Verfahren und Vorrichtung zur Statusanzeige in einem DatenübertragungsSystem mit unterschiedlichen Datenübertragungsvarianten
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Statusanzeige in einem DatenübertragungsSystem mit verschiedenen Datenübertragungsvarianten. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens.
Hintergrund der Erfindung
Datenübertragung über einen oder mehrere hintereinander und möglicherweise auch parallel geschaltete Datenübertragungsabschnitte (DÜ-Abschnitte) lässt sich mittels leitungsvermittelter Datenübertragungstechniken (DÜ-Techniken) (per so genanntem „line-switching") , mittels paketvermittelter DÜ-Techniken (per so genanntem „packet switching") und mittels einer Kombination beider Techniken betreiben. „Line-switching" ist etwa im SDH-Standard der ITU (SDH = Synchronous Digital Hierarchy, ITU = International Telecommunications Union) festgelegt und umfasst insbesondere so genannte Telefonverbindungen und ATM- Verbindungen (ATM = Asynchronous Transfer Modus) . Die bekannteste Paketvermittlungstechnik ist die der Internet- Technik auf Grundlage von IP-Paketen (IP = Internet Protocol) , aber auch das heutige X .25-basierte DATEX P-Netz
der Deutschen Telekom beruht - wie viele andere „Datagramm- Netze" - auf Paketvermittlungstechnik.
Ein (Punkt -zu-Punkt) Datenübertragungsvorgang (DU-Vorgang) , alias (Punkt-zu-Punkt) Kommunikationsvorgang kann (zwischen seinen i.A. nur zwei Endpunkten) Verbindungsorientiert oder auch verbindungslos erfolgen. Verbindungsorientiert heißt er, wenn vor/nach dem DÜ-Vorgang eine (leitungs- oder paketvermittelte) Verbindung (zwischen diesen beiden Endpunkten) auf/abgebaut wird; verbindungslos heißt er, wenn es keinen solchen vorangehenden/nachfolgenden Verbindungsauf-/-abbau gibt. Die Bedeutung aller kommunikationstechnischer Termini in diesem Dokument entspricht der des OSI -Referenzmodells der ISO (OSI = Open Systems Interconnections, ISO = International Standards Organization) , soweit dort vorgegeben und hier nicht anderweitig oder ergänzend definiert.
Anfangs- und Endpunkte der hier betrachteten Kommunikationsvorgänge können End-Systeme mit Endgeräten (im
Sinne des OSI-RM) sein, aber auch irgendwelche intermediären
Systeme dieser DU-Vorgänge . Während OSI -Referenzmodell-gemäß die Beziehung zwischen verbindungslos miteinander kommunizierende Systemen auf „Assoziationen" zwischen ihnen beruhen, wird hier auf solche subtilen Differenzierungen verzichtet und aus Vereinfachungsgründen werden für die vorliegende Erfindung alle Kommunikationsvorgänge als auf
Verbindungen der kommunizierenden Systeme beruhend angesehen. Demnach wird bei der vorliegenden Erfindung von Netz-Verbindungen zwischen zwei (über ihre IP-Adressen identifizierte) End-Systemen des Internet gesprochen, obwohl
zwischen ihnen - auch wenn sie miteinander kommunizieren - IP -Verbindungen weder auf- noch abgebaut werden.
Die Datenübertragung auf jedem DÜ-Abschnitt kann sowohl kabelgebunden als auch kabellos erfolgen, Letzteres beispielsweise in Funktechnik zu Satelliten-Transpondern oder terrestrischen Antennen oder auch mittels modulierter Laser in Freistrahloptik. Unabhängig davon, ob eine leitungsvermittelte, eine paketvermittelte oder eine Kombination beider Vermittlungstechniken bei einer Datenübertragung zwischen zwei Endsystemen vorliegt, können einzelne DÜ-Abschnitte kabelgebunden oder kabellos ausgebildet sein.
Für einen Kommunikationsvorgang zwischen zwei Endsystemen gibt es also eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten von kabelgebundenen und kabellosen DÜ-Abschnitte, die entweder leitungsvermittelt oder paketvermittelt gekoppelt sind, wobei in letzterem Fall auch noch stark unterschiedliche Paketweiterbeförderungs-Strategien in den
Vermittlungsanlagen (auf Englisch: „switches", also „packet switches" bzw. „line switches") wirken können. Aus dieser technischen Vielfalt resultiert, dass ein DÜ-System zur Realisierung eines Kommunikationsvorgangs zwischen zwei Endsystemen eine Vielzahl unterschiedlicher Datenübertragungsvarianten (DÜ-Varianten) umfasst.
Beispielsweise aus der DE 196 45 368 AI sind ein Verfahren und verschiedene Vorrichtungen bekannt, die bei einem (z.B. für Telefonie genutzten) DÜ-System den Wechsel zwischen den DÜ-Varianten mittels eines paketvermittelten und eines leitungsvermittelten Netzes ermöglichen. Diese Netz-Wechsel - also speziellen DÜ-Varianten-Wechsel - können automatisch
von einem Managementsystem und/oder manuell von einem Nutzer ausgelöst werden.
Es kann für Nutzer eines DU-Systems, insbesondere eines Telefoniesystems, von Interesse sein, möglichst umfassend über eine aktuell genutzte DÜ-Variante und/oder für den Nutzer verfügbare DÜ-Varianten und deren Parameter informiert zu werden (wie z.B. die alternativen/aktuellen Kosten oder anderweitige Qualitäten) .
Aufgabe der Erfindung
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren bereit zu stellen, das dem Nutzer eines DÜ-Systems mit unterschiedlichen DÜ-Varianten einfach und unkompliziert umfassende Informationen über eine von ihm für einen Kommunikationsvorgang, insbesondere für ein Telefongespräch, aktuell genutzte DÜ-Variante und/oder über verfügbaren DÜ-Varianten bereit stellt. Weiterhin besteht die Aufgabe darin, eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen.
Zusammenfassung der Erfindung
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 16 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Erfindungsgemäß sind folgende Schritte vorgesehen: • Detektieren - vor und/oder während eines Kommunikationsvorgangs - mindestens eines Anforderungssignals
zur Statusermittlung einer aktuell genutzten DÜ-Variante und/oder mindestens einer verfügbaren DÜ-Variante; • Statusermittlung einer aktuell genutzten DÜ-Variante und/oder mindestens einer verfügbaren DÜ-Variante; • Erzeugen mindestens eines Statussignals, das Informationen zum Status der aktuell genutzten DÜ-Variante und/oder mindestens einer verfügbaren DÜ-Variante enthält und; • Präsentieren des akustischen und/oder optischen und/oder anderweitig menschlich wahrnehmbaren Statussgignals an mindestens einem Endgerät des DÜ-Systems .
Unter einer „verfügbaren" DÜ-Variante wird hier verstanden, dass der Nutzer des DÜ-Systems • zum einen, noch bevor er irgend eine DÜ-Variante des DÜ-Systems benutzt, Informationen über mindestens eine für ihn verfügbare DÜ-Variante erhält, und • zum anderen, dass der Nutzer während er eine DÜ-Variante benutzt, Informationen über mindestens eine andere ihm verfügbare DÜ-Variante erhält .
Ein Anforderungssignal wird bevorzugt dadurch erzeugt, dass es durch einen Nutzer des DÜ-Systems mittels Hard- und/oder Software eines End-Systems beispielsweise in Form eines Endgerätes des DÜ-Systems generiert.
Zusätzlich oder alternativ kann eines der Anforderungssignale während der Datenübertragung mittels einer aktuell benutzten DÜ-Variante seitens eines Managementsystems des DÜ-Systems generiert werden. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn aufgrund von DÜ-Problemen mittels eines paketvermittelten Netzes die
Bandbreite der DÜ-Variante zu gering zu werden droht, so dass beispielsweise Qualitätseinbußen zu befürchten sind. Ebenso kann die Anfrage aus Kostengründen heraus motiviert sein.
Unter einem Endgerät wird insbesondere eine Vorrichtung verstanden, die derart im DÜ-System angeordnet ist, dass der Nutzer einer DÜ-Variante des DÜ-Systems das am Endgerät dargestellte Statussignal mit seinen Sinnen wahrnehmen kann. Folglich muss nicht zwingend eine bautechnische Einheit zwischen dem Endgerät bestehen, dessen sich der Nutzer bei einer von ihm genutzten DÜ-Variante bedient, und dem Endgerät, über das das Statussignal für ihn wahrnehmbar ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich in einer Ausführungsvariante so ausbilden, dass bei Vorliegen der Anfrage zum Wechseln der DÜ-Variante eine manuelle Bestätigung mindestens eines Nutzers notwendig ist, damit der Wechsel der DÜ-Variante von einem Managementsystem des DÜ-Systems ausgeführt wird. Hier wird also neben dem Anfrage-Auslöser mindestens einem Nutzer ermöglicht, Einfluss auf den Wechsel der DÜ-Variante zu nehmen. Will der Nutzer z.B. unabhängig von den üblicherweise höheren Kosten nicht von einer Datenübertragung in einem leitungsvermittelten Netz auf eine Datenübertragung in einem paketvermittelt Netz wechseln, so ist es insbesondere möglich, dass er die Anfrage - des Managementsystems oder des anderen Nutzers - einfach abblockt, indem er beispielsweise die erforderliche Zustimmung verweigert.
In einer weiteren Variante des Verfahrens ist es ebenso denkbar, dass alternativ oder ergänzend zu den vorangehend genannten Ereignissen, die zu einem Anforderungssignal
führen, das Verfahren derart ausgebildet ist, dass eines der Anforderungssignale durch das Ereignis der Vornahme des Wechsels der DÜ-Variante generiert wird.
Dabei ist es möglich, dass die Vornahme des Wechsels vom DÜ-System automatisch mittels eines Managementsystems ausgelöst wird. Ebenso ist denkbar, dass der Nutzer den Wechsel manuell an einem End- System beispielsweise in Form eines Endgerätes unmittelbar oder über die Software des Managementsystems mittelbar steuert.
Im ersten Fall agiert das Managementsystem des DÜ-Systems anhand seiner vorgegebenen Parameter (z.B. Kosten und/oder Bandbreite) automatisch. Wenn ein automatischer Wechsel der DÜ-Variante stattfindet oder bereits stattgefunden hat, kann der Nutzer ebenso automatisch über den Statuswechsel der von ihm genutzten DÜ-Variante informiert werden. Im zweiten Fall wählt der Nutzer selbständig die von ihm gewünschte DÜ-Variante und erhält das Statussignal der zur Datenübertragung aktuell genutzten DÜ-Variante in Form einer optischen und/oder akustischen und/oder anderweitig menschlich wahrnehmbaren Bestätigung seiner gewünschten Auswahl .
Es kann von Vorteil sein, dass das Statussignal für mindestens einen Teilnehmer an einem Endgerät des DÜ-Systems optisch und/oder akustisch und/oder anderweitig menschlich wahrnehmbar „im Hintergrund" empfangen wird. Dadurch erhält er zu der von ihm benutzten DÜ-Variante die jeweiligen Informationen ohne, insbesondere bei einem Telefonat, den
Kommunikationsvorgang oder seinen Kommunikationspartner zu stören.
Bevorzugt enthalten die Statussignale mindestens eine der folgenden Informationen: • aktuelle (erste) Qualitäten der aktuell benutzen DÜ-Variante, • kumulierte (zweite) Qualitäten der aktuell benutzen DÜ-Variante, • aktuelle (dritte) Qualitäten einer anderen verfügbaren DÜ-Variante, • kumulierte (vierte) Qualitäten einer anderen verfügbaren DÜ-Variante, • Wechsel zu einer anderen DÜ-Variante (mit mindestens einer anderen Qualität) möglich, • Wechsel zu einer anderen DÜ-Variante (mit mindestens einer anderen Qualität) angefordert und • Wechsel zu einer anderen DÜ-Variante (mit mindestens einer anderen Qualität) durchgeführt.
Die jeweiligen Qualitäten können ganz oder teilweise identisch sein bzw. sich überschneiden. „Qualitäten" sind beispielsweise die anfallenden Kosten/Zeiteinheit und/oder die Bandbreite der Datenübertragung. Eine Qualität kann auch das verwendete Telekommunikationsnetz, das für die Datenübertragung verwendete Medium oder die Art der Datenübertragung (paketvermittelt oder leitungsvermittelt) betreffen. Unter „kumulierten" Qualitäten werden die mit der Nutzungszeit aufsummierten aktuellen Qualitäten verstanden, beispielsweise die Kosten oder übertragenen Datenmengen.
Bei einer überschaubaren Anzahl von Qualitäten der DÜ-Varianten ist es für einen Nutzer auf einfache Weise möglich, den Status oder die eingetretene Statusänderung der
DÜ-Variante in kürzester Zeit, d.h. ohne wesentliche Ablenkung parallel zu ihrer Benutzung wahrzunehmen.
In einer bevorzugten Ausgestaltung wird ein Anforderungssignal dann erzeugt, wenn die aktuell genutzte DÜ-Variante eine paketvermittelte Datenübertragung betrifft und die verfügbare DÜ-Variante eine leitungsvermittelte Datenübertragung betrifft, oder umgekehrt. Es wird dann ein Statussignal erzeugt, dass Informationen über die aktuelle (paket- oder leitungsvermittelte) Datenübertragung und/oder Informationen über eine alternative (leitungs- oder paketvermittelte) Datenübertragung enthält, wobei die alternative Datenübertragung statt der aktuellen Datenübertragung durch einen Nutzer oder ein Managementsystem wählbar ist. Ein derartiger Wechsel zwischen einer Datenübertragung über ein Paketvermittlungsnetz und einer Datenübertragung über ein Leitungsvermittlungsnetz ist in der DE 196 45 368 AI beschrieben .
Eine besonders einfache Variante eines akustischen Statussignals besteht darin, dass das akustische Statussignal als in den aktuellen Kommunikationsvorgang eingeblendete Sprechansage mit Statusinformationen ausgebildet ist. Ebenso ist jedoch denkbar, das akustische Signal als kombiniertes Sprechansage-Tonsignal oder als reines Tonsignal auszubilden. Ein reines Tonsignal hat den Vorteil, dass es sehr kurz sein kann, ohne dass es dadurch schlechter wahrgenommen wird. Die verschiedenen, vorangehend genannten Situationen lassen sich auf einfache Weise als eingängige Tonsignale codieren. Solche Tonsignale muss man im Gegensatz zu einer Sprechansage nur wahrnehmen und nicht
verstehen. Auf diese Weise erscheinen sie für den Nutzer weniger störend.
Bei einer vorteilhaften Variante des Verfahrens ist das akustische Statussignal in Form einer Sprechansage in ein dem Nutzer zur Verfügung stehendes Sprachsteuerungssystem, insbesondere ein so genanntes Interactive Voice Response System (IVR) , integriert.
Eine weitere bevorzugte Variante des Verfahrens ist derart ausgebildet, dass das Statussignal an einem Datenübertragungssystem-Endgerät alternativ oder zusätzlich zu einem akustischen Signal in Form eines optischen Signals vorliegt. Optische Signale haben den Vorteil, dass sie für einen Nutzer noch diskreter als akustische Signale wahrnehmbar sind. Besonders einfach ist es, wenn das optische Statussignal auf dem Display eines Endgerätes in Form eines analogen oder digitalen Telefons oder eines Computers angezeigt wird.
Bei allen Ausführungsformen der Erfindung kann das optische und/oder akustische und/oder anderweitig wahrnehmbare Statussignal Information über die anfallenden Kosten/Zeiteinheit und/oder die Bandbreite der aktuell benutzten DÜ-Variante und/oder solche Qualitäten mindestens einer weiteren verfügbaren DÜ-Variante umfassen.
Die Erfindung stellt zur Implementierung des erfindungsgemäßen Verfahrens eine neuartige Vorrichtung zur Verfügung. Sie umfasst :
Mindestens eine Schnittstelle zur Integration der Vorrichtung in ein DÜ-System und Mittel zum Präsentieren
mindestens eines akustischen und/oder optischen oder anderweitig menschlich wahrnehmbaren Statussignals, das Informationen zum Status einer aktuell genutzten DÜ-Variante und/oder zum Status mindestens einer noch nicht genutzten verfügbaren DÜ-Variante präsentiert.
Die Mittel zum Präsentieren dienen dabei zum Erzeugen und/oder Darstellen des Statussignals.
Mindestens ein AnforderungsSignal , das die Generierung mindestens eines Statussignals zur Folge hat, kann von außen durch die vorhandene Hard- und/oder Software des DÜ-Systems an die Vorrichtung gelangen. In einer bevorzugten Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist sie selbst Mittel zum Generieren eines Anforderungssignals auf und diese Mittel sind derart ausgebildet, dass sie sich durch einen Nutzer des DÜ-Systems unmittelbar und/oder mittels eines DÜ-Endsystems (bzw. seiner Hard- und/oder Software) aktivieren lassen.
Bei einer weiteren bevorzugten Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist sie Mittel zum Detektieren und Präsentieren in menschlich wahrnehmbarer Weise eines anderweitig erzeugten Anforderungssignals auf. Ebenso kann sie bevorzugt Mittel zur Ermittelung des Status der zur Datenübertragung aktuell genutzten DÜ-Variante und/oder zum Ermitteln des Status mindestens einer verfügbaren DÜ-Variante des DÜ-Systems vorsehen.
Dadurch wird ein Gerät bereitgestellt, das sich neben oder in einem Endsystem (z.B. in Form eines Endgerätes als analoges oder digitales Telefon oder als PC) rein hardwaretechnisch in das DÜ-System integrieren lässt. Dies kann
beispielsweise dadurch geschehen, dass es neben dem Telefon bzw. PC positioniert wird (oder als Zusatzmodul zu dessen Hardware ausgebildet ist) und die Netzanschluss -Leitung des Telefons bzw. PCs durchschleift. Diese Variante kann es Nutzern mit geringen technischen Kenntnissen erleichtern, die erfindungsgemäße Vorrichtung zu installieren und zu betreiben, insbesondere wenn sie dazu keine weitere softwareseitige Anpassung vornehmen müssen.
Bevorzugt sind die Mittel zum Erzeugen mindestens eines akustischen und/oder optischen und/oder anderweitig menschlich wahrnehmbaren Statussignals, das den Status der zur Datenübertragung aktuell genutzten und/oder verfügbaren DÜ-Varianten darstellt, derart ausgebildet, dass sich das Statussignal optisch an einer Anzeigevorrichtung eines End- Systems anzeigen und/oder akustisch von seinem Nutzer vernehmen und/oder anderweitig von ihm wahrnehmen lässt.
Eine bevorzugte Variante der Vorrichtung ist derart ausgebildet, dass sich die Präsentation des Statussignals durch ihren Nutzer unterdrücken lässt. Dies hat den Vorteil, dass der Nutzer bei Bedarf nicht durch die Wahrnehmung der optischen und/oder akustischen und/oder anderweitigen Signale abgelenkt ist .
Mit Vorteil ist die erfindungsgemäße Vorrichtung in einem Router, einem Voice-over-Internet-Terminal -Adapter , einem analogen bzw. digitalen Telefon, einem Computer oder einer Vermittlungsstelle jedweder Art für ein DÜ-System integriert.
Weitere Eigenschaften und Merkmale der Erfindung werden im Zusammenhang mit den folgenden Figuren erläutert. Es zeigen:
Figur la: eine schematische Darstellung eines ersten DÜ- Systems, bei dem die vorliegende Erfindung einsetzbar ist;
Figur lb: eine schematische Darstellung eines zweiten DÜ- Systems, bei dem die vorliegende Erfindung einsetzbar ist;
Figur 2 : eine schematische Darstellung einer ersten Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung in ein Telefon integriert;
Figur 3a: eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Form eines separaten Geräts in Kombination mit einem Telefon als Endgerät und
Figur 3b: eine schematische Darstellung der zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Form eines separaten Geräts in Kombination mit einem PC als End-System.
Beschreibung mehrerer bevorzugter Ausführungsbeispiele
Figur la zeigt die schematische Darstellung eines ersten DÜ- Systems, bei dem die vorliegende Erfindung Anwendung finden kann. Dieses DÜ-System ist hier als Telefoniesystem ausgebildet. Zwei Endsystems als TK-Endgeräte beispielsweise in Form zweier analoger oder digitaler Telefone T, T' sind jeweils über Telefon-Nebenstellenanlagen (PBXes) M, M' mit einem Switch X, X' verbunden. Der Switch X routet die zu übertragenden Daten des Endgeräts T an das Endgerät T'
entweder über ein Leitungsver ittlungsnetz L, insbesondere das analoge/digitale Telefonnetz (PSTN/ISDN) , oder über ein Paketvermittlungsnetz P, insbesondere das Internet (IP-Netz) . In diesem Fall umfasst die eine DÜ-Variante die Datenübertragung über ein leitungsvermitteltes Netz und die andere DÜ-Variante die Datenübertragung über ein paketvermitteltes Netz. Eine leitungsvermittelte DÜ-Variante kann zumindest auf einer Teilstrecke in Form eines DÜ-Abschnitts auch über eine Satellitenstrecke erfolgen.
Ebenso sind DÜ-Varianten denkbar, die die Datenübertragung nicht nur über ein leitungsvermitteltes oder alternativ über ein paketvermitteltes Netz nutzen. Wie in der Beschreibungseinleitung dargestellt, sind eine Vielzahl von DÜ-Varianten aus leitungs- und paketvermittelter Datenübertragung mittels kabelgebundener/ -loser DÜ-Abschnitte unterschiedlicher Qualitäten kombinierbar.
Die PBX M, M' ist optional: das Endgerät T, T' kann auch unmittelbar an den Switch X, X' angeschlossen sein.
Die Steuersignale, die den Switch X derart steuern, dass Daten entweder über das Paketvermittlungsnetz oder über das Leitungsvermittlungsnetz übertragen werden, können durch den Endnutzer oder von einem Managementsystem erzeugt werden. Zu den Einzelheiten solcher Telefoniesysteme wird hier ausdrücklich auf die Offenbarung der eingangs erwähnten DE 196 45 368 AI der Anmelderin verwiesen.
Figur lb zeigt eine zweite beispielha te Variante eines DÜ-Systems in Form eines Telefoniesystems , bei dem die vorliegende Erfindung zum Einsatz kommen kann. Ein erstes Telekommunikationsendgerät in Form eines analogen oder
digitalen Telefons T ist über eine PBX M mit einer Vermittlungsstelle VS des leitungsvermittelten Netz L verbunden. Dieses leitungsvermittelte Netz L umfasst eine weitere Vermittlungsstelle VS' , an die ein zweites TK-Endgerät in Form eines analogen oder digitalen Telefons T' ohne Telefonanlage direkt angeschlossen ist.
Die beiden Vermittlungsstellen VS, VS' des leitungsvermittelten Netzes L weisen neben Verbindungen zu verschiedenen seiner Knoten jeweils eine Verbindung zu einem zugeordneten Switch X, X' auf. Diese Switches X, X' können etwa an oder in einem so genannten Point of Presence (POP) des Paketvermittlungsnetzes angeordnet sein, sie können sich aber auch bei der Vermittlungsstelle VS, VS' befinden.
Abhängig von den vorgegebenen Parametern eines
Managementsystems und/oder Endbenutzer-gesteuert werden die Switches X, X' die Datenübe tragung zwischen den beiden Telefonen T , T' entweder über das leitungsvermittelte Netz L oder das paketvermittelte Net z P abwickeln bzw . zwischen diesen beiden DÜ-Varianten wechseln . Das Anforderungssignal zur Statusermittlung kann sowohl seitens des Nut zers an einem Endgerät T , T ' als auch automatisch durch das Managementsystem generiert werden .
Die Figur 2 zeigt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, die in ein TK-Endgerät in Form eines analogen oder digitalen Telefons T integriert ist. Das Telefon T ist über eine Schnittstelle I in das DÜ- System integriert. Neben den üblichen Ausstattungsmerkmalen eines Displays D, eines Zahlenblocks NUM und verschiedener Funktionstasten FKT weist dieses Telefon T auch noch drei Sondertasten S und eine optische Anzeige A auf.
Eine erste Sondertasten S dient beispielsweise dazu, dass der Nutzer des Telefons ein Anforderungssignal generieren kann, wodurch im Display D der Status der zur Datenübertragung aktuell und/oder mindestens einer anderen verfügbaren DÜ-Variante für die Kommunikation mit dem Telefon T angezeigt wird. Ebenso ist jedoch denkbar, dass das Anforderungssignal zur Statusanzeige der aktuell genutzten DÜ-Variante von der Telefonanlage M oder dem Switch X automatisch generiert wird. Die Statusermittlung der aktuell genutzten und/oder mindestens einer anderen verfügbaren DÜ-Variante kann ebenfalls entweder am Telefon T, an der Telefonanlage M oder am Switch X vorgenommen werden. Die Darstellung des ermittelten Status der aktuell genutzten DÜ-Variante und mindestens einer anderen verfügbaren DÜ-Variante erfolgt im vorliegenden Fall am Display D des Telefons T (wobei der Benutzer bei kleinem Display zwischen diesen verschiedenen Informationen etwa mittels dieser Sondertaste umschalten kann) .
Eine weitere Sondertaste S kann dem Nutzer beispielsweise ermöglichen, damit den Wechsel zwischen einer paketvermittelten und einer leitungsvermittelten DÜ-Variante anzufordern. Der Nutzer generiert in diesem Fall nur den Befehl, den Status zu ändern und steuert damit den Switch. Das Anforderungssignal, das zur Ermittlung des Status und somit zu einem Statussignal führt, kann dabei wiederum entweder am/vom Telefon T oder von der PBX M oder vom Switch X ausgelöst werden.
Die dritte Sondertaste S ermöglicht dem Nutzer beispielsweise, damit seine Zustimmung zu einer Anfrage des Switches zu einem Wechsel zwischen zwei DÜ-Varianten zu
signalisieren. Eine' solche Anfrage zum Wechseln der DÜ-Variante lässt sich z.B. durch eine entsprechende Mitteilung im Display D zusammen mit einem dauerhaften oder periodischen Aufleuchten der Leuchtanzeige A realisieren.
Wie bereits im Zusammenhang mit der Erläuterung der Ansprüche dargestellt, ist es vorteilhaft, alternativ oder ergänzend zu optischen Statussignalen akustische Statussignale vorzusehen. Diese lassen sich beispielsweise nur für den Nutzer des Telefons T hörbar in seinen Kommunikationsvorgang einblenden. Diese akustischen Statussignale lassen sich beispielsweise im Telefon T selbst durch einen digitalen Sprachgenerator realisieren. Ebenso ist vorstellbar, dass die akustischen Signale in digitaler Form in der PBX oder dem Switch gespeichert und abrufbar sind.
Es ist selbstverständlich, dass das Telefon T auch eine größere oder eine geringere Anzahl an Sondertasten S aufweisen kann. Ebenso ist es möglich, mittels einer per Software realisierten Zusatznutzung der vorhandenen Funktionstasten handelsüblicher Telefone vollständig auf Sondertasten und die Leuchtanzeige zu verzichten. In einem solchen Fall wird das erfindungsgemäße Verfahren rein softwaretechnisch mittels der Software des Managementsystems im/am Switch realisiert.
Ebenso ist denkbar, das Verfahren mittels eines separaten Statusanzeigegeräts G zu realisieren, das dem Telefon T, wie in Figur 3a dargestellt, auf einfache Weise mittels zweier Schnittstellen I, I' vorgeschaltet wird. Ebenso ist denkbar, das separate Gerät G dem Telefon T über eine einzige Schnittstelle I nebenzuschalten.
Dieses separate Gerät G umfasst beispielsweise ein eigenes Display D samt Leuchtanzeige A und Sondertasten S. Diese ermöglichen dem Nutzer die gleiche, vorangehend zu Figur 2 beschriebene Funktionalität.
Figur 3b zeigt eine weitere Anwendungsmöglichkeit des separaten Gerätes G. Im Unterschied zu Figur 3a ist hier an Stelle des Endgerätes in Form eines Telefons T ein mit einem Headset als telefonfähiger Computer C ausgebildetes Endgerät vorgesehen. Die Funktionalität des separaten Geräts G ist identisch zur vorangehend zu Figur 3a beschriebenen Funktiona1ität .
Selbstverständlich lässt sich die Funktionalität des Geräts G auch durch ein Modifizieren der Telefoniesoftware umsetzen, die für einen in Figur 3b gezeigten Computer C ohnehin vorhanden sein muss. Auf diese Weise kann auf zusätzliche Hardware in Form des Geräts G ganz verzichtet werden.
Bezugszeichenliste
T, T' TK-Endgerät in Form eines Telefons
C TK-Endgerät in Form eines Computers mit angeschlossenem Headset zum Telefonieren L Leitungsvermittlungsnetz P Paketvermittlungsnetz M, M' Telefon-Nebenstellenanlage (PBX = Private Branch Exchange) X, X' Switch A Leuchtanzeige D Display NUM Nummerntasten FKT Funktionstasten S Sondertasten G TK-Endgerät-Komponente in Form eines separater Statusanzeigegeräts I, I' Schnittstellen zur Integration im DÜ-System VS, VS' Vermittlungsstellen im leitungsvermittelten Netz