Koaxial-Kupplung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Koaxialkupplung nach dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs; sie betrifft ferner die Anwendung solcher Koaxialkupplungen als Handgerät mit Antriebsgehäuse und Werkzeugkopf.
[0002] Mit Koaxialkupplungen lassen sich Verbindungen herstellen, etwa von Schläuchen oder auch von einem Werkzeugkopf, angesetzt an ein Handstück, dessen Antrieb beispielsweise eine durch das Handstück laufenden, an eine biegsame Welle anschließbare Antriebswelle oder ein in dem Handstück angeordneten Antriebsmotor mit dem Werkzeugkopf zusammenwirkt. Die zusammenwirkenden Kupplungsteile weisen im allge¬ meinen zylindrische Ansätze auf, die in im Wesentlichen formschlüssi¬ gen, hohlzylindrischen Aufnahmen eingeführt und dort festgelegt wer¬ den.
[0003] Die zusammengefügten Kupplungsteile werden dabei mittels Rast¬ oder Schraubmittel oder auch mittels Federkraft aneinander festgelegt und gegeneinander gedrückt. Solche Koaxialkupplungen haben kein durch¬ gehend gleiches Kaliber, so dass hier beispielsweise durch Überwurf¬ muttern bedingte Absätze vorliegen, die das Handling stören, etwa bei aus Handstück und Werkzeugkopf zusammengesetzten Handgeräten, wie aus DE 10107000, DE 29502942, GB 2273650 oder GB 2238229 bekann¬ ten Döner- oder Gyrosmessern. Nachteilig ist, dass dabei ein Trennen und Zusammenfügen solcher Kupplungen oder ein Wechseln des Werkzeug¬ kopfes zeitaufwendig ist, und die Handhabung solcher zweiteiliger Handgeräte, etwa zur Reinigung, verbesserungsbedürftig ist.
[0004] Daraus ergibt sich die Aufgabenstellung, eine solche Koaxial- kupplung vorzuschlagen, die diese Nachteile vermeidend als wirtschaft¬ lich herstellbare Schnellkupplung mit einheitlichem Kaliber einfach zusammenfügbar ist; in Weiterführung der Aufgabenstellung soll diese Koaxialkupplung für rotierende oder oszillierende Werkzeuge einsetzbar sein und schließlich in Weiterbildung in einem Handgerät insbesondere zum Schneiden von gebratenem Fleisch (Gyros/Döner).
[0005] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale der unab¬ hängigen Ansprüche gelöst; vorteilhafte Weiterbildungen und bevorzugte Ausführungsformen beschreiben die jeweiligen, abhängigen Ansprüche.
[0006] Zum Festlegen der beiden Kupplungsteile aneinander ist zumindest ein Permanentmagneten an dem zylindrischen Ansatz oder im Grund der hohlzylindrischen Aufnahme vorgesehen, der mit einem ferromagnetisehen Gegenstück zusammenwirkend beide Teile durch Magnetkräfte gegeneinander zieht. Das ferromagnetisehe Gegenstück kann auch von einem gegenpolig angeordneten Permanentmagneten gebildet sein. Die so zusammenwirkenden Magnete verstärken die Anziehungswirkung und die Koaxialkupplung wird durch den Einsatz des zweiten Permanentmagneten in Bezug auf Werkstoff- wähl weitgehend frei. Da die Magnetkräfte bereits beim Zusammenführen der Kupplungsteile wirken, werden die Kupplungsteile nach einem mehr oder weniger tief gehenden Anschnäbeln selbsttätig in Endposition gezo¬ gen. Einer flächigen Berührung der Endflächen bedarf es nicht; Luft¬ spalte können ohne weiteres toleriert werden. Mit den Polstärken moder¬ ner Permanentmagnete aus metalloxidisch-keramikähnlichen Werkstoffen werden auch so hinreichende Kraftwirkungen erreicht.
[0007] In vorteilhafter Weiterbildung sind entweder an den sich gegenü¬ berliegenden Stirnflächen von Magnet und Gegenstück bzw. Gegenmagnet oder an der Außenseite des zylindrischen Ansatzes und an der Innenseite der hohlzylindrischen Aufnahme Führungsmittel vorgesehen, mit denen beim Zusammenfügen eine schraubenförmige Drehbewegung erzwungen wird, die höchstens über 360°, vorzugsweise höchstens über 120° geführt wird, und die der Bewegung auf einer (gewundenen) schiefen Ebene entspricht, mit einer durch die Endlage der Führungsmittel vorgegebenen Endposi¬ tion. Dies erleichtert auch das Lösen dieser Koaxialkupplung gegen die Magnetkräfte: die miteinander zusammenwirkenden Flächen werden mit geringem Kraftaufwand gegeneinander verdreht und so voneinander ent¬ fernt, wobei die Magnetkraft zwischen ihnen abnimmt.
[0008] Bei einer ersten Ausführungsform bilden Wellen oder Zähne mit radial ausgerichteten Kämmen und Tälern in den Stirnflächen des Magne-
ten und die der diesem gegenüberliegenden Stirnfläche diese Führungsinittel . In zusammengefügten Zustand legen sich die Kämme der einen Seite in die Täler der anderen Seite. Zum Lösen werden beide Kupplungsteile gegeneinander verdreht; dabei gleiten die Kämme aus die¬ sen Tälern, wodurch die unmittelbar aneinander liegenden Flächenteile verkleinert und der Abstand der voneinander getrennten Flächenteile vergrößert werden, was die Magnetkräfte verringert und das Lösen der Kupplung erleichtert.
[0009] Bei einer zweiten Ausführungsform bilden zumindest ein Gewinde¬ gang und ein in diesen Gang eingreifendes Gewindegrat-Stück diese Füh¬ rungsmittel, die beim Zusammenfügen zusammenwirkend unter Wirkung der Magnetkräfte ein (u. U. sogar selbsttätiges) Verdrehen bewirken, wobei die Endstellung dieser Gewindeführung das Ansatzteil gegenüber dem Basisteil positioniert. In gleicher Weise können auch mehrere Gewinde¬ grate und entsprechend mehrere Gewindegänge vorgesehen sein, die zur Erleichterung des Positionierens beim Ansetzen und Anschnäbeln aus ver¬ schiedenen Ausgangsstellungen vorteilhaft rotationssymmetrisch angeord¬ net sind. Eine nicht rotationssymmetrische Anordnung von Gewindegraten bzw. Radialstiften erlaubt ein Zusammenfügen der beiden Teile der Koaxialkupplung in unverwechselbare Lage. In Weiterbildung ist als Gewindegrat-Stück ein Radialstift vorgesehen, der in einen als spira¬ lige Führungsnut ausgebildeten Gewindegang eingreift. Hier stellt das Ende der Führungsnut den die Endposition bestimmenden Anschlag dar, so dass auch hier die Möglichkeit einer genauen Positionierung gegeben ist. Ein Verdrehen der Kupplungsteile zum Lösen hat hier über die Füh¬ rung eine Vergrößerung des Abstands zur Folge, was die Magnetkräfte verringert und somit das Lösen der Kupplung erleichtert.
[0010] Diese so gefundene Kupplung erlaubt so ein schnelles Anschließen und ein schnelles Lösen. Dadurch wird sie vielseitig einsetzbar, bei¬ spielsweise als Verschluss etwa für Ketten und Armbänder, als Kupplung für Tauchausrüstungen und Geräte der Unterwassertechnik, für den Maschinen- und Chemieapparatebau, in der Raumfahrt-, Roboter- und Waf¬ fentechnik, für Campingausrüstung und Möbelbeschläge, für medizini- sche/zahnmedizinische Geräte und Hilfsmittel. Für Werkzeuge kann das Ansatzteil als Werkzeugkopf abgenommen und separat gereinigt werden. Das den Antriebsmotor enthaltende Basisteil lässt ist durch aufsteck- oder aufschraubbare Kappen abdichten und so auch durch Abspülen reini¬ gen.
[0011] In einer ersten Ausgestaltung sind Basisteil und Ansatzteil der Koaxialkupplung als Hohlzylinder ausgebildet und an den freien Enden
mit Anschlussmitteln für Rohr oder Schlauch versehen. Dies erlaubt das Kuppeln von Schläuchen, durch die Gase oder Flüssigkeiten geleitet wer¬ den. Zur Abdichtung sind stirnflächenseitig zwischen den äußeren End¬ ringen der Kupplungsteile oder zwischen den inneren Ringflächen des Hohlzylinders bzw. der hohlzylindrischen Ausnehmung Radial-Dichtungen, oder alternativ dazu, zwischen den Zylinderflächen angeordnete Axial- Dichtungen, beispielsweise O-Ringe oder Lippendichtungen, vorgesehen.
[0012] In einer zweiten Ausgestaltung bildet das Basisteil ein Antriebsteil und das Ansatzteil einen Werkzeugkopf eines angetriebenen Handgerätes. Als Antrieb wirkt z.B. eine biegsame Welle auf eine im Antriebsgehäuse gelagerte Zwischenwelle, die die Drehbewegung auf den Werkzeugkopf überträgt. Alternativ ist in dem Antriebsgehäuse ein Antriebsmotor angeordnet, dessen Drehbewegung auf den Werkzeugkopf übertragen wird. Die Drehbewegung versetzt das eingesetzte Werkzeug in rotierende oder oszillierende Bewegung. Motorwelle und Antriebswelle sind über eine Steckkupplung verbunden, die beim Trennen der Gehäuse die leichte Trennung von Motor- und Antriebswelle erlaubt.
[0013] Ist der Antriebsmotor als Niedervoltmotor mit einer Strömversor¬ gung über einen verschraub- oder verrenkbarem Steckanschluss ausgebil¬ det, kann für etwa notwendige Reinigungen das Anschlusskabel vom Antriebsgehäuse abgenommen und durch eine Kappe ersetzt werden. Vor¬ teilhaft wird der Motor über einen im Wesentlichen bündig in der Außen¬ fläche des Antriebsgehäuses liegenden, vorzugsweise als Folienschalter ausgebildeten Schalter angesteuert. Dadurch kann diese Außenfläche sehr glatt gehalten werden, was besonders dann von Bedeutung ist, wenn das so gebildete Handwerkzeug in Bereichen mit erhöhter hygienischer Anfor¬ derung - etwa im Lebensmittelbereich - eingesetzt ist.
[0014] Ein zusätzlicher, die Haltung des Handgerätes erkennender Nei¬ gungsschalter kann das Einschalten in bestimmungsgemäßer Haltung - bei¬ spielsweise in horizontaler Lage - zulassen, bei vertikaler Haltung - etwa zum Wechsel des Werkzeugkopfes - aber sperren. Ist der Neigungs¬ schalter zur Unterscheidung zwischen dem Werkzeugkopf "vertikal auf¬ wärts" und "vertikal abwärts" ausgebildet, ermöglicht dies beispiels¬ weise in der Lage "aufwärts" das Wechseln des Werkzeugkopfes und in der Lage "abwärts" dessen Reinigen in einem Bad, was dann besonders effek¬ tiv ist, wenn in Lage "abwärts" der Motor in ein Waschprogramm - etwa mit schnelle Intervall-Rotation des Rundmessers - überführt werden kann, und so zum Beispiel Öl-, Fett- und Fleischreste von einem Döner- Messer im Wasserbad effektiv entfernt werden können.
[0015] Der an das Antriebsgehäuse abnehmbar angesetzte Werkzeugkopf ist bei einem Handschneidgerät als Messergehäuse mit plattenförmiger Rückwand ausgebildet, und insbesondere bei Rundmessern als Werkzeug mit einem separaten, plattenförmigen Deckel abgedeckt, der abnehmbar auch ein Reinigen ermöglicht. Der das Rundmesser umgebende Randbe¬ reich wird vorteilhaft mit zumindest einem Permanentmagneten verse¬ hen, der den Deckel am Messergehäuse abnehmbar hält. Dadurch ist der Schneidraum schnell und einfach durch einfaches Lösen des Deckels von der Magnethaiterung freizulegen. Schneidraum wie auch Rundmesser kön¬ nen dann beispielsweise im Wasserbad schnell und einfach gereinigt werden. Zum weiteren Schneidvorgang muss der Deckel einfach nur ange¬ setzt werden.
[0016] In einer speziellen Ausbildung des Werkzeugkopfes ist die Hand¬ schneidvorrichtung als Hand-Messer zum Abschneiden von Fleisch von Fleischspießen einsetzbar, wie beispielsweise zum Schneiden von Döner- Kebab oder von Gyros. Dazu wird der Werkzeugkopf als Messerkopf eines Döner-Messer ausgebildet und mit einem Rundmesser versehen, das ein Antriebsmotor in schnelle Rotation oder in schnelle Oszillation ver¬ setzt. Das Basisteil als Antriebsgehäuse mit Antriebsmotor als Griff- teil wird mit der Axialkupplung mit dem Messerkopf zusammengefügt und ist zum einen griffig und sicher handhabbar und zum anderen einfach reinigbar: Der Messerkopf kann abgenommen und etwa in einer Geschirr¬ spülmaschine gereinigt und das Basisteil kann, da abgedichtet, unter fließendem (auch heißem) Wasser abgewaschen werden. Dabei ist die Anlage für das Schneidgut vorteilhaft mit einem Anlagerungen verhin¬ dernden Überzug - vorzugsweise aus Polytetrafluorethylen - versehen, der ein Reinigen durch einfaches Abspülen erlaubt und darüberhinaus verhindert, dass das Handschneidgerät beim Schneiden "hängen" bleibt. Weiter weist das Handschneidgerätes eine Einstellkulisse für die Schneidtiefe auf, die schwenkbar an das Messergehäuse des Handschneid¬ gerätes angelenkt ist.
[0017] Das Wesen der Erfindung wird an Hand der in den Figuren 1 bis 10 dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert; dabei zeigen:
Fig. 1: Koaxial-Steckkupplung - Schema - Explosions-Darstellung:
Fig. Ia: Kupplung geschlossen; Fig. 2: Koaxialkupplung als Rohr-/Schlauchverbinder - Schema;
Figur 2a: Kupplung geschlossen mit Dichtungen; Fig. 3: Koaxial-Steckkupplung als Wellenkupplung - Schema; Fig. 4: Als Döner-Messer ausgebildetes Handschneidgerät mit
Antriebsgehäuse und Schneidkopf - schematisch;
Fig.4a: Frontansicht mit Einstellkulisse
Fig. 5: Handschneidgerät nach Fig.4 teilgeschnittene perspek¬ tivische Schema-Darstellung;
Fig. 6: Handschneidgerät nach Fig.4 mit abgenommenem Deckel perspektivische Schema-Darstellung;
Fig. 7: Einzelheit Handschneidgerät schematischer Schnitt
Fig. 8: Einzelheit Lagergehäuse perspektivische Schema- Darstellung;
Fig. 9: Einzelheit Lagergehäuse nach Fig.8, schematischer Schnitt;
Fig. 10: Einzelheit Steckkupplung, , Fig. 10a: gekuppelt, Fig. 10b: entkuppelt.
[0018] Die Koaxial-Steckkupplung besteht aus einem Basisteil 10 und einem Ansatzteil 20, beide so ausgebildet, dass sie im Wesentlichen mit Formschiuss so verbindbar sind, dass das Ansatzteil 20 gegenüber dem Basisteil 10 verdreht werden kann. Dazu weist der Basisteil 10 einen Ansatz 11 auf, der in eine Aufnahme 21 des Ansatzteils 20 eingeführt wird, beide mit kreisförmigem Querschnitt, was die Verdrehbarkeit sicher stellt. Auf der Stirnfläche 12 des Ansatzes 11 ist ein Perma¬ nentmagnet 13 angeordnet, der mit einem im Grund 22 der Aufnahme 21 angeordneten zweiten Permanentmagneten 23 zusammenwirkt; wobei es selbstverständlich ist, einen der Permanentmagnete durch einen ferro- magnetisehen Einsatz zu ersetzen, der mit dem verbleibenden Permanent¬ magneten zusammenwirkt. Vorteilhaft sind Hülsen 14 und 24 vorgesehen, die die Kupplungsteile überdecken und schützen. So ergibt sich eine Koaxialkupplung mit durchgehend gleichem Kaliber, die für viele Anwen¬ dungszwecke einsetzbar ist. Vorteilhaft ist zwischen den aufeinander treffenden Stirnflächen der Hülsen 14 bzw.24 eine Dichtung 24.1 zur Absichtung der Kupplung eingesetzt.
[0019] Eine solche Koaxialkupplung ließe sich bereits in dieser Form zusammensetzen, jedoch wäre ein Lösen schwierig, die wirkenden Magnet¬ kräfte stehen dem entgegen. Führungsmittel erlauben ein genaues Positi¬ onieren des Basisteils 10 gegenüber dem Ansetzteil 20 und erleichtern auch das Lösen beim Verdrehen dieser beiden Kupplungs-Teile 10 und 20 gegeneinander durch "langsames" Vergrößern des Abstands der zusammen¬ wirkenden Stirnflächen von Permanentmagnet 13 und Permanentmagnet 23. In der Darstellung sind - ohne Ausschiuss anderer Ausführungsformen - am Ansatz 11 zwei einander diametral gegenüberliegende Radialstifte 15 vorgesehen. Die Aufnahme 21 weist entsprechende Führungsnuten 25 auf, in die diese Radialstifte 15 eingreifen. Beim Zusammenfügen gleiten die Radialstifte 15 in die Führungsnuten 25 und bewirken so eine Verdre-
hung, wobei sich mit der Annäherung an die Endlage die Magnetkräfte so verstärken, dass die Kupplung selbsttätig in die Endlage gleitet.
[0020] Um die Koaxialkupplung als Rohr-/Schlauchkupplung zu nutzen, sind das Basisteil 10 mit Ansatz 11 wie auch das Ansatzteil 20 mit Auf¬ nahme 21 als durchgängige Hohlteile ausgebildet. Zum Kuppeln von Roh¬ ren/ Schläuchen - dargestellt als Rohransätze 31 - sind die jeweiligen Enden in die freien Enden von Basisteil 10 bzw. von Ansatzteil 20 ein¬ geführt und dort in bekannter Weise mit - nicht näher dargestellten - Mitteln festgelegt. Eine solche Koaxialkupplung benötigt eine Abdich¬ tung. Dazu sind als Axial- oder als Radialdichtungen ausgebildete Dich¬ tungen 16 bzw.26 vorgesehen, zu deren Aufnahme die inneren Stirnflä¬ chen 22 Nuten aufweisen, in die eine Dichtung 26 eingelegt wird, wobei deren Gegenfläche eine in üblicher Weise bearbeitete Dichtfläche ist. Zur Aufnahme einer Dichtung 16 ist die Außenfläche des Ansatzes 11 oder die Innenfläche der Aufnahme 21 genutet. Die Nute nimmt die als O-Ring, Lippendichtung o. dgl. ausgebildete Dichtung 16 auf.
[0021] Um die Koaxialkupplung zum Übertragen rotierender oder oszillie¬ render Bewegung einzusetzen, wird das Basisteil 10 antriebsseitig mit einem Anschluss für eine insbesondere biegsame Welle versehen, die auf eine erste, im Basisteil 10 mit Gleit- Stift- oder Rollenlager gela¬ gerte Zwischenwelle 35.1 wirkt. Der Abtrieb dieser Zwischenwelle 35.1 ist als Kupplungskopf 36.1 ausgebildet und dient dem Ankuppeln an die im zweiten Kupplungsteil 20 angeordnete und wiederum mit Gleit- Stift¬ oder Rollenlager 37.2 gelagerte Zwischenwelle 35.2.
[0022] Alternativ ist das erste Kupplungsteil 10 als Antriebsteil eines handgeführten Werkzeugs ausgebildet und weist einen Antriebsmotor 44 mit elektrischem, hydraulischem oder pneumatischem Antrieb auf, dessen Abtrieb zum Ankuppeln an die Zwischenwelle 35.2 als dem Kupplungskopf 36.1 entsprechendes Gegen-Kupplungskopf 36.2 ausgebildet ist, wobei beide gekuppelt die kraftübertragende Kupplung bilden. Diese zweite Zwischenwelle 35.2 ist im zweiten Kupplungsteil 20 wiederum mit Gleit-, Stift- oder Rollenlager 37.2 gelagert; ihr Ausgang wird - der Verwen¬ dung der Kupplung entsprechend - abgenommen und ggf. weiter geleitet.
[0023] Die Figuren 4 und 5 zeigt diese Kupplung angewandt für ein Hand¬ schneidgerät 40, etwa zum Schneiden von Gyros oder von Döner-Kebab, im Schnitt bzw. in teilgeschnittener Perspektive. Das schaftförmig als Handgriff ausgebildete Antriebsgehäuse 41, an das der als Schneidkopf mit Rundmesser 62 ausgebildete Werkzeugkopf 50 angesetzt ist, ist der Antriebsmotor 44 angeordnet, der über die drehbar gelagerte Motor-
welle 44.1 mit einem an der Stirnseite des Schneidkopfes 50 angeord¬ neten Rundmesser 62 verbunden ist. In der Figur 5 ist die Trennung der beiden Gehäuse 40 und 50 angedeutet, bei denen der Ansatz 40.1 des Antriebsgehäuses 41 in die Aufnahme 50.1 des Messergehäuses ein¬ geführt und von zumindest einem Permanentmagneten 46 gehalten sind, wobei der Radialstift 47 in der (nicht näher bezeichneten) Ringnute gleitend, die Drehbewegung beim Ansetzen und beim Lösen bewirkt. Zur Spannungsversorgung des Antriebsmotors 44 ist ein Kabel über den Lei- tungsanschluss 42 in das Antriebsgehäuse 41 vorteilhaft steckbar einge¬ führt. Ein Folienschalter 43, der - da nicht hoch belastbar - mit einem elektronischen Schalter 43.1 zusammenwirkt, erlaubt eine schlanke Gehäuseform. Hierbei versteht es sich von selbst, dass zur Spannungs- versorgung auch Batterien oder Akkumulatoren einsetzbar sind.
[0024] Der Abtrieb des Antriebsmotors wird über die Motorwelle 44.1 ausgeleitet, deren freies Ende mit der Steckkupplung 65 der Antriebs¬ welle 63 gekuppelt ist, wobei das Rundmesser 64 des Messerkopfes 50 über den mit dem Kupplungskopf 67 der Antriebswelle 48 zusammenwirkende Kupplungskopf 66 der Motorwelle 44.1 angetrieben ist. Das am Ausgang der Antriebswelle 67 mit der Verschraubung 64.1 befestigte Rundmesser 64 wird von einem Messergehäuse 50 überdeckt, dessen von einem Deckel 51 gebildete Frontseite die Anlage für das Schneidgut bildet. Eine um die Schwenkachse 55.1 schwenkbare Einstellkulisse 55 ermöglicht zum Einstellen der Schnittweite eine Veränderung der Spaltweite zwischen Rundmesser 62 und Einstellkulisse 55, die mit der Einstellschraube 56 eingestellt werden kann. Somit wird die Arbeitsweise des Handschneid¬ geräts 40 deutlich: Der nach unten gerichtete Bogen des Rundmessers 62 ist somit für den Schneidvorgang frei, wobei die Einstellkulisse 60 die Schnittstärke einstellen erlaubt.
[0025] Das Messergehäuse 50 ist aus einer plattenförmigen Rückwand 52 gebildet, die einen das Rundmesser 64 umgebenden Randbereich 53 auf¬ weist, in den zumindest einer der Magnete 54 eingelassen ist, die den als separaten Teil herausgestellten, ebenfalls plattenförmig ausge¬ bildeten Deckel 51 halten. Der Randbereich 53 ist hufeisenförmig aus¬ gebildet und an die plattenförmigen Rückwand 52 angeformt. Somit ergibt sich ein Schutzgehäuse 50, das das Rundmesser umfasst. In die Schenkel 53.1 und 53.2 des hufeisenförmigen Randbereichs 53, sowie in dessen im oberen gebogenen Bereich 53.3 ist jeweils ein Magnet 54.1 und 54.2 bzw.54.3 eingelassen. Um den Deckel 51 einfach an den mag- netisierten Bereich ansetzen zu können, sind an den Schenkelenden Anschlagkanten 57.1 und 57.2 vorgesehen, an die die Unterkante des
Deckels 51 zum Ansetzten an den als Messegehäuse ausgebildeten Werk¬ zeugkopf 50 anlegbar ist. Mit Magnetwirkung ist der Deckel 51 an den Randbereich 53 des Messergehäuse gehalten und wird beim Anlegen den Deckel 51 von allein in seine Endposition gezogen. Die Magnete 54.1. 54.254.3 sind vorteilhaft vertieft angeordnet und die mit ihnen zu¬ sammenwirkenden ferromagnetisehen Gegenstücke noppenartig so ausge¬ bildet, dass sich bei angesetztem Deckel 51 die Noppen in die Vertie¬ fungen der Magnete einfügen und ihn so positioniert gegen den Rand¬ bereich 53 gezogen stramm am als Messergehäuse ausgebildeten Werk¬ zeugkopf 50 halten. Zum Lösen und Abnehmen des Deckels 51 sind von außen vom Deckelrand übergriffene Griffmulden 59.1 und 59.2 in den Randbereich 53 eingeformt, die, von Fingerspitzen hintergriffen, des¬ sen Lösen und Abnehmen ermöglichen.
[0026] Die Figuren 7, 8 und 9 zeigen eine weitere Ausgestaltung der Erfindung, die insbesondere ein einfaches Zerlegen des Gerätes für die Reinigung ermöglicht. Die den Antrieb übertragende Welle durch¬ läuft das von der Koaxialkupplung in ein Antriebsgehäuse und den Werk¬ zeugkopf unterteilte Handschneidgerät 40. Die Steckkupplung 65 verbin¬ det Antriebswelle 63 und Motorwelle 44.1 und somit auch den Antriebs- motor 44 mit dem Rundmesser 64. Dabei ist einerseits die Ansetzhülse 60 gegenüber dem Antriebsgehäuse 41, sowie andererseits das Lagerge¬ häuse 62 gegenüber der Ansetzhülse 60 etwa mit O-Ring-Dichtungen 69 abgedichtet, was Wasserdichtheit bewirkt. Gleiches gilt für den Folienschalter 43.
[0027] Das Messergehäuse 50 weist auf seiner Rückseite einen an die Rückwand 52 angeformten, als Ansetzhülse 60 ausgebildeten Ansetzteil auf. In die Ansetzhülse 60 ist ein Lager 62 mit Formschiuss lösbar eingesetzt, durch das die Antriebswelle 63 verläuft und das diese lagernd aufnimmt. Das Lager 62 der Antriebswelle 63 kann leicht aus der Ansetzhülse 60 herausgedrückt werden, so dass die Teile separat gereinigt oder ersetzt werden können. Der Formschiuss wird dabei durch angeformte Noppen 62.1 am Lager 62 erreicht, die in Taschen 61.1 eingreifend ein Mitdrehen verhindern. In vorteilhafter Weise sind dabei einerseits auch das Lagergehäuse 50 gegenüber der Ansetz¬ hülse 60 und diese gegenüber dem Antriebsgehäuse 41 abgedichtet. Dazu verfügt diese Dichtung über wasserdichte O-Ringe 69, so dass das gesamte Handschneidgerät - insbesondere wenn als Döner-Messer einge¬ setzt - zum Reinigen auch in Einzelteile zerlegt in ein Wasserbad getaucht werden kann, zumal diese Ausbildung ein Eindringen von Fleischresten, Ölen oder Fetten entgegen wirkt.
[0028] Figur 10 zeigt die Steckkupplung 65 eines Handschneidgeräts 40 gekuppelt (Fig. 10a) und entkuppelt (Fig. 10b). Dabei steht die Antriebswelle 63 über eine koaxiale Steckkupplung 65 mit der Motor¬ welle 44.1 in Wirkverbindung, was eine leichte, einfache Trennbarkeit von Motor 44 und Rundmesser 64 ermöglicht. Die Steckkupplung 65 besteht aus koaxial ausgerichteten ineinander greifenden Zapfen 67.1, 67.2, die sowohl antriebswellenseitig und wie auch motorwellenseitig angeordnet sind. Zum Selbstfindenden, leichten und schnellen Kuppeln sind die freien Enden eines jeden der Zapfen 67.1, 67.2 endseitig abgeschrägt oder dachförmig ausgebildet, was einen sicheren Kupp¬ lungsvorgang gewährleistet. Werden die Zapfen 67.1, 67.2 aufeinander zu bewegt, führen die Schrägflächen der Zapfenenden die Zapfen auto¬ matisch in die Spaltbereiche zwischen ihnen.
[0029] Zur Verbesserung der stabilen Halterung der Zapfen 67.1, 67.2 ineinander, wirken die antriebswellenseitigen Zapfen 67.2 an ihren freien Enden mit einem Federring 68.1 zusammen. Ein entsprechender Federring kann auch motorwellenseitig vorgesehen sein. Damit der Kupplungsvorgang gedämpft ablaufen kann, ist im Bereich der Antriebs¬ welle 63, vorzugsweise am Zapfenansatz ein Dämpfungselement 68.2 vor¬ gesehen. Das Dämpfungselement 68.2 kann hierbei aus einem aus Elasto¬ mer gebildeten Ring oder einem mit Federeigenschaften versehener Metallring sein.