Drehschalter insbesondere für ein Haushaltsgerät
Die Erfindung betrifft einen Stufendrehschalter gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 , sowie ein Haushaltsgerät mit einem solchen Stufendrehschalter und ein Verfahren zum Montieren eines solchen Stufendrehschalter.
Aus DE-OS 22 60 019 ist ein Vielfach-Stufendrehschalter bekannt mit einem Stator, der aus einem Isolierringkörper mit nach innen vorstehenden Kontaktzungen besteht, und einem Rotor, der wenigstens einen an einer Seite der Kontaktzungen angreifenden Umschaltkontakt aufweist. Auf der von dem Umschaltkontakt abgewandten Seite der Kontaktzungen ist ein Isolierring am Stator befestigt. Der Isolierring weist zwischen den Kontaktzungen in Richtung der letzteren vorstehende Rippen auf, welche nahe den Kontaktzungen liegen, jedoch keine Verbindung mit diesen haben. Durch die Rippen des Isolierrings werden die beweglichen Umschaltkontakte beim Weiterschalten von einer Kontaktzunge zur nächsten zwischen den Kontaktzungen abgestützt, so dass ein Kurzschluß zwischen den Kontaktzungen wirksam vermieden ist. Nachteilig im Stand der Technik ist es jedoch, dass der konstruktive Aufbau des Stufendrehschalter sehr aufwendig ist und eine Anpassung des Stufendrehschalter an unterschiedliche Schaltmuster für verschieden elektrische Geräte nicht möglich bzw. nur mit erheblichem Aufwand möglich ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Stufendrehschalter insbesondere für Haushaltsgeräte zu schaffen, der einen einfachen konstruktiven Aufbau aufweist. Insbesondere soll auch mit einfachen Mitteln eine Anpassung des Stufendrehschalter an unterschiedliche Schaltmuster für verschieden elektrische Geräte möglich sein. Weiterhin soll die Montage des Stufendrehschalter vereinfacht werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Isolierring den Sektoren entsprechend ausgebildete Steckaufnahmen aufweist, in die die Kontaktfelder axial eingesteckt sind. In dem die Kontaktfelder axial in die Steckaufnahmen einsteckbar sind, kann eine Gruppe von Kontaktfeldern gleichzeitig in einem Arbeitsschritt in den Isolierring eingesetzt werden. Dabei können je nach Anwendungsfall unterschiedliche Gruppen von Kontaktfeldern in identisch ausgebildete Isolierringe eingesetzt werden, um
Stufendrehschalter zu erzeugen, die unterschiedliche Schaltstufen aufweisen. Unterschiedlich kann beispielsweise die Gesamtzahl von Schaltstufen und/oder die Größe des oder der Schaltwinkel für eine Schaltstufe sein. Es ist dann auch möglich innerhalb eines Stufendrehschalters eine Anzahl von Schaltstufen vorzusehen, die unterschiedliche Schaltwinkel aufweisen. Durch die erfindungsgemäße Gestaltung des Isolierrings können mit einfachen Mitteln, insbesondere mit wenigen gleichgestalteten Einzelteilen eine Vielzahl von unterschiedlichen Stufendrehschalter hergestellt werden. Die unterschiedlichen Stufendrehschalter weisen dabei mit Ausnahme eines Rahmenteils aus Metallblech für die Kontaktfelder identische Einzelteile auf. Für derartige unterschiedliche Schaltmuster können beispielsweise einzelne Steckaufnahmen ausgelassen werden, also nicht mit Kontaktfeldern belegt werden, oder mehrere benachbarte Steckaufnahmen können von einem Kontaktfeld mit entsprechend vergrößertem Sektorwinkel belegt sein.
Die Steckaufnahmen können mit radial verlaufenden Schlitzen versehen sein, in die Haltenasen der Kontaktfelder eingesteckt sind. Die Haltenasen sind beispielsweise aus biegefähigem Metallblech hergestellt und vorzugsweise an den Kontaktfeldern angeformt. Jedes Kontaktfeld kann eine Oberfläche in Gestalt eines Kreisringsektors aufweisen. Die Oberfläche ist dadurch annähernd Trapezförmig gestaltet. Ein Kontaktfeld kann beispielsweise zwei gegenüberliegende Haltenasen aufweisen. Sind die Kontaktfelder aus einem Metallblech hergestellt, vorzugsweise durch Stanzen, stehen die Haltenasen nach dem Stanzen in einer Ebene seitlich von den Kontaktfeldern weg. Vor der Montage der Kontaktfelder werden die Haltenasen in einem rechten Winkel zur Fläche des Kontaktfeldes gebogen. Um eine Vielzahl von Kontaktfeldern gleichzeitig in den Isolierring einsetzen zu können sind eine Anzahl von Kontaktfeldern in einem Metallblech einstückig vereint ausgestanzt. Die einzelnen Kontaktfelder sind dabei gemäß ihrer späteren Position im Isolierring am Metallblech angeordnet und durch ein Rahmenteil des Metallblechs mittels Haltegrate befestigt. Jeweils ein Haltegrat erstreckt sich von einem äußeren Umfangsrand jeden Kontaktfeldes radial nach außen auf das Rahmenteil zu. Das Rahmenteil mit den angeformten Haltegraten bildet zusammen mit der Kontaktfelderanordnung und den Haltenasen ein einteiliges Steckteil, dass auf den Isolierring aufgesteckt wird, wobei die Haltenasen durch die Schlitze hindurchgesteckt werden.
Jeweils zwei radial verlaufende Schlitze zweier benachbart zueinander angeordneter Steckaufnahmen begrenzen einen Stegabschnitt, den die Haltenasen der beiden benachbarten Kontaktfelder zu ihrer Befestigung hintergreifen. Nach dem Einstecken der Haltenasen in die Schlitze können die freien Enden der Haltenasen in Richtung der Steg abschnitte nach außen gebogen werden, so dass die freien Enden der Haltenasen die Steg abschnitte hintergreifen und die Kontaktfelder auf dem Isolierring fixieren. Die freien Enden der Haltenasen können alternativ auch in entgegengesetzte Richtung gebogen werden. Dabei hintergreifen die freien Enden der Haltenasen nicht die Steg abschnitte, sondern hintergreifen die Auflageflächen der Steckaufnahmen für die Kontaktfelder.
Die Oberflächen der Stegabschnitte bilden die Isolierflächen. Jedes auf dem Isolierring montierte Kontaktfeld wird durch zwei Stegabschnitte begrenzt. Bei zumindest annähernd trapezförmig gestalteten Kontaktfeldern sind die Steg abschnitte radial verlaufende seitlich der Kontaktfelder angeordnet. Die Steg abschnitte dienen dazu, jeweils zwei benachbart zueinander angeordnete Kontaktfelder elektrisch voneinander zu trennen. Zusätzlich können die Stegabschnitte als Stützfläche dienen, um eine Federzunge einer Schaltbrücke beim Bewegen der Kontaktfläche der Federzunge von einem Kontaktfeld zum anderen Kontaktfeld zu unterstützen. Durch diese Unterstützung wird verhindert, dass die Kontaktfläche der Federzunge zwischen zwei Kontaktfeldern einsinkt. Wir ein Einsinken der Kontaktfläche der Federzunge verhindert, so wird eine Doppelkontaktierung beider Kontaktfelder verhindert und der Verschleiß der Kontaktfläche der Federzunge vermindert.
Die Steckaufnahmen können gegenüber den Isolierflächen zurückversetzt sein. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn die Auflageflächen der Steckaufnahmen gegenüber den Isolierflächen zurückversetzt sind. Vorzugsweise sind die Auflageflächen der Steckaufnahmen gegenüber den Isolierflächen derart zurückversetzt, dass die Oberflächen der Kontaktfelder flächenbündig mit den Oberflächen der Isolierflächen abschließen. Dadurch wird bei vollständig montierten Kontaktfeldern auf dem Isolierring eine einheitlich ebene Oberfläche geschaffen, über die die Kontaktfläche der Federzunge ungehindert hinweg gleiten kann. Dies vermindert den Verschleiß der Kontaktfläche der Federzunge und erleichtert das Gleiten der Kontaktfläche der Federzunge über die
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Kontaktfelder, wodurch ein Verstellen des Stufendrehschalters mit geringerer Kraft möglich ist.
Jeder Steckaufnahme ist eine Einstecköffnung für die jeweilige Anschlussfahne des zugehörigen Kontaktfeldes zugeordnet. Die Anschlussfahnen sind vorzugsweise einstückig an die Kontaktfelder angeformt, d.h. die Anschlussfahnen werden zusammen mit den Kontaktfeldern und den Haltenasen einteilig aus einem Metallblechstück ausgestanzt. Die Anschlussfahnen werden entsprechend den Haltenasen um 90 Grad aus der Metallblechebene heraus umgebogen und in Einstecköffnungen am Isolierring eingesteckt.
Mittels der Anschlussfahnen wird der Isolierring durch das elektrisch kontaktierende Festlöten der Anschlussfahnen der Kontaktfelder an Leiterbahnen einer Leiterplatte befestigt. Somit kann ein gesonderter Montageschritt für das mechanische Befestigen des Isolierringes an der Leiterplatte entfallen.
Vorzugsweise weist der Isolierring zur drehbaren Lagerung des Rotors eine umlaufende Ringnut auf, in die Rasthaken des Rotors eingreifen. Um in jeweils einer Schaltstellung zwei Kontaktfelder elektrisch miteinander zu verbinden, ist ein drehbetätigbarer Rotor drehbar gegenüber dem Isolierring zu lagern. Der Rotor kann alternativ an einem Gehäuse des elektrischen Gerätes, vorzugsweise an einem Haushaltsgerät, wie beispielsweise eine Küchenmaschine befestigt sein, oder an einer elektrischen Leiterplatte oder an dem Isolierring, der als Stator wirkt. Um den Rotor an dem Isolierring drehbar zu lagern, ist es von Vorteil am Isolierring eine umlaufende Nut vorzusehen. Am Rotor sind eine Anzahl von Rasthaken vorgesehen, deren Rastnasen in die Nut eingreifen, so dass der Rotor in axialer Richtung am Isolierring festgelegt ist, sich aber um die Achse drehen kann. Mittels der Rasthaken, die vorzugsweise am Rotor angeformt sind, genügt es, den Rotor auf den Isolierring aufzuschnappen, um ihn drehbar zu lagern.
Der Rotor weist vorzugsweise eine Achsaufnahme auf, in die ein Achsstift des Betätigungselements eingreift. Der Rotor kann direkt als Betätigungselement ausgebildet sein, wodurch eine Achsaufnahme für ein gesondertes Betätigungselement entbehrlich ist. Wenn jedoch nicht der Rotor selbst das Betätigungselement bildet, sondern ein gesondertes vom Rotor getrenntes Betätigungselement vorgesehen ist, so kann das
gesonderte Betätigungselement beispielsweise am Gehäuse drehbar gelagert sein und einen Achsstift aufweisen, dessen freies Ende in die Achsaufnahme des Rotors eingreift. Dadurch wird eine Wellenkupplung geschaffen, so dass durch Drehen des Betätigungselements der Rotor gedreht wird. Alternativ kann der Achsstift auch am Rotor vorgesehen sein und das freie Ende des Achsstiftes in eine Achsaufnahme am Betätigungselement eingreifen.
Der Rotor weist einen Halteabschnitt für die Schaltbrücke auf. Als Schaltbrücke wird ein elektrisch leitendes Verbindungsstück verstanden, das in mindestens einer gewählten Drehstellung des Stufendrehschalters mindestens zwei für diese Schaltstellung vorbestimmte Kontaktfelder elektrisch miteinander verbindet. Üblicherweise werden in jeder Schaltstellung genau zwei Kontaktfelder elektrisch miteinander verbunden. Dabei kann ein Kontaktfeld entsprechend groß ausgebildet sein, dass es sich über mehrere Sektoren hinweg erstreckt. Dieses Kontaktfeld bildet somit einen gemeinsamen Masseanschluss, der in jeder Schaltstellung des Stufendrehschalters mit einer ersten Kontaktfläche der Federzunge kontaktiert ist. Eine zweite Kontaktfläche der Federzunge wechselt mit dem Drehen des Rotors ein jeweils zugeordnetes zweites Kontaktfeld. So können eine Vielzahl von Schaltstellungen erreicht werden. Die Schaltbrücke ist deshalb drehfest mit dem Rotor verbunden. In einer einfachen Ausgestaltung ist dazu am Rotor der Halteabschnitt vorgesehen, an den die Schaltbrücke ansteckbar ist. Vorzugsweise ist der Halteabschnitt als ein im Querschnitt von der Kreisform abweichend gestalteter Sitz ausgebildet, auf den die Schaltbrücke durch eine in der Kontur an den Querschnitt des Sitzes angepaßte Ausnehmung der Schaltbrücke aufgesteckt wird. Der Querschnitt des Sitzes kann beispielsweise quadratisch, rechteckig, vieleckig oder sternförmig sein. Um sicher zu stellen, dass die Schaltbrücke in der richtigen Winkellage bezüglich des Rotors montiert wird, kann beispielsweise am Rotor ein in radialem Abstand zur Achse angeordneter und sich axial erstreckender Stift vorgesehen sein. Eine zum Stift korrespondierende Bohrung an der Schaltbrücke erlaubt eine Montage der Schaltbrücke nur in der richtigen Winkellage, in der der Stift des Rotors in die Bohrung an der Schaltbrücke eindringen kann.
Die Schaltbrücke weist vorzugsweise mindestens eine zweiteilige Federzunge mit zwei umfangsmäßig und winkellagemäßig versetzt zueinander angeordneten Kontaktpunkten auf. Durch die Wahl von zwei Kontaktpunkten an jeweils einer Federzunge ist
sichergestellt, dass mindestens eine der beiden Kontaktpunke eine elektrische Verbindung sicherstellt. Zur Verbesserung der Kontaktierung ist jedem der beiden Kontaktpunke ein eigener Federzungenabschnitt zugeordnet, so dass jeder Kontaktpunkt unabhängig voneinander federnd gegen das jeweilige Kontaktfeld gedrückt ist. Die beiden Kontaktpunkte können auch derart positioniert sein, dass beim Umschalten von einem Kontaktfeld auf das nächste Kontaktfeld stets mindestens das eine oder das andere Kontaktfeld elektrisch kontaktiert ist, d.h. der Abstand zweier Kontaktpunkte ist größer als die Breite der isolierenden Stegabschnitte des Isolierrings. Dadurch kann es zu keinen Undefinierten Schaltstellungen kommen, bei denen weder das eine noch das andere Kontaktfeld elektrisch kontaktiert ist.
Der erfindungsgemäße Stufendrehschalter ist besonders vorteilhaft in Haushaltsgeräten, insbesondere Küchenmaschinen einsetzbar. Der erfindungsgemäße Stufendrehschalter ist aus wenigen, kostengünstig herstellbaren Einzelteilen in einfacher Weise schnell zu montieren. Unter Verwendung von weitgehend einheitlichen Einzelteilen für den Stufendrehschalter lassen sich allein durch unterschiedliche Gestaltung des Metallblechteils für die Kontaktanordnung verschiedenste Schaltmuster erzeugen, die je nach elektrischer Funktion in verschiedensten Haushaltsgeräten verwendet werden können.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Montieren eines erfindungsgemäßen Stufendrehschalter.
Das Verfahren umfasst die folgenden Schritten:
- Stanzen eines Metallblechs zur Herstellung einer Kontaktanordnung von
Kontaktfeldern mit angeformten Anschlussfahnen und Haltenasen, welche Kontaktanordnung von einem Rahmenteil des Metallblechs einstückig in Sektoren angeordnet gehalten ist; Biegen des Metallblechs zum Ausrichten der Anschlussfahnen und Haltenasen in einer zur Metallblechebene senkrechten Richtung;
Einstecken des Metallblechs in einen Isolierring derart, dass die Anschlussfahnen in Einstecköffnungen und die Haltenasen in Schlitze des Isolierrings eingeführt
werden, bis die Kontaktfelder der Kontaktanordnung in Steckaufnahmen zu liegen kommen;
Umbiegen der Haltenasen der Kontaktfelder um Stegabschnitte, die jeweils von zwei radial verlaufenden Schlitzen zweier benachbart zueinander angeordneter Steckaufnahmen begrenzt werden; - Abschneiden des Rahmenteils des Metallblechs zur elektrischen Trennung der
Kontaktfelder der Kontaktanordnung.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann durch die folgenden weiteren Verfahrensschritte noch weiter fortgeführt werden:
Aufsetzen des mit den Kontaktfeldern bestückten Isolierrings auf eine Leiterplatte mit Leiterbahnen;
Festlöten der Anschlussfahnen an die Leiterbahnen der Leiterplatte; Einsetzen einer Schaltbrücke in einen Rotor; - Aufschnappen des Rotors auf den Isolierring derart, dass Rasthaken des Rotors eine Ringnut des Isolierrings hintergreifen.
Eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Stufendrehschalters ist in den folgenden Figuren 1 bis 5 näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 einen erfindungsgemäßen Stufendrehschalter in explodierter Darstellung;
Figur 2 den Stufendrehschalter aus Figur 1 in einer zusammengestellten
Darstellung von unten;
Figur 3 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäßen Kontaktanordnung nach dem
Stanzen;
Figur 4 eine Draufsicht auf die Kontaktanordnung aus Figur 3 nach dem Biegen;
Figur 5 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Schaltbrücke.
Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Stufendrehschalter, der einen Isolierring 1 aufweist. Der Isolierring 1 ist kreisringscheibenförmig ausgebildet. Die Oberseite ist in eine Anzahl von Segmenten unterteilt, wobei jedem Segment eine Auflagefläche 2 zugeordnet ist. Erste Auflageflächen 2a weisen eine ringsegmentförmige Gestalt auf, d.h. ihre Kontur ist annähernd trapezförmig ausgebildet. Eine zweite Auflagefläche 2b bildet einen Masseanschluss und erstreckt sich über einen deutlich größeren Segmentwinkel als die kleineren ersten Auflageflächen 2a. Sowohl die Auflageflächen 2a als auch die Auflagefläche 2b sind gegenüber der Oberseite des Isolierrings 1 tiefer gesetzt. Jede der zurückgesetzten Auflageflächen 2a und 2b wird von jeweils zwei benachbarten Steg abschnitten 3 begrenzt. Die Stegabschnitte 3 weisen Oberflächen auf, die Isolierflächen 4 bilden. Die Isolierflächen 4 sind Teil der Oberseite des Isolierrings 1 . Am Umfangsrand des Isolierrings 1 ist eine Ringnut 5 eingebracht. Die Ringnut 5 ist nach unten hin einseitig offen ausgebildet und nach oben hin durch einen auskragenden Rand des Isolierrings 1 begrenzt. Jeder Auflagefläche 2 sind zwei radial verlaufende Schlitze 6 und mindestens eine Einstecköffnung 7 zugeordnet. Jede Auflagefläche 2a bzw. 2b bildet zusammen mit jeweils zwei Schlitzen 6 und der mindestens einen Einstecköffnung 7 eine Steckaufnahme 8 für jeweils ein Kontaktfeld 9.
Jedes Kontaktfeld 9 ist in seiner Gestalt an die Form der Auflagefläche 2 angepasst, d.h. jedes Kontaktfeld 9 weist eine ringscheibensegmentförmige Gestalt auf, d.h. seine Kontur ist annähernd trapezförmig ausgebildet. An einem Rand 10 der kürzesten Seite des Kontaktfeldes 9 ist eine Anschlussfahne 1 1 ausgebildet. Alle Anschlussfahnen 1 1 erstrecken sich in einem rechten Winkel zu den Oberflächen der Kontaktfelder 9 und sind über einen inneren Umfang verteilt angeordnet. Seitlich an den beiden radial ausgerichteten Rändern 12 des Kontaktfeldes 9 sind Haltenasen 13 ausgebildet. Die Haltenasen 13 erstrecken sich analog den Anschlussfahnen 1 1 in einem rechten Winkel zu den Oberflächen der Kontaktfelder 9 und sind radial ausgerichtet über den Umfang verteilt angeordnet. An einem weiteren Rand 14 der längsten Seite jedes Kontaktfeldes 9 ist ein Stegabschnitt 15 ausgebildet, der an einem äußeren Umfang radial nach außen auskragt.
Im zusammen gebauten Zustand gleitet mindestens ein Kontaktpunkt 16 über die auf einem Kreis angeordneten Kontaktfelder 9. Der mindestens eine Kontaktpunkt 16 ist elektrisch leitend ausgebildet und an einer Federzunge 17 einer Schaltbrücke 18
vorgesehen. Die Schaltbrücke 18 ist aus einem federelastischen, elektrisch leitenden Material, wie beispielsweise einem Metallblech, vorzugsweise aus einer Kupferlegierung hergestellt. Schaltbrücke 18, Federzungen 17 und Kontaktpunkte 16 sind vorzugsweise als einteiliges Stanzteil ausgebildet. Die Schaltbrücke 18 ist in Figur 5 dargestellt und in der zugehörigen Figurenbeschreibung näher erläutert. Die Schaltbrücke 18 weist in ihrem Zentrum eine von der Kreisform abweichende, nämlich eine zumindest annähernd quadratische Ausnehmung 19 auf. Mittels der Ausnehmung 19 ist die Schaltbrücke 18 auf einen Halteabschnitt 20 eines Rotors 21 aufgesteckt. Der Rotor 21 ist um eine Achse 22 drehbar und besitzt auf seiner Oberseite eine Achsaufnahme 23 für einen Achsstift 24 eines Betätigungselements 25. Die Achsaufnahme 23 weist im Querschnitt eine konforme Gestalt zum Querschnitt des Halteabschnitts 20 auf, wobei die Größe entsprechend reduziert ist, damit die durch eine Ausnehmung gebildete Achsaufnahme 23 räumlich in den als Vorsprung aus ausgebildeten Halteabschnitt 20 zu liegen kommt. Der Achsstift 24 ist im Querschnitt quadratisch ausgebildet derart, dass ein freies Ende 26 des Achsstifts 24 formschlüssig in die Achsaufnahme 23 passt. Bei in die Achsaufnahme 23 eingestecktem Achsstift 24 ist der Rotor 21 durch Drehen eines Handhabungsabschnitts 27 des Betätigungselements 25 um die Achse 22 drehbar, wodurch die Kontaktpunke 16 der Schaltbrücke 18 auf einer Kreisbahn über die Kontaktfelder 9 gleiten. Der Rotor 21 weist eine Vielzahl von über den Umfang verteilte Rasthaken 28 auf, die in der montierten Lage des Drehstufenschalters in die Ringnut 5 des Isolierrings 1 eingreifen.
Figur 2 zeigt den Drehstufenschalter im Zusammenbau. Die Rasthaken 28 sind an einer zylindrischen Seitenwand 29 des Rotors 21 angeformt. Die Rasthaken 28 erstrecken sich in einer parallel zur Achse 22 verlaufenden Richtung. An einem freien Ende des Rasthakens 28 ist eine nach innen vorspringende Rastnase 30 angeformt. Die Rastnase 30 der Rasthaken 28 hintergreifen den Isolierring 1 entlang der Ringnut 5. Aus den Einstecköffnungen 7 im Isolierring 1 rangen die Anschlussfahnen 11 heraus und durch eine Leiterplatte 31 hindurch. Auf einer Rückseite 32 der Leiterplatte 31 sind Leiterbahnen 33 angebracht. Die Anschlussfahnen 11 sind mittels Lötpunkten 34 elektrisch an die Leiterbahnen 33 kontaktiert.
Figur 3 zeigt ein erfindungsgemäßes Metallblech 35. Das Metallblech 35 weist ein annähernd rechteckiges Rahmenteil 36 auf. Das Rahmenteil 36 weist eine innere Kante 37 auf, die im wesentlichen Kreisform besitzt. Weitgehend gleichmäßig über den Umfang
verteilt erstrecken sich die Steg abschnitte 15 vorzugsweise radial nach innen. An den radial inneren Enden der Stegabschnitte 15 sind die Kontaktfelder 9 angebracht. Jeweils radial links und rechts eines Kontaktfeldes 9 ist die Haltenase 13 angeformt. An dem radial inneren Ende jeden Kontaktfeldes 9 ist die Anschlussfahne 1 1 angeformt. Jedes Kontaktfeld 9 ist durch mindestens einen Stegabschnitt 15 mit dem Rahmenteil 36 verbunden. Größere Kontaktfelder, wie beispielsweise ein Massekontakt 38 ist durch mehrere Stegabschnitte 15, insbesondere zwei Steg abschnitte 15 mit dem Rahmenteil 36 verbunden. Das Metallblech 35 mit der in Figur 3 gezeigten Kontaktanordnung ist in einem Arbeitsschritt durch Stanzen aus einem Blechrohling hergestellt.
Figur 4 zeigt das gestanzte Metallblech 35 aus Figur 3 nach dem Arbeitsschritt des Biegens. Sowohl die Anschlussfahnen 1 1 , als auch die Haltenasen 13 sind aus der Zeichnungsebene bzw. der Blechebene hinaus um einen rechten Winkel in die Zeichnungsebene hinein gebogen.
Figur 5 zeigt die erfindungsgemäße Schaltbrücke 18. Die Schaltbrücke 18 ist in ihrer Außenkontur zumindest annähernd kreisförmig gestaltet. Im Zentrum befindet sich die Ausnehmung 19. Die Ausnehmung 19 ist vorzugsweise quadratisch oder zumindest rechteckig ausgebildet. In etwa tangentialer Richtung sind die Federzungen 17 an die kreisscheibenförmige Schaltbrücke 18 ausgerichtet. An den freien Enden der Federzungen 17 ist jeweils ein Kontaktpunkt 16 angebracht. Wie gezeigt kann eine oder auch mehrere Kontaktzungen 17 zweiteilig ausgebildet sein. Dabei weist die Kontaktzunge 17 zwei federnde frei Enden auf, wobei jedes freie Ende einen eigenen Kontaktpunkt 16 trägt. Zwei dieser Kontaktpunkte 16 sind in ihren Winkellagen zueinander versetzt angeordnet. Alternativ oder zusätzlich können die Kontaktpunkte 16 auch auf unterschiedlichen Radien angeordnet sein. In einem radialen Abstand von der Ausnehmung 19 ist mindestens eine Bohrung 39 vorgesehen, die für eine richtige Winkellagezuordnung von Schaltbrücke 18 und Rotor 21 sorgt. Dazu ist am Rotor 21 ein Stift 40 angeformt, der in der montierten Lage der Schaltbrücke 18 am Rotor 21 in die Bohrung 39 eingesteckt ist.