerat zusammen mit den Informationen über die mindestens eine WAP-Push-Nachricht zusatzlich Informationen über weitere WAP-Push-Nachrichten übermittelt. Das Telekommunika- tionsendgerät kann dann z.B. aus einer Liste von WAP-Push- Nachrichten auswählen, welche WAP-Push-Nachrichten ihm übermittelt werden sollen und die entsprechende Anfrage versenden.
Die Informationen über die mindestens eine WAP-Push-Nachricht können z.B. lediglich das Vorliegen der WAP-Push-Nachricht anzeigen. Jedoch kann es sich bei den Informationen über die mindestens eine WAP-Push-Nachricht auch um Informationen betreffend den Typ der mindestens einen WAP-Push-Nachricht handeln, wie zum Beispiel um die Angabe, dass die WAP-Push- Nachricht eine MMS-Nachricht ist. Weiterhin können die Informationen über die mindestens eine WAP-Push-Nachricht Priori- tatsangaben dieser WAP-Push-Nachricht betreffen, so dass das Telekommunikationsendgerat eine Auswahl aus mehreren WAP- Push-Nachrichten unter Beachtung der jeweiligen Prioritatsan- gaben treffen kann. Bei den Informationen über die mindestens eine WAP-Push-Nachricht kann es sich auch um mindestens einen Empfangszeitpunkt der mindestens einen WAP-Push-Nachricht im Datennetz handeln, so dass das Telekommunikationsendgerat er- kennen kann, wie aktuell die jeweilige WAP-Push-Nachricht ist. Schließlich können die Informationen über die mindestens eine WAP-Push-Nachricht mindestens einen Zeitpunkt zur Loschung der WAP-Push-Nachricht betreffen. Ein Zeitpunkt zur Loschung ist dann relevant, wenn die WAP-Push-Nachricht mit einem Zeitfenster zur Zustellung verknüpft ist. Nach dem Ende des Zeitfensters kann dann der Inhalt der WAP-Push-Nachricht im Datennetz geloscht werden. Beliebige Kombinationen zwischen den oben genannten Informationsarten oder auch die U- bermittlung anderer Informationen über die mindestens eine WAP-Push Nachricht an das Telekommunikationsendgerat sind möglich.
Die oben genannte Aufgabe hinsichtlich der Einrichtung wird durch eine Einrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 8 gelöst.
Die Einrichtung zur Übertragung von Informationen bei einer Kommunikation zwischen einem Telekommunikationsendgerat und einem Datennetz umfasst Mittel zum Speichern von mindestens einem Datensatz, welcher im Datennetz in Form von einer WAP- Push-Nachricht für das Telekommunikationsendgerät vorliegt, sowie Mittel zum Übertragen von Informationen über die mindestens eine WAP-Push-Nachricht an das Telekommunikationsendgerät auf eine diesbezügliche ersten Anforderungsnachricht des Telekommunikationsendgerätes hin, sowie Mittel zum Übertragen des mindestens einen Datensatzes an das Telekommunika- tionsendgerät auf eine diesbezügliche zweite Anforderungsnachricht des Telekommunikationsendgerätes hin.
Die oben genannte Aufgabe hinsichtlich der Einrichtung wird weiterhin durch eine Einrichtung mit den Merkmalen des An- Spruchs 9 gelöst.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung ist Gegenstand eines Unteran- spruchs . Die Einrichtung zur Übertragung von Informationen bei einer Kommunikation zwischen einem Telekommunikationsendgerät und einem Datennetz umfasst Mittel zum Empfangen und Auswerten einer ersten Anforderungsnachricht des Telekommunikationsendgerätes, sowie Mittel zum Überprüfen des Vorliegens von min- destens einer WAP-Push-Nachricht für das Telekommunikationsendgerat in dem Datennetz, und Mittel zum Versenden von Informationen über mindestens eine für das Telekommunikationsendgerät in dem Datennetz vorliegenden WAP-Push-Nachricht an das Telekommunikationsendgerat bei einem positiven Ergebnis der vorhergehenden Überprüfung.
Die Überprüfung, ob WAP-Push-Nachrichten für das Telekommunikationsendgerat vorliegen, findet vorzugsweise durch eine Abfrage bei einer geeigneten Einrichtung statt, welche die WAP- Push-Nachrichten für das betreffende Telekommunikationsendge- rat speichert.
Vorteilhafterweise weist die Einrichtung weiterhin Mittel zum Versenden einer Antwort an das Telekommunikationsendgerat auf, welche das Telekommunikationsendgerat zur Versendung ei- ner zweiten Anforderungsnachricht nach Informationen über
WAP-Push-Nachrichten auffordert, auf die erste Anforderungsnachricht des Telekommunikationsendgerates hin.
Die beschriebenen Einrichtungen zur Übertragung von Informa- tionen eignen sich insbesondere zur Durchfuhrung des erfin- dungsgemaßen Verfahrens . Hierzu können sie weitere geeignete Mittel aufweisen.
Die oben genannte Aufgabe hinsichtlich des Telekommunikati- onsendgerates wird durch ein Telekommunikationsendgerat mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelost.
Eine vorteilhafte Weiterbildung ist Gegenstand eines Unteranspruchs .
Das erfindungsgemaße Telekommunikationsendgerat weist Mittel zum Versenden einer Nachricht zur Anforderung von Informationen über WAP-Push-Nachrichten und/oder von nicht-WAP-Push- Inhalten aus einem Datennetz auf, sowie Mittel zum Empfangen und Auswerten von Informationen über einen oder mehrere Datensatze, welcher oder welche in dem Datennetz in Form von einer oder mehreren WAP-Push-Nachrichten vorliegen, sowie Mittel zum Anfordern von mindestens einem Datensatz unter Bezugnahme auf die zuvor bermittelten Informationen, und Mit- tel zum Empfangen des angeforderten Datensatzes oder der angeforderten Datensatze.
In einer Ausgestaltung der Erfindung handelt es sich bei dem Telekommunikationsendgerät um ein nicht-WAP-Push-kompatibles Telekommunikationsendgerät. Es kann sich auch um ein eingeschränkt WAP-Push-kompatibles Telekommunikationsendgerat han- dein, d.h. ein Telekommunikationsendgerät, welches zwar grundsätzlich WAP-Push-kompatibel ist, aber eine oder mehrere Arten von WAP-Push-Nachrichten nicht unterstützt. Ein Beispiel hierfür ist ein Mobiltelefon, welches zwar keine MMS- Nachrichten empfangen kann, jedoch zum Empfang von anderen WAP-Push-Nachrichten ausgestattet ist.
Das erfindungsgemäße Telekommunikationsendgerät eignet sich insbesondere zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Hierzu kann es weitere geeignete Mittel umfassen, wie z.B. Mittel zum Auswählen einer anzufordernden WAP-Push- Nachricht aus Informationen über mehrere für das Telekommunikationsendgerät vorliegende WAP-Push-Nachrichten.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbei- spiels näher erläutert. Dabei zeigen
Figur 1: ein AblaufSchema des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Figur 2: den Stand der Technik zum WAP-Push-Ve fahren,
Figur 3: eine erste erfindungsgemäße Einrichtung zur Übertragung von Informationen,
Figur 4 : eine zweite er indungsgemäße Einrichtung zur Über- tragung von Informationen,
Figur 5: ein erfindungsgemäßes Telekommunikationsendgerät.
Der Stand der Technik bezüglich des WAP-Push-Verfahrens ist in Figur 2 dargestellt, er wurde oben bereits erläutert. Im folgenden wird davon ausgegangen, dass Telekommunikationsendgeräte, welche sowohl auf WSP als auch auf HTTP basieren kön
nen, vorliegen, die nicht in der Lage sind, WAP-Push- Nachrichten nach den bisherigen WAP-Push-Standards zu empfangen bzw. zu verarbeiten. D.h. es handelt sich hierbei um Telekommunikationsendgeräte, welche WAP nicht unterstützen.
Liegt nun in einem Datennetz, wie z.B. dem Internet, eine WAP-Push-Nachricht für ein solches Telekommunikationsendgerät vor, so kann diese Nachricht dem Telekommunikationsendgerät nicht erfolgreich zugestellt werden. Figur 1 zeigt ein Ab- laufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens bei Vorliegen einer oder mehrerer WAP-Push-Nachrichten in einem Datennetz für ein Telekommunikationsendgerät, welches WAP nicht unterstützt. Bei der WAP-Push-Nachricht kann es sich hierbei z.B. um eine Service Indication (SI) , d.h. eine URL (Uniform Re- source Locator) und einen Text, um einen Service Loading
(SL) , d.h. um eine URL, um eine MMS oder e-mail handeln. Die Erfindung ist jedoch auf jegliche andere Arten von WAP-Push- Nachrichten anwendbar.
Das Telekommunikationsendgerät DEVICE sendet eine Anfrage WSP/HTTP_GET_x nach Daten aus dem Datennetz an einen Proxy (Verwendung von http zur Kommunikation zwischen dem Telekommunikationsendgerät DEVICE und Proxy) oder an ein GATEWAY (Verwendung von WSP zur Kommunikation zwischen dem Telekommu- nikationsendgerät DEVICE und Gateway) gegebenenfalls über geeignete weiterleitende Knoten. Bei der Anfrage kann es sich z.B. um eine Anfrage nach einer Internetseite handeln. Das verwendete Protokoll kann abhängig von der Art des Telekommunikationsendgerätes WSP oder HTTP sein. Dem Proxy oder Gate- way Web/WAP PROXY/GATEWAY ist bekannt, dass in dem Datennetz eine WAP-Push-Nachricht für das Telekommunikationsendgerät DEVICE vorliegt. Hierzu kann eine Abfrage zur Überprüfung des Vorliegens von WAP-Push-Nachrichten für das Telekommunikationsendgerat durch den Proxy oder das Gateway Web/WAP PROXY/GATEWAY erfolgen. Die für das Telekommunikationsendgerät DEVICE vorliegenden WAP-Push-Nachrichten sind in einer Einrichtung PUSH INBOX gespeichert.
Der Proxy oder das Gateway Web/WAP PROXY/GATEWAY sendet daher die Anfrage WSP/HTTP_GET_x nicht weiter, sondern antwortet mit der Nachricht WSP/HTTP_REDIRECT . Mittels dieser Nachricht WSP/HTTP_REDIRECT wird dem Telekommunikationsendgerat DEVICE die URL der Einrichtung PUSH INBOX bekannt gegeben. Die Nachricht WSP/HTTP_REDIRECT erfüllt somit nicht die Anforderung des Telekommunikationsendgerates DEVICE, sondern fordert das Telekommunikationsendgerat DEVICE dazu auf, eine Anfrage un- ter Verwendung der URL der PUSH INBOX zu versenden. Da die Einrichtung PUSH INBOX einen Speicher mit den vorliegenden WAP-Push-Nachrichten umfasst, entspricht die Nachricht WSP/HTTP_REDIRECT einer Aufforderung an das Telekommunikationsendgerat, Informationen über WAP-Push-Nachrichten anzufor- dern. Die Anfrage des Telekommunikationsendgerates erfolgt mittels der Nachricht WSP/HTTP_GETjp, wobei p der URL der Einrichtung PUSH INBOX entspricht, von dem Telekommunikationsendgerat DEVICE zu dem Proxy oder Gateway Web/WAP PROXY/GATEWAY, welcher eine Nachricht HTTP_GET_p unter Ver- endung des http-Protokolls an die Einrichtung PUSH INBOX gegebenenfalls über geeignete weiterleitende Knoten weiterleitet.
Im folgenden wird eine Liste mit Informationen über aktuell vorliegende WAP-Push-Nachrichten mittels der Nachrichten
HTTP_REPLY_LIST und WSP/HTTP_REPLY_LIST von der Einrichtung PUSH INBOX an das Telekommunikationsendgerat DEVICE über den Proxy oder das Gateway Web/WAP PROXY/GATEWAY bermittelt. Die Informationen über die vorliegenden WAP-Push-Nachrichten kon- nen verschieden ausgestaltet sein. Sie dienen dem Telekommunikationsendgerat DEVICE als Grundlage für die Entscheidung, welche der den WAP-Push-Nachrichten zugrundeliegenden Datensatze angefordert werden. Nach der Auswahl einer oder mehrerer WAP-Push-Nachrichten durch das Telekommunikationsendgerat DEVICE erfolgt die Versendung der Nachricht WSP/HTTP_GET_pl mit Bezugnahmen auf
die Informationen über die von dem Telekommunikationsendgerät ausgewählten WAP-Push-Nachrichten zur Anforderung dieser WAP- Push-Nachrichten. Die Nachricht wird von dem Proxy oder Gateway Web/WAP PROXY/GATEWAY als Nachricht HTTP_GET_pl an die Einrichtung PUSH INBOX weitergeleitet. Bei der Größe pl kann es sich hierbei um die URL des ersten Eintrags der Einrichtung PUSH INBOX handeln, wobei der erste Eintrag der ausgewählten WAP-Push-Nachricht entspricht . Daraufhin werden die der oder den WAP-Push-Nachrichten zugrundeliegenden Datensätze unter Verwendung der Nachrichten HTTP_REPLY_DATA und WSP/HTTP_REPLY_DATA von der Einrichtung PUSH INBOX über den Proxy oder das Gateway Web/WAP PROXY/GATEWAY an das Telekommunikationsendgerät DEVICE über- mittelt.
Eine Übersetzung des Inhaltes der Daten zur Anpassung an die Ausstattung des Telekommunikationsendgerätes kann bei der Ü- bermittlung der Daten an das Telekommunikationsendgerät DEVICE bei Bedarf durch die Einrichtung PUSH INBOX oder den Proxy oder das Gateway Web/WAP PROXY/GATEWAY oder auch durch beliebige andere Knoten erfolgen.
Figur 3 zeigt eine erfindungsgemäße Einrichtung PUSH INBOX mit einem Speicher MPI1 zum Speichern von WAP-Push- Nachrichten für Telekommunikationsendgeräte. Weiterhin umfasst die erfindungsgemäße Einrichtung PUSH INBOX Mittel MPI2 zum Übertragen von Informationen über WAP-Push-Nachrichten an Telekommunikationsendgeräte auf deren diesbezügliche Anfrage hin und Mittel MPI3 zum Übertragen von WAP-Push-Nachrichten an Telekommunikationsendgeräte auf deren diesbezügliche Anfrage hin. Die Einrichtung PUSH INBOX ist vorteilhafterweise Bestandteil des Datennetzes, sie kann realisiert sein durch einen Server oder dynamisch generiert werden. Wird das erfin- dungsgemäße Verfahren auf mehrere Telekommunikationsendgeräte angewandt, so ist es günstig, dass für jedes der Endgeräte eine erfindungsgemäße Einrichtung PUSH INBOX existiert.
Figur 4 zeigt einen erfindungsgemaßen Proxy oder Gateway Web/WAP PROXY/GATEWAY mit Mitteln MPG1 zum Empfangen und Auswerten von Anforderungs-Nachrichten von Telekommunikations- endgeraten . Weiterhin kann der Proxy oder das Gateway Web/WAP PROXY/GATEWAY aufgrund der Mittel MPG2 überprüfen, ob in einem Datennetz WAP-Push-Nachrichten für Teleko munikationsend- gerate vorliegen. Die Mittel MPG3 dienen der Versendung von Antworten auf die Anforderungs-Nachrichten der Telekommunika- tionsendgerate, welche diese zur Versendung einer Anforderungsnachricht nach Informationen über WAP-Push-Nachrichten auffordern. Mit den Mitteln MPG4 kann der Proxy oder das Gateway Web/WAP PROXY/GATEWAY Informationen über für Telekommu- nikationsendgerate vorliegende WAP-Push-Nachrichten versen- den, falls das Ergebnis der Überprüfung mit den Mitteln MPG2 positiv ausfallt.
Figur 5 stellt ein erfindungsgemaßes Telekommunikationsendgerat DEVICE mit Mitteln MD1 zum Versenden von Anforderungs- Nachrichten. Diese Nachrichten können zur Anforderung von Informationen über WAP-Push-Nachrichten oder von Inhalten unabhängig von WAP-Push-Nachrichten dienen. Zusatzlich umfasst das Telekommunikationsendgerat DEVICE Mittel MD2 zum Empfangen und Auswerten von Informationen über in einem Datennetz vorliegende WAP-Push-Nachrichten und Mittel MD3 zum Anfordern von mindestens einem der den WAP-Push-Nachrichten zugrundeliegenden Datensatze unter Bezugnahme auf die zuvor übermittelten Informationen. Weiterhin sind Mittel MD4 zum Empfangen des angeforderten Datensatzes oder der angeforderten Daten- satze vorhanden. Besonders vorteilhaft ist es, wenn das er- findungsgemaße Telekommunikationsendgerat DEVICE keine Mittel aufweist, welche es ihm erlauben, WAP-Push-Nachrichten ohne vorhergehende Anforderung durch das Telekommunikationsendgerat DEVICE, d.h. nach einem bisherigen WAP-Push-Standard zu empfangen bzw. zu verarbeiten.