Cvclische Iminocarbamate und ihre Verwendung
Die vorliegende Anmeldung betrifft neue cyclische Iminocarbamate, Verfahren zu ihrer Herstellung, ihre Verwendung zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Krankheiten sowie ihre Verwendung zur Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Krank- heiten, insbesondere von thromboembolischen Erkrankungen.
Die Blutgerinnung ist ein Schutzmechanismus des Organismus, mit dessen Hilfe Defekte in der Gefäßwand rasch und zuverlässig „abgedichtet" werden können. So kann ein Blutverlust vermieden bzw. minimiert werden. Die Blutstillung nach Gefäßverletzung erfolgt im wesentlichen durch das Gerinnungssystem, bei dem eine enzymatische Kaskade komplexer Reaktionen von Plasmaproteinen ausgelöst wird. Hierbei sind zahlreiche Blutgerinnungsfaktoren beteiligt, von denen jeder, sobald aktiviert, die jeweils nächste inaktive Vorstufe in ihre aktive Form überfuhrt. Am Ende der Kaskade steht die Umwandlung des löslichen Fibrinogens in das unlösliche Fibrin, so dass es zu einem Blutgerinnsel kommt. Traditionell unterscheidet man bei der Blutgerinnung zwischen dem intrinsischen und dem extrinsischen System, die in einem abschließenden gemein- samen Reaktionsweg münden. Hierbei kommt dem Faktor Xa, der aus dem Proenzym Faktor X gebildet wird, eine Schlüsselrolle zur, da er beide Gerinnungswege verbindet. Die aktivierte Serin- protease Xa spaltet Prothrombin zu Thrombin. Das entstandene Thrombin wiederum spaltet seinerseits Fibrinogen zu Fibrin. Durch anschließende Quervernetzung der Fibrin-Monomere kommt es zur Bildung von Blutgerinnseln und damit zur Blutstillung. Darüber hinaus ist Thrombin ein potenter Auslöser der Thrombozytenaggregation, die ebenfalls einen erheblichen Beitrag bei der Hämostase leistet.
Die Hämostase unterliegt einem komplexen Regulationsmechanismus. Eine unkontrollierte Aktivierung des Gerinnungssystems oder eine defekte Hemmung der Aktivierungsprozesse kann die Bildung von lokalen Thrombosen oder Embolien in Gefäßen (Arterien, Venen, Lymphgefäßen) oder Herzhöhlen bewirken. Dies kann zu schwerwiegenden thromboembolischen Erkrankungen führen. Darüber hinaus kann eine Hyperkoagulabilität - systemisch - bei einer Verbrauchskoagulo- pathie zur disseminierten intravasalen Gerinnung führen. Thromboembolische Komplikationen treten ferner auf bei mikroangiopathischen hämolytischen Anämien, extrakorporalen Blutkreisläufen, wie Hämodialyse, sowie Herzklappenprothesen.
Thromboembolische Erkrankungen sind die häufigste Ursache von Morbidität und Mortalität in den meisten industrialisierten Ländern [Heart Disease: A Textbook of Cardiovascular Medicine, Eugene Braunwald, 5. Auflage, 1997, W.B. Saunders Company, Philadelphia].
Die aus dem Stand der Technik bekannten Antikoagulantien, d.h. Stoffe zur Hemmung oder Verhinderung der Blutgerinnung, weisen verschiedene, oftmals gravierende Nachteile auf. Eine effiziente Behandlungsmethode bzw. Prophylaxe von thromboembolischen Erkrankungen erweist sich in der Praxis deshalb als sehr schwierig und unbefriedigend.
Für die Therapie und Prophylaxe von thromboembolischen Erkrankungen findet zum einen Heparin Verwendung, das parenteral oder subkutan appliziert wird. Aufgrund günstigerer pharmakokinetischer Eigenschaften wird zwar heutzutage zunehmend niedermolekulares Heparin bevorzugt; allerdings können auch hierdurch die im folgenden geschilderten bekannten Nachteile nicht vermieden werden, die bei der Therapierung mit Heparin bestehen. So ist Heparin oral unwirksam und besitzt nur eine vergleichsweise geringe Halbwertszeit. Da Heparin gleichzeitig mehrere Faktoren der Blutgerinnungskaskade hemmt, kommt es zu einer unselektiven Wirkung. Darüber hinaus besteht ein hohes Blutungsrisiko, insbesondere können Hirnblutungen und Blutungen im Gastrointestinaltrakt auftreten, und es kann zu Thrombopenie, Alopecia medico- mentosa oder Osteoporose kommen [Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 257. Auflage, 1994, Walter de Gruyter Verlag, Seite 610, Stichwort „Heparin"; Römpp Lexikon Chemie, Version 1.5, 1998, Georg Thieme Verlag Stuttgart, Stichwort „Heparin"].
Eine zweite Klasse von Antikoagulantien stellen die Vitamin K-Antagonisten dar. Hierzu gehören beispielsweise 1,3-Indandione, vor allem aber Verbindungen wie Warfarin, Phenprocoumon, Dicumarol und andere Cumarin-Derivate, die unselektiv die Synthese verschiedener Produkte bestimmter Vitamin K-abhängiger Gerinnungsfaktoren in der Leber hemmen. Durch den Wirkmechanismus bedingt, setzt die Wirkung aber nur sehr langsam ein (Latenzzeit bis zum Wirkeintritt 36 bis 48 Stunden). Die Verbindungen können zwar oral appliziert werden, aufgrund des hohen Blutungsrisikos und des engen therapeutischen Indexes ist aber eine aufwendige individuelle Einstellung und Beobachtung des Patienten notwendig [J. Hirsh, J. Dalen, D.R. Anderson et al., „Oral anticoagulants: Mechanism of action, clinical effectiveness, and optimal therapeutic ränge" Chest 2001, 119, 8S-21S; J. Ansell, J. Hirsh, J. Dalen et al., „Managing oral anticoagulant therapy" Chest 2001, 119, 22S-38S; P.S. Wells, A.M. Holbrook, N.R. Crowther et al, „Inter- actions of warfarin with drugs and ϊooά" Ann. Intern. Med. 1994, 121, 676-683].
In jüngster Zeit ist ein neuer Therapieansatz für die Behandlung und Prophylaxe von thrombo- embolischen Erkrankungen beschrieben worden. Ziel dieses neuen Therapieansatzes ist die Inhibierung von Faktor Xa. Entsprechend der zentralen Rolle, die Faktor Xa in der Blutgerinnungskaskade spielt, stellt Faktor Xa eines der wichtigsten Targets für antikoagulatorische Wirkstoffe dar [J. Hauptmann, J. Stürzebecher, Thrombosis Research 1999, 93, 203; S.A.V. Raghavan, M. Dikshit, „Recent advances in the Status and targets of antithrombotic agents" Drugs Fut. 2002, 27,
669-683; H.A. Wieland, V. Laux, D. Kozian, M. Lorenz, „Approaches in anticoagulation: Rationales for target positioning" Curr. Opin. Investig. Drugs 2003, 4, 264-271; UJ. Ries, W. Wienen, „Serine proteases as targets for antithrombotic therapy" Drugs Fut. 2003, 28, 355-370; L.-A. Linkins, J.I. Weitz, „New anticoagulant therapy" Annu. Rev. Med. 2005, 56, 63-77 (online- Publikation August 2004)].
Dabei ist gezeigt worden, dass verschiedene, sowohl peptidische wie nicht-peptidische Verbindungen in Tiermodellen als Faktor Xa-Inhibitoren wirksam sind. Eine große Anzahl von direkten Faktor Xa-Inhibitoren ist bislang bekannt [J.M. Walenga, W.P. Jeske, D. Hoppensteadt, J. Fareed, „Factor Xa Inhibitors: Today and beyond" Curr. Opin. Investig. Drugs 2003, 4, 272-281; J. Ruef, H.A. Katus, „New antithrombotic drugs on the horizon" Expert Opin. Investig. Drugs 2003, 12, 781- 797; M.L. Quan, J.M. Smallheer, „The race to an orally active Factor Xa inhibitor: Recent advances" Curr. Opin. Drug Discovery & Development 2004, 7, 460-469]. Weiterhin sind nicht-peptidische, niedermolekulare Faktor Xa-Inhibitoren beispielsweise auch in WO 03/047520, WO 02/079145, WO 02/000651 und WO 02/000647 beschrieben.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt in der Bereitstellung neuer Substanzen zur Bekämpfung von Erkrankungen, insbesondere von thromboembolischen Erkrankungen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Verbindungen der allgemeinen Formel (I)
in welcher
n für die Zahl 1 , 2 oder 3 steht,
R1 für Wasserstoff, (CrC4)-Alkyl, (CrC4)-Alkanoyl, Cyano oder Hydroxy steht,
R2 und R3 gleich oder verschieden sind und unabhängig voneinander für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Cyano, (Ci-C3)-Alkyl, Cyclopropyl, Trifluormethyl, Hydroxy, (Ci-C3)-Alkoxy, Trifluor- methoxy oder Amino stehen,
A für einen Phenylen- oder 5- oder 6-gliedrigen Heteroarylen-Ring steht, wobei sich die beiden Carboxamid-Gruppierungen -CO-NH-Phenyl und -CO-NH-Z an benachbarten
Ringatomen des Phenylen- bzw. Heteroarylen-Ringes befinden und Phenylen und Heteroarylen zusätzlich durch Halogen und/oder (Ci-C4)-Alkyl substituiert sein können,
und
Z für Phenyl, Pyridyl, Pyrimidinyl, Pyrazinyl oder Thienyl steht, das jeweils ein- oder zweifach, gleich oder verschieden, durch Substituenten ausgewählt aus der Gruppe von
Fluor, Chlor, Cyano, (C]-C4)-Alkyl, welches seinerseits durch Amino substituiert sein kann, Ethinyl und Amino substituiert sein kann,
sowie ihre Salze, Solvate und Solvate der Salze.
Erfindungsgemäße Verbindungen sind die Verbindungen der Formel (I) und deren Salze, Solvate und Solvate der Salze, die von Formel (I) umfassten Verbindungen der nachfolgend genannten Formeln und deren Salze, Solvate und Solvate der Salze sowie die von Formel (I) umfassten, nachfolgend als Ausführungsbeispiele genannten Verbindungen und deren Salze, Solvate und Solvate der Salze, soweit es sich bei den von Formel (I) umfassten, nachfolgend genannten Verbindungen nicht bereits um Salze, Solvate und Solvate der Salze handelt.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in Abhängigkeit von ihrer Struktur in stereoisomeren Formen (Enantiomere, Diastereomere) existieren. Die Erfindung umfasst deshalb die Enantiomeren oder Diastereomeren und ihre jeweiligen Mischungen. Aus solchen Mischungen von Enantiomeren und/oder Diastereomeren lassen sich die stereoisomer einheitlichen Bestandteile in bekannter Weise isolieren.
Sofern die erfindungsgemäßen Verbindungen in tautomeren Formen vorkommen können, umfasst die vorliegende Erfindung sämtliche tautomere Formen.
Als Salze sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung physiologisch unbedenkliche Salze der erfindungsgemäßen Verbindungen bevorzugt. Umfasst sind auch Salze, die für pharmazeutische Anwendungen selbst nicht geeignet sind, jedoch beispielsweise für die Isolierung oder Reinigung der erfindungsgemäßen Verbindungen verwendet werden können.
Physiologisch unbedenkliche Salze der erfindungsgemäßen Verbindungen umfassen Säureadditionssalze von Mineralsäuren, Carbonsäuren und Sulfonsäuren, z.B. Salze der Chlorwasserstoffsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Methansulfonsäure, Ethan- sulfonsäure, Toluolsulfonsäure, Benzolsulfonsäure, Naphthalindisulfonsäure, Essigsäure, Trifluor- essigsaure, Propionsäure, Milchsäure, Weinsäure, Äpfelsäure, Zitronensäure, Fumarsäure, Maleinsäure und Benzoesäure.
Physiologisch unbedenkliche Salze der erfϊndungsgemäßen Verbindungen umfassen auch Salze üblicher Basen, wie beispielhaft und vorzugsweise Alkalimetallsalze (z.B. Natrium- und Kaliumsalze), Erdalkalisalze (z.B. Calcium- und Magnesiumsalze) und Ammoniumsalze, abgeleitet von Ammoniak oder organischen Aminen mit 1 bis 16 C-Atomen, wie beispielhaft und vorzugsweise Ethylamin, Diethylamin, Triethylamin, Ethyldiisopropylamin, Monoethanolamin, Diethanolamin, Triethanolamin, Dicyclohexylamin, Dimethylaminoethanol, Prokain, Dibenzylamin, N-Methyl- morpholin, Arginin, Lysin, Ethylendiamin und N-Methylpiperidin.
Als Solvate werden im Rahmen der Erfindung solche Formen der erfindungsgemäßen Verbindungen bezeichnet, welche in festem oder flüssigem Zustand durch Koordination mit Lösungs- mittelmolekülen einen Komplex bilden. Hydrate sind eine spezielle Form der Solvate, bei denen die Koordination mit Wasser erfolgt. Als Solvate sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung Hydrate bevorzugt.
Außerdem umfasst die vorliegende Erfindung auch Prodrugs der erfindungsgemäßen Verbindungen. Der Begriff "Prodrugs" umfasst Verbindungen, welche selbst biologisch aktiv oder inaktiv sein können, jedoch während ihrer Verweilzeit im Körper zu erfindungsgemäßen Verbindungen umgesetzt werden (beispielsweise metabolisch oder hydrolytisch).
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung haben die Substituenten, soweit nicht anders spezifiziert, die folgende Bedeutung:
(C1-C^)-AIkVl und (Cr-CiVAlkyl stehen im Rahmen der Erfindung für einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 4 bzw. 1 bis 3 Kohlenstoffatomen. Bevorzugt ist ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen. Beispielhaft und vorzugsweise seien genannt: Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec.-Butyl und tert.-Butyl.
(Ci-CO-Alkoxy steht im Rahmen der Erfindung für einen geradkettigen oder verzweigten Alkoxy- rest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen. Beispielhaft und vorzugsweise seien genannt: Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy und Isopropoxy.
(Cj-CdVAlkanoyl [(Ci-C4)-Acyl] steht im Rahmen der Erfindung für einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, der in der 1 -Position ein doppelt gebundenes Sauerstoffatom trägt und über die 1 -Position verknüpft ist. Bevorzugt ist ein Alkanoylrest mit 2 oder 3 Kohlenstoffatomen. Beispielhaft und vorzugsweise seien genannt: Formyl, Acetyl, Pro- pionyl, n-Butyryl und iso-Butyryl.
Halogen schließt im Rahmen der Erfindung Fluor, Chlor, Brom und Iod ein. Bevorzugt sind Chlor oder Fluor.
5- oder 6-gliedriges Heteroarylen steht im Rahmen der Erfindung für einen bivalenten, mono- cyclischen, aromatischen Heterocyclus (Heteroaromaten) mit insgesamt 5 oder 6 Ringatomen und bis zu drei gleichen oder verschiedenen Ring-Heteroatomen aus der Reihe N, O und/oder S, wobei die beiden Carboxamid-Gruppierungen, unabhängig voneinander, jeweils über ein Ring-Kohlen- stoffatom oder ein Ring-Stickstoffatom mit Heteroarylen verknüpft sind. Beispielhaft seien genannt: Furylen, Pyrrolylen, Thienylen, Pyrazolylen, Imidazolylen, Thiazolylen, Oxazolylen, Isoxa- zolylen, Isothiazolylen, Triazolylen, Oxadiazolylen, Thiadiazolylen, Pyridylen, Pyrimidinylen, Pyridazinylen, Pyrazinylen. Bevorzugt sind 5- oder 6-gliedrige Heteroarylen-Gruppen mit bis zu zwei Heteroatomen aus der Reihe N, O und/oder S wie beispielsweise Furylen, Pyrrolylen, Thienylen, Thiazolylen, Oxazolylen, Imidazolylen, Pyrazolylen, Pyridylen, Pyrimidinylen, Pyridazinylen, Pyrazinylen.
Wenn Reste in den erfindungsgemäßen Verbindungen substituiert sind, können die Reste, soweit nicht anders spezifiziert, ein- oder mehrfach substituiert sein. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung gilt, dass für alle Reste, die mehrfach auftreten, deren Bedeutung unabhängig voneinander ist. Eine Substitution mit ein, zwei oder drei gleichen oder verschiedenen Substituenten ist bevorzugt. Ganz besonders bevorzugt ist die Substitution mit einem Substituenten.
Eine besondere Ausführungsform der Erfindung umfaßt Verbindungen der Formel (I), in welcher
R1 für Wasserstoff, (C,-C4)-Alkyl, (CrC4)-Alkanoyl oder Cyano steht.
Bevorzugt sind Verbindungen der Formel (I), in welcher
n für die Zahl 1 oder 2,
R1 für Wasserstoff,
R2 für Wasserstoff und
R3 für Wasserstoff, Fluor oder Methyl steht.
Bevorzugt sind auch Verbindungen der Formel (I), in welcher
A für eine Gruppe der Formel
steht, worin
R4 Wasserstoff, Halogen oder (CrC4)-Alkyl,
R' Wasserstoff oder (CrC4)-Alkyl
und
# und * die Verknüpfungsstellen mit der -CO-NH-Phenyl- und der -CO-NH-Z-Gruppierung bedeuten.
Bevorzugt sind weiterhin Verbindungen der Formel (I), in welcher
A für eine Gruppe der Formel
steht, worin
R5 Wasserstoff oder (CrC4)-Alkyl
und
# und * die Verknüpfungsstellen mit der -CO-NH-Phenyl- und der -CO-NH-Z-Gruppierung bedeuten.
Bevorzugt sind auch Verbindungen der Formel (I), in welcher
Z für eine Gruppe der Formel
steht, worin
R6 Fluor, Chlor, Cyano, Methyl oder Ethinyl
und
$ die Verknüpfungsstelle mit dem Stickstoffatom bedeutet.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen der Formel (I), in welcher
n für die Zahl 1 oder 2,
R1 für Wasserstoff,
R* für Wasserstoff,
RJ für Wasserstoff, Fluor oder Methyl,
A für eine Gruppe der Formel
worin
die Verknüpfungsstelle mit der -CO-NH-Phenyl-Gruppierung und
die Verknüpfungsstelle mit der -CO-NH-Z-Gruppierung bedeuten,
und
für eine Gruppe der Formel
worin $ die Verknüpfungsstelle mit dem Stickstoffatom bedeutet,
stehen,
sowie ihre Salze, Solvate und Solvate der Salze.
In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung steht hierbei
A für eine Gruppe der Formel
worin # und * die Verknüpfungsstellen mit der -CO-NH-Phenyl- und der -CO-NH-Z- Gruppierung bedeuten.
Ganz besonders bevorzugt sind die Verbindungen der Formel (I) mit folgenden Strukturen:
und
sowie ihre Salze, Solvate und Solvate der Salze.
Die in den jeweiligen Kombinationen bzw. bevorzugten Kombinationen von Resten im einzelnen angegebenen Reste-Definitionen werden unabhängig v^pn den jeweiligen angegebenen Kombina- tionen der Reste beliebig auch durch Reste-Definitionen anderer Kombinationen ersetzt.
Ganz besonders bevorzugt sind Kombinationen von zwei oder mehreren der oben genannten Vorzugsbereiche.
Weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung der erfϊndungsgemäßen Verbindungen der Formel (I), in welcher R1 für Wasserstoff steht, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel (II)
in welcher A und Z die oben angegebenen Bedeutungen haben,
zunächst in einem inerten Lösungsmittel unter Aktivierung der Carbonsäure-Funktion mit einer Verbindung der Formel (HT)
in welcher n, R und R die oben angegebenen Bedeutungen haben
und
PG für eine Hydroxy-Schutzgruppe, vorzugsweise für Trimethylsilyl oder tert.-Butyldimethyl- silyl, steht,
zu Verbindungen der Formel (IV)
in welcher n, A, PG, Z, R und R die oben angegebenen Bedeutungen haben,
umsetzt,
anschließend entweder
[A] durch Abspaltung der Schutzgruppe PG unter üblichen Bedingungen zu Verbindungen der Formel (V)
in welcher n, A, Z, R2 und R3 die oben angegebenen Bedeutungen haben,
gelangt und die Verbindungen der Formel (V) dann in einem inerten Lösungsmittel in Gegenwart einer Säure mit Bromcyan in Verbindungen der Formel (I-A)
in welcher n, A, Z, R und R die oben angegebenen Bedeutungen haben,
überfuhrt
oder
[B] zuerst in einem inerten Lösungsmittel mit Bromcyan, vorzugsweise in Gegenwart einer Base, zu Verbindungen der Formel (VI)
in welcher n, A, PG, Z, R und R die oben angegebenen Bedeutungen haben,
umsetzt,
anschließend durch Abspaltung der Schutzgruppe PG zu Verbindungen der Formel (VII)
in welcher n, A, Z, R2 und R3 die oben angegebenen Bedeutungen haben,
gelangt und dann die Verbindungen der Formel (VII) in einem inerten Lösungsmittel in Gegenwart einer Säure zu Verbindungen der Formel (I-A) cyclisiert
und die Verbindungen der Formel (I-A) gegebenenfalls mit den entsprechenden (i) Lösungsmitteln und/oder (ii) Basen oder Säuren zu ihren Solvaten, Salzen und/oder Solvaten der Salze umsetzt.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel (I), in welcher R1 nicht für Wasserstoff steht, können ausgehend von den Verbindungen der Formel (V) in Analogie zu literaturbekannten Ver- fahren hergestellt werden [vgl. z.B. für R1 = Alkanoyl: D. Douglass, J. Amer. Chem. Soc. 1934, 56, 719 und T. Shibanuma, M. Shiono, T. Mukaiyama, Chem. Lett. 1977, 575-576; für R1 = Cyano: a) R. Evers, M. Michalik, J. Prakt. Chem. 1991, 333, 699-710; N. Maezaki, A. Furusawa, S. Uchida, T. Tanaka, Tetrahedron 2001, 57, 9309-9316; G. Berecz, J. Reiter, G. Argay, A. Kaiman, J. Heterocycl. Chem. 2002, 39, 319-326; b) R. Mohr, A. Buschauer, W. Schunack, Arch. Pharm. (Weinheim Ger.) 1988, 321, 221-227; für R1 = Alkyl: a) V.A. Vaillancourt et al, J. Med. Chem. 2001, 44, 1231-1248; b) F.B. Dains et al, J. Amer. Chem. Soc. 1925, 47, 1981-1989; J. Amer. Chem. Soc. 1922, 44, 2637-2643 und T. Shibanuma, M. Shiono, T. Mukaiyama, Chem. Lett. 1977, 575-576.
Inerte Lösungsmittel für den Verfahrensschritt (II) + (III) — » (IV) sind beispielsweise Ether wie Diethylether, Dioxan, Tetrahydrofuran, Glykoldimethylether oder Diethylenglykoldimethylether,
Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Toluol, Xylol, Hexan, Cyclohexan oder Erdölfraktionen,
Halogenkohlenwasserstoffe wie Dichlormethan, Trichlormethan, Tetrachlormethan, 1,2-Dichlor- ethan, Trichlorethylen oder Chlorbenzol, oder andere Lösungsmittel wie Ethylacetat, Pyridin,
Dimethylsulfoxid, Dimethylformamid, NN'-Dimethylpropylenharnstoff (DMPU), N-Methyl- pyrrolidon (ΝMP), Acetonitril oder Aceton. Ebenso ist es möglich, Gemische der genannten
Lösungsmittel zu verwenden. Bevorzugt sind Dichlormethan, Tetrahydrofuran, Dimethylformamid oder Gemische dieser Lösungsmittel.
AIs Kondensationsmittel für die Amidbildung im Verfahrensschritt (II) + (III) -> (IV) eignen sich beispielsweise Carbodiimide wie N.N'-Diethyl-, NN'-Dipropyl-, N,N'-Diisopropyl-, N,N'-Dicyclo- hexylcarbodiimid (DCC), N-(3-Dimethylaminoisopropyl)-N'-ethylcarbodiimid-Hydrochlorid (EDC), oder Phosgen-Derivate wie N.N'-Carbonyldiimidazol, oder 1,2-Oxazoliumverbindungen wie 2-Ethyl-5-phenyl-l,2-oxazolium-3-sulfat oder 2-ter/.-Butyl-5-methyl-isoxazolium-perchlorat, oder Acylaminoverbindungen wie 2-Ethoxy-l-ethoxycarbonyl-l,2-dihydrochinolin, oder Isobutyl- chlorformiat, Propanphosphonsäureanhydrid, Cyanophosphonsäurediethylester, Bis-(2-oxo-3-oxa- zolidinyl)-phosphorylchlorid, Benzotriazol- 1 -yloxy-tris(dimethylamino)phosphonium-hexafluoro- phosphat, Benzotriazol-l-yloxy-tris(pyrrolidino)phosphonium-hexafluorophosphat (PyBOP), O- (Benzotriazol-1 -yl)-N,N,N' N -tetramethyluronium-tetrafluoroborat (TBTU), 0-(Benzotriazol-l -yl> NNN'.N'-tetramethyluronium-hexafluorophosphat (HBTU), 2-(2-Oxo-l-(2H)-pyridyl)-l,l,3,3-te- tramethyluronium-tetrafluoroborat (TPTU), 0-(7-Azabenzotriazol-l -yO-N.N.N'.N'-tetramethyl- uronium-hexafluorophosphat (ΗATU) oder O-(lH-6-Chlorbenzotriazol-l-yl)-l,l,3,3-tetramethyl- uronium-tetrafluoroborat (TCTU), gegebenenfalls in Kombination mit weiteren Ηilfsstoffen wie 1- Ηydroxybenzotriazol (ΗOBt) oder N-Ηydroxysuccinimid (ΗOSu), sowie als Basen Alkali- carbonate, z.B. Natrium- oder Kaliumcarbonat oder -hydrogencarbonat, oder organische Basen wie Trialkylamine, z.B. Triethylamin, N-Methylmorpholin, N-Methylpiperidin oder NN-Diisopropyl- ethylamin. Bevorzugt wird TBTU in Kombination mitNN-Diisopropylethylamin verwendet.
Der Verfahrensschritt (II) + (DT) → (IV) wird im Allgemeinen in einem Temperaturbereich von -2O0C bis +600C, bevorzugt von 00C bis +4O0C, durchgeführt. Die Umsetzung kann bei normalem, erhöhtem oder bei erniedrigtem Druck durchgeführt werden (z.B. von 0.5 bis 5 bar). Im Allgemeinen arbeitet man bei Normaldruck.
In den Verfahrensschritten (PV) — > (V) bzw. (VI) -> (VII) kann die Abspaltung von Trimethylsilyl oder tert.-Butyldimethylsilyl als bevorzugt verwendeten Ηydroxy-Schutzgruppen (PG) vorzugs- weise mit Hilfe von N-Tetrabutylammoniumfluorid (TBAF) oder im Falle der Reaktion (IV) -» (V) auch mit Fluorwasserstoff erfolgen. Die Umsetzungen werden im Allgemeinen in Tetrahydro- furan als Lösungsmittel in einem Temperaturbereich von O0C bis +4O0C durchgeführt.
Die Reaktionssequenz (VI) -> (VIT) — > (I-A) insgesamt wird besonders bevorzugt unter Verwendung einer säurelabilen Hydroxy-Schutzgruppe, wie beispielsweise Trimethylsilyl oder tert.-Butyl- dimethylsilyl, in Gegenwart eines Überschusses einer Säure als Eintopf-Reaktion, ohne Isolierung der Zwischenstufe (VII), durchgeführt.
Als inerte Lösungsmittel für die Verfahrensschritte (V) → (I-A), (IV) → (VI) und (VII) → (I-A) eignen sich insbesondere Tetrahydrofuran, Dichlormethan oder Acetonitril oder Gemische dieser
Lösungsmittel. Diese Verfahrensschritte werden im Allgemeinen in einem Temperaturbereich von -200C bis +500C, bevorzugt von 00C bis +4O0C, durchgeführt. Die Umsetzungen können bei normalem, erhöhtem oder bei erniedrigtem Druck durchgeführt werden (z.B. von 0.5 bis 5 bar). Im Allgemeinen arbeitet man bei Normaldruck.
Als Säuren eignen sich bei den Verfahrensschritten (V) -> (I-A) und (VII) -> (I-A) und der Reaktionssequenz (VI) — > (VE) — > (I-A) insbesondere starke anorganische oder organische Säuren wie beispielsweise Fluorwasserstoff, Chlorwasserstoff, Bromwasserstoff, Methansulfonsäure, Trifluor- methansulfonsäure oder Trifluoressigsäure.
Der Verfahrensschritt (IV) -» (VI) wird bevorzugt in Gegenwart einer Base durchgeführt. Hierfür eignen sich insbesondere anorganische Basen wie beispielsweise Alkali- oder Erdalkalicarbonate oder -hydrogencarbonate wie Lithium-, Natrium-, Kalium-, Calcium- oder Cäsiumcarbonat oder Natrium- oder Kaliumhydrogencarbonat, oder Alkalihydride wie Natriumhydrid.
Die Verbindungen der Formel (II) können beispielsweise nach literaturüblichen Verfahren durch Umsetzung eines Carbonsäureanhydrids der Formel (VIII)
in welcher A die oben angegebenen Bedeutungen hat,
mit einem Amin der Formel (IX)
H2N-Z (IX),
in welcher Z die oben angegebenen Bedeutungen hat,
erhalten werden.
Die Verbindungen der Formel (III) können in Analogie zu literaturbekannten Verfahren beispielsweise durch Umsetzung von Verbindungen der Formel (X)
in welcher R2 und R3 die oben angegebenen Bedeutungen haben,
mit Verbindungen der Formel (XI)
"(CH2)n
HO NH0 (XI),
in welcher n die oben angegebenen Bedeutungen hat,
zu Verbindungen der Formel (XII)
in welcher n, R2 und R3 die oben angegeben Bedeutungen haben,
nachfolgende Einführung der Hydroxy-Schutzgruppe PG und anschließende Reduktion der Nitro- Gruppe zum Amin erhalten werden.
Die Verbindungen der Formeln (VIII), (IX), (X) und (XI) sind kommerziell erhältlich, literaturbekannt oder können in Analogie zu literaturbekannten Verfahren hergestellt werden.
Die Herstellung der erfmdungsgemäßen Verbindungen kann durch das folgende Syntheseschema veranschaulicht werden:
Schema
'BuMe2SiO 1BuMe2SiO
'BuMe2SiO
[Abkürzungen:
1Bu = tert.-Butyl; Et = Ethyl; Me = Methyl;
1Pr = Isopropyl; TBTU = 0-(Benzo- triazol- 1 -yl)-N,N,N',N'-tetramethyluroniumtetrafluoroborat] .
Die erfindungsgemäßen Verbindungen zeigen ein nicht vorhersehbares, wertvolles pharmakologisches Wirkspektrum.
Sie eignen sich daher zur Verwendung als Arzneimittel zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Krankheiten bei Menschen und Tieren.
Bei den erfindungsgemäßen Verbindungen handelt es sich um selektive Inhibitoren des Blutgerinnungsfaktors Xa, die insbesondere als Antikoagulantien wirken.
Darüber hinaus verfügen die erfindungsgemäßen Verbindungen über günstige physikochemische Eigenschaften, wie beispielsweise eine gute Löslichkeit in Wasser und physiologischen Medien, was für ihre therapeutische Anwendung von Vorteil ist.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist der Einsatz der erfindungsgemäßen Verbindungen zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Erkrankungen, vorzugsweise von thromboembo- lischen Erkrankungen und/oder thromboembolischen Komplikationen.
Zu den „thromboembolischen Erkrankungen" im Sinne der vorliegenden Erfindung zählen insbesondere Erkrankungen wie Herzinfarkt mit ST-Segment-Erhöhung (STEMI) und ohne ST- Segment-Erhöhung (non-STEMI), stabile Angina Pectoris, instabile Angina Pectoris, Reokklusio- nen und Restenosen nach Koronarinterventionen wie Angioplastie oder aortokoronarem Bypass, periphere arterielle Verschlusskrankheiten, Lungenembolien, tiefe venöse Thrombosen und Nierenvenenthrombosen, transitorische ischämische Attacken sowie thrombotischer und thrombo- embolischer Hirnschlag.
Die Substanzen eignen sich daher auch zur Prävention und Behandlung von kardiogenen Thrombo- embolien, wie beispielsweise Hirn-Ischämien, Schlaganfall und systemischen Thromboembolien und Ischämien, bei Patienten mit akuten, intermittierenden oder persistierenden Herzarrhythmien, wie beispielsweise Vorhofflimmern, und solchen, die sich einer Kardioversion unterziehen, ferner bei Patienten mit Herzklappen-Erkrankungen oder mit künstlichen Herzklappen. Darüber hinaus sind die erfindungsgemäßen Verbindungen zur Behandlung der disseminierten intravasalen Gerinnung (DIC) geeignet.
Thromboembolische Komplikationen treten ferner auf bei mikroangiopathischen hämolytischen Anämien, extrakorporalen Blutkreisläufen, wie Hämodialyse, sowie Herzklappenprothesen.
Außerdem kommen die erfϊndungsgemäßen Verbindungen auch für die Prophylaxe und/oder Behandlung von atherosklerotischen Gefäßerkrankungen und entzündlichen Erkrankungen wie rheumatische Erkrankungen des Bewegungsapparats in Betracht, darüber hinaus ebenso für die Prophylaxe und/oder Behandlung der Alzheimer'schen Erkrankung. Außerdem können die erfindungsgemäßen Verbindungen zur Inhibition des Tumorwachstums und der Metastasenbildung, bei Mikroangiopathien, altersbedingter Makula-Degeneration, diabetischer Retinopathie, diabetischer Nephropathie und anderen mikrovaskulären Erkrankungen sowie zur Prävention und Behandlung thromboembolischer Komplikationen, wie beispielsweise venöser Thromboembolien, bei Tumorpatienten, insbesondere solchen, die sich größeren chirurgischen Eingriffen oder einer Chemo- oder Radiotherapie unterziehen, eingesetzt werden.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können darüber hinaus auch zur Verhinderung von Koagulation ex vivo eingesetzt werden, z.B. zur Konservierung von Blut- und Plasmaprodukten, zur Reinigung/Vorbehandlung von Kathetern und anderen medizinischen Hilfsmitteln und Geräten, zur Beschichrung künstlicher Oberflächen von in vivo oder ex vivo eingesetzten medizinischen Hilfsmitteln und Geräten oder bei biologischen Proben, die Faktor Xa enthalten.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Erkrankungen, insbesondere der zuvor genannten Erkrankungen.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Erkrankungen, insbesondere der zuvor genannten Erkrankungen.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Erkrankungen, insbesondere der zuvor genannten Erkrankungen, unter Verwendung einer antikoagulatorisch wirksamen Menge der erfindungsgemäßen Verbindung.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Verhinderung der Blutkoagulation in vitro, insbesondere bei Blutkonserven oder biologischen Proben, die Faktor Xa enthalten, das dadurch gekennzeichnet ist, dass eine antikoagulatorisch wirksame Menge der erfindungsgemäßen Verbindung zugegeben wird.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Arzneimittel, enthaltend eine erfϊndungs- gemäße Verbindung und einen oder mehrere weitere Wirkstoffe, insbesondere zur Behandlung und/oder Prophylaxe der zuvor genannten Erkrankungen. Als geeignete Kombinationswirkstoffe seien beispielhaft und vorzugsweise genannt:
• Lipidsenker, insbesondere HMG-CoA-(3-Hydroxy-3-methylglutaryl-Coenzym A)-Reduktase- Inhibitoren;
• Koronartherapeutika/Vasodilatatoren, insbesondere ACE-(Angiotensin-Converting-Enzyme)- Inhibitoren; AII-(Angiotensin II)-Rezeptor-Antagonisten; ß-Adrenozeptor- Antagonisten; alpha- 1-Adrenozeptor-Antagonisten; Diuretika; Calciumkanal-B locker; Substanzen, die eine
Erhöhung von cyclischem Guanosinmonophosphat (cGMP) bewirken, wie beispielsweise Stimulatoren der löslichen Guanylatcyclase;
• Plasminogen-Aktivatoren (Thrombolytika/Fibrinolytika) und die Thrombolyse/Fibrinolyse steigernde Verbindungen wie Inhibitoren des Plasminogen-Aktivator-Inhibitors (PAI-Inhibi- toren) oder Inhibitoren des Thrombin-aktivierten Fibrinolyse-Inhibitors (TAFI-Inhibitoren);
• antikoagulatorisch wirksame Substanzen (Antikoagulantien);
• plättchenaggregationshemmende Substanzen (Plättchenaggregationshemmer, Thrombozytenaggregationshemmer);
• Fibrinogen-Rezeptor-Antagonisten (Glycoprotein-IIb/IIIa- Antagonisten) ;
• sowie Antiarrhythmika.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Arzneimittel, die mindestens eine erfindungsgemäße Verbindung, üblicherweise zusammen mit einem oder mehreren inerten, nichttoxischen, pharmazeutisch geeigneten Hilfsstoffen enthalten, sowie deren Verwendung zu den zuvor genannten Zwecken.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können systemisch und/oder lokal wirken. Zu diesem Zweck können sie auf geeignete Weise appliziert werden, wie z.B. oral, parenteral, pulmonal, nasal, sublingual, lingual, buccal, rectal, dermal, transdermal, conjunctival, otisch oder als Implantat bzw. Stent.
Für diese Applikationswege können die erfϊndungsgemäßen Verbindungen in geeigneten Appli- kationsformen verabreicht werden.
Für die orale Applikation eignen sich nach dem Stand der Technik funktionierende, die erfindungsgemäßen Verbindungen schnell und/oder modifiziert abgebende Applikationsformen, die die erfindungsgemäßen Verbindungen in kristalliner und/oder amorphisierter und/oder gelöster Form enthalten, wie z.B. Tabletten (nicht-überzogene oder überzogene Tabletten, beispielsweise
mit magensaftresistenten oder sich verzögert auflösenden oder unlöslichen Überzügen, die die Freisetzung der erfindungsgemäßen Verbindung kontrollieren), in der Mundhöhle schnell zerfallende Tabletten oder Filme/Oblaten, Filme/Lyophylisate, Kapseln (beispielsweise Hart- oder Weichgelatinekapseln), Dragees, Granulate, Pellets, Pulver, Emulsionen, Suspensionen, Aerosole oder Lösungen.
Die parenterale Applikation kann unter Umgehung eines Resorptionsschrittes geschehen (z.B. intravenös, intraarteriell, intrakardial, intraspinal oder intralumbal) oder unter Einschaltung einer Resorption (z.B. intramuskulär, subcutan, intracutan, percutan oder intraperitoneal). Für die parenterale Applikation eignen sich als Applikationsformen u.a. Injektions- und Infusionszubereitungen in Form von Lösungen, Suspensionen, Emulsionen, Lyophilisaten oder sterilen Pulvern.
Für die sonstigen Applikationswege eignen sich z.B. Inhalationsarzneiformen (u.a. Pulverinhalatoren, Nebulizer), Nasentropfen, -lösungen oder -sprays, lingual, sublingual oder buccal zu applizierende Tabletten, Filme/Oblaten oder Kapseln, Suppositorien, Ohren- oder Augen- präparationen, Vaginalkapseln, wässrige Suspensionen (Lotionen, Schüttelmixturen), lipophile Suspensionen, Salben, Cremes, transdermale therapeutische Systeme (z.B. Pflaster), Milch, Pasten, Schäume, Streupuder, Implantate oder Stents.
Bevorzugt sind die orale oder parenterale Applikation, insbesondere die orale Applikation.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in die angeführten Applikationsformen überfuhrt werden. Dies kann in an sich bekannter Weise durch Mischen mit inerten, nichttoxischen, pharma- zeutisch geeigneten Hilfsstoffen geschehen. Zu diesen Hilfsstoffen zählen u.a. Trägerstoffe (beispielsweise mikrokristalline Cellulose, Lactose, Mannitol), Lösungsmittel (z.B. flüssige PoIy- ethylenglycole), Emulgatoren und Dispergier- oder Netzmittel (beispielsweise Natriumdodecyl- sulfat, Polyoxysorbitanoleat), Bindemittel (beispielsweise Polyvinylpyrrolidon), synthetische und natürliche Polymere (beispielsweise Albumin), Stabilisatoren (z.B. Antioxidantien wie beispiels- weise Ascorbinsäure), Farbstoffe (z.B. anorganische Pigmente wie beispielsweise Eisenoxide) und Geschmacks- und/oder Geruchskorrigentien.
Im Allgemeinen hat es sich als vorteilhaft erwiesen, bei parenteraler Applikation Mengen von etwa 0.001 bis 1 mg/kg, vorzugsweise etwa 0.01 bis 0.5 mg/kg Körpergewicht zur Erzielung wirksamer Ergebnisse zu verabreichen. Bei oraler Applikation beträgt die Dosierung etwa 0.01 bis 100 mg/kg, vorzugsweise etwa 0.01 bis 20 mg/kg und ganz besonders bevorzugt 0.1 bis 10 mg/kg Körpergewicht.
Trotzdem kann es gegebenenfalls erforderlich sein, von den genannten Mengen abzuweichen, und zwar in Abhängigkeit von Körpergewicht, Applikationsweg, individuellem Verhalten gegenüber dem Wirkstoff, Art der Zubereitung und Zeitpunkt bzw. Intervall, zu welchem die Applikation erfolgt. So kann es in einigen Fällen ausreichend sein, mit weniger als der vorgenannten Mindest- menge auszukommen, während in anderen Fällen die genannte obere Grenze überschritten werden muss. Im Falle der Applikation größerer Mengen kann es empfehlenswert sein, diese in mehreren Einzelgaben über den Tag zu verteilen.
Die nachfolgenden Ausführungsbeispiele erläutern die Erfindung. Die Erfindung ist nicht auf die Beispiele beschränkt.
Die Prozentangaben in den folgenden Tests und Beispielen sind, sofern nicht anders angegeben, Gewichtsprozente; Teile sind Gewichtsteile. Lösungsmittelverhältnisse, Verdünnungsverhältnisse und Konzentrationsangaben von flüssig/flüssig-Lösungen beziehen sich jeweils auf das Volumen.
A. Beispiele
Abkürzungen und Akronyme;
d Tag(e)
DCI direkte chemische Ionisation (bei MS)
DMF N.N-Dimethylformamid
DMSO Dimethylsulfoxid d. Th. der Theorie (bei Ausbeute) eq. Äquivalent(e)
ESI Elektrospray-Ionisation (bei MS)
GC-MS Gaschromatographie-gekoppelte Massenspektroskopie h Stunde(n)
HPLC Hochdruck-, Hochleistungsflüssigchromatographie
LC-MS Flüssigchromatographie-gekoppelte Massenspektroskopie min Minute(n)
MS Massenspektroskopie
NMR Kernresonanzspektroskopie
RP reverse phase (bei HPLC)
RT Raumtemperatur
R1 Retentionszeit (bei HPLC)
THF Tetrahydrofuran
LC-MS-, HPLC- und GC-MS-Methoden:
Methode 1:
Gerätetyp MS: Micromass ZQ; Gerätetyp HPLC: Waters Alliance 2795; Säule: Phenomenex Synergi 2μ Hydro-RP Mercury 20 mm x 4 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90% A — » 2.5 min 30% A → 3.0 min 5% A → 4.5 min 5% A; Fluss: 0.0 min 1 ml/min, 2.5 min/3.0 min/4.5 min 2 ml/min; Ofen: 5O0C; UY-Detektion: 210 nm.
Methode 2:
Gerätetyp MS: Micromass ZQ; Gerätetyp HPLC: HP 1100 Series; UV DAD; Säule: Phenomenex Synergi 2μ Hydro-RP Mercury 20 mm x 4 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisen-
säure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90% A -> 2.5 min 30% A → 3.0 min 5% A → 4.5 min 5% A; Fluss: 0.0 min 1 ml/min, 2.5 min/3.0 min/4.5 min 2 ml/min; Ofen: 5O0C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 3:
Instrument: Micromass Quattro LCZ mit HPLC Agilent Serie 1100; Säule: Phenomenex Synergi 2μ Hydro-RP Mercury 20 mm x 4 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90% A -» 2.5 min 30% A → 3.0 min 5% A → 4.5 min 5% A; Fluss: 0.0 min 1 ml/min, 2.5 min/3.0 min/4.5 min 2 ml/min; Ofen: 5O0C; UV-Detektion: 208-400 nm.
Methode 4:
Instrument: Micromass Platform LCZ mit HPLC Agilent Serie 1100; Säule: Phenomenex Synergi 2μ Hydro-RP Mercury 20 mm x 4 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90% A -» 2.5 min 30% A → 3.0 min 5% A → 4.5 min 5% A; Fluss: 0.0 min 1 ml/min, 2.5 min/3.0 min/4.5 min 2 ml/min; Ofen: 500C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 5:
Instrument: Micromass Platform LCZ mit HPLC Agilent Serie 1100; Säule: Thermo HyPURITY Aquastar 3μ 50 mm x 2.1 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 100% A → 0.2 min 100% A → 2.9 min 30% A → 3.1 min 10% A → 5.5 min 10% A; Ofen: 500C; Fluss: 0.8 ml/min; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 6:
Gerätetyp MS: Micromass ZQ; Gerätetyp HPLC: Waters Alliance 2795; Säule: Merck Chromolith SpeedROD RP-18e 50 mm x 4.6 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 10% B → 3.0 min 95% B → 4.0 min 95% B; Ofen: 350C; Fluss: 0.0 min 1.0 ml/min → 3.0 min 3.0 ml/min → 4.0 min 3.0 ml/min; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 7:
Instrument: HP 1100 mit DAD-Detektion; Säule: Kromasil 100 RP-18, 60 mm x 2.1 mm, 3.5 μm; Eluent A: 5 ml HClO4 (70%-ig) / 1 Wasser, Eluent B: Acetonitril; Gradient: 0 min 2% B → 0.5 min 2% B → 4.5 min 90% B -> 9 min 0% B -> 9.2 min 2% B → 10 min 2% B; Fluss: 0.75 ml/min; Säulentemperatur: 300C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 8:
Instrument: HP 1100 mit DAD-Detektion; Säule: Kromasil 100 RP-18, 60 mm x 2.1 mm, 3.5 μm; Eluent A: 5 ml HClO4 (70%-ig) / 1 Wasser, Eluent B: Acetonitril; Gradient: 0 min 2% B → 0.5 min 2% B → 4.5 min 90% B → 15 min 90% B → 15.2 min 2% B → 16 min 2% B; Fluss: 0.75 ml/min; Säulentemperatur: 3O0C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 9:
Instrument: HP 1100 mit DAD-Detektion; Säule: Kromasil 100 RP-18, 60 mm x 2.1 mm, 3.5 μm; Eluent A: 5 ml HClO4 (70%-ig) / 1 Wasser, Eluent B: Acetonitril; Gradient: 0 min 2% B → 0.5 min 2% B → 4.5 min 90% B → 6.5 min 90% B → 6.7 min 2% B -> 7.5 min 2% B; Fluss: 0.75 ml/min; Säulentemperatur: 3O0C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 10:
Instrument: Micromass GCT, GC6890; Säule: Restek RTX-35MS, 30 m x 250 μm x 0.25 μm; konstanter Fluss mit Helium: 0.88 ml/min; Ofen: 6O0C; Inlet: 2500C; Gradient: 6O0C (0.30 min halten), 50°C/min → 1200C, 16°C/min → 2500C, 30°C/min → 3000C (1.7 min halten).
Ausgangsverbindungen und Intermediate:
Beispiel IA
N-(2- { [tert. -Buty l(dimethyl)silyl] oxy } ethyl)benzol- 1 ,4-diamin
Stufe a): 2-[(4-Νitrophenyl)amino]ethanol
Eine Lösung aus 101 g (716 mmol) 4-Fluoraitrophenol in 500 ml Ethanol wird mit 130 ml (2.15 mol, 3 eq.) 2-Aminoethanol und 274 ml (1.57 mol, 2.2 eq.) N,N-Diisopropylethylamin versetzt. Das Reaktionsgemisch wird bei 500C über Nacht gerührt, anschließend mit weiteren 86 ml (1.43 mol, 2.0 eq.) 2-Aminoethanol und 249 ml (1.43 mol, 2.0 eq.) N,N-Diisopropylethylamm versetzt und weitere 12 h bei 5O0C gerührt. Die Reaktionslösung wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand mit 600 ml Wasser verrührt. Der entstandene Niederschlag wird abfiltriert, mehrmals mit Wasser gewaschen und getrocknet.
Ausbeute: 127 g (97% d. Th.)
LC-MS (Methode 5): Rt = 2.32 min;
MS (ESIpos): m/z = 183 [M+H]+;
1H-NMR (300 MHz, DMSOd6): δ = 7.99 (d, 2H), 7.30 (t, IH), 6.68 (d, 2H), 4.82 (t, IH), 3.63- 3.52 (m, 2H), 3.30-3.19 (m, 2H).
Stufe b): N-(2- { [tert. -Butyl(dimethyl)sily 1] oxy } ethyl)-4-nitroanilin
Eine Lösung aus 30.8 g (169 mmol) 2-[(4-Νitrophenyl)amino]ethanol in 300 ml DMF wird bei RT mit 30.6 g (203 mmol, 1.2 eq.) tert.-Butyldimethylchlorsilan und 17.3 g (254 mmol, 1.5 eq.) Imidazol versetzt und bei RT 2.5 h lang gerührt. Das Reaktionsgemisch wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand in 200 ml Dichlormethan und 100 ml Wasser gelöst. Nach Phasentrennung wird die wässrige Phase dreimal mit jeweils 80 ml Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden mit 100 ml gesättigter wässriger Natriumchlorid-Lösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt.
Ausbeute: 49.7 g (quant.)
LC-MS (Methode 3): Rt = 3.09 min;
MS (ESIpos): m/z = 297 [M+H]+;
1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6): δ = 7.98 (d, 2H), 7.29 (t, IH), 6.68 (d, 2H), 3.77-3.66 (m, 2H), 3.35-3.24 (m, 2H), 0.81 (s, 9H), 0.0 (s, 6H).
Stufe c): N-(2-{[tert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)benzoI-l,4-diamin
Eine Lösung aus 59.5 g (201 mmol) N-(2-{[fert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)-4-nitroanilin in 500 ml Ethanol wird unter Argon mit 4 g Palladium auf Aktivkohle (10%-ig) versetzt und in einer Wasserstoffatmosphäre bei RT und Normaldruck hydriert. Der Katalysator wird über eine Filter- Schicht abgetrennt, mit Ethanol gewaschen und das Filtrat im Vakuum eingeengt.
Ausbeute: 53 g (quant.)
LC-MS (Methode 2): R, = 1.83 min;
MS (ESIpos): m/z = 267 [M+H]+;
1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6): δ = 6.42-6.30 (m, 4H), 4.48 (t, IH), 4.21 (br. s, 2H), 3.68-3.58 (m, 2H), 3.04-2.93 (m, 2H), 0.82 (s, 9H), 0.0 (s, 6H).
Beispiel 2A
N-(3-{[ter£-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}propyl)benzol-l,4-diamin
Die Darstellung der Titelverbindung erfolgt durch analoge Reaktionsfolge wie bei Beispiel IA beschrieben.
LC-MS (Methode 6): R, = 1.73 min;
MS (ESIpos): m/z = 281 [M+H]+;
1H-NMR (400 MHz5 DMSOd6): δ = 6.39 (d, 2H)5 6.30 (d, 2H), 4.56 (br. s, IH), 4.19 (br. s, 2H), 3.69-3.60 (m, 2H), 2.97-2.88 (m, 2H), 1.70-1.60 (m, 2H), 0.83 (s, 9H), 0.0 (s, 6H).
Beispiel 3A
3 - { [(5 -Chlorpy ridin-2-y l)amino] carbony 1 } pyrazin-2-carbonsäure
68.0 g (0.53 mol) 2-Amino-5-chlorpyridin werden in 1100 ml THF gelöst und portionsweise mit 95.3 g (0.63 mol) 2,3-Pyrazindicarbonsäureanhydrid versetzt. Die Suspension wird eine Stunde bei
Raumtemperatur gerührt. Anschließend wird der Niederschlag abfiltriert. Das Filtrat wird eingeengt und der Rückstand mit dem Niederschlag vereinigt. Es wird in Diethylether verrührt, erneut filtriert und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 154 g (99% d. Th.)
HPLC (Methode 9): R, = 3.50 min;
MS (ESIpos): m/z = 279 [M+H]+;
1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6): δ = 13.89 (br. s, IH), 11.07 (s, IH), 8.90 (dd, 2H), 8.44 (s, IH), 8.20 (d, IH), 8.01 (dd, IH).
Beispiel 4A
3-{[(5-MethyIpyridin-2-yl)amino]carbonyl}pyrazin-2-carbonsäure
2.5 g (23.3 mmol) 5-Methylpyridin-2-amin und 3.5 g (23.3 mmol) 2,3-Pyrazindicarbonsäure- anhydrid werden analog der für Beispiel 3A beschriebenen Methode umgesetzt.
Ausbeute: 5.2 g (94% Reinheit, 82% d. Th.)
LC-MS (Methode 5): Rt = 1.96 min;
MS (ESIpos): m/z = 215 [M+H-CO2]+;
1H-NMR (300 MHz, DMSOd6): δ = 10.71 (s, IH), 8.89 (d, 2H), 8.22 (s, IH), 8.08 (d, IH), 7.70 (s, IH), 2.30 (s, 3H).
Beispiel 5A
3-{ [(5-Cyanopyridin-2-yl)amino]carbonyl}pyrazin-2-carbonsäure
1.0 g (8.4 mmol) 6-Aminonicotinonitril und 1.3 g (8.4 mmol) 2,3-Pyrazindicarbonsäureanhydrid werden analog der für Beispiel 3A beschriebenen Methode umgesetzt. Das Rohprodukt wird mittels Flash-Chromatographie an Kieselgel (Laufmittel: Dichlormethan/Methanol 120:1 -» 40:1) ge- reinigt.
Ausbeute: 765 mg (90% Reinheit, 30% d. Th.)
HPLC (Methode 7): Rt = 3.21 min;
MS (DCI, NH3): m/z = 287 [M+NH,]*;
1H-NMR (300 MHz5 DMSO-d6): δ = 14.1 (br. s, IH), 11.44 (s, IH), 8.90 (dd, 2H), 8.85 (s, IH), 8.40-8.22 (m, 2H).
Beispiel 6A
3-{[(4-Cyanophenyl)amino]carbonyl}pyrazin-2-carbonsäure
1.0 g (8.5 mmol) 4-Aminobenzonitril und 1.3 g (8.5 mmol) 2,3-Pyrazindicarbonsäureanhydrid wer- den analog der für Beispiel 3A beschriebenen Methode umgesetzt.
Ausbeute: 2.1 g (92% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): Rt = 1.06 min;
MS (ESIpos): m/z = 225 [M+H-CO2]+;
1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6): δ = 13.92 (br. s, IH), 11.22 (s, IH), 8.92 (dd, 2H), 7.99 (d, 2H), 7.87 (d, 2H).
Beispiel 7 A
3 - { [(4-Ethiny lpheny l)amino] carbonyl} pyrazin-2-carbonsäure
500 mg (4.27 mmol) 4-Ethinylanilin und 641 mg (4.27 mmol) 2,3-Pyrazindicarbonsäureanhydrid werden analog der für Beispiel 3A beschriebenen Methode umgesetzt.
Ausbeute: 1.08 g (96% Reinheit, 91% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): Rt = 1.49 min;
MS (ESIpos): m/z = 224 [M+H-CO2]+.
Beispiel 8A
3-{ [(5-Chlorpyridin-2-yl)amino]carbonyl}thiophen-2-carbonsäure und
2-{[(5-Chlorpyridin-2-yl)amino]carbonyl}thiophen-3-carbonsäure (Regioisomerengemisch)
Eine Lösung von 1.17 g (9.08 mmol) 2-Amino-5-chlorpyridin und 1.40 g (9.08 mmol) Thieno[2,3- c]furan-4,6-dion [Reinecke, M.G.; Newsom, J.G.; Chen, L.-J., J. Am. Chem. Soc. 1981, 103, 2760- 2769] in 30 ml THF wird für 20 h bei RT gerührt. Der entstandene Niederschlag wird abfiltriert, mit THF gewaschen und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 1.05 g (41% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): Rt = 1.77 min und 2.03 min;
MS (ESIpos): m/z = 283 [M+H]+.
Beispiel 9A
4-{[(5-Chlorpyridin-2-yl)amino]carbonyl}-2-methyl-l,3-thiazol-5-carbonsäure und
5-{[(5-Chlorpyridin-2-yl)amino]carbonyl}-2-methyl-l,3-thiazol-4-carbonsäure (Regioisomeren- gemisch)
Stufe a): 2-Methylfuro[3,4-d][l,3]thiazol-4,6-dion
Eine Lösung von 5.0 g (26.9 mmol) 2-Methyl-l,3-thiazol-4,5-dicarbonsäure [Rublew et al, Justus Liebigs Ann. Chem. 1890, 259, 272-274] in 20 ml Thionylchlorid wird für 2 h unter Rückfluss gerührt und anschließend im Vakuum eingeengt und getrocknet. Das Rohprodukt (5.45 g) wird ohne weitere Reinigung in der nächsten Stufe eingesetzt.
GC-MS (Methode 10): Rt = 7.57 min;
MS (ESIpos): m/z = 169 [M]+.
Stufe b): 4-{[(5-Chlorpyridin-2-yl)amino]carbonyl}-2-methyl-l,3-thiazol-5-carbonsäure und
5-{[(5-Chlorpyridin-2-yl)amino]carbonyl}-2-methyl-l,3-thiazol-4-carbonsäure (Regioisomerengemisch)
Eine Lösung von 4.54 g (26.8 mmol) 2-Methylfuro[3,4-d][l,3]thiazol-4,6-dion und 3.45 g (26.8 mmol) 2-Amino-5-chlorpyridin in 161 ml THF wird mit 4.7 ml (26.8 mmol) NN-Diiso- propylethylamin versetzt und 17 h bei RT gerührt. Die Reaktionslösung wird im Vakuum einge- engt und das Rohprodukt (12.3 g) als Regioisomerengemisch ohne weitere Reinigung in der nächsten Reaktion eingesetzt.
LC-MS (Methode 3): R, = 1.99 min;
MS (ESIpos): m/z = 253 [M+H-CO2]+.
Beispiel IQA
5,10-Dioxo-5H, 10H-diimidazo[l ,5-a: 1 ',5'-d]pyrazin-l ,6-dicarbonsäurephenylester
Stu fe a): 5, 10-Dioxo-5H, 1 OH-diimidazo[l ,5-a: 1 'jS'-dJpyrazin-ljö-dicarbonsäurechlorid
Eine Lösung von 1.0 g (6.5 mmol) 4,5-Imidazoldicarbonsäure in 5 ml Toluol wird in einem ausgeheizten Kolben vorgelegt, 2.8 ml Thionylchlorid und 30 μl Dimethylfbrmamid werden hinzugegeben und das Reaktionsgemisch für 16 h unter Rückfluss gerührt. Nach dem Abkühlen wird der entstandene Niederschlag abfiltriert, zweimal mit Toluol gewaschen und im Vakuum getrocknet. Das Rohprodukt wird ohne weitere Reinigung in der nächsten Stufe eingesetzt.
Stufe b): 5, 10-Dioxo-5H, 10H-diimidazo[l ,5-a: 1 ',5'-d]pyrazin-l ,6-dicarbonsäurephenylester
Eine Lösung von 899 mg (2.87 mmol) 5,10-Dioxo-5H,10H-diimidazo[l,5-a:l',5'-d]pyrazin-l,6-di- carbonsäurechlorid in 17 ml Dichlormethan wird unter Argon bei RT mit 568 mg (6.03 mmol) Phenol und anschließend bei O0C innerhalb von 2 min mit 490 μl (6.03 mmol) Pyridin versetzt. Das Reaktionsgemisch wird 2 h bei RT gerührt. Der entstandene Niederschlag wird abfiltriert, zweimal mit Dichlormethan gewaschen und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 1.08 g (87% d. Th.)
1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6): δ = 9.14 (s, 2H), 7.59-7.48 (m, 4H), 7.41-7.31 (m, 6H).
Beispiel IIA
5,10-Dioxo-5H, 10H-diimidazo[l ,5-a: 1 ',5'-d]pyrazin-l ,6-dicarbonsäuremethylester
Eine Lösung von 250 mg (0.80 mmol) 5,10-Dioxo-5H,10H-diimidazo[l,5-a:l',5'-d]pyrazin-l,6-di- carbonsäurechlorid in 5 ml Dichlormethan wird unter Argon bei RT mit 70 μl (1.68 mmol) Methanol und anschließend bei 00C innerhalb von 2 min mit 140 μl (1.68 mmol) Pyridin versetzt. Das Reaktionsgemisch wird 1 h bei RT gerührt. Der entstandene Niederschlag wird abfiltriert, zweimal mit Dichlormethan gewaschen und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 212 mg (87% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): R4 = 1.06 min;
MS (ESIpos): m/z = 305 [M+Η]+;
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 8.98 (s, 2H), 3.92 (s, 6H).
Beispiel 12A
4- { [(4-Chlorpheny l)amino] carbony 1 } - 1 -methy 1- 1 H-pyrrol-3-carbonsäure
Stufe a): l-Methyl-lH-pyrrol-3,4-dicarbonsäureethylester
Eine Lösung von 1.5 g (7.1 mmol) 3,4-Pyrroldicarbonsäureethylester in 5 ml Dimethylformamid wird bei RT portionsweise mit 852 mg (21.3 mmol) Natriumhydrid (60%-ig in Mineralöl) und dann tropfenweise mit 1.33 ml (21.3 mmol) Iodmethan versetzt. Das Reaktionsgemisch wird über Nacht bei RT gerührt und anschließend mit 0.5 N Salzsäure und Dichlormethan versetzt. Nach Phasentrennung wird die wässrige Phase mit Dichlormethan extrahiert, die vereinigten organischen Phasen werden über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Die Titelverbindung wird mittels Flash-Chromatographie an Kieselgel (Laufmittel: Cyclohexan/Ethylacetat 2:1) isoliert.
Ausbeute: 666 mg (98% Reinheit, 41% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): R1 = 1.78 min;
MS (ESIpos): m/z = 226 [M+H]+.
Stufe b): l-Methyl-lH~pyrrol-3,4-dicarbonsäure
Eine Lösung von 578 mg (2.57 mmol) l-Methyl-lH-pyrrol-3,4-dicarbonsäureethylester in 20 ml TΗF-Wasser (3:1) wird bei RT mit 123 mg (5.13 mmol) Lithiumhydroxid versetzt und über Nacht bei 6O0C gerührt. Das TKF wird im Vakuum entfernt und der Rückstand mit 1 N Salzsäure auf pH 1 angesäuert. Der entstandene Niederschlag wird abfiltriert und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 346 mg (80% d. Th.)
LC-MS (Methode 5): Rt = 1.99 min;
MS (ESIpos): m/z = 170 [M+Η]+.
Stufe c): 5-Methyl-lH-furo[3,4-c]pyrrol-l,3(5H)-dion
Eine Lösung von 329 mg (1.95 mmol) 1 -Methyl- lH-pyrrol-3,4-dicarbonsäure in 5.5 ml TBDF wird bei RT mit einer Lösung von 441 mg (2.14 mmol) N.N'-Dicyclohexylcarbodiimid in 2.5 ml TΗF versetzt. Das Reaktionsgemisch wird über Nacht unter Rückfluss gerührt. Nach dem Abkühlen wird der entstandene Niederschlag abfiltriert. Die Mutterlauge wird im Vakuum eingeengt und das Rohprodukt ohne weitere Reinigung in der nächsten Stufe eingesetzt.
Ausbeute: 360 mg (78% Reinheit, 94% d. Th.)
GC-MS (Methode 10): Rt = 10.37 min;
MS (ESIpos): m/z = 151 [M]+.
Stufe d): 4- { [(4-Chlorpheny l)amino] carbonyl } - 1 -methyl- 1 H-pyrrol-3 -carbonsäure
Eine Lösung von 200 mg (1.32 mmol) 5-Methyl-lH-furo[3,4-c]pyrrol-l,3(5H)-dion in 5 ml TEDF wird bei RT mit 169 mg (1.32 mmol) 4-Chloranilin versetzt und über Nacht bei RT gerührt. Der entstandene Niederschlag wird abfiltriert und getrocknet.
Ausbeute: 205 mg (56% d. Th.)
LC-MS (Methode 2): Rt = 2.21 min;
MS (ESIpos): m/z = 279 [M+Η]+.
Ausführungsbeispiele;
Allgemeine Methode 1 : Amid-Kupplung
Die betreffende Carbonsäure und N,N-Diisopropylethylamin (1.05 eq.) werden in Dichlormethan vorgelegt und 15 min bei RT gerührt. Anschließend wird eine Lösung des Anilin-Derivats (1.0 eq.) in Dichlormethan zugetropft. Man gibt 6>-(Benzotriazol-l-yl)-N,N,N'N'-tetramethyluronium-Tetra- fluoroborat (1.05 eq.) hinzu und rührt bei Raumtemperatur über Nacht. Anschließend wird die Reaktionslösung mit Wasser, mit gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung und erneut mit Wasser gewaschen. Das Lösungsmittel wird im Vakuum entfernt und der Rückstand mit Essig- säureethylester versetzt. Der ausgefallene Feststoff wird abfiltriert und mit Pentan gewaschen. Das Filtrat wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand säulenchromatographisch gereinigt.
Beispiel 1
N-(5-Chlorpyridin-2-yl)-N'-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]pyrazin-2,3-dicarboxamid- Methansulfonat
Stufe a): N-{4-[(2-{ [/ert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]phenyl}-N-(5-chlorpyridin-
2-y l)pyrazin-2,3 -dicarboxamid
Nach der Allgemeinen Methode 1 werden 104.5 g (0.38 mol) der Verbindung aus Beispiel 3A und 100.0 g (0.38 mol) der Verbindung aus Beispiel IA umgesetzt.
Ausbeute: 101.3 g (51% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): R, = 2.96 min;
MS (ESIpos): m/z = 527 [M+H]+;
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 11.07 (s, IH), 10.37 (s, IH), 8.85 (s, 2H), 8.38 (s, IH), 8.21 (d, IH), 7.95 (d, IH), 7.45 (d, 2H), 6.53 (d, 2H), 5.40 (t, NH), 3.67 (t, 2H), 3.10 (dt, 2H), 0.83 (s, 9H), 0.00 (s, 6H).
Stufe b): N-{4-[(2-{[fcrt-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)amino]phenyl}-N-(5- chlorpyridin-2-yl)pyrazin-2,3-dicarboxamid
15.0 g (28.5 mmol) N-{4-[(2-{pert-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]phenyl}-N-(5-chlor- pyridin-2-yl)pyrazin-2,3-dicarboxamid werden mit 65 ml THF versetzt und 7.17 g (85.4 mmol) Νatriumhydrogencarbonat zugegeben. Anschließend werden 3.6 g (34.2 mmol) Bromcyan hinzugefügt. Die Suspension wird 12 h bei 4O0C gerührt. Man setzt 250 ml Wasser und 300 ml Dichlor- methan zu. Die organische Phase wird abgetrennt, mit 300 ml einer gesättigten wässrigen Νatrium- hydrogencarbonat-Lösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird in Diethylether verrührt, abfiltriert und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 13.7 g (82% d. Th., 94% Reinheit)
HPLC (Methode 8): R1 = 5.72 min;
MS (ESIpos): m/z = 552 [M+H]+;
1H-NMR (300 MHz, DMSOd6): δ = 11.16 (s, IH), 10.86 (s, IH), 9.05 (s, 2H), 8.44 (s, IH)5 8.27 (d, IH), 8.03 (dd, IH), 7.86 (d, 2H), 7.23 (d, 2H), 3.80-3.90 (m, 4H), 0.86 (s, 9H), 0.00 (s, 6H).
Stufe c): N-(5-Chloφyridin-2-yl)-N-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]pyrazin-2,3- dicarboxamid-Methansulfonat
32.0 g (58 mmol) N-{4-[(2-{[re^.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)amino]phenyl}-N'-(5- chlorpyridin-2-yl)pyrazin-2,3-dicarboxamid werden mit 170 ml Acetonitril und 11.5 g (120.0 mmol) Methansulfonsäure versetzt und 35 h bei RT gerührt. Der Feststoff wird abfϊltriert und dreimal mit Acetonitril gewaschen. Anschließend wird der Feststoff im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 25.1 g (81% d. Th.)
HPLC (Methode 7): R1 = 3.65 min;
MS (ESIpos): m/z = 438 [M+H]+ (freie Base);
1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6): δ = 11.13 (s, IH), 11.07 (s, IH), 9.58 (s, IH), 8.97 (s, 2H), 8.78- 8.85 (m, IH), 8.43 (s, IH), 8.20 (d, IH), 8.01 (d, IH), 7.96 (d, 2H), 7.51 (d, 2H), 4.85 (t, 2H), 4.23 (t, 2H), 2.29 (s, 3H).
Analog werden die folgenden Salze durch Umsetzung mit entsprechenden Säuren dargestellt:
Beispiel 2
N-(5-Chlorpyridin-2-yl)-iV-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]pyrazin-2,3-dicarboxamid- Hydrobromid
LC-MS (Methode 2): Rt = 1.39 min;
MS (ESIpos): m/z = 438 [M+H]+ (freie Base);
1H-NMR (300 MHz, DMSOd6): δ = 11.12 (s, IH), 10.97 (s, IH), 8.96 (s, 2H), 8.73-8.69 (m, IH), 8.43 (s, IH), 8.22 (d, IH), 8.00 (dd, IH), 7.90 (d, 2H), 7.57 (d, 2H), 4.71 (t, 2H), 4.16 (t, 2H).
Beispiel 3
N-(5-Chlorpyridin-2-yl)-N-[4-(2-imino-l,3-oxazolidm-3-yl)phenyl]pyrazin-253-dicarboxamid- Hydrochlorid
LC-MS (Methode 2): Rt = 1.16 min;
MS (ESIpos): m/z = 438 [M+H]+ (freie Base);
1H-NMR (300 MHz, DMSOd6): δ = 11.13 (s, IH), 11.01 (s, IH), 9.64-9.60 (m, IH), 8.97 (s, 2H), 8.85-8.81 (m, IH), 8.43 (s, IH), 8.21 (d, IH), 8.00 (dd, IH), 7.96 (d, 2H), 7.51 (d, 2H), 4.85 (t, 2H), 4.23 (t, 2H).
Beispiel 4
N-(5-Chlorpyridin-2-yl)-N-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]pyrazin-2,3-dicarboxamid
Die freie Base wird erhalten durch Rühren einer Lösung des entsprechenden Salzes (Beispiel 1, 2 bzw. 3) in THF mit gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung und anschließende Extraktion mit Dichlormethan.
LC-MS (Methode 5): R, = 2.55 min;
MS (ESIpos): m/z = 438 [M+H]+;
1H-NMR (400 MHz, DMSO-d6): δ = 11.12 (s, IH), 10.77 (s, IH), 8.92 (s, 2H), 8.41 (s, IH), 8.24 (d, IH), 8.00 (dd, IH), 7.79 (d, 2H), 7.70 (d, 2H), 4.47-4.30 (m, 2H), 4.19-3.92 (m, 2H).
Beispiel 5
N-(5-Chlorpyridin-2-yl)-N-[4-(2-imino-l,3-oxazinan-3-yl)phenyl]pyrazin-2,3-dicarboxamid- Methansulfonat
Sto/e α): N-{4-[(3-{[^ert-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}propyl)amino]phenyl}-N'-(5-chlor- pyridin-2-yl)pyrazin-2,3-dicarboxamid
Nach der Allgemeinen Methode 1 werden 8.24 g (29.4 mmol) der Verbindung aus Beispiel 2A und 8.19 g (29.4 mmol) der Verbindung aus Beispiel 3 A umgesetzt.
Ausbeute: 10.7 g (80% Reinheit, 54% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): R, = 2.85 min;
MS (ESIpos): m/z = 541 [M+H]+;
1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6): δ = 11.08 (s, IH), 10.49 (s, IH), 8.88 (s, 2H), 8.40 (d, IH), 8.23 (d, IH), 7.98 (dd, IH), 7.48 (d, 2H), 6.50 (d, 2H), 5.49 (t, IH), 3.68 (t, 2H), 3.04 (dt, 2H), 1.71 (q, 2H), 0.88 (s, 9H), 0.02 (s, 6H).
Stufe b): N-{4-[(3-{[/er?.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}propyl)(cyano)amino]phenyl}-N-(5- chlorpyridin-2-yl)pyrazin-2,3-dicarboxamid
Eine Lösung aus 7.5 g (11.1 mmol) N-{4-[(3-{[tert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}propyl)amino]- phenylJ-N-CS-chlorpyridin^-yOpyrazin^-dicarboxamid in 40 ml THF wird bei RT mit 2.8 g
(33.3 mmol, 3 eq.) Νatriumhydrogencarbonat und 4.4 ml (13.3 mmol, 1.2 eq.) einer 3 M Lösung von Bromcyan in Dichlormethan versetzt. Das Reaktionsgemisch wird 8 h bei 400C gerührt und anschließend mit 155 ml Wasser und 190 ml Dichlormethan versetzt. Nach Phasentrennung wird die organische Phase mit 190 ml einer gesättigten wässrigen Natriumhydrogencarbonat-Lösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird in Diisopropylether verrührt, abfiltriert und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 6.3 g (98% Reinheit, 99% d. Th.)
LC-MS (Methode 2): R, = 3.13 min;
MS (ESIpos): m/z = 566 [M+H]+;
1H-NMR (300 MHz, DMSOd6): δ = 11.08 (s, IH), 10.81 (s, IH), 8.90 (s, 2H), 8.39 (s, IH), 8.21 (d, IH), 7.96 (dd, IH), 7.80 (d, 2H), 7.14 (d, 2H), 3.73-3.60 (m, 4H), 1.82 (q, IH), 0.82 (s, 9H), 0.00 (s, 6H).
Stufe c): N-(5-Chlorpyridin-2-yl)-N-[4-(2-imino-l,3-oxazinan-3-yl)phenyl]pyrazin-2,3-di- carboxamid-Methansulfonat
Eine Lösung aus 2.20 g (3.89 mmol) N-{4-[(3-{[tert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}propyl)(cyano)- amino]phenyl}-N
l-(5-chlorpyridin-2-yl)pyrazin-2,3-dicarboxamid in 100 ml Acetonitril wird bei RT mit 555 μl (8.55 mmol, 2.2 eq.) Methansulfonsäure versetzt, über Nacht bei RT gerührt, mit weiteren 126 μl (1.94 mmol, 0.5 eq.) Methansulfonsäure versetzt und erneut über Nacht gerührt. Das Reaktionsgemisch wird eingeengt und das Rohprodukt mittels Flash-Chromatographie gereinigt (Kieselgel 60, Eluent: Dichlormethan/Methanol 20:1 -> 5:1).
Ausbeute: 1.54 g (72% d. Th.)
HPLC (Methode 9): Rt = 3.73 min;
MS (ESIpos): m/z = 452 [M+H]+;
1H-NMR (300 MHz, DMSOd6): δ = 11.14 (s, IH), 11.08 (s, IH), 8.96 (s, 2H), 8.75 (br. s, IH), 8.44 (s, IH), 8.21 (d, IH), 8.02 (d, IH), 7.98 (d, 2H), 7.74 (br. s, IH), 7.51 (d, 2H), 4.60 (dd, 2H), 3.65 (dd, 2H), 2.33 (s, 3H), 2.29 (m, 2H).
Beispiel 6
N-[4-(2-Imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]-N'-(5-methylpyridin-2-yl)pyrazin-2,3-dicarboxamid- Methansulfonat
Stufe a): N- {4-[(2-{ [tert. -Butyl(dimethy l)silyl]oxy } ethyl)amino]phenyl} -N'-(5-methyl- pyridin-2-yl)pyrazin-2,3-dicarboxamid
Nach der Allgemeinen Methode 1 werden 1.0 g (3.9 mmol) der Verbindung aus Beispiel 4A und 1.0 g (3.9 mmol) der Verbindung aus Beispiel IA umgesetzt.
Ausbeute: 737 mg (38% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): Rt = 2.49 min;
MS (ESIpos): m/z = 507 [M+H]+.
Stufe b): N-{4-[(2-{[^rt.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)amino]phenyl}-N'-(5- methylpyridin-2-yl)pyrazin-2,3-dicarboxamid
Eine Lösung von 320 mg (0.63 mmol) N-{4-[(2-{[te^-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]- phenyl}-N'-(5-methylpyridin-2-yl)pyrazin-2,3-dicarboxamid in 4 ml THF wird bei RT mit 159 mg (1.89 mmol) Νatriumhydrogencarbonat und 230 μl (0.69 mmol) einer 3 M Lösung von Bromcyan in Dichlormethan versetzt. Die Suspension wird 16 h bei 400C gerührt und anschließend mit 3 ml Wasser und 5 ml Dichlormethan verdünnt. Nach Phasentrennung wird die organische Phase mit gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung gewaschen, über Magnesiumsulfat ge- trocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird in Diisopropylether verrührt, filtriert und der Feststoff im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 219 mg (65% d. Th.)
LC-MS (Methode 2): Rt = 2.83 min;
MS (ESIpos): m/z = 532 [M+H]+;
1H-NMR (400 MHz, DMSO-d6): δ = 10.80 (s, 2H), 8.95 (s, 2H), 8.22 (s, IH), 8.12 (d, IH), 7.85 (d, 2H), 7.70 (d, IH), 7.20 (d, 2H), 3.90-3.79 (m, 4H), 2.31 (s, 3H), 0.86 (s, 9H), 0.0 (s, 6H).
Stufe c): N-[4-(2-Imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]-N-(5-methylpyridin-2-yl)pyrazin-2,3- dicarboxamid-Methansulfonat
Eine Lösung von 50 mg (0.09 mmol) N-{4-[(2-{[tert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)- amino]phenyl}-N'-(5-methylpyridin-2-yl)pyrazin-2,3-dicarboxamid in 5 ml Acetonitril wird bei RT mit 13 μl (0.20 mmol) Methansulfonsäure versetzt und über Nacht bei RT gerührt. Das Reaktions- gemisch wird anschließend im Vakuum eingeengt und der Rückstand getrocknet.
Ausbeute: 47 mg (quant.)
LC-MS (Methode 2): Rt = 1.29 min;
MS (ESIpos): m/z = 418 [M+H]+ (freie Base);
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 11.02 (s, IH), 10.89 (s, IH), 9.58 (s, IH), 8.96 (s, 2H), 8.80 (s, IH), 8.22 (s, IH), 8.06 (d, IH), 7.94 (d, 2H), 7.73 (d, IH), 7.51 (d, 2H), 4.85 (t, 2H), 4.23 (t, 2H), 2.33 (s, 3H), 2.29 (s, 3H).
Beispiel 7
N-(5 -Cy anopyridin-2-y I)-N- [4-(2-imino- 1 ,3 -oxazolidin-3 -yl)pheny l]pyrazin-2,3 -dicarboxamid- Methansulfonat
Stufe a): N-{4-[(2-{[?e?-^-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)ammo]phenyl}-N'-(5-cyanopyri- din-2-yl)pyrazin-2,3-dicarboxamid
Nach der Allgemeinen Methode 1 werden 250 mg (0.93 mmol) der Verbindung aus Beispiel 5A und 247 mg (0.93 mmol) der Verbindung aus Beispiel IA umgesetzt.
Ausbeute: 205 mg (97% Reinheit, 41% d. Th.)
LC-MS (Methode 1 ): Rt = 2.63 min;
MS (ESIpos): m/z = 518 [M+H]+.
Stufe b): N-{4-[(2-{[/erZl.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)amino]phenyl}-N'-(5- cyanopyridin-2-yl)pyrazin~2,3-dicarboxamid
Eine Lösung von 114 mg (0.22 mmol) N-{4-[(2-{[tert-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]- phenyl}-N'-(5-cyanopyridin-2-yl)pyrazin-2,3-dicarboxamid in 2 ml THF wird bei RT mit 56 mg (66 mmol) Νatriumhydrogencarbonat und 80 μl (0.24 mmol) einer 3 M Lösung von Bromcyan in Dichlormethan versetzt. Die Suspension wird über Nacht bei 4O0C gerührt, dann mit weiteren 16 μl (0.04 mmol) einer 3 M Lösung von Bromcyan in Dichlormethan versetzt und erneut bei 400C über Nacht gerührt. Nach Zugabe von 2 ml Wasser / 4 ml Dichlormethan und Phasentrennung wird die organische Phase mit gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird in Diiso- propylether verrührt, filtriert und der Feststoff im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 90 mg (91% Reinheit, 67% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): R1 = 2.40 min;
MS (ESIpos): m/z = 543 [M+H]+.
Stufe c): N-(5-Cyanopyridin-2-yl)-N'-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]pyrazin-2,3- dicarboxamid-Methansulfonat
Eine Lösung von 61 mg (0.11 mmol) N-{4-[(2-{[fert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)- ammo]phenyl}-N'-(5-cyanopyridin-2-yl)pyrazin-2,3-dicarboxamid in 5 ml Acetonitril wird bei RT mit 15 μl (0.24 mmol) Methansulfonsäure versetzt und über Nacht bei RT gerührt. Das Reaktionsgemisch wird anschließend im Vakuum eingeengt und der Rückstand getrocknet.
Ausbeute: 60 mg (quant.)
LC-MS (Methode 6): Rt = 1.23 min;
MS (ESIpos): m/z = 429 [M+H]+ (freie Base);
1H-NMR (400 MHz, DMSO-d6): δ = 11.49 (s, IH), 11.11 (s, IH), 9.57 (s, IH), 8.97 (s, 2H), 8.82 (s, 2H), 8.34 (s, 2H), 7.98 (d, 2H), 7.51 (d, 2H), 4.85 (t, 2H), 4.23 (t, 2H), 2.32 (s, 3H).
Beispiel 8
N-(4-Cyanophenyl)-N'-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]pyrazin-2,3-dicarboxamid-Methan- sulfonat
Stufe a): N-{4-[(2-{[^ert-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]phenyl}-N'-(4-cyano- pheny l)pyrazin-2,3 -dicarboxamid
Nach der Allgemeinen Methode 1 werden 500 mg (1.86 mmol) der Verbindung aus Beispiel 6A und 497 mg (1.86 mmol) der Verbindung aus Beispiel IA umgesetzt.
Ausbeute: 437 mg (45% d. Th.)
LC-MS (Methode 2): R, = 2.89 min;
MS (ESIpos): m/z = 517 [M+H]+.
Stufe b): N-{4-[(2-{[^r/.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)amino]phenyl}-N'-(4- cyanophenyl)pyrazin-2,3-dicarboxamid
Eine Lösung von 200 mg (0.39 mmol) N-{4-[(2-{[tert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]- phenyl}-N'-(4-cyanophenyl)pyrazin-2,3-dicarboxamid in 2 ml THF wird bei RT mit 98 mg (1.16 mmol) Νatriumhydrogencarbonat und 143 μl (0.43 mmol) einer 3 M Lösung von Bromcyan in Dichlormethan versetzt. Die Suspension wird über Nacht bei 400C gerührt und anschließend mit 3 ml Wasser und 5 ml Dichlormethan verdünnt. Nach Phasentrennung wird die organische Phase mit gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt.
Ausbeute: 159 mg (76% d. Th.)
LC-MS (Methode 1): Rt = 2.57 min;
MS (ESIpos): m/z = 542 [M+H]+;
1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6): δ = 11.18 (s, IH), 10.84 (s, IH), 8.99 (s, 2H), 7.97 (d, 2H), 7.86 (d, 2H), 7.82 (d, 2H), 7.22 (d, 2H), 3.90-3.79 (m, 4H), 0.86 (s, 9H), 0.0 (s, 6H).
Stufe c): N-(4-Cyanophenyl)-N'-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]pyrazin-2,3-dicarb- oxamid-Methansulfonat
Eine Lösung von 50 mg (0.09 mmol) N-{4-[(2-{[fe/t.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)- amino]phenyl}-N'-(4-cyanophenyl)pyrazm-2,3-dicarboxamid in 5 ml Acetonitril wird bei RT mit 13 μl (0.19 mmol) Methansulfonsäure versetzt und über Nacht bei RT gerührt. Das Reaktionsgemisch wird anschließend im Vakuum eingeengt und der Rückstand getrocknet.
Ausbeute: 47 mg (97% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): R, = 1.20 min;
MS (ESIpos): m/z = 428 [M+H]+ (freie Base);
1H-NMR (300 MHz, DMSOd6): δ = 11.22 (s, IH), 11.06 (s, IH), 9.58 (s, IH), 9.00 (s, 2H), 8.81 (s, IH), 7.99-7.88 (m, 4H), 7.84 (d, 2H), 7.51 (d, 2H), 4.85 (t, 2H), 4.23 (t, 2H), 2.31 (s, 3H).
Beispiel 9
N-(4-Ethinylphenyl)-N'-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]pyrazin-2,3-dicarboxamid-Methan- sulfonat
Stufe a): N-{4-[(2-{[tert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]phenyl}-N-(4-ethinyl- phenyl)pyrazin-2,3-dicarboxamid
Nach der Allgemeinen Methode 1 werden 400 mg (1.50 mmol) der Verbindung aus Beispiel 7A und 398 mg (1.50 mmol) der Verbindung aus Beispiel IA umgesetzt.
Ausbeute: 376 mg (49% d. Th.)
LC-MS (Methode 2): R, = 3.08 min;
MS (ESIpos): m/z = 516 [M+H]+.
Stufe b): N-{4-[(2-{[ferf.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)amino]phenyl}-N'-(4- ethinylphenyl)pyrazin-2,3-dicarboxamid
Eine Lösung von 150 mg (0.29 mmol) N-{4-[(2-{[ter/.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]- phenyl}-N-(4-ethinylphenyl)pyrazm-2,3-dicarboxamid in 2 ml THF wird bei RT mit 73 mg (0.87 mmol) Νatriumhydrogencarbonat und 107 μl (0.32 mmol) einer 3 M Lösung von Bromcyan in Dichlormethan versetzt. Die Suspension wird 15 h bei 400C gerührt und anschließend mit 1.5 ml Wasser und 2 ml Dichlormethan verdünnt. Nach Phasentrennung wird die organische Phase mit gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird in Diisopropylether verrührt, filtriert und der Feststoff im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 65 mg (41 % d. Th.)
LC-MS (Methode 3): Rt = 2.61 min;
MS (ESIpos): m/z = 541 [M+H]+;
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 10.90 (s, IH), 10.79 (s, IH), 8.94 (s, 2H), 7.82-7.72 (m, 4H), 7.46 (d, 2H), 7.19 (d, 2H), 4.12 (s, IH), 3.86-3.74 (m, 4H), 0.82 (s, 9H), 0.0 (s, 6H).
Stufe c): N-(4-Ethinylphenyl)-N'-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]pyrazin-2,3-dicarb- oxamid-Methansulfonat
Eine Lösung von 50 mg (0.09 mmol) N-{4-[(2-{[ter?.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)- amino]phenyl}-N'-(4-ethinylphenyl)pyrazin-2,3-dicarboxamid in 10 ml Acetonitril wird bei RT mit 13 μl (0.19 mmol) Methansulfonsäure versetzt und über Nacht bei RT gerührt. Der entstandene Niederschlag wird abfiltriert, mit Acetonitril gewaschen und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 18 mg (37% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): Rt = 1.47 min;
MS (ESIpos): m/z = 427 [M+H]+ (freie Base);
1H-NMR (300 MHz, DMSOd6): δ = 11.02 (s, IH), 10.97 (s, IH), 9.57 (s, IH), 8.98 (s, 2H), 8.81 (s, IH), 7.92 (d, 2H), 7.78 (d, 2H), 7.55-7.44 (m, 4H), 4.85 (t, 2H), 4.23 (t, 2H), 4.15 (s, IH), 2.29 (s, 3H).
Beispiel 10
N
3-(5-Chlorpyridin-2-yl)-N
2-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]thiophen-2,3-dicarboxamid- Methansulfonat
x CH
3SO
2OH
Stufe a): N2-{4-[(2-{[fcrt.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]phenyl}-N3-(5-chlorpyri- din-2-yl)thiophen-2,3-dicarboxamid
Nach der Allgemeinen Methode 1 werden 928 mg (2.95 mmol) des Regioisomerengemisches aus Beispiel 8A und 787 mg (2.95 mmol) der Verbindung aus Beispiel IA umgesetzt. Das Rohprodukt wird mittels präparativer RP-HPLC gereinigt [Säule: YMC-Pack Polyamine II, 5 μm, 250 mm x 20 mm; Eluent: Ethanol/Isohexan 1 :4], wobei die beiden regioisomeren Produkte getrennt werden (vgl. auch Beispiel 11).
Ausbeute: 370 mg (24% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): R1 = 3.20 min;
MS (ESIpos): m/z = 531 [M+H]+;
1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6): δ = 11.63 (s, IH), 10.89 (s, IH), 8.43 (d, IH), 8.20 (d, IH), 7.97 (dd, IH), 7.81 (d, IH), 7.67 (d, IH), 7.35 (d, 2H), 6.58 (d, 2H), 5.50 (t, IH), 3.69 (t, 2H), 3.12 (qd, 2H), 0.85 (s, 9H), 0.03 (s, 6H).
Stufe b): N2-{4-[(2-{[fer?.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)amino]phenyl}-N3-(5- chlorpyridin-2-yl)thiophen-2,3-dicarboxamid
Eine Lösung von 370 mg (0.70 mmol) N
2-{4-[(2-{[terf.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]- phenyl}-NV5-chlorpyridin-2-yl)thiophen-2,3-dicarboxamid in 3 ml THF wird bei RT mit 175 mg (2.09 mmol) Νatriumhydrogencarbonat und 280 μl (0.84 mmol) einer 3 M Lösung von Bromcyan in Dichlormethan versetzt. Die Suspension wird 2 d bei 40
0C gerührt und anschließend mit 6 ml Wasser und 10 ml Dichlormethan verdünnt. Nach Phasentrennung wird die organische Phase mit gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird in Diethylether verrührt, filtriert und der Feststoff im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 275 mg (71% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): R, = 3.27 min;
MS (ESIpos): m/z = 556 [M+H]+;
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 11.48 (s, IH), 11.19 (s, IH), 8.47 (d, IH), 8.23 (d, IH), 8.00 (dd, IH), 7.90 (d, IH), 7.73 (d, IH), 7.71 (d, 2H), 7.22 (d, 2H), 3.85 (br. s, 4H), 0.86 (s, 9H), 0.0
(s, 6H).
Stufe c): N3-(5-Chlorpyridin-2-yl)-N2-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]thiophen-2,3- dicarboxamid-Methansulfonat
Eine Lösung von 275 mg (0.49 mmol) N2-{4-[(2-{[te^-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)- amino]phenyl}-N3-(5-chlorpyridin-2-yl)thiophen-2,3-dicarboxamid in 37 ml Acetonitril wird bei RT mit 70 μl (1.04 mmol) Methansulfonsäure versetzt und 4 d bei RT gerührt. Der entstandene Niederschlag wird abfiltriert, mit Acetonitril gewaschen und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 230 mg (87% d. Th.)
HPLC (Methode 7): R, = 4.01 min;
MS (ESIpos): m/z = 442 [M+H]+ (freie Base);
1H-NMR (400 MHz, DMSO-d6): δ = 11.38 (s, IH), 11.34 (s, IH), 9.58 (br. s, IH), 8.81 (br. s, IH), 8.45 (d, IH), 8.19 (d, IH), 7.99 (dd, IH), 7.90 (d, IH), 7.82 (d, 2H), 7.73 (d, IH), 7.52 (d, 2H), 4.86 (t, 2H), 4.23 (t, 2H), 2.32 (s, 3H).
Beispiel 11
N2-(5-Chlorpyridin-2-yl)-N3-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]thiophen-2,3-dicarboxamid- Methansulfonat
X CH3SO2OH
Stufe a): N3- {4-[(2- { [tert. -Butyl(dimethyl)silyl]oxy } ethyl)amino]phenyl} -N2-(5-chlorpyri- din-2-yl)thiophen-2,3-dicarboxamid
Nach der Allgemeinen Methode 1 werden 928 mg (2.95 mmol) des Regioisomerengemisches aus Beispiel 8A und 787 mg (2.95 mmol) der Verbindung aus Beispiel IA umgesetzt. Das Rohprodukt wird mittels präparativer RP-HPLC gereinigt [Säule: YMC-Pack Polyamine II, 5 μm, 250 mm x 20 mm; Eluent: Ethanol/Isohexan 1 :4], wobei die beiden regioisomeren Produkte getrennt werden (vgl. auch Beispiel 10).
Ausbeute: 188 mg (12% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): Rt = 3.22 min;
MS (ESIpos): m/z = 531 [M+H]+;
1H-NMR (300 MHz, DMSOd6): δ = 13.11 (s, IH), 10.40 (s, IH), 8.40 (d, IH), 8.21 (d, IH), 8.00 (d, IH), 7.95 (dd, IH), 7.71 (d, IH), 7.39 (d, 2H), 6.60 (d, 2H), 5.58 (t, IH), 3.70 (t, 2H), 3.14 (qd, 2H), 0.86 (s, 9H), 0.03 (s, 6H).
Stufe b): N3-{4-[(2-{[tert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)amino]phenyl}-N2-(5- chlorpyridin-2-yl)thiophen-2,3-dicarboxamid
Eine Lösung von 188 mg (0.35 mmol) N3-{4-[(2-{[^rf.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]- phenyl}-N2-(5-chlorpyridin-2-yl)thiophen-2,3-dicarboxamid in 3 ml THF wird bei RT mit 89 mg (1.06 mmol) Νatriumhydrogencarbonat und insgesamt 160 μl (0.49 mmol) einer 3 M Lösung von Bromcyan in Dichlormethan versetzt. Die Suspension wird 2 d bei 4O0C gerührt und anschließend mit 3 ml Wasser und 4 ml Dichlormethan verdünnt. Nach Phasentrennung wird die organische Phase mit gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung gewaschen, über Magnesium- sulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird in Diisopropylether verrührt, filtriert und der Feststoff im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 146 mg (74% d. Th.)
LC-MS (Methode 2): R, = 3.33 min;
MS (ESIpos): m/z = 556 [M+H]+;
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 12.73 (s, IH), 10.72 (s, IH), 8.43 (d, IH), 8.23 (d, IH), 8.04 (d, IH), 7.99 (dd, IH), 7.81-7.60 (2d, 3H), 7.27 (d, 2H), 3.85 (br. s, 4H), 0.85 (s, 9H), 0.01 (s, 6H).
Stufe c): N2-(5-Chlorpyridin-2-yl)-N3-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]thiophen-2,3- dicarboxamid-Methansulfonat
Eine Lösung von 146 mg (0.26 mmol) N3-{4-[(2-{[^err.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)- amino]phenyl}-N2-(5-chlorpyridin-2-yl)thiophen-2,3-dicarboxamid in 50 ml Acetonitril wird bei RT mit 40 μl (0.55 mmol) Methansulfonsäure versetzt und 3 d bei RT gerührt. Der entstandene
Niederschlag wird abfiltriert, mit Acetonitril gewaschen und im Vakuum getrocknet. Die Mutterlauge wird mittels Flash-Chromatographie an Kieselgel (Laufmittel: Dichlormethan/Methanol 8:1 — » 4:1) aufgereinigt.
Ausbeute: zusammen 131 mg (93% d. Th.)
HPLC (Methode 7): R, = 4.18 min;
MS (ESIpos): m/z = 442 [M+H]+ (freie Base);
1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6): δ = 12.53 (s, IH), 10.91 (s, IH), 9.44 (br. s, IH), 8.95 (br. s, IH), 8.42 (d, IH), 8.22 (d, IH), 8.07 (d, IH), 7.99 (dd, IH), 7.88 (d, 2H), 7.74 (d, IH), 7.57 (d, 2H), 4.84 (t, 2H), 4.23 (t, 2H), 2.30 (s, 3H).
Beispiel 12
N4-(5-Chlorpyridin-2-yl)-N5-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]-2-methyl-l,3-thiazol-4,5-di- carboxamid-Methansulfonat
Stufe a): N5-{4-[(2-{[/er?.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]phenyl}-N4-(5-chlorpyri- din-2-yl)-2-methyl-l,3-thiazol-4,5-dicarboxamid
Nach der Allgemeinen Methode 1 werden das Regioisomerengemisch aus Beispiel 9A (als Rohprodukt, ca. 27 mmol) und 7.2 g (27 mmol) der Verbindung aus Beispiel IA umgesetzt. Das erhaltene Rohprodukt wird mittels präparativer RP-HPLC gereinigt [Säule: Kromasil 100 C 18, 5 μm,
250 mm x 20 mm; Eluent: Wasser/Acetonitril 1 :9], wobei die beiden regioisomeren Produkte getrennt werden (vgl. auch Beispiel 13).
Ausbeute: 2.5 g (17% d. Th.)
LC-MS (Methode 1): Rt = 3.46 min;
MS (ESIpos): m/z = 546 [M+H]+;
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 12.16 (s, IH), 10.42 (s, IH), 8.50 (d, IH), 8.25 (d, IH), 8.05 (dd, IH), 7.41 (d, 2H), 6.62 (d, 2H), 5.54 (t, IH), 3.71 (t, 2H), 3.15 (qd, 2H), 2.76 (s, 3H), 0.88 (s, 9H), 0.03 (s, 6H).
Stufe b): N5-{4-[(2-{[^rΛ-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)amino]phenyl}-N4-(5- chlorpyridin-2-yl)-2-methyl-l,3-thiazol-4,5-dicarboxamid
Eine Lösung von 1.09 g (2.0 mmol) N5-{4-[(2-{[to^.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]- phenylJ-iV-CS-chlorpyridin^-yO^-methyl-l^-thiazoMjS-dicarboxamid in 17 ml THF wird bei RT mit 503 mg (6.0 mmol) Νatriumhydrogencarbonat und insgesamt 1.1 ml (3.2 mmol) einer 3 M Lösung von Bromcyan in Dichlormethan versetzt. Die Suspension wird 4 d bei 400C gerührt und dann mit 17 ml Wasser und 23 ml Dichlormethan verdünnt. Nach Phasentrennung wird die organische Phase mit gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird in Diisopropyl- ether verrührt, filtriert und der Feststoff im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 1.19 g (quant.)
HPLC (Methode 8): R, = 6.19 min;
MS (ESIpos): m/z = 571 [M+H]+;
1H-NMR (400 MHz, DMSO-d6): δ = 12.30 (s, IH), 10.46 (s, IH), 8.51 (d, IH), 8.27 (d, IH), 8.09 (dd, IH), 7.7,4 (d, 2H), 7.26 (d, 2H), 3.86 (m, 4H), 0.86 (s, 9H), 0.0 (s, 6H).
Stufe c): N4-(5-Chlorpyridin-2-yl)-N5-[4-(2-immo-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]-2-methyl-l,3- thiazol-4,5-dicarboxamid-Methansulfonat
Eine Lösung von 1.38 g (2.42 mmol) N5-{4-[(2-{[tert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)- amino]phenyl}-N4-(5-chlorpyridin-2-yl)-2-methyl-l,3-thiazol-4,5-dicarboxamid in 450 ml Aceto- nitril wird bei RT mit 329 μl (5.07 mmol) Methansulfonsäure versetzt und 5 d bei RT gerührt. Der entstandene Niederschlag wird abfiltriert, mit Acetonitril gewaschen und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 1.33 g (98% d. Th.)
HPLC (Methode 7): R, = 4.33 min;
MS (ESIpos): m/z = 457 [M+H]+ (freie Base);
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 12.37 (s, IH), 10.45 (s, IH), 9.58 (br. s, IH), 8.83 (br. s, IH), 8.50 (s, IH), 8.21 (d, IH), 8.07 (d, IH), 7.85 (d, 2H), 7.56 (d, 2H), 4.86 (t, 2H), 2.80 (s, 3H), 2.31 (s, 3H).
Beispiel 13
N5-(5-Chlorpyridin-2-yl)-N4-[4-(2-imino-l ,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]-2-methyl-l ,3-thiazol-4,5-di- carboxamid-Methansulfonat
Stufe a): N
4-{4-[(2-{[rert-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]phenyl}-N
5-(5-chlorpyri- din-2-yl)-2-methyl-l,3-thiazol-4,5-dicarboxamid
Nach der Allgemeinen Methode 1 werden das Regioisomerengemisch aus Beispiel 9A (als Rohprodukt, ca. 27 mmol) und 7.2 g (27 mmol) der Verbindung aus Beispiel IA umgesetzt. Das erhaltene Rohprodukt wird mittels präparativer RP-HPLC gereinigt [Säule: Kromasil 100 Cl 8, 5 μm, 250 mm x 20 mm; Eluent: Wasser/Acetonitril 1:9], wobei die beiden regioisomeren Produkte getrennt werden (vgl. auch Beispiel 12).
Ausbeute: 2.38 g (16% d. Th.)
HPLC (Methode 8): R, = 4.97 min;
MS (ESIpos): m/z = 546 [M+H]+;
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 13.90 (s, IH), 10.41 (s, IH), 8.40 (d, IH), 8.18 (d, IH), 7.93 (dd, IH), 7.46 (d, 2H), 6.58 (d, 2H), 5.55 (t, IH), 3.68 (t, 2H), 3.11 (qd, 2H), 2.71 (s, 3H), 0.83 (s, 9H), 0.0 (s, 6H).
Stufe b): N4-{4-[(2-{[to^.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)amino]phenyl}-N5-(5- chlorpyridin-2-yl)-2-methyl-l,3-thiazol-4,5-dicarboxamid
Eine Lösung von 147 mg (0.27 mmol) N4-{4-[(2-{[^er?.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]- phenyl}-N5-(5-chlorpyridin-2-yl)-2-methyl-l,3-thiazol-4,5-dicarboxamid in 2.5 ml THF wird bei RT mit 68 mg (0.81 mmol) Νatriumhydrogencarbonat und insgesamt 144 μl (0.43 mmol) einer 3 M Lösung von Bromcyan in Dichlormethan versetzt. Die Suspension wird 4 d bei 400C gerührt und dann mit 2.5 ml Wasser und 3.5 ml Dichlormethan verdünnt. Nach Phasentrennung wird die organische Phase mit gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird mittels Flash-Chromatographie an Kieselgel (Laufmittel: Dichlormethan/Methanol 200:1) gereinigt.
Ausbeute: 84 mg (49% d. Th.)
HPLC (Methode 8): R4 = 5.86 min;
MS (ESIpos): m/z = 571 [M+H]+;
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 13.59 (s, IH), 10.84 (s, IH), 8.46 (d, IH), 8.23 (d, IH), 8.00 (dd, IH), 7.87 (d, 2H), 7.26 (d, 2H), 3.85 (br. s, 4H), 2.79 (s, 3H), 0.85 (s, 9H), 0.0 (s, 6H).
Stufe c): N5-(5-Chlorpyridin-2-yl)-N4-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]-2-methyl-l,3- thiazol-4,5-dicarboxamid-Methansulfonat
Eine Lösung von 83 mg (0.15 mmol) N4-{4-[(2-{[^ert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)- amino]phenyl}-N5-(5-chloφyridin-2-yl)-2-methyl-l,3-thiazol-4,5-dicarboxamid in 26 ml Aceto- nitril wird bei RT mit 20 μl (0.31 mmol) Methansulfonsäure versetzt und 1 d bei RT gerührt. Das Reaktionsgemisch wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand in Acetonitril/Dichlormethan verrührt, abfiltriert und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 29 mg (36% d. Th.)
HPLC (Methode 9): Rt = 4.37 min;
MS (ESIpos): m/z = 457 [M+H]+ (freie Base);
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 13.40 (s, IH), 11.04 (s, IH), 9.62 (br. s, IH), 8.92 (br. s, IH), 8.47 (d, IH), 8.23 (d, IH), 8.03 (d, IH), 8.00 (d, 2H), 7.58 (d, 2H), 4.87 (t, 2H), 4.28 (t, 2H), 2.80 (s, 3H), 2.30 (s, 3H).
Beispiel 14
N4-(5-Chlorpyridin-2-yl)-N5-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]-lH-imidazol-4,5-dicarbox- amid-Methansulfonat
Stufe a): 5-[( {4-[(2- { [tert-Butyl(dimethyl)silyl]oxy } ethyl)amino]phenyl} amino)carbonyl]- 1 H-imidazol-4-carbonsäuremethy lester
Eine Suspension von 895 mg (2.94 mmol) der Verbindung aus Beispiel I IA in 45 ml THF wird unter Argon bei RT innerhalb von 2 min mit einer Lösung von 1.57 g (5.9 mmol) der Verbindung aus Beispiel IA in 5 ml THF versetzt. Das Reaktionsgemisch wird über Nacht bei RT gerührt, anschließend das THF im Vakuum entfernt und der Rückstand in Dichlormethan aufgenommen. Diese Lösung wird mit gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird ohne weitere Reinigung in der nächsten Stufe umgesetzt.
Ausbeute: 2.2 g (87% Reinheit, 77% d. Th.)
LC-MS (Methode 1): R, = 2.46 min;
MS (ESIpos): m/z = 419 [M+H]+.
Stufe b): N
5-{4-[(2-{[/ert-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]phenyl}-N
4-(5-chlorpyri- din-2-yl)-lH-imidazol-4,5-dicarboxamid
Eine Lösung von 55 mg (0.43 mmol) 2-Amino-5-chlorpyridin in 2 ml Dichlormethan wird unter Argon bei O0C tropfenweise mit 540 μl Trimethylaluminium-Lösung (2 M in Hexan, 1.08 mmol) versetzt. Das Reaktionsgemisch wird auf RT kommen gelassen, 15 min bei RT gerührt, erneut auf 00C gekühlt und dann mit einer Lösung von 90 mg (0.22 mmol) 5-[({4-[(2-{[te7"Λ-Butyl(dimethyl)- silyl]oxy}ethyl)amino]phenyl}amino)carbonyl]-lH-imidazol-4-carbonsäuremethyIester versetzt. Das Reaktionsgemisch wird bei RT gerührt und anschließend tropfenweise mit 20%-iger Kalium- tartrat-Lösung (Vorsicht: starkes Aufschäumen!) versetzt. Nach Zugabe von Dichlormethan und Phasentrennung wird die organische Phase mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Die Aufreinigung des Rohproduktes erfolgt mittels präparativer RP-ΗPLC.
Ausbeute: 20 mg (18% d. Th.)
LC-MS (Methode 1): R, = 3.15 min;
MS (ESIpos): m/z = 515 [M+Η]+.
Stufe c): N5-{4-[(2-{[fer/.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)amino]phenyl}-N4-(5- chlorpyridin-2-yl)- 1 H-imidazol-4,5-dicarboxamid
Eine Lösung von 75 mg (0.15 mmol) N5-{4-[(2-{[^er/.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]- phenyl}-N4-(5-chlorpyridin-2-yl)-lH-imidazol-4,5-dicarboxamid in 2.3 ml TΗF wird bei RT mit 37 mg (0.44 mmol) Νatriumhydrogencarbonat und insgesamt 100 μl (0.32 mmol) einer 3 M Lösung von Bromcyan in Dichlormethan versetzt. Die Suspension wird 2 d bei 40°C gerührt. Der entstandene Niederschlag wird abfϊltriert, mit TΗF gewaschen und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 14 mg (18% d. Th.)
LC-MS (Methode 1): Rt = 3.05 min;
MS (ESIpos): m/z = 540 [M+H]+.
Stufe d): N4-(5-Chlorpyridin-2-yl)-N5-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]-lH-imidazol-
4,5-dicarboxamid-Methansulfonat
Eine Lösung von 17 mg (0.03 mmol) N5-{4-[(2-{[ter/>Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)- amino]phenyl}-N4-(5-chlorpyridin-2-yl)-lH-imidazol-4,5-dicarboxamid in 5 ml Acetonitril wird bei RT mit 4 μl (0.07 mmol) Methansulfonsäure versetzt und 1 d bei RT gerührt. Das Reaktionsgemisch wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand in einem Diethylether/Methanol/Aceto- nitril-Gemisch verrührt, abfiltriert und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 12 mg (77% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): R1 = 1.38 min;
MS (ESIpos): m/z = 426 [M+Η]+ (freie Base);
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 13.06 (s, IH), 11.13 (s, IH), 9.60 (br. s, IH), 8.88 (br. s, IH), 8.47 (d, IH), 8.32 (d, IH), 8.13 (s, IH), 8.03 (d, 3H), 7.58 (d, 2H), 4.87 (t, IH), 4.28 (t, 2H), 2.34 (s, 3H).
Beispiel 15
N
4-(4-Chlorphenyl)-N
5-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]-lH-imidazol-4,5-dicarboxamid- Methansulfonat
Stufe a): 5-[( {4-[(2- { [tert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy } ethyl)amino]phenyl} amino)carbonyl]- lH-imidazol-4-carbonsäurephenylester
Eine Suspension von 887 mg (2.07 mmol) der Verbindung aus Beispiel 1OA in 12 ml TΗF wird unter Argon bei RT innerhalb von 2 min mit einer Lösung von 1.1 g (4.14 mmol) der Verbindung aus Beispiel IA in 3 ml TΗF versetzt. Das Reaktionsgemisch wird über Nacht bei RT gerührt, anschließend das TΗF im Vakuum entfernt und der Rückstand in Dichlormethan aufgenommen. Diese Lösung wird mit gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird ohne weitere Reinigung in der nächsten Stufe umgesetzt.
Ausbeute: 1.95 g (98% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): R, = 2.97 min;
MS (ESIpos): m/z = 481 [M+Η]+.
Stufe b): 5-[({4-[(2-{[/er/.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]phenyl}amino)carbonyl]- lH-imidazol-4-carbonsäure
Eine Lösung von 1.95 g (4.06 mmol) 5-[({4-[(2-{[tert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]- phenyl}amino)carbonyl]-lH-imidazol-4-carbonsäurephenylester in 97.5 ml TΗF/Wasser (3:1) wird bei RT mit 194 mg (8.11 mmol) Lithiumhydroxid versetzt und bei 60
0C über Nacht gerührt. Das TΗF wird im Vakuum entfernt und der Rückstand mit 1 N Salzsäure auf pH 1 angesäuert. Der ausgefallene Niederschlag wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 1.65 g (90% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): Rt = 2.49 min;
MS (ESIpos): m/z = 405 [M+Η]+.
Stufe c): N5-{4-[(2-{[rert-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]phenyl}-N4-(4-chlor- phenyl)-lH-imidazol-4,5-dicarboxamid
Eine Lösung von 100 mg (0.25 mmol) 5-[({4-[(2-{[tert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]- phenyl}amino)carbonyl]-lH-imidazol-4-carbonsäure in 2 ml TΗF und 0.5 ml Dimethylformamid wird bei RT mit 56 μl (0.32 mmol) NN-Diisopropylethylamin, 32 mg (0.25 mmol) 4-Chloranilin und 122 mg (0.32 mmol) 0-(7-Azabenzotriazol-l-yl)-N,N,N',N'-tetramethyluronium-hexafluoro- phosphat (ΗATU) versetzt. Das Reaktionsgemisch wird über Nacht bei RT gerührt, dann das TΗF im Vakuum entfernt und das Rohprodukt mittels präparativer RP-ΗPLC aufgereinigt.
Ausbeute: 63 mg (50% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): Rt = 3.39 min;
MS (ESIpos): m/z = 514 [M+Η]+.
Stufe d): N
5-{4-[(2-{[^^.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)amino]phenyl}-N
4-(4- chlorphenyl)-lH-imidazol-4,5-dicarboxamid
Eine Lösung von 60 mg (0.12 mmol) N5-{4-[(2-{[ter£-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]- phenyl}-N4-(4-chlorphenyl)-lH-imidazol-4,5-dicarboxamid in 5 ml TΗF wird bei RT mit 29 mg (0.35 mmol) Νatriumhydrogencarbonat und insgesamt 70 μl (0.21 mmol) einer 3 M Lösung von Bromcyan in Dichlormethan versetzt. Die Suspension wird 2 d bei 400C gerührt und dann mit 3 ml Wasser und 5 ml Dichlormethan verdünnt. Nach Phasentrennung wird die organische Phase mit gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird mittels präparativer RP-ΗPLC gereinigt.
Ausbeute: 21 mg (33% d. Th.)
LC-MS (Methode 1): Rt = 3.13 min;
MS (ESIpos): m/z = 539 [M+Η]+.
Stufe e): N4-(4-Chlorphenyl)-N5-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]-lH-imidazol-4,5- dicarboxamid-Methansulfonat
X CH3SO2OH
Eine Lösung von 20 mg (0.04 mmol) N5-{4-[(2-{[fert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)- amino]phenyl}-N4-(4-chlorphenyl)-lH-imidazol-4,5-dicarboxamid in 10 ml Acetonitril wird bei RT mit insgesamt 6 μl (0.10 mmol) Methansulfonsäure versetzt und 2 d bei RT gerührt. Das Reaktionsgemisch wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand in Diisopropylether verrührt, abfiltriert und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 16 mg (77% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): R, = 1.61 min;
MS (ESIpos): m/z = 424 [M+H]+ (freie Base);
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 12.06 (s, IH), 11.13 (s, IH), 9.60 (br. s, IH), 8.83 (br. s, IH), 8.10 (s, IH), 7.97 (d, 2H), 7.84 (d, 2H), 7.57 (d, 2H), 7.48 (d, 2H), 4.87 (t, IH), 4.26 (t, 2H), 2.34 (s, 3H).
Beispiel 16
N-(4-Chlorpheny I)-N '-[4-(2-imino- 1 ,3 -oxazolidin-3 -y l)phenyl]- 1 -methy 1- 1 H-pyrrol-3 ,4-dicarbox- amid-Methansulfonat
Stufe a): N-{4-[(2-{[rer?.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]phenyl}-N'-(4-chlor- phenyl)-l-methyl-lH-pyrrol-3,4-dicarboxamid
Nach der Allgemeinen Methode 1 werden 205 mg (0.74 mmol) der Verbindung aus Beispiel 12A und 196 mg (0.74 mmol) der Verbindung aus Beispiel IA umgesetzt.
Ausbeute: 221 mg (57% d. Th.)
LC-MS (Methode 1 ) : R, = 3.12 min;
MS (ESIpos): m/z = 527 [M+H]+;
1H-NMR (400 MHz, DMSO-d6): δ = 12.11 (s, IH), 10.51 (s, IH), 7.68 (d, 2H), 7.64 (d, 2H), 7.38 (d, 2H), 7.34 (d, 2H), 6.58 (d, 2H), 5.39 (t, IH), 3.72 (s, 3H), 3.70 (t, 2H), 3.13 (qd, 2H), 0.88 (s, 9H), 0.04 (s, 6H).
Stu fe b): N-{4-[(2-{[/ert-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)amino]phenyl}-N'-(4- chlorphenyl)- 1 -methyl- 1 H-pyrrol-3 ,4-dicarboxamid
Eine Lösung von 150 mg (0.29 mmol) N-{4-[(2-{[tert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)amino]- phenyl}-N'-(4-chlorphenyl)-l-methyl-lH-pyrrol-3,4-dicarboxamid in 5 ml TΗF wird bei RT mit
72 mg (0.85 mmol) Νatriumhydrogencarbonat und 114 μl (0.34 mmol) einer 3 M Lösung von
Bromcyan in Dichlormethan versetzt. Die Suspension wird 1 d bei 400C gerührt und dann mit 4 ml
Wasser und 6 ml Dichlormethan verdünnt. Nach Phasentrennung wird die organische Phase mit gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird in Diethylether verrührt, abfϊltriert und im
Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 108 mg (69% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): Rt = 3.23 min;
MS (ESIpos): m/z = 552 [M+Η]+.
Stufe c); N-(4-Chlorphenyl)-N'-[4-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)phenyl]-l-methyl-lH- pyrrol-3,4-dicarboxamid-Methansulfonat
Eine Lösung von 108 mg (0.20 mmol) N-{4-[(2-{[^ert.-Butyl(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)(cyano)- amino]phenyl}-N'-(4-chlorphenyl)-l-methyl-lH-pyrrol-3,4-dicarboxamid in 10 ml Acetonitril wird bei RT mit insgesamt 27 μl (0.41 mmol) Methansulfonsäure versetzt und über Nacht bei RT gerührt. Der entstandene Niederschlag wird abfϊltriert und im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 26 mg (25% d. Th.)
LC-MS (Methode 3): Rt = 1.65 min;
MS (ESIpos): m/z = 437 [M+H]+ (freie Base);
1H-NMR (400 MHz, DMSO-d6): δ = 11.67 (s, IH), 11.29 (s, IH), 9.55 (br. s, IH), 8.78 (br. s, IH), 7.85 (d, 2H), 7.75 (d, 2H), 7.72 (d, 2H), 7.51 (d, 2H), 7.42 (d, 2H), 4.85 (t, 2H), 4.24 (t, 2H), 3.78 (s, 3H), 2.31 (s, 3H).
Beispiel 17
N-(5-Chlθφyridin-2-yl)-N'-{4-[(2Z)-2-(hydroxyimino)-l,3-oxazolidin-3-yl]phenyl}pyrazm-2,3-di- carboxamid
1000 mg (1.87 mmol) der Verbindung aus Beispiel 1, 2596 mg (30.90 mmol, 16.5 eq.) Natrium- hydrogencarbonat und 1952 mg (28.09 mmol, 15 eq.) Hydroxylammoniumchlorid werden in 45 ml eines Ethanol/Wasser-Gemisches (2:1) suspendiert und 14 h bei 6O0C gerührt. Das Ethanol wird im Vakuum entfernt und der Feststoff durch Filtration abgetrennt. Dieser wird mittels RP-HPLC aufgereinigt. Das resultierende Rohprodukt wird in Diethy lether verrührt, filtriert und der Feststoff im Hochvakuum getrocknet.
Ausbeute: 125 mg (15% d. Th.)
HPLC (Methode 7): R1 = 3.65 min;
MS (ESIpos): m/z = 454 [M+H]+;
1H-NMR (400 MHz, DMSOd6): δ = 11.12 (s, IH), 10.70 (s, IH), 8.93-8.91 (s, 2H), 8.60 (s, IH), 8.42 (s, IH), 8.24 (d, IH), 7.99 (d, IH), 7.74 (d, 2H), 7.51 (d, 2H), 4.44 (t, 2H), 3.94 (t, 2H).
B. Bewertung der pharmakologischen Wirksamkeit
Die erfindungsgemäßen Verbindungen wirken insbesondere als selektive Inhibitoren des Blutgerinnungsfaktors Xa und hemmen nicht oder erst bei deutlich höheren Konzentrationen auch andere Serinproteasen wie Plasmin oder Trypsin.
Als „selektiv" werden solche Inhibitoren des Blutgerinnungsfaktors Xa bezeichnet, bei denen die IC50- Werte für die Faktor Xa-Inhibierung gegenüber den IC50- Werten für die Inhibierung anderer Serinproteasen, insbesondere Plasmin und Trypsin, um mindestens das 100-fache kleiner sind, wobei bezüglich der Testmethoden für die Selektivität Bezug genommen wird auf die im folgenden beschriebenen Testmethoden der Beispiele B.a.l) und B.a.2).
Die vorteilhaften pharmakologischen Eigenschaften der erfindungsgemäßen Verbindungen können durch folgende Methoden festgestellt werden:
a) Testbeschreibungen (in vitro)
a.1) Messung der Faktor Xa-Hemmung:
Die enzymatische Aktivität von humanem Faktor Xa (FXa) wird über die Umsetzung eines für den FXa-spezifϊschen chromogenen Substrats gemessen. Dabei spaltet der Faktor Xa aus dem chromo- genen Substrat p-Nitroanilin ab. Die Bestimmungen werden wie folgt in Mikrotiterplatten durchgeführt:
Die Prüfsubstanzen werden in unterschiedlichen Konzentrationen in DMSO gelöst und für 10 Minuten mit humanem FXa (0.5 nmol/1 gelöst in 50 mmol/1 Tris-Puffer [C,C,C-Tris(hydroxy- methyl)aminomethan], 150 mmol/1 NaCl, 0.1% BSA [bovine serum albumine], pH = 8.3) bei 250C inkubiert. Als Kontrolle dient reines DMSO. Anschließend wird das chromogene Substrat (150 μmol/1 Pefachrome® FXa der Firma Pentapharm) hinzugefügt. Nach 20 Minuten Inkubationsdauer bei 250C wird die Extinktion bei 405 nm bestimmt. Die Extinktionen der Testansätze mit Prüfsubstanz werden mit den Kontrollansätzen ohne Prüfsubstanz verglichen und daraus die IC50- Werte berechnet.
Repräsentative Wirkdaten aus diesem Test sind in der folgenden Tabelle 1 aufgeführt:
Tabelle 1
a.2) Bestimmung der Selektivität:
Zum Nachweis der selektiven FXa-Inhibition werden die Prüfsubstanzen auf ihre Hemmung anderer humaner Serinproteasen wie Trypsin und Plasmin hin untersucht. Zur Bestimmung der en2ymatischen Aktivität von Trypsin (500 mU/ml) und Plasmin (3.2 nmol/l) werden diese Enzyme in Tris-Puffer (100 mmol/1, 20 mmol/1 CaCl2, pH = 8.0) gelöst und für 10 Minuten mit Prüfsubstanz oder Lösungsmittel inkubiert. Anschließend wird durch Zugabe der entsprechenden spezifischen chromogenen Substrate (Chromozym Trypsin® und Chromozym Plasmin®; Fa. Roche Dia- gnostics) die enzymatische Reaktion gestartet und die Extinktion nach 20 Minuten bei 405 nm bestimmt. Alle Bestimmungen werden bei 37°C durchgeführt. Die Extinktionen der Testansätze mit Prüfsubstanz werden mit den Kontrollproben ohne Prüfsubstanz verglichen und daraus die IC5o-Werte berechnet.
a.3) Bestimmung der antikoagulatorischen Wirkung:
Die antikoagulatorische Wirkung der Prüfsubstanzen wird in vitro in Human- und Kaninchenplasma bestimmt. Dazu wird Blut unter Verwendung einer 0.11 molaren Natriumcitrat-Lösung als Vorlage in einem Mischungsverhältnis Natriumcitrat/Blut 1 :9 abgenommen. Das Blut wird unmittelbar nach der Abnahme gut gemischt und 10 Minuten bei ca. 2500 g zentrifugiert. Der Überstand wird abpipettiert. Die Prothrombinzeit (PT, Synonyme: Thromboplastinzeit, Quick-Test) wird in Gegenwart variierender Konzentrationen an Prüfsubstanz oder dem entsprechenden Lösungsmittel mit einem handelsüblichen Testkit (Hemoliance® RecombiPlastin, Fa. Instrumentation Laboratory) bestimmt. Die Testverbindungen werden 3 Minuten bei 370C mit dem Plasma inkubiert. Anschließend wird durch Zugabe von Thromboplastin die Gerinnung ausgelöst und der Zeitpunkt des Gerinnungseintritts bestimmt. Es wird die Konzentration an Prüfsubstanz ermittelt, die eine Ver- doppelung der Prothrombinzeit bewirkt.
b) Bestimmung der antithrombotischen Wirkung (in vivo)
b.1) Arteriovenöses Shunt-Modell (Kaninchen) :
Nüchterne Kaninchen (Stamm: Esd: NZW) werden durch intramuskuläre Gabe einer Rompun/ Ketavet-Lösung -narkotisiert (5 mg/kg bzw. 40 mg/kg). Die Thrombusbildung wird in einem arteriovenösen Shunt in Anlehnung an die von CN. Berry et al. [Semin. Thromb. Hemost. 1996, 22, 233-241] beschriebene Methode ausgelöst. Dazu werden die linke Vena jugularis und die rechte Arteria carotis freipräpariert. Ein extracorporaler Shunt wird mittels eines 10 cm langen Venenkatheders zwischen den beiden Gefäßen gelegt. Dieser Katheder ist in der Mitte in einen weiteren, 4 cm langen Polyethylenschlauch (PE 160, Becton Dickenson), der zur Erzeugung einer thrombogenen Oberfläche einen aufgerauhten und zu einer Schlinge gelegten Nylonfaden enthält, eingebunden. Der extrakorporale Kreislauf wird 15 Minuten lang aufrechterhalten. Dann wird der Shunt entfernt und der Nylonfaden mit dem Thrombus sofort gewogen. Das Leergewicht des Nylonfadens ist vor Versuchsbeginn ermittelt worden. Die Prüfsubstanzen werden vor Anlegung des extrakorporalen Kreislaufs entweder intravenös über eine Ohrvene oder oral mittels Schlund- sonde verabreicht.
C. Ausführungsbeispiele für pharmazeutische Zusammensetzungen
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können folgendermaßen in pharmazeutische Zubereitungen überführt werden:
Tablette:
Zusammensetzung:
100 mg der erfindungsgemäßen Verbindung, 50 mg Lactose (Monohydrat), 50 mg Maisstärke (nativ), 10 mg Polyvinylpyrrolidon (PVP 25) (Fa. BASF, Ludwigshafen, Deutschland) und 2 mg Magnesiumstearat.
Tablettengewicht 212 mg. Durchmesser 8 mm, Wölbungsradius 12 mm.
Herstellung:
Die Mischung aus erfindungsgemäßer Verbindung, Lactose und Stärke wird mit einer 5%-igen Lösung (m/m) des PVPs in Wasser granuliert. Das Granulat wird nach dem Trocknen mit dem Magnesiumstearat 5 Minuten gemischt. Diese Mischung wird mit einer üblichen Tablettenpresse verpresst (Format der Tablette siehe oben). Als Richtwert für die Verpressung wird eine Presskraft von 15 kN verwendet.
Oral applizierbare Suspension:
Zusammensetzung:
1000 mg der erfmdungsgemäßen Verbindung, 1000 mg Ethanol (96%), 400 mg Rhodigel® (Xanthan gum der Firma FMC, Pennsylvania, USA) und 99 g Wasser.
Einer Einzeldosis von 100 mg der erfindungsgemäßen Verbindung entsprechen 10 ml orale Suspension.
Herstellung:
Das Rhodigel wird in Ethanol suspendiert, die erfindungsgemäße Verbindung wird der Suspension zugefügt. Unter Rühren erfolgt die Zugabe des Wassers. Bis zum Abschluß der Quellung des Rhodigels wird ca. 6 h gerührt.
Oral applizierbare Lösung:
Zusammensetzung:
500 mg der erfmdungsgemäßen Verbindung, 2.5 g Polysorbat und 97 g Polyethylenglycol 400. Einer Einzeldosis von 100 mg der erfindungsgemäßen Verbindung entsprechen 20 g orale Lösung.
Herstellung:
Die erfindungsgemäße Verbindung wird in der Mischung aus Polyethylenglycol und Polysorbat unter Rühren suspendiert. Der Rührvorgang wird bis zur vollständigen Auflösung der erfindungsgemäßen Verbindung fortgesetzt.
i.v.-Lösung:
Die erfindungsgemäße Verbindung wird in einer Konzentration unterhalb der Sättigungslöslichkeit in einem physiologisch verträglichen Lösungsmittel (z.B. isotonische Kochsalzlösung, Glucose- lösung 5% und/oder PEG 400-Lösung 30%) gelöst. Die Lösung wird steril filtriert und in sterile und pyrogenfreie Injektionsbehältnisse abgefüllt.