Befestigungsvorrichtung für adaptierbare Panzerungselemente
Beschreibung:
Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für adaptierbare Panzerungselemente an gegen Waffeneinwirkung zu schützenden Objekten, insbesondere gepanzerten Kampffahrzeugen, bei der auf einer am Objekt angeordneten Panzerung Befestigungselemente angeordnet sind, die mit der Panzerung durch eine Schweißverbindung verbunden sind und die mit einem von außen zugänglichen Gewinde versehen sind, auf welches ein mit einem Gegengewinde versehenes Halterungselement zur Befestigung mindestens eines Panzerungselementes aufschraubbar ist.
Eine derartige Befestigungsvorrichtung ist beispielsweise in DE 41 19 138 AI beschrieben. Bei der bekannten Befestigungsvorrichtung sind auf einer ebenen Panzerung mit Muttergewinde versehene Gewindestücke angeordnet, mit deren Hilfe zusätzliche Panzerungselemente lösbar auf der ebenen Grundpanzerung befestigt werden können. Über die Art der Befestigung der Gewindestücke auf der Grundpanzerung sind dieser Druckschrift keine Einzelheiten zu entnehmen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsvorrichtung der oben und im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 beschriebenen Art so auszubilden, dass sie in einem einfach durchführbaren oder automatisierbaren Schweißverfahren rasch an der Gehäusewand befestigt werden kann und die Möglichkeit eröffnet, Panzerungselemente so zu befestigen, dass auch im Bereich der Befestigungs Vorrichtung keine ballistische S chwächung auftritt.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen aus dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1, gemäß denen jedes Befestigungselement einen auf die Gehäusewand aufsetzbaren Fuß mit kreisförmiger Grundfläche und vor- gegebenem Durchmesser besitzt und die Schweißverbindung ausschließlich aus einer kreisförmigen Schweißnaht besteht, die im Eckbereich zwischen dem Fuß und der Gehäusewand entlang des Umfangs des Fußes verläuft.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen be- schrieben. Es hat sich gezeigt, dass die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung in einem rasch durchführbaren mechanisierbaren oder automatisierbaren Schweißverfahren, beispielsweise mittels eines Orbitalschweißgerätes durchgeführt werden kann. Wie weiter unten anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben, ist es mit bestimmten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung möglich, einen sehr guten Überdeckungsgrad der Schweißnaht durch die adaptiven Panzerungselemente zu erreichen. Man erhält Schweißnähte guter und reproduzierbarer Qualität, die keiner Nachbearbeitung bedürfen. Weiterhin können wie ebenfalls weiter unten an Ausführungsbeispielen gezeigt, Befestigungsvorrichtungen unterschiedlicher Ausgestaltung in der erfindungsgemäßen Weise an der Gehäusewand befestigt werden.
Im folgenden werden anhand der beigefügten Zeichnungen Ausführungsbeispiele für die Befestigungsvorrichtung nach der Erfindung näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 u. 2 eine erste Ausführungsform einer Befestigungsvorrichtung für adaptierbare Panzerungselemente in Seitenansicht und in Draufsicht;
Fig. 3 u. 4 in einer Darstellung analog Fig. 1 u. 2 eine zweite Ausführungsform einer Befestigungsvorrichtung für adaptierbare Panzerungselemente;
Fig. 5 in teilweise geschnittener Seitenansicht eine auf einer Gehäusewand angeordnete Befestigungsvorrichtung nach Fig. 1 u. 2;
Fig. 6 in einer gegenüber den Fig. 1 u. 2 stärker vergrößerten Schnittdarstellung die Befestigung eines Panzerungselements auf einer Gehäusewand mittels der Befestigungsvorrichtung nach Fig. 1 u. 2.
Die in den Fig. 1 u. 2 dargestellte Ausführungsform eines Befestigungselements besitzt einen als kreisförmige Grundplatte mit vorgegebenem Durchmesser und vorgegebener Dicke ausgebildeten Fuß 1, auf dem senkrecht zur Ebene der Grundplatte und zentral ein als Bolzen ausgebildetes Befestigungsstück 2 angeordnet ist, das auf einem Teil seiner Länge mit einem Außengewinde 2.1 versehen ist.
Bei einer zweiten, in Fig. 3 u. 4 dargestellten Ausführungsform ist auf dem ebenfalls als kreisförmige Grundplatte mit vorgegebener Dicke und mit vorgegebenem Durchmesser ausgebildeten Fuß 3 ein Befestigungsstück 4 zentral angeordnet, das mit einer Mittenbohrung bzw. einem Sackloch 4.1 mit Innengewinde 4.2 versehen ist.
Fig. 5 zeigt, wie das in den Fig. 1 u. 2 dargestellte Befestigungselement auf einer Gehäusewand Pl, die Teil eines nicht dargestellten gepanzerten Kampffahrzeugs ist, befestigt ist. Hierzu ist der Fuß 1 auf die Gehäusewand Pl aufgesetzt und mit der
Gehäusewand Pl durch eine Schweißverbindung verbunden, die ausschließlich aus einer kreisförmigen Schweißnaht Sl besteht, die im Eckbereich zwischen dem Fuß 1 und der Gehäusewand Pl entlang des Umfangs des Fußes 1 verläuft.
Die entlang des Umfangs des Fußes 1 umlaufende Schweißnaht Sl kann entweder als zusammenhängende Schweißnaht oder als unterbrochene Schweißnaht ausgebildet sein.
In der gleichen Weise kann die Ausführungsform eines Befestigungselementes nach den Fig. 3 u. 4 auf einer Gehäusewand befestigt werden.
Sowohl das Befestigungselement nach den Fig. 1 u. 2 als auch das Befestigungselement nach den Fig. 3 u. 4 ist materialeinheitlich aus einem Stück bzw. als reibgeschweißtes Nerbundstück hergestellt.
Fig. 6 zeigt, wie mit Hilfe des Befestigungselements nach den Fig. 1 u. 2 ein adaptier- bares Panzerungselement PE auf der Gehäusewand Pl befestigt wird. Das Panzerungselement besitzt an seiner auf die Gehäusewand Pl aufzusetzenden Innenseite eine Ausnehmung 7.2, die über ein Durchgangsloch 7.1 mit der Außenseite verbunden ist. Zur Befestigung des Panzerungselements PE auf der Gehäusewand Pl wird das Panzerungselement PE derart auf das in Fig. 5 dargestellte, mit der Gehäusewand Pl fest verbundene Befestigungselement geführt, dass das Befestigungsstück 2 das Durchgangsloch 7.1 durchsetzt. Es wird dann auf das Befestigungsstück 2 ein Halterungselement 6 aufgeschraubt, bis es auf der Oberseite des Panzerungselements PE aufsitzt und somit das Panzerungselement auf der Gehäusewand Pl festgeschraubt ist.
Dabei besitzt der Bolzen 2 des Befestigungselements einen Durchmesser, der um einen vorgegebenen Betrag kleiner ist als der Durchmesser des Durchgangslochs 7.1, während die Grundplatte 1 einen Durchmesser besitzt, der um einen vorgegebenen Betrag größer ist als der Durchmesser des Durchgangslochs 7.1. Weiterhin ist natürlich der Durchmesser des Fußes 1 kleiner als der Durchmesser der Ausnehmung 7.2. Dies hat zur Folge,
dass, wie Fig. 6 zu entnehmen, die Schweißnaht Sl in einem Bereich liegt, der einen solchen Abstand vom Durchgangsloch 7.1 hat, dass die Schweißnaht Sl von Teilen des Panzerungselements PE überdeckt ist. Dies hat den Vorteil, dass eine eventuelle Schwächung im Gefüge der Gehäusewand Pl durch die Schweißwärme an der Stelle der Schweißnaht Sl, die zu einer ballistischen Schwächung an dieser Stelle fuhren könnte, in einem noch gut vom Panzerungselement PE überdeckten Bereich liegt, so dass keine ballistische Schwächung mehr auftritt.