Beschreibung
Fördereinrichtung und Verfahren zur Überführung von Blattlagen auf ei¬ nen Abtransportförderer.
Anwendungsgebiet und Stand der Technik
Die Erfindung betrifft eine Fördereinrichtung für durch Blattlagen gebilde¬ te Stapel aus Flachmaterialien, wie Papier oder dgl. und ein Verfahren zur Überführung derartiger Stapel zwischen einer Antransportstation und einem Abtransportförderer.
Die EP 465 916 A1 und die EP 1 348 651 A beschreiben derartige För¬ dereinrichtungen. Sie werden als Teile von Anlagen eingesetzt, in denen aus Rollenpapier Stapel in Reihen nebeneinander gebildet werden, bei- spielsweise in sog. Kleinformat-Querschneidern, die aus Papierbahnen Stapel von Gebrauchsformatblättern herstellen, beispielsweise Kopier¬ papier-Packungen. Die in einer Reihe nebeneinander (sog. Nutzen) an¬ kommenden Stapel werden in der Fördereinrichtung auf Abtransportför¬ derer übergeben, die quer zur Antransportrichtung, d.h. der Papierlauf- richtung in der Maschine, laufen. Dort werden die einzelnen Reihen an¬ einander angeschlossen, damit die einzelnen Stapel auf einen vorgege¬ benen Abstand vereinzelt werden können, um in daran angeschlosse¬ nen Packmaschinen verpackt zu werden.
Die genannten Schriften beschreiben solche Einrichtungen, die in der Abtransportstation zwei im wesentlichen parallel zueinander verlaufende Abtransportförderstrecken hat, auf die die Stapelreihen wahlweise abge¬ legt werden können. Dies hat beim Normalbetrieb den Vorteil, dass der meist sehr große Ausstoß der Stapel-Herstellungsmaschine auf mehrere Verpackungsstrecken verteilt werden kann. Ferner ergibt sich die Mög¬ lichkeit, bei Störungen oder Ausfall in einer der Verpackungsstrecken
wahlweise nur eine der Abtransportförderstrecken zu beschicken, ohne die Maschine stillsetzen zu müssen.
Die EP 514 783 beschreibt, aufbauend auf diesem Prinzip, eine mittige Teilung der Greiferreihe, die die Stapelreihe erfasst, so dass jeweils ein Teil der Stapelreihe auf jeder der beiden Abtransportstrecken abgelegt werden kann.
Aufgabe und Lösung
Die Erfindung bezweckt, die Fördereinrichtung und das Verfahren der eingangs beschriebenen Art weiter zu verbessern und insbesondere bei weiter gesteigerter Flexibilität der Arbeitsweise durch die Übergabe be¬ dingte Totzeiten zu vermeiden und einen störungsfreien Ablauf der Cl- bergabe auch bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten sicherzustellen.
Diese Aufgabe wird durch die Ansprüche 1 , 9 und 10 gelöst.
Es sind zwei gesonderte Übergabeförderer vorgesehen, die beide für jeden Stapel der gesamten Stapelreihe je einen Greifer haben. Der erste Übergabeförderer ist hauptsächlich dazu bestimmt, die gesamte Stapel¬ reihe von der Antransportstation, also den Sammelboxen, in denen sich die Stapel gebildet haben, bis zur ersten Abtransportförderstrecke zu ziehen und sie dort abzulegen. Dann kann beispielsweise durch Inbe- triebnahme eines ersten Teils der vorzugsweise im Übergabebereich mittig geteilten Abtransportförderstrecke eine Hälfte der Stapelreihe in Richtung auf die Packmaschinen zu abtransportiert werden, während der zweite Übergabeförderer die dann nicht abtransportierten Stapel er¬ greift und diesen auf die zweite Abtransportförderstrecke zieht. Von dort können sie dann auf dieser Förderstrecke auf die daran angeschlossene zweite Packmaschine zu transportiert werden.
Um das Ergreifen der auf der ersten Abtransportförderstrecke liegenden Stapel durch den zweiten Übergabeförderer zu erleichtern, wird die Sta¬ pelreihe auf der ersten Abtransportförderstrecke so abgelegt, dass die zur zweiten Abtransportförderstrecke weisende Kante etwas über das Haupt-Förderband der ersten Abtransportförderstrecke übersteht. Der Greifer kann den Stapel nun auch von unten ergreifen und festhalten. Um, insbesondere bei sehr weichen und empfindlichen Papieren, Be¬ schädigungen zu vermeiden, kann in den Bereich dieses Überstandes ein zusätzliches schmales Neben-Förderband vorgesehen sein, das ab- gesenkt wird, wenn der zweite Übergabeförderer mit seinen Greifern sich dem Stapel nähert, ggf. auch schon beim Ablegen.
Die Übergabeförderer benötigen nur je einen Greifer je Stapel und brau¬ chen vorteilhaft nur jeweils über zwei Stationen zu reichen, nämlich von der Antransportstation bis zur ersten Abtransportförderstrecke bzw. von dieser bis zur zweiten Abtransportförderstrecke. Sie können daher rela¬ tiv einfach und im wesentlichen auch baugleich ausgebildet sein, so dass sie leichter herzustellen und zu warten sind. Es ist auch möglich, eine Maschine, die nur mit einer Abtransportförderstrecke vorgesehen war, auf die bei der Erfindung vorgesehene Zwillingsausführung bezüg¬ lich der Förderstrecke (Twin-Auslauf) durch Nachrüstung im Baukasten¬ system umzustellen. Es ist aber auch möglich, die eine der beiden För¬ derstrecken über alle drei Stationen reichen zu lassen, so dass im Falle einer ausschließlich Nutzung der maschinenfemeren Abjxansportförder- strecke diese ohne Zwischenablage erfolgen kann.
Meist werden bei einem solchen Twin-Auslauf beide Förderstrecken pa¬ rallel zueinander in die gleiche Richtung weisen, so dass die Grundform der Maschine die eines L mit zwei parallelen Schenkeln hat. Es ist aber auch möglich, auf diese Weise eine T-Konfiguration herzustellen, die allerdings mehr Platz erfordert.
Es wird also bevorzugt eine Fördereinrichtung zur Übergabe von Stapel¬ reihen oder Großtakten aus Blattstapeln aus der Stapelstation einer Pa¬ pierverarbeitungsmaschine, beispielsweise eines Kleinformat-Quer¬ schneiders, auf mehrere parallel zueinander verlaufende Abtransport- bänder geschaffen. Dazu sind zwei in Übergaberichtung und in ihrer Höhe gegeneinander versetzte, im übrigen aber weitgehend gleiche Übergabeförderer vorgesehen, die je eine Reihe von Greifern oder Zan¬ gen, d.h. je eine Zange je Stapelposition, aufweisen. Dabei reicht der erste Übergabeförderer von der Stapelstation bis zum ersten Abtrans- portband und der zweite Übergabeförderer von diesem bis zum zweiten Abtransportband. Der erste Querförderer zieht die gesamte Stapelreihe bis zum ersten Abtransportband, wo ein Teil der Stapelreihe quer ab¬ transportiert wird, während der andere Teilstapel vom zweiten Überga¬ beförderer ergriffen und auf das zweite Abtransportband transportiert wird.
Vorteilhaft wird bei einer Fördereinrichtung für durch Blattlagen gebildete Papierstapel mit einer Antransportstation, in der mehrere Stapel in einer Stapelreihe in nebeneinanderliegenden Stapelpositionen zur Übergabe bereitgestellt werden, mit einem Abtransportförderer, der wenigstens eine im Wesentlichen quer zu einer Übergaberichtung verlaufende Ab¬ transportförderstrecke aufweist, mit einer Übergabestation, die Überga¬ bepositionen an der wenigstens einen Abtransportförderstrecke auf¬ weist, sowie mit wenigstens einem Übergabeförderer mit Greifern, die zum Ergreifen und Freigeben der Stapel betätigbar sind und in der Ü- bergabestation bewegbar sind, vorgesehen, dass zwischen der Antransportstation und der Abtransportförderstrecke und/oder zwischen zwei benachbarten Abtransportförderstrecken wenigstens eine Zwi¬ schenablagestation vorgesehen ist, an der ein oder mehrere Stapel zwi- schenlagerbar sind. Die wenigstens eine Zwischenablagestation ist im Bewegungsbereich des wenigstens einen Übergabeförderers und damit im Bereich der Übergabestation angeordnet. Durch die wenigstens eine Zwischenablagestation ist es möglich, insbesondere mittels wenigstens
zwei Übergabeförderern einen schnellen Abtransport der Blattstapel von der Antransportstation zu ermöglichen. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn bei mehreren Abtransport-Förderstrecken eine oder mehrere aus¬ gefallen sind. Vorzugsweise erstreckt sich die Zwischenablagestation über die gesamte Nutzenbreite der Antransportstation. Somit ist es mög¬ lich, eine über die volle Nutzenbreite erstreckte Stapelreihe, d.h. eine der Nutzenanzahl entsprechende Anzahl von Stapeln, an der Zwischen¬ ablagestation zwischenzulagem. Wahlweise können selbstverständlich auch weniger Stapel zwischengelagert werden. Es ist auch möglich, die Zwischenablagestation lediglich über einen Teil der Nutzenbreite der Antransportstation zu erstrecken. Durch diese erfindungsgemäße Lö¬ sung ist es möglich, entsprechende Verpackungslinien mit möglichst ho¬ her Effizienz zu beschicken und eine hohe Effizienz auch beizubehalten, wenn vorübergehend eine Verpackungslinie ausfällt. Insbesondere wird durch die zuvor beschriebene Lösung vermieden, dass Blattstapel, die auch als Riese bezeichnet werden, ausgeschleust werden müssen. So ist es möglich, eine gesamte, über die Nutzenbreite erstreckte Stapelrei¬ he, die auch als Großtakt bezeichnet wird, an der Zwischenablagestati¬ on zu parken. Dadurch ist es möglich, auch einen nichtsynchronen Ab- lauf zwischen dem Großtakttransport der Greifer und der Abtransport¬ förderstrecken zuzulassen. Die Anzahl von parallel hintereinander ange¬ ordneten Zwischenablagestationen richtet sich insbesondere nach der Anzahl der an die Sammelstation anschließenden Abtransportförder¬ strecken und Verpackungslinien sowie nach der Geschwindigkeit der an der Antransportstation einlaufenden Großtakte, um gemeinsam mit den Zwischenablagestationen insgesamt wieder eine phasensynchrone Cl- berführung der Riese von der Antransportstation zu den Abtransportför¬ derstrecken und damit zu den Verpackungslinien zu ermöglichen.
Die vorstehenden und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprü¬ chen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung und
auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz bean¬ sprucht wird. Die Unterteilung der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischenüberschriften beschränkt die unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen in zahlrei- chen aufeinander folgenden Arbeitsschritten dargestellt, wobei die mit zusätzlichen Buchstabenindizes (a, b) gekennzeichneten Figuren jeweils andere Ansichten des gleichen Arbeitsschrittes sind. Dementsprechend zeigen.
Fig. 1 bis 5 jeweils in schematischer Draufsicht bzw. schematischer Ansicht von links gesehen, die Fördereinrichtung und ihre Arbeitsweise im normalen, beide Abtransportförderstrecken beschickenden Betrieb (Twin-Betrieb),
Fig. 6 bis 8 in gleicher Darstellungsweise die Fördereinrichtung bei Beschickung nur der ersten Abtransportförderstrecke,
Fig. 9 bis 13 die Beschickung nur der zweiten Abtransport-
Förderstrecke,
Fig. 14 bis 16 eine Darstellung des Abtransports nur auf der zweiten Abtransportförderstrecke ohne Zwischenablage -,
Fig. 17 eine schematische Seitenansicht der Papier-
Verarbeitungsmaschine, die die Förderein-
richtung enthält,
Fig. 18 bis 20 eine weitere Fördereinrichtung ähnlich der zu¬ vor angeführten Fördereinrichtung mit einer zu- sätzlichen Zwischenablagestation und
Fig. 21a bis 21f in schematischer Draufsicht verschiedene För¬ derzustände der Fördereinrichtung nach den Fig. 18 bis 20.
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
Die Figuren 1 bis 5 inklusive der Seitenansichten 1a, 2a, 2b, 3a und 4a zeigen in stark schematisierter Darstellungsweise eine Fördereinrichtung 11 für aus Blattlagen gebildete Stapel 12. Die Fördereinrichtung ist nahe dem Ende einer Papierverarbeitungsmaschine 13 angeordnet.
Die Papierverarbeitungsmaschine 13 ist in Fig. 17 mit ihren wesentlichs¬ ten Aggregaten gezeigt. Beim Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen Kleinformat-Querschneider, der Abrollungen 14 für fünf Papier¬ bahnen 15 enthält, die jeweils von einer großen Papierrolle 16 abgezo¬ gen und übereinanderliegend gemeinsam bearbeitet werden. Ein Längsschneider 17 schneidet die Papierbahnen 15 abfallfrei in format- haltige Längsstreifen, die dann mit einem Querschneider 18 auf das ent- sprechende Format, z.B. DIN A4, geschnitten und in weiteren Stationen 19 in einen geschuppten Bogenstrom (10) überführt, geprüft, durch Aus¬ schleusung von fehlerhaften Bögen getrennt und schließlich in einer Stapelstation 20 zu Blattstapeln der gewünschten Zahl (z.B. 500 Blatt) gesammelt werden.
Entsprechend der Zahl der Nutzen, d.h. der nebeneinanderliegenden Stapel (im vorliegenden Beispiel zehn), die aus einer Papierbahnbreite geschnitten werden, bilden sich also in der Stapelstation 20 zahlreiche
Stapel 12, die in einer Stapelreihe 66 nebeneinander in entsprechenden Stapelpositionen 21 , d.h. Fächern, in denen die Stapelbildung stattfindet, liegen.
Die Stapelstation mit der Reihe von nebeneinanderliegenden Stapelpositionen 21 bildet also eine Antransportstation 22 für die Fördereinrichtung 11. Diese dient zur Übergabe der Stapel 12 auf einen Abtransportförderer 23, der zwei Abtransportförderstrecken 24, 25 aufweist, die beim Ausführungsbeispiel quer zur Bogenstromrichtung 35 (Antransportrichtung) und parallel zueinander in eine Richtung weisen, in den Figuren jeweils nach rechts (in Bogenstromrichtung 35 nach links). Die Abtransportförderstrecken 24, 25 erstrecken sich also zur gleichen Seite. An ihr Ende ist je eine nicht dargestellte Verpa¬ ckungseinrichtung für die Stapel vorgesehen. Der Abtransportförderer besteht aus jeweils mehreren von nicht dargestellten Antrieben, beispielsweise steuerbaren Elektromotoren, angetriebenen Bandförderern.
Der zweibahnige Abtransportförderer 23 reicht in eine Übergabestation 27 hinein. Er hat im Bereich der Übergabestation Übergabepositionen 28, 29 auf den beiden Förderstrecken 24, 25. Fig. 1 zeigt, dass diese in zwei unabhängig voneinander antreibbare Teilförderstrecken 30, 31 , 32, 33, im dargestellten Beispiel jeweils mittig, aufgeteilt sind. Anschließend an diese Teilförderstrecken sind als weiterführende Förderstrecken Transportbänder 70, 71 zum Weitertransport in Abtransportrichtung 34 vorgesehen. Diese Transportbänder werden auch als Stauförderer be¬ zeichnet; weil sie so steuerbar sind, dass sie die auf ihnen transportier¬ ten Stapelreihen dicht aneinander anschließen lassen, indem die nach¬ folgenden schneller transportiert werden und auf die vorigen auflaufen.
In der Übergabestation 27 sind zwei Übergabeförderer 37, 38 vorgese¬ hen, die je für jede Stapelposition 21 einen Greifer 39 haben (Fig. 2). Die Greifer sind in Übergaberichtung 36, die mit der Antransportrichtung 35 übereinstimmt, beweglich, was auf beliebige Weise, jeweils von einem
Antrieb 40 gesteuert, erfolgen kann. In Fig. 1a ist der Greiferantrieb des Übergabeförderers als umlaufende Kette 41 oder Zahnriemen darge¬ stellt, die über der Übergabeposition verläuft. Die Greifer haben jeweils einen oberen und einen unteren Greiferfinger 42, 43, die gegeneinander und gemeinsam mittels eines Antriebes 44 vertikal bewegbar sind.
Die beiden Übergabeförderer 37, 38 sind, wie aus Fig. 1 zu erkennen ist, bezüglich Aufbau und Länge des Förderweges identisch. Sie sind ledig¬ lich in der Höhe versetzt. Der erste Übergabeförderer 37 reicht mit sei- nen von den Greifern bestrichenen Bereich von den Stapelpositionen 21 , wo er die Stapel 12 an ihrer Vorderkante 45 mittig fasst, bis über die erste Abtransportfördererstrecke 24, d.h. die Übergabeposition 28 hin¬ weg, so dass er den Stapel darauf ablegen kann.
Der diesen etwas überlappende und im dargestellten Beispiel niedriger angeordnete zweite Übergabeförderer 38 reicht von der ersten Abtrans¬ portförderstrecke bis zur zweiten, von der Maschine 13 weiter entfernten Abtransportförderstrecke 25, um einen Stapel dort ablegen zu können. Die Greifer 39 sind so ausgebildet, dass sie die Stapel mittig an der Vor- derkante zwischen zwei Greiferfingem 42, 43 ergreifen; es könnten je¬ doch auch, je nach Art der zu transportierenden Stapel, mehrere Finger vorgesehen sein.
Die Teilförderer 30, 31 sind unabhängig voneinander und von dem Transportband 70 antreibbare Förderbänder, auf deren Obertrum sich die Übergabepositionen 28, 29 bilden. Fig. 1 und 1a zeigen, dass die Teilförderer 30, 31 von seitlichen Nebenförderbändern 30a, 31a flankiert werden, die synchron mit den Hauptförderbändern 30, 31 antreibbar sind. Sie sind jedoch gegenüber den Hauptförderbändern 30, 31 zumin- dest mit ihrem Obertrum absenkbar, d.h. unter die in Fig. 1a strichpunk¬ tiert angedeutete Übergabeförderebene 46, die durch einen die Stapel¬ station und die Übergabestationen verbindenden glatten Tisch gebildet
sind, der im einzelnen nicht dargestellt ist. Er hat Aussparungen für die unteren Greiferfinger 43.
Außerdem ist die erste Abtransportförderstrecke 24 im Bereich der Übergabeposition 28 in Übergaberichtung 36 horizontal verschiebbar, und zwar zur Anpassung an unterschiedliche Stapelformate, d.h. deren Länge in Übergaberichtung 36. Dies ist in Fig. 1a durch einen Rollen¬ schlitten 47 gezeigt.
Die Teilförderer 32, 33 im Bereich der Übergabeposition 29 der zweiten Abtransportförderstrecke 25 sind ohne Nebenförderbänder ausgebildet.
Bezüglich Details und Funktion der Papierverarbeitungsmaschine und ihres Zusammenwirkens mit der hier beschriebenen Fördereinrichtung im allgemeinen wird zum Zwecke der Offenbarung ausdrücklich auf die EP 0 465 916 A1 und EP 1 348 651 A2 (entsprechend US-Patent 5.511.935 und US-Publikation US 2003-0183486) Bezug genommen.
Verfahrensbeschreibung
Nach dem Durchlaufen der in Fig. 17 gezeigten Maschine kommt der geschuppte Bogenstrom 10 in Antransport- bzw. Bogenstromrichtung 35 an der Stapelstation 20 an und wird dort in den Stapelpositionen bzw. Stapelboxen 21 zu Stapeln gesammelt, und zwar hier zehnnutzig, d.h. es entsteht eine aus zehn nebeneinanderliegenden Stapeln bestehende Stapelreihe 66. Wenn diese fertig ist, wird, ggf. nach Ziehen einer Lücke im Bogenstrom, die gesamte Stapelreihe 66 jeweils an ihrer Vorderkante 45 von den Greifern 39 des ersten Übergabeförderers 37 ergriffen. Die Stapelreihe 66 wird dann horizontal in Übergaberichtung 36 auf der Übergabeförderebene (Übergabetisch) 46 in die Übergabeposition 28 auf den beiden Teilförderem 30, 31 gezogen (Fig. 2, 2a). Danach wird der Greifer 39 geöffnet, fährt nach oben (Fig. 2b) und kann dann bereits
über die Stapelreihe 66 hinweg in Richtung auf eine neue Stapelreihe, d.h. entgegen der Übergaberichtung 36, zurückfahren.
Die Figuren 2a und 2b zeigen, dass die Nebenförderer 30a, 31a vor dem Ablegen der Stapel 12 durch die Greifer 39 so abgesenkt werden, dass ihr Obertrum 48 etwas unterhalb der Übergabeförderebene 46 und damit auch unterhalb der Obertrums der Hauptförderbänder 30, 31 liegt. Da¬ durch kann der Greifer 39 soweit abgesenkt werden, dass der untere Finger 43 in der Übergabeförderebene 46 liegt und er somit den Stapel glatt und ohne Verrutschen absetzt. Dabei wird der Stapel soweit gezo¬ gen, dass die Vorderkante 45 gerade noch auf dem Nebenförderer 30a, 31a liegt. Sie steht also über die Seitenkante des Hauptförderbandes 30, 31 über (Fig. 2b).
Die Förderband-Gruppe 30-33, 30a und 30b ist dabei entsprechend dem Bogen-Format so eingestellt, dass die Ablage mittig zur Packlinie, d.h. zur Mittellinie 50 des Transportbandes 70, erfolgt.
Während dieser Zeit standen die Greifer 39 des zweiten Übergabeförde- rers 38 in Warteposition hinter der Außenkante der zweiten Abtransport¬ förderstrecke 25. In Fig. 2b ist gezeigt, dass sie sich schon in Richtung auf die erste Abtransportförderstrecke 24 zu in Bewegung gesetzt ha¬ ben.
Fig. 3 zeigt, dass der Teilförderer 31 der ersten Abtransportförderstrecke 24 in Abtransportrichtung 34 angefahren wurde, so dass eine erste Hälf¬ te 66a der Stapelreihe 66 auf das Transportband 70 (Stauförderer) ge¬ fördert wurde, wo sie sich an die vorher ggf. schon darauf befindliche Teilstapelreihe 66a anschließt (s. hierzu Fig. 4).
Aus Fig. 3a ist zu erkennen, dass die Greifer 39 des zweiten Übergabe¬ förderers 38 im Bereich der Vorderkante 45 der Stapel 12 die aus fünf Teilstapeln gebildete Teilstapelreihe 66b umgreifen, während der Greifer
39 des ersten Abgabeförderers 37 schon wieder in seine Greifposition an der Stapelstation 66 gefahren ist. Ggf. kann sich der Querab- Transport der Teilstapelreihe 66a auch noch fortsetzen, wenn der zweite Übergabeförderer 38 schon die Teilstapelreihe 66b ergriffen hat, wenn die zur Teilstapelreihe 66a gehörenden Greifer dabei offen bleiben. Da¬ bei sind die Greifer 39 soweit anhebbar, dass sie beim Rücklauf über die Stapel hinweg fahren können.
Danach werden beide Greifer geschlossen und fahren, wie Fig. 4 und 4a zeigt, in Übergaberichtung 36. Dabei legen die Greifer 39 des zweiten Übergabeförderers 38 die Teilstapelreihe 66a auf dem Teilförderer 32 der zweiten Abtransportförderstrecke 25 ab und die Greifer 39 des ers¬ ten Übergabeförderers 37 transportieren, wie schon anhand von Fig. 1 und 2 beschrieben, eine neue Gesamtstapelreihe 66 in die richtige Posi- tion auf den ersten Abtransportförderer 24.
Anschließend werden alle Greifer geöffnet und ggf. in eine unwirksame Position gefahren. Die zweite Teilstapelreihe 66b wird auf der Abtrans¬ portförderstrecke 25 in Abtransportrichtung 34 aus der Übergabeposition 29 verfahren, indem die Teilförderer 32, 33 gleichsinnig angetrieben werden und auch der erste Teilstapel 66a des folgenden „Großtaktes" (gesamte Stapelreihe 66) kann, wie in Fig. 3 gezeigt, auf das Transport¬ band 70 transportiert werden.
Es ist also zu erkennen, dass bei diesem Twin-Betrieb stets eine gesam¬ te Stapelreihe 66 auf den Übergabebereich 28 der ersten Abtransport¬ förderstrecke 24 gezogen wird, wobei sie, ggf. nach vorheriger Einstel¬ lung über den Rollenschlitten 47, unabhängig von dem Format des Sta¬ pels mit ihrer Vorderkante 45 um den vorbestimmten Betrag über die Seitenkante des jeweiligen Teilförderers 30, 31 überhängt, wobei sie ggf. auch, wie die Zeichnungen zeigen, außermittig zu den Teilförder¬ bändern 30, 31 , jedoch mittig zur Mittellinie 50 (Packlinie), liegt. Ein Teil 66a der Stapelreihe 66, meist die Hälfte, wird dann direkt auf der ersten
Abtransportförderstrecke 24 abtransportiert und an die vor ihr laufenden Stapel angeschlossen, während die zweite Teilstapelreihe 66b auf dem Teilförderer 30 der ersten Abtransportförderstrecke zwischengelagert wird. Danach wird diese Teilstapelreihe 66b von dem zweiten Übergabe- förderer 38 ergriffen und auf die zweite Abtransportförderstrecke 25 ge¬ zogen, von wo sie dann auch auf das zugehörige Transportband 71 transportiert wird.
Da sich die Arbeit auf zwei Übergabeförderer verteilt, die miteinander nie in Kollision kommen, weil sie sich weitgehend gleichsinnig, d.h. in der gleichen Richtung, bewegen, ist die Arbeitsweise besonders ruhig, aber schnell. Mit jeder der gleichsinnigen Hin- und Herbewegungen der Ü- bergabegreifer wird eine gesamte Stapelreihe, ggf. mittig oder auch in einem bestimmten Verhältnis, geteilt, auf die beiden Abtransportstrecken gefördert, wobei jeder Greifer ungefähr nur den halben Weg zwischen den einzelnen Übergabestationen zurücklegen muss. Es sind auch kei¬ ne Brücken zur Überbrückung der ersten Abtransportförderstrecke not¬ wendig.
Die Fig. 6 bis 8 zeigen die im Sinne der Erfindung vorgesehene Arbeits¬ weise bei einer Störung, Stillsetzung oder einem anderen Stau auf der zweiten Abtransportförderstrecke 25, weil beispielsweise eine Verpa¬ ckungsmaschine ausgefallen ist oder der Abtransport der Produkte nicht reibungslos erfolgt. Hierbei ist zu beachten, dass infolge der hohen Ar- beitsgeschwindigkeit der Papierverarbeitungsmaschine 13, der hohen Nutzenzahl und der Zahl der gleichzeitig verarbeiteten Papierlagen der Strom der den Verpackungsmaschinen zugeführten Stapel in erhebli¬ cher Geschwindigkeit läuft, z.B. im Sekundentakt, teilweise bis zu 140 je Minute. Außerdem ist jeder Maschinenstop der Papierverarbeitungsma- schine nicht nur wegen der dadurch entstehenden Ausfallzeiten, son¬ dern auch wegen erheblichen Personalaufwandes und Ausschusses beim Wiederanfahren unbedingt zu vermeiden. Dagegen ist eine vorü¬ bergehende Herabsetzung auf eine Maschinengeschwindigkeit, bei der
eine einzelne Verpackungsmaschine den Produktausstoß verarbeiten kann, eher zu akzeptieren.
Fig. 6 zeigt, dass in diesem Falle die Greifer 39 des ersten Übergabe- förderers 37 die gesamte Stapelreihe 66 erfaßt und (Fig. 7) auf die Übergabeposition 28 der ersten Abtransportförderstrecke 24 zieht, von wo die gesamte Stapelreihe 66, wie Fig. 8 zeigt, durch Ingangsetzung beider Teilförderer 30, 31 sowie der wieder hochgefahrenen zugehöri¬ gen Nebenförderbänder 30a und 31a auf das Förderband 70 transpor- tiert wird.
Der zweite Übergabeförderer 38 bleibt dabei unbetätigt. Es wird daher nur auf einem Kanal, d.h. der Abtransportförderstrecke 24, abtranspor¬ tiert. Diese Einstellung kann auch verwendet werden, wenn an dem zweiten Übergabeförderer 38 eine Störung aufgetreten wäre oder die Maschine aus anderen Gründen so langsam läuft, dass eine der Verpa¬ ckungsmaschinen die Gesamtleistung aufnehmen kann.
Die Figuren 8 und 10 zeigen im Sinne des Verfahrens nach der Erfin- düng die Arbeitsweise, wenn eine Abtransportstörung im Bereich der ersten Abtransportförderstrecke 24 aufgetreten ist. Auch in diesem Falle wird die gesamte Stapelreihe 66 vom ersten Übergabeförderer 37 auf die Teilförderer 30, 31 , 30a, 31a des Übergabebereichs 28 der ersten Abtransportförderstrecke 24 gezogen und dort zwischengelagert (Fig. 9 und 10). Danach holt der zweite Übergabeförderer 38 die gesamte Sta¬ pelreihe 66 von dort ab und zieht sie auf die zweite Abtransportförder¬ strecke 25 bzw. deren Übergabebereich 29 (Fig. 11 und 12), von wo sie dann durch Ingangsetzen des gesamten Stranges der zweiten Abtrans¬ portförderstrecke 25 auf das zugehörige Förderband 71 transportiert wird. Auch hier ist zu erkennen, dass durch die gleichsinnige Arbeitswei¬ se der beiden Übergabeförderer schon die nächste Gesamtstapelreihe 66 in der Zwischenablage auf dem Übergabebereich 28 liegt, während die Förderbänder 32, 33 die Stapel im Eilgang nach rechts (Abtransport-
richtung 34) abtransportieren, um sie den vorauslaufenden anzuschlie¬ ßen (Fig. 13).
Fig. 14 bis 16 zeigen die Arbeitsweise einer Fördereinrichtung, die in allen Einzelheiten der bisher behandelten entspricht, wobei jedoch ledig¬ lich der erste Übergabeförderer 37' eine längere Laufbahn hat, so dass seine in einer Reihe nebeneinander stehenden Greifer 39 von der Sta¬ pelposition 21 bis zur zweiten Übergabeposition 29 auf der zweiten Ab¬ transportförderstrecke 25 reicht. Mit ihr wird im Normalbetrieb genau ge- arbeitet, wie anhand des in den Fig. 1 bis 8 beschriebenen. Lediglich bei der ausschließlichen Beschickung der zweiten Abtransportförderstrecke 25 kann die gesamte Stapelreihe 66 ohne einen Greiferwechsel über den Übergabebereich 28 hinweg in den Übergabebereich 29 transferiert werden. Hier findet bei diesem Störungsfall keine Zwischenablage der gesamten Stapelreihe statt. Bei dem Twin-Betrieb wird jedoch mit Zwi¬ schenablage und Greiferwechsel im Bereich der ersten, der Stapelposi¬ tion näheren Übergabeposition 28 gearbeitet.
Es ist zu erkennen, dass die Erfindung es nicht nur ermöglicht, bei Sto- ckungen auf einer der beiden Abtransportförderstrecken 24, 25 (Quer¬ förderer) jeweils die Gesamtproduktion der Maschine auf die verbleiben¬ de Förderstrecke zu konzentrieren, sondern auch bei Reparaturen an einer der Förderstrecken oder am zweiten Querförderer dies ohne Ma- schinenstop zu gewährleisten. Es ist aber auch möglich, eine mit nur einem Querförderer und einem Übergabeförderer ausgerüstete Maschi¬ ne unter Verwendung von im wesentlichen gleichen Bauelementen (Übergabeförderer und große Teile des Querförderers) auf eine Twin- Lösung im Baukastensystem nachzurüsten. Trotz der zwei Querförderer, die einen Teil der Stapelreihe nach Art einer Eimerkette nacheinander fassen, ist die Geschwindigkeit nicht reduziert, weil bei den Greifern je¬ weils der untere Zangenfinger so hoch anhebbar ist, dass der Querför¬ derer schon wieder in die Abholposition gefahren werden kann, bevor die Stapel abgeräumt sind.
Beschreibung eines weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiels
Anhand der Fig. 18 bis 20 und 21a bis 21f wird ein weiteres Ausfüh- rungsbeispiel einer Fördereinrichtung beschrieben, dessen grundsätzli¬ cher Aufbau dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel bis auf die nachfolgend aufgeführten Unterschiede entspricht. Auch die grundsätzli¬ che Verfahrensweise entspricht der zuvor bereits beschriebenen Verfah¬ rensweise, so dass auch diesbezüglich nachfolgend lediglich noch auf die Unterschiede eingegangen wird.
Wesentlicher Unterschied der Ausführungsform nach den Fig. 18 bis 21 f ist es, dass bei dieser Ausführungsform zwischen der Antransportstation 20, die auch als Sammelstation bezeichnet wird, und der ersten Ab- transportförderstrecke 24 eine Zwischenablagestation 80 vorgesehen ist. Wie anhand der Fig. 21a bis 21 f erkennbar ist, erstreckt sich die Zwi¬ schenablagestation 80 über die gesamte Nutzenbreite, so dass sie bei der hier vorliegenden achtnutzigen Anlage einen Großtakt von acht ne¬ beneinander liegenden Riesen 12 lagern kann.
Auch bei dieser Ausführungsform sind zwei Übergabeförderer 90, 100 vorgesehen, wobei sich der erste Übergabeförderer 90 von der Sam¬ melstation 20 bis über die erste Abtransportförderstrecke 24 erstreckt. Der zweite Übergabeförderer 100 setzt gegenüber der zuvor beschrie- benen Ausführungsform - in Förderrichtung gesehen - weiter hinten an und erstreckt sich bis über die zweite Abtransportförderstrecke 25 in Förderrichtung der Übergabestation. Die größere Erstreckung des Über¬ gabeförderers 100 beruht darauf, dass dieser bereits oberhalb der Zwi¬ schenablagestation 80 positioniert ist, um mittels seiner Greifanordnung 101 Riese von der Zwischenablagestation 80 zu der ersten Abtransport¬ förderstrecke 24 oder zu der zweiten Abtransportförderstrecke 25 för¬ dern zu können. Der erste Übergabeförderer 90 ist mit einer Greifanord¬ nung 91 versehen, die Riese 12 von der Sammelstation 20 zu der Zwi-
schenablagestation 80 und zu der ersten Abtransportförderstrecke 24 fördern kann. Die Ausbildung der Greifanordnung 91 , 101 sowie die Gestaltung der Übergabeförderer 90 und 100 entspricht im übrigen der zuvor beschriebenen Ausführungsform. Gleiches gilt für Aufbau und Gestaltung der Sammelstation 20 und der Abtransportförderstrecken 24. In den Fig. 21a bis 21f sind mit den weißen Pfeilen entsprechende Be¬ wegungsfunktionen des Übergabeförderers 90 und mit den grauen Pfei¬ len entsprechende Bewegungsfunktionen des Übergabeförderers 100 dargestellt.
Wie anhand der Darstellungen gemäß den Fig. 18 bis 21f erkennbar ist, kann ein Großtakt an Riesen, der an der Sammelstation 20 aufgelaufen ist, zwischenzeitlich an der Zwischenablagestation 80 abgelegt werden. Dadurch ist es möglich, den eigentlich synchronen Ablauf zwischen der Förderung dieses Großtaktes durch den Übergabeförderer 90 und die Querförderfunktion der Abtransportförderstrecke 24 zu einer Packlinie 110 aufzutrennen. Die Zwischenablagestation 80 ist insbesondere vor¬ teilhaft, falls eine der beiden Packlinien 110, 120 zeitweise ausfällt. Denn um bei Ausfall einer Packlinie 110 oder 120 einen entsprechenden Großtakt an Riesen auf der verbleibenden, intakten Packlinie 110, 120 zu fördern und zu verpacken, muss die Packlinie 110, 120 auf die dop¬ pelte Kapazität hochgefahren werden. Hierzu benötigt die Packlinie ver¬ ständlicherweise Zeit, so dass in dieser Zeit ein weiterer Großtakt an der Sammelstation 20 gesammelt wird, der noch nicht auf die Abtransport- förderstrecke 24, 25 übergeben werden kann. Durch die Schaffung der Zwischenabiagestation kann dieses Problem beseitigt werden. Denn der entsprechende Großtakt, der an der Sammelstation 20 aufgelaufen ist, kann mittels eines einzigen Fördervorganges durch den Übergabeförde¬ rer 90 von der Sammelstation 20 auf die Zwischenablagestation 80 ü- berführt werden. Anschließend kann der Großtakt mittels des Übergabe¬ förderers 100 zu der Abtransportförderstrecke 24 gebracht werden. Da¬ mit ist die Zwischenablagestation 80 wieder frei, um einen erneuten Großtakt der Sammelstation 20 aufnehmen zu können. Von dem auf der
Abtransportförderstrecke 24 befindlichen Großtakt kann die - in Querab¬ förderung zur Packlinie 110 gesehen - hintere Großtakthälfte mittels des Übergabeförderers 100 weiter zu der zweiten Abtransportförderstrecke 25 gebracht werden. Die Abtransportförderstrecke 24 ist somit bereits nach der Hälfte der Zeit wieder frei, da lediglich die vordere Hälfte des Großtaktes zur Packlinie 110 gefördert werden muss. Auf diese Ab¬ transportförderstrecke 24 kann somit bereits ein weiterer, auf der Zwi¬ schenablagestation 80 abgelegter Großtakt an Riesen gebracht werden, so dass auch die Zwischenablagestation 80 erneut frei ist.
Wie anhand der Fig. 21a bis 21f erkennbar ist, wird die Zwischenabla¬ gestation 80 nach Möglichkeit durch den Übergabeförderer 90 über¬ brückt, sobald die Abtransportförderstrecke 24 frei ist. Erst wenn diese erste Abtransportförderstrecke 24 noch belegt ist, wird ein entsprechen- der Großtakt vorübergehend auf der Zwischenablagestation 80 abge¬ legt. Im übrigen sind die verschiedenen Bewegungsfunktionen und Ver¬ fahrensschritte anhand der Darstellungen in den Fig. 21a bis 21f ver¬ deutlicht. In den Fig. 21b bis 21 e sind die beiden Packlinien 110, 120 unterschiedlich grau schattiert. Diese unterschiedliche Schattierung soll die Phase verdeutlichen, in der die beiden Packlinien 110, 120 unter¬ schiedlich schnell laufen und demzufolge unterschiedliche Kapazitäten haben.