Sanitäre Unterputzarmatur
Die Erfindung betrifft eine sanitäre Unterputzarmatur mit
a) einem Gehäuse, das mindestens einen Anschluß zur Verbindung mit einer Hauswasserleitung, einen Anschluß zur Verbindung mit einem Wannenauslauf und einen An¬ schluß zur Verbindung mit einer Brause aufweist;
b) einem in einem ersten Aufnahmeraum des Gehäuses angeordneten Ventil, das mindestens einen Wasser¬ strom steuert;
c) einer in einem zweiten Aufnahmeraum des Gehäuses angeordneten, einen Ventilschaft aufweisenden Um- Stellvorrichtung, mit welcher das aus dem Ventil austretende Wasser wahlweise zu dem mit dem Wannen¬ auslauf verbindbaren Anschluß oder zu dem mit der Brause verbindbaren Anschluß geleitet werden kann;
d) einer Abdeckrosette, welche bei in eine Mauernische eingebauter Unterputzarmatur die Mauernische nach außen verschließt;
e) einer Betätigungseinrichtung für die Umstellvorrich- tung, welche umfasst;
ea) ein in der Nähe der Abdeckrosette angeordnetes Handbetätigungsorgan;
eb) einen das Handbetätigungsorgan mit dem Ventil-
schaft der Umstellvorrichtung verbindenden Be¬ tätigungsmechanismus .
Vorliegend werden zur Bezeichnung von Richtungen die Begriffe "axial" und "radial" verwendet. Unter "axial" wird dabei eine Richtung verstanden, die senkrecht zur Erstreckungsebene der Gebäudewand verläuft, in welcher die Unterputzarmatur installiert werden soll. Diese Richtung stimmt im allgemeinen mit der Achse der Auf- nahmeδffnung für das den Wasserstrom steuernde Ventil überein. Jede hierzu senkrecht stehende Richtung, die also im Einbauzustand der Unterputzarmatur parallel zur Erstreckungsebene der Gebäudewand verläuft, wird hier "radial" genannt.
Bei bekannten sanitären Unterputzarmaturen der eingangs genannten Art befindet sich der zweite Aufnahmeraum, der die Umstellvorrichtung enthält, seitlich von dem ersten Aufnahmeraum, in dem sich das wassersteuernde Ventil befindet. Die Achsen beider Aufnahmeräume ver¬ laufen im o. g. Sinne "axial" und parallel zueinander. Das Handbetätigungsorgan ist ein Zugknopf, der über eine in diesem Falle als Betätigungsmechanismus die¬ nende Stange mit dem Ventilschaft der Umstellvorrich- tung verbunden ist. Zur Umstellung des Wasserflusses wird der Zugknopf von der Rosette in axialer Richtung weggezogen; in derjenigen Stellung, in welcher das Wasser zur Brause fließt, besitzt der Zugknopf einen deutlichen Abstand von der Außenseite der Abdeckro- sette.
Dadurch, daß bei diesen bekannten sanitären Unterputz- armaturen die beiden Aufnahmeräume in seitlicher (ra¬ dialer) Richtung gegeneinander versetzt sind, baut die Unterputzarmatur in dieser Richtung auch Verhältnis-
mäßig groß. Dies hat zwangsläufig zur Folge, daß die die Mauernische abdeckende Äbdeckrosette großflächig wird. Dies ist jedoch aus ästhetischen Gründen nicht immer erwünscht.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine sani¬ täre Unterputzarmatur der eingangs genannten Art der¬ art auszugestalten, daß sie in radialer Richtung klei¬ ner baut und daher mit kleinflächigeren Abdeckrosetten auskommt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
f) der Aufnahmeraum für die Umstellvorrichtung von außen gesehen axial hinter dem Aufnahmeraum für das Ventil liegt;
g) der Ventilschaft der UmsteilVorrichtung radial aus dem Gehäuse herausgeführt ist;
h) der Betätigungsmechanismus so ausgebildet ist, daß er das Handbetätigungsorgan bei unterschiedlichen Entfernungen zwischen der Abdeckrosette und der Umstellvorrichtung mit dem Ventilschaft der Um- Stellvorrichtung verbinden kann.
Erfindungsgemäß wird also das bisherige Konzept ver¬ lassen, die beiden Aufnahmeräume für das wassersteu¬ ernde Ventil und die Umstellvorrichtung seitlich (ra- dial) gegeneinander zu versetzen. Statt dessen wird die "Tiefe" der Einbaunische der Gebäudewand genutzt, in welcher Richtung im allgemeinen ausreichend Platz zur Verfügung steht. Die Nutzung der "Tiefe" geschieht dadurch, daß die beiden Aufnahmeräume in axialer Rich- tung mehr oder weniger fluchtend, jedenfalls "hinter-
einander" (bei eingebauter Unterputzarmatur gesehen von außen) angeordnet sind. Dies hat zur Folge, daß der Ventilschaft für die Umstellvorrichtung nicht mehr in axialer Richtung im o. g. Sinne verlaufen kann, sondern in radialer Richtung aus dem Gehäuse der Unterputzarmatur herausgeführt werden muß. Eine weitere Konsequenz ist, daß der Betätigungsmechanismus entsprechend den jeweils vor Ort herrschenden "Einbautiefen", also den Entfernungen, die zwischen den Hausleitungen und der jeweiligen Außen- fläche der Gebäudewand vorliegen, variabel einstellbar sein muß.
Im allgemeinen umfasst die UmsteilVorrichtung einen Doppelventilkegel, der mittels des Ventilschaftes zwi- sehen zwei Ventilsitzen linear hin und her bewegbar ist. In diesem Falle ist die Unterputzarmatur erfin¬ dungsgemäß bevorzugt so ausgebildet, daß der Aufnahme¬ raum für die Umstellvorrichtung radial verläuft und der Ventilschaft der Umstellvorrichtung in radialer Richtung bewegbar ist.
Eine besonders komfortable Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß das Handbetätigungsorgan in radialer Richtung bewegbar ist. Diese Bewegungsart wird nicht nur von dem Benutzer als besonders angenehm empfunden; sie zeichnet sich darüber hinaus dadurch aus, daß das Handbetätigungsorgang in beiden Positionen der Umstellvorrichtung in axialer Richtung denselben Abstand von der Abdeckrosette besitzt.
Bevorzugt ist, wenn das Handbetätigungsorgan am Rande der Abdeckrosette angeordnet ist. Das Handbetätigungs- organ ragt also in radialer Richtung über die Abdeck¬ rosette über, was wiederum besonders kleine Abmessun- gen der Abdeckrosette gestattet.
Wenn das Handbetätigungsorgan zumindest mit einem Be¬ reich auf der Außenfläche der Abdeckrosette gleitet, ist es besonders gut geführt. Druckkräfte, die vom Be- nutzer in axialer Richtung aufgebracht werden, werden von der Abdeckrosette aufgenommen.
Ein besonders bevorzugter Betätigungsmechanismus, der die o. g. Anforderungen erfüllt, umfasst
a) einen Führungsbügel, der an der Innenseite der Ab¬ deckrosette linear verschiebbar geführt ist;
b) einen Kupplungsbügel, der an einem Endbereich mit dem Führungsbügel gelenkig verbunden ist und am gegenüberliegenden Endbereich mit dem Ventilschaft der Umstellvorrichtung zusammenwirkt.
Dieser Betätigungsmechanismus überbrückt unterschiedliche "Einbautiefen" dadurch, daß sich der Winkel zwischen dem
Führungsbügel und dem Kupplungsbügel verändert.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert; es zeigen
Figur 1 eine sanitäre Unterputzarmatur in der Seiten¬ ansicht, teilweise aufgebrochen, bei maxima¬ ler Einbautiefe und in der Position der Um¬ stellvorrichtung, in welcher das Wasser zur Wanne fließt;
Figur 2 die Unterputzarmatur von Figur 1, jedoch in der Position der Umstellvorrichtung, in wel¬ cher das Wasser zur Brause fließt;
Figur 3 die Unterputzarmatur der Figuren 1 und 2 bei minimaler Einbautiefe in der Position der Um¬ stellvorrichtung, in welcher das Wasser zur Wanne fließt;
Figur 4 die Unterputzarmatur der Figur 3 in der Posi¬ tion der Umstellvorrichtung, in welcher das Wasser zur Brause fließt;
Figur 5 in isometrischer Darstellung, von unten gesehen, die Abdeckrosette der Unterputzarmatur der Fi¬ guren 1 bis 4 mit daran befestigter Betätigungs¬ einrichtung für die Umstellvorrichtung;
Figur 6 in isometrischer Darstellung, von oben gesehen, eine Trägerplatte, die Teil der Abdeckrosette der Figur 5 ist.
Zunächst wird auf die Figuren 1, 5 und 6 Bezug genommen, anhand derer die Bauweise einer insgesamt mit dem Be¬ zugszeichen 1 gekennzeichneten sanitären Unterputzar¬ matur beschrieben wird. Im vorliegenden Falle handelt es sich um einen Einhebelmischer; grundsätzlich könnte es sich jedoch um jede andere Art sanitärer Unterputzar- matur, insbesondere auch um einen Thermostatmischer, handeln.
Die Unterputzarmatur 1 umfasst einen becherförmigen, nach oben offenen Einbaukasten 2 aus Kunststoff, in dessen Innenraum von unten nach oben ein Anschlußkör¬ per 3, ein Zwischengehäuse 4 mit einer Umstellvorrich¬ tung und - teilweise - ein Kartuschengehäuse 5 unter¬ gebracht sind. Der Anschlußkörper 3, das Zwischengehäuse 4 und das Kartuschengehäuse 5 können jeweils als Teile eines Armaturemgehäuses 40 der Unterputzarmatur 1 verstan-
den werden. Auf dem oberen Rand des Einbaukastens 2 liegt eine Abdeckrosette 6 auf, die eine verhältnismäßig große, mittlere Durchgangsöffnung 7 besitzt. Durch die Durchgangs¬ öffnung 7 erstreckt sich ein Bereich des Kartuschengehäuses 5 nach außen hindurch, auf dessen oberer Stirnseite in bekannter Weise eine kugelringförmige Abdeckkappe 8 aufgesetzt ist .
Der Anschlußkörper 3 weist vier um 90° zueinander win- kelversetzte, radial den Einbaukasten 2 durchstoßende Anschlußstutzen auf, von denen in Figur 1 drei, nämlich die Anschlußstutzen 9, 0 und 11, erkennbar sind. Der Anschlußstutzen 9 wird bei der Installation der Unter¬ putzarmatur 1 mit der Kaltwasser-Hausleitung verbunden; der diametral gegenüberliegende Anschlußstutzen 11 wird mit der Warmwasser-Hausleitung verbunden. An dem Anschlu߬ stutzen 10 wird eine zur Wanne führende Wasserleitung und am diametral gegenüberliegenden, nicht dargestellten Anschlußstutzen eine zur Brause führende Wasserleitung angeschlossen.
In einem Aufnahmeraum 41 des Zwischengehäuses 4 (vgl. Figur 2) ist, wie oben schon angedeutet, eine Umstellvor¬ richtung untergebracht, mit welcher der Wasserfluß wahl- weise zum Anschlutzstutzen 10, also zur Wanne, oder zum nicht dargestellten Anschlußstutzen, also zur Brause, geleitet werden kann.
Die Umstellvorrichtung ist grundsätzlich in bekannter Weise gebaut und daher in der Zeichnung nicht dargestellt. Sie umfasst einen Doppelventilkegel, der in dem nach Art einer Zylinderbohrung gestalteten Aufnahmeraum 41 in axialer Richtung zwischen zwei Positionen hin und her be¬ wegt werden kann. In einer Position verschließt er einen Ventilsitz in dem Wasserweg, der zur Brause führt, und
in der anderen Position einen Ventilsitz in dem Wasserweg, der mit dem Wannenauslauf kommuniziert. Eine Besonderheit der Umstellvorrichtung der Unterputzarmatur 1 besteht darin, daß die Achse des Aufnahmeraums 41, in welchem sich der Doppelventilkegel bewegt, radial verläuft.
Der in der Zeichnung nicht dargestellte Doppelventil- kegel wird durch einen Ventilschaft 12 betätigt, der in radialer Richtung aus dem Zwischengehäuse 4 herausragt und in Figur 1 erkennbar ist. Der Ventilschaft 12 trägt an seinem äußersten Ende einen vergrößerten Kopf 13.
Das Kartuschengehäuse 5 besitzt einen Aufnahmeraum, in dem eine herkömmliche Steuerkartusche untergebracht ist. Das steuernde Element dieser Steuerkartusche, im allgemeinen eine bewegliche Keramikscheibe, wird mit Hilfe eines Stellschaftes 14 betätigt, welcher aus der oberen Öffnung der Abdeckkappe 8 herausragt. In fertig montiertem Zustand ist auf den Stellschaft 14 in be- kannter Weise ein Bedienungshebel aufgesetzt, der mit einem kappenartigen Abschnitt die Abdeckkappe 8 überlappt. Durch Verdrehen und Verschwenken dieses Bedienungshebels können die Temperatur und die Menge des ausfließenden Mischwassers eingestellt werden.
Um die im Zwischengehäuse 4 untergebrachte Umstellvor¬ richtung zu betätigen, muß deren Ventilschaft 12 in radialer Richtung bewegt werden. Hierzu dient eine Be¬ tätigungseinrichtung, die insgesamt das Bezugszeichen 15 trägt. Wie insbesondere die Figuren 5 und 6 zeigen, umfasst die Betätigungseinrichtung 15 einen Betätigungs¬ mechanismus mit einem ungefähr hufeisenförmigen, die Durchgangsöffnung 7 auf einer Seite umgebenden Führungs- bügel 16, der in nachfolgend beschriebener Weise an der Unterseite der Abdeckrosette 6 parallel zu dieser ver-
schieblich geführt ist. An den äußeren Enden der Schenkel des Führungsbügels 16 sind mit Hilfe von Zapfen 18 die äußeren Enden der Schenkel eines ebenfalls etwa hufeisen¬ förmigen Kupplungsbügels 17 angelenkt. Die Basis des Kupplungsbügels 17 bestitzt eine Durchgangsöffnung 19, durch welche der äußere Endbereich des Ventilschaftes 12 der UmsteilVorrichtung hindurch geführt ist. Der Kopf 13 des Ventilschaftes 12 ist etwas größer als der Durchmesser der Durchgangsöffnung 19 des Kupplungsbügels 17, so daß er durch diese Durchgangsöffnung 19 nicht hindurchrutschen kann.
Zwei Schenkel der beiden, den Betätigungsmechanismus bildenden Bügel 16 und 17 sind in ihren äußeren Endberei- chen durch eine Zugfeder 19 miteinander verbunden.
Die Abdeckrosette 6 ist aus zwei teilen zusammengesetzt, nämlich einer Trägerplatte 6a, die in Figur 6 für sich alleine herausgezeichnet ist, sowie einer die Trägerplatte 6a abdeckenden und an dieser befestigten Dekorhaube 6b.
Die Basis des Führungsbügels 16 ist einstückig mit einem Schieber 20 verbunden, der seitlich von zwei an die Unterseite der Trägerplatte 6a der Abdeckrosette 6 ange- formten Führungsprofilen 21, 22 geführt ist. Der Schieber 20 durchstößt in radialer Richtung die im Randbereich der Abdeckrosette 6 vorgesehenen hohlzylindrischen Strukturen und ragt radial über den äußeren Rand der Abdeckrosette 6 über. Hier ist ein als Handbetätigungsorgan dienender Bedienungsknopf 23 auf den entsprechend profilierten
Schieber 20 aufgesteckt, der mit einem in Figur 1 erkenn¬ baren Bereich 23a auf der Oberseite der Abdeckrosette 6 verschiebbar aufliegt und ebenfalls Teil der Betätigungs¬ einrichtung 15 ist. Eine in der Figur 6 dargestellte Feder 50, die in einem Ausschnitt der Trägerplatte 6a unterge-
bracht und zwischen dem Schieber 20 und dem Rand des Aus¬ schnitts eingespannt ist, sucht' den Betägigungsknopf 23 in die in Figur 1 gezeigte Position zu ziehen, in welcher das Wasser von der Umstellvorrichtung zum Wannenauslauf geleitet wird.
Die oben beschriebene Unterputzarmatur 1 wird in fol¬ gender Weise entsprechend den örtlichen Gegebenheiten in einer Mauernische montiert :
Die gesamte Unterputzarmatur 1 wird in die Mauernische
1 eingeführt, bis die Anschlußstutzen 9, 10, 11 und der nicht dargestellte Anschlußstutzen mit den ent¬ sprechenden Anschlüssen der Hausleitungen fluchten und mit diesen verbunden werden können. Damit ist die Einbau¬ position der Unterputzarmatur 1 festgelegt. Nunmehr wird festgestellt, wie weit der becherfömige Einbaukasten
2 über die Außenfläche, beispielsweise die Verfliesung, der Gebäudewand übersteht und der überstehende Bereich abgeschnitten. Jetzt kann die Trägerplatte 6a Abdeckrosette
6 auf den oberen Rand des Einbaukastens 2 aufgesetzt werden und mit Hilfe von Schrauben an dem Einbaukasten 2 befestigt werden. Sodann wird die Dekorhaube 6b auf der Trägerplatte 6a aufgerastet. Durch Aufsetzen des Bedie- nungsgriffs auf den Stellschaft 14 der Steuerkartusche wird der Montagevorgang abgeschlossen. Die sanitäre Unterputzarmatur 1 ist nunmehr betriebsbereit.
Normalerweise befindet sich der Betätigungsknopf 23 in der in Figur 1 dargestellten Position, in welcher die Umstellvorrichtung innerhalb des Zwischengehäu¬ ses 4 das Wasser zum Wannenauslauf, also zu dem in Figur 1 nach vorne zeigenden Anschlußstutzen 10 leitet. Diese Position wird aufgrund der verschiedenen Federn bevor- zugt. Wenn der Benutzer die Umstellung des Wasserflusses
auf die Brause wünscht, drückt er mit dem Finger den Betätigungsknopf 23 radial nach außen und bewegt dabei den Schieber 20 und den damit verbundenen Betätigungs¬ bügel 16 linear an der Unterseite der Abdeckrosette 6 entlang. Auch der Kupplungsbügel 17 macht diese Bewe¬ gung mit.
Es wird nunmehr die in Figur 2 dargestellte Position erreicht, in welcher der Ventilschaft 12 der Umstellvor- richtung im Zwischengehäuse 4 radial herausgezogen ist und der damit verbundene Doppelventilkegel den Ventilsitz, der zur Wanne führt, verschließt und andererseits den Ventilsitz, der zur Brause führt, öffnet. Aufgrund des Wasserdruckes verbleibt der Doppelventilkegel in bekannter Weise in dieser Position, auch wenn der Benutzer den
Finger vom Betätigungsknopf 23 nimmt. Erst wenn das Wasser mit Hilfe der Steuerkartusche abgestellt wird, fällt der auf den Doppelventilkegel wirkende Wasserdruck so weit ab, daß unter der Wirkung der verschiedenen Federn der Doppelventilkegel wieder in die bevorzugte Position zurückgeführt wird, in welcher die Wanne mit Wasser bedient wird.
In den Figuren 1 und 2 ist eine Situation dargestellt, in welcher die Hausleitungen verhältnismäßig tief un¬ terhalb der Wandoberfläche verlegt sind. In dieser Si¬ tuation schließen der Führungsbügel 16 und der Kupplungs¬ bügel 17 einen verhältnismäßig großen Winkel ein. Das Kartuschengehäuse 5 ragt nur wenig über die Oberseite der Abdeckrosette 6 über. Der Betätigungsknopf 23 be¬ findet sich auf der Höhe der Abdeckrosette 6, wobei sein Bereich 23a, wie oben beschrieben, auf der Ober¬ seite der Abdeckrosette 6 anliegt.
In den Figuren 3 und 4 ist eine Einbausituation dar-
gestellt, in welcher die Hausleitungen verhälntnismäßig nahe an der Oberfläche der Gebäudewand verlegt sind. Man spricht von einer "geringen Einbautiefe". Die Zylinderwand des Einbaukastens 2 ist, wie dies den Figuren zu entnehmen ist, verhältnismäßig weit abgeschnitten, so daß die Tiefe des Einbaukastens 2 verglichen mit den Figuren 1 und 2 gering ist. Der Führungsbügel 16 und der Kupplungsbügel 17 schließen einen kleinen, im dargestellten Ausführungs¬ beispiel sogar negativen Winkel miteinander ein. Das Kartuschengehäuse 5 ragt verhältnismäßig weit über die Abdeckrosette 6 über. Der Bedienungsknopf 23 jedoch befindet sich in derselben Relativposition gegenüber der Abdeckrosette 6 wie in der Einbausituation der Figuren 1 und 2.
Durch die Anordnung der Umstellvorrichtung im Zwischen¬ gehäuse 4 axial hinter (in der Zeichnung unter) dem Kartuschengehäuse 5 und vor (in der Zeichnung über) dem Anschlußgehäuse 3 baut die beschriebene Unterputzarmatur 1 in radialer Richtung verhältnismäßig klein. Auf diese
Weise ist es möglich, auch die Abdeckrosette 6 kleinflächig zu halten, was unter ästhetischen Gesichtspunkten vorteil¬ haft ist. Ungeachtet unterschiedlicher Einbautiefen erfolgt die Betätigung der Umstellvorrichtung immer in derselben Weise durch eine radiale Bewegung des entsprechenden Betätigungsknopfes 23.