Reinigungseinsatz für Abgasreinigungsanlagen, insbesondere für Partikelfilter
Die Erfindung betrifft einen Reinigungseinsatz für Abgasreinigungsanlagen, insbesondere für Partikel- bzw. Russfilter in Abgasreinigungsanlagen von Kraftfahrzeugmotoren, ferner eine Abgasreinigungsanlage, ein Partikelfilter und einen Katalysator mit einem Reinigungseinsatz nach der Gattung der Ansprüche 1, 16, 17 bzw. 18.
Reinigungseinsätze für Abgasreinigungsanlagen sind als keramische oder sintermetallische Einsätze von Katalysatoren und/oder Rußfiltern allgemein bekannt, und zwar mit im Querschnitt rechteckigen, in Durchströmungsrichtung verlaufenden Kanälen, deren Seiten jeweils gemeinsame Wände benachbarter Kanäle bilden, über die die Abgase bei Nutzung als Partikelfilter von den anströmseitig beaufschlagten Anströmkanälen auf die abströmseitigen Abströmkanäle übertritt. Je nach Einsatzzweck sind kata- lytische Beschichtungen vorgesehen, die den an sich schon hohen Aufwand für derartige Reinigungseinsätze weiter erhöhen.
Für Partikelfilter, insbesondere Rußfilter, der eingangs genannten Art sind keramische Filterkörper mit wechselseitig geschlossenem anströmseitigen und abströmseitigen Kanälen aus der US 4 276 071 bekannt. Die anströmseitigen Kanäle sind mit regelmäßigen oder lang gestrecktem, sechseckigem Querschnitt und
die ihrer Querschnittsfläche wesentlich kleineren abströmseitigen Kanäle mit dreieckigem Querschnitt ausgebildet, wobei je drei anströmseitige Kanäle mit sechseckigem Querschnitt einen abströmseitigen Kanal mit dreieckigem Querschnitt umgrenzen, so dass bei einem derartigen Filterkörper jede der Kanalseiten des anströmseitigen Kanales mit sechseckigem Querschnitt eine Kanalseite eines abströmseitigen Kanales mit dreieckigem Querschnitt überdeckt, was zu einer starken Zerklüftung des abströmseitigen Gesamtquerschnittes führt und, bezogen auf die Größenverhältnisse zwischen anströmseitigen und abströmseitigen Kanälen für die Fertigung sowie auch unter funktionalen Gesichtspunkten unbefriedigend ist.
Für Katalysatoren ist es aus der DE 696 22 616 T2 bekannt, diese mit einem wabenförmigen Katalysatorkörper auszubilden, der elektrisch geheizt ist und dessen in Durchströmungsrichtung durchlaufende Kanäle Wände aus elektrisch leitendem Material aufweisen. Als Wickelkörper ausgeführt ist der Katalysatorkörper mit gleich gerichtet zu den Kanälen verlaufenden und sich über die Länge des Katalysatorkörpers sowie quer zu den Kanälen erstreckenden Spalträumen versehen. Die Spalträume sind jeweils zwischen Kanalfronten verlaufend, von Kanälen umgrenzt und über die Spalträume soll die Verteilung der Heizleistung sowie die Wärmeverteilung im Katalysatorkörper beeinflusst werden. In Verbindung damit sollen die mechanischen Materialbeanspruchungen, insbesondere auch Spannungen innerhalb des Filterkörpers reduziert werden. Den im Querschnitt über den Kanalkörper längs durchlaufenden Kanälen sechseckigen Querschnittes sind abgrenzend gegen die Spalträume, teilweise auch den jeweiligen Spaltraum überbrückend, Versteifungsstrukturen zugeordnet. Eine derartige Versteifungsstruktur ist, die Abgrenzung zum Spaltraum bildend, durch Kanäle rhombischen Querschnittes gebildet, die konturfolgend angrenzend zum Spaltraum liegen, die Kanäle sechseckigen Querschnittes überdecken und quasi eine den Spalt-
räum begrenzende Auskleidung bilden, die endseitig in eine Begrenzung des Spaltraumes durch Kanäle sechseckigen Querschnittes einläuft.
Aus der DE 42 00 552 AI ist für Rußfilter als Reinigungseinsatz ein wabenförmiger Filterkörper bekannt, der in Durchströmungsrichtung verlaufende Kanäle aufweist, die als wechselseitig geschlossene, anströmseitige und abströmseitige Kanäle jeweils bei gleicher Querschnittsfläche sechseckformigen Querschnitt aufweisen. Die anströmseitigen und die abströmseitigen Kanäle schließen jeweils, quasi in Reihe angeordnet, über diametral einander gegenüberliegende Kanalwände aneinander an, und die Reihen der an- und abströmseitigen Kanäle liegen zueinander konturfolgend gegeneinander verzahnt aneinander an, so dass sich ein Filterkörper bildet, der sich quer zu der Strömungsrichtung über die ganze Fläche als aus an- und abströmseitigen Kanälen zusammengesetzt darstellt. Dieser Aufbau des Filterkörpers soll sicherstellen, dass über den Querschnitt des Filterkörpers wie auch über die Länge der Kanäle unterschiedliche Rußablagerungen und ungleiche Verbrennungsabläufe mit entsprechend unterschiedlicher Temperaturverteilung im Filterkörper nicht zu diesen zerstörenden Verspannungen führen.
Eine Wabenstruktur mit Waben lang gestreckten sechseckigen Querschnittes ist unter anderem für katalytische Filterkörper bekannt, die in chemischen Produktionsanlagen Einsatz finden (US 3 502 596) .
Bekannt sind weiter Keramikkörper mit Wabenstruktur, die Kanäle mit achteckigem und Kanäle mit viereckigem Querschnitt aufweisen (DE 29 17 773 AI) .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Reinigungseinsätze der eingangs genannten Art im Hinblick auf verringertem Materialbedarf und möglichst große zur Verfügung stehende nutzbare Reinigungsflächen bei im Hinblick auf das Aschevolumen optimierten Querschnittsverhältnissen von anströmseitigen und abströmseitigen Kanälen auszugestalten.
Erreicht wird dies gemäß den Merkmalen des Anspruches 1 durch einen viereckformigen Querschnitt für die abströmseitigen Kanäle, wodurch sich eine Struktur realisieren lässt, die unter fertigungstechnischen Gesichtspunkten, Gesichtspunkten des Materialbedarfes sowie auch zur Realisierung günstiger Flächenverhältnisse zwischen anströmseitigen und abströmseitigen Kanalquerschnitten vorteilhaft ist.
Insbesondere gilt dies in Ausgestaltungen gemäß dem Anspruch 2, demzufolge die anströmseitigen sechseckformigen Kanäle bei gestrecktem Kanalquerschnitt so in Gruppen zusammengefasst sind, dass je vier anströmseitige Kanäle einen abströmseitigen Kanal mit viereckformigen Querschnitt umgrenzen.
Reinigungseinsätze der vorbesprochenen Art eignen sich insbesondere für Partikelfilter mit wechselseitig geschlossenen Kanälen. Für Reinigungseinsätze mit Filterfunktion, so insbesondere für als Russfilter eingesetzte Reinigungseinsätze, erweisen sich insbesondere Lösungen als zweckmässig, deren Kanäle Querschnittsflächen unterschiedlicher Grosse aufweisen, so Kanäle mit sechseckigem und viereckigem Querschnitt, wobei bevorzugt die Kanäle sechseckigen Querschnitts eine größere Querschnittsfläche aufweisen als die Kanäle mit viereckigem Querschnitt.
Eine solche Ausgestaltung ermöglicht bei ausreichender Standfestigkeit des Filterkörpers geringe Wanddicken, so Wanddicken
bis in den Bereich von 0,1 bis 0,2 mm bei bezogen auf keramische Filter spezifischen Oberflächen von mehreren Quadratmetern pro Liter Keramik, wobei sich die spezifische Oberfläche von Quadratmeter/Liter als Funktion der Wanddicke darstellt und bei Wanddicken von 0,1 mm spezifische Oberflächen bis in den Bereich von 20 m2/l erreichbar sind. Selbst bei Wanddicken von 0,2 mm werden noch spezifische Oberflächen von etwa 10 m2/l Keramik erreicht, und dies bei einer Anzahl von Kanälen zwischen etwa 200 bis 400 Kanälen/Quadratinch.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung schließen im Verbund die Kanäle sechsförmigen Querschnittes, bezogen auf ein Achsenkreuz mit senkrecht zueinander stehenden Achsen, in Richtung der Querschnittslängsachse mit ihren einander gegenüberliegenden Endbereichen bzw. Kanalspitzen, und in Richtung der hierzu senkrechten Achse mit zueinander und zur langen Querschnittslängsachse parallelen Kanalseiten aneinander an. Es wird so von den einander zugewandten Seiten von jeweils vier sechseckformigen Kanälen ein Kanal viereckformigen Querschnittes begrenzt, wobei sich der Vorteil anström- und abströmseitig unterschiedlicher Kanalquerschnitte auch in Verbindung mit anströmseitigen Kanalquerschnitten in Form regelmäßiger Sechsecke erreichen lässt.
Durch die Bemessung der jeweiligen Querschnitte lässt sich bei einer derartigen Grundausgestaltung eine Optimierung des anströmseitigen Aschespeichervolumens und der Größe der Filterfläche zwischen Anström- und Abströmseite erreichen.
In nachstehenden, diesbezüglichen Festlegungen wird als Abstand C die Strecke zwischen den in Richtung der Querschnittslängsachse als erster Achse einander gegenüberliegenden Ecken
eines Sechseckes bezeichnet und mit A die Länge der zur ersten Achse parallelen Seiten des Sechsecks. Der quer hierzu in Richtung einer zweiten Achse gemessene Abstand zwischen den parallel zur ersten Achse verlaufenden Seiten ist als Breite des Sechsecks mit B bezeichnet, wobei dies analog für Filterkörper mit sechseckformigen und viereckformigen, an- und abströmseitigen Kanalquerschnitten gilt, wobei die sechseckformigen Kanalquerschnitte insbesondere auch elliptische Grundform aufweisen können, und zwar in Form einer von einem jeweiligen Sechseck umschlossene Ellipse.
Ferner gilt für das Verhältnis V von Zuströmfläche FZustrόm zu Abströmfläche FAbgtrom V = -C Zustrom / -^ Abstrom/
und es ist mit Z — VAsche / FFilter
das Aschevolumen VASche int Verhältnis zur Filterfläche Fputer in 1/m2 definiert.
Als im Rahmen der Erfindung zweckmäßige Werte haben sich Flächenverhältnisse von Zuströmfläche zu Abströmfläche 1,5 < V < 5
erwiesen, und zwar bei einem Längenverhältnis von
0,2 < A/C < 0,66,
wobei die jeweiligen mittleren Werte, insbesondere von 2,5 bis 3,5 bzw. insbesondere 0,35, bevorzugte Werte darstellen.
Ferner haben sich für das Verhältnis von Aschevolumen zur Filterfläche Werte
0 , 8 < Z < 1 , 2
als zweckmäßig erwiesen, und zwar bei einem Längenverhältnis von 1,0 < B/A < 4,0,
wobei auch hier die jeweiligen mittleren Werte von insbesondere 1 bzw. 2,5 bevorzugte Werte bilden.
Für die praktische Ausgestaltung erweist es sich als zweckmäßig, wenn die Kanäle sechseckigen Querschnittes einen gestreckten Kanalquerschnitt aufweisen, derart, dass die langen, zur Querschnittslängsachse parallelen Querschnittsseiten gemeinsame Wände benachbarter Kanäle mit sechseckigem Querschnitt bilden.
Hierfür erweist es sich als zweckmäßig, dass jeweils zwei Kanäle mit gestrecktem Kanalquerschnitt ein Kanalpaar, mit fluchtenden Längsachsen der Kanäle, bilden und dass die Kanäle zweier aneinander grenzender Kanalpaare mit parallel verlaufenden Längsachsen bei symmetrischer Anordnung ihrer Kanäle zu einer zu den Längsachsen senkrechten Symmetrieebene mit ihren jeweiligen, in der Symmetrieebene aneinander stoßenden, in die Kanalspitzen auslaufenden und einander zugewandten kurzen Querschnittsseiten einen Kanal viereckigen Querschnitts begrenzen.
In Abhängigkeit von der Streckung der Querschnitte der sechseckigen Kanäle kann der Querschnitt des viereckigen Kanales quadratisch oder rautenförmig gestaltet sein, wobei auch bei dieser Lösung alle Querschnittsseiten der Kanäle, von den um- fangsseitig zum Einsatz liegenden Querschnittsseiten abgesehen, gemeinsame Wände aneinander grenzender Kanäle bilden, sodass sich ein dünnwandiger und Material sparender Aufbau ergibt, und dies verbunden mit der Möglichkeit, Fläche und Form der jewei-
ligen Kanalquerschnitte für die sechseckigen und die viereckigen Kanäle zu variieren, so dass sich an- und abströmseitige Kanäle mit unterschiedlichen Querschnittsformen und Flächen realisieren lassen. Bezogen auf Rußfilter bilden bevorzugt die sechseckigen Kanäle anströmseitige Kanäle.
Es werden in vorteilhafter Weise durch gemeinsame Wände gebildete Abgrenzungen zwischen aneinander grenzenden Kanälen mit geringen Wandstärken und Wandvolumina ermöglicht, so dass sich bei kleinen Wanddicken grosse Oberflächen realisieren lassen. Dies bei grossen spezifischen Oberflächen bezogen auf die Menge des für den Einsatz aufgewandten Materials, wobei als Material sowohl Keramik als auch metallische, offenporige Schäume oder anderweitige metallische Filterstrukturen Verwendung finden können.
Gemäß der Erfindung können erfindungsgemäße insbesondere als Partikelfilter eingesetzte Reinigungseinsätze auch aus vorgeformten Flachmaterialien zusammengesetzt werden, wobei, bezogen auf Kanäle sechseckigen Querschnittes, die die einander anschließenden Ecken der Sechsecke enthaltende Ebene eine Symmetrieebene bildet, in der die aus Flachmaterialien vorgeformten oberen und unteren Kanalhälften zusammengefügt sind, wobei derartig aus zusammengefügten vorgeformten Platinen gebildete Filterkanäle eine Filterebene bilden und ein Filter als Reinigungsansatz aus derartigen Filterebenen geschichtet aufgebaut werden kann, und zwar bei Überdeckung der zu den jeweiligen Symmetrieebenen parallelen Seiten der Sechsecke. Im Überdeckungsbereich können die Seitenwände zur Herstellung von Querverbindungen aufgebrochen sein und beispielsweise größere oder kleinere offene Durchtrittsflächen aufweisen, in deren Randbereich sich auch eine Verbindung aufeinander liegender Seitenwände mit Vorteil erreichen lässt.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen. Ferner wird die Erfindung nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen erläutert, wobei
Fig. 1 und 2 Darstellungen von Ausschnitten aus Reinigungseinsätzen zeigen, wiederum jeweils als Querschnittsdarstellung, wobei die Reinigungseinsätze aus Kanälen mit lang gestrecktem Sechseckquerschnitt und über diese abgegrenzten Kanälen mit viereckigem Querschnitt aufgebaut sind,
Fig. 3 eine weitere Querschnittdarstellung für die an- und abströmseitigen Kanäle, wobei diese an die Sechseck- und Viereckform angenähert, elliptischen und Rhombischen Querschnitt aufweisen, und
Fig. 4 im Querschnitt einen Ausschnitt aus einem Reinigungseinsatz zeigt, der aus Kanälen mit regelmäßigem Sechseckquerschnitt aufgebaut ist.
Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt aus einem Reinigungseinsatz 1, wobei der Reinigungseinsatz 1 aus Kanälen 2 sechseckigen Querschnitts aufgebaut ist, deren Seiten 3 gleiche Längen aufweisen und im Verbund des Einsatzes mit ihren aneinander grenzenden Seiten 3 jeweils gemeinsame Wände 4 aneinander grenzender Kanäle 2 bilden. Die gemeinsamen Wände 4 sind hier zur Veranschaulichung verdickt dargestellt, können als gemeinsame Wände aber gleiche oder auch geringere Wandstärke als die randseitig frei liegenden Wände 5 aufweisen. Der dargestellte Sechseckquerschnitt der Kanäle 2 ermöglicht grundsätzlich einen geringen Materialeinsatz bei großen Wandflächen, die, je nach Einsatzzweck und Materialstruktur, Filterflächen und, bei entsprechen-
der Beschichtung, Reaktionsflächen bilden können, sodass sich Reinigungseinsätze gleicher Art insbesondere auch Rußfilter eignen.
Die grundsätzlichen Vorteile des Aufbaus eines Reinigungseinsatzes 1 aus im Querschnitt regelmäßige Sechseckform aufweisenden Kanälen 2 lassen sich auch bei Reinigungseinsätzen 6 gemäß Fig. 1 und 2 erreichen, bei denen der Reinigungseinsatz 6 aus Kanälen 7 mit lang gestrecktem Sechseckquerschnitt und Kanälen 8 mit Viereckquerschnitt aufgebaut ist. Bezogen auf Fig. 1 und 2 finden hierbei gleiche Bezugszeichen Verwendung, und Fig. 1 und 2 unterscheiden sich im Wesentlichen lediglich hinsichtlich des Grades der Streckung des Querschnittes der Kanäle 7, und dadurch bedingt hinsichtlich der Querschnittsform der Kanäle 8 viereckigen Querschnitts, die in Fig. 1 im quadratischen und in Fig. 2 rhombischen Querschnitt aufweisen.
Der Aufbau des Reinigungseinsatzes 6 erfolgt mit einer Anordnung der Kanäle 7 sechseckigen Querschnittes derart, dass diese bezüglich ihrer langen, zu ihren Ausschnittslängsachsen 10 parallelen Querschnittsseiten 9 - bei paralleler Lage der Ausschnittslängsachsen 10 - gemeinsame Wände 11 für die über ihre langen Seiten aneinander grenzenden Kanäle 7 bilden, und dass paarweise bezüglich ihrer Ausschnittslängsachsen 10 zueinander fluchtende Kanäle 7 mit ihren Kanalspitzen 12, in denen die jeweils aufeinander gerichteten kurzen Seiten 13 der Kanäle 7 auslaufen, aneinander stoßen. Die aneinander stoßenden Spitzen 12 zweier Kanalpaare 14, 15, die jeweils durch zwei Kanäle 7 mit fluchtender Ausschnittslängsachse 10 gebildet sind und deren jeweilige Kanäle 7 fluchtend zu einer Symmetrieebene 16 liegen, die quer zu den Ausschnittslängsachsen 10 durch die Kanalspitzen 12 verläuft, begrenzen mit ihren einander zugewandten, in den Spitzen 12 auslaufenden kurzen Seiten 13 jeweils einen Kanal 8 viereckigen Querschnitts, wobei die kurzen
Seiten 13 gemeinsame Wände zu den umgrenzenden Kanälen 7 sechseckigen Querschnitts bilden.
Fig. 1 und 2 veranschaulichen, dass in Abhängigkeit von der Erstreckung der sechseckigen Kanäle 7 das Flächenverhältnis zwischen sechseckigen Kanälen 7 und viereckigen Kanälen 8 variiert werden kann, so dass sich auch das Verhältnis von Anström- zu Abströmquerschnitt variieren lässt. Damit bietet sich insbesondere die Möglichkeit, die anströmseitigen Kanäle im Querschnitt größer als die abströmseitigen Kanäle zu machen, so dass auch bei entsprechenden Ablagerungen eine Filterfunktion über eine hohe Nutzungsdauer sichergestellt werden kann. Insbesondere die sechseckigen Kanäle 7 werden als anströmseitige Kanäle genutzt, die endseitig geschlossen sind, während die dann abströmseitigen Kanäle 8 anströmseitig geschlossen sind.
In Fig. 1 ist, beispielhaft für Sechsecke im Generellen, bezogen auf einen im Querschnitt sechseckigen Kanal 7 ein Achsenkreuz, mit senkrecht zueinander stehenden Achsen 26, 27 vorgesehen, wobei die Achse 26 als Querschnittslängsachse die erste und die hierzu senkrechte Achse 27 eine zweite Achse bildet und wobei die in Richtung der ersten Achse 26 einander gegenüberliegenden Ecken als Kanalspitzen in der Verbindung zum bezogen auf die Symmetrieebene 16 jeweils nächstfolgenden Kanal 7 liegen. Der Abstand zwischen den längs der ersten Achse 26 einander gegenüberliegenden Ecken ist mit C bezeichnet. Die in Richtung der zweiten Achse einander gegenüberliegenden Seiten, in Fig. 1 als Wände 11 bezeichnet, weisen einen Abstand B zueinander auf. Mit A ist die Länge dieser Seiten bezeichnet.
Bezüglich der entsprechenden Abmessungen gelten im Rahmen der erfindungsgemäßen Lösung die Verhältnisse
0,2 < A/C < 0,66, und
1 , 0 < B/A < 4 ,
wobei mittlere Werte bevorzugte Werte bilden, um optimale Verhältnisse von Zuström- und Abströmfläche sowie von Aschevolumen zu Filterfläche zu erhalten.
Hierbei korrespondiert zum Längenverhältnis A/C ein Verhältnis V der Zuströmfläche FZuström zur Abströmfläche FAbström πtit
1,5 < V < 5,
wobei auch hier der mittlere Wert einen bevorzugten Wert bildet.
Zum Längenverhältnis B/A korrespondiert ein Verhältnis Z von Aschevolumen VAsche zu Filterfläche VFiιter in 1/m2, bezüglich dessen gilt 0,8 < Z < 1,2
wobei wiederum der mittlere Wert einen bevorzugten Wert bildet.
In Fig. 2 ist mit der schematisch in einen Kanal 7 sechseckigen Querschnitts eingezeichneten Ellipse 28 veranschaulicht, dass es im Rahmen der Erfindung liegt, anstelle von Kanälen 7 mit sechseckigem Querschnitt solche mit der Sechseckform angenäherten Querschnittes vorzusehen, so etwa Kanäle elliptischen von den Seiten eines Sechsecks tangential oder annähernd tan- gential umgrenzten Querschnitts. Bei einer derartigen Ausgestaltung schließen die Kanäle 7 mit einer Ellipse 28 angenähertem oder dieser entsprechendem Querschnitt, was in Fig. 3 gezeigt ist, mit ihren auf der jeweiligen langen Achse der Ellipsen 28 liegenden Scheiteln aneinander an und es ergeben sich die durch die Kanäle 7 rein elliptischen oder der Ellipsenform angenäherten Querschnitts eingeschlossenen Kanäle 8 viereckför-
migen Querschnitts, also abgewandelte Viereckformen, so etwa rhombische Formen mit konkav eingewölbten Seiten ähnlich stilisierten Lilien.
Eine solche Ausgestaltung kann insbesondere bei einem Grundaufbau aus verhältnismäßig flachen, lang gestreckten Kanälen 7 von Vorteil sein, und sie bietet die Möglichkeit, Einfluss auf die jeweilige nutzbare Filterfläche zu nehmen und seitens von als Anströmkanälen 7 verwendeten Kanälen sechseckigen Querschnittes in den Sechseckspitzen auslaufende Querschnittsbereiche aufgrund der elliptischen Verrundungen zu vermeiden, die in Bezug auf Ablagerungen kritisch sein können. Gleichzeitig ist eine Verringerung der für die Filterung nicht nutzbaren Anlagenflächen zwischen den Kanälen längs der in Richtung der langen Achse verlaufenden Seiten erreichbar.